Kundenrezensionen


45 Rezensionen
5 Sterne:
 (33)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliche Kurzweil bei der man in eine Dickens-Welt abtaucht die man sich schöner nicht zurecht lesen hätte können
[[[Diese Rezension bezieht sich auf den UK-Import dieser Serie, NICHT auf die Deutsche Ausgabe von KSM, die am 13.9.2010 erscheinen wird. Dafür, dass amaz** die Rezensionen zu verschiedenen DVD-Ausgaben miteinander verlinkt kann der Rezensent nichts. ]]]

Mein Period-Drama Highlight 2009 war eindeutig diese BBC-Mini-Serie nach dem gleichnamigen Charles...
Veröffentlicht am 5. Januar 2010 von Apicula

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht der Film, sondern Dickens schwächelt.
Amy Dorrit oder auch Little Dorrit genannt wurde im Schuldnergefängnis Marshalsea geboren und verbrachte dort ohne ihr Zutun das bisherige Leben. Um etwas Geld zu verdienen nimmt sie eine Stelle als Näherin bei Mrs. Clennam an. Doch diese ist alles andere, als für ihre Barmherzigkeit bekannt. Als ihr Sohn Arthur nach einer langen Asienreise zurückkehrt...
Veröffentlicht am 1. Januar 2011 von Lavendel knows best.


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliche Kurzweil bei der man in eine Dickens-Welt abtaucht die man sich schöner nicht zurecht lesen hätte können, 5. Januar 2010
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
[[[Diese Rezension bezieht sich auf den UK-Import dieser Serie, NICHT auf die Deutsche Ausgabe von KSM, die am 13.9.2010 erscheinen wird. Dafür, dass amaz** die Rezensionen zu verschiedenen DVD-Ausgaben miteinander verlinkt kann der Rezensent nichts. ]]]

Mein Period-Drama Highlight 2009 war eindeutig diese BBC-Mini-Serie nach dem gleichnamigen Charles Dickens-Roman: "Little Dorrit".

Dickens Geschichte wurde in jeder Hinsicht bemerkenswert umgesetzt. Ein Fest für alle Sinne. Erwähnenswert nicht nur die herrlichen Kulissen, Schauplätze und Kostüme, sondern auch die bemerkenswert guten Schauspieler. Von der warmherzigen bewegenden und unbedingt spannenden Geschichte nicht zu reden.

Als Arthur Clennam (Mathew Macfadyen) von einem langen Auslandsaufenthalt nach London zurückkehrt hat er eine traurige Aufgabe zu erfüllen. Er muss seiner Mutter (Judy Parfitt) vom Tod ihres Mannes, seines Vaters, berichten... Doch im Haus seiner an den Rollstuhl gefesselten gefühlskalten Mutter herrscht ein duster-strengens Regime. Furcht einflößend ist da nicht nur die gefühlskalte alte Dame selbst, sondern auch ihr kauziger zwielichtiger Butler Jeremiah Flintwinch (Alun Armstrong).
Arthurs Augenmerk im Haus seiner Mutter fällt auf Amy Dorrit, genannt "Little Dorrit" (Claire Foy), die jüngste Tochter von William Dorrit (Tom Courtenay) die als Näherin im Clennam-Haus arbeitet. Er fängt an Erkundungen über die junge Dame einzuholen, folgt ihr - und landet im Marshalsea Schuldengefängnis, wo sie mit ihrem Vater und ihren Geschwistern - so diese nicht gerade zwielichtigen Dingen nachgehen - lebt.
Mit dem Besuch im Schuldengefängnis bei William Dorrit, einem offenbar ehemals angesehenem alten Herrn in der Gesellschaft Londons, taucht Arthur in eine ihm bislang fremde Welt ein. William Dorrit ist ein gebrochener müder alter Mann, der sein Schicksal tapfer erträgt - seinen Stolz jedoch nicht verloren hat.
Arthur setzt alles dran den Dorrits zu helfen, scheitert jedoch an einer sich Selbstverwaltenden unnützen Behörde, dem "Circumlocation Office". (Ein nachgerade genialer Seitenhieb, den Dickens der sich selbst verwaltenden englischen Bürokratie jener Zeit widmet.) Ein scheinbar schmieriger Geldeintreiber namens Pancks (Eddie Marsan) vermag ihm und schließlich den Dorrits jedoch zu helfen.
Gleichzeitig wird offenbar, dass Arthurs Mutter ein dusteres Geheimnis zu hüten versucht. Leider erfolglos, denn eine Menge geheimnisvolle Dokumente die Flintwinch für Mrs Clennam vernichten sollte --- gerät über Umwege in die Hände eines mysteriösen, geradezu Furcht einflößenden entflohenem Häftling aus Frankreich: Rigaud (Andy Serkins). Ein Mörder!

Während die Dorrits schließlich rehabilitiert werden und auf Bildungsreise (Venedig. Oh welch herrliche Kulisse!) gehen, nimmt Arthur Clennams Schicksal eine dramatische Wendung. Die junge Dame in die er verliebt ist, heiratet einen anderen und Spekulationsgeschäfte bescheren ihm genau das Schicksal aus dem er die Dorrits befreit hat...
Beinah ehrfürchtig gebannt sitze man Folge für Folge vor dem Fernseher. Eine Soap Opera allererster Güte. Liebe, niemals schmalzig, Mord, Neid, Missgunst, ruinöse Spekulationsgeschäfte, zwielichtige Gestalten, farbenfrohe Einfältlinge, Halsabschneider allererster Güte, die sich zum Wohltäter wandeln - und dann das dustere Geheimnis um Arthur Clennam und "Little Dorrit". - Wie mag das wohl enden?

Die 14-teilige TV-Serie gibt es bislang nur als UK-Import (englische Sprache, MIT einblendbaren engl. Untertiteln) doch die Anschaffung lohnt. 452 Minuten Laufzeit und eine nette Auswahl an "Special Features" wo Hauptdarsteller, Kostümbildner, Drehbuchautoren (!) und Produzenten zu Wort kommen und ihre Passion für diese Mini-Serie offenbaren. - Ein richtig gelungener runder Abschluss, wie ich finde.
Charles Dickens hat "Little Dorrit" im Verlauf von 1855-1857 als Fortsetzungen veröffentlicht - jeweils mit Cliffhangern am Ende jeder Episode - gerade so, wie wir heute vom Fernsehen kennen. Ein grandioses Gesellschaftsdrama, das in dieser Umsetzung seinesgleichen sucht.
5 Sternchen für jeden einzelnen Schauspieler, die Drehbuchautoren, die Kostümbildner, Kulissenbastler, den Regisseur - ach, herrliche Kurzweil bei der man in eine Dickens-Welt abtaucht die man sich schöner nicht zurecht lesen hätte können.

Eine vollumfängliche Empfehlung übrigens auch für Leute denen es bei P&P oder North & South einen Tick zu romantisch zugeht. Das ist bei "Little Dorrit" eindeutig nicht der Fall.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön!, 21. Januar 2009
Von 
LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Ich hatte das Glück, diese BBC-garnichtmalso-Mini-Serie schon vorab als TV-Mitschnitt sehen zu können. Allerdings freue ich mich auch schon sehr auf die DVD und die dazugehörigen Untertitel, denn ich kann nicht behaupten, immer alle Figuren verstanden zu haben.

Matthew Macfadyen ist toll! Fand ich ihn in "Stolz und Vorurteil" noch blaß und viel zu weichlich, ist er hier einfach nur hinreißend. Und zu meiner ganz eigenen Freude kannte ich die Hauptdarstellerin Claire Foy und einen Nebendarsteller (Russel Tovey) ausnahmsweise mal nicht aus anderen Period Dramas, sondern aus "Beeing Human", dem Pilotfilm zu einer von der BBC bis jetzt leider noch nicht realisierten Horror/Fantasyserie. Erwähnte ich schon, daß die beiden auch ganz toll sind?

Aber nun zur Handlung: Mr Dorrit hat einen großen Teil seines Lebens im Schuldnergefängnis zugebracht, und mit ihm seine höchst unterschiedlichen Kinder. Amy wurde gar dort geboren. Zu Beginn des Filmes erhält sie eine Stellung im hinfälligen Haus der hinfälligen Mrs Clennam. Den gruseligen Butler und die verhuschte Haushälterin findet Amy leicht beängstigend, den frisch nach England zurückgekehrten Mr Clennam (MacFaddyen) aber ganz anziehend.
Arthur Clennam ist auf einer Mission: auf dem Sterbebett übergab ihm sein Vater eine Taschenuhr mit einer geheimnsivollen Nachricht darin, gab ihm gar noch eine rätselhafte Botschaft mit auf den Weg. Bei seiner Mutter, der frischgebackenen Witwe, stößt er jedoch auf Granit. Sie will das Geheimnis partout nicht preisgeben...

Bei dieser Art von BBC-Serie sieht sogar die finsterste Spelunke und die schmutzigste Sraße noch glamourös aus. Mal wieder hervorragend gemacht, bitte mehr davon!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll ausgestattetes Period Drama!, 4. Oktober 2009
Von 
margret hale (irgendwo zwischen Hamburg und München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Schaurig-schöne Schauplätze, bitterböse Schurken, sympathische, liebevoll gezeichnete und mehrdimensionale Charaktere sowie faszinierende Gutmenschen, die aber nie stereotyp wirken, ein extrem spannend gestalteter Plot, wunderschöne Musikkompositionen und eine grandiose Ausstattung machen das Betrachten dieses BBC-Minidramas zu einem rundum gelungenen unvergesslichen Erlebnis. Man kann sich hier vor Andrew Davies als Drehbuchautor nur verneigen.

Das durchweg grandios spielende Schauspielerensemble kann mehr als überzeugen, Matthew Macfadyen einmal mehr sein herausragendes Schauspielertalent beweisen, die Newcomerin Claire Foy gibt umwerfend ihr Debut.
Die melancholische Musik und die antik anmutende Gestaltung des Vospanns sorgen für eine außergewöhnlich sinnliche Stimmung.
Spannend, berührend, unterhaltend und das auf einem kaum zu übertreffenden Niveau. Little Dorrit ist jetzt schon meine Lieblings-Dickens-Verfilmung. Allen Period-Drama-Fans sowie allen hoffnungslosen Romantikern sei dieses Werk wärmstens ans HERZ gelegt. Bitte nicht versäumen!!!

Auch gut im englischen Original zu verstehen. Und falls man eine Passage nicht ganz verstanden hat, sind subtitles zuschaltbar.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend schön !, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Zugegeben, ich bin ein Fan von klassischen Period Dramas, und insbesondere die BBC Verfilmungen sind jedesmal wieder ein Genuß. Aber was mit dieser Serie geschaffen wurde, ist einfach atemberaubend. Von Anfang an taucht man in eine fast märchenhafte Welt ein, die von den Kulissen und den Kostümen keinen Wunsch offenlässt. Charles Dickens hat Figuren geschaffen, die bis in die kleinste Nebenfigur dramatisch, liebevoll und lebensecht erscheinen und die die kleinen - und großen - menschlichen Schwächen brilliant aufzeigen. Fast fühlt man sich als ein Teil dieser Gemeinschaft und kann am Ende gar nicht glauben, dass diese Geschichte auhört. Umgesetzt wurde die 14 teilige Serie mit ausnahmslos hochkarätigen Schauspielern. Hier sind die ganz Großen zum Zuge gekommen und vielen merkt man ihre jahrelange Theatererfahrung an. Claire Foy als Little Dorrit ist die perfekte Besetzung der Hauptrolle. Ihr sieht man ein Potential an, das wir sicher bald noch öfter bewundern dürfen. Matthew MacFadyen spielt gewohnt souverän, ist jedoch emotional meiner Meinung nach nicht zu vergleichen mit Russell Tovey, der den jungen John Chiverey spielt und herzzerreißend seine Gefühle für die junge Amy offenlegt. Einfach zum Weinen tragisch. Über jede einzelne Besetzung könnte hier ein Loblied gesungen werden, dies ist einfach eine Garde hochrangiger Akteure! Diese Verfilmung kann ich jedem mit ein wenig Englischkenntnissen nur nahelegen, die englischen Untertitel sind aber auf jeden Fall hilfreich, da die gesprochene Sprache nicht immer die Einfachste ist. Aber es lohnt sich in jedem Fall, wird doch hier mit Warmherzigkeit, Humor und manchmal bissiger Ironie ein Gesellschaftsbild gezeichnet, das durchaus einige Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigt. Man denke nur an die Bürokratie im Circumlocution Office, ein satirischer Begriff übrigens, der von Charles Dickens eingeführt wurde, um die Weitschweifigkeit der Bürokratie zu beschreiben, die sich mehr mit sich selbst als der Sache an sich beschäftigt. Unbedingt ansehen !!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Period Drama Klassiker, 14. März 2009
Von 
Doris (Hessen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Ja, der allgemeine Lobgesang ist schnell gesungen: Wie man recht gekonnt mehr als 1000 Seiten Charles Dickens auf den Punkt bringt, wird hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Funktionieren würde das Ganze aber nur bedingt ohne hervorragende Darsteller und da gibt es die nächsten Pluspunkte: Tom Courtenay als William Dorrit in Höchstform! Claire Foy - eine Newcomerin, von der man gewiss noch viel Gutes zu sehen bekommen wird, sie wird wahrscheinlich einmal eine ganz Große! Russell Tovey zum Niederknien! Ein Andy Serkis zum Fürchten und - ein Matthew Macfadyen, der es versteht, dem Gutmenschen Arthur Clennam (der ja im Prinzip eher sogar ein Langweiler ist) einen echt faszinierenden Charakterstempel aufzudrücken! Nicht umsonst gibt es für ihn für diese Leistung einen Nominierung zum RTS (Royal Television Society) Award und mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine BAFTA-Nominierung.
Aber - ich möchte auch ein paar negative Sachen anmerken: Andy Serkis als französischer Schurke in allen Ehren, aber sein Akzent war doch ein wenig unverständlich, leider.
Die Kulissen waren zu sehr als Kulissen auszumachen und - auch wenn Dickens im Allgemeinen sehr düstere Szenarien zeichnet - war dies ein wenig zu viel des Guten in vielen Filmszenen.
Das Make-Up/Maske empfand ich leider auch nicht immer als gelungen, insbesondere bei Arthur Clennam wirkte es oftmals zu "dick aufgetragen".
Doch das sind nur kleine Unebenheiten am Rande, die den Filmgenuß als solchen kaum stören.
Wer des Englischen halbwegs mächtig ist, sollte sich diese wundervolle BBC-Verfilmung keinesfalls entgehen lassen. Der Stoff, aus dem die Träume (und manchmal auch Albträume, bezogen auf die Film-Handlung!) sind!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht der Film, sondern Dickens schwächelt., 1. Januar 2011
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs] (DVD)
Amy Dorrit oder auch Little Dorrit genannt wurde im Schuldnergefängnis Marshalsea geboren und verbrachte dort ohne ihr Zutun das bisherige Leben. Um etwas Geld zu verdienen nimmt sie eine Stelle als Näherin bei Mrs. Clennam an. Doch diese ist alles andere, als für ihre Barmherzigkeit bekannt. Als ihr Sohn Arthur nach einer langen Asienreise zurückkehrt und Amy bei seiner Mutter arbeiten sieht, will er dem Grund dafür und das Geheimnis seiner Mutter herausfinden. Hat die Familie Clennam etwas mit dem Leid der Dorrits zutun?

Charles Dickens verfasste "Little Dorrit" als Episodenroman und so ist aus der BBC - Verfilmung eine 14-teilige Miniserie geworden. Die Schauspieler, Schauplätze und Kostüme sind in qualitativer BBC - Manier, also ist es eher die literarische Vorlage, die mich meckern lässt. Die Fülle an Charakteren, die angeblich etwas mit dem Geheimnis der Clennams und Dorrits zutun haben sollen, es aber tatsächlich nicht haben, ist einfach zu viel. Sie sind einfach nur Lückenfüller (z.Bsp die mehr oder weniger mysteriöse Ms. Wade und Herriet) und somit eher unwichtig, ja eher hinderlich für die Entwicklung der Geschichte. Dickens musste wohl sein Geld verdienen, indem er Seiten mit belanglosen Charakteren und deren Handlung füllte, um möglichst viele Episoden veröffentlichen zu können.
Alle scheinen etwas zu verbergen und so baut sich der eher lasche Spannungsbogen über 13 Folgen auf, um sich dann in den letzten 20 Minuten der 14. Folge zu entladen. Dabei werden aber tatsächlich die ganzen Geheimnisse, Lügen und Intrigen sämtlicher Protagonisten am Stück aufgedeckt, sodass man kaum Zeit zum Schlucken hat und die grauen Zellen erst recht nicht hinterherkommen. Am Ende versteht man die ganze Geschichte, doch sehr schnell, weil sie nicht wirklich kniffelig oder ausgefeilt ist.
Die Figuren der Familie Dorrit, wie Charles Dickens sie zeichnete sind alle, Amy ausgenommen, absolut egoistisch, einfältig und unsympathisch. Wenn Amys Geschwister und ihr Vater mit ihren Ansichten auffahren, was man in der feinen englischen Gesellschaft verlangt, ist einfach nur Fremdschämen angesagt, sodass man am liebsten im Kapitel vorspringen möchte.

Der wunderbare Matthew Macfadyen war ein Grund für den Kauf dieser DVD, doch ist seine Darstellung des Arthur Clennam eher blass und kraftlos. Die Chemie zu Claire Foy (Amy Dorrit) scheint auch nicht zu stimmen, sodass man sich am Ende fragt, warum die beiden eigentlich zusammen finden und heiraten.

Dann doch positiv an der Miniserie "Little Dorrit" ist, dass die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung in England in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufgezeigt werden. Auch die dunklen Schauplätze vermitteln eine authentische Atmosphäre. Die Spannung ist insoweit vorhanden, dass man doch schon wissen möchte, wie die Handlung sich weiterentwickelt und wie das unglaubliche Geheimnis sich gestaltete. Doch am Ende bleibt eine beachtliche Enttäuschung zurück. Vielleicht haben die bisher positiven Rezensionen meine Erwartungen einfach zu hoch geschraubt. Wirklich schade! ML
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starkes Handwerk bei dramaturgischer Drögheit und Schwächen, 28. Oktober 2012
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs] (DVD)
Die Mini-Serie der BBC aus dem Jahr 2009 besteht aus 14 Episoden, die erste und letzte mit ca. 1 Stunde Laufzeit, die anderen mit je ca. 30 Minuten. Sie beruht auf einem Werk von Charles Dickens, das als Fortsetzungsroman in 19 Staffeln zwischen 1855 und 1857 veröffentlich wurde und als Satire zu sozialen Missständen der Zeit, groteske Verhaltensformen der Oberschicht und politische Dummheiten konzipiert war.

Die umfangreiche, mit vielen Subplots versehene Handlung ist schwer zusammezufassen. Im Kern steht die Geschichte der Familie Dorrit, die zu Beginn seit Jahren in einem Schuldnergefängnis sitzt. Ihr Schicksal scheint mit dem der Familie Clennam verknüpft zu sein und zu Beginn der Serie kehrt Sohn Arthur nach Jahren mit seinem Vater in Indien nach dessen Tod zur hartherzigen Mutter zurück. Sein Vater hat ihm auf dem Totenbett Hinweise auf ein altes Familiengeheimnis gegeben und das verbindet sich Hinweisen, dass die junge Tochter der Dorrit-Familie von seiner Mutter als Näherin beschäftigt wird, um eine alte Schuld an der Familie ein wenig wettzumachen. Die Mutter weiß wohl um diese Geheimnisse, verschließt sich aber dem Sohn, der daraufhin versucht, sie selber zu ergründen. Im Laufe dessen macht die Familie Dorrt eine erstaunliche Entwicklung durch, die das zunächst gute Verhältns zu Artuher aber nicht unbedingt so belässt.

Um diese Geschichte spinnen sich eine Reihe von Subplots, die im ganzen fast mehr Zeit einnehmen als die Kerngeschichte. Es geht u.a. um eine junge Frau, in die Arthur verliebt ist, die sich aber für eine anderen, eine zwielichtige Figur entscheidet. Dann gibt es eine junge Frau mit dunkler Hautfarbe, die unter dem herablassenden Verhalten der Familie, die sie vermeintlich freundlich aufgenommen hat, leidet. Neben Liebes- und Famliendingen widmet sich Arthur auch dem Geschäft mit einem jungen Ingenieur, der eine interessante Erfindung vermarkten will. Schließlich gibt es einen zwielichtigen Geschäftsmann, der nach außen den christlichen Wohltäter gibt, aber eigentlich eine menschenverachtende Drecksau ist und einen französischen Frauenmörder, der auch irgendwie mit der Gesamtgeschichte zu tun hat.

Die Serie ist technisch und handwerklich auf dem üblichen, sehr hohen BBC-Niveau. Kulisse und Kostüme sind erstklassig und produzieren mit guter Kamera und Licht starke und schöne Bilder, die jedem Liebhaber des Genre Freude bereiten. Die schauspielerischen Leistungen sind technisch durchgängig auf sehr hohem Niveau und die Breite und Ausgeglichtenheit, in der hochwertige Darsteller versammelt sind und selbst kleinere Nebenrollen hochkarätig besetzt sind, ist beeindruckend.

Die Wirkung dieses für sich tollen Schauspiels war aber für mich schon dadurch eingeschränkt, dass die Akteure Dinge verkörpern sollten, die dramaturgisch nicht passen und auch wenn sie das toll machen, kann es trotzdem nicht gefallen (in den letzte Folgen hatte ich zuweilen auch den Eindruck, dass sie das zunehmend selber merken und etwas genervt und gelangweilt versuchen, die Sache hinter sich zu bringen). Es stehen zuviele Szenen für sich, sind dramaturgisch isoliert, nur aus sich heraus inszeniert, ohne Zusammenhang zum großen Ganzen und dann für sich oft zu 'overacted', ins leicht klischeehafte oder karikaturhafte gehend. Das letzte wäre eigentlich passend, wenn es denn ein durchgehendes Konzept wäre. Dass es das nicht ist, ist m.E. das Hauptproblem der Serie.

Die literarische Vorlage hat satirischen Charakter. Das kommt in der Serie auch in vielen Szenen deutlich zum Vorschein, ganz grundlegend in grotesken Handlungsanlagen wie der seit Jahren im Schuldgefängnis lebenden Familie und ihrer schnelleren späten Entwicklung oder der Figur des französischen Frauenmörders, aber auch in einigen - für sich sehr gut gemachten - Szenen des kafkaesken "Circumlocution Office". Das wird aber gestellt neben viele Szenen und einen ebenfalls durchlaufenden Charakter des nicht-satirischen Perioddramas mit den bekannten Sujets der schwierigen und oft ein wenig unglücklichen Liebe, den Konflikten zwischen den Klassen, den Brüchen innerhalb der Adesgesellschaft und dem Mutterwitz der Arbeiterklasse. Das passt in der Ausstrahlung nicht zusammen und ganz formal schon nicht in den Längen. Sehr lang gezogene klassische Szenen (in der manche Ansichten der Figuren auch zu oft wiederholt werden) stehen neben flott und flink erzählten satirischen.

Ich räume ein, ich habe das Buch nicht gelesen, sondern seinen Charakter als Satire nur Berichten darüber unternommen, da aber der Bruch zwischen satirischen und dramatischen Elementen auch in der Serie selber deutlich wird und auch, dass die eher dramtischen unpassend wirken, wage ich zu behaupten, dass in der mangelnden Realisierung dieser satirischen Anlage ein zentrales Problem der Produktion wirkt.

Ein eher formales, aber durchaus störendes Manko ist die Kürze der meisten Episoden von ca. 30 Minuten mit immer einem Cliffhanger am Ende einer Episode. Das wirkt doch etwas brachial und gibt - in Kombination mit den zuweilen überzeichneten Figuren - dem Ganzen einen gewissen Soap-Charakter, der stört und nicht passend erscheint.

Fazit: Man könnte ob des starken Handwerks auch vier Sterne rechtfertigen, aber ich greife zu drei, weil mich die Produktion über weite Teile gelangweilt hat. Ich habe mich ständig gefragt: Was wollt Ihr hier eigentlich ausdrücken? Was soll das Ganze? Gepaart mit den puren erzählerischen Längen führt das dazu, dass ich die Produktion nicht als gelungen bezeichnen kann. Schöne Bilder sind was tolles und man kann sie genießen. Sie reichen aber für mich nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese DVD lohnt sich!, 29. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs] (DVD)
Ich bin durch Zufall auf diese DVD gestoßen. Als ein großer Matthew Macfadyen-Fan und Liebhaber der BBC-Verfilmungen dachte ich, sie sei einen Versuch wert, auch wenn ich die Geschichte bis dato gar nicht kannte.
Wer North & South oder Price & Prejudice mag, wird auch diese kleine Staffel lieben!

Ich habe vorher noch nichts von Charles Dickens gelesen oder gesehen und war erstaunt, wie packend diese Geschichte ist! Ich habe mitgefiebert und mit Arthur und Amy gelitten. Claire Foy spielt die Amy hinreißend, Matthew ist als Arthur Clenham wie immer zum niederknien und Russell Tovey spielt den unglücklich verliebten John Chiverey mit so viel Herzblut, dass man direkt mitweinen möchte.

Kurzum: Eine großartige Verfilmung, die bis ins Detail toll umgesetzt ist. Selbst die Nebenrollen sind perfekt besetzt und die ganze Erzählung rund um gelungen.

Diese DVD kann ich nur wärmstens ans Herz legen. Ich werde sie sicher noch öfter sehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Verfilmung mit exzellenten Schauspielern, 28. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Diese BBC-Verfilmung nach der Romanvorlage von Charles Dickens ist durchaus sehenswert. Auch wenn man die 16 Episoden Umfassende TV-Adaption nicht unbedingt als "mini" bezeichnen würde, ermöglicht sie es, den Romanstoff ohne gravierende Lücken zu vermitteln.
Das Screenplay wurde von Andrew Davies geschrieben, der auch schon in den BBC-Verfilmungen von "Stolz und Vorurteil" (1995, mit Colin Firth und Jennifer Ehle) und "Sinn und Sinnlichkeit" (2008) seine Liebe zum Detail bewies.
Die Handlung wird in dieser Verfilmung sehr gut dargestellt, alle Charaktere haben gewisse Eigenarten, die ihnen Charme verleihen. Nicht nur die beiden Hauptcharaktere Amy und Arthur, dargestellt von Claire Foy und Matthew Macfadyen (bekannt aus "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley), sind unglaublich liebenswert - auch Nebenrollen wie Rigaut/Blandoir vermitteln sowohl Charme als auch Humor. In dieser Rolle glänzt Andy Serkis (Gollum), welcher in der englischen Fassung brilliant einen französischen Akzent spricht...

Ganz und gar empfehlenswert - meiner Meinung nach.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellente BBC Verfilmung, 5. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Little Dorrit [4 DVDs] [UK Import] (DVD)
Wie schon fast nicht anders zu erwarten, wieder eine hervorragende,ziemlich lange Miniserie. Andrew Davies hat wie so oft das Drehbuch geschrieben und wie so oft ganz wunderbar. Die Charaktere sind schillernd und sehr gut gespielt. Ein Muß für alle BBC Fans.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa7d6f420)

Dieses Produkt

Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs]
Charles Dickens' Little Dorrit [4 DVDs] von Adam Smith (DVD - 2010)
EUR 29,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen