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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Hordes of Chaos" - das Brettspiel, 19. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Man muss mit Warhammer gar nicht mal vertraut sein, um einen schnellen Einstieg in das thematisch dichte Spiel zu bekommen. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines bösartigen Chaosgotts, der versucht, die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Das sind Khorne, der kriegslüsterne Blutgott, Nurgle, widerwärtiger Gott von Pestilenz und Krankheit, Tzeentch, undurchsichtiger Herr des Wandels und Slaneesh, der Fürst der Lust und Schmerzen. Man sieht schon, hier ist nichts mit verniedlichter Wischi-Waschi-Bösartigkeit, wie sie etwa "Dungeon Lords" praktiziert. Für "Chaos in der Alten Welt" muss man das absolute Böse in sich frei lassen ... na ja, nicht ganz, aber Freude am Ärgern und Stänkern hilft ungemein.

In einer Partie versucht jeder der Chaosgötter entweder 50 Punkte zu erlangen oder das eigene Bedrohungsrad bis zum Anschlag zu drehen. Dafür haben die Götter einen Satz Plastikfiguren zur Verfügung, die ihre Untergebenen darstellen, und einen Stapel Chaoskarten. In einer Runde hat jeder Spieler eine bestimmte Anzahl Machtpunkte zur Verfügung, die er benutzen kann, um Karten und Figuren auf die neun Regionen des wundervoll gestalteten Spielbretts zu beschwören. Die Figuren sind Kultisten, Krieger und ein Großer Dämon. Während erstere dafür gedacht sind, die Regionen des Spielplans langsam aber sicher in den Ruin zu stürzen, führen die anderen Figuren über ein einfaches Kampfsystem Krieg. Die Würze wird jedoch durch die Chaoskarten eingeführt, die viele verschiedene Effekte haben können, die sich von Gott zu Gott grundlegend unterscheiden. Denn "Chaos in der Alten Welt" ist asymmetrisch aufgebaut, das heißt, dass die Götter zwar nach denselben Regeln spielen, aber völlig unterschiedliche Ziele und Möglichkeiten haben. Khorne etwa überzieht die anderen Spieler mit Krieg und versucht, möglichst viele ihrer Figuren zu vernichten, weil das sein Bedrohungsrad immer weiter Richtung Sieg dreht. Nurgle dagegen setzt auf Masse, beherrscht und verheert Regionen, um darüber viele Siegpunkte zu generieren. Tzeentch hat sehr gute Karten, die ihn zu einem flexiblen und wandlungsfähigen Gegner machen. Und Slaneesh intrigiert, umgarnt Adlige, scheut den Kampf und übernimmt feindliche Figuren.

Das Ärgerpotential, das sich daraus ergibt, ist enorm. Khorne zieht Krieger in eine Region mit Slaneesh, dieser spielt eine Karte, die den Kampf diese Runde einfach verhindert. Dann spielt Tzeentch eine Karte, die diesen Effekt wieder aufhebt, woraufhin Khorne sich freut, doch Slaneesh rennt einfach weg - eine ganz normale Spielrunde in "Chaos in der Alten Welt". Cleveres Taktieren ist dabei jedoch Pflicht, vor allem, wenn man über die möglichen Karteneffekte der anderen Spieler Bescheid weiß. Man muss zum Spielen von "Chaos in der Alten Welt" daher gar nicht von sich aus ein schlechter Mensch sein - wenn der Gegner mal wieder alle Pläne zunichte macht oder die Würfel einfach nicht mitspielen, wird man ganz automatisch furchtbar böse. Aber das Ärgern anderer und das Sich-Ärgern gehören zu "Chaos" einfach dazu, genau darin liegt ja auch der Spaß.

Abwechslung wird einerseits durch die immer neuen Situationen in einer Partie geschaffen, andererseits durch den Alte Welt-Kartenstapel, der jede Runde neue Effekte herbeizaubert, etwa eine Ausbreitung der Rattenmenschen in der Alten Welt oder die Entdeckung des Grals, die den Chaosgöttern schwer zusetzt. Nach einer bestimmten Anzahl Runden gewinnt sogar das Spiel, sollte bis dahin kein Chaosgott siegreich gewesen sein - die drei oder vier Spieler müssen sich dafür aber schon ziemlich blöd anstellen. Mit drei Teilnehmern verschieben sich die Verhältnisse auf dem Brett ein wenig, da die Fähigkeiten und Karten einer Chaosmacht fehlen, aber auch so ist "Chaos" noch sehr gut spielbar. Zu viert ist das Spiel jedoch eine regelrechte Offenbarung. Noch kaum ein Titel mit asymmetrischer Spielaufstellung hat bisher eine so gute Balance der verschiedenen Mächte hinbekommen. Anfängern mag es vielleicht noch so scheinen, als wäre Khorne mit seiner leichten Voraussetzung für das Drehen des Bedrohungsrades im Vorteil. Doch sobald die anderen Spieler lernen, darauf zu reagieren, muss auch der Blutgott sich ziemlich sputen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Gen Ende der Partie hat man fast immer das Gefühl, dass jede Partei, die sauber gespielt hat und keinem übermäßigen Pech unterlag, den Sieg hätte davon tragen können - so bleibt es meistens bis zum Schluss spannend. Der einzige Dämpfer sind Partien, in denen Khorne in der letzten Runde so kurz vor dem Sieg steht, dass die anderen Spieler eigentlich keine Chance mehr haben.

Wenn man Spiele mag, in denen man sich gegenseitig allerhand kaputt machen kann, macht "Chaos in der Alten Welt" de facto nichts falsch. Die ansehnliche Papp- und Plastikausstattung des Spiels suggeriert zwar eine Spieldauer von vier Stunden, eine Partie tendiert jedoch um die 120 Minuten. Das Schlachten mit Würfeln nimmt gegenüber dem cleveren Platzieren von Figuren und Karten einen geringen Stellenwert ein, kann den Ausgang des Spiels jedoch maßgeblich mit entscheiden. Wer seine mühsam geschmiedeten Pläne nicht zerstört sehen will, ist hier also vielleicht an der falschen Adresse. Wer die richtige Prise Chaos in seinem Strategiespiel attraktiv findet, der bekommt mit "Chaos in der Alten Welt" ein herrlich brachiales Brettspiel-Moshpit serviert.
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auszug aus SpieLama: Chaos in der alten Welt, 13. Mai 2010
Von 
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Länge:: 6:12 Minuten

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Götter müssen chaotisch sein, 25. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Die vier klassischen Götter aus dem Warhammer Universum versuchen, die Alte Welt unter sich aufzuteilen. Dabei sind ihnen alle Mittel recht und auf die anderen Kreaturen dieser Welt wird sowieso keine Rücksicht genommen. In dieser deutschen Übersetzung des Originalspiels "Chaos in the Old World" übernehmt ihr die Rolle eines dieser Götter.

Die fraglichen vier Götter sind: Khorne, der Blutgott, ist für jede Art von Gewalt zu haben; Nurgle, der Gott der Seuchen, mag es gerne korrupt und verbreitet Krankheiten; Tzeentch, der Veränderer, mischt sich gerne überall ein und verwendet Magie; Slaanesh, der Gott der Freuden und des Schmerzes, verführt alles, was ihm so über den Weg läuft. Auch wenn jetzt manche von ihnen nicht einen bösen Eindruck machen, so sind sie sich selbst immer die Nächsten und der Rest der Welt ist ihnen eigentlich egal.

Das Spiel läuft über mehrere Runden - die genaue Anzahl steht zu Beginn nicht fest, da hier viele Zufallselemente ein Rollen spielen können. Auch das Ende ist variabel, denn es gibt vier verschiedene Methoden, wie es herbeigeführt werden kann. Zum Ersten geht es um Siegpunkte - wenn ein Spieler 50 oder mehr erreicht hat, dann endet das Spiel mit demjenigen als Sieger, der die meisten davon gesammelt hat. Jeder Gott hat eine eigene Scheibe, auf der sein Fortschritt angezeigt wird. Hier gibt es ebenfalls eine Siegeskondition, die aber von Gott zu Gott verschieden ist. Sollten zwei Götter hier in derselben Runde siegreich sein, gewinnt schlussendlich der mit den meisten Siegpunkten. Die dritte Möglichkeit für den Sieg ergibt sich dadurch, dass Regionen zerstört werden, was Punkte bringt. Wenn fünf der insgesamt neun Regionen zerstört sind, dann endet das Spiel ebenfalls und die Siegpunkte entscheiden wieder über den Gesamtsieg. Variante vier ist dann erreicht, wenn die Karten der Alten Welt aufgebraucht sind. Hier liegen zu Beginn des Spiels acht oder neun Karten verdeckt als Stapel bereit. Jede Runde wird eine davon aufgedeckt und ausgeführt. Manche haben gute Effekte, andere wiederum können zum Beispiel auch die Spieldauer verkürzen, in dem gleich die nächste Karte ausgeführt wird.

In jeder Runde läuft alles nach demselben Schema ab. Es werden Karten vom eigenen Chaos Deck gezogen. Diese können für ihre Kosten ausgespielt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass jeder Gott nur eine begrenzte Anzahl an Punkten in jeder Runde zur Verfügung hat. Diese Punkte werden allerdings auch zum Ausspielen der eigenen Einheiten verwendet, sodass hier weise entschieden werden muss. Sind alle Punkte für die Runde verbraucht, werden etwaige Kämpfe ausgetragen. Danach wird in jeder Region geprüft, ob ein Spieler dort der dominante Spieler ist. Dafür gibt es dann Siegespunkte. Abschließend wird versucht, die Region zu korrumpieren, jeder Spieler legt hier für jeden eigenen Kultisten Token in die Region. Ab zwölf Token wird die Region zerstört und auch dafür gibt es wieder Punkte. Am Ende der Runde beginnen die "Aufräumarbeiten" und die Überprüfung, ob das Spiel endet, wird durchgeführt.

Chaos in der Alten Welt spielt sich auf Deutsch genauso gut wie in der englischen Originalversion. Die Spielteile und die Aufmachung der Verpackung stehen der früher erschienen englischen Version in Nichts nach. Es ist also wohl reine Geschmackssache, ob ihr es lieber in Englisch oder Deutsch zocken wollt. Vermutlich ist die deutsche Version bei eurem Händler billiger. Eine klare Empfehlung für Warhammer Fans und Spieler von Eroberungsspielen.

Mehr Rezensionen gibt es auf der Webseite des SpielxPress.
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4.0 von 5 Sternen Welt zerstören für Zuhause, 15. August 2012
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Was gibt es schöneres als eine Welt zu zerstören? Genau das tut man in diesem Spiel.
Jeder übernimmt die Rolle eines der 4 Warhammer Chaos Götter und versucht möglichst viel Unheil zu verbreiten und, was am wichtigisten ist, versucht dies schneller zu tun als seine Mit-Götter.

Pro und Kontra
+ Die Regeln sind schnell verstanden
+ Die vier Götter spielen sich wirklich SEHR unterschiedlich (Der Gott der Magie spielt z.B. soviele Zauberkarten wie er nur kann, da er während der Gott des Krieges durch Kämpfe gewinnt"
+ 2 Siegesbedingungen (Entweder über Siegpunkte für die Kontrolle und das Zerstören von Regionen, oder über individuelle Siegbedingungen die das "Unheilsrad" drehen)
+ Flüssige schnelle Spiele, ohne viele Regelfragen.
+ Auf den Bögen der einzelnen Götter sind komplette Spielübersichten.

- Wenn man mit neuen Spielern spielt ist der Gott des Krieges, Khorne, zu stark, da er gekontert werden muss.
- Die Siegesbedingung "Siegpunkte" ist zu schwach, die Siegpunkte werden eigentlich nur genutzt um feststellen wer gewonnen hat, wenn 2 Spieler gleichzeitig über das Rad gewinnen.

Alles in allem ein solides Spiel das bei uns immer mal wieder für "zwischendurch" auf den Tisch kommt - zu empfehlen.

Lg
Jan
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5.0 von 5 Sternen Top 10 Titel, 26. Januar 2012
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Wirklich gutes und gelungenes Strategiespiel. 3 Wege wie man gewinnen kann, auch wenn jeder Gott bestimmte Präferenzen hat ist doch jeder Weg gangbar.
Balance ist top, Khorne und Nurgle dominieren meist die Landkarte können aber von Tzeentch und Slaanesh dennoch besiegt werden, wenn diese auf andere Siegbedingungen spielen...

Ausstattung gewohnt gut mit kleinem Makel bei den Miniaturen, schon beim auspacken haben 2-3 Kultisten Teile ihrer Waffen eingebüßt. Nach ein paar Spielen und mehrmaligem ein und auspacken verlieren knapp die Hälfte den Stab bzw Teile davon, hier wären robustere Miniaturen wünschenswert gewesen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzen Spiel!, 28. Mai 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Wer will nicht einmal Gott spielen?
Und hier kann man gleich aus vier, sehr interessanten Göttern wählen ;)

Wer Warhammer und Fanatsy mag, kann hier getrost zugreifen!

Spannendes Spiel mit viel Abwechslung und Erweiterungen.

Dieses Spiel wurde von uns auch schon öfters verschenkt und kam bisher auch immer sehr gut an!

Klare Kaufempfehlung!
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6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Strategiespiel, 21. Februar 2010
Von 
M. Schum (Nähe Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt (Spielzeug)
Ein sehr gutes Strategiespiel im Warhammer-Universum. Wir haben es bisher vier mal gespielt und es wird immer besser. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
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Heidelberger Spieleverlag 630GE - Chaos in der alten Welt
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