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5.0 von 5 Sternen Für die Rezensionen < 5 Sterne gilt: Schall und Wahn, ihr habt mir weh (und Unrecht) getan! ;-)
Schall und Wahn ist bisher das erste Tocotronic-Album, das ich komplett gehört habe. Davor waren sie mir mehrfach positiv aufgefallen, etwa mit dem grandiosen Pure Vernunft darf niemals siegen oder Jackpot.
Herbert Grönemeyer hatte sich mal in einem Interview darüber beklagt, dass bei deutschsprachiger Popmusik immer nur die Texte im Vordergrund der...
Veröffentlicht am 19. September 2010 von junior-soprano

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach der verlorenen Zeit ...
Klar, ein gutes Album. Smart und so weiter. Kritiker sind begeistert. Und wer was anderes sagt hat es eben nicht verstanden. Trotzdem Einspruch: Natuerlich soll sich eine Band weiterentwickeln und ich will auch nicht nur plump nach den 'alten' Protesthymnen schreien und 'frueher war alles besser' rufen, ABER ... ich hab genug von Zauberwald und Mystik und dunklen...
Veröffentlicht am 13. September 2012 von AS


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für die Rezensionen < 5 Sterne gilt: Schall und Wahn, ihr habt mir weh (und Unrecht) getan! ;-), 19. September 2010
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Schall und Wahn ist bisher das erste Tocotronic-Album, das ich komplett gehört habe. Davor waren sie mir mehrfach positiv aufgefallen, etwa mit dem grandiosen Pure Vernunft darf niemals siegen oder Jackpot.
Herbert Grönemeyer hatte sich mal in einem Interview darüber beklagt, dass bei deutschsprachiger Popmusik immer nur die Texte im Vordergrund der Kritiker stehen würde. Das war Jahre bevor Tocotronic den Durchbruch geschafft hatten. Und Schall und Wahn ist eben nicht nur wegen der poetischen Lyrik, sondern auch dank der musikalischen Qualität und Abwechslung und des Schönklangs des Gesangs ein hervorragendes Album. Wir sind Helden machen ähnlich gute Musik, Silbermond und Juli sind weit davon entfernt.
Der Rock am Ring Auftritt 2010 hat mich wieder in meinem Vorurteil bestätigt, dass Tocotronic immer noch etwas steif, elitär und blasiert wirken. Ein Lied wie "Im Zweifel für den Zweifel" eignet sich dann auch hervorragend um Tocotronic-Skeptiker davon zu überzeugen, dass das hier Studentenrock von Kritiker-Lieblingen ist, der sich für was besseres hält. Ganz anders aber die erste Single Macht es nicht selbst, die extrem eingängig und konsensfähig ist. "Heim- und Netzwerkerei stehlen dir nur deine Schöne Zeit." Das ist nir nur wahr, sondern auch sehr witzig und auf den Punkt gebracht. All die vielen Blogs und anderen Internetprojekte, die so viel Zeit, Geld und Mühe verschlungen haben, nur um dann von niemandem gelesen zu werden.
Crazy Horse und Grunge gibt es hier bei einigen Songs zu hören, so hiess es in diversen Kritiken. Mehr brauche ich als Nirvana- & Neil Young-Fan nicht zu wissen, um mein Interesse für dieses Album zu wecken. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, das Album ist sogar noch besser als erwartet! Kluge Texte, eine gelungene musikalische Mischung, grosse Klasse dieses Album! Und deutlich zugänglicher als der Roman mit dem gleichen Titel.

Schall und Wahn, Du hast mir gut getan!

Anspieltipps: Macht es nicht selbst, Bitte oszilieren sie, Schall und Wahn
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die einzigen der Hamburger Schule die ihr Abitur geschafft haben, 23. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Limited Special Edition) (Audio CD)
Mit Schall&Wahn beendenden Tocotronic ihre Berlin-Trilogie. Die Stücke kommen eingängig daher, Dirk von Lotzow säuselt auf der Platte wie er es Live wahrscheinlich nicht hinbekommen wird und die Melodien glänzen durch Vielschichtigkeit. Alles beim Alten, alles neu. Vor jedem Erscheinen eines Tocotronic-Albums fragt sich die geneigte Hörerschaft wie das letzte Album wohl zu toppen sei oder zumindest: was kommt denn als nächstes? Und: jedesmal wird man überrascht.
Dieses Album jedoch weist erstaunlich viele Parallelen zu den vergangenen beiden Produktionen auf. Mit "Stürmt das Schloss" erscheint ein Titel, der ebenso signifikante Überschneidungen zu "Sag alles ab" aufweist, wie "Gesang des Tyrannen" zu "Mein Prinz". Ein neuer Aufguss oder etwas wirklich Neues? Selbst kopiert oder neu erfunden? Es fällt schwer diese Frage zu beantworten, auf jeden fall passt Schall&Wahn einen stimmigen Abschluss der Berlin-Trilogie. auf die Live-Version von "Bitte oszillieren sie" kann man auf jeden Fall gespannt sein. "Ein leiser Hauch von Terror" und "Keine Meisterwerke mehr" sind als echte Rocknummern ebenfalls der Vorfreude wert.
Die Ausgewogenheit des Albums wird durch die ruhigen Stücke "Das Blut an meinen Händen", "Eure Liebe tötet mich" und "Die Folter endet nie". Alles insgesamt sehr stimmig, spannend und wahnsinnig gut. Der Kauf der limitierten Edition versteht sich für Fans von selbst, Buttons, Poster und Aufkleber sind nett gemacht. Eine absolute Kaufempfehlung!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach der verlorenen Zeit ..., 13. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Klar, ein gutes Album. Smart und so weiter. Kritiker sind begeistert. Und wer was anderes sagt hat es eben nicht verstanden. Trotzdem Einspruch: Natuerlich soll sich eine Band weiterentwickeln und ich will auch nicht nur plump nach den 'alten' Protesthymnen schreien und 'frueher war alles besser' rufen, ABER ... ich hab genug von Zauberwald und Mystik und dunklen Maechten. Ich sag's frei heraus: ich will das alte Toco-Feeling wieder. Den originellen Witz. Den unperfekten Sound. Die scharfsinnige Beobachtung. Den weniger vergeistigten Habitus. Und ich finds schrecklich, dass hier schreiben zu muessen, weil Toco natuerlich eigentlich doch die geilsten sind und bleiben. Aber diese Platte, naja ... vielleicht ja naechstes Mal ...
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44 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Extras der Limited Special Edition, 22. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Limited Special Edition) (Audio CD)
Die Extras der Limited Special Edition sind:

zwei Buttons
zwei Poster
fünf Aufkleber
(Booklet und natürlich die CD)

(Das sagt nichts über die Qualität der Musik aus, da aber noch keine Angaben über den Inhalt der Special Edition verfügbar waren, dieser Post)
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5.0 von 5 Sternen Gut! Eine der besten Scheiben in 2010 in der Rock and Roll- Abteilung!, 1. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Als Fan der ersten Stunde dieser Ausnahme- Indie- Band aus deutschen Landen, freue ich mich, in dieser Rezi wieder weitgehend positiv über diese neue Scheibe von Tocotronic berichten zu können.

Jüngere Hörer, die die Band vorher noch nicht gekannt hatten, sondern z.B: nur von "Pure Vernunft darf niemals siegen" her kannten, und der Band mit diesem Album z.B. noch eine Chance geben wollten, wurden bestimmt nicht enttäuscht.
Denn mit vorliegendem Album, das es zurecht bis auf Nr. 1 der Album- Charts in Deutschland geschafft hat (wenn es dann auch wieder relativ schnell abstürzte), ist der Indie- Band aus Hamburg nochmal ein ziemlich eindrucksvolles Meisterwerk gelungen.

Nachdem die Band, die geniale Alben in den 90ern herausgebracht hatte ("Digital ist besser", "K.O.O.k"), in den 2000er- Jahren lange für viel Verstimmung und Unverständnis bei der traditionellen Anhängerschaft gesorgt hatte, bewies die Band 2007 mit der Scheibe "Kapitulation" zwar einen neuen, dafür aber gereiften Sound, womit auch viele junge, neue HÖrer gewonnen werden konnten. Das Experimentieren neuer Sounds (und dem weiterhin relativ unkritischen Folgen des langjährigen Vorbilds Jochen Distelmeyer) hatten sich also bezahlt gemacht (zumindest in finanzieller - aber meines Erachtens durchaus auch in künstlerischer - Hinsicht!). Auch die Annäherung an populäre Bands wie "Ramstein" oder manchmal auch Xavier Naidoo (diese Bands haben in den letzten Jahren ja tatsächlich viele andere beeinflusst!), und Jochen Distelmeyer bleibt man auch hier noch treu (z.B. textlich), scheint sich zum Glück inzwischen aber etwas mehr von ihm und seiner in den letzten Jahren etwas traurigen Entwicklung gelöst zu haben! (beim deutschen Schlager hört Gott sei Dank dann auch bei Tocotronic der Spaß auf!).

So steht der Titel eines der Songs hier, "Keine Meisterwerke mehr", zum Glück nicht programmatisch für die QUalität des ganzen Albums!

Die Melodien haben hier wieder fast alle Ohrwurm- Qualität, und die Songs laden zum Mitsingen ein. - Wenn da nicht die oft all zu bescheuerten Texte wären!
Ansonsten gewohnter Tocotronic- Sound, mal schneller, mal langsamer, mit den besagten neueren Einflüssen, ohne sich dabei von ihren Wurzeln - zum Glück! - völlig gelöst zu haben.

Welcher Song hier der beste (oder sollte man besser sagen: der "schönste"?) ist, soll Jeder für sich selber entscheiden. Ich finde - in melodiöser Hinsicht - fast alle Songs hier gut, vor allem die ersten 4 Songs. Einzig mit "Stürmt das Schloss" kann ich gar nichts anfangen.

Mir wurde allerdings etwas vom Hörgenuss an der Band genommen, nachdem ich inzwischen mehrfach gelesen habe, dass DIrk von Lowtzow seine Texte meist (oder zumindest oft) Ernst meint! (denn in der Hinsicht halte ich die Texte oft für etwas schwach; wenn sie ironisch gemeint gewesen wären, dann hätte ich die Texte besser verstanden; aber so? - Naja!). Man fühlt sich als HÖrer etwas verwirrt: meint der Sänger diesen Text von diesem Song jetzt ironisch oder ernst (das weiß man bei dieser Band leider zu oft nicht!)? Immerhin: der text von "Bitte oszillieren Sie" ist als völliger Unsinn bereits beim ersten Mal zu erkennen!

FAZIT: das erfolgreichste, wenn vllt. auch nciht das beste Album der Band, bietet wieder viele gute Songs.
Ein Kauf, den ich absolut nicht bereut habe!
Für mich eines der besten Alben des Jahres 2010, zumindest im deutschsprachigen Raum!

Stellt sich nur noch die Frage: warum wählt eine der besten Bands überhaupt hierzulande immer so bescheuerte Bilder für ihr Plattencover?
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4.0 von 5 Sternen Interessanter als vorher (wie immer), 18. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Wie auch die vorigen Platten jeweils, ist dies für mich, der ich kein wirklicher Fan bin, die beste Tocotronic-Platte bisher. Tocotronic ist, trotz bescheidener Live-Qualitäten, immer noch eine ziemlich gute Studio-Band. Die Songs und Texte sind nicht vorhersehbar, es ist spannend zuzuhören, und diese Platte ist vielleicht sogar die erste Tocotronic-Platte, die ich gerne öfter höre als 3-4 mal.

Was besser wurde, sind vor allem zwei Dinge: Dirk von Lowtzow ist noch näher dort, wo er meiner Ansicht nach eigentlich hinwill: Klangmalerei durch Worte, die nah-absurde Bilder malen und keine konkrete inhaltliche Interpretation mehr suchen. Also Dadaismus, im Prinzip. Das andere sind die zwei Gitarristen, die nun mehr oder weniger zueinander gefunden haben, und nicht mehr die-Schöne-und-das-Biest spielen, sondern nun gemeinsame Sache machen. Wenn auch dabei teilweise ein, entschuldige, Byrds-artiges Geklingel dabei rauskommt, ist das ganze trotzdem runder und klarer.

Was nicht besser wurde, ist die Tatsache, das der Bassist Jan Müller immer noch der Mann zu sein scheint, der instrumentalistisch und kreativ den ganzen Laden zusammenhält, ihm aber einfach keine tragendere Rolle zukommt. Er wird durch den Rest der Band, insbesondere die Gitarren, einfach zugeklebt, es ist teilweise fast schwer, ihn überhaupt zu hören (weshalb ich ihn übrigens vielleicht auch überschätze). Besonders in Verbindung des sehr ambitionierten, aber in mangelnder Feinheit und Präzision etwas stagnierten Schlagzeugers wäre ein wohl-definierter Bass ein echter Boost, meiner Einschätzung nach.

Zusammengefasst: Ich freu mich schon aufs nächste Album, und irgendwann werde ich vielleicht sogar ein Fan.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Suboptimal, 19. Juni 2011
Von 
Heiko Ehrhardt "Katzenfreund" (Hüttenberg, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Entwarnung: Diese CD ist natürlich gut, sehr gut sogar.
Und viel besser als fast alles, was es im Jahr 2010 aus deutschen Landen so zu hören gab.
Enttäuschung: Die CD bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Diese sind bei Tocotronic, der über Jahre hinweg ungebrochen besten deutschen Band, natürlich sehr hoch.
Und daher ist diese CD auch "sehr gut" und trotzdem nicht so gut, wie ich sie erwartet hätte.
Es sind einfach zu viele Stücke auf dieser CD, an die ich mich nach vielfachem Hören kaum erinnern kann, die nicht im Ohr bleiben, die keine Texte enthalten, die mich zum Denken gezwungen hätten.
Natürlich gibt es meisterhafte Stücke, die Kommerzialität, Nachdenken und Widerhaken verbinden - so vor allem "Die Folter endet nie" - aber in der Summe bleibt eine CD, die auf das nächste Meisterwerk hoffen lässt.
Dass Tocotronic dies mit dieser CD nicht geschaffen haben, ist schade.
Dass sie es aber auch zukünftig schaffen können, stimmt hoffnungsfroh.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprecht mich an mit Engelszungen, 2. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
"Wer zuviel selber macht, der macht sich krumm ... ausgenommen Selbstauslöschung". Von wem sonst als Tocotronic könnte das sein ? Aus wessen Feder könnte sonst eine solche Zeile entspringen wenn nicht Dirk von Lowtzows ? Tocotronic ... angefangen als 3 Hamburger Jungs, die kaum 3 Akkorde spielen konnten, eine verdammte Wut auf alles hatten und diese eiskalt präsentierten. Mit K.O.O.K. haben sich die Jungs musikalisch wie Textlich weiterentwickelt. Lyrischer als die ersten Jahre dichtet Dirk ab diesem Album. So als würden sie endgültig erwachsen werden. Mit "Kapitulation" aus dem Jahr 2007 stehen endgültig ganz andere Tocotronic auf der Bühne und auch im Studio. Aus den rebellischen Jungs sind erwachsene Männer geworden. Und ebenso wie sie gereift sind, ist ihre Musik gereift. Und "Schall und Wahn" ist nicht mehr und nicht weniger als die logische Folge von "Kapitulation". Die Gitarre rückt noch ein Stück mehr in den Hintergrund, die Soundexperimente wachsen... es entsteht etwas Großes. Etwas dass größer ist als alles was sie jemals gemacht haben. Streicher, Chöre, Harfen und was auch immer ... ist auch egal... es klingt einfach wundervoll großartig!
Textlich ist "Schall und Wahn" jedoch düsterer und depressiver als die früheren Alben. Der erste Track "Eure Liebe tötet mich" ist brutal geschrieben. Ein 8 Minuten Epos, mit wenig Text und großartigen Sounds. "Ein leiser Hauch von Terror" ist wieder ein Stück mehr Tocotronic. Kein ganz so dramatisch wirkender Text und dennoch faszinierend. Ein mitreissender Rythmus und Dirks typische Art zu singen wirken hier auf der Hörer ein und beeindrucken auf ganzer Linie.
Mit "Die Folter endet nie" ist der dritte Track für mich der vielleicht stärkste des Albums. Beklemmend, düster und voller Leid ... aber auch Hoffnung gibt es hier "Und von heute an, leben wie ewig". Ganz starker Chorus.
"Das Blut an meinen Händen" ist die wohl untypischste Nummer des Albums. Sanfte Klänge und ein gefühlvoller Gesang machen den Song zu einem Unikat, wenn auch nciht unbedingt zu einem absoluten Highlight der Platte.
"Was du auch machst/Mach es nicht selbst/auch wenn du dir/den Weg verstellst" als erste Single auszukoppeln ... naja... es ist wohl die Nummer die von allen auf dieser Scheibe "Kapitulation" am nächsten kommt. Wie dem auch sei, großartiger Song, der sobald er einmal im Kopf ist, so schnell nicht wieder heraus will.
"Bitte oszillieren sie" ist eine hervorragende kurze Nummer, wie sie besser nicht sein könnte. Ein ganz großes Lied von den Tocos, Respekt!!!
Der Titelsong fängt an... als ... naja... ich sags mal so ... Pink Floyd hätten kein besseres Intro schreiben können. Einfach wundervoll!! Der Song geht ins Ohr, hat einen tollen Text und kann in allen Belangen überzeugen.
"Im Zweifel für den Zweifel" ist eine von akustischer Gitarre begleiteter Dirk von Lowtzow, der wieder einmal seine lyrischen Fähigkeiten erstklassig unter Beweis gestellt hat. "Im Zweifel für die Bitterkeit/Und meine heißen Tränen/bleiern wird mir meine Zeit/Jetzt muss ich noch erwähnen:/Im Zweifel für den zweifel" ... was will man mehr ?
"Keine Meisterwerke mehr" erinnert vom Aufbau her vielleicht ein wenig an "Explosion". Viel Instrumental für einen so kurzen Song und wenig Text.
"Stürmt das Schloss" ist ein typischer Tocotronic Rocker wie man es aus alten Tagen gewöhnt ist. "SDS/SDS/SDS"
"Gesang des Tyrannen" ist wie ein Märchen. So unreal und traumhaft.
"Gift" ist dann mit 8:30 der epische Abschluss für ein episches Album einer epischen Band. Das ist wohl Tocotronics "The End" oder "European Son". Wieder sehr wenig Text für sehr viel Musik. Es passt, harmoniert und stimmt einfach vollkommen.
Insgesamt haben sich Tocotronic eindrucksvoll nach 3 Jahren zurückgemeldet und die Messlatte für weitere Alben 2010 schon einmal recht hoch gelegt. Egal wer kommt und das Album des Jahres aufnehmen will, muss erst einmal an Tocotronic vorbei kommen.
Respekt vor den 4 Jungs aus Hamburg. Bitte weiter so und mehr davon !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Texte, Hammer Musik, 25. September 2014
Von 
Gregor Belker (Pforzheim, Nordschwarzwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Für mich ist der Sound dieser Band eh ein Himmel auf Erden...eines der besten deutschsprachigen Alben was ich kenne und immer wieder gerne anhöre..
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5.0 von 5 Sternen Mehr als nur "Schall und Wahn", 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
Ich fand Tocotronic ja schon immer ganz nett - aber "Schall und Wahn" ist meiner Ansicht ihr bisher bestes Album.
Musikalisch ausgereifter, ohne ihren charakteristischen, "subversiven" Sound einzubüßen und ohne peinlich zu wirken, präsentiert sich die hamburger Alternativ-Boygroup mit mehrdeutigen Texten und Wortspielen, die jedoch keinen Zweifel daran lassen, dass sie zu den "Guten" gehören.
Titel wie "Ein leiser Hauch von Terror", "Die Folter endet nie", "Macht es nicht selbst", "Bitte oszillieren Sie", "Im Zweifel für den Zweifel", "Keine Meisterwerke mehr", "Stürmt das Schloss" und "Gesang des Tyrannen" sprechen ja fast schon für sich.
Ein politisches Statement für den Widerstand gegen die "instrumentelle Vernunft" des Spätkapitalismus!
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