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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uhrwerk Orange im Gefängnis
Dies ist kein Film für die breite Masse, sondern für Freunde des Besonderen.
Wer einen herkömmlichen Knastfilm oder ähnliches erwartet, der wird enttäuscht werden!
Es handelt sich auch um kein tiefschürfendes Sozialdrama.

Am ehesten lässt sich dieses Biopic wohl mit Stanley Kubrick's "Uhrwerk Orange"...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2009 von Dude

versus
11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bronson vs. England
Wer jetzt denkt, es geht hier um einen Film von oder mit Charles Bronson, der irrt gewaltig. Vielmehr geht es um "Englands gewalttätigsten Gefangenen", Michael Gordon Peterson, also known as Charles Bronson. Die diesem Film zugrunde liegende wahre Geschichte hatte durchaus großes Potenzial, zu einem spannenden und interessanten Film umgewandelt zu werden' wenn...
Veröffentlicht am 9. Februar 2010 von MissVega


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uhrwerk Orange im Gefängnis, 24. Dezember 2009
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Bronson (DVD)
Dies ist kein Film für die breite Masse, sondern für Freunde des Besonderen.
Wer einen herkömmlichen Knastfilm oder ähnliches erwartet, der wird enttäuscht werden!
Es handelt sich auch um kein tiefschürfendes Sozialdrama.

Am ehesten lässt sich dieses Biopic wohl mit Stanley Kubrick's "Uhrwerk Orange" vergleichen.
Der Kameramann Larry Smith hat tatsächlich auch für Kubrick gearbeitet.
Bildsprache, theaterhafte Inszenierung, viel klassische Musik und die zentrale Rolle der sinnlosen Gewalt, die Parallelen sind unübersehbar.

Der Film basiert lose auf der realen Biographie von Michael Peterson, bekannt unter dem angenommenen Namen Charles Bronson, der als gewalttätigster Verbrecher Großbritanniens gilt.

Kurz zum Inhalt:

In seiner Jugend überfällt Michael Peterson ein Postamt, erbeutet nur wenig Geld und wandert daraufhin in das Gefängnis. Für mehr als einige Wochen wird er es nicht mehr verlassen. Immer wieder nimmt er Geiseln im Gefängnis, verprügelt die Wärter und wandert durch etwa hundertzwanzig verschiedene Gefängnisse und einige Sanatorien, großteils in Einzelhaft.
Er sitzt heute noch im Gefängnis.

Regisseur Nicolas Winding Refn liefert als Erklärung für die Motivation Bronsons lediglich dessen Wunsch, berühmt zu werden.
Auch der grandios aufspielende Hauptdarsteller Tom Hardy, der Bronson verkörpert und gleichzeitig als Showmaster auf der Theaterbühne des Lebens seine eigene Geschichte vor einem imaginären Publikum und somit dem Betrachter des Films moderiert, zielt nicht darauf ab, seiner Lebensgeschichte einen tieferen Sinn zu geben, denn es gibt keinen.

Der Film ist somit eher ein brutal-skuriller und ratlos machender Rückblick aus Bronsons eigener, kaum nachvollziehbarer Perspektive heraus.

Die britisch-stylishe Umsetzung ist jedenfalls grandios, Ton und Bild sind sehr gut.
"It's a sin" von den Pet Shop Boys liefert neben zahlreichen Beispielen klassischer Musik den Soundtrack zum Wahnsinn.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der perfekte Antiheld, 21. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: ENTERTAINMENT ONE Bronson [BLU-RAY] (Blu-ray)
Nach dem "Technik-Review" meines Vorrezensenten nun mal ein paar warme Worte zum Film selbst. Der Film handelt von Michael Petersen, Englands bekanntesten und berüchtigsten Knacki, der sich unter seinem Kämpfernamen Charly Bronson einen Namen als gewaltbereiter Dauerinsasse macht und wegen seiner Vorliebe das Wachpersonal zu verprügeln von Knast zu Knast gereicht wird, worauf er es aber auch immer wieder anlegt, den die sind, wie er selbst sagt, die reinsten Hotels für ihn. Tom Hardy liefert hier als Charly Bronson eine absolute schauspielerische Glanzleistung ab, anders kann man es einfach nicht beschreiben. Er verkörpert den Titel(anti)helden mit einer Inbrunst, daß man ihm seine Freude am Zusammeschlagen von Polizisten förmlich abnimmt. Aber auch die meisten der anderen Schauspieler wissen zu überzeugen, auch wenn diese neben Tom Hardy relativ blass wirken.
"Ein Uhrwerk Orange für das 21. Jahrhundert", so preist das Cover den Film an und ich muss sagen, es kommt dem schon sehr nahe. Man ist die ganze Zeit gespannt, was Bronson als nächstes ausheckt, damit er in seinen eigenen vier Zellenwänden bleiben kann. Ich jedenfalls habe mich bei diesem Film großartig unterhalten gefühlt!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Story von Englands berühmtesten Knastinsassen als anspruchsvoller Film, 9. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bronson (DVD)
MY NAME IS CHARLES BRONSON AND ALL MY LIFE I WANTED TO BE FAMOUS...!

Nicolas Winding Refn hat keinen typischen Knast-Film gedreht, und so wie er es im Bonusmaterial der DVD erzaehlt, war das auch nie sein Anliegen.
Der Film begibt sich nicht auf die Sinnsuche, warum Charles Bronson zu dem geworden ist, was er ist (und nur eine kleine Bemerkung zu seinem Elternhaus, nämlich das er unter ganz guten Umstaenden aufgewachsen ist, lassen bereits am Anfang des Films ahnen: es wird keine Antworten geben).
Englands beruehmtester Gefangener hat inzwischen 34 Jahre im Knast verbracht, davon 30 Jahre in Einzelhaft.
Der Film beschreibt in lose zusammenhaengenden Teilen das Leben von Charles Bronson, wobei das Ganze sehr arty und verspielt rueberkommt. Der Regisseur erzaehlt im Audiokommentar, das er von Kenneth Anger beeinflusst wurde, den er sehr schaetzt. Waehrend der Film am Anfang damit beschaeftigt ist, Bronson als Akteur auf seiner eigenen Buehne zu zeigen, der eine bestimmte Vorstellung davon hat, was er den Zuschauern (im Film als gefuellter Theatersaal zu sehen - aber auch der Zuschauer im Kino oder vor dem Fernseher ist gemeint)geht der Film im Lauf der Zeit dazu ueber, das zu zeigen, was im Leben von Bronson passiert. Selbstdarstellung ist ein wichtiger Teil seines Daseins. Woher die Neigung kommt, so viel Kriminalitaet und Gewalt in sich zu tragen, wird nicht thematisiert - Bronson scheint sich darueber keine Gedanken zu machen.
Die Kamera ist gut, das Set stets herausragend und abwechslungsreich - es gibt viel zu sehen und auch viel zu höeren: Musik von Verdi, von Wagner und von Pucchini neben intelligenten Pophits an prominenter Stelle von Pet Shop Boys und New Order. Der Regisseur haette es gern gesehen, das die Pet Shop Boys den Score fuer den Film schreiben, es gab auch ein Treffen mit den Beiden, allerdings hatten sie keine Zeit und waren wohl auch ein bisschen zu teuer - allerdings sind sie sehr angetan von dem Film, wie Nicolas Refn erzaehlt.
Natuerlich ist ein Vergleich mit Clockwork Orange angebracht, vor allem weil die klassische Musik an harten und gewalttaetigen Stellen des Films zu hoeren ist und einen seltsamen Kontrapunkt setzt.
Der Hauptdarsteller Tom Hardy ist sehr gut und wird sogar von dem echten Charles Bronson geschaetzt fuer seine Darstellung. Denn Charles Bronson lebt noch und es gab Kontakt zu dem Regisseur und Hauptdarsteller, sogar die Schwester und die Cousine von Charles Bronson waren kurzzeitig am Set anwesend, wie das Bonus-Material der DVD zeigt. Tom Hardy hat innerhalb weniger Wochen mit Fitness-Training und 6.000 Kalorien am Tag 19 Kilo zugenommen, um die Figur glaubhaft darstellen zu koennen, ausserdem hat er sich Tonbaender mit der Stimme von Charles Bronson angehoert und diesen auch im Gefaengnis besucht.
Das Bonusmaterial ist ausfuehrlich und interessant geraten. Es gibt zwei je 16minuetige Filme mit Interviews der Beteiligten sowie des Hauptdarstellers, eine kleine Doku ueber das Fitnesstraining des Hauptdarstelleres, eine B-Roll, ein Trailer und ein interessanter Audiokommentar des Regisseurs mit einem Filmkritiker.
Was eine der Staerken des Films ist: der dargestellte Charakter wird nicht glorifiziert, er wird aber auch nicht runtergemacht. Er wird dargestellt. Fuer den Zuschauer bedeutet dies eine besondere Herausforderung, da er selbst eine Haltung einnehmen kann - oder eben auch nicht. Der Regisseur erzaehlte, er habe vorgehabt, ein Portrait ueber einen Menschen und ueber dessen Entwicklung im Lauf der Zeit zu zeigen, und nicht darum, einen Knastfilm oder ein typisches Biopic zu drehen.

Der Film ist sehr sehenswert, und die DVD ist aufgrund des informativen und ausfuehrlichen Bonusmaterials lohnenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungezähmt!, 13. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bronson [Blu-ray] (Blu-ray)
Nicolas Winding Refn erzählt in BRONSON die Geschichte von Charles Bronson, der nicht zu verwechseln ist mit dem Filmstar Charles Bronson, der 1921 als Charles Buchinsky geboren wurde. Nein, es geht hier um den Briten Michael Peterson, der 1974 wegen eines Überfalls im Knast landet, in einer kurzen Phase der Freiheit sich den Namen Charles Bronson zugelegt hat und heute noch immer einsitzt. Wer wissen will warum, sollte sich diesen Film ansehen. Es lohnt sich schon allein wegen der wahnsinnigen schauspielerischen Leistung von Tom Hardy, der sich vor den Aufnahmen mit dem echten Bronson traf, seinen Körper in ein Muskelpaket verwandelte und sich auch nicht scheut, vollständig nackt vor die Kamera zu treten. Doch Achtung! In BRONSON gibt es viel Gewalt, denn Charles Bronson ist BritainŽs most violent criminal". Der Charakter BRONSON bleibt ein Rätsel. Nimm ihn wie er ist!

Die deutsche Fassung wurde löblicherweise mit einer HD Master Tonspur ausgestattet. Leider leidet die einzigartige Leistung von Tom Hardy extrem unter der Synchronisation. Am Anfang spricht der Synchronsprecher wirklich fürchterlich (hat der Schlafmittel genommen?), kommt dann nach einer Weile zwar ein wenig in Fahrt, was aber lange nicht ausreicht, um Charles Bronson zu sein. Da fehlt leider die rasende Wut! Gestik, Mimik und die verbale Ausdrucksweise gehen keine Einheit ein. Positiv ist, dass das in diesem Film im Original sehr häufig vorkommende Wort Cunt" an einigen Stellen korrekt übersetzt wurde. Dies kommt Synchronfassungen sonst nie vor. Die Akustik der Originalfassung, die ebenfalls in 5.1 DTS HD Master Audio vorliegt, ist wesentlich ausgewogener als die frontlastige deutsche Fassung. Bitte daher der Originalversion eine Chance geben. Traut Euch! Es gibt ja schließlich auch Untertitel.

In Sachen Bild ist BRONSON nicht der Bringer, aber es sieht so aus, als wäre das exakt so beabsichtigt, denn das schmutzige Bild" passt hervorragend zu dem Film. Gefilmt wurde mit 16mm und 35mm. BRONSON hat seinen eigenen visuellen Stil. Es gibt es immer wieder Filmkorn in verschiedenen Stärken, manchmal ist das Bild auch recht scharf und dann wieder ein Rauschen. Ich mag dieses Bild!

Wem der Film gefällt, dem wir auch das Bonusmaterial gefallen. Sehr interessant ist davon das Interview mit Tom Hardy. Zudem gibt die Originalstimme von Bronson zu hören, der ein paar Worte zum Film spricht und dann nicht aufhört zu quasseln. Klingt als hätte der Mann Rasierklingen gefrühstückt! Wer noch weiter eintauchen möchte, kann sich an einem Audiokommentar von Refn und dem Journalisten Alan Jones erfreuen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uhrwerk Orange im Gefängnis, 24. Dezember 2009
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Bronson [Blu-ray] (Blu-ray)
Dies ist kein Film für die breite Masse, sondern für Freunde des Besonderen.
Wer einen herkömmlichen Knastfilm oder ähnliches erwartet, der wird enttäuscht werden!
Es handelt sich auch um kein tiefschürfendes Sozialdrama.

Am ehesten lässt sich dieses Biopic wohl mit Stanley Kubrick's "Uhrwerk Orange" vergleichen.
Der Kameramann Larry Smith hat tatsächlich auch für Kubrick gearbeitet.
Bildsprache, theaterhafte Inszenierung, viel klassische Musik und die zentrale Rolle der sinnlosen Gewalt, die Parallelen sind unübersehbar.

Der Film basiert lose auf der realen Biographie von Michael Peterson, bekannt unter dem angenommenen Namen Charles Bronson, der als gewalttätigster Verbrecher Großbritanniens gilt.

Kurz zum Inhalt:

In seiner Jugend überfällt Michael Peterson ein Postamt, erbeutet nur wenig Geld und wandert daraufhin in das Gefängnis. Für mehr als einige Wochen wird er es nicht mehr verlassen. Immer wieder nimmt er Geiseln im Gefängnis, verprügelt die Wärter und wandert durch etwa hundertzwanzig verschiedene Gefängnisse und einige Sanatorien, großteils in Einzelhaft.
Er sitzt heute noch im Gefängnis.

Regisseur Nicolas Winding Refn liefert als Erklärung für die Motivation Bronsons lediglich dessen Wunsch, berühmt zu werden.
Auch der grandios aufspielende Hauptdarsteller Tom Hardy, der Bronson verkörpert und gleichzeitig als Showmaster auf der Theaterbühne des Lebens seine eigene Geschichte vor einem imaginären Publikum und somit dem Betrachter des Films moderiert, zielt nicht darauf ab, seiner Lebensgeschichte einen tieferen Sinn zu geben, denn es gibt keinen.

Der Film ist somit eher ein brutal-skuriller und ratlos machender Rückblick aus Bronsons eigener, kaum nachvollziehbarer Perspektive heraus.

Die britisch-stylishe Umsetzung ist jedenfalls grandios, Ton und Bild sind sehr gut.
"It's a sin" von den Pet Shop Boys liefert neben zahlreichen Beispielen klassischer Musik den Soundtrack zum Wahnsinn.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bronson vs. England, 9. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Bronson (DVD)
Wer jetzt denkt, es geht hier um einen Film von oder mit Charles Bronson, der irrt gewaltig. Vielmehr geht es um "Englands gewalttätigsten Gefangenen", Michael Gordon Peterson, also known as Charles Bronson. Die diesem Film zugrunde liegende wahre Geschichte hatte durchaus großes Potenzial, zu einem spannenden und interessanten Film umgewandelt zu werden' wenn der Regisseur nicht ausgerechnet der Däne Nicolas Winding Refn ("Pusher 1-3") gewesen wäre. Die "Pusher"-Reihe ist so ziemlich das Schlechteste, was Dänemark seit Jahren filmisch abgeliefert hat, Refn hat null Ahnung davon, wie man gekonnt eine Geschichte erzählt, er weiß nicht, wie man Ausnahmetalente wie z. B. Mads Mikkelsen richtig führt, geschweige denn, was einen Film spannend und sehenswert macht. Meine Vorbehalte waren also groß, als ich erfuhr, dass ausgerechnet Refn einen Film über Englands brutalsten Gefängnisinsassen gedreht hat. Nicht ganz zu unrecht, wie sich herausstellen sollte...

Michael Gordon Peterson war ein ganz normaler englischer Junge, der 1952 in Luton, England geboren wurde. Sein Schicksal nahm eine verhängnisvolle Wendung, als er 1974 ein Postamt überfiel, knapp 27 Pfund erbeutete und dafür sieben Jahre aufgebrummt bekam. Durch seine zunehmenden Gewaltausbrüche sowohl gegen Mithäftlinge als auch gegen Gefängnispersonal, zahlreiche Geiselnahmen, Erpressungen und jede Menge weiterer strafbarer Handlungen dehnte sich seine Haft auf sagenhafte 34 (!) Jahre aus. Weitere unglaubliche Zahlen: Er war in 120 verschiedenen Gefängnissen inhaftiert, ebenfalls in psychiatrischen Anstalten, er verbrachte nur vier seiner 34 Jahre Gefangenschaft NICHT in Einzelhaft und er hat seit seinem 22. Lebensjahr nur gut vier Monate in Freiheit verbracht (1988 69 Tage, 1992 53 Tage). Der Mann sitzt bis heute im Gefängnis, hat sich mittlerweile der Malerei und Poesie zugewandt, macht angeblich immer noch jeden Tag 2.500 Liegestütze und hat sogar ein Fitness-Buch herausgebracht, das ein Trainingsprogramm mit so gut wie keinen Hilfsmitteln auf minimalem Raum beinhaltet' Insgesamt hat er elf Bücher publiziert und sowohl Preise für seine Bücher als auch für seine Bilder bekommen.

Vor dem Beginn seiner "Gefängniskarriere" 1974 war Bronson ein recht erfolgreicher Boxer. Seinen "Künstlernamen" bekam Bronson aber erst 1987 von seinem Boxpromoter verliehen, also 13 Jahre nach seiner Inhaftierung. Der Name soll angeblich nichts mit dem des gleichnamigen Schauspielers zu tun haben. Dennoch wird vermutet, dass Bronson seinen Namen geändert hat, um sein Image als harter Kerl entsprechend zu untermauern.

Die Vorlage bietet ausreichend Stoff für ein glanzvolles Stück englischer Gefängnisgeschichte. Und mit Hauptdarsteller Tom Hardy ("RocknRolla") hat Refn ein mehr als glückliches Händchen bewiesen. Hardy spielt sich wahrlich die Seele aus dem Leib und überzeugt auch physisch als muskelbepackter Stiernacken mit wutglänzenden Augen. Er beherrscht jede Nuance von Bronsons Charakter, sowohl den witzig-ironischen Kumpel als auch den völlig entfesselten Irren, der wahl- und haltlos auf alles eindrischt, was ihm vor die Faust läuft.

Woran es "Bronson" eindeutig mangelt, ist ein gutes Drehbuch. Refns Werk ist lediglich eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden aus Bronsons Leben, ein paar völlig deplatzierter Übergänge, die von Hardy eingespielt und gesprochen werden (er tritt dabei vorrangig als Zirkuskünstler in verschiedenen Maskeraden auf) und willkürlicher und überflüssiger Rückblenden. Refn wollte wohl Bronsons vielseitiger Künstlerseele Tribut zollen, in der Ausführung wirkt dies aber nur wie ein pseudo-künstlerischer Stolperschritt, der den Film leider nicht vor dem Fall ins Unausgegorene bewahren kann. Das Ein-Personen-Stück ist eine unausgewogene Mischung aus Arthouse-Kino und brutalem Prügelfilm. Das Warum wird hier genauso wenig beleuchtet wie uns Refn Einblick in den Charakter seiner Hauptfigur gewährt. Man erfährt kaum etwas über Bronson, außer, dass ihm extrem leicht die Hand ausrutscht und er sich offenbar äußerst gerne prügelt, bis allen Beteiligten die Knochen splittern und das Blut spritzt.

Flashbackartig werden uns Szenen seiner eskalierenden Gewalt gezeigt, dann der Aufenthalt in der Nervenheilanstalt, ein paar Szenen mit Bronson in Freiheit, dann wieder Knast. Dazwischen befremdliche Monologe von Bronson mit angemaltem Gesicht und in Verkleidung, ein visualisierter Off-Sprecher sozusagen. Hardy schlüpft zwar brillant in jede dieser Rollen bzw. verschiedenen Charakterzüge, wenn das Ganze aber nicht zu einem stimmigen Erzählrhythmus mit Hintergrund findet, wem nützt das dann? Fast schon sträflich vernachlässigt Refn hier Hardys offensichtliches Talent und lässt ihn sich 92 Minuten lang letztendlich umsonst die Seele aus dem Leib spielen. Man sieht dem Film an, was möglich gewesen wäre, leider sieht man auch, was alles versäumt wurde.

"Bronson" entlässt einen unbefriedigt aus dem Kino, weil man so gern mehr über diesen außergewöhnlichen und immer noch inhaftierten Mann erfahren hätte, und wenn es nur gewesen wäre, warum er nun eigentlich so brutal war, obwohl er doch über ein scheinbar intaktes Elternhaus und soziales Umfeld verfügte. Und man hätte den Film gerne einem Genre zugeordnet, aber diese Klassifizierung wird uns vom Regisseur rigoros verweigert, leider zu Lasten des Films. Somit ist "Bronson" ein zusammengestoppelter Mix aus nicht passen wollenden Versatzstücken und überambitioniertem Streben eines immer noch schlechten Regisseurs. Vielleicht lernt er es ja irgendwann noch. Insofern muss ich trotz beeindruckender Leistung von Hardy von "Bronson" abraten, da einfach zu viele Fragen offen bleiben und hier schlicht ein Regisseur sein Handwerk nicht verstanden hat. Ungern vergebene, aber gerechtfertigte zwei von fünf Fausthieben, die nicht immer auf die 12 treffen.
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5.0 von 5 Sternen Charles Bronson, 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bronson [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich liebe den film (kann ja sein das michael peterson ein bißchen verherrlicht wird in dem film, is mir aber egal). Wer clockwork orange mag, der sollte sich den film mal anschauen.
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4.0 von 5 Sternen Überraschender Brutalo Pop, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Bronson (Amazon Instant Video)
Warum dieser Film fesselt, ist die Unvorsehbarkeit was als nächstes für verrückte Aktionen anstehen. Ein bizarr inszenierter Streifen mit unendlich vielen Endstationen, die aber keine sind, und unfassbar menschliche Reaktionen auf beiden Seiten, die kein gutes Ende nehmen dürfen.

Habe noch sie so einen abgefahrenen Film gesehen, mit so vielen Wendepunkten. 3 Sterne wären eindeutig zuwenig, 5 Sterne wären seltsam.
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5.0 von 5 Sternen Sehr Gut, 31. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Bronson (Amazon Instant Video)
Es ist komisch. Ich mag bronson auf irgend eine art schon also er ist mir in diesem Film sehr sympathisch obwohl er eigentlich ein grausamer Mensch ist (seine Verbrechen wie Mord und Körperverletzung). Aber trotzdem ist er ein sympathischer Mensch. Wenn man Ihn googelt und die Orginalbilder von ihn sieht ist es wirklich witzig weil er auf jedem Foto lacht oder Freundlich aussieht.

aber jetzt zum Film : er ist nicht besonders lang aber reicht dennoch aus und es lohnt sich wirklich ihn einmal gesehen zu haben. Auf jedenfall ein MUSS
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5.0 von 5 Sternen Kreativer Film !, 22. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bronson [Blu-ray] (Blu-ray)
Hardy beweist sein schauspielerisches Talent!! Der Film ist ein wenig abgedreht kunstvoll und humorvoll! Mein Geschmack trifft der Film total!:-)
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