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am 15. Juli 2008
Wieder einmal muss ich doch wundern und staunen wie manche amazon-User die Filmwelt sehen und muss mich doch fragen ob man tatsächlich den gleichen Film gesehen hat.

Für mich hat "The Machinist" die Erwartungen um ein vielfaches übertroffen, hier wird mit einer relativ unbekannten Schauspieler-Riege, eher wenigen Action-Szenen und kaum ausschweifendem Dialog eine Geschichte erzählt, die sich bedenkenlos mit Fight Club, Memento und anderen düsteren Charakterstudien messen lassen kann.

Die Leistung von Christian Bale möchte ich eigentlich gar nicht weiter kommentieren. Sein Erscheinungsbild ist erschreckend und faszinierend zugleich und ist wohl eine der größten Leistungen der Filmgeschichte.

Die Story hat es mir persönlich aber besonders angetan. Hier geht es um einfache und unepische aber nicht minder komplexe Charakterzeichnungen und Beziehungen, das Unterbewusstsein, Gewissen und Schuld.
Und damit kratze ich nur an der obersten Oberfläche des Filmes. Denn wer mir erklären kann welche Rolle genau Maria und ihr Sohn haben, beide sind natürlich weitaus wichtiger als sie vermutet werden, hat sich einen Kuchen verdient.
Wie manche von einer "platten und vorhersehbaren Story" schreiben können, ist mir vollkommen schleierhaft. Vielleicht mangelt es auch nur an objektiver Einschätzung und man hat den Film nicht ganz verstanden wie man es gerne hätte.

Da eine ausführliche Interpretation nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich ist (das sollte jeder für sich erledigen), kann ich nur eine uneingeschränkte Empfehlung für "The Machinist" aussprechen.
Mich hat der Film, als homogenes, düsteres Gesamtkunstwerk, schlichtweg gefesselt und keine einzige Minute gelangweilt.
Wem die Dialoge zu wenig oder die Story zu geradlinig war, sollte vielleicht beim Popcorn-Kino bleiben.

Cineasten und eingefleischten Filmfans möchte ich diesen Film wärmstens empfehlen. Für mich bereits ein absoluter Klassiker. Wer Fight Club und Memento mochte, wird "The Machinist" lieben.
1313 Kommentare215 von 230 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juli 2005
Brad Anderson hat mit The Machinist einen düsteren tiefgründigen Psycho-Thriller geschaffen, der den Zuschauer wirklich zu fesseln vermag. Auf der anderen Seite aber auch einiges an Nervenstärke abverlangt, um der düsteren Atmosphäre, die immer bedrohlichere Züge annimmt, standzuhalten.
Trevor Reznik leidet an Schlaflosigkeit und das schon seit einem Jahr. Hand in Hand mit seinem psychischen Verfall schreitet auch sein körperlicher Verfall fort. Trevor ist eigentlich nur noch Haut und Knochen und droht einfach zu verschwinden, wenn er noch dünner wird.
Natürlich treibt ihn der permanente Schlafentzug langsam in den Wahnsinn, Wahrnehmung und Konzentration lassen immer mehr nach, bis er schließlich in einem Alptraum endet, aus dem er nicht mehr aufwachen kann. Wie soll man den auch aufwachen, wenn man gar nicht schläft...? Kann Trevor noch seinem Verstand trauen, oder läuft da wirklich eine Verschwörung gegen ihn, wie er sich immer wieder einreden will...? Der einzige Hoffnungsschimmer scheint für Trevor die Prostituierte Stevie zu sein, bei der er immer wieder zuflucht sucht, doch kann sie ihm wirklich helfen und viel wichtiger, kann er ihr wirklich trauen...?
Die schon ohnehin düstere Stimmung des Filmes wird wirkungsvoll durch die Kameraeinstellungen und Bilder gesteigert. Durch Farbfilter wirken die Bilder noch grauer und trostloser, als sie es schon ohnehin sind und sind bezeichnend für die Sichtweise der Hauptfigur.
Der Zuschauer ist an die Perspektive der Hauptfigur gebunden, weiß zu keinem Zeitpunkt mehr als diese und wird immer weiter mit in die Wahnvorstellungen hineingezogen. B. Anderson verwebt dabei die Realität mit dem Wahn so ausgezeichnet, dass man meinen könnte David Lynch wäre höchstpersönlich am Werk gewesen.
Die Parallelen zu Kafka und Dostojewski versucht B.Anderson nicht einmal zu verbergen, ganz im Gegenteil, er stößt den Zuschauer mit der Nase drauf, indem er z.B. wiederholt Aufnahmen des Buches „Der Idiot" in Trevor's Wohnung zeigt. Und genauso wie Raskolnikow oder Myschkin muss sich Trevor den Abgründen der menschlichen Seele, den existenziellen Fragen nach Schuld und Sühne, nach Verbrechen und Strafe, stellen.
Christian Bale ist für die Rolle des Trevor Reznik bis an die physische Belastungsgrenze gegangen, er hat 30 Kg abgenommen, um die Hauptfigur glaubwürdig darzustellen. Seine schauspielerische Leistung verdient ein suma cum laude. Die Intensität mit der er die tragische Figur des Trevor darstellt, ist schon beinah beängstigend. Man möchte ihm ohne weiters glauben, dass er tatsächlich ein Jahr nicht geschlafen hat. Mit dieser Leistung hat sich Christian Bale auf jeden Fall, als ein ernstzunehmender Charakterdarsteller etabliert.
Aber auch der Auftritt von Jennifer Jason Leigh, der leider viel zu kurz war, sollte lobenswert hervorgehoben werden.
Fazit: Die Abgründe der menschlichen Seele konzentriert auf 102 min Filmlänge. Wenn sie düstere atmosphärisch dichte Thriller mögen, dann sollten Sie diesen Film auf keinen Fall verpassen...
0Kommentar57 von 62 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2011
Filmkritik:

Was laesst sich noch zu The Machinist sagen? Den Film sollte mittlerweile fast jeder kennen, der sich einigermaßen regelmaeßig (die richtigen) Filme anschaut. Regisseur Brad Anderson hat hier etwas wirklich geniales vollbracht. Er schuf einen Film mit Noir-Anleihen, vielen Suspense-Elementen und einer Story, die den Zuschauer mehr als klar auffordert mitzudenken. Der Film hat noch eine lange Nachwirkzeit und viele Dinge fallen einem erst retrospektiv auf, sodass der Film mehr als nur einmal zur Neusichtung einlaedt, was immer ein sehr gutes Zeichen ist.

Man koennte meinen der Film wuerde von seiner (genialen) Aufloesung leben, was eine Neusichtung quasi bedeutngslos machen wuerde. Dem kann ich absolut nicht zustimmen, denn wenn man sich den Film nochmals ansieht, wird man feststellen, wie viele Hinweise waehrend des Films gestreut werden, die auf den Konflikt des Protagonisten Trevor Reznik, hervorragend gespielt von Christian Bale, oder auch andeutungsweise auf das Finale hinweisen. Selbst bei einer Dritt-Sichtung fielen mir noch reichlich neue Verweise / Anhaltspunkte ins Auge, die den Plot auf gewisse Weise antreiben koennen. Das wiederum macht einen deutlichen Reiz aus, all diese Ver- bzw Hinweise entdecken zu wollen.

Ohne das geniale Drehbuch von Scott Kosar und die einwandfreie Regie von Anderson wuerde das alles aber gar nicht funktionieren. Ab der ersten Minute wird bereits die Spannungsschraube angezogen und waehrend des Filmverlaufs geschieht dies immer kontinuierlicher und staerker. Gepaart mit den staendig neuen aufkommenden Raetseln und Mysterien, neue sich auftuende Abgruende wird der Zuschauer von dem Film aufgesogen bzw. sprichwoertlich in einen Abgrund aus Paranoia, Tristesse und staendiger Bedrohung gestoßen, was die Atmosphaere permanent auf dem Maximum-Level wandeln laesst - ganz groß!
Der Thriller beinhaltet zusaetzlich eindeutige Elemente des Film Noir und kann daher als Neo Noir bezeichnet werden. Zurueckzufuehren ist dies auf die kalte Farbgebung, die sich durch den Film zieht und ihn beinahe wie einen Schwarz-Weiß-Film erscheinen laesst, waere da nicht das feuerrote Gefaehrt Ivans, [SPOILER VORAUS] was den direkten Blick in Trevors Vergangenheit darstellt - eine vermeintlich bessere Zeit. [SPOILER ENDE]

Der Soundtrack von Roque Baños weiß die negative Stimmung mehr als passend zu untermahlen. Dieser orientiert sich zudem an einem ganz besonderen Werk - an Bernard Herrmann's Soundtrack zu Hitchcock's "Vertigo". Dazu gesellen sich einige klangvolle Melodien, die man mit alten Horrorfilmen der 50er-Jahre verbinden kann. Besonders das stets wiederkehrende Thema Trevors zieht einen in seinen Bann. Wahrlich ein Genuss sondergleichen!

Christian Bale. Der gute Christian Bale. Ist er fuer die einen der Kerl mit nur einem Gesichtsausdruck, so ist er gleichzeitig fuer die anderen einer der Hoffnungstraeger des guten Schauspiels, weiß er doch sowohl durch sein Mimik-Spiel zu ueberzeugen, als auch durch seine physischen Leistungen. Ich zaehle mich selbst zu den Bevorfuerwortern Bales.
Durch Bale kam es vermutlich erst dazu, dass der Begriff "Method-Acting" in aller Munde war. Fuer "The Machinist" hungerte er sich auf ca. 52kg runter - bei einer Koerpergroeße von 1,83m. Das sieht genauso schlimm aus wie es klingt. Die Haut scheint nur noch ein duennes Netz zu sein, sodass man die einzelnen Knochen bereits zaehlen koennte. Hier schießen einem automatisch Bilder von Konzentrationslagern durch den Kopf.

Dass allein macht natuerlich nicht die gesamte Leistung von Bale aus, so weiß er doch immer die Verzweiflung, Angst und Panik glaubhaft darzustellen. Er macht zudem den gesamten Film ueber einen extrem unheimlichen Eindruck, dem man sich so nicht entziehen kann.
Sein Charakter macht in dem Film eine Entwicklung durch, bei dem seine Welt durch eine Reihe von Ereignissen erschuettert wird und er sich mit seiner bisher mehr oder minder erfolgreich verdraengten Vergangenheit stellen muss und dabei verschiedene Stadien durchlaeuft. Vor allem das Thema der Bewaeltigung findet hier großen Spielraum. Hinzu kommt die Vereinsamung Trevors, was dem Charakter einen zusaetzlichen Reiz gibt.
Uebrigens: Nicht, dass seine Leistung in "The Fighter" nur ordentlich oder dergleichen waere, hier spielte er auch authentisch und gut, aber fuer die Rolle des Trevor Rezniks haette er meines Erachtens nach eher einen Oscar verdient.

Die Komponente dem Zuschauer stets falsche Faehrten zu legen und in neue Veriwrrspiele zu locken mag nur beim ersten Mal zu funktionieren, dafuer aber auch außerordentlich gut, sodass viele bereits von einem "Mindfuck" sprechen, wozu auch Filme wie "Memento", "Fight Club" oder einige Werke von David Lynch zaehlen duerften.
Wie bereits erwaehnt, erschließt sich nach der Sichtung jedoch die neue Komponente bzgl. ders Entdeckens von kleinen Hinweisen. Mal sind sie eindeutig dargestellt, mal sind es einfach bestimmte Bilder bzw. Einstellungen, die sich auf bestimmte Weisen interpretieren lassen.

Fazit:
Was bleibt ist ein abstruses, duersteres Verwirrspiel, dass es gilt zu loesen - ein Mix aus Psychodrama, Thriller und einer leichten Prise Horror. Brad Anderson hat mit "The Machinist" einen zutiefst atmosphaerischen Noir-Thriller abgeliefert, der mit einer grandiosen Story ueberzeugen kann und dabei viel Wert auf den Hauptdarsteller legt. Ein Film, der seine Zuschauer gut 95 Minuten vollkommen in seinen Bann zieht und auch nach dem Abspann noch nicht loslaesst. Das Potenzial zu einem Lieblingsfilm ist auf jedenfall gegeben. 9.5/10
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Zur Blu-Ray Veröffentlichung von 3L-HomeVideo:
Amaray mit Wendecover

Bild: Sehr gutes Gesamtniveau was die Bildqualitaet betrifft. Durchweg eine gute Schaerfe, manchmal ein bisschen Filmkorn, was aber nicht großartig stoert. Schwarzwert ist einwandfrei. Format: 2,35:1 (1080p). 8/10

Ton: Deutsch und Englisch in DTS-HD MA 5.1 - Im Prinzip einwandfrei. Genrebedingt ist hier kein Optimum zu erwarten. Der Soundtrack kommt sehr gut rueber und akkustisch ist auch alles 1A zu verstehen. 8/10

Extras: Nur eine Trailershow, was besonders schade ist, da es bereits auf einer aelteren DVD-VÖ reichlich Specials gab. 1/10
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-> Erschienen auf Movie Fanaticism
44 Kommentare24 von 26 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2005
Reznik (Christian Bale), der Mann an der Maschine hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Völlig erschöpft schleppt er sich durch den Tag, verrichtet seine Arbeit. Kontakte pflegt er nur zu seinen Arbeitskollegen, die seinen Verfall argwöhnisch betrachten, einer Prostituierten (endlich mal wieder J.J. Leigh) und einer Flughafenkellnerin. Als ein mysteriöser Arbeitskollege auftaucht, der eigenartige Andeutungen macht gerät Rezniks Welt völlig durcheinander, ein Unfall passiert....
Den Namen Christian Bale wird man nach Betrachtung dieses Films nie wieder vergessen. Bale personifiziert in diesem Film ein Bild der völligen Erschöpfung, körperlich und geistig. Wenn ihm im Film ein Stück Kuchen zugeschoben will man ihn persönlich füttern, damit er wieder zu Kräften gelangt, so nimmt einen die Darstellung gefangen. Die düstere Atmosphäre, etwa in der Fabrik, das immer wieder fremd und unwirklich erscheinende Industiepanorama, die karge Wohnung usw., die Fahrt in der Geisterbahn, machen ebenfalls einen nicht unbeträchtlichen Reiz des Filmes aus und entschädigen so vielleicht für ein Ende, dass doch logisch nachvollziehbar bleibt und von dessen Wirkung sich der ein oder andere sich während des Films mehr versprochen hat. Die Ausstattung des Films kann sich sehen lassen. Das Booklet bietet ein ausführliches Interview mit Bale, das Making Of fand ich sehr interessant. Besonders die dortigen Informationen zum Drehort, nämlich Spanien, haben mich verblüfft, da im Film die Illusion der amerikanischen Westküste täuschend echt erscheint.
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am 30. September 2014
Es ist wirklich sehr schwer einen Film zu beurteilen der solch eine extreme Gradwanderung hinlegt.

Aber was ich sagen kann ist das Christian Bale wohl einer der besten Schauspieler im 21. Jahrhundert ist. Wenn ein Künstler solche Extreme immer wieder auf sich nimmt um zu überzeugen und seinem Körper so schwer unter Stress setzt um für einen Film die Hauptrolle zu sein, ist das für mich absolute Hingabe und Kunst! Er sieht wirklich so furchtbar schlimm aus das man jeden Augenblick meint er fällt um und stirbt. Und dann kommt er zurück und fasziniert als Batman, einfach unglaublich der Mann. Wer sich ein Bild machen möchte: [...]

Zum Film: Wenn etwas passiert das deine Seele und dein Bewusstsein vernebelt und dir eine Geschichte aus Illusionen vorzeigt muss es einfach nur furchtbar und entsetzlich sein....
Ein Film über eine gewaltige Dissoziation, nicht mehr oder weniger.

Wer Action will und Horror, Finger weg.
Wer Atmosphäre und Tiefgang will sollte diesen Film nicht verpassen.
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am 1. Mai 2006
spannung.. ja, das ist schon ein kriterium, um einen film zu bewerten. nur vielleicht nicht immer das richtige. "der machinist" versucht, dem zuschauer die lebenswelt des protagonisten zu vermitteln, drängt danach, sie zu empfinden. dafür ist der abgemagerte körper ebenso hilfreich (sogar nötig) wie die in grau getunkte sicht um ihn herum.

nehmen sie 30 kilo ab, seien sie zu müde um zu essen, und zu verängstigt, um klar zu sehen!

dieser film zeichnet ein klinisch realistisches bild einer persönlichkeit, deren bewusstsein alles tut, um sich von der nicht in ihr selbstbild passenden vergangenheit zu befreien. das ist kein unterhaltungskino, salopp gesagt eher ein lehrfilm. wer vom ende enttäuscht ist, den realismus dessen "platt" nennt, der hat nicht verstanden, dass hier kein anderes gepasst hätte. ich wünsche keinem, dies selbst erleben zu müssen, um zu erfahren, was es aus einem machen kann. hier hat man die möglichkeit, wahnsinn zu fühlen - in seiner übermüdeten, gedehnten form.

der streifen ist überzeugend besetzt, von beklemmender schönheit und bietet sinnvolles method-acting wie bei deniros wildem stier - gepackt in die endlos dunkle, mysteriöse welt des machinisten, den jede berührung mit der außenwelt erwischt wie ein stromschlag.

sicher mögen manche zu abgebrüht, ungeduldig und sensationsgierig sein, um dieser geschichte raum zu geben. sensible geister allerdings lernen abermals den film schätzen als ein wunderbares medium, um menschliche tiefen begreifbar zu machen, ohne sie selbst erleiden zu müssen.

vielen dank, christian bale.
22 Kommentare39 von 49 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. August 2005
Habe schon lange keinen so spannenden Film mehr gesehen. Ein Psycho-Thriller im besten Sinne des Wortes. Natürlich bedient der Film unter anderem platte Suspense-Effekte (z.B. die Hand in der Maschine), aber viele Szenen und Ideen sind sehr originell und vor allem spannend umgesetzt. Alles ist perfekt und kunstvoll inszeniert (Schnitte, Kamera, Beleuchtung, Farben). Hier hatte ich während einer Geisterbahnfahrt das erste Mal Angst.
Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf. Man versucht die ganze Zeit hinter das Geheimnis des Ganzen zu kommen (der Zettel am Kühlschrank, der geheimnisvolle Arbeitskollege, die Frau bei der es immer halb zwei ist, etc.) und man weiss, dass am Ende die Überraschung kommt (die hier natürlich nicht verraten wird). Christian Bale hat übrigens für den Film angeblich 30 Kilo abgenommen. So wie er im Film aussieht, erscheint dies sehr glaubwürdig. Selten so einen kaputten Typen gesehen. Dies ist Method-Acting bis zur Schmerzgrenze. Bemerkenswert auch in dem Kontext, dass für Bale ja nach "The Machinist" die Verkörperung des muskelbepackten Superhelden in "Batman Begins" bevorstand.
Grundsätzlich geht es in diesem Film um Sünde und Vergebung. So viel sei vorweg genommen.
Unbedingt empfehlenswert!
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am 2. Juli 2014
Kafkaesk - das Wort taucht nicht selten im Zusammenhang mit "The Machinist" auf und das absolut berechtigt.
Die Geschichte ist alles andere als durchschaubar, zumindest nicht in allen Einzelheiten und auch nach mehrmaligem Anschauen bleibt der Eindruck unglaublich tief und intensiv.
Ebenso wie die Darstellung des Maschinisten durch Christian Bale.
Es gibt Momente in dem Film, die so fesselnd dargestellt und in ihrer Gesamtheit umgesetzt sind, dass man gerade dadurch nicht mitbekommt, was da eigentlich geschieht, weil man so gebannt von dem "wie" ist.
Dieser Film führt hinab in tiefste Abgründe, aus denen es kein Erwachen gibt, wie schlaflos die Hauptperson auch sein mag.
Nicht nur Charakter, sondern auch Identitäten werden auf erschreckende Weise in Frage gestellt.
Unbedingt sehenswert, aber alles andere als leichte Kost!
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"The Machinist" sei all jenen empfohlen, die sich für eine minimalistische, wendungsreiche Geschichte in düsteren, beeindruckenden Bildern und die großartige Darstellungskunst eines Christian Bale begeistern können. Wer bereit ist, sich auf Themen wie Schuld, Gewissen, Verantwortung einzulassen, und intensive, anspruchsvolle Filme mag, die nicht nur irgendwie unterhalten, sondern nachwirken, wird diesen Film lieben. Ganz und gar sehenswert!
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am 6. Juli 2007
Christian Bale (in einer glänzenden Parforceleistung) spielt Trevor Reznick.
Trevor behauptet ein Jahr lang nicht geschlafen zu haben und sieht aus wie
ein Junkie obwohl er, abgesehen von Zigaretten keine Drogen nimmt. Trevor
ist Stammkunde bei einer Nutte, ist hyperdünn und arbeitet Schicht in einer
öden düsteren Maschinenfabrik. Trevor hat etwas Böses getan, darauf wird am
Anfang hingewiesen. Aber was lässt Trevor nicht mehr schlafen, warum weicht
er den Alpträumen zugunsten einer immer paranoider werdenden Scheinwelt aus?
Tja, das wird erst am Schluss gezeigt und bis dahin geht es durch eine ver-
störende, beklemmend verfilmte Welt von genialer Aesthetik. Wirklich toll ge-
filmt, ein Meisterwerk mit Zeug zum Kult. Trevor hätte sich anders entscheiden können, ein Jahr zuvor, aber hätten wir es getan? "Wenn es Nacht ist, ist die Leere dunkel, und wenn es Tag ist, dann erhellt das Tageslicht eine Leere ohne Grenzen und ohne irgend etwas, worauf das Auge
ruhen könnte" Steve Tesich, Abspann. Selten haben diese Worte aus einer
ganz anderen Geschichte besser gepasst als zu diesem Film.
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