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am 23. Dezember 2009
Der erste Hitchcock auf Blu-ray in Deutschland! Auch international gab es vorher lediglich eine Blu-ray von "39 Steps" in Großbritannien, die ich aber noch nicht begutachten kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: So toll habe ich den Film noch nie erleben können. Warner hat bei der Restauration des Bildes ganze Arbeit geleistet - und das obwohl schon das alte DVD-Bild sehr gut war. Man erkennt Details in dem Film, die man vorher so nie gesehen hat - auf meinem 94 cm TV (37 Zoll) in Full-HD eine Wucht. Auch der TrueHD-Ton des englischen Originals weiß zu überzeugen: Kraftvoll und klar, so muss es sein. Die verschiedenen Synchros in diversen Sprachen liegen nur in Mono vor (auch Deutsch), brauche ich aber nicht. Unbedingt in der Originalversion schauen!

In einer vorigen Rezension wird davon geschrieben, die neuen Extras "seien nicht der Rede wert". Also bitte - haben Sie auch nur einmal reingeschaut? Gegenüber der einzigen 39-minütigen Doku der DVD sind hier zusätzlich (!) 3 Stunden neues Bonusmaterial hinzugekommen. Zwei Dokus davon nagelneu aus dem Jahr 2009, dazu eine über 90-minütige Doku über Cary Grant aus dem Jahr 2004 (alles in Standard Auflösung). Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen "Music only" Track anzuwählen und so die isolierte Filmmusik im 5.1.-Ton zu genießen.

Die Extras im Einzelnen:
- Audio Commentary by Ernest Lehman (ebenfalls auf der alten DVD enthalten; als einziges Extra immer noch nicht untertitelbar)
- "The Master's Touch: Hitchcock's Signature Style" documentary (57:32)
- "North by Northwest: One for the Ages" documentary (25:29)
- "Cary Grant: A Class Apart" documentary (1:27:12)
- "Destination Hitchcock: The Making of North by Northwest" documentary (39:27) (ebenfalls auf der alten DVD enthalten)
- 'Music Only' Audio track
- Stills gallery
- Theatrical trailers, a guided tour with Alfred Hitchcock, and TV Spot

Wahrlich eine "50th Anniversary Edition" die jeder Hitchcock-Fan mit Blu-ray-Player haben muss. Wer übrigens den unschönen FSK-Flatschen vermeiden will und den Film mit Originaltitel auf dem Cover haben will, sei die identische Scheibe aus Großbritannien oder aus den USA (dort im Digibook) empfohlen - Inhalt und Tonspuren sind identisch.
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am 25. November 2011
Es ist schon mindestens 15 Jahre her das ich diesen Film zum ersten mal gesehen habe. Damals noch im englischsprachigen Original ( ganz am Anfang hört man im Englischen viel besser den Aufruf nach einem gewissen George Kaplan - dadurch kommt die Geschichte ja ins Rollen ).
Ich war schon damals von diesem Film fasziniert, er ist Storytechnisch bis zum Ende einfach nur spannend, unterhaltend und extrem kurzweilig.

Irgendwann kaufte ich mir die DVD und guckte den Film in deutscher Sprache - und auch hier nahm mich der Film völlig ein. Dieser Film wurde zu einem meiner Lieblingsfilme.

Vor wenigen Tagen griff ich erneut zur DVD und guckte mir den Film an und somit entschloss ich mich, diese Rezension zu diesem Meisterwerk zu verfassen.

Jeder der Fime mag sollte diesen Film gesehen haben, ein absoluter Klassiker der in keiner Filmsammlung fehlen darf, als Zuschauer wird man des öfteren überrascht wie sich die Geschichte entwickelt, und auch das Alter des Films bringt einen gewissen Charme ins Wohnzimmer. Die alten Fahrzeuge, die Mode, die technischen Möglichkeiten zur damaligen Zeit, einfach herrlich das anzugucken.

Zur Story selber brauch ich wohl nicht mehr viel schreiben, die Produktbeschreibung gibt das Wichtigste ja schon an und mehr brauch man auch nicht zu wissen um diesen Film zu gucken.
Ich empfehle aber jedem, sich die ersten Minuten ruhig mal im englischen Original anzugucken, so bekommt man das "Missverständnis" viel deutlicher mit als es in der deutschen Fassung zu hören ist. (im Deutschen viel zu leise).

Der Film ist trotz seines Alters ein zeitloses Film-Meisterwerk, sehenswert und spannend. Deshalb 5 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Februar 2016
Was für ein außergewöhnlicher Film -- natürlich damals 1959, doch auch immer wieder heute noch !

Die Zielvorgabe für "North by northwest", "Der unsichtbare Dritte", wird in dem MAKING OF der DVD von Ernest Lehman, dem damaligen Drehbuchautor, preisgegeben : Es sollte darum gehen, einen Action- Film zu drehen, und zwar "mit Verstand, Niveau, Glamour -- und jede Menge Ortswechseln ! Ein Hitchcock- Film, der alles andere in den Schatten stellt !"

Und so ist es auch : Bereits der brüllende Löwe der Filmgesellschaft Metro- Goldwyn Mayer ist völlig unüblich von GRÜNEM Hintergrund umgeben. Beinahe hektische Orchesterklänge sind es, die auf den Zuschauer einströmen, parallel zu fahrenden Autos, die sich auf einer gläsernden Hochhauswand widerspiegeln. Dazu werden -- ebenso ungestüm und rastlos -- die Namen der Schauspieler und der sonstigen Beteiligten eingeschoben.

Auch das Straßenbild bleibt unruhig und aufgewühlt. Die Menschen eilen zu ihrer Arbeit oder sonstigen Verpflichtungen. Selbst Alfred Hitchcock, der hier in einem seiner gewohnten Kurzauftritte einen Passanten spielt, verpasst den Bus. Direkt vor seiner Nase schlägt die Türe zu. Derartige sehr frühe Filmszenen zeigen -- neben rasant entstehenden dramatischen Entwicklungen -- den intelligenten Witz des Filmes auf. Einige kleine Kostproben werden später folgen.

Zum Inhalt : Der erfolgreiche Werbefachmann Roger Thornhill (Cary Grant) wird von Agenten eines ruchlosen Syndikats versehentlich für den Spion George Kaplan gehalten. Deshalb wird er aus dem vornehmen New Yorker Plaza- Hotel entführt, in ein Auto verfrachtet und in eine Villa außerhalb New Yorks gebracht. Dort wird er dem Chef der Spionage- Organisation (James Mason) vorgeführt. Diplomatisch, stilvoll, selbstbewusst und siegessicher tritt sein Gegenspieler auf. Er hält Roger Thornhill noch immer für George Kaplan. Als Thornhill sich weigert, zu kooperieren bzw. da er mangels Identität und Informationen ja gar nicht zusammenarbeiten kann, wird nicht mehr weiterdiskutiert oder unnötig gedroht. Er soll direkt aus dem Wege geräumt werden. Auf möglichst natürlich aussehende Weise selbstverständlich. Die hochprozentige, gut sortierte Hausbar kommt ins Spiel ......

Roger Thornshills immerwährende Fluchtversuche wie auch seine Bemühung, sich von einem späteren Mordverdacht zu befreien, führen ihn mitten in das UNO- Hauptquartier von New York hinein, desweiteren in eine vornehme Auktionsgesellschaft in Chicago und letztlich Visavis den vier Präsidentenköpfen am Mount Rushmore. Dazwischen, keineswegs minder interessant und spannend, liegen erlebnisreiche Fahrten mit der Bahn und eine unvergessliche Begegnung in der Nähe einer Maisplantage in heißer und fast menschenleerer Einöde.

Der eigentliche Clou des Ganzen ist : Ein verbrecherisches Syndikat jagt Roger Thornhill, da es ihn für den Agenten George Kaplan hält. Roger Thornhill, der seine Unschuld beweisen will, sucht (ebenso) nach George Kaplan, der als erfundener Strohmann einer Gegenorganisation aber gar nicht existiert. Die Polizei wiederum fahndet nach Roger Thornhill wegen der Verbrechen, die nicht er selbst, sondern die geheime Organisation begangen hat.

Über ein Jahr lang dauerten die Arbeiten an dem Drehbuch. Der Film selbst ist 136 Minuten lang, ist damit Hitchcocks längster Spielfilm überhaupt und wird dabei nie langweilig. Er kostete 4 Millionen US- Dollar (was damals sehr, sehr viel war) und er spielte 6,5 Millionen US- Dollar ein (was damals ebenso einen ungeheuren wirtschaftlichen Erfolg bedeutete).

Vieles in dem Film ist (noch immer) außergewöhnlich : Für zahlreiche Szenen mussten die Kameraleute auf einem leicht angehobenen fahrbaren Kran Platz nehmen. Dadurch konnten sie das Geschehen von oben nach unten geneigt einfangen, wodurch eine etwas unnatürliche Kulisse, oft mit dem Gefühl drohender Gefahr entstand.

Auch die Menschenjagd per Sprühflugzeug auf offener Landstraße bzw. durch die Maisfelder war damals aufwändig und neuartig. Bis dahin wurden in der Kinolandschaft Mordanschläge üblicherweise auf heimtückische Weise in geschlossenen Räumen oder in dunklen Straßenecken verübt. Hinzu kommen jetzt auch noch abgefeuerte Salven aus einem Maschinengewehr. Auch deshalb gehört "Der unsichtbare Dritte" zu den ersten Action- Filmen der Geschichte ! Action im Sinne von aufwändig inszenierten Kampf- oder Verfolgungsszenen, die einen Film noch mehr als seine eigentliche inhaltliche Handlung prägen.

Ähnlich neu und ungewohnt war es, Unruhe in Menschenmassen als Fluchtstrategie zu erzeugen, wie es anfangs in dem Aufzug des New Yorker Hotels und später in dem Auktionshaus in Chicago geschieht.

Der Titel des Films stammt höchstwahrscheinlich aus der Hamlet- Zeile "I am mad but north- west" (hierzu gibt es aber widersprüchliche Angaben). Wie immer es auch sei, es trifft den stets mitschwingenden selbsironischen Charakter dieses Films :

"Sagen Sie nicht, wohin wir fahren. Ich möchte überrascht werden", sagt Roger Thornhill zu seinen Entführern während seiner ersten unfreiwilligen Reise mit dem Auto. "Sie brauchen sich nicht zu beeilen, ich habe ja genug zum Lesen hier", meint er wenig später, als er gerade in der Bibliothek des Hauses eingeschlossen wird. "Schade, dass du schon gehen willst", äußert seine stets schlaumeierische Mutter bei der eiligen Rückkehr ins Hotel Plaza, "denn Mörder trifft man nicht alle Tage." Nur wenige Wimpernschläge später kommt es zu der wunderbar prekären Situation im Aufzug des Hotels. Thornhills Mutter spricht die Entführer direkt an : "Das kann doch nicht ihr Ernst sein, meine Herren, sie wollen wirklich meinen Sohn ermorden ?" Schließlich lachen alle, alle bis auf einen. Die abgefeimten Entführer stimmen zunächst an, die vielen weiteren Aufzugsgäste fallen ein und auch Thornhills eigene Mutter tut schließlich so, als fände sie ihre Bemerkung amüsant. Nur der gute Roger selbst, er findet jene Szene begreiflicherweise nicht besonders heiter. Die Kamera zeigt hier das Gesicht von Cary Grant in Großaufnahme. "Roger, kommst du zum Abendbrot nach Hause ?" ruft seine Mutter ihm noch nach, als er in Gestalt von Roger Thornhill auf dem Weg nach draußen um sein Leben rennt.

Nach 42 Film- Minuten kommt die mysteriöse Eve Kendall (Eva Maria Saint) ins Spiel. In den sofort einsetzenden Dialogen gibt es keine langen altbackenen Vorreden, sondern gleich einen erotisch- prickelnden Schlagabtausch. Der Held kommt wahrlich nicht zur Ruhe -- der Zuschauer erfreulicherweise ebensowenig.

Cary Grant (1904- 1986) verkörpert den gejagten Roger Thornhill stets gewitzt und selbstironisch. Nach 77 (meist sehr erfolgreichen) Spielfilmen zog er sich schon 1965 aus dem Filmgeschäft zurück. Das American Film Institute setzt ihn auf Platz 2 der bedeutendsten männlichen US-amerikanischen Filmstars aller Zeiten (auf Nummer 1 steht Humphrey Bogart). Auch für mich ist Cary Grant Lieblingsschauspieler Nummer 2 (an erster Stelle steht bei mir jedoch James Stewart).

Schon seit den 1930er Jahren war Cary Grant Star vieler, vieler (Slapstick-) Komödien wie "Leoparden küsst man nicht" (1938), "Die Nacht vor der Hochzeit" (1940) und "Arsen und Spitzenhäubchen" (1944). Mit Alfred Hitchcock arbeitete er vier Mal zusammen, nämlich in "Verdacht" (1941), "Berüchtigt" (1946), "Über den Dächern von Nizza" (1955) und in "Der unsichtbare Dritte". Zu loben ist neben seiner Eleganz auch seine Fitness, wie er beispielsweise, vom Flugzeug verfolgt, in die Maisfelder hineinflüchtet.

Nach bis heute nicht widerlegten Gerüchten soll Cary Grant sogar als erste Wahl für die Besetzung des James Bond in "Dr. No" (1962) in Frage gekommen sein. Aus späterer Sicht ist die Ernsthaftigkeit an dieser Absicht doch ein wenig anzuzweifeln. Cary Grant wäre zu Drehbeginn 58 Jahre alt gewesen, bei weiteren geplanten Fortsetzungen um die 60 Jahre. Außerdem hatte er, obwohl gebürtiger Britte, schon 1942 die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen (was damals möglicherweise ein alleiniges Ausschlusskriterium für die Rolle des James Bond gewesen war).

Jessie Royce Landis (1896- 1972) spielt seine nervende, besserwisserische und zugleich naive Mutter, wie übrigens bereits in Hitchcocks "Über den Dächern von Nizza". Das Interessante : Jessie Royce Landis war als Darstellerin gerade mal acht Jahre älter als ihr Filmsohn Cary Grant.

James Mason (1909- 1984) verkörpert den mondänen wie auch skrupellosen Syndikat- Chef Philipp Vandamm. Seit den 1940er gehörte James Mason zu den gefragtesten britischen Filmschauspielern, meist in Charakter- oder Schurkenrollen wie in "20.000 Meilen unter dem Meer" und "Prinz Eisenherz" (beide 1954), "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1959), "Der Untergang des Römischen Reiches" (1963), "Dschingis Khan" (1964) bis hin zu späten Rollen in "Der Mackintosh Mann" (1973) und "Steiner- das eiserne Kreuz" (1976).

Ihm zur Seite steht Martin Landau (geb. 1928) als Handlanger George. In "Der unsichtbare Dritte" erhielt er seine erste größere Rolle. Dies sollte der Auftakt für eine mehr als 50 jährige Karriere bedeuten, mit Mitwirkungen in "Cleopatra" (1963), "Die größte Geschichte aller Zeiten" (1965), "Vierzig Wagen westwärts" (1965), "Nevada Smith" (1966) sowie TV- Serien wie "Copra, übernehmen Sie" (1966-69) und -- vor allem in Deutschland sehr erfolgreich -- "Mondbasis Alpha 1" (1975- 78).

Leo G. Carroll (1286- 1972) agiert als Professor bzw. Geheimdienstchef der etwas humaneren Gegenorganisation. Zwischen 1940 bis 1959 drehte er sechs Mal mit Alfred Hitchcock, in "Rebecca" (1940), "Verdacht" (1941, hier ebenso mit Cary Grant), "Ich kämpfe um dich" (1945), "Der Fall Paradin" (1947), "Der Fremde im Zug" (1951) und in "Der unsichtbare Dritte" (1959). Über Jahrzehnte hinweg blieb Leo G. Carroll ein sehr häufig eingesetzter Charakter- Schauspieler, meist in mysteriösen Rollen wie als Wissenschaftler in "Tarantula" (1955) oder erneut als Geheimdienstchef in der Serie "Solo für O.N.K.E.L" (1964- 68).

Eva Maria Saint (geboren 1924) wurde gleich mit ihrem Kino- Debüt "Die Faust im Nacken" (1954) zur Oskar- Preisträgerin. Nach "Der unsichtbare Dritte" drehte sie u.a. noch "Exodus" (1960) mit Paul Newman und "Mein Bruder, ein Lump" (1962) mit Warren Beauty. Eva Maria Saint ist bis heute noch immer gelegentlich aktiv ! Kleinere Rollen in bekannten Filmen spielte sie in "Titanic" (1996) und "Superman Returns" (2006).

Alfred Hitchcock (1899- 1980) ist einer der bekanntesten Regisseure des vergangenen Jahrhunderts. Bei "Der unsichtbare Dritte" war er -- wie auch ansonsten häufig -- bei der Produktion beteiligt. Schon in den frühen 1920er Jahren hatte er Stummfilme gedreht. Spätestens mit "Die 39 Stufen" (1935) gelang ihm der ganz große Durchbruch, sein letzter Film war "Familiengrab" (1976).

Bernard Herrmann (1911- 1975) schuf den bombastischen Soundtrack, der in fast gesamter Länge (50 Tracks) und als Originaleinspielung übrigens auch als CD erhältlich ist ! Bernard Herrmann war durch seine Musik für "Citizen Kane" (1941) und "Der Glanz des Hauses Amberson" (1942) berühmt geworden. In der Folgezeit arbeitete er oft für Alfred Hitchcock, insbesonders "Vertigo- Aus dem Reich der Toten" (1958), "Psycho" (1960) und "Marnie" (1964). Seinen letzten großen Beitrag lieferte er mit "Taxi Driver" (1976).

Synchronsprecher von Cary Grant war übrigens nicht wie gewohnt Curt Ackermann, sondern ausnahmsweise Erik Ode (jawohl, "Der Kommissar", 1969- 1976).

Bild und Ton des Films sind nicht zu beanstanden. Die DVD enthält außer dem Trailer noch ein im Jahr 2000 gedrehtes 40 minütiges sehr interessantes MAKING OF mit den noch lebenden Schauspielern Eva Maria Saint und Martin Landau sowie dem Drehbuchautor Ernest Lehman und Alfred Hitchcocks Tochter Patricia. In diesem wirklich hochinteressanten Special wird ein weiterer und seltener Trailer dieses Films gezeigt. Alfred Hitckcock in Person kommt darin vor. Er wendet sich wie so oft auf beschwörende Weise an sein Publikum :

"Haben Sie schon ihren Urlaub geplant ? Ich habe gerade einen neuen Film gemacht. Ich verspreche Ihnen beste Unterhaltung ! Einen Urlaub von all Ihren Problemen -- wie es auch für mich war !"

Dem ist nichts hinzuzufügen !
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am 4. Dezember 2009
Hallo,
das Bild ist für so einen alten Film absolut Top. Doch die Detailauflösung kann z.B. in den Gesichtern der Darsteller, nicht an aktuelle Produktionen heranreichen.
Aber seien wir ehrlich, damals als der Film noch im Kino lief, haben die Zuschauer sehr wahrscheinlich, auch keinen besseren Bildeindruck gehabt.

Der dürftige deutsche Monoton ist kaum erwähnenswert. Als ich dann aber versuchsweise auf die englische 5.1 Dolby True HD Spur umgeschaltet habe, war ich regelrecht schockiert.

Diesmal liegen wirklich Welten zwichen dem deutschen und dem englischen Ton.

Allein schon zu Beginn die Titelmelodie klingt in Dolby True HD derart dynamisch, das man bald das Orchester hinter der Leinwand vermuten könnte. Und als dann das Flugzeug gegen den Tanklastzug fliegt und detoniert.
Beim deutschen Ton ist die Explosion ein laues Lüftchen, im Orginalsound dagegen leistet der Subwoofer Schwerstarbeit. Man spürt den Explosionsdruck sogar körperlich.
Zwar sind wir derartige Bassattacken von "Michael Bay" Filmen durchaus gewohnt, aber der gleiche Sound damals, hätte die Zuschauer sicher vor Schreck erstarren lassen.

Dabei will mir nicht in den Kopf, das man beim heutigen Stand der Technik, nicht die deutschen Dialoge in die englische Tonfassung hätte intergrieren können. Und das ohne eine so bescheidene Neusynchronisation, wie bei "Flammendes Inferno".

Zum Zusatzmaterial kann ich noch kaum etwas äußern, da ich die BD heute erst erhalten habe. Aber dem Cover zu entnehmen, ist es dem Anlaß "50TH ANNIVERSARY EDITION" angemessen.
Gruß,
Richard
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am 17. Mai 2013
Der Alfred Hitchcock Klassiker "North ByNorthwest" bzw. im deutschen "Der unsichtbare Dritte" gehört definitiv zu den Höhepunkten des Regisseurs.

Zum Film:

"Der New Yorker Werbemanager Roger O. Thornhill wird irrtümlich von dem in die USA eingeschleusten KGB-Spion Phillip Vandamm für einen Agenten der Spionageabwehr gehalten. Vandamm lässt ihn entführen und ordnet mehrere Mordanschläge gegen ihn an. Beim Versuch, die Sache aufzuklären, gerät Roger selbst unter Mordverdacht und muss sich nun auch vor der Polizei in Acht nehmen. Im Zug nach Chicago hilft ihm eine attraktive Blondine, aber kann er ihr vertrauen?"

Technische Details:

Die DVD wartet mit vielen Specials auf. So zum Beispiel:

- Trailer
- Original Kommentare von Drehbuchautor Ernest Lehman
- Original Dokumentation zum Film
- Foto-Galerie
- Ton Spur nur mit Musik

Die deutsche Synchronspur ist original von 1959 aus den MGM-Synchronstudios Berlin-Tempelhof.

Fazit:

Ein guter Cast, ein gutes Drehbuch, gute Darsteller, großartige Bilder und ein insgesammt stimmiges Feeling, welches der Großmeister Hitchcock da auf Zelluloid gebannt hat, machen diesen Film in jeder gut sortierten Film-Sammlung unverzichtbar.

Alles in allem ein sehr guter Film + Specials zu einem fairen Preis.

5 Punkte für dieses Komplettpaket.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. April 2014
Ein Meisterwerk, muss man gesehen haben: zweieinhalb Stunden reißende Spannung, aufbauend auf einer eher banalen Verwechslungsgeschichte, und sonst um genau nichts, außer um die Inszenierung von Tempo und Suspense. Ein Dialog zwischen Cary Grant und Leo G. Carroll bringt es auf den Punkt. Grant will wissen, was die Bösewichte, die ihn verfolgen, eigentlich so tun.

L.G.C.: "Sagen wir: Import und Export."
C.G.: "Ja, aber womit handeln sie?"
L.G.C.: "Na, Regierungsgeheimnisse."

Hitchcock selbst zitierte genau diesen Dialog als Schlüssel zum Plot. Das nenne ich perfektes Kino: atemlose Selbstbezüglichkeit.

Eine nette kleine Macke, die so viel Perfektion auf das menschliche Maß zurückholt: gegen Ende, wenn Eve Marie Saint - scheinbar - Cary Grant in einem Diner erschießt, kann man, wenn man genau aufpasst, unter den als Gästen eingesetzten Komparsen einen kleinen Jungen sehen, der sich die Ohren zuhält - bevor der Schuss fällt.
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am 22. August 2010
North By Northwest
(Der unsichtbare Dritte)

Veröffentlichung: 1959
Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Ernest Lehman
Musik: Bernard Hermann
Darsteller: Cary Grant, James Mason, Eva Marie Saint
Laufzeit: 136 Minuten

North By Northwest ist ein Thriller der einen bereits nach wenigen Sekunden in den Bann gezogen hat. Bereits die hektisch drohende Titelmelodie lässt großes Erwarten. Doch zunächst einmal steht das Alltagsleben von Werbefachmann Roger Thornhill im Mittelpunkt. Thornhill ist ein gebildetet, eleganter aber auch sehr langweiliger Typ. Alles an ihm wirkt streng kalkuliert. Als er bei einem Geschäftsessen durch einen wirren Zufall mit dem Geheimagenten George Kaplan verwechselt wird, ändert sich diese Kalkuliertheit innerhalb von Minuten. Das Leben von Thornhill ist durcheinander gewürfelt worden. Er wird in ein Spiel hineingezogen. Nur dieses Spiel ist lebensgefährlich. Thornhill wird von nun an für einen Geheimagenten gehalten und befindet sich auf der Flucht vor Bösewichten, die clever, intelligent und dennoch nicht vor Gewalt zurückschrecken, wie Thornhill bald erfahren wird. Er flüchtet mit dem Zug nach Chicago und lernt dort die fasznierend anziehende Eve Kendall kennen. Kendall hilft dem immer noch nicht ganz durchblickenden Thornhill bei der Flucht. Doch auch Eve ist nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Sie steckt mitten im Komplott. Nach dem Thornhill einiges klar wird und er über den fiktiven Kaplan aufgeklärt wird, nimmt er die Rolle des Geheimagenten besser an, als es James Bond je tun könnte. Nach 90 spannenden Minuten kommt es zum finalen großen Showdown auf dem Mt. Rushmore. Und dieser hat es in sich!

Alfred Hitchcock hat mit North By Northwest einen der besten Thriller und auch Filme aller Zeiten geschaffen. Der Film verspricht Non-Stop Spannung ohne Füllszenen oder Langerweile. Und das obwohl man durchgängig weiß wer die Bösewichte sind, nur über ihr Vorhaben ist der Zuschauer noch lange im unklaren. Doch was wäre dieser Klassiker ohne den überragenden Cary Grant in der Hauptrolle. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, Grant spiele sich selbst. Er spielt den Werbefachmann überzeugend. Selbst unter größer Gefahr, kann er sich einer ironischen Weltsicht nicht entziehen. Grant spielt charmant, sexy aber auch sehr machohaft. Besonders die Szene in der er volltrunken von der Polizei aufgegriffen wird ist wunderbar witzig aber auch sehr realistisch gespielt. Ebenso großartig sind die herzhaft bissigen Dialoge mit seiner Mutter. Auch die anderen Rollen sind sehr gut ausgewählt. James Mason als weltkennender Schurke oder die hübsche und elegante Eva Marie Saint als weibliche Figur zwischen den Welten von Gut und Böse.

Hitchcock hat mehrere kleine, aber ergreifende Szenarien geschaffen, die den Zuschauer sofort gefangen nehmen. Ob die wenigen Minuten im Gebäude der Vereinten Nationen, das Verfolgungsspiel im Zug oder die weltberühmte Szene im einsam und verlassenen Feld an einer abgelegenen Straße, in der minutenlang nichts passiert, nur der Zuschauer weiß, dass etwas passieren wird, aber was? Hitchcock treibt die Spannung auf ein Maximum. Und dann wie aus dem nichts... passiert es. Auch der angekündigte Showdown auf dem Mt. Rushmore ist furios und spannungsgeladen. Dabei arbeit der Meister Hitchcock im wesentlichen mit ruhigen und sachlichen Bildern und lässt lieber die Kulissen und Darsteller für sich "sprechen". Gewalt spielt in dem Film nur eine oberfläche Rolle. Sie wird nur eingesetzt um die Story voranzutreiben, dabei ist sie in der Regel selbst nicht zusehen oder wird nur angedeutet (Whiskey Szene). Grant selbst mochte das Drehbuch zunächst nicht, da er selbst von den Szenen so verwirrt war wie sein gespielter Charakter. Und genauso geht es dem Zuschauer, denn Hitchcock verbindet in North By Northwest alle seine Stärken zu einem scheinbar perfekten Film.

Die restaurierte Filmfassung erschien im letzten Jahr auf Blu Ray. Sie liefert ein hevorragendes Bild, wenn man bedenkt, wie alt der Film mittlerweile ist. Man kann sagen, dass ca. 70% des Films nun nach High Definition aussieht. Einige Szenen wurde ausgelassen oder waren scheinbar nicht zu korrigieren. Eine Neuanschaffung lohnt sich nicht nur deshalb. Über 2 Stunden Zusatzmaterial haben sich angelagert, beispielweise eine Dokumentation über den tollen Cary Grant in Spielfilmlänge.

Bewertung des Films
Handlung: *****
Darsteller: *****
Musik: ****1/2
Kameraarbeit/Schnitt: *****

Bewertung der Blu Ray
Bild: ****
Ton: ***1/2
Extras: *****
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"Der unsichtbare Dritte" ist ein Werk Alfred Hitchcocks, ein Gemisch aus Thriller und Komödie mit exzellent espritvollen Dialogen und viel Tempo.

Cary Grant (sein Synchronsprecher lässt zu wünschen übrig; die Stimme könnte sonorer sein, das ist aber für die Beurteilung des Films letztlich ohne Bedeutung) spielt den Werbefachmann Roger O. Thornhill, der ohne sein Zutun in die Fänge eines Spionagerings gerät.

Man hält ihn irrtümlich für einen anderen und verfolgt ihn daraufhin mit aller Verbissenheit. Hitchcock lässt seinen Protagonisten in immer ausweglosere Situationen geraten. Dabei stellt die Flucht über das Präsidenten-Denkmal am Mont Rushmore den Höhepunkt des spannungsgeladenen Streifens dar.....

Grants Gegenspieler wird von James Mason gemimt. Die weibliche Hauptrolle spielt Eva Marie Saint, die optisch mit Grace Kelly Ähnlichkeiten aufweist, aber letztlich nicht an deren Format heranreicht. Es sind die leicht verbissenen Züge um die Mundpartie, die der Kühle die edle Ausstrahlung nehmen. Für die Filmrolle ist Eva Marie Saint allerdings die Idealbesetzung.
Sowohl den Aktion- als auch den Liebesszenen werden durch die betont ironischen Spracheinlagen und Grants unnachahmlicher Mimik jeglicher Ernst genommen, ohne dadurch der Lächerlichkeit anheim zu fallen. Dadurch ist es dem Zuschauer möglich die einzelnen Szenen distanziert zu genießen. Der Szenenaufbau ist bewundernswert subtil konstruiert.

In diesem Streifen werden bewusst keine künstlichen Emotionen beim Betrachter hervorgerufen. Der Zuschauer bekommt von Hitchcock die Rolle des Beobachters zugewiesen. Der Regisseur gestattet dem Zuschauer nicht sich mit den Darstellern zu identifizieren. Jeder hat seinen Platz.

Das Zusammenspiel zwischen Regie, Drehbuch und schauspielerischem Können könnte nicht besser sein.

Die Bild- und Tonqualität sind zufrieden stellend.

Empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2013
Die Rezension bezieht sich auf die DVD.

Den Titel habe ich gewählt, weil ich diese Besetzung für besonders gelungen halte.

Gerade weil, was Hitchcock-Fans wissen, beide Darsteller in einer Altersklasse waren, ist es umso erstaunlicher, wie überzeugend sie Mutter und Sohn spielen ( so einen Besetzungs- Coup gab es Jahrzehnte später bei "Dallas" mit Larry Hagman und Barbara Bel Geddes ).

Sie hatte vier Jahre zuvor die Mutter von Grace Kelly in "Über den Dächern von Nizza" gespielt, der nicht zuletzt wegen ihr von mir geliebt wird. Sie hatte die erfrischende Bodenständigkeit und einen Witz, dass man sie leicht für oberflächlich halten konnte, selbst in dramatischen Situationen.
Etwa in der Fahrstuhl-Szene, wenn beide mit seinen Verfolgern nach unten fahren:

"Haben Sie wirklich die Absicht, meinen Sohn zu töten?" Erst lacht einer der beiden Halunken, dann der andere. Dann der ganze Fahrstuhl, denn die vier sind nicht allein.
Auch Mutter lacht verlegen über ihren scheinbaren Irrtum. Mittendrin unser Cary, der überhaupt nicht mitlachen kann, weiß er es schließlich besser.

Der Film ist rasant, hat viele unvergessliche Szenen, diesmal ist leider nicht John Williams dabei, dafür aber ein anderer Hitchcock- Spezialist: Leo G. Carroll aus "Ich kämpfe um Dich".

Eva Marie Saint und nicht Grace Kelly ist hier die "kühle Blonde". Ich persönlich ziehe Grace vor, aber Eva war gut, keine Frage.

James Mason und Martin Landau sind hier das dynamische Duo, dass Roger Thornhill das Leben schwer macht, weil sie ihn für einen gewissen George Kaplan halten.

Der Soundtrack von Bernard Herrmann ist einer der besten, die je komponiert wurden.

Der Film macht einfach nur Spaß. Alle Beteiligten haben einer super Job gemacht. Es gab immerhin drei Oscar-Nominierungen:
für Drehbuch, Schnitt und Ausstattung.

Die DVD bietet umfangreiches Bonusmaterial.
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am 8. Juli 2006
Gleich zu Beginn des Filmes hat Regisseur Alfred Hitchcock einen seiner berühmt gewordenen Kurzauftritte, diesmal als Mann, dem der Bus vor der Nase davonfährt. Ab dann wird aber mehr keine Abfahrt verpasst. "Der unsichtbare Dritte" geht amüsant und rasant dahin. In New York City beginnt eine Verfolgungsjagd in Richtung Nordwesten (engl. Originaltitel: "North by Northwest") über Chicago bis zum Showdown bei Rapid City, South Dakota.
Doch der Reihe nach: Der von Cary Grant dargestellte New Yorker Werbefachmann Roger O. Thornhill ("O" steht nach Eigenangabe des Namensträgers für "nichts") wird für den Geheimagenten George Kaplan ( = der unsichtbare Dritte) gehalten und von Spionen gekidnappt. Sie bringen ihn in das Nobelanwesen Baywood, nahe Glen Cove, wo er Bekanntschaft mit dem Hausherrn, dem angeblichen UNO-Beamten Lester Townsend, schließt, der ihn vor die Wahl stellt: Kooperation oder Tod. Als der verdutzte Thornhill sich weigert in krumme Dinge mithineingezogen zu werden, wird er mit Bourbon abgefüllt und ins Auto gesetzt. Ein Unfall entlang der steilen Küstenstraße soll sein vermeintliches Agenten-Doppelleben als Mr Kaplan beenden. Doch er landet quicklebendig in der Ausnüchterungszelle der lokalen Polizei. Wieder frei, sucht Thornhill den echten Townsend im UNO-Gebäude auf. Dieser wird mitten im Gespräch mit einem Messerwurf getötet und stirbt in Rogers Armen. Ab nun ist R.O.T. auf der Flucht, da er für den Mörder gehalten wird.
Im Zug nach Chicago trifft der gehetzte Held auf die raffinierte und erotische Blondine Eve Kendall (Eva Marie Saint), die ihn zuerst vor der Polizei im Gepäckfach versteckt und ihm danach eine Liebesnacht schenkt (Abteil E 3901, für alle Romantiker, die die Fahrt mit dem Kultzug "20th Century Limited" selber unternehmen wollen). Gleich darauf schickt Eve, die angebliche Industriedesignerin, ihren Lover aber zu einem beinahe tödlichen Rendezvous. Mitten in der Einöde, bei der Greyhound-Station Prairie Stop/Highway 41, soll Roger endlich den ominösen George Kaplan treffen. Jener bleibt aber weiter unsichtbar, stattdessen macht ein Getreide-Sprühflugzeug im Tiefflug Jagd auf Thornhill. Diese fast acht Minuten dauernde Szene wurde in der Filmgeschichte zur Legende.
R.O.T. überlebt den Luftangriff. Zurück in Chicago trifft er Eve wieder und enttarnt die Dame als Geliebte des Oberspions Phillip Vandamm (James Mason). Ab nun entsteht zwischen den beiden gegensätzlichen Männern ein emotional aufgeschaukeltes Tauziehen um Eve. Wer am Ende das bessere Ende, sprich Mrs Kendalls Hand, in der seinen Hand hält, braucht wohl Fans klassischer Hollywood-Filme nicht weiter erklärt werden.
Am Mount Rushmore Monument, zwischen den in den Fels gemeißelten Köpfen berühmter US-Präsidenten, fällt die endgültige Entscheidung. Die dabei gedrehten Kletterszenen am Fels gingen ebenfalls in die Filmgeschichte ein. Übrigens: da damals, nämlich 1959, im UNO-Gebäude nicht gefilmt werden durfte, ließ Hitchcock dies mit versteckter Kamera tun. Ein pfiffiges Extra für eine Spionagekomödie!
In meinen Augen übertrifft "Der unsichtbare Dritte" alle anderen Hitchcock-Werke. Der Film lobt den Regie-Meister durch sich selbst. Das liegt am perfekten Drehbuch, den witzigen Dialogen (Cary Grant at his best), den einprägsamen Settings (Grand Central Station, Prärie, Mt. Rushmore) und an Eva Marie Saint, die - bei allen Heiligen - die mit Abstand ausdrucksstärkste und erotischste aller Hitchcock-Musen ist.
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