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128 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit viel Liebe gebacken
Was hatte ich damals geschimpft: Eine Charaktererstellung, die jedem Rollenspiel Schande macht, güldenes Rüstwerk für meinen Magus und nicht enden wollende, immergleiche Schwertschwingerei - Drakensang 2008 war ambitioniert begonnen und fürchterlich überfordert veröffentlicht worden. Nicht so dieses Mal. Das Neue ist allenfalls halb so...
Veröffentlicht am 19. März 2010 von Erlkoenig

versus
47 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Saga geht die Luft aus
Ich habe bislang alle Teile der Schwarze Auge-Reihe durchgespielt und um es vorweg zu nehmen: Noch kein Teil hat mich dermaßen ungerührt gelassen und gelangweilt, wie "Auf dem Fluss der Zeit".
Ohne auf die Story selbst näher eingehen zu wollen (die wurde bereits mehrfach ausführlich beschrieben), möchte ich gleich zu meinen Kritikpunkten...
Veröffentlicht am 17. März 2010 von Roede Baer


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128 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit viel Liebe gebacken, 19. März 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Was hatte ich damals geschimpft: Eine Charaktererstellung, die jedem Rollenspiel Schande macht, güldenes Rüstwerk für meinen Magus und nicht enden wollende, immergleiche Schwertschwingerei - Drakensang 2008 war ambitioniert begonnen und fürchterlich überfordert veröffentlicht worden. Nicht so dieses Mal. Das Neue ist allenfalls halb so episch, doch dafür um einiges glaubhafter. Mit Drakensang: Am Fluss der Zeit gelang Radon Labs endlich eine würdige Auskopplung aus dem namenhaften Pen & Paper-Franchise.

Positives

Am Fluss der Zeit hat vor allem eines vorzuweisen: Leidenschaft für Rollenspiele. Erzählt wie eine kleine Gute-Nacht-Geschichte und bis ins Detail entworfen, spielt es in puncto Hingabe und Arbeitseifer der Entwickler in einer anderen Liga. Angefangen bei der sagenhaften Grafik, die mit warmen Tönen Licht und Schatten zu stimmungstragenden Säulen erhöht, über die zauberhafte Animation der quicklebendigen Welt, in der gehörnte Hausfrauen ihre Gatten mit Nudelhölzern durch die Gassen scheuchen und Kätzchen sich putzend auf Kisten sonnen, bis hin zur Synchronisation, die in dieser Qualität neue Maßstäbe setzt.

Speziell die Vertonung der Texte, im ersten Versuch nur angedeutet, hebt Am Fluss der Zeit auf ein neues Level der Unterhaltung. Schnell wird offenkundig, dass es sich hierbei um ein deutsches Rollenspiel handelt, geschrieben von deutschen Autoren für deutsche Fans des Genres. Unzählige Bezüge zu hiesigem Volksgut und heimischer Märchenkunde sowie die Einflechtung vieler verschiedener Dialekte und Sprachmelodien lassen Land und Leute so lebenswahr wirken, dass man sich wirklich in der Welt zu verlieren und die Zeit zu vergessen droht. Ein beispielhaftes Niveau, das zuvor nur Gothic 2 erklomm.

Bemerkenswert schien mir ferner, dass man offenbar Überstunden schob, um den Spieler überall hin zu begleiten. Während vermeintlich langweiligen Fußmärschen von einem Ort zum nächsten unterhalten sich die Spaziergänger fortwährend und verweisen auf die Umgebung - Langeweile tabu. Und selbst wenn die eigene Party bäuchlings den Boden beäugt, setzt die Rahmenhandlung ein. Der Erzähler hätte nur prüfen wollen, ob sein Ein-Mann-Auditorium ihm überhaupt noch zuhören würde. Das erinnerte mich ein bisschen an die kurzen Vierzeiler aus der Nordlandtrilogie, die ich noch heute darbieten könnte. Ja, ich musste damals ziemlich oft laden ...

Endlich wieder DSA: Ich bin kein Pen & Paper-Freund, aber ich habe mich, wie eben erwähnt, schon in den Neunzigern in diesen Gefilden herumgetrieben. Am Fluss der Zeit sah ich mich endlich wieder zurück daheim. Es gibt genügend dere'sche Anspielungen und die Zwölfe scheinen allgegenwärtig.

Wertfrei

Für den einen ein Grund zum Murren, dem anderen fällt ein Stein vom Herzen. Zwei Eigenarten erwähne ich daher ganz wertfrei. Dazu gehört zum einen, dass die Kämpfe vergleichsweise langsam ablaufen und hin und wieder ordentlich Zeit in Anspruch nehmen. Erklärte Action-Rollenspieler könnten mit offenen Augen einschlafen. Mich persönlich freute es gar, aber ich werde auch nicht jünger.

Die Haupthandlung ist verhältnismäßig überschaubar erzählt. Kein Grund zur Sorge, wie ich finde, da die reine Spielzeit - das Gros der Nebenquests inklusive - dennoch genug hergibt, um den vollen Kaufpreis zu rechtfertigen, von einem gegebenen Wiederspielwert ganz zu schweigen. Dennoch nimmt es Am Fluss der Zeit mit der monströsen Story des vor knapp zwei Jahren erschienen Sequels nicht auf. Alles wirkt soviel kleiner und kompakter. Was Fans des Vorgängers dauern könnte, stimmte mich wiederum glücklich. Mir persönlich war das erste Drakensang wenigstens eine Nummer zu kitschig.

Negatives

Ein Sternchen Abzug bedeutet natürlich gleichwohl, dass es Gründe zur Klage gibt. Wie schwer diese wiegen, entscheidet ihr einfach selbst. Mich schreckte jedenfalls keiner davon derart, dass ich den Kauf im Nachhinein bereuen würde.

Bedauerlich: Vier Begleiter an der Zahl - mehr werden es im Verlauf des gesamten Abenteuers nicht. Es müssen bestimmt keine Zehn wie noch im Ersten sein, wenn man eh nur drei Posten vergeben darf, aber vier waren mir, angesichts interessanter Begegnungen, dann doch einer oder zwei zu wenig. So können viele chice Ausrüstungsgegenstände gleich verkauft werden, wenn man die Klasse nicht selbst spielt und der Rest der Mannschaft versorgt ist. Logisch, dass einem die Wenigen dann umso mehr ans Herz wachsen. Dass ich am Ende einen meiner Treuesten auf dem Schiff lassen musste, fand ich doch unglücklich arrangiert.

Es gibt zwei Gebiete, die geradezu einfallslos aus der Reihe purzeln. Um nicht zuviel zu verraten, seien sie nicht beim Namen genannt, nur soviel: Es fehlt sowohl an einer wirklich packenden Binnenhandlung, als auch an abwechslungsreichen Gegnern, die die Mühe wert sind. Hier setzte der hohe Anspruch der Macher augenscheinlich kurz aus. Immerhin: Für das Hauptquest ist keines der beiden relevant.

Verhältnismäßig versiert fand ich mich in der Fortbildung meiner Streiter. Dennoch erreichte keiner dieser auch nur ansatzweise die Gefährlichkeit des gerufenen Skeletts meines Totenbeschwörers. Dabei war dieses eigentlich nur als Stütze und nicht als der Damage Dealer der Truppe gedacht. War es erst einmal mit dem Zweihänder zugange, erübrigten sich weitere Sprüche, da die Gegner zumeist hinüber, bevor die Zauber aufgesagt waren.

Die Charaktergenerierung wurde nur marginal verbessert und bleibt vor allem das Äußerliche betreffend mau. Die Identifikation mit der Hauptfigur ist demnach immernoch so eine Sache, die mir Probleme bereitet.

Und schließlich: Man findet definitiv zuviel Handwerksmaterial, das einfach zu wertlos ist, um es zu sammeln und zu verkaufen, in diesen Massen aber auch niemals Verwendung findet. Will man den Inhalt eines jeden Fasses und einer jeden Truhe nicht jedesmal sorgsam filtern, ist das Inventar ständig mit irgendeinem Plunder verstopft.

Fazit: Ein ganz klarer Pflichtkauf für Liebhaber klassischer, deutscher Rollenspiele sowie DSAler, die dem Medium nicht abgeneigt sind. Das Kampfsystem erfordert reges Mitdenken und ist nichts für Hack & Slay-Fans, hier aber auch nicht so aufdringlich wie noch im Vorgänger. Natürlich gibt es Verbesserungspotential, doch das macht dieses Mal Hoffnung auf einen weiteren Teil. Jede Wette, dass das nicht das Ende des Liedes war ...
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne heile Welt, 24. Februar 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Drakensang am Fluss der Zeit oder auch Drakensang 2. Man konnte nach dem ersten Teil ja gespannt sein, denn genug Kritik gab es ja.
"Was sollen die vielen Fäßer, sind wir bei Diablo 2"
"Warum sprechen alle NPCs immer nur den ersten Satz und den Rest muss man lesen?"

Spätestens nach dem Deutschen Computerspielepreis und der damit verbundenen Finanzspritze war die Erwartung an die Entwickler ungleich höher nun mit Teil 2 ein ordentliches, wunderbares und eine Markierung setzendes Spiel auf den Markt zu bringen.

Wie man an meinen verteilten 5 Sternen sieht, gehe ich davon aus, dass dies gelungen und das "warum ich so denke" folgt gleich nach einem kurzen Überblick.

Die Handlung von Drakensang am Fluss der Zeit spielt ca. 20 Jahre vor den Geschehnissen in Drakensang 1. Fängt das Spiel noch mit einer Handlung rund um Flußpiraterie an, so wird die Hauptfigur an der Seite des in Teil 1 bereits verstorbenen Ardo von Eberstamm und anderen dort bereits liebgewonnen Figuren in ein Abenteuer aus der Welt Aventuriens verwickelt.
Altgediente DSA-Veteranen können schon früh eine Vermutung haben, worum es geht, aber auch Neulingen die nur die PC-Spiele kennen, bekommen im Finale einiges, und vor allem Aufklärung, geboten.
So schafft es Drakensang 2 dann auch recht gut den erfahrenen Spieler ca. 40 Stunden an den PC zu fesseln, wobei 40 Stunden die Spielzeit mit allen Sidequests ist. Die Mainquest wird ohne das Equipement aus den Sidequests zwar etwas schwerer ist aber nach ca. 20 Stunden zu schaffen.

Es folgt nun also die Aufschlüsselung von Negativen und Positiven Erscheinungen im Spiel
-- Es gibt immernoch zuviele Fässer
-- Die Entwickler haben wieder eine sehr schwere Sidequest wie in Teil 1 eingebaut. Damals Mutter Ratzinski heute Krabbencocktail
-- Man kann sich keinen Geweihten Helden erstellen (oder habe ich da etwas übersehen?)
-- Die Schadenswerte der Waffen haben sich gegenüber dem ersten Teil und damit gegenüber dem DSA-Regelwerk geändert
-- Zu wenig Gefährten.

++ Grafik und Sound und Vertonung der Gespräche. An der Grafik musste ja nicht viel gemacht werden und die Hauptkritik, dass die NPCs stumm sind oder höchstens den ersten Satz rausbekommen haben sich die Entwickler zu herzen genommen und das gesamte Spiel durchsynchronisiert. (Wobei Jack "Ardo" Bauer doch etwas verwirrt)
++ Mehr Rezepte, mehr Ausrüstung, mehr magischer Klimmbimm, mehr von allem also und dennoch nicht zuviel
++ Die Experten-Charakter Erstellung
++ Mainquest ist ohne Sidequests lösbar (zwar hart aber auch mit nem Dieb machbar)
++ Wie bereits im ersten Teil erfährt man vieles über die Spielwelt
++ Man trifft viele bekannte aus Drakensang 1. Wer wollte nicht immer Bredo in seinen jungen Jahren sehen oder Gwendala? Viele Charaktere wurden gut eingebaut.
++ Charakterspezifische Einstiegsquest

Wie man sieht sind es nur Kleinigkeiten die im negativen Bereich sind, abgesehen von der geringen Auswahl der Gefährten stört mich eigentlich nichts und auch darüber kann ich hinwegschauen, da es, wenn man ehrlich ist ausreicht, und man mit den vorhandenen Charakteren immer gute Gruppen zusammebauen kann. In Drakensang 1 hat man ja auch höchstens mal eine Figur für eine Queste ausgetauscht, daher reichen die 4 möglichen Begleiter in Drakensang 2 komplett.
Die 5 Sterne gibt es dann endgültig für die positive Entwicklung, das Flair und die Neuerungen im Spiel. Neueinsteiger haben es genauso leicht wie DSA-Charaktereerstellungsgewöhnte-Pen&Paper-Veteranen.

Daher kann ich das Spiel jedem empfehlen der mit einem wohlwollenden Auge auf den ersten Teil schaut. Er wird nicht enttäuscht sein.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbarer Nachfolger für spannende Spielstunden, 6. April 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
"Drakensang - Am Fluss der Zeit" zu starten ist wie einen alten Freund zu begrüßen. Wer das erste Spiel kennt und liebt, der wird sich in diesem neuen Ableger sofort heimisch fühlen. Die Grafik und die Steuerung haben sich wenig geändert, so dass man sich schnell im Spielgeschehen einleben kann. Für diejenigen, die alles individuell zusammenstellen, gibt es wieder den Expertenmodus bei der Heldenerschaffung und auch noch zusätzliche neue Charakterklassen. Die Bandbreite der Professionen ist groß, so dass für jeden etwas dabei ist. Und da die mitgenommene Party aus ebenfalls sehr unterschiedlichen Charakteren besteht, erhält man, egal was man wählt, eine gut ausgewogene und schlagkräftige Truppe. Hierbei bestimmt die Charakterwahl und der Spielerentscheid oft auch, wie die Geschichte voranschreitet, je nachdem, welchem Freund man als erstes zu Hilfe eilt oder ob man den direkten kriegerischen Weg oder den heimlichen Schleichpfaden folgen möchte. Und mit einem eher phexisch ausgerichtetem Charakter kann man sich durch Diebstahl zusätzliches Geld verdienen.

In der gefährlichen Geschichte, in denen sich die Ereignisse um kapernde Flusspiraten zu einer großen Verschwörung heraufschaukeln, gibt es natürlich auch viele Kämpfe zu absolvieren. Diese werden genau wie im Pen and Paper abgehandelt. Zur Entwicklung einer Strategie und Positionierung der Helden kann man jederzeit die Pausetaste drücken und überlegen, was man als nächstes erledigen muss. Denn gerade am Anfang muss man seine Kräfte gut aufteilen und überlegen, wie die Helden miteinander arbeiten können, um die Gegner zu besiegen. Hier sind Taktik und ruhige Überlegung gefordert sowie die Bereitschaft, Auseinandersetzungen auch aus dem Weg gehen zu können.

Für den Spieler bietet "Drakensang - Am Fluss der Zeit" eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Die Zahl der zu erlernenden Fähigkeiten wird lediglich durch den eigenen Geldbeutel und die erworbenen Abenteuerpunkte beschränkt. Doch davon abgesehen kann man mit dem Schiff später im Spiel an jeden beliebigen Ort zu jeder Zeit reisen, was eine deutliche Verbesserung zum ersten Spiel darstellt. Auch muss man sich nicht für Besorgungen die Füße ablaufen, sondern kann in Städten und anderen großen Örtlichkeiten fix zu festgelegten Schnellreisepunkten eilen. Grafisch ist das Spiel gute Hausmannskost. Zwar lotet es nicht alle Möglichkeiten und Spielereien aus, ist dafür aber auf vielen Rechnern spielbar und bietet dennoch dem Spieler weite und offene Landschaften und eine passende Atmosphäre. Dazu tragen auch die vertonten Dialoge der angesprochenen Figuren bei sowie kleine eingestreute Details wie zum Beispiel ein zankendes Ehepaar.

Wie auch schon im ersten Teil wurden auch bei "Drakensang - Am Fluss der Zeit" die Regeln des Rollenspiels konsequent übertragen. Daher erhält das Spiel auch seine anziehende und heimelige Atmosphäre, die es für DSA-Spieler so faszinierend und ansprechend macht. Man fühlt sich eben einfach in dem System zuhause, muss nicht lange nachdenken und kann vielen alten und historischen Figuren von Aventurien direkt begegnen. Eingefleischte PC-Rollenspieler werden vielleicht bei der Darstellung des Kosch den Kopf schütteln oder sich fragen, weshalb man verflixt nochmal es nicht schafft, jedes Kraut zu pflücken, doch weise Rollenspieler grinsen dabei nur und freuen sich darüber, dass sie ein weiteres wundervolles Spiel erhalten haben, mit dem sie direkt in Aventurien Abenteuer erleben können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschön,spannend,vielseitig-aber nicht perfekt, 27. März 2010
Von 
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Im Prinzip wurde ja schon Alles zu diesem Spiel gesagt,ich will aber trotzdem auch meinen "Senf" dazu abgeben!
Grafisch und atmosphärisch sehr schön und stimmig gemacht!
Man fühlt sich richtig in dies mitttelalterliche Umgebung versetzt,die Nebengeräusche,die kleinen Details in der Umgebungsgestaltung-einfach Spitze!
Das die Haupthandlung eher trivial ist stört mich persönlich überhaupt nicht!
Ich finde es sehr erfrischend das es in dem Plot mal ausnahmsweise nicht gleich um die Rettung der ganzen Welt geht,wie sonst meist in Games!
Es ist halt einfach eine Kriminalgeschichte mit Abenteuercharakter,für mich ein
positiver Faktor!
Auch die Nebenquest finde ich teilweise sehr gut und mitunter auch recht umfangreich! Das der Schwierigkeitsgrad da manchmal etwas unfair sein kann,
mag jeder für sich selbst entscheiden ob dies ein pro oder contra ist.Ich empfinde
es als Pluspunkt,ich habe schon immer versucht größere Anforderungen eher zu
meistern um meine Partys(in anderen Spielen) schneller aufzuleveln!
Genau da kommt auch ein Negativaspekt des Spieles !
Das Ausbilden der Charaktere geht ,wie auch im ersten Teil Drakensang,recht langsam
vor sich.Wirklich "rücken" tun die dafür wichtigen Abenteuerpunkte nur bei der Erledigung von Quests.Das ist soweit ok,aber das das "Plätten von Raubtieren,
Politikern(nur Spaß)etc.nur sehr wenig Punkte und mit steigen des Levels manchmal gar keine Punkte mehr bringt,nervt schon gewaltig.Es schränkt das Bedürfnis die alten Schauplätze mehrmals aufzusuchen stark ein wenn man nur noch für Bären etwas bekommt bei Wölfen und Wildschweinen aber leer ausgeht!
Da wurde der Fehler des ersten Teiles komplett übernommen,schade !
Auch das Geld ist wieder ein echtes Problem,um die wirklich guten Sachen zu kaufen hat man nie das nötige Kleingeld(siehe Stierhornhelm für sage und schreibe
1000 Dukaten)!
Sicher man könnte Pflanzen und Tierteile sammeln,aber um solche Summen zusammen zu kriegen braucht man davon schon tausende und das ist dann kein Spielspaß mehr!!
Dies ist aber meine einzige negative Kritik,ansonsten finde ich das Spiel sehr schön und auch fordernd!
Da ist schon ein bißchen mehr Grips nötig um hier Alles zu meistern als zum Beispiel
bei dem Fiasko Final Fantasy 13(furchtbar,selbst ein Schimpanse könnte das spielen).
Alles in allem kann ich Drakensang:Am Fluß der Zeit jedem echten Rollenspielliebhaber wärmstens empfehlen!
Hier ist alles drin was ein solches Spiel ausmacht,es kommt keine Hektik auf und
viele Stunden Spielspaß sind garantiert.Und das Gehirn bekommt auch jede Menge zu tun!
Empfehlenswert ist aber trotzdem der Kauf des Lösungsbuches!
(Ich habe erst ohne gespielt bis Hammerberg und dann angefangen das Buch zu lesen,
dabei habe ich festgestellt,das ich eine ganze Menge übersehen hatte!Zum Glück kann man aber alle Nebenquest auch noch später erledigen,nur einige Truhen und Behältnisse muß man gleich leeren-siehe Werwolfnebenquest.)

Einen schönen Gruß an alle Rollenspiel/Strategie - Zocker
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schön, bitte mehr davon!, 24. Februar 2010
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Ich schreibe normal eher selten eine Rezision zu einem Spiel, aber hier muss das einfach sein weil ich selten von einem Spiel so in den Bann gezogen wurde wie hier. Diese fast schon krankhafte Liebe zum Detail hat mir wirklich den Atem verschlagen, denn so etwas ist man von den zahlreichen Spielen von der Stange gar nicht mehr gewohnt. Man merkt wirklich das hier Fans des Rollenspiels am Werk waren und die Idee in die alte Zeit von DSA zurück zu gehen ist einfach genial. Die Vollvertonung tut dem Spiel so etwas von gut, das sieht man schon wenn man durch die Gassen von Nadoret wandelt wo man Freude daran hat den Leuten einfach bei den Gesprächen zu belauschen. Ich spiele schon sehr lange DSA und ich kann wirklich bestätigen das die Regeln nun wirklich sehr kompliziert sind, sie füllen ja mehrere dicke Bände. Die Umsetzung ist in meinen Augen sehr gut gelungen, kann vielleicht verwirren und freilich hat man es mit einem Krieger vielleicht einfacher wie mit einem Dieb. Man sollte es sich vielleicht nicht zu schwer machen wenn man in dem System nicht so fit ist und mit einem einfachen Kämpfer-Charakter beginnen. Da es oft mehrere Lösungswege gibt, kann man bei dem zweiten Durchgang dann ja etwas nehmen was mehr eine Herausforderung darstellt. Es ist allerdings wahr das es oft Aufgaben gibt wo man später wieder kommen sollte wiel sie dann erst zu schaffen sind, das gab es aber auch schon bei dem berühmt berüchtigtem Brauereikeller in dem ersten Teil. Der höhere Schwierigkeitsgrad der zum Teil kritisiert wird, beruht zum Teil auch auf Wunsch der Fans die den ersten Teil stellenweise zu leicht fanden. Ich habe bis jetzt keinerlei Probleme in irgend einer Form die bis jetzt angesprochen wurden. Weder mit der Kamera, noch mit dem Schwierigkeitsgrad auch läuft das Spiel sehr stabil und rund. Es gibt eine Demo zu Am Fluss der Zeit, schaut es euch an ihr verpasst ein wirklich großartiges Spiel und ich hoffe auf weitere Teile, den Erfolg hätte es verdient.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Altmodisch-gemütliches Rollenspiel mit schöner Grafik, 15. März 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Nachdem ich das Spiel gestern endlich durchgespielt habe, möchte ich es hiermit in Form dieser kurzen Rezension weiter empfehlen. Ich bin kein Pen-and-Paper Rollenspieler, sondern kenne die DSA-Serie nur von ihren Computerspiel-Umsetzungen.
In letzter Zeit versuchten viele Rollenspiele (vor allem "Dragon Age"), durch Einbeziehung filmreifer Dramatik, epischer Szenarien und Geschichten sowie actionreicher Handlung "cineastische" Spielerlebnisse zu vermitteln, in dem sich der Spieler wie in einen Herrn-der-Ringe Film zum Mitspielen versetzt fühlen soll. "Am Fluss der Zeit" verkörpert das ziemliche Gegenteil dieser Konzepte und widersetzt sich diesem Spieledesign-Zeitgeist; es ist gemütlich, bedächtig-ruhig, relativ undramatisch, humorvoll, keinesfalls düster-brachial, sondern eher märchenhaft-leicht. Es spielt sich wie der Vorgänger, rundenbasiertes Kampfsystem, 3D-Umgebung und freie Steuerung mit Maus und Tastatur. Das Spiel bietet einen guten Kompromiss zwischen nicht-linearem Erforschen der 3D-Welt und einer stringenten Storylinie im Zuge der Mainquest, die man aber getrost wunschgemäss und ohne Zeitdruck pausieren kann, um Nebenquests oder freiem Erforschen nachzugehen.

Die Verschwörungs-Story reisst nun wahrlich keine Bäume in Sachen "epischem Anspruch" aus, sorgt aber für Unterhaltung, denn die eigentlichen Motivationsfaktoren liegen weniger darin, wissen zu wollen, wie es "weitergeht", sondern im Genuss der unglaublich liebevoll und detailversessen designten Welt. Auch wenn nichts "passiert", macht es einfach Spass, die mittelalterliche Stadt zu durchwandern, an den Ständen mit den kauzigen Händlern die Waren durchzusehen, im Elfenwald in den herrlich stimmungsvollen Farben des virtuellen Laubes zu schlendern und Kräuter zu sammeln oder in der Kneipe den Besuchern zuzuhören. Nebenbei kann man seinen Charakter aufbauen und optimieren, wobei Skill-, Crafting- und Itemsystem ziemlich dem Vorgänger entsprechen. Im Laufe der Handlung kann und sollte man alle zugänglichen Gebiete per Schiff mehrfach besuchen, da es dort immer wieder neue Nebenquests und Items gibt.

Die Anfangsphase mit jeweils charakterspezifischen Quests verläuft allerdings sehr zäh, da der Level 1-"Held" wirklich nichts beherrscht, keine Gegner trifft, keine Resourcen sammeln kann und auch sonst noch recht schwächlich agiert. Insofern sind die "Frust"-Vorwürfe in gewisser Weise nachvollziehbar und es vergehen gefühlte Ewigkeiten, bis der Held 2 oder 3 Level erreicht hat und die Sache etwas an Schwung gewinnt. Aber auch hier kann man nur empfehlen, die "Gemütlichkeit" des Spiels zu nutzen, und lieber die Gegend zu erforschen, denn der Verkauf von gefundenem Kisten- und Fässer-Inventar kann z.B. die Sache erleichtern, wenn man sich vom Erlös etwas bessere Ausrüstung kauft.
Die Fantasy-Klischees zu Rassen und Figuren wirken schon fast wie eine überdrehte LOTR-Parodie, denn die trinkfreudigen, axtschwingenden, erzliebenden Zwerge, die leicht blasiert-arroganten, naturliebenden, holzverarbeitenden und esoterischen Elfen sind dermassen plakativ überzeichnet, dass man nicht nur schmunzeln muss, sondern das ganze zuweilen auch nicht mehr ernst nehmen kann. Aber das gehört eben zum Konzept - ebenso wie der erzählerische Kniff, dass die ganze Story quasi als "Rückblick" des alten Grossvaters Forgrimm berichtet wird, der seiner "Enkelin" das "Märchen" erzählt. Die voll-vertonten Dialoge tragen ihren Teil zu diesem Eindruck bei.
Die fluffige Leichtigkeit sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein recht hartes Kampfsystem hohe Anforderungen an den Spieler stellt; es empfiehlt sich, die Nebenquests zu absolvieren, denn man braucht schon die Erfahrungspunkte, die besten Items, Zauber, Tränke und Waffen, um während des Endkampfes nicht in grosse Schwierigkeiten zu kommen. Die anfängliche Geldnot relativiert sich später, denn man findet genug verkaufbare Items aller Art; ich habe das Spiel mit mehreren Hundert Dukaten, die ich nicht mehr sinnvoll investieren konnte, beendet. Wenn man durch das Spiel nicht durchhetzt, ist auch die Spieldauer akzeptabel, auch wenn "Der Fluss der Zeit" etwas kürzer ausgefallen ist als der Vorgänger.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Onkel Forgrimms Märchenstunde, 16. August 2013
Von 
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Einleitung:

Forgrimm der Zwerg hat vor kurzem das vielleicht größte Abenteuer seines Lebens hinter sich gebracht (nachzuspielen im ersten Drakensang), gönnt sich ein helles Ferdoker und sinniert über die alten Tage, frühere Abenteuer die er mit seinen Freund Ardo, einen Schlitzohr namens Cuano und einen damals noch unbekannten Abenteurer erlebte und wie sie mal eben das Mittelreich retteten. All dies erzählt er der jungen Kladdis an einem wundervoll prasselnden Feuerchen, in ruhiger und gemütlicher Atmosphäre. Ein passendes Bild, welches sich auch auf das Spiel übertragen lässt, doch der Reihe nach.

Geschichte:

„Am Fluss der Zeit“ spielt viele Jahre vor den Ereignissen von Drakensang 1 (vor der Geburt von Kladdis) und spielt größtenteils in der Gegend um die kleine Baronie Nadoret und die Gegend um den großen Fluss. Der Spieler spielt einen angehenden Abenteurer, der in vier unterschiedlichen Vorgeschichte auf die Gruppe um Fogrimm, Ardo und Cuano stößt und gemeinsam mit diesen den mysteriösen Überfällen einiger besonders frecher Piraten auf die Spur zu kommen. Später wird das Ganze noch etwas größer, aber die Handlung erreicht bei weitem nicht die epische Dimension des ersten Teils, bei der es um einiges mehr ging, ist aber zumindest spannend erzählt. Allerdings ist sie weder düster noch hektisch erzählt nein, vielmehr passt sie sich dem großen Fluss selbst an, bleibt also ruhig und in einem gemütlichen Strom, bei dem man nie das Gefühl hat dass es besonders eilig ist die Baronie oder das große Mittelreich zu retten. Nein, nein man kann sich ruhig Zeit lassen und wird dafür auch an vielen Stellen tausendfach dafür belohnt, mit neuen Gebieten die wiederum ihre eigenen kleinen Geschichtchen erzählen, mit vielen Alternativen Dialogen, die anwählbar werden wenn man den richtigen Skill hat und wenn einem das jeweilige Gebiet noch zu schwer oder zu doof ist, verlässt man es einfach und kehrt in eine andere Karte ein und beginnt dort die Gegend unsicher zu sein. Dazu kommt noch der ziemlich augenzwinkernde Tonfall der Geschichte an sich und man merkt endgültig, das „Am Fluss der Zeit“ eine ganz andere Zielsetzung hat, als es zum Beispiel durchinszenierte spielbare Filme wie Dragon Age 2. Es geht nicht darum ein großes Drama zu erleben, als sich vielmehr auf ein gutgelauntes Abenteuer zu begeben, wo die Helden Helden sind und die Bösen Bösen und dies ist, was sehr für das Spiel spricht, eine Geschichte für alle Altersklassen, für die Jungen und die die jung geblieben sind.

Das ist alles was es über die Geschichte von „Am Fluss der Zeit“ zu sagen gibt. Gut, ruhig erzählt und nicht ganz so ernst und bei weitem nicht so episch wie die vom Teil 1 (die der Rezensent als die weitaus bessere empfindet), dafür jedoch mit liebenswerten Figuren die einen wirklich ans Herz wachsen und immer für gute Laune sorgen werden.

Gameplay:

„Am Fluss der Zeit“ ist ein rundenbasiertes Gruppenrollenspiel. Das heißt, während der Kampfrunden und beim Einsatz von Skills würfelt der Computer im Hintergrund das Ergebnis aus und man bestreitet das Abenteuer in einer Gruppe von vier Personen, mit der zu Beginn erstellten Hauptfigur als Anführer und drei weiteren Charakteren als Begleitern, die alle im besten Fall unterschiedliche Fähigkeiten besitzen und ein jeder eine Rolle in den Kämpfen oder bei der Interaktion mit der restlichen Umwelt einnimmt. So schlägt der Zwerg Forgrimm besonders hart zu und der Dieb Cuano ist besonders geübt darin Schösser zu knacken oder andere Leute mit Worten dazu zu überreden doch bitte ein Einsehen zu haben.

Diese Vielfältigkeit schlägt sich auch in den Hauptaufgaben und den zahlreichen Nebenaufträgen im Spiel wieder. Es gibt meistens immer zwei Möglichkeiten die einzelnen Aufträge abzuschließen (zumindest ist dies der Fall bei der Hauptgeschichte) und dies lädt dazu ein, das man auch experimentieren, beziehungsweise das Spiel mehrmals zu Ende spielen möchte, denn wer weiß schon ob man den bullige Piraten nicht auch hätte überreden können den gestohlenen Degen wieder herzugeben, anstatt ihn eine blutige Nase zu schlagen?

Diese Vielfalt hebt „Am Fluss der Zeit“ auf jeden Fall von dem Konkurrenzprodukt „Dragon Age“ ab, wo am Ende jedes Gespräch doch darauf hinausläuft das am Ende jemand sterben muss, was nicht gerade dazu beiträgt, es mehrmals durchspielen zu wollen, wenn doch schon die Lösung des Konflikts immer wieder dieselbe ist.

„Am Fluss der Zeit“ hat jedoch auch ein viel komplexeres Charaktersystem als Dragon Age, was Anfänger leicht überfordern könnte. So erhält man zwar immer wieder Erfahrungspunkte (hier Abenteuerpunkte genannt) doch muss man sich gut überlegen worin man diese investieren möchte, teilen sich die einzelnen Skills/Fähigkeiten jedes anderen Charakters wiederum verschiedene, voneinander unabhängige Bereiche ein. So mag man zwar einen Charakter spielen, der vortrefflich mit dem Schwert umgehen kann, der jedoch schwach auf der Brust ist, da der Spieler nicht in Körperkraft investiert (das Äquivalent für Stärke in diesem Spiel) investiert hat. Dafür kann er dann wieder perfekt andere Leute davon überzeugen ihm ihr Geld zu geben, taugt jedoch als Magier nichts obwohl dies doch seine gewählte Klasse ist. Dann kommt noch dazu, dass bestimmte Skills und besondere Talente die den Spielverlauf erheblich erleichtern oder die der Charakter lernen soll aber noch nicht besitzt, nur bei bestimmten Lehrern zu erwerben sind, die dafür auch noch bezahlt werden wollen, wo man doch gerade auf die dicke Ritterrüstung spart! Dann kommt noch dazu, dass man diese Erfahrungspunkte für alle Bereiche verwenden muss und wenn sie einmal verbraucht wurden, sind sie dann auch nicht mehr retten. Vorsicht ist also angebracht.

Doch so sehr dies einen auch am Anfang erschlagen mag, am Ende wächst man an der Komplexität, vor allem da die Entwickler zumindest eine hilfreiche Tutorialboxen gedacht haben, in der alles Spielwichtige erklärt wird.

Die Bewegungsgeschwindigkeit der Gruppe bleibt selbst beim laufen weiterhin sehr gemächlich, dafür sind die Wege im Vergleich zu Teil 1 viel kürzer und es gibt nun eine Schnellreisefunktion, mit der sich lange Wanderungen erheblich abkürzen lassen. Eine sinnvolle Ergänzung, die den Spielfluss zugutekommt und damit „Am Fluss der Zeit“ zum schnelleren und weitaus komfortableren der beiden Drakensangs macht.

Grafik:

„Am Fluss der Zeit“ verwendet die gleiche Engine wie Teil 1 und sieht auch aus wie dieses. Das heißt man bekommt einige schön animierte Figuren, egal ob Mensch, Zwerg oder Elf serviert, die es durchaus mit den Figuren aus Dragon Age aufnehmen können.

Wo „Am Fluss der Zeit“ jedoch wirklich glänzt, sind die Landschaften. Satte grüne Wiese, zerfallene Ruinen und prächtige Fachwerkhäuser, sie alle werden, stimmig umspielt von geschickt eingesetzten Licht, perfekt in Szene gesetzt und machen „Am Fluss der Zeit“ zu einem der schönsten Rollenspiele aller Zeiten, welches selbst heute noch zu beeindrucken weiß.

Äußerlich gibt es also nichts zu bemängeln und da alles hell und freundlich dargestellt wird, wird man sich nie bedroht fühlen, ergo auch nie seine gute Laune verlieren.

Ein schöner Zusatz dieses Spiels also, das auch hier beweist, dass es für Menschen jeden Alters gemacht worden ist.

Sound:

Musikalisch bleibt Drakensang sehr melodisch, aber nicht orchestral und so ruhig, wie eh und je. Man kann die Melodien mitsummen, während man durch Nadoret zieht und entspannt die Architektur der umliegenden Gebäude bewundern.

Was jedoch „Am Fluss der Zeit“ von seinem Vorgänger abhebt, ist das es diesmal voll vertont ist und jede Gesprächszeile diesmal vertont wiedergegeben wird. Selbstverständlich für viele größere Produktionen, doch im Falle der Drakensang-Reihe war dies eine willkommene und nette Ergänzung, die das klangliche Gesamtbild abrundet.

Atmosphäre und restliche Gedanken:

Wie schon gesagt, ist alles in „Am Fluss der Zeit“ etwas gemütlicher, ruhiger, bedachter und dies zieht sich auch durch's ganze Spiel. Das war schon im Vorgänger so, doch im Gegensatz zu „Am Fluss der Zeit“ haben die Referenzen auf die Welt des Pen&Paper-Rollenspiel „Das schwarze Auge“ (auf dem Drakensang ja schließlich basiert) noch einmal erheblich und bringen das Spiel dem geistigen Vorbild noch näher, als es Teil 1 schon getan hatte. Das kann manchmal dazu führen, das manche Anspielungen wohl nur von Kennern der Materie wirklich zu würdigen gewusst werden können, doch stört dies niemals den Spielfluss, sodass man auch als Außenstehender weiterhin ungestört das Spiel genießen kann.

Es sei noch einmal angemerkt, dass es in „Am Fluss der Zeit“ wirklich viel zu entdecken gibt, sich aber vieles erst im späteren Spielverlauf ergibt, meistens wenn man einen bestimmten Teil der Hauptquest abgeschlossen hat. Es lohnt sich wirklich die Augen offenzuhalten und an späteren Stellen erneut zurückzukehren, da man dann ebenfalls wieder mit einer schön designten Quest/Aufgabe belohnt wird, die „Am Fluss der Zeit“ zu dem besonderen Spielerlebnis machen, welches es am Ende ist. Schön ist auch, dass man nach beenden der Hauptgeschichte weiterspielen kann, um auch noch die letzten Geheimnisse um Nadoret und Umgebung zu lösen.

Fazit:

„Drakensang am Fluss der Zeit“ ist ein wunderschönes Spiel, vielleicht sogar eines der besten Rollenspiele der letzten zwanzig Jahre. Es weiß genau was es will und setzt dies bis zum Ende durch. Der Spieler wird sanft in die Welt von Aventurien eingeführt und sobald er sich eingelebt hat, möchte er diese auch bald nicht mehr verlassen.

Es ist wirklich schade, dass nach diesem Spiel kein dritter Teil der Reihe folgte, wo die Spieltiefe, der augenzwinkernde Humor und die einmalige Atmosphäre aus diesem Spiel doch ein Bestseller hätte machen sollen. Doch man darf die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben. Vielleicht wird eines Tages ein ähnliches Spiel wie die beiden Drakensangs auf den PC zurückkehren und die alten Tugenden feiern, die Teil 1 und „Am Fluss der Zeit“ mit soviel Liebe zur Sache hochhalten. Bis dahin genießt man einfach was man hat und das immer wieder, während 5 wunderschön strahlende Sterne am Nachthimmel von der handwerklichen Brillanz dieses Spiel künden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf dem richtigen Weg!, 9. Februar 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Es ist schade, dass es keinen neuen "echten" Drakensang-Teil mehr geben wird, denn die Entwickler haben enormes Steigerungspotenzial zum ersten Teil bewiesen, die Quests sind größtenteils liebevoller und die Handlung stringenter, die Begleiter besser ins Handlungsgefüge eingebettet. Schade wie gesagt, dass man keinen dritten Versuch mehr sehen wird, ich denke beim nächsten wäre auch der 5 Stern zustandegekommen.

Einen riesen Atmosphäre-Killer gibts aber und zwar den nennen wir ihn mal "Elfenbaum", sowas sah ich zwar auch schon bei anderen Spielen, mehr schlecht als recht atmosphärisch ins Spiel eingebaut (beispielsweise in Arcanum). Aber Drakensang setzt dem ganzen die Krone auf: Ein Baum soll also mindestens 20 Menschen, äh Elfen beherbergen; und dieser ist auch noch kaum überdacht und im Winter, schließlich befinden wir uns in gemäßtigten Breitengraden muss das doch bitterkalt sein, so ohne Wände. Das finde ich dann doch schon arg ins Lächerliche gezogen diese Idylle, aber der Rest ist atmosphärisch so stimmig, dass es diesen Faux-Pas wieder wettmacht. Die Zollburg und das Piratennest sind sogar aussergewöhnlich atmosphärisch und amüsieren nicht zuletzt durch makaberen Humor.

Das Kampfsystem ist wie im ersten Teil eher sperrig und vermisst die Eleganz und Leichtigkeit eines sagen wir mal Neverwinter Nights. Aber ich kann mich dennoch gut damit arangieren.

Das Beklauen von x-beliebigen NPCs, hätten sie lieber rauslassen sollen, die NPCs zeigen eh keinerlei Reaktion, wenn sie einen ertappen und es fungiert genauso wie bei Dragon Age Origins nur als Zeitfresser, der sich leider zu sehr lohnt, um ihn einfach gänzlich links liegen zu lassen. Wenn man sowas implentiert, dann bitte sinnvoll in Quests eingebettet.

Die Grafik ist auch sehr stimmig, gerade was die Hintergründe und Umgebungen betrifft, hier hat schon Teil 1 sehr gute Arbeit geleistet, nur die Charaktergrafiken, gerade die Gesichter und die Mimiken können sich nicht mit den großen Amerikanischen und Kanadischen Kollegen Bioware und Obsidian messen.

Aber diese Kleinigkeiten zerstören mir keineswegs den Spielspass. Aus deutschen Landen gibts kein besseres Oldschool-RPG und auch so waren die Jungs auf dem richtigen Weg, denn sie leider nicht zu Ende gehen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Nachfolger des schon großartigen Drakensang, 17. Dezember 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Drakensang-Am Fluss der Zeit ist ein episches Rollenspiel und ein würdiger Nachfolger von Drakensang!

Pro:
-eine sehr spannende und fesselnde Geschichte
-großartige Atmosphäre
-schöne Grafik
-tolle Dialoge die im Genteil zu Teil 1 jetzt komplett vertont sind
-abwechslungsreiche Quest
-wunderbare Hintergrundmusik
-es gibt sehr viele Waffen,Rüstungen und Ausrüstungsgegenstände
-viele bekannte Charaktere aus Teil 1 tauchen wieder auf z.B. Bredo,Gwendela,Auralia,Prinz Arom,Ulwine Neisbeck,Erzmagier Rakorium...
-tolle Spielanimationen
-jetzt gibt es endlich Schnellreisepunkte
-neue Archetypen

Kontra:
-es gibt weniger spielbare Charaktere als in Teil 1
-an manchen Stellen ist das Spiel sehr schwer
-könnte für einige Spieler zu wenig Action bieten
-manchmal bleiben die Charaktere einfach an Gegenständen hängen
-zu viele Fässer und Kisten die man kaputt machen kann aber nur unnützige Gegenstände wie Rostige Nägel findet

Fazit:
Drakensang-Am Fluss der Zeit ist eines der besten Rollenspiele die ich jemals gespielt habe und übertrifft dabei noch seinen schon großartigen Vorgänger.
Wer klassiche Rollenspiele mag ist hier genau richtig aber auch für Neulinge ist diese Game einfach super.
Deswegen gibt es von mir die volle Punktzahl und eine Kaufempfehlungan alle Rollenspiel-Freunde!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannendes, abenteuerreiches Spiel, 23. März 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Computerspiel)
Ich spiele Drakensang-am Fluss der Zeit bereits zum dritten Mal durch, da man viele verschiedene Handlungsmöglichkeiten hat und sich das Spiel daraufhin anders aufbaut. Hier mal meine persönliche Einschätzung

Pro
- Kampfmodus: für welche, die sonst vorsichtig um jede Ecke schauen genau das richtige, denn sobald Gefahr droht wird das Spiel pausiert und man kann seine Angriffe und Vorgehensweise planen

- Charakterwahl: umfangreich in dem Sinne, dass man sich mit dem Expertenmodus seinen Helden gut und spezifisch skillen kann, außerdem sind es zahlreiche Anfangscharaktere, die es alle wert sind ausgewählt zu werden, dadurch hoher Wiederspielwert, einziges Manko: das Aussehen selbst könnte umfangreicher sein, man kann 3 verschiedene Körpergrößen und jeweils 6 verschiedene Frisuren und Gesichter wählen. Durch "Fallout" oder "Oblivion" kenn ich es auch umfangreicher, doch da man seinen eigenen Helden eh selten von vorn sieht ist es recht irrelevant.
Der Beginn ist je nach Charakterwahl anders, man muss sich zu seinem Lehrmeister begeben, der die Ausbildung dann beendet, dieser ist auf den Charakter angepasst, allein diese Tatsache lohnt, das Spiel mindestens 3 mal zu beginnen

- Spielweise: mal hat man viel zu kämpfen, mal viele soziale Quests zu erledigen, sehr abwechslungsreich

- ortsbezogene freie Spielwelt: die Wege an sich sind begrenzt man kann nicht einfach einen Felsen herunter klettern oder auf einen Stein springen, dafür ist man in der Welt selbst frei, da man nicht wie im Vorgänger einen Ort nur einmal besuchen kann und dann ist Schluss. Man kann wann und solange man will in einer Gegend bleiben, neue Quests entdecken (die nach jedem abgeschlossenen Kapitel auftauchen), neu gewachsene Pflanzen sammeln und und und, man muss nicht sofort ins nächste Kampfgetümmel starten sondern sich in Ruhe sammeln, ein paar Tränke brauen, Waffen schmieden oder Pfeile anspitzen.

- ausgeglichene Kämpfe: spielt man in Gothic als Magier ist der Kampf am Ende recht einfach und anfangs ziemlich schwer, spielt man in Drakensang aFdZ als Magier, hat man zwar mit wenigen Zaubersprüchen einen Recihweitenvorteil, der ist aber nur bei eigenen Überraschungsmanövern gut und sehr effektiv. Bei Endgegnern hingegen muss man vielfältig agieren, ich habe bis jetz keine Lieblingskombination gefunden, meine momentane ist allerdings große klasse, effizient und bis auf den Rattenpappi Pappa Ratzi ungeschlagen, den ich etwas zu früh besucht habe. Allerdings muss ich noch einige andere Charaktere spielen um wirklich sagen zu können: der ist es! Bis jetz habe ich als Waldläufer (Bogen), Prospektor-Zwerg (Hieb-Nahkampf+Armbrust) und zuletzt als Zauberweber (Magie+Dolch-Nahkampf)gespielt

- Party: man hat nicht so viel Auswahl an Partymitgliedern, doch ich finde es positiv, da man so eingeschworener wird und weiß was jeder kann oder wo er schwächelt. Mir viel es am Ende immer schwer Ardo in die Gruppe nehmen zu müssen, da ich mich von keinem so richtig trennen konnte, letztendlich musste Forgrimm immer weichen, aber der hält da aus.

- Dialoge und Sprache: es ist sehr untrhaltsam einfach nur mal zuzuhören, wie sich zum Beispiel Cuano und Forgrimm ständig belegen, oder in der Taverne den Witzeerzählern zu lauschen

- Wahlfreiheit: Man kann sich immer wieder auf einen anderen Weg begeben und anders handeln, verhandeln, verhauen bestechen,....
Völker: je nachdem was man für einen Helden gewählt hat, ändern sich die Einbstellungen und Dialoge der Völker, Elfen reagieren und sprechen bei einem Zwerg anders als bei einem ihres gleichen

Schnellreisepunkte: ein super Erfindung

Kontra:
da fällt mir spontan nichts richtiges ein, außer dass es etwas lange dauert bis das Spiel hochgeladen ist

Alles in allem, ein sehr gelungenes Rollenspiel.
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Drakensang: Am Fluss der Zeit
Drakensang: Am Fluss der Zeit von dtp entertainment AG (Windows 7 / Vista / XP)
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