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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven!
Ich war nie ein Fan von Uwe Boll Filmen, aber dieser Film ist deutlich besser als all seinen anderen Werken.

Hintergrundinformation:
In der Nacht vom 11. auf den 12.November haben drei Häftlinge einen Zellengenossen gefoltert, misshandelt, vergewaltigt und ihn gezwungen sich selbst zu erhängen.
Dieser Film handelt von diesem Ereignis...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von Brainy1990

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reaktion
Für meinen Geschmack zu brutal - Aber so scheinen nun mal Gewaltverbrechen abzulaufen! Das Leben ist kein Ponyhof.

Pro:
+ Darsteller (man findet alle sofort unsympatisch)
+ Beängstigende Räumlichkeit
+ Rückblenden / Befragungen der Insassen

Contra
- Harte Foltermethoden (sehr realistisch dargestellt)
- Mir...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2010 von H. Weigl


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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven!, 5. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Ich war nie ein Fan von Uwe Boll Filmen, aber dieser Film ist deutlich besser als all seinen anderen Werken.

Hintergrundinformation:
In der Nacht vom 11. auf den 12.November haben drei Häftlinge einen Zellengenossen gefoltert, misshandelt, vergewaltigt und ihn gezwungen sich selbst zu erhängen.
Dieser Film handelt von diesem Ereignis.

Dieser Film ist bei uns nur gekürzt in zwei Fassungen erhältlich: Der SPIO/JK-Fassung, die nur leicht gekürzt wurde und der FSK 18-Fassung, die sehr drastisch gekürzt sein soll. Die SPIO/JK-Fassung büßt auf jeden Fall kein bisschen ihrer Atmosphäre ein, die FSK 18-Fassung habe ich leider noch nicht gesehen und kann daher nicht sagen ob sie genauso atmosphärisch und verstörend ist wie die Uncut bzw. die SPIO/JK-Fassung.

Die Schauspieler liefern alle recht gut Leistungen ab. Ich weis nicht ob es beabsichtigt oder einfach Lustlosigkeit der Schauspieler war, aber den Tätern zeigen nur wenige mimische Regungen, was die Abgedroschenheit im Knast noch mehr verdeutlicht.

Den einen Punkt Abzug gibt es weil Uwe Boll einfach nicht gelingt einen Film packend zu inzinieren, was aber bei diesem Film aber nicht so stark ins Gewicht fällt, da dieser Film von den verstörenden Bildern und der Dramatik lebt.

Dieser Film ist nichts für zartbesaitete, wer aber einiges ab kann, dem empfehle ich diesen Film, an dem man auch nach dem Abspann noch etwas zu knappern hat.
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5.0 von 5 Sternen Super, 27. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
super gelaufen Ware hat keine Kratzter immer wieder gerne
bis . . . . . . . . . . . .
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der neue Uwe Boll Film!, 8. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Nach Seed, Tunnel Rats und Far Cry war es vorerst ruhig um Dr. Boll, doch nun ist mit Siegburg ein neuer Teil seines Schaffens auf dem deutschen Filmmarkt erschienen. Wieso ihr davon nichts mitbekommen habt? Er wurde nicht bzw. kaum beworben. Selbst vom Uwe hat man diesmal nicht viel gehört. Schade, denn Siegburg hätte es verdient.

In Siegburg geht es um den Foltermord, der im Jahr 2006 in der Justizanstalt Siegburg stattfand. Dort vergewaltigten und folterten drei Jugendlichen ihren Mitinsassen und zwangen ihn letztendlich dazu sich zu erhängen. Dieser Fall sorgte für großes Aufsehen, da die Prozedur von den Wachen unbemerkt blieb, obwohl sie sich über mehrere Stunden zog. Als bekannt wurde, dass Uwe Boll diese Geschichte verfilmen würde, zweifelten viele an dem Sinn eines solchen Vorhabens, doch wer Boll kennt, weiß, dass ihn nichts von seinen Projekten abbringen kann.

Eat or be eaten!

Die erste Szene zeigt, wie sich Mitch, das Opfer, gerade erhängt und die Täter, Harry, Jack und Peter sich als eigentliche Opfer darzustellen versuchen. Gerade weil der informierte Zuschauer weiß, dass sie schuldig sind, zeigen diese Szenen besonders deutlich, wie Gefühlskalt die drei sind. Danach setzt die eigentliche Geschichte ein. Alle vier Insassen pokern und Mitch hat einen Lauf. Als seine drei 'Mitbewohner' keine Zigaretten mehr zum Verspielen haben, machen sie für die letzte Runde eine Wette aus. Der Verlierer muss eine Tube Zahnpasta essen. Ausgerechnet jetzt verliert Mitch, doch weigert er sich, seine Wettschuld einzulösen. Natürlich sind die anderen drei darüber nicht sehr glücklich, da die Wette von Mitch vorgeschlagen wurde. Deshalb zwingen sie ihn mit Gewalt den Inhalt der Tube zu essen. Danach wird Mitch immer wieder zum Opfer und muss immer schlimmere Foltern über sich ergehen lassen. Am Ende ist er so mitgenommen, dass die anderen beschließen, ihn zu erhängen und es wie es einen Suizid aussehen zu lassen, um so noch eine Haftverkürzung herauszuschlagen. Die Geschichte wird immer wieder von den Aussagen der drei Täter unterbrochen, wodurch man ein noch besseres Bild von den verschiedenen Charakteren bekommt und Siegburg noch bedrückender wirkt.
Das Erschreckende an der Sache ist, dass die 'Quälereien' auf den Aussagen der echten Täter basieren. Und erst beim Anblick dieser Szenen kann man sich ein Bild davon machen, wie gewissenlos und widerwärtig sich diese Typen verhalten haben.

Der beste Boll aller Zeiten.

Die Geschichte findet nur in der Zelle statt und das Bild wird durch viele Nahaufnahmen geprägt. Hinzu kommt, dass die Schauspieler ihre Zelle während der Dreharbeiten nicht verlassen durften und alle Dialoge improvisiert sind. Besonders Edward Furlong, der Einigen auch schon als John Connor bekannt sein dürfte, sticht in seiner Rolle hervor. Aber auch Uwe Boll hat dieses Mal hervorragende Arbeit geleistet. Es gibt dieses Mal keine verpatzen Szenen und der Film wirkt so, wie er soll. Kalt und widerlich. Es macht keinen Spaß, den Film zu schauen und oft ist man kurz davor auszuschalten, weil dieses angewiderte Gefühl in einem kaum noch erträglich ist. Genau das ist es, was Boll immer wieder zu erreichen versucht. Genau das ist es, was er immer wieder in Interviews hervorhebt. So wie schon in Seed und Tunnelrats will er die Absurdität solcher Dinge wie Krieg, Gewalt und Folter zeigen und mit Siegburg ist es ihm zum ersten Mal ohne Zweifel gelungen.

Nur eine Zelle und dann das?

Leider gibt es am Ende dann doch noch einen Kritikpunkt. Die Zelle sieht anfangs noch überzeugend aus, doch dann kommt leider die Tür in den Blickwinkel der Kamera.
Sie sieht aus wie eine angemalte Holztür und ist mit normalen Türscharnieren ausgestattet. Bei allen guten Geistern, so ein Fehler darf einem erfahrenen Filmmann doch nicht passieren, auch nicht einem Herrn Dr. Uwe Boll. Beim besten Willen, NEIN!
Ebenso peinlich ist die deutsche Synchronisation. Sie zerstört viel von der Stimmung des Filmes, da die Sprecher lieblos und unmotiviert wirken. Auf englisch bekommt man im Gegenzug dafür die volle Breitseite serviert, allein für die kranke Lache Edward Furlongs lohnt es sich bereits.

Fazit:

Man sollte meinen, dass eine so grausame Tat nicht verfilmt werden sollte, schon gar nicht von Uwe Boll. Dieses eine Mal haben wir uns aber geirrt. Trotz der Tatsachen, dass der Film mit einem nahezu unbekannten Cast ausgestattet ist und einen anbiedert, überzeugt er mich. Er ist hart, widerlich und erschreckend real, trotz Holztür. Jeder, der gerne in die Abgründe der Menschen hineinschaut, ist hiermit gut bedient. Sofern er einen starken Magen und starke Nerven hat. Für feinfühlige Menschen, die an das Gute im Menschen glauben, ist der Film nicht zu empfehlen.
Siegburg ist letztendlich der Beweis dafür, dass Boll nicht nur schlechte Filme machen kann.

P.S.: Der Film musste für eine leichte Spio/JK an zwei Stellen geschnitten werden, dies nimmt ihm jedoch kaum an Härte. Uncut kann man ihn über England beziehen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reaktion, 24. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Für meinen Geschmack zu brutal - Aber so scheinen nun mal Gewaltverbrechen abzulaufen! Das Leben ist kein Ponyhof.

Pro:
+ Darsteller (man findet alle sofort unsympatisch)
+ Beängstigende Räumlichkeit
+ Rückblenden / Befragungen der Insassen

Contra
- Harte Foltermethoden (sehr realistisch dargestellt)
- Mir drehte sich an manchen Stellen der Magen (vielleicht auch weil es der Realität entsprach)
- Bildqualität der DVD war nicht ganz so toll
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einer der besten Bolls, 14. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Dieser Film, der auf wahren Ereignissen basiert (der Foltermord in einem Siegburger Gefängnis), unterscheidet sich stark von den Spieleverfilmungen, die uns Dr. Boll bisher liefert. Anstatt knallig bunter Comic-Action liefert uns Uwe Boll einen Film ab, der beinahe schwarzweiß ist und außerdem zu einem Großteil improvisiert ist. Die Schauspieler bekamen nur eine kurze Anweisung, worum es in der der Szene geht und Action! Im Bonusmaterial kann man einige Szenen deshalb in mehrfacher Ausfertigung sehen, die sich allesamt stark unterscheiden. Von den Schauspielern muss ich Sam Levinson loben, da er den inneren Konflikt (helfen, oder nicht helfen), den er austragen muss, sehr gut rüberbringt. Außerdem zerstört die deutsche Stimme von Steffen Mennekes viel von seiner Rolle, da sie etwas unpassend ist. Die wird vom Film allerdings sehr gut überdeckt, da ich ihm ohne weiteres 5 Sterne geben würde. Einen Punkt Abzug gibt es allerdings dafür, dass KSM GmbH (UWE! KOMM ZURÜCK ZU SPLENDID!) es nicht geschafft hat, einen Audiokommentar von Uwe Boll (was jedes Mal das Herzstück des Filmes ist) auf die DVD zu packen.

Kaufempfehlung? Ja!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Film der fesselt, 17. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Uwe Boll hat es seinen Kritikern mit "Siegburg" gezeigt. Ein verstörender Film, der unter die Haut geht. Besonderes Lob auch an die Darsteller. DVD kommt mit interessantem Bonusmaterial. Eine runde Sache. 3/5 Sternen
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schallende Ohrfeige..., 20. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Uwe Boll, der zuletzt mit einer Vielzahl an unsäglich banalen Computerspielverfilmungen den Heimkinomarkt überschwemmte, kurbelte mit "Siegburg" seinen ersten ernstzunehmenden Film ein.

"Siegburg" versucht (mit verhältnismäßig simpel eingefangenen Bildern, wenngleich mit einem wunderbaren Cast) die erschütternde Geschichte der Vorfälle, die sich im November des Jahres 2006 hinter den Gittern der gleichnamigen Justizvollzugsanstalt zutrugen, nachzuzeichnen. Der Presse war damals zu entnehmen, dass drei Insassen des hoffnungslos überfüllten Knasts einen 20-jährigen Mithäftling über Stunden hinweg folterten, vergewaltigten, ehe sie ihn letztendlich töteten.

"Siegburg" ist so gesehen eine schallende Ohrfeige für unsere Sittenwächter, stellt er doch kurzerhand deren Weltbild auf den Kopf.

Applaus hierfür!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven, 8. Januar 2012
Eine wirklich brutale Geschichte und definitiv nichts für schwache Nerven. Die Kaltblütigkeit und Brutalität hat mich fassungslos gemacht und auch nach dem Film noch beschäftigt.
Ich schließe mich meinen Vorrednern an.
- Punkt ist der Preis für einen Film den man nur einmal schaut ist dies zu teuer !
Was genau die "7 Minuten längere Version" beinhaltet wodurch der Film 5 Euro teurer war kann ich nicht wirklich sagen, aber ich denke dies kann man sich sparen ;o)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bei"Uncut" mehr erwartet..., 30. Dezember 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zuerst möchte ich klarstellen: Ich bin kein Freund von Gewalt! Aber wenn ich mich schon darauf einlasse, ein realistischen Film anzuschauen, der die brutale Wirklichkeit nachstellen soll, und schon im Vorfeld disbezüglich hervorgehoben wird, so empfinde ich diese -nacherzählte und bescheiden gezeigten Situationen einer Knastvergewaltigung mit anschließender Tötung- eher ernüchternd und anstelle des Gefühls der Abschäu mehr Enttäuschung. Der Film an sich ist nicht schlecht und auch die Schauspieler geben ihr bestes, aber man hätte mit Sicherheit dramaturgisch mehr daraus machen können. Natürlich erwartet man keine Foltersequenzen ala "Hostel", der ja fast schon in die Splatter-Kategorie heranreicht; dafür ist dieser Film wiederum realer zu bewerten. Aber ich möchte meinen, das erheblich mehr Nachrichtensendungen einen wirklichen Abschäu des brutalen Geschehens in der Welt verursachen, als dieser Uncut-Film ab 18 Jahren(!) es vermag. Ich frage mich, was man aus dieser Fassung wohl noch rausschneiden konnte...? Fazit: Wer unverfälschte Brutalität sehen will,(ein wenig Voyorismus steckt in jedem von uns- und den versucht die Filmindustrie mit oft geschönten Filmbeschreibungen zu erwecken) der sollte sich den überhöhten Preis für dieses "Werk" sparen und " N-TV " oder " Spiegel-TV" schauen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Friss die Tube Zahnpasta oder stirb...., 11. März 2010
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Siegburg (DVD)
Die Jugendvollzugsanstalt Siegburg kam durch einen Vorfall, der sich dort im November 2006 ereignete, bundesweit in die Medien: In der Nacht vom 11. zum 12. November 2006 wurde dort ein 20jähriger Gefangener in seiner Zelle, die er mit drei 17- bis 20- Jährigen Mithäftlingen teilte über Stunden hinweg gedemütigt, gefoltert, vergewaltigt und am Ende ermordet. Die drei Täter zwangen das Opfer bei der eigenen Strangulierung behilflich zu sein, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Das Geschehen blieb zum Morgen unentdeckt, obwohl sich Insassen in den Nachbarzellen beim diensthabenden Personal über den Lärm beschwerten und einmal sogar die Klingel in der Zelle gedrückt wurde. Am frühen Morgen gaben dann die Täter Alarm und spielten Panik und Geschocktsein über den Erhängten in der Zelle...
Uwe Boll, der mittlerweile als der weltschlechteste Regisseur unserer Zeit gilt und als legitimer Sohn von Ed Wood gehandelt wird, hat "Siegburg" (Originaltitel "Stoic") 2009 in Kanada realisiert.
Seinen Ruf hat er vor allem seinen Verfilmungen von Videospielen zu verdanken.
Bereits 2006 und 2007 war er hoffnungsvoller Anwärter für die Goldene Himbeere als schlechtester Director des Jahres mit "BloodRayne" und "Alone in the Dark". Der Triumph blieb ihm allerdings bis 2009 versagt, denn da sahnte Boll mit "Postal", "1968 Tunnel Race" und "Schwerter des Königs" mächtig ab. Er wurde nicht nur schlechtester Regisseur des Jahres, sondern bekam auch einen Preis für das "schlechteste bisherige Lebenswerk".
Tatsächlich bemerkt man in "Siegburg" nichts von dem zweifelhaften Ruf. Das Kammerspiel für vier Personen, Opfer Mitch Palmer (Shaun Sipos) und die drei Täter Harry Katish (Edward Furlong), Jack Ullrich (Steffen Mennekes) und Peter Thompson (Sam Levinson) ist hart, erschreckend realistisch, brutal und widerlich. Ein schlechter Film ist es auf keinen Fall, aber es ist eine andere Frage, ob der Film gefällt oder nicht.
Es macht keinen besonderen Spaß, den Film zu schauen und oft ist man kurz davor auszuschalten, weil dieses angewiderte Gefühl auf Dauer unerträglich ist.
Gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall die etwas künstlich wirkende Zelle, in dem die vier Männer agieren, die bei Boll alle einige Jahre älter sind, als die realen Häftlinge aus Siegburg. Auch wurde die Handlung nach Kanada verlegt, wo der Film auch gedreht wurde.
Boll liess seinen vier Akteuren weitgehend freie Hand zum Improvisieren, es gab an Drehbuch lediglich ein Grundgerüst einer Story.
Die Geschichte wird immer wieder von den Aussagen der drei Täter unterbrochen, diese Einspieler basieren nun wirklich auf den Aussagen der echten Täter.
Ein erschreckender Film, der ein Stück weit den schlechten Ruf von Boll ad absurdum führt. Aber auch ein Film, den ich unangenehm empfand...
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Siegburg
Siegburg von Dr. Uwe Boll (DVD - 2010)
EUR 9,99
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