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Kundenrezensionen

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am 4. August 2010
ich glaube es war vorgestern, als ich bei amazon nach sachen von band-of-horses gestöbert habe. was mir bei amazon wirklich sehr gut gefällt sind die musikvorschläge, die zum angezeigten album gleichzeitig erscheinen. beim durchzappen stand da auf einmal mumford & sons - eine bis dato mir unbekannte band mit ziemlich vielen rezensionen. tja, dann habe ich mich entschlossen, mir die band genauer anzuschauen. meistens lese ich mir die produktbeschreibungen durch, um mir ein bild von dem künstler machen zu können. naja, da stand sowas wie: banjo, 60'er jahre, eine gute alternative zum brit-pop und das die jungs mittezwanziger sind. skepsis machte sich breit. und banjo ist überhaupt nicht mein ding. aber da waren noch die vielen rezensionen zu einem album von gerademal letztem jahr. ich habe mir die objektivsten durchgelesen und mich dann spontan entschieden es zu kaufen. wie gesagt - das war vorgestern. mittlerweile läuft das album, bis auf die 5 stunden schlaf die ich mir gönne, auf rotation.
um es kurz zu machen: ich möcht mir nicht anmaßen für eine solch talentierte band eine "schublade" zu finden oder jedes lied einzeln zu analysieren. für mich eine musikalische offenbarung und eine neue perle in meinem schrank. unglaublich!

ach noch was, seit vorgestern liebe ich banjo...
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am 29. September 2010
~
Solche Musik wächst nicht in einem Studio. Ganz im Gegenteil, klingt diese Scheibe viel mehr so, als hätte man die vier Jungs nur mit allergrößter Mühe einfangen können und in ein Studio sperren müssen.
Aber es war nötig, diese herrliche erdige, immer Mal besinnliche, aber viel öfter stolz und temperamentvoll ausbrechende Musik irgendwie festzuhalten.
Markus Dravs der vorher beispielsweise mit Arcade Fire und Björk zusammengearbeitet hatte, war vom sprühenden Temperament und Talent der vier überzeugt und hatte sich dieser Aufgabe angenommen. Er organisierte ihren Tagesablauf und steckte sie vier Wochen lang mit neuen ordentlichen Instrumenten in das legendäre Eastcote Studio, wo auch schon Brian Eno, die Arctic Monkeys oder die Tindersticks aufgenommen hatten. Jedoch sollten sie nicht geformt werden, sondern ihre eigene Identität nur noch stärker entwickeln. Sie sagten später selbst darüber, dass er sie so zu noch bewegenderen Momenten brachte.
Und so hört sich die Musik auch an. Jederzeit ist pure Begeisterung zu spüren. In den ruhigen Momenten, die häufiger in der ersten Hälfte der Songs zu finden sind und ebenso in den Momenten, in denen die Leidenschaft nur so aus ihnen herausbricht. Marcus Mumfords rauhe aber ursympathische Stimme, kommt aus vollem Hals, authentisch ohne Schnörkel und mitreißend. Dass er dazu noch souverän Gitarre Schlagzeug und Percussion bedient, konnte er schon eindrucksvoll als Begleiter von Laura Marling beweisen. Schon dort war offensichtlich, dass diese sehenswerte One Man Show, der jedoch irgendwie noch ein Rohdiamant war, aus dem Hintergrund hervortreten muss. Mit seinen Freunden Country Winston (Banjo, Dobro), Ben Lovett (Keyboard) und Ted Dwane (Bass) ist ihm dies mit zwölf schönen, oft sehr melodischen, teilweise fast hymnischen Stücken sehr gut gelungen.

Mumford & Sons sind also keine Familie auf dem Papier, aber Verbrüderte im Herzen und so ist dieser altmodische Name Programm. Ihre Musik klingt gleichzeitig altmodisch nach Country, Bluegrass und Folk sowie frisch und unverbraucht nach ... ja wonach. Jetzt wird es schwierig, das genauer zu beschreiben ... ja sie schaffen es, dass diese scheinbar wertkonservative Melange luftig, leicht und irgendwie modern klingt.
Auch der Geist wird so klassisch romantisch wie zeitlos bedient. Das Auftaktlied um ein Zitat aus Shakespeares "Viel Lärm um nichts" legt die inhaltliche Marschrichtung der vier feurigen Romantiker bereits anschaulich dar:
"Love it will not betray, dismay or enslave you / It will set you free / Be more like the man, you were made to be."

Die Aufnahme ist sehr direkt und klanglich neutral, könnte aber die einzelnen Instrumente transparenter zur Geltung bringen. Wenn alle zusammen ihr bestes geben, dann klingt das manchmal schon etwas massiv.
Schöne Scheibe, die aus dem Massenmarkt sehr deutlich und erfreulich heraussticht und vier absolute Enthusiasten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung präsentiert. Songwriterisch mag noch Entwicklungspotential vorhanden sein, musikalisch ist "Sigh No More" bereits über alle Zweifel erhaben.
Als Vinylschallplatte ist das ganze nochmal so schön, eine saubere Pressung auf schwerer Scheibe und die Texte sind auf die Innenhülle gedruckt. Ich meine sie klingt besser als die CD, aber die habe ich nur im Laden mit immerhin guten Kopfhörern gehört, so dass der Vergleich täuschen mag.
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am 21. November 2009
Sigh no more? Also es dauerte nur ein paar Minuten um dieser Musik zu lauschen, dann war klar dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Diese britische Band um Marcus Mumford ist eine der besten ,amerikanischen' Folkplatten der letzten Jahre. Schon im ersten Stück, dem Titelsong, wird mehrstimmig in bester Crosby, Stills und Nash Manier ein Fest von hymnischen Melodien eingeläutet. Besonders prägend in den Songs der Band ist das Banjo. Da wird geschrammelt bis zum Abwinken. Lieder wie das wunderbare ,the cave' beginnen immer sehr langsam und enden in immer wiederholten Refrains die man voll Begeisterung mitsingt. Auch Lieder wie ,winter winds' oder ,white blank page' sind geniale Folksongs die einem sofort im Ohr hängen bleiben. Trotzdem hört man sich nicht satt. Die Lieder sind neben der Stimme vom Marcus Mumford und dem fast immer in der Liedmitte, von Winston Marshall, gespielten Banjo durch Akustikgitarren und einen perfekt gezupften Kontrabass gekennzeichnet. Bei den fantastischen Balladen ,timshel' und ,after the storm' darf der Bassist dann mal in die Pause gehen. Es gibt durchweg nur musikalische Höhepunkte auf dieser CD, die Krönung dieser Höhepunkte ist dann allerdings ,little lion man'. Wenn der Refrain immer und immer wieder gesungen wird kann man einfach nicht mehr still sitzen. Dies könnte einer der Songs werden, der jede eingeschlafene Party wieder zum Leben erwecken könnte. Unmöglich diesen Song nicht zu lieben.
Bleibt festzuhalten, dass ,Sigh no more' das beste Folk-Album 2009 ist!

Sigh no more? Doch sicher, seufz, ach kann das Leben schön sein!
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am 28. März 2011
Aufmerksam wurde ich auf Mumford & Sons durch das wunderschöne "After the Storm", welches gegen Ende der 1. Folge der 2. Staffel von "Stargate Universe" erklang, die vor kurzem zum ersten Mal im deutschen Free TV ausgestrahlt wurde. Für mich war sofort klar, dass ich wissen muss, wer das singt. Beim Probehören des Albums dann - ach ja "The Cave" kennt man ja bereits aus einem Musikvideo. Die anderen klangen auch vielversprechend - also her mit dem Album und ich habe es definitiv nicht bereut!

Los geht es mit einer wunderschönen Harmonie an Männerstimmen in "Sigh No More", danach kommt gleich besagtes "The Cave" und ein gutes Stück nach dem anderen. Wobei die ersten Songs noch die deutlich fröhlicheren sind. Das Album legt vor allem im letzten Drittel deutlich an Intensität und Dramatik zu (z.B. "Thistle & Weeds"), was in einem Wahnsinns-Crescendo beim vorletzten Stück "Dust Bowl Dance" gipfelt. Und am Schluss schließlich das ruhigere "After the Storm" - nach dem Sturm, irgendwie passend im wahrsten Sinne des Wortes.

P. S. Jetzt noch ein Tipp an alle, die wie ich auf etwas raue und trotzdem gefühlvolle Männerstimmen stehen, welche eindringlich, gerne leicht dramatisch, manchmal etwas "leidend" singen: Von Mumford & Sons gibt es ja leider erst ein reguläres Album (ich hoffe, es folgen noch viele weitere gute) - schaut euch auch mal um beim bestehenden Repertoire von Damien Rice, Ryan Adams (aber bitte ja nicht das letzte III/IV, das nur aus Outtakes besteht, sondern die Vorgängeralben), Two Gallants sowie Bright Eyes (Conor Oberst), wobei letzterer zwar keine so raue Stimme hat, dafür aber an Dramatik sicher auch mithalten kann.
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am 15. Juni 2010
Den Tag, an dem ich um 2 Uhr nachts nochmal den Fernseher eingeschaltet und zufällig auf MTV "Mumford & Sons - The Cave" gehört habe, sollte ich eigentlich als persönlichen Feiertag einführen - denn sonst hätte ich dieses Album wohl nie gekauft bzw. hätte die Band nicht mal gekannt.
Doch glücklicherweise kam es so und ich wurde sofort von der Musik vereinnahmt! :-)

CD-Review:
Ich bin zwar noch kein großer Folk-Insider, doch die Musik hat es mir schon lange angetan. Eine CD, wie es "Sigh No More" eine ist, ist mir noch nie in die Finger geraten.
Bereits der erste Titel "Sigh No More" nimmt nach anfänglichem melodischem Teil, hinten raus nochmal richtig Fahrt auf. "The Cave" ist DER SONG zum mitträllern - jedesmal singe/gröhle ich lautstark im Auto mit, denn hier bleibt einem gar nichts anderes übrig. Im nächsten Song "Winter winds" kommt verstärkt das Banjo zum Zug - passt spitze zu der Trompete (hoffe es ist eine :-). "Roll Away Your Stone" gibt richtig Gas und das Zusammenspiel zwischen Gitarre und Piano ist eine perfekte Mischung. So nun mein Geheimtipp: "White Blank Page" - besonders der Text hat sehr viel Sentimales in sich. Ein toller Song !!! "I Gave You All" schließt sich nahtlos an und erzeugt mit dem sanften Gitarren-Sound eine sehr schöne Stimmung, hat aber auch etwas trauriges an sich. Tja, der "kleine Löwen-Man" bzw. "Little Lion Man" bringt wieder Schwung auf die Disc, Vorsicht - Ohrwurm-Gefahr !! :-) "Timshel" - wunderbar melodisch und mit geringem Tempo, aber trotzdem sehr kraft- und ausdrucksstark - Anspieltipp ! "Thistle & Weeds" hebt sich etwas ab von den anderen Songs, was für mich Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war, aber mit der Zeit gefällt mir das Lieder immer besser. Ähnlich wie "Sign No More" beginnt der zehnte Titel "Awake My Soul" ruhig, ehe er ab der Mitte Temp aufnimmt. "Dust Bowl Dance" bringt den Drummer in den Vordergrund, toller Schlagzeuger kann ich da nur sagen. Den Abschluss der CD bildet "After the storm". Ein wirklich absolut würdiger Song für den letzten Titel der Scheibe. Sentimental von der ersten bis zur letzten Sekunde, aber er geht unter die Haut und hat textlich auch sehr schöne Passagen (Auszug: "And there will come a time, you'll see, with no more tears. And love will not break your heart, but dismiss your fears. Get over your hill and see what you find there, With grace in your heart and flowers in your hair.")

FAZIT:
KAUFEN - KAUFEN - KAUFEN !!!
Ich hör die CD jetzt seit 4 Wochen jedesmal, wenn ich in die Arbeite bzw. nach Hause fahre (30 Minuten) und ich kann mich nicht satt hören. Ich hoffe, wir werden noch viel von Mumford & Sons hören, denn diese Band ist ein absolut aufgehender Stern in der Folk-Szene.
Ich kann nur jedem Folk-Liebhaber raten - kauft diese CD und unterstützt diese Art von handgemachter Musik !!!
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am 6. November 2010
Dieses Album ist einfach klasse. Jedes Stück auf diesem Album ist nicht nur hörenswert sondern richtig gut. Ich finde ganz selten Alben, über die sich das behaupten lässt. Reinhören und, wenn man den Musikstil mag, kaufen.

Die Musik von Munmford & Sons hat ihre Wurzeln in der amerikanischen Folkmusik (siehe Instrumentierung), kommt aber in modernem Gewand daher, mit neuen Melodien und ausgeklügelten Arrangements. Das geht vom Klang her ein bisschen in Richtung Coldplay, aber eben mit ganz anderen Melodien, Instrumenten und Songs. Da ist nichts altbacken oder piefig, das kommt richtig frisch und kraftvoll. Dabei finde ich den Sänger gut aber nicht überragend, das ganze lebt von der Gesamtkompostion, und das ist eine Stärke von Mumford & Sons. Das Album umfasst zur einen Hälfte eher balladeske Songs zur andern Hälfte Midtempo. Dabei ist in etlichen Songs der Übergang fließend, auf ruhige Passagen folgt überraschend ein Tempowechsel. Das macht die Lieder interessant. Kein Song auf dem Album fällt ab, ich finde es durchgängig stark. Texte wie Musik sind wirklich originell. Für mich eines der besten Alben, das ich in diesem Jahr gekauft habe.

Meine laienhaften Beschreibungen der Musik bitte ich mir nachzusehen, ich bin leider nur Hörer, kein Fachmann.
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Dies war die allererste CD, die ich mir aufgrund einer amazon-Kaufempfehlung (nach einigen Hörkostproben-Durchgängen freilich) zugelegt habe! Und: Die Scheibe war ein Glücksgriff!

Vermutlich wäre ich (wieder einmal) erst Jahre später auf diese CD gestoßen, um festzustellen, welch "Klassiker" mir jahrelang vorenthalten geblieben ist. Diesmal ist das anders: Zeitgerecht habe ich zugegriffen und wurde belohnt mit Songs, die sich entspannt wie Im-kühlen-Gras-an-einem-lauen-Sommerabend-Liegen anfühlen! Manchmal aber ist auch richtig Schwung dahinter - emotionale Aufs und Abs also, schön abwechslungsreich und nie nervtötend...

Allerdings, und ich möchte mich hier mit niemandem verfeinden, ist SIGH NO MORE gleichzeitig auch nicht das Über-Drüber-Mörderalbum des Jahres! Da kann ich offengestanden nicht 100%ig zustimmen!!
Beispielsweise finde ich THE SUBURBS (Arcade Fire) oder auch MY OLD VALENTINE (Nic D. Kelly) mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar besser als SIGH NO MORE...

Fazit: Insgesamt ist es natürlich eine tolle Platte, die Folk-Rock (endlich) wieder einmal in den Vordergrund des Musikindustrie-Interesses gerückt hat - ohne, dass sich ein Bob Dylan hätte ein neues Projekt aus dem Ärmel schütteln müssen!

ZUFRIEDENSTELLEND! Ob's auch das Zeug zum echten Klassiker hat, wage ich vorerst einmal anzuzweifeln - aber warten wir's ab und erfreuen uns am eben Geschaffenen!

Nochmal in aller Kürze: Folk-Pop-Rock für die Massen, aber mit allen nötigen Ecken und Kanten, die gute Folk-Musik eben braucht. Eine durchaus gelungene Gratwanderung zwischen Mainstream und amerikanischer Volksmusik.

4-5 STERNE würde ich sagen...
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am 26. März 2010
Ich habe mir dieses Album auf Empfehlung des Amazon Top Rezensenten Thomas Knackstedt zugelegt.
Erste Frage: War die Investition lohnend?
Gegenfrage: Kann man Glück kaufen?
Antwort: Ja, man kann!
Und damit ist bereits der Titel meiner Rezension erklärt. Es ist wirklich schwer bei der Bewertung des Albums sachlich zu bleiben.
Nach dem ersten Durchhören war ich so begeistert, dass ich sofort eine Rezension hinterlassen wollte. Dann aber dachte ich mir, dabei kann eigentlich nur wertloses, von Begeisterung überquellendes Geschwalle herauskommen.
Nun habe ich das Album geschätzte 50 Mal in den verschiedensten Hörsituationen gespielt und die Voraussetzungen haben sich dadurch nicht verändert. Aber nach häufigem Hören ist die Tatsache derartiger Begeisterung schon eine Aussage für sich.
Von meiner vielleicht weniger interessanten Gefühlslage zur Musik.
Vergleiche werden von vielen Hörern, Kritikern und Musikern selten geliebt. Wenn man sie jedoch nicht fürchten muss und ohnehin kein Vergleich der Sache gerecht wird, dann können sie auch hilfreich sein. Beides trifft auf Mumford & Sons zu. Deshalb sei mir die Wiedergabe meines ersten Gedanke nach dem ersten Hören gestattet: Klingt irgendwie wie eine Jam Session von Dave Matthews als Sänger mit den Chieftains, die immer für ein Crossover zu haben sind und den Editors, die den zuweilen fetten Sound beisteuern. Bei dem einen oder anderen Titel gibt es dann noch eine Beilage von Calexico-Musik und Arcade Fire Orgel.
Das bringt meine Meinung zum Ausdruck, dass die Nennung eines Genres der Musik nicht gerecht werden kann. Denn ich habe den Eindruck, Mumford & Sons haben sich und ihre Musik von allem befruchten lassen, was ihnen gefällt und herausgekommen ist: Mumford & Sons Musik.
Zum Anfreunden mit dem Album empfehle ich zuerst "Little Lion Man" anzuspielen in dem unter anderen Titeln das Banjo auftaucht, das manchem wohl zu der Assoziation mit Country Musik veranlasst. Ebenfalls spontanes Gefallen fanden bei mir "Sigh no more" das nach eher ruhiger Hälfte nach hinten raus richtig abgeht und "The Cave" mit dem es sich ähnlich verhält.
Zu meinem persönlichen Favoriten nach häufigerem Anhören hat sich "Dust Bowl Dance" entwickelt. Ein song voll Schmerz, Trauer und Wut mit poetischem Text. Mir ist beim Lesen von Texten englischpsrachiger Songs aufgefallen, dass sie nicht selten recht platt wirken. Das würde ich von den Texten von Mumford & Sons nicht sagen. Also auch dafür: Daumen hoch.
Fazit: Noch bin ich verliebt in das Album, aber es besteht große Hoffnung, dass daraus Liebe wird. Soll heißen: mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich auch beim Anhören in ein paar Jahren die Begeisterung spüren, die ich heute spüre.
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am 8. Februar 2010
Kurzum: Es ist es wert es sich zu kaufen!
Es passt so ziemlich alles. Auch textlich gesehen ist es einfach genial. Und ich hätte nie gedacht, dass ein Banjo mich so sehr verzaubern könnte.
Aber das ist eben nicht allein. Die drei Typen dieser Band machen einen tierischen Sound und die Stimme des Sängers ist wirklich toll. (Im übrigen eine Empfehlung für aller die schöne Männer sehen wollen: Guckt euch Herrn Mumford an!)
Ich höre die letzten drei Tage nichts anderes und das wird Euch genauso gehen.
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Alle Welt lobte "Sigh No More" im Herbst vergangenen Jahres. Na gut, nicht alle Welt, pitchforkmedia.com gab zum Beispiel 2.1 von 10 Punkten. Aber die mögen ja auch nur abgefahrene Musik, so was handgemachtes ist denen ja zuwider. Aber die, die handgemachte Musik mögen, die fanden "Sigh No More" richtig gut. Also hätte das ja auch was für mich sein müssen. Aber beim Reinhören habe ich da gar keinen Zugang bekommen. Nichts. Nada. Niente.
Und dann? Platte des Jahres bei irgendeiner Internet-Musik-Seite (plattentests.de? helga-rockt.de? ich weiß nicht mehr). Blindkauf. Und stürmisch verliebt in die Platte. Ich bezweifle zwar ganz stark, dass die Band um Marcus Mumford die Lieder exakt so geschrieben hat oder ob diese Arrangements nicht doch eher auf das Konto von Produzent Markus Dravs gehen. Denn all die eingestreuten Celli, Trompeten, Flügelhörner, Posaunen, Geigen und Bratschen und was da sonst noch so zu hören ist, das kann man unmöglich auf einem Debütalbum erwarten und dann auch noch glauben, das stamme tatsächlich nur aus den Köpfen eines Quartetts.
Aber wie dem auch sei: Die Arrangements, von wem auch immer erdacht, sind einfach großartig und machen aus guten sehr gute Songs. Die Dynamik ist einmalig und so auf "modernen" Produktionen, wo alles einfach nur laut sein muss, kaum noch zu finden. Aber die können auch leise. Man nehme nur "The Cave": Ruhiger Song, nur im Refrain wird's deftig. Der Song steigert sich immer weiter. Und wenn da kurz vor Schluss aus dem ganzen Orchester plötzlich diese eine Trompeten-Melodie heraussticht, dann ist das so majestätisch, wie eine Trompete nur klingen kann. Und wenn in "Roll Away Your Stone" und besonders in "Little Lion Man" ein Banjo bis zur Ekstase gespielt wird, dann ist das ganz groß.
Gut, "Thistle & Weeds" ist dann vielleicht etwas beliebig und bei "Dust Bowl Dance" wollte die Band unbedingt rocken, was dann musikalisch eher geht so ist und das der Gesangspart von Michael Mumford sich auf mindestens drei Liedern beinahe gleich anhört: geschenkt. Mumford & Sons machen auf diesem perfekt produzierten Stück Folk-Pop so gut wie alles richtig, reißen richtig mit - und haben mindestens drei Songs für die Ewigkeit geschrieben.
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