Kundenrezensionen


32 Rezensionen
5 Sterne:
 (24)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hart rockende, aggressive Tull
"In the beginning Man created God", so beginnen die kontroversen Anmerkungen von Jethro Tulls legendärem Album "Aqualung". Ian Anderson setzte seine Erforschung der musikalischen Möglichkeiten in den Bereich Konzeptalbum fort. Dies geschah zu einer Zeit, als er einige seiner bekanntesten Stücke schrieb. Da das vierte Album von Jethro drei der...
Veröffentlicht am 15. September 2006 von Roland Harth

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Super Album, gruselige Qualität
Dieses Album ist über jeden Zweifel erhaben. Es ist von vorne bis hinten großartig. Allerdings nicht in dieser Version.
Man fragt sich, ob die Leute, die das remastered haben, eigentlich mal zwischendurch mal in das Vinyl-Original reingehört haben... Das klingt nämlich tausendmal besser.
Besonders beim "Aqualung" ist es einfach...
Veröffentlicht am 3. August 2012 von Ansgar Schwedt


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hart rockende, aggressive Tull, 15. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
"In the beginning Man created God", so beginnen die kontroversen Anmerkungen von Jethro Tulls legendärem Album "Aqualung". Ian Anderson setzte seine Erforschung der musikalischen Möglichkeiten in den Bereich Konzeptalbum fort. Dies geschah zu einer Zeit, als er einige seiner bekanntesten Stücke schrieb. Da das vierte Album von Jethro drei der größten Rockklassiker ("Aqualung", "Cross-Eyed Mary", "Locomotive Breath") enthält, wird es auch als Wendepunkt für Ian Anderson und seine Truppe gesehen.

Das Konzept besteht aus zwei Teilen, die sich auf die beiden Seiten der alten Vinylplatte aufteilten. Der erste Teil erzählt von einem lüsternen Bettler mit dem Namen Aqualung (benannt nach seinem ratternden Atem), während der zweite Teil eine stechende Attacke gegen organisierte Religionsgesellschaften ist. Die Anmerkungen ziehen die beiden Themen zusammen in einem pseudobiblichen Text, der besagt, dass wenn sich die Menschen an den Geist erinnerten, der die Religion begründete, dann hätten sie mehr Nähe zu den sozial Ausgestoßenen, die ja gleiche Wesen sind.

Das Titelstück ist verdienter Maßen ein Klassiker. Obwohl es mich immer wieder erstaunt, dass ein solch seltsames Lied mit wenig eingängigen Texten es zur Unsterblichkeit schaffen konnte. Eindrucksvoll wird die Psychologie durch die Dynamik des Titels verstärkt. Der zweite Titel der von einer prostituierten Schülerin handelt ist noch etwas heavier.

Im zweiten Teil dreht es sich um das Hauptkonzept des Albums - gegen organisierte Religionsgesellschaften. In "My God", "Hymn 43" und "Wind-Up" sind Andersons Texte unmissverständlich und offen protestierend.

Musikalisch schlägt auf dem Album Martin Barres Stunde. Er spielt im Titelstück eines seiner besten Soli und ist sichtlich in seinem Element wenn die krachenden Riffs zu "My God" und "Locomotive Breath" kommen.

Das Album ist ein gutes Schaustück für Ian Andersons Songwriting-Fähigkeiten. "Mother Goose", "Wond'ring Aloud" und "Hymn 43" sind nicht die ersten Lieder, an die man sich erinnert, aber sie haben alle einen sehr hohen Standard. Die hohe Qualität der Musik ist ein weiterer Grund dafür, dass das Album zu einem Klassiker wurde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Superalbum, 10. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Aqualung. 25th Anniversary Edition (Audio CD)
Aqualung ist bis heute Jethro Tull's wichtigstes Album, weil es sie mit einem Schlag weltberühmt gemacht hatte. Auf diesem Album ist Locomotive Breath, der Song, der mich zum Tullfan werden ließ. Diese Explosion im positiven Sinne war, wenn man Ian Anderson Glauben schenkt, nicht absehbar. Die Aufnahmen und die Produktion standen unter einem schlechten Stern. Das Studio war brandneu und nicht erprobt, zu keiner Zeit bekamen Jethro Tull den Sound hin, der ihnen vorschwebte. Folglich war die Stimmung eigentlich schlecht, die Musiker waren genervt und wähnten sich außer Form. Sogar der für sein solides Spiel bekannte Martin Barre hatte seine Schwierigkeiten mit den technischen Hindernissen. Einzelne Parts wurden daher von Ian selber eingespielt (vgl. Interviews auf diesem Album und auf Aqualung live). Zur gleichen Zeit gastierten im selben Studio Led Zeppelin und nahmen ihr Jahrhundertalbum mit dem Song Stairway to Heaven auf. Keiner der Musiker rechnete mit dem, was dann wurde. Auf Aqualung versammelt sich die Rockelite eines Jethro Tull Konzerts. Ohne das Titelstück und Locomotive Breath brauchen Jethro Tull die Bühne nicht zu verlassen. Auch Cross-eyed Mary und My God fehlen nur ganz selten. Manchmal etwas vergessen wird Wind-up, für mich ein in der Qualität ein in vorderster Reihe stehendes Stück Musik, ebenso gut wie die bisher genannten. Für diese genannten Songs sind Jethro Tull unsterblich. Sie hätten sich danach auflösen können (Gott sei Dank nicht), sie wären niemals mehr in Vergessenheit geraten. Wenn es darum geht, die Musik auf Aqualung zu beschreiben, wird vor allem auf den harten Rock in den Stücken hingewiesen. Das stimmt auch, ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Mittelteil des Titelstücks beginnt akustisch, wäre auch ohne das vorn und hinten flankierende Rockriff ein starker Song gewesen. Locomotive Breath wird von einem jazzigen Pianointro eingeleitet, bevor eines jener weltberühmten Riffs kommt, die man sonst nur noch von Satisfaction oder Smoke on the Water kennt. Cross-Eyed Mary ist durch die treibende Flöte am Anfang schon auf Betriebstemperatur. Ian Anderson schienen damals die Songs zu aggressiv, so dass er die kurzen akustischen Song aufnahm wie Cheap Day Return, Wondring aloud und Slipstream, teilweise kaum länger als eine Minute. Diese Stücke sind einfach und genial. Obwohl man von Aqualung des Eindruck eines harten Rockalbums hat, wird hier erstmalig so deutlich der akustische Part eingeführt, wie er seitdem fester Bestandteil bei Jethro Tull ist. Die damalige Veröffentlichung hat inhaltlich die Gemüter in alle Richtungen erregt. "Good Heavens, now Ian Anderson wants us to think." war eine Schlagzeile. Ich vermute mal, sie war auf My God gezielt. Insbesondere zu Anfang war nie klar, meint Ian es nun negativ oder positiv. Auf Aqualung Live erläutert er, dass Aqualung eine ProGod-Angelegenheit sei. Auch macht er deutlich, dass es kein Konzeptalbum ist, sondern das lediglich ein paar der Songs thematisch zusammenhängen, auf der einen Seite Aqualung und Cross-eyed Mary und auf der anderen Seite My God, Hymn43 und Wind-up. Die Mastertapes hatten wohl nie die entsprechende Aufnahmequalität, auch das digitale Remastern hat nicht in überragender Weise geholfen, deswegen sei jedem Aqualung live ans Herz gelegt, auch um einmal ein anderes Bild von der Scheibe zu bekommen. Klanglich ein Hochgenuss. Trotzdem bevorzuge ich von den Arrangements her im Zweifel immer das Original. Zu diesem Thema gibt es einen Bonustrack Lick your Fingers clean, der erst zum 20jährigen Jubiläum veröffentlicht wurde, aber anders arrangiert bereits auf War Child zu finden ist -- Two Fingers. Der Song auf War Child ist gut, hält aber den Vergleich nicht stand mit dem Original. Daran lässt sich vielleicht ermessen, wie unzufrieden Ian Anderson mit dem Material in Wirklichkeit war. Dass Anspruch und Wirklichkeit oft weit auseinander liegen, wird hier mal auf ganz gegenteilige Weise deutlich. Das auf dieser Version enthaltene Interview mit Ian Anderson ist sehr interessant, die übrigen Bonustracks sind nichts neues, eine neue (1974!!) Aufnahme von Wind-up, die trotz deutlich besseren Klangs nicht an das intensive Original heranreicht und wenig interessante Radiomitschnitte. Ich teile nicht die Meinung, dass man von Jethro Tull nur dieses eine Album braucht, aber man braucht es, weil es das Wichtigte ist. Übertroffen wird es nur noch von Thick as a Brick ein Jahr später. Wahnsinn, in welchen Abständen damals Spitzenmusik komponiert wurde. Ich muss wohl nicht wiederholen, wie lange wir schon auf ein neues Album warten. Inzwischen ist in einem Interview ja für den Herbst was angekündigt worden. Ihr glaubt alle nicht, wie gespannt ich bin.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sitting on a park bench, 12. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Nach dem bluesigen This Was, dem schon sehr vielfältigen Stand Up und dem eher unauffälligen Benefit brachten Ian Anderson und Jethro Tull 1971 dieses ambitionierte Werk ans Tageslicht.
Textlich geht es in den meisten Songs um das Verhältnis zu Religion und Kirche, musikalisch gibt es erstmals in dieser Qualität einen überraschende Bandbreite zu hören. Allein der mehrteilige Opener Aqualung (rockiger Anfang mit geradezu klassischem Riff, dann eher ruhiger Mittelteil zu akustischer Gitarre und Andersons "Telefonstimme", danach überaus gekonntes Gitarrensolo von Martin Lancelot Barre, hymnischer Schluss) war schon das Geld wert. Danach folgen weitere rockige Stücke (Cross-eyed Mary), aber auch sehr zurückgenommene akustische Kabinettstückchen - manchmal kaum eine Minute lang (Cheap Day Return).
Die wirklich starken Stücke (außer Aqualung) finden sich in der zweiten Hälfte des Albums: My God (akustischer Beginn, furioser Rock-Teil, ausgeflipptes Flötensolo, wahrhaft gigantischer Schluss), Locomotive Breath (größter Hit der Band bis heute, sehr leiser, fast jazziger Anfang mit Klavier und Gitarre, dann der Über-Rocker mit nicht wieder aus den Ohren zu bekommendem Riff), zum Schluss Wind-Up (noch einmal eine Mischung aus den besten Zutaten, die Jethro Tull zu bieten haben). Das ganze Album erscheint zusammen mit dem charakterischen Cover (Ian Anderson als "Tramp" Aqualung) wie aus einem Guss.
Zu Recht gingen Tull mit diesem Album auf eine nicht enden wollende Tournee, zu Recht wurden sie in der Musikpresse gefeiert (auch kritisiert, wohl wegen der nicht unumstrittenen Texte), zu Recht ist Aqualung wohl das am meisten verkaufte Tull-Album, zu Recht spielen Anderson & Co. bis heute etliche Stücke auf jedem Konzert, zu Recht haben sie kürzlich sogar eine neue Live-Version unters Volk geschmissen.
Nach dem Aqualung-Album schien eine Steigerung kaum noch möglich - aber sie kam! Das Ergebnis war Thick As A Brick, aber das ist eine andere Geschichte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kontrastreiches Kabinettstückchen feinster Musik, 3. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Aqualung ist eines der kontrastreichsten, tiefgründigsten und vielschichtigsten Alben, die Tull jemals rausgebracht haben.
Musikalisch klangen sie anno 1971 noch nicht so ausgereift, wie später auf MINSTREL IN THE GALLERY, dennoch ist AQUALUNG ihre wohl bewegendste und inhaltlich aussagekräftigste Scheibe, die als essentiell für JEDE Musiksammlung anzusehen ist. Kontrastreich ist AQUALUNG deswegen, weil es eine bipolare Scheibe ist: Mal aggressiv, mal fröhlich, mal nachdenklich und ruhig. Von der Stimmung und auch der musikalischen Ausrichtung her klingt AQUALUNG sehr konträr: Zarte, gefühlvolle, akustische Balladen wie WONDRING ALOUD oder CHEAP DAY RETURN findet man hier ebenso wie kraftvolle Rocknummern, die ordentlich in die Beine gehen, als da wären: LOCOMOTIVE BREATH, der wohl bekannteste Tull-Song überhaupt, HYMMN 43, oder CROSS EYED MARY, der sogar von Iron Maiden gecovert wurde. Die epischen, düsteren und nicht minder pathetischen Monumentaltracks wie der Titelsong, das atmosphärisch extrem dichte und abwechslungsreiche
MY GOD und die wehleidige Halbballade WIND UP bilden die Eckpunkte dieses Meisterwerks, welches zur Hälfte unplugged, also rein akustisch aufgenommen wurde, zur anderen Hälfte jedoch auch mit E-Gitarre, welche besonders beim Titelsong, bei CROSS EYED MARY, MY GOD, LOCOMOTIVE BREATH und HYMMN 43 klangdominierend ist. Die akustischen Tracks bilden trotz ihrer Schlichtheit das ausgleichende Gegengewicht zu den schweren Rockstampfern. Aufgrund seiner starken Kontraste und seines philosophisch-gesellschaftskritischen Inhalts ist AQUALUNG wohl die emotionalste und bewegendste Tull-Scheibe.
ABSOLUT UNVERZICHTBAR !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Super Album, gruselige Qualität, 3. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Aqualung. 25th Anniversary Edition (Audio CD)
Dieses Album ist über jeden Zweifel erhaben. Es ist von vorne bis hinten großartig. Allerdings nicht in dieser Version.
Man fragt sich, ob die Leute, die das remastered haben, eigentlich mal zwischendurch mal in das Vinyl-Original reingehört haben... Das klingt nämlich tausendmal besser.
Besonders beim "Aqualung" ist es einfach unerträglich. Hier wurde so herumfuhrwerkt, dass aus einem brachialen Rocksong ein dumpfes Geklampfe geworden ist. Wie kann man in der Nachbearbeitung nur ein Killer-Riff wie bei "Aqualung" so killen?
Für das Originalalbum würde ich 5 Sterne geben, aber vor dieser Version muss gewarnt werden. Da helfen auch die schönen Bonus-Tracks mit Interview und Radiosongs nichts mehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Big One, 2. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Da das 1971 eingespielte und veröffentlichte vierte Album der britischen Progressive-Rocker Jethro Tull gemeinhin als Meilenstein der Rockgeschichte angesehen wird,würden gesammelte Meinungen,Faktenzusammenstellungen,Rezensionen,Statements usw mittlerweile ganze Bücherregale füllen.
Die Band rund um den Mastermind,fast alleinigen Songschreiber und Chef,Ian Anderson, war und ist stets geprägt durch eine hohe Fluktuation an Mitgliedern.
Hier hat man es neben dem langjährigen Wegbegleiter an der Gitarre,Martin Barre,(letztmalig) mit dem Schlagzeuger Clive Bunker,(erstmals) mit Jeffrey Hammond-Hammond,David Palmer und mit John Evans zu tun.Die Musik wurde komplett von Anderson geschrieben.
"Aqualung" gilt für viele als das Meisterwerk von Anderson,er selbst nennt es,vielleicht auch wg dem Erfolg der Scheibe, "The Big One".
Anderson vereint hier äußerst geschickt Elemente der (teils auch härteren) Rockmusik,des Folk,der klassischen Musik und des Blues.
Auch die Vielzahl der eingesetzten Instrumente verpaßt dem Album eine recht eigene,im besten Sinne progressive, Note.
Neben der typischen E-Gitarre,Schlagzeug, Gesang,Baß werden Klavier,Mellotron,Piano,Hammond-Orgel,akustische Gitarre und diverse Flöten bemüht.
Sehr rockige Stücke,knackig-krachende,trockende Gitarren-Riffs,Andersons teils geradezu rotziger Gesang,dann wieder ruhige Instrumentalparts,akustische Stücke,warme,dann doch wieder schrille Klangfarben...einfach unwiderstehlich.
Die Texte drehen sich um diverse Gesellschaftsprobleme,Kirche und ihre Instrumentalisierung und sind als überaus bissig aber zuweilen auch wehmütig zu bezeichnen.Sie beinhalten viele Skurrilitäten,aber auch poetische Seiten sind auszumachen.
Der Klang ist rauh,wirkt ungeschliffen,direkt...es rockt einfach.
Die Stücke sind kurz,knackig,großartig komponiert und ausgearbeitet;die Musik packt zu,bleibt im Ohr.
Ich meine,"Aqualung" ist nicht nur abwechslungsreich und anspringend,es besitzt auch diese "gewisse Magie",die wirklich große Musik von nur guter unterscheidet.Dabei sind die Tracks nicht mal besonders komplex oder tiefschürfend.Aber sie haben "es" halt.
Die Aufnahmequalität läßt leider zu wünschen übrig,dennoch konnte man die Schallplatte damals mit Freude hören.
Mit den CD-Veröffentlichungen ist es komplizierter.
Die ersten Releases überzeugten nicht.Es gab immer wieder Neuauflagen,die offensichtlich auf unterschiedlichen Masterings beruhten,da sich auch die Dynamikwerte voneinander unterscheiden.US-,europäische und Japanpressungen waren oft auch nicht identisch;selbstverständlich kenne ich nicht alle,aber so einige.Und die sind alle grottig.
Die große Enttäuschung kam dann Ende der 90er mit der ersten Remaster-Edition (25th Anniversary).
Neben so einigem Bonusmaterial bekam man ein ärgerliches Remastering geboten,welches für mich eher schlechter klang,als die schnöde Erstauflage.Merkwürdig weichgespült,glatt,würde ich es nennen.
Die Dynamik der Aufnahme ist übrigens überaus gut und mir ist keine Auflage bekannt,bei der beim Mastering/Remastering diese arg beschnitten wurde.Aber die Dynamik ist ja nicht alles.
Die für mich MIT ABSTAND beste Veröffentlichung ist die DCC-Gold CD,remastered by Steve Hoffman.
Es ist für mich unfaßbar,was Hoffman aus dieser alten,mäßigen Aufnahme an Klang herausgeholt hat,ohne der Musik ihren eigenen Sound,ihre "Seele" zu nehmen.
Läßt man eventuell vorhandenes Bonusmaterial mal beiseite,gehörten ältere CDs mit Veröffentlichung der DCC-CD umgehend in den Müll.Ich mag solch absolute Aussagen sonst nicht,aber hier ist es einfach so.
Remaster-Skeptiker,Leute,die behaupten,daß Remastering nie etwas bringe,außer meist sogar Verschlechterung,können hier eines Besseren belehrt werden.Klang ist,genau wie Musik,Geschmackssache,aber wer an dieser Referenzveröffentlichung von "Aqualung" etwas zu bemängeln hat,dem kann ich einfach nicht mehr folgen,trotz aller Offenheit für anderes Empfinden.
Mittlerweile ist (2011) eine komplette Neuabmischung durch Steven Wilson (Porcupine Tree,No-Man etc) durchgeführt und veröffentlicht worden.Die Reaktionen darauf sind größtenteils positiv,wenn nicht enthusiastisch.
Ich bin kein Freund davon,Klassiker neu abzumischen und dadurch nicht nur klanglich zu optimieren,sondern tief in die Zusammensetzung der Musik einzugreifen;zu schlimm ist das bei Genesis und Mike Oldfield daneben gegangen.
Dennoch muß man Wilson zugestehen,daß er eine saubere Arbeit abgeliefert hat,es klingt deutlich analytischer,transparenter,es wurden Fehler in der Aufnahme behoben,OK.
Dennoch bevorzuge ich EINDEUTIG die alte Gold-CD von Steve Hoffman,da ich sie als authentischer,echter empfinde.
Eine komplette Live-Einspielung mit Bonusmaterial und auch 40th Anniversary Editions gibt es außerdem noch.
Ob man das dort gebotene,reichliche Bonusmaterial haben und ggf bezahlen will,muß jeder selbst entscheiden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aqualung ist und bleibt ein Meilenstein der Rockmuisk!!!, 12. Mai 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Aqualung ist und bleibt über all die Jahrzehnte hinweg ein Meisterwerk der Rockmusik! 1971 war es, als ich mir die LP von meinem mühsam ersparten Taschengeld gekauft habe. Dieses wunderbar gestaltete Cover alleine war schon sehr ansprechend. Das Cover wurde damals mit einem geriffelten Papier hergestellt. Dies passte zu dem gotisch erahnenden Gebäude im Innenteil der Klappcovers. Die Musik ist unbeschreiblich gut und dazu werden noch ansprechende und nachdenkliche Texte mitgeliefert. Neben den damals häufig in den Radioanstalten Hits "Aqualung" und "Locomotive Breath" sind aber auch die anderen Stücke von allererster Güte. Besondere Perlen sind meinem Erachten nach aber die kurzen ruhigen Stücke "Cheap Day Return", "Wond'ring Aloud" und "Slipstream". Überhaupt ist die Zusammenstellung der Songs schon eine Klasse für sich. Selten habe ich erlebt, dass die Songs so gelungen zueinander abgestimmt wurden. "Aqualung" ist tatsächlich in allen Belangen ein Gesamtkunstwerk. Natürlich besitze ich mittlerweile auch die "Aqualung - 25 th Anniversary" von 1996 und "Aqualung - Live" von 2005. Nun überlege ich noch, ob ich mir noch "Aqualung (40th Anniversary Special Edition)" von 2011 zulegen sollte. Einige der Kritiker behaupten ja, dass die Abmischung von Steven Wilson sehr gelungen sein soll. Bislang gefällt mir die LP soundmäßig noch am besten. Für Fans von Jethro Tull muss dieses Album selbstverständlich nicht mehr angepriesen werden, da sie es ohnehin schon besitzen. Aber vielleicht verirrt sich ja ein Jethro Tull neugieriger Musikinteressent auf diese Seite. Dem sei dieses Album unbedingt ans Herz gelegt. Wer in der Rockmusik bewandert sein will, der sollte dieses Traumteil der Rockgeschichte kennen, lieben und deshalb auch besitzen!!! Fünf Sterne reichen für "Aqualung" bei weitem nicht aus!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolles Album in unwürdiger Qualität!, 25. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Über die Musik haben ja schon einige meiner Vorredner geschrieben, dementsprechend werde ich sie hier vernachlässigen (Sie ist natürlich absolut großartig).
Ich wundere mich allerdings stark, dass nur so Wenige die wirklich schlechte Klangqualität des Albums kritisieren!
Ich habe diverse Jethro Tull Alben in einer Remaster-Version und war bisher immer weitestgehend zufrieden. Bei Aqualung ists leider anders. Es klingt flach und undynamisch. Ich habe keine Highend-Anlage, aber doch eine schöne Stereoanlage mit Vollverstärker, CD-Spieler und zwei Lautsprechern. Und dieses Album macht darauf leider keinen Spaß. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So bitte nicht !, 19. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Grauenhafte Überarbeitung des schönen Tull-Originals , "Fat Man" z.B. hört sich an wie durch ein billiges Kofferradio. Kein Vergleich mit dem Klasse Sound des Originals : Finger weg von dieser Digital Masterd Version !!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolutionärer Klassiker in neuem Glanz..., 22. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Wenn man auf die Band Jethro Tull zu sprechen kommt,so wird den Meisten als erstes und einziges das Album "Aqualung" aus dem Jahre 1971 einfallen,und dies nicht zu unrecht,da "Aqualung" Tulls populärstes Album ist.Musikalisch kann "Aqualung" nur von "Thick as A Brick"(1972) überboten werden.
Es ist auch gleichzeitig ein Meilenstein für fast alle Rock Stile gewesen.Eine bunte Palette von Art-,Folk,-Hard bis Progrock wird dem Zuhörer geboten und obgleich das Album so Kontrastreich ist schaffen Tull es dennoch eine gerade,eingängige Linie einzuhalten.
Es beginnt mit dem brillianten Titeltrack,in dem die Jungs erstmal so richtig "abrocken".Nun kommt das noch bessere "Cross-Eyed-Mary",das nochmal eine Spur rockiger ist als der Titeltrack."Chap Day Return" ist ein sehr kurzes "Intermezzo",dass ein emotional schon mal auf die wunderschöne Folkballade "Mother Goose" vorbereitet.(Genau das richtige an kalten Wintertagen-wirkt unglaublich ruhig und entspannend)."Wondring about" ist ebenfalls eine Akustik Ballade,die normalem Tull-Standard entspricht."Up to me" schließt,die(damals noch 1. Plattenseite) schön ab.Nun folgt der abstrakte,geniale Titel "My God".Sehr viel progressiver geht es nicht mehr.Geschickt werden auch Chöre und wie üblich Flötenpassagen eingebaut.Nach diesem "Kracher" folgen zwei etwas schwächere Titel "Hymn 43" und "Slipstream" die leider die Schwächsten auf dem Album sind.Als nächstes kommt DER Tull-Song schlechthin:"Locomotive Breath".Jeder der halbwegs Ahnung von Musik hat kennt diesen wahnsinnigen Ohrwurm der Spitzenklasse.
Den Abschluss bildet "Wind Up" ein etwas ruhiger Artrock-Titel,der das Gesamtergebnis noch einmal toll abrundet.
Es sind (Wie es sich für eine neue Version auch gehört) Bonustracks enthalten.Neben einem unveröffentlichtem Anderson-Song und einem Interview mit dem "Flute-Master"sind auch noch Darbietungen der Gruppe von frühen Titeln aus der Anfangszeit zu hören.
Insgesamt also eine gute Neveröffentlichung eines der besten Rockalben aller Zeiten und wenn man sich den Erscheinungszeitpunkt(1971!)vor Augen hält,kann man nur wage vermuten wie revolutionär dieses Album gewesen sein muss.
Dieses zeitlose Meisterwerk gehört in jeden CD-Schrank!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Aqualung
Aqualung von Jethro Tull (Audio CD)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen