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4.0 von 5 Sternen Liebevolle Verfilmung des großen, französischen Empereurs: Über die Schrecken des Krieges und Napoléon ganz privat
Napoloon Bonaparte, wer kennt ihn nicht? Der Held von Frankreich, der Befürworter der französischen Revolution, der Gegner des Königs! Noch heutzutage ist er in vielen Köpfen der Franzosen ein Held, der dieses Land verkörpert. Stolz und imposant steht seine Statue heute auf der Place St.Nicolas in Bastia, Korsika. General, erster Konsul, Kaiser,...
Veröffentlicht am 30. Juni 2011 von Josephine Sterner

versus
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zur Unterhaltung top - als Geschichtsstunde ein Flop!
Der vierteilige Historienfilm sollte in erster Linie als Unterhaltungsfilm angesehen werden. Da liegen zweifellos seine Stärken.
Er ist mit Christian Clavier, Gérard Depardieu, John Malkovich, Heino Ferch, Sebastian Koch, Alexandra Maria Lara und vielen weiteren herausragenden Schauspielern hochkarätig besetzt. Auch die Ausstattung und die Filmmusik...
Veröffentlicht am 23. Juli 2011 von Marc Schöneborn


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zur Unterhaltung top - als Geschichtsstunde ein Flop!, 23. Juli 2011
Von 
Marc Schöneborn (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Napoleon [2 DVDs] (DVD)
Der vierteilige Historienfilm sollte in erster Linie als Unterhaltungsfilm angesehen werden. Da liegen zweifellos seine Stärken.
Er ist mit Christian Clavier, Gérard Depardieu, John Malkovich, Heino Ferch, Sebastian Koch, Alexandra Maria Lara und vielen weiteren herausragenden Schauspielern hochkarätig besetzt. Auch die Ausstattung und die Filmmusik tragen ebenfalls zu einem tollen Filmerlebnis bei. Soweit ist er absolut empfehlenswert und bis hierher hat sich die Minireihe auch alle fünf Sterne redlich verdient!

Nun ist die Situation bei historischen Stoffen einfach etwas anders gelagert als bei anderen. In diesem Fall beruht die Verfilmung ja auch noch auf einer Biografie Napoleons von Max Gallo!
Da neigt der Zuschauer sicher eher dazu, das, was er da sieht, auch für eine weitgehende Wiedergabe der damaligen Ereignisse zu halten. Und genau das ist der Punkt, an dem die Bewertung abstürzen muss!
Ganz oberflächlich hält sich die Verfilmung auch an die historischen Tatsachen. Aber eben leider nur an der Oberfläche.
Die Liste der geschichtlichen Verzerrungen und Fehler würde den Rahmen hier sprengen. Einfach nur grotesk ist die Darstellung Marie-Luises als besorgte Landesmutter 1814 beim Vorrücken der alliierten Truppen auf Paris. Ihre Sympathien bei der Pariser Bevölkerung waren zu dieser Zeit übrigens auf dem Nullpunkt angekommen. Sie wurde für die Niederlagen 1812, 1813 und 1814 mitverantwortlich gemacht. Marie-Luise ergriff damals sofort die Gelegenheit, wieder zurück nach Wien zu kehren.
Sie selbst hasste Napoleon und empfand die Heirat mit ihm als Opfergang für das Haus Habsburg. Außerdem besaß sie, allerdings noch vor der Heirat, eine nach Napoleon benannte Puppe, die ihre ganze Wut über neuerliche napoleonische Siege abbekam.
Auch das Bild der Person Napoleons wird in der Serie deutlich zu positiv gezeichnet. Er wird zu sehr als Held stilisiert. Seine Schattenseiten werden allenfall schemenhaft angedeutet.
Napoleons körperlicher und gesundheitlicher Verfall lassen sich an Hand der Verfilmung übrigens gar nicht erahnen. Der Mann, der 1815 bei Waterloo seine letzte Schlacht schlug, war gesundheitlich schwer angeschlagen und von seinem Leistungshöhepunkt 1805 Lichtjahre entfernt. Auch fand der Kampf im Juni und nicht im April 1815 statt.

Wer sich in seiner Freizeit einen toll ausgestatteten und herausragend besetzten Historienfilm ansehen will und nicht allzu viel Wert auf historische Genauigkeit legt, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Wer sich allerdings über die damaligen Ereignisse informieren möchte - den historischen Napoleon kennenlernen will, der sollte die Finger von der Verfilmung lassen. Denn den hier dargestellten Napoleon hat es so nie gegeben.
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42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen reine Geldverschwendung, 9. Januar 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Man muss es in aller Grobheit sagen: Dieser Film ist einer jenen, die es schaffen, einen hervoragenden Stoff durch Unterdramatisierung, falsche Schwerpunktsetzung und bereitwilliges Tappen in die Liebesfalle, resp. "Liebeleienfalle" für jeden Zuschauer zu einem mittlemäßigen, nichtssagendem Filmchen zu machen.
Im Einzelnen: Da lässt man Napoleon große Sätze sagen, die Bilder fehlen ("Schauen sie sich das Schlachtfeld genau an, damit sie wissen, wieviel der Frieden gekostet hat" - aber der Zuschauer fragt sich, wo ist das Grauen des Schlachtfeldes im Film geblieben ist - weder ist es im Bild noch auf den Gesichtern der Schauspieler zu sehen)
Gegner werden im Dialog aufgebaut und erhalten dann doch eine kleine Szene in einer vorbeifahrenden Kutsche (Die Königen von Preußen) - ach ja, aber eine Liebschaft mit irgendeiner polnischen Adligen oder mit irgndeiner Zofe der Kaiserin, die bekommen wir für Minuten gezeigt.
Es heißt ein riesiges Statisten-Heer sei eingesetzt worden, mit großem Ausstattungsaufwand. Nun, zugegeben, die Auststattung ist großartig. Die riesigen Statistenheere bemerkt man nur nicht. Die Kameraführung ist derart unüberlegt, dass der Zuschauer immer nur wenige Hundert, also die Filmverhältnisse sieht.
Die Schlachten selbst sind, wohl auf Kosten der Liebesszenen zu kurz geraten. Dabei ist nicht so wichtig, dass sie unübersichtlich sind, das sind Schlachten für den Laien häufig, dabei ist auch nicht wichtig, dass kein Gemetzel veranstalltet wird. Nein, wichtig ist, dass man keine Ängste sieht, auf keiner Seite, von Soldaten, die in die Schlacht ziehen. Dieser Film kennt keine Persönlichkeiten.
Zu guter letzt bleibt die Frage, was uns der Film sagen wollte: nun, die Worte sind klar, aber es gibt keine Bilder zu den Worten, wo ist das zerüttete Frankreich, das auf seinen "Messias", hier Napolen wartet- wo bleiben den die Feinde, Kaiser, Könige, Generäle- ausser halt in einer vorbeifahrenden Kutsche - wo bleiben historische wichtige Ereignisse, wie das zerschlagen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, nach tausend Jahren Existens. Was ist mit dem Feldherrnruhm Napoleons, dessen taktisches Genie zwar angedeutet wird (Austerlitz), dessen strategische Revolution, in letzter Konsequens dann später umgesetzt von der Wehrmacht, die Schwerpunktsuche und der neuen Geschwindigkeit in der Heeresführung, völlig außen vor bleibt (Jena wird genannt - dass es aber eine Doppelschlacht war, die durch die nie gekannte Geschwindigkeit des napoleonischen Heeres gekennzeichnet war - es geht sang und klanglos unter).
Alles das klingt wohl im Dialog der Schauspieler an, doch seltenst sieht es der Zuschauer, keine Atmosphäre wird ihm geliefert, alles wird nur angerissen und fast nie ausgeführt, so geht dem Film etwas entscheidendes Verloren: die Schwerpunkthandlung - wenn man sie nicht in diesen Liebesgeschichten sehen will. Wie man das guten Gewissens tun will, ist mir aber rätselhaft.
Der Film ist vor allem ein Bildmedium, doch wurde das bei "Napoleon" offensichtlich übersehen.
Fazit: Dieser Film war hinsichtlich des Drehens und ist hinsichtlich des Kaufens eine reine Geldverschwendung.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend und ermüdend, 14. Januar 2003
Von 
Stefan Geißler (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Ich war freudig gespannt auf dieses Filmereignis und wurde letztlich bitter enttäuscht.
Die Kameraführung ist meistens ordentlich, doch die emotionslosen Schlachten weiß sie nicht zu beherrschen, welche träge und müde aneinander gesetzt wirken.
Spannung kommt selten auf, da weder das Script noch die Schauspieler (allen voran Napoleon) zu überzeugen wissen. Lediglich Heino Ferch und John Malkovich wirken erfreulich, wenn auch letzterer historisch falsch dargestellt wird.
Die Musik ist handwerklich in Ordnung.
Katastrophal ist jedoch die historische Genauigkeit. Bei der Schlacht um Waterloo erscheinen die Preußen eher als Randfiguren, statt als Entscheidungsbringer. Die Völkerschlacht bei Leipzig wird nur nebenbei behandelt. Da ging wohl den Franzosen der Nationalstolz durch. Anders kann ich mir die Nebenrolle der Preußen in diesem Film nicht vorstellen.
Emotionslos wirkt dieser Film, der alle Chancen vertut, diesen genialen Mann der Weltgeschichte so darzustellen, wie er war, anstatt sich in Nebensächlichkeiten zu verstricken.
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35 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warum nicht mal Historiker befragt?, 28. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Man mag über Napoleon denken, was man will - DAS hat er nun wirklich nicht verdient! Nach dem ARD-Zweiteiler über Julius Cäsar war dies das Grottenschlechteste, was ich an Historienfilmen je gesehen habe. Die Darsteller waren - abgesehen von Josephine - fast ausnahmslos eine Fehlbesetzung und verkörperten nicht ansatzweise ihre historischen Vorbilder. Insbesondere die Rollen Talleyrands und Metternichs waren katastrophal. Die Handlung, d.h. der zeitliche Ablauf, war nicht nur oberflächlich, sondern vollkommen wirr und strotzte zudem vor Fehlern. Unter anderem ist es schon mehr als peinlich, dass man nicht mal das richtige Datum der berühmtesten Schlacht nicht nur Napoleons, sondern des 19 Jahrhunderts - Waterloo - hinbekommt (steht in jedem Schul-Geschichtsbuch: 18. Juni 1815, nicht 18. April, wie im Film genannt). Warum man nicht mal einen oder zwei Historiker zu Rate gezogen hat, ist mir unverständlich.
Ebenso unklar ist, was an diesem Film 40 Mio. Euro gekostet haben soll. Graf Caulaincourts Backenbart vielleicht? Denn die - im übrigen historisch unkorrekten - Uniformen der aus je ca. 20 Mann bestehenden "Heere" können es wohl nicht gewesen sein. Auch der Friseur des Hauptdarstellers dürfte wenig verdient haben, denn der bekam ja nicht einmal Napoleons berühmte Haartracht hin ...
Die Schlachtszenen waren an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, Schlachten wie Wagram, Borodino oder Leipzig - Napoleons größte Niederlage - wurden nicht mal erwähnt.
Es gibt einen dreistündigen frz. Film über Napoleon, der - obwohl etwas ironisch - das Leben und die Zeit des Korsen weitaus besser wiedergegeben hat als dieses vierteilige Machwerk. Offenbar kann man heutzutage keine guten Geschichtsfilme mehr drehen. Schade! Wie Max Gallo aber dafür seine Zustimmung geben konnte, ist unverständlich. Mein Vorschlag: DVD nicht kaufen, Regisseur, Drehbuchautor u. Produzenten weit weg verbannen - vielleicht nach St. Helena!
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So historisch akkurat wie eine Rosamunde Pilcher Seifenoper, 2. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Wie das so ist - grosse Ankündigung, eher miserable Ausführung diese made-for-TV Historien Epos....
Auf der guten Seite :
- huebsche Kostüme, hübsche Drehorte, nette Schauspieler (wie sich allerdings John Malkovich oder Isabella Rosselini für dieses Teil hergeben konnte bleibt mir unklar - zumal gerade ihre Rollen arg schmierenkomödiantisch angelegt sind ). Auch grundsätzlich ein interessantes Thema mit einem ausreichenden Budget.
Hmm, das war es dann aber auch schon.
Mittelmaß :
- Die Massenszenen sind so glaubwürdig und episch wie die Aufführung eines kleinstädischen Laien-Komödiantenstadels, also nicht im geringsten !
Wer hier (wie im offiziellen "promotion Text" angekündigt) tricktechnische Wunder oder spannende In Szene Setzungen im Kino Maßstab erhofft wird böse entäuscht.
Gleiches gilt für den autobiographischen Aspekt der Story - dieses it mehr ein Potpourri der "best-of-Napoleon" Szenen als eine durchgehende Handlung, geschweige denn eine dramatische Entwicklung. Man erfährt so gut wie nichst über Napoleons Hintergrund oder Werdegang, ebensowenig über den anderer wesentlicher Figuren.
Auf der negativen Seite :
- Die Produktion ist schlicht und einfach eine Geschichtskittelung ersten Grades, da mehr oder minder alle unerfreulichen Aspekte von Napoleons Angriffskriegen quer durch Europa, insbeondere solche die nicht auch französiche Opfer bedeuteten, vorsichtshalber nicht erwähnt werden, oder bewusst über sie gelogen wird.
Hundertausend widersinnig dem Größenwahn geopferter Soldaten ? Vertreibungen, Massenplünderungen und Ausbeutung , Brutalitäten an der Zivilbevölkerung ( ich meine, wird irgendwo erwähnt wie sich die Franzosen bspw in Spanien oder dem Tyrol aufgeführt haben ? Wohlweisslich nicht.... ) und etwaige Freiheitskämpfe etc in den eroberten Ländern ? Fehlanzeige, es könnte ja die Glorifikation des Nationalhelden stören.
Damit man sich nicht missversteht - ich habe nichts gegen eine angebrachte Heldenverherung oder Patriotismus, aber dieser Film geht weit über "spin-doctoring" hinaus und ist schon ein "whitewash" des grossen Franzosen, bzw, kleinen Korsen.

Auch "harmlosere" Details wie Napoleons ausgeprägte Vetternwirtschaft oder eine faktenbasierende Darstellung der europäischen Diplomatie die einige der Handlungstränge dramaturgisch erklären würde fallen im Interesse der Propaganda ( so muss man es ehrlicherweise nennen ) unter den (Schneide-) Tisch. Am unseligsten aber wiegt meiner Meinung nach, wieviele bekannte Ammenmärchen über Napoleon's Leben hier voll falscher Inbrunst verbreitet werden - sei es seine "Indisposition" bei Waterloo, die niederträchtige "Vergiftung" und den "perfiden Verrat" durch die Engländer, den "abgefeimten" Zaren Nikolaus, oder das grausame Exil auf Elba....... die Liste liesse sich recht beliebig fortsetzen.
Das mag den zufälligen Zuschauer den die hübsche Szenerie angelockt vielleicht weniger stören, aber es nervt trotzdem, falls man auch nur einen Funken historischen Interesses hat...
Ebenfalls anstrengend ist die ausgeprägte Zentralisierung von Napoleons Faible für junge hübsche Frauen... Der "Eye-Candy" mag ja ganz gefällig sein, und wie im Falle der Gräfin Waleska sogar für die Handlung relevant, aber wo so viel Relevantes von Napoleons Wirken ungezeigt und unangesprochen bleibt,tut es einem um jeden Moment weh den die Kamera exzessiv auf feuchten und weit aufgerissenen Jungfrauenaugen schwelgt.
Fazit :
Mehr ein "Napoleon - der Liebhaber und Mensch" als ein "Napoleon - der Staatsmann" Porträt. Und leider genausowenig spannend wie eine Seifenoper oder Telenovella, bzw. vermutlich nur für dasselbe Publikum spannend und geniessbar. Das der Film in Sachen historischer Faktenlage schon in die Schublade "Geschichtsfälschung" einzuordnen wäre, tut ein übriges.
De facto ein Werk aus der Schublade "Hübsch und verlogen"
Wenigstens hat die DVD keine technischen Mängel und ein anehmbares Bild und Ton, daher wenigstens 2 Sterne...
Für mich allerdings sind 2 Sterne zuwenig um dafür Geld ausgeben zu wollen . Meine DVD war zum Glück ein Geschenk, wenn auch ein entäuschendes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebevolle Verfilmung des großen, französischen Empereurs: Über die Schrecken des Krieges und Napoléon ganz privat, 30. Juni 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Napoloon Bonaparte, wer kennt ihn nicht? Der Held von Frankreich, der Befürworter der französischen Revolution, der Gegner des Königs! Noch heutzutage ist er in vielen Köpfen der Franzosen ein Held, der dieses Land verkörpert. Stolz und imposant steht seine Statue heute auf der Place St.Nicolas in Bastia, Korsika. General, erster Konsul, Kaiser, das war Napoleon, doch er war noch viel mehr: Ehemann, Vater, Verführer der Frauen und ein kleiner Mann aus ärmlichen Verhältnissen, der jahrelang mächtigster Mann Frankreichs war und mächtigster Mann der Welt werden wollte. Seine Schlachten um Austerlitz, Waterloo oder Borodino bleiben in den Köpfen unvergessen. Man könnte zwischen Hitler und Napoleon durchaus einige Parallelen aufweisen: Beide waren Genies in strategischen Fragen und zugleich Wahnsinnige bezüglich der Welteroberung, beide haben sich an das unbesiegbare Land Russland getraut und beide sind gestiegen und gefallen in ihrer Popularität, vor allem Napoleon, der sich letztlich von selbst in die Isolation katapultierte, ganz ohne Kanonen.

Christian Clavier, der zunächst fehlbesetzt scheint in seiner Rolle als Napoleon, da man immer an Asterix denken muss, überzeugt doch als kleiner und zugleich mächtigster Mann Frankreichs in seiner Rolle. Er verkörpert die Liebe zu Josephine auf glaubwürdige Weise und so erkennt man problemlos, das Josephine die wahre Liebe seines Lebens war, im Gegensatz zu Marie-Louise aus Österreich. Die Miniserie gibt ein sehr detailgetreues Bild von der Figur Napoleon wieder und bildet eine optische Silhouette um diese Gestalt, die man immer mehr liebgewinnt und zugleich zu verstehen versucht. Die Drehorte sind zwar nicht atemberaubend, doch für Schlachten sehr gut ausgesucht und die Schrecken des Krieges werden ohne Umschweife gezeigt: Die vielen Toten auf einem Haufen, Invalide, verletzte Pferde und mangelnde Versorgung. Man stellt sich insgeheim die Frage, ob Krieg wirklich notwendig ist, wenn man aus ihm tot zurückkehrt. Man hat dann wiederum kein Verständnis für Napoleons Wahnsinn. Die Filmmusik geht in etwa en passant vorüber, doch alles in allem gewinnt man einen ordentlichen Eindruck dieser französischen Produktion, die sehr talentierte Schauspieler engagiert hat, darunter die Deutschen: Heino Ferch und Marie Bäumer. Die Schauspieler sehen den Originalen zum Verblüffen ähnlich, allen voran Christian Clavier und Isabella Rossellini als Josephine. Genauso wie "Der Graf von Monte Christo" und "Les Misérables - Gefangene des Schicksals" punktet diese Miniserie mit ihrer lieblichen französischen Art. Durchaus sehenswert!

~Bücher-Liebhaberin~
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier wurde eine große Chance vertan !, 16. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 VHS) (Videokassette)
Wie schon bei Julius Caesar, so wurde auch hier die Chance vertan, auch nicht so geschichtsinterressierten Zeitgenossen
eine entscheidene Figur der Geschichte näherzubringen!
Die Schauspieler und die Kostüme waren ja noch sehenwert, aber
sonst konnte sich der Laie nur wundern, weil überhaupt kein Zusammenhang bestand, man hatte immer das Gefühl, hier wurde gnadenlos gekürzt, die Schauspieler waren nur Darsteller, keine
Charaktere, und der Fachmann schüttelte sich mit Grausen, weil so viel wichtiges zu Gunsten von Trivialen wegviel!
Am Anfang hatte man noch Hoffnung, obwohl die Schlacht von Marengo irgendwie auf der Strecke blieb, Aber ja länger der Film Dauerte wurde er zum totalen totales Ärgernis, da der Russlandfeldzug höchsten 5 Minuten dauerte, und man bei Warterloo zuerst dachte, hier greift Marschall Ney bei Quarte Brass an, bis die nur angedeuteten Preussen kamen! Der Name Waterloo viel nähmlich nie!?!
Wer also was lernen will, der schaut Waterloo mit Napoleon Rod Steiger (Leider auch zerstückelt, aber gegen "Napoleon ein Hochgenuss!) und selbst die Schnulze "Krieg und Frieden" zeigt
den Russlandfeldzug, wie wir ihn uns eigendlich in Napoleon
gewünscht hätten! So ist es nur wieder etwas, wo mit Namen und
Geschichte Geld gemacht werden soll, mehr leider nicht!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum gekürzt DVD-Fassung, 3. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Wieder einmal:Die Serie hat mir sehr gut gfallen.Leider wurde die gekürzte
Fernsehfassung (bei ZDF U. ORF üblich) auf DVD herausgebracht.
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29 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Napoleon" - ein schlechter Witz, der sich hoffentlich versendet, 9. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Vielleicht hatte ich meine Erwartungen zu hoch geschraubt, als ich hörte, daß in Europa, wo im Vergleich mit Amerika Film größtenteils auch mit Kunst und Anspruch assoziiert werden kann, eine Mini-Serie über einen der berühmtesten Herrscher in der Weltgeschichte gedreht wurde. Ich kannte Bondartschuks "Waterloo" und erhoffte mir somit eine umfassendere Erweiterung dessen. Leider filmten beide Regisseure in unterschiedlichen Ligen.

Sergej Bondartschuk beschränkt sich in seinem Monumentalwerk auf die eigentliche Schlacht, welche in faszinierenden Bildern und darüber hinaus historisch ansprechend genau wiedergegeben wird. Lediglich zwei Stars in den Hauptrollen, Rod Steiger als Napoleon Bonaparte und Christopher Plummer als Sir Arthur Wellesley, genügen ihm als Grundcharaktere. Der Großteil des Budgets wird für die Kostüme der zigtausenden Mitwirkenden, die Spezial-Effekte und ein sehr gutes Skript verwendet.

Yves Simoneau hingegen will Napoleons Leben widerspiegeln, vom einfachen General zum Kaiser und Weltenlenker und wieder zurück. Somit muß er die vielen Höhepunkte in der Vita Bonapartes aufzeichen, von Italien und Ägypten über Spanien und Rußland hin zu den Niederlagen bei Leipzig und Waterloo (letztere findet hier allerdings schon im Mai statt!). Und damit hat er ein Problem. Er läßt dem Zuschauer keine Zeit; wichtige Schlachten werden zwar gezeigt, allerdings in Bruchteilen und ohne Konzept. Wer will schon Napoleon kitschig an vorderster Front mit der Fahne in der Hand und obendrein in Zeitlupe auf die feindlichen Reihen zu stürmen sehen? Oder wie er einen sterbenden Soldaten in den Armen hält und schluchzend gen Himmel aufschreit? Selbstredend herrschte zwischen Napoleon und großen Teilen seiner Soldaten so etwas wie Liebe und treueste Hingabe, nur wird dieses spezielle Verhältnis, welches durch ein gemeinsames Schicksal geknüpft wurde, hier nicht vermittelt. Das Resultat wirkt auf den Zuschauer dann eher wie eine kitschige, propagandistische Auftragsarbeit für einen kommunistischen Potentaten à la Kim Jong-Il.

Auf der anderen Seite wird die private Seite in seinem Leben geschildert. Wiederum ein Fehler. Man gewinnt den Eindruck, daß er zwischen den Schlachten nur so von Bett zu Bett gesprungen ist - und das kann es jawohl nicht gewesen sein, so etwas war wohl dann schon ein wenig defiziler! Durch eine solche Darstellungsweise wird der interessante Filmstoff auf eine Stufe verfilmter Groschenromane gesetzt. Auch Szenen à la "Napoleon und seine Mutter beim Sonntagsfrühstück" bleiben dem Zuschauer nicht erspart... (dafür aber immerhin der knuddelige braune Stoffbär mit der Markenkaffeesahne, der wohl aus vertraglichen Gründen für den Dreh absagen musste)

Gekrönt wird die ganze Farce durch die Wahl der Schauspieler: Daß Christian Clavier nicht schauspielen kann, war zwar hinlänglich bekannt, was er hier aber leistet, ist absolut unterirdisch. Über Stunden und ohne Unterbrechung sieht man einen emotionslosen Akteur mit selbstgefälligem Grinsen, dem Liebeserklärungen, Wutausbrüche und Kriegserklärungen im ewig gleichen Stil von der Zunge gehen. Aber keine Sorge, er ist nicht der einzige Amateur am Set gewesen. Die Gräfin Walewska bspw. wird hier als naives Blondchen wiedergegeben. Und die besten Tage von Isabella Rossellini sind ab sofort auch als "vorbei" zu betrachten.

Im Endeffekt rate ich also folgerichtig vom Kauf dieser DVDs ab. Wer allerdings abends gerne noch etwas bügelt und dazu ein wenig "Begleitmusik" braucht (die Musik im Film ähnelt übrigens eher derjenigen in Supermärkten) oder sich nicht allzugern mit dem Lebenspartner beschäftigt, dem sei "Napoleon" wärmstens empfohlen. Für alle anderen sollte es "Waterloo" sein.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film mit kleiner Schwäche, 7. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Napoleon (2 DVDs) (DVD)
Zu erst, der Film ist wirklich gut. Man muss bedenken, dass der Stoff sehr komplex ist und deshalb bestimmte Kapitel gekürzt bzw. weggelassen werden müssen. Das ist aber gleichzeitig mein Kritikpunkt, wichtige Etappen, wie die Schlacht bei Leipzig (die blutigste Schlacht der Geschichte !!!) werden einfach nicht gezeigt und nicht mal erwähnt. Der Russlandfeldzug kommt in meinen Augen auch zu kurz.Zudem fehlt mir auch eine (kurze) Einleitung mit der Zeit vor der Französischen Revolution und dem Heranwachsen Napoleons.
Als Fazit bleibt:
Ein empfehlenswerter Film, der aber mehr das Umfeld Napoleons belichtet als seine Kriege. Daher rate ich zu der Lektüre eines Geschichtsbuches und dann zur Ansicht des Filmes. Also kauft Euch die DVD für 15 Euro und genießt 6 Stunden leichten Geschichtsunterricht.
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Napoleon [2 DVDs]
Napoleon [2 DVDs] von Yves Simoneau (DVD - 2010)
EUR 29,90
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