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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fahr zur Hölle!
Jetzt konnte ich dem Höllenspektakel nicht wiederstehen und habs mir bei amazon geholt, nachdems jetzt veröffentlicht wurde. Seltsamerweise hab ich für das Spiel nur 29,99 gezahlt (bei amazon, kein Marketplace-Seller), und mittlerweile gibts das zu dem Preis nicht mehr. Glücklicherweise handelt es sich nicht um die deutsche Version, bzw. Anleitung zwar...
Veröffentlicht am 25. März 2010 von G. Enzler

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erschreckend, fesselnd, aber eintönig
Das Spiel geht super los. Die Szenen im Heiligen Land, das Aufnähen des roten Kreuzes auf der Brust... das bringt einen sofort in das Spiel und in die richtige Stimmung. Die Filmsequenzen sind gelungen und abwechslungsreich. Dazu später. Die Geschichte ist anfangs nicht ganz klar. Man ist ein Kreuzritter und ist im Heiligen Land. Gut. Dann wird man...
Veröffentlicht am 7. November 2012 von T. Hofbauer


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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fahr zur Hölle!, 25. März 2010
Von 
G. Enzler (Stuttgart, GER) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Jetzt konnte ich dem Höllenspektakel nicht wiederstehen und habs mir bei amazon geholt, nachdems jetzt veröffentlicht wurde. Seltsamerweise hab ich für das Spiel nur 29,99 gezahlt (bei amazon, kein Marketplace-Seller), und mittlerweile gibts das zu dem Preis nicht mehr. Glücklicherweise handelt es sich nicht um die deutsche Version, bzw. Anleitung zwar deutsch, Spiel aber englisch. Erinnert hat mich der Zock vor allem an eines meiner Lieblingsspiels aus C64-Urzeiten: Ghost'n'Goblins. Dantes Inferno ist natürlich länger, komplexer und grafisch ein bisschen besser. Rundum ein gelungener Jump'n'Run-Buttonmasher. Ein paar Puzzles, viele Bosskämpfe, eingeteilt in unterschiedlichen Phasen, bisschen RPG (Skillbäume, Relics), recht viele Kombos und Spezialfähigkeiten, aber alles überschaubar da recht lineare Levels mit einigen Secrets.

Was mich nun aber wirklich sehr beeindruckt ist die Darstellung der neun Höllenkreise: Gigantische Bauten, deren Wände mit den zuckenden Leibern zementiert wurden, gewaltige Höhlenkomplexe, Lavaflüsse die sich über Klippen in die Tiefe stürzen, Sümpfe voll mit brodelnden Tümpeln aus denen sich Säulen mit riesigen Mäulern erheben die beständig Galle erbrechen, gefrorene Eishöllen. Dazu das beständige, in den Ohren klingende Geheul und Gekreische der Verdammten (das wirklich fast nie abebbt), die entlang der Wege aufgespießt ihre endlosen Höllenqualen erleiden oder als brennende Fackeln aus dem nachtschwarzem Firmament in die Tiefe stürzen und (manchmal sogar neben einem auf dem Weg aufschlagen!).

Bei der Umsetzung des Fährmanns Charon waren die Spieldesigner sehr kreativ: Er ist mit seiner Fähre ' einer gewaltigen Arche ' verwachsen, sein Kopf wächst aus dem Bug wie eine überdimensionierte Gallionsfigur. Oder König Minos, Richter in der Unterwelt, ist auch eine Umsetzung, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wie in der literarischen Vorlage greift er mit seinem Schweif nach den Verdammten, leckt an ihnen und entscheidet, ob sie Sünder aus Maßlosigkeit, Bosheit oder Verrat sind und schleudert sie, nachdem er sie an einem gezackten Rad aufgespiesst hat, in den jeweiligen Höllenkreis.

Auch der zweite Höllenkreis ist an die Vorlage angelehnt, das ehebrecherische Liebespaar Paolo und Francesca da Rimini (im Spiel "da Polenta) müssen erlöst oder bestraft werden und eine an Kleopatra erinnernde riesige Dämonin der Lust klettert an einem phallischen Fleischturm empor und beschwört einen Höllensturm, in dessen Zentrum man sie bekämpfen muss. Selbstverständlich trifft man im dritten Kreis auf Cerberus den Höllenhund und im vierten auf Plutos, den Gott des Reichtums, der über die Geizigen und Verschwender wacht. Ich freu mich schon auf den 9. Höllenkreis und Luzifer höchstpersönlich...

Nichts für schwache Nerven und teilweise Grenzwertig: In einer Kammer im zweiten Höllenkreis stürzen sich die deformierten Körper ungetaufter Kinder auf Dante, deren Armstümpfe in Sicheln enden. Auch sonst wird im Spiel gehackt, zertrennt, verbrannt und zerstückelt. Ich frage mich, ob die BPJM wieder geschlafen hat ' jedenfalls sind weniger brutale Spiele schon beschlagnahmt worden.

Wie dem auch sei: Die optische Aufmachung verdient meiner Meinung nach einen Preis, hat man sich doch hier sehr von der Kunstgeschichte (Bosch, Breugel, Rodin) inspirieren lassen: So betritt man am Anfang der Reise die Unterwelt durch das bekannte Höllentor. Und auch wenn das Spiel nur an die literarische Vorlage angelehnt ist ' die Atmosphäre wird gut transportiert: Immer wieder begegnet man historischen Personen (Pontius Pilatus, Orpheus), denen man, nachdem man in einem kurzen Text erfährt, was sie für Sünden begangen haben, entweder Bestrafung oder Absolution zukommen lässt. Vergil, der als Begleiter ab und an auftaucht, erläutert einem die Begebenheiten über einen bestimmten Höllenkreis oder dessen Herren (oder Herrin). Im Interview sagt einer der Entwickler, er glaube, das durch das Spiel vielleicht die literarische Vorlage wieder mehr gelesen würde. Diejenigen, die es tun, werden bemerken, das die Spieldesigner bei aller Liebe zum grafischen Detail leider jede Menge an Information verquarkt haben, wo es absolut unnötig war und wo man eigentlich noch mehr an Information aus der Vorlage hätte verwenden können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erschreckend, fesselnd, aber eintönig, 7. November 2012
Von 
T. Hofbauer "Lesekatze" (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Das Spiel geht super los. Die Szenen im Heiligen Land, das Aufnähen des roten Kreuzes auf der Brust... das bringt einen sofort in das Spiel und in die richtige Stimmung. Die Filmsequenzen sind gelungen und abwechslungsreich. Dazu später. Die Geschichte ist anfangs nicht ganz klar. Man ist ein Kreuzritter und ist im Heiligen Land. Gut. Dann wird man hinterrücks erdolcht und muss mit dem Tod kämpfen - und gewinnt. Auch gut. Dann kehrt man nach Hause zurück und will zu seiner hübschen Verlobten, die ist aber auch tot. So jetzt kommt Luzifer und nimmt ihre Seele einfach mit. Anfangs war ich etwas irritiert. Warum sind die Frauen immer nackt, die Männer jedoch angezogen oder zumindest sehr bedeckt? Das ändert sich erst am Ende und dann ergibt das auch Sinn (siehe Genesis). So dann ab in die Hölle. Wie man dort hinkommt, ist mir nicht ganz klar. Der Eingang zur Hölle ist in Italien? OK. Aber eigentlich egal. Man taucht immer tiefer - im wahrsten Sinne des Wortes - in die Welt der Hölle ein. Jeder Kreis der Hölle ist anders, jede Todsünde hat ein eigenes Setting. Ich fand manche Dinge etwas erschreckend oder abstoßend - was ja so sein sollte. Man kann an Wänden entlang klettern und diese Wände sind eigentlich Netze oder Gitter, hinter denen die Verdammten der jeweiligen Todsünde gefangen sind. Diese schreien und sprechen mit ihnen und ihre Kommentare lassen einem manchmal einen Schauer über den Rücken laufen. Die Stimmung der jeweiligen Todsünden ist gut eingefangen, aber ich muss mich den Kritikern anschließen - besonders viel Unterschied ist nicht zu erkennen. Manchmal hab ich nur erkannt, dass ich jetzt in einer anderen Todsünde stecke, weil mir das eingeblendet wurde. Die Story ist anfangs ganz nett. Man will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Was ist jetzt mit meiner Verlobten? Warum ist ihre Seele in Besitz des Teufels? Was hab ich für Fehler gemacht? Dies wird Stück um Stück erklärt. Dazu ist auch das Kreuz auf der Brust wichtig. Hier werden comichaft Episoden erzählt - jeweils passend zur Todsünde, die gerade aktuell ist. Man hat jede begangen - nur soviel vorweg - und somit ist man auch kein "guter" Mensch. Dann gibt es einen Cut in der Story und Beatrice verändert sich. Positiv ist mir aufgefallen, dass das Kampfsystem leicht zu erlernen ist (allerdings als negativer Aspekt: es ist schnell langweilig und irgendwann haut man einfach nur noch auf eine Taste - unheilig oder heilig). Die Idee ist interessant und auch gut fortsetzbar. Die Stimmung ist - wie oben beschrieben - eingehend transportiert - in Musik, Grafik und Ausgestaltung.
Nun zu den negativen Punkten: Das Spiel wird relativ schnell langweilig, obwohl das nicht hätte sein müssen. Die Story wird nach einiger Zeit fad. Sobald der Cut erreicht ist, ändert sich eigentlich nichts mehr. Die Level sind sich zu ähnlich. Am Anfang ist mehr Abwechslung, später haut nur noch die Stadt Dis und die tiefste Hölle die Sache wieder heraus. Man braucht keine Hilfe bei den Leveln. Es ist einfach zu spielen, die Rätsel nicht allzu schwer (wenn man etwas Erfahrung mit solchen Spielen hat). Das Kämpfen nervt nach einiger Zeit, denn es ist nicht sehr abwechslungsreich. Das Steigerungssystem ist gut durchdacht, allerdings muss man sich für eine Seite (unheilig/heilig) entscheiden, sonst kann man nicht alles steigern. Das System mit den Reliquien fand ich nicht ausgebaut genug und hatte zu wenig Auswirkung auf das Spielen. Luzifer ist keine Herausforderung, leider. Besonders negativ ist mir aufgestoßen: es dauert nur sehr wenig Zeit, dass Spiel durchzuspielen. Ich habe nicht mal zwei Tage gespielt (und nicht durchgespielt, mit Pausen, Schlafen, Essen und frische Luft schnappen). Es waren vielleicht 10 oder 12 Stunden gespielt. Das ist mir zu wenig.

Insgesamt ist das Spiel im Ansatz nicht schlecht. Die Ideen sind interessant und anders als andere Spiele. Es hat einige negative Punkte (besonders die kurze Spieldauer und die geringe Abwechslung). Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Hölle erwartet euch, 25. Juli 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Vorhölle, Wollust, Maßlosigkeit, Habgier, Zorn, Ketzerei, Gewalt, Betrug und Verrat! Dies sind die neun Höllenkreise, die Dante Alighieri in seinem berühmten Meisterwerk 'Die göttliche Komödie' bekannt gemacht hat. Jetzt, fast 700 Jahre später macht sich Electronic Arts drann um daraus eine Videospiel Umsetzung zu schaffen - und das mit großem Erfolg.
Dantes Inferno muss sich grafisch und spielerisch nicht verstecken. Die Steuerung geht gut von der Hand und erinnert stark an die God of War Trilogie. Die Abwechslungsreichen Höllenzirkel sind klasse gestaltet und bieten viel Abwechslung.
Das Kampfsystem wird durch die neu erlernbaren Kombos immer neu aufgepeppt.
Leider ist das Spiel etwas kurz, nach etwa 9 Stunden ist der Spaß schon vorbei.
Die spitzen Story und die Inszinierung gehen aber unter die Haut. Zur deutschen Synchro kann ich leider nichts sagen da ich die Englische Version habe. Da ist die Synchro aber sehr gut.
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen God of War Klon - aber vom Feinsten, 4. Februar 2010
Von 
Anninger Martin U. Michaela "ma020170" (Krieglach, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Eines vorweg:
Die Macher von Dantes Inferno müssen großen Fans von Kratos sein.

Die ganze Spielmechanik bis zu den Quick-Time-Events, der Inszenierung und der Steuerung wurde quasi 1:1 von God of War kopiert.
Statt Griechenland und dem Olymp ist eben die Hölle der Schauplatz.
Aber "besser gut geklaut, als selber schlecht erfunden".

Abgesehen von den mehr als deutlichen Anleihen zum Sony-Klassiker ist das Spiel rundum gelungen.
Die Grafik ist einer PS3 absolut würdig.
Der Sound ist, wie das ganze Spiel, sehr atmosphärisch und auch die Hintergrundgeschichte ist gut gelungen.
Neben der Hack n Slay-Schnetzeleien gibt es auch ab und zu ein paar Kisten zu verschieben, Schalter zu drücken und Rätsel zu lösen.
Auch das erinnert uns doch an was, oder ? ;-)

Über die Spiellänge kann ich noch nichts sagen, aber so 8 - 9 Stunden sollen es sein.
Für ein Actionspiel eine mittlerweile (leider) durchaus übliche Länge.
Wer ein Fan von Kratos ist, sollte Dante auf jeden Fall eine Chance geben.
Wer Hack n Slay-Spiele nicht mag, der wird sich auch für Dantes Inferno nicht begeistern können.
Als Überbrückung bis zum Erscheinen von God of War III (von dem ich mir persönlich natürlich noch ein bißchen mehr erwarte) ist Dantes Inferno bestens geeignet.

Abschliessend meine Bewertung:

Grafik: 8.5 von 10
Sound: 9.0 von 10
Spielspaß: 85 von 100
Der Gewaltgrad ist sehr hoch - ab 18 ist durchaus gerechtfertigt.

P.S.: Ich besitze die sogenannte "Death Edition". Diese enthält neben einem schicken 3D-Cover auch eine zusätzliche Blu-Ray mit allerhand Zusatzinfos über den echten Dante, ein Making-Of, den Soundtrack des Spiels etc.
Durchaus empfehlenswert.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Hack 'N Slay mit kleinen Schwächen, 2. März 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Christliche Vorstellungen in einem Actiongame? Was etwas seltsam klingt, wird mit "Dante's Inferno" nun auf spektakuläre Art und Weise umgesetzt. Das Spiel basiert auf dem ersten der drei Teile von Dante Alighieris legendärer "Göttlichen Komödie", die das menschliche Bild von Hölle, Fegefeuer und Paradies prägte, wie kein zweites Werk. Stellt sich nun die Frage, ob die Herrschaften von Visceral dem Buch mit diesem Game alle Ehre machen oder ob es sich um plattes Geschnetzel handelt und in der Riege der in der letzten Zeit recht zahlreich erschienenen Hack-And-Slay-Titel untergeht?

Sünder oder Held?

Die Geschichte beginnt während der Kreuzzüge, hier erlebt und spielt ihr Dante, als er noch als Ritter seine Brötchen verdient. Beim Niedermachen von fast chancenlosen Gegnern, werdet ihr sofort merken, dass dies nicht der typische Held ist. Tatsächlich hat Dante sogar den Tod verdient, doch als dieser kommt, um ihn sich zu holen, wehrt sich der Krieger, tötet den Tod (welch Ironie) höchstpersönlich und nimmt ihm seine berühmte Sense ab, um sie fortan als sein Arbeitsgerät zu nutzen. Bei der Rückkehr in die Heimat macht Dante eine schreckliche Entdeckung, sowohl Vater als auch seine Geliebte Beatrice liegen ermordet auf dem Boden. Während er trauert begegnet ihm Lucifer, der Dante aus Rache für seine Sünden die wichtigsten Menschen genommen hat, er entführt sogar Beatrice' Seele, um durch eine Vermählung mit ihr wieder ins Paradies aufsteigen zu können. So etwas kann ein gestandener Kerl wie Dante natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so steigt er kurzerhand selbst in die Hölle hinab, um sich seine Frau zurück zu holen.

Das kennen wir doch irgendwoher...

Sofort fällt auf, dass man sich für "Dante's Inferno" bei der großen Konkurrenz von "God Of War" bediente. Wie auch Kratos hat Dante einen Mix aus Klinge und Magie als Waffen zur Verfügung, das Leveldesign ist ebenfalls genauso linear, sprich man kann sich nicht verlaufen, staunt aber trotzdem Bauklötze über die fantastisch gestalteten (Unter)Welten. Es gibt auch in "Dante's Inferno" einige Rätsel, die euer Weiterkommen etwas bremsen sollen, selbst das Prinzip mit Energie- und Magieleiste und deren Auffüllung ist gleich, nicht zu vergessen die zahlreichen Quick-Time-Events zum stilvollen Garaus-Machen, sogar die Belegung der einzelnen Tasten sollte einem "God Of War"-Fan bekannt vorkommen. Stört dies? Überhaupt nicht! Denn als Liebhaber dieses Genres steht man ja genau auf das, also lieber gut kopiert, als schlampig etwas Neues erfunden. Außerdem hat auch "God Of War" so einiges von andern übernommen.

Höllisch schön

Das große Plus von "Dante's Inferno" ist neben dem Hauptcharakter, dessen Gräueltaten im Krieg ihm nun bewusst werden, aber sich natürlich auch von der Liebe getrieben durch die neun Ringe der Hölle bewegt, das Leveldesign und die Atmosphäre. Es wurde großen Wert darauf gelegt, die Beschreibungen aus der "Göttlichen Komödie" auch im Spiel umzusetzen. Sofern man sich etwas mit dem Buch auseinandersetzt, wird man in "Dante's Inferno" viele Dinge wieder erkennen, oder auch ein bisschen besser verstehen können. Daher hat jeder der einzelnen Abschnitte seinen eigenen Charme, was gar nicht so einfach ist, wenn man hauptsächlich dunkle Gassen, Unmengen von Lava und noch mehr Verdammte als Gestaltungsmerkmale zur Verfügung hat. Grafisch wurde das Ganze ordentlich umgesetzt. Während des Spielens sieht alles doch recht schick aus, weswegen die dämonische Stimmung auch gut auf das heimische Sofa transportiert wird. Besonders wenn man auf riesigen Monstern reitet bringt das nicht nur Abwechslung ins Geschehen, sondern auch einen schönen Überblick. Einzig die Cut-Scenes in In-Game-Grafik sind teilweise etwas verpixelt, Dantes Haut auf dem Oberkörper hat hier eher Ähnlichkeit mit angemaltem Pappmaschee, insgesamt darf man aber zufrieden sein. Das gilt ganz besonders für die gerenderten Sequenzen, bei denen doch schnell mal die Kinnlade herunter klappt, denn die sind ein wahrer Augenschmaus. Erwähnenswert dabei diejenigen, die Dantes Sünden zeigen. Sie sind anders als der Rest in einem Comic artigen Stil gehalten und begeistern mit schönen Zeichnungen und intensiven Farben.

Was ist neu?

Diese Frage ist schnell beantwortet: so gut wie nichts, denn im Großen und Ganzen hat man alles irgendwo schon einmal gesehen. Was in Hack-And-Slay-Spielen nicht all zu oft vorkommt, ist die Wahl zwischen Gut und Böse, oder im Falle von "Dante's Inferno": die Wahl zwischen bestrafen und erlösen, was sich je nach Entscheidung auf eure Erfahrungspunkte auswirkt. Dieses Szenario spielt sich üblicherweise während des Kampfes ab, wenn ihr einen Gegner schon so ziemlich niedergerungen habt. Seid ihr gütig und erlöst euren Widersacher, so erhaltet ihr blaue Seelen, schickt ihr ihn für immer in die Hölle, so sind die roten euer Verdienst. Beide Sorten werden gebraucht um unterschiedliche Kräfte aufzuleveln, daher hat die ganze Thematik eher etwas mit Abwechslung als mit Gewissensfragen zu tun. Außerdem trefft ihr im Laufe eurer Reise immer wieder auf reale historische Figuren, besser gesagt Sünder. Bekanntester Vertreter sollte Attila der Hunnenkönig sein. Auch diese fristen ein alles andere als angenehmes Dasein in der Hölle, können durch eure Hilfe und eine doch schnell nervende "Tastendrückparade" in den Himmel auffahren, was von Dante immer wieder aufs Neue mit einem Gebetsspruch quittiert wird.

Teuflisch kurz

Als geübter Hack-And-Slayer sollte man bei Einlegen des Games lieber gleich eine der höheren Schwierigkeitsstufen auswählen, um die Spielzeit dadurch etwas zu verlängern. Da Dante wirklich viele Tricks parat hat, unheimlich schnell zu Werke geht und mit dem Mix aus himmlischen Kräften und der tödlichen Sense den Gegnern kaum eine Chance lässt, kommt man doch sehr zügig voran und auch die Quick-Time-Events schafft man spätestens im zweiten Anlauf. Auch die kleinen Rätsel, die ihr lösen müsst, um an diversen Passagen fortfahren zu können, sind nicht all zu schwierig. Zwar ist die ein oder andere knifflige und nervenaufreibende Aufgabe dabei, insgesamt gesehen hat man die Sache doch schon bald durchschaut und auch die Umsetzung ist dann kein großes Hindernis mehr. Daher muss man darauf setzen, dass zumindest die Bossgegner es schaffen, die Spielzeit von knappen 10 Stunden ein bisschen hinauszuzögern.

Fazit

Wer es gerne krachen lässt und massenweise Gegner wieder dahin zurückschickt, wo sie hergekommen sind, der ist bei "Dante's Inferno" genau richtig. An Innovation mangelt es zwar mehr als deutlich, dafür setzt es alles Vorhandene gekonnt um, überzeugt mit toller Atmosphäre, schönem Design und einer ordentlichen Story. Bleibt zu hoffen, dass neben dem Inferno auch die anderen beiden Teile des Buches, Purgatorio und Paradiso, umgesetzt werden und es nicht nur bei diesem Titel bleibt. Kratos kann sich auf alle Fälle schon einmal warm anziehen.

In diesem Sinne: Fahrt zur Hölle...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dante Alighieri in Aktion, 27. Mai 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Dantes Inferno ist ein sehr spannendes Spiel bei dem man eine Vielfalt an Demonen den Garaus machen kann.
Es wird zwar mit derzeit etwas öde immer nur zu kämpfen, aber die Vielen Extras die man freispielen kann machen das Spiel immer Wieder aufs Neue interessant.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der dreisteste - und beste - Klau der Videspielgeschichte!, 30. Januar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Ein sehr dreistes Abkupfern von God of War - allerdings verdammt gutes!

Atmosphärisch ist das Spiel allererste Sahne. Sowas habe ich selten erlebt, ich hatte schon lange nicht mehr so viele WTF-Momente in einem Spiel.

Deshalb ist es auch eines der wenigen Spiele, die ich durchgespielt habe - wobei ich zugeben muss, dass es im letzten Drittel etwas zäh wurde - deshalb finde ich die Spielzeit allerdings auch nicht zu kurz. Auf normal habe ich 8 Stunden gebraucht, auf leicht schafft man es sicherlich in 6.

Nebenbei hat mich das Spiel sogar dazu bewegt, die "Göttliche Komödie" zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll in Szene gesetzt, 17. September 2010
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Steuerung, Tastenkombinationen, Gameplay usw. sind nicht neu, sondern ähnlich wie z.B. bei God of War oder Wolverine. Was Dantes Inferno aber von allen anderen Spielen unterscheidet, ist das äusserst eindrucksvolle Setting. Man muss sich, frei nach Dantes Werk, bis zum Mittelpunkt der Hölle durchkämpfen. Dabei wird gemetzelt, was das Zeug hält. Die Hölle wird dabei genial in Szene gesetzt. Sowohl Sound als auch Grafik sind dabei erstklassig und bemerkenswert. Überall Nacktheit, Gewalt, Blut, Perversion - nicht umsonst ist das Spiel erst ab 18 freigegeben. Die ungetauften Babies mit den Sensenarmen sind sicher nicht jedermanns Sache, nur um ein Beispiel von vielen zu nennen. Selbstverständlich gibt es zahlreiche Bosse, Dinge die man Sammeln muss und Möglichkeiten die Kampffähigkeiten des Charakters individuell zu tunen. Auch erhält man einfach und haufenweise Trophäen. Die Zwischensequenzen sind zum Teil in Kinoqualität.

Alles in allem kann man bei Dantes Inferno nichts falsch machen, ausser man mag keine Hack n Slay Games. Wer unschlüssig ist, findet im Netz zahlreiche Ingame-Videos und Walkthrough-Anleitungen. Detailinfos gibts auch unter dantesinferno.wikia.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Spiel, 9. März 2010
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
Für eingefleischte Hack 'n Slay-Fans ist der Titel wirklich Lobenswert.

Hier wird ein echt anspruchvolles stück Weltliterlatur des 13. Jahrhundert zu einem fantastischem Spiel verarbeitet. Kein Werk der Welt hat über so lange Zeit Menschen in den Bann gezogen wie Dantes Inferno.

Trotz den vielen Parallelen zu GoW, ist es auf keinen fall ein Dubel, da eine komplett neue Art des Auflevelns ermöglicht wird (2 Skilltrees). Frischen Wind bringt die Story mit sich. Leser der GÖTTLICHEN KOMÖDIE werden viele Fakten wieder finden.

Speziell als GoW-Fan wird man von dieser Runden Scheibe mit Loch nicht enttäuscht sein. Eindrucksvolle Finisher-Moves, und die Freiheit, Monster, Dämonen und Sündige zu erlösen oder gar zu bestrafen mit Interaktiven Szenen oder Minispielen, verschafft dem Spieler eine gewisse Handlungsfreiheit. Durch fantasievolle und detailreiche Landschaften wurde auch die Atmosphäre klasse in Szene gesetzt.

Für alle, die von GoW auch nur ein wenig angetan waren, ist der Kauf auf jeden Fall lohnenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verführung der Sinne, 22. März 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dante's Inferno (uncut) (Videospiel)
DanteŽs Inferno wirkte auf mich sehr berauschend auch wenn es nicht das längste Spiel ist, ist es doch eines der besten Hack nŽ Slay Spiele. Sich mit Dante und seinen Sünden durch die Kreise der Hölle zu schlagen um seine Frau zu retten und eine zweite Chance zu bekommen war einfach episch. Das Spiel hat amüsante Sachen doch auch ein paar negative Ausfälle. Grafisch ist es nicht auf dem Besten stand, sie ist zwar gut aber nicht so gut wie man es für ein next gen Spiel erwartet hätte. Zu dem ist es hin und wieder langweilig nur mit Kreuz und Sense durch die Unterwelt zu rocken. Das Aufwertungssystem ist zwar sehr gut gemacht für aber nicht gerade zu Abwechslung. Dennoch wird es nicht langweilig. Dann kommt noch im April der Multiplyer-Modus raus wo es dann heißt: schnapp dir einen Freund und metzel dich zusammen gege die Monster duch.
Alles im allen ist DanteŽs Inferno ein gelungenes Spiel.
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Dante's Inferno (uncut)
Dante's Inferno (uncut) von Electronic Arts (PlayStation 3)
EUR 38,90
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