holidaypacklist Hier klicken Sport & Outdoor BildBestseller Cloud Drive Photos TomTom-Flyout Learn More madamet HI_BOSCH_COOP Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic NYNY

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen151
3,8 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1-10 von 15 Rezensionen werden angezeigt(2 Sterne). Alle Rezensionen anzeigen
am 16. April 2014
...dann wäre dieser Film ein echter Knaller. Nein, ehrlich: Russell Crowe, Christian Bale in EINEM Western - was kann da eigentlich schiefgehen? Das fragte ich mich. Die beiden sind hervorragende Schauspieler, wir alle doch aus wirklichen Film-Highlights kennen. Das MUSS einfach gut sein - dachte ich mir. Und irrte mich gewaltig.
-Vorsicht Spoiler, viele davon-
Todeszug nach Yuma ist schlichtweg ein schlechter Film, um es vorweg zu sagen. Nicht wegen den Schauspielern, nicht wegen der Ausstattung, nicht wegen der Atmosphäre (Landschaft und so weiter), sondern ganz einfach aus folgendem Grund: Wieder mal scheitert ein Film an dem, was heutzutage ganz offensichtlich kaum noch eine Rolle zu spielen scheint und daher als nicht mehr notwendiges Übel einfach gleich ganz weggelassen wird: Die Logik.
Ja, ja, es gibt IMMER Logikfehler in Filmen, vor allem in solchen Blockbustern. Schon richtig, die gab es stets. Aber heute sind diese Logikfehler kein hin und wieder auftretendes Ärgernis mehr, sondern beherrschen Film gewissermaßen.

Sagt mir mal einer, wie man sonst diesen Riesenhaufen davon in EINEN Film quetschen mußte?
-Da kriegt einer einen Bauchschuss (Leute, BAUCHSCHUSS! Eingeweide, Magen...! Nicht der angeblich harmlose Armtreffer oder Beintreffer, der ja im Film immer nur eine harmlose Fleischwunde ist) und spaziert Stunden später wieder lustig und auch nur anfangs mit sichtbarem Verband umher. So ein Müll!
-Der Gefolgsmann von Wade, dieser Prince, schnappt sich direkt unter den Augen des Bahnfuzzys eine Jacke von einem Stuhl (mal genau darauf achten: Der sieht das) und überdeckt damit sein Revolverhelden-Outfit, um Sekunden später den Überfall auf den Geldtransport zu melden und die Kerle aus der Stadt zu locken.
-Wade wird von Evans im Saloon gestellt - aber erst, nachdem dieser eine halbe Ewigkeit im ersten Stock und im Rücken des "Helden" gestanden und ihn blöd angeglotzt hat (Ungefähr zehnmal Gelegenheit, zu fliehen oder ihn über den Haufen zu ballern)
-Um die Bande wegzulocken, werden zwei Lebensmüde angestellt (die MÜSSEN Selbstmörder gewesen sein), von denen einer die Kutsche fährt, der andere eingeschlossen (was zum Geier sollte denn DER Unsinn? Damit es echt aussieht? Wie sollte die Bande das auf Entfernung erkennen?) hintendrin. Und dann kriegt dieser Depp hinten es nicht zustande, einen Mann, der überlebensgroß vor ihm auftaucht (Prince) über den Haufen zu schießen. Er verfehlt ihn mit dem ersten Schuß - und probiert es, obwohl er genug Zeit hatte, kein zweites Mal mehr?! Klar, dann geht er drauf. Verdient.
-Wieso ist Wade die ganze Zeit VORNE gefesselt? Daß er auf die Art einen nach dem anderen seiner Bewacher killen kann, ist ja klar
-Und da wir gerade dabei sind: Als er diesen Bauchschuss-Geheilten vom Pferde holt und dessen Schrotflinte schnappt, vergehen meiner Schätzung nach etwa vier bis fünf Sekunden. Und in diesen vier bis fünf Sekunden bringen es die anderen Deppen nicht zustande, auch nur EINE Waffe zu ziehen? Ist das Quark!
-Einige Indianer überfallen die gemütlich am Lagerfeuer sitzenden Weißen. Es gibt Berichte von solchen Überfällen, bei denen die Rothäute sogar mit Messern nahe genug heranschlichen, um die in der Wildnis vollkommen unfähigen Bleichgesichter binnen Sekunden zu massakrieren (kein Scherz). Aber, nö, diese Indianer denken sich: Wir haben genug Munition bis übermorgen und ballern einfach munter und ohne großartig zu zielen, drauflos. Keine Stellungswechsel, weil sonst jeder Idiot weiß, wo sie sich verstecken, nein - einfach nur peng, peng...ups. Und dann sind sie hin, weil der nach wie vor vorne gefesselte Wade sie "überrascht"?! Au, weia!
-Als man dann, nach einem unangenehmen Zwischenstopp, endlich in der Stadt eintrifft, kommt die Bande bald ebenfalls an - und steht groß und breit, sozusagen fehlen nur die Zielscheiben, auf ihren Gäulen sitzend direkt vor dem Hotel, in dem ihr Boss mit etlichen Bewaffneten herumhockt. Darf ich mal erfahren, worauf dieser Marshall und der Held sowie der Rest der Truppe gewartet haben? Auf besseres Wetter? Keiner kommt auch nur auf die Idee, die Bande einfach ein wenig zu dezimieren. Nö, man glotzt dumm aus dem Fenster und kriegt es mit der Angst zu tun, als Prince (noch immer hoch zu Ross und voll in der Schußlinie) munter "freiwillige Helfer" anheuert
-OK, dann kämpft sich der arme Evans, der trotz seines Holzbeins (oder täusche ich mich da?) springt und rennt, als wäre das Beinchen nachgewachsen, durch einen Haufen bewaffneter Bandenmitglieder und Möchtegern-Helfer. Keiner trifft, trotz Kreuzfeuer und hemmungsloser Munitionsverschwendung - und der Tatsache, daß Christian Bale in diesem Film NICHT Django heißt.
-Gut, und dann kommt die Szene, als es Prince endlich gelingt, den Helden über den Haufen zu ballern und seinen Boss zu befreien. Zum Dank müssen er und der Rest der Getreuen sterben. Weil der Boss wegen einiger netter Unterhaltungen mit dem Helden plötzlich sein Gewissen wieder entdeckt hat. Oder sowas Ähnliches.
Ist auch vollkommen egal. Denn die Entwicklung vom Bandenboss zum nachdenklichen, reumütigen Menschen oder was auch immer, kommt in diesem Film nicht im Mindesten rüber. Das liegt gewiss nicht an den Schauspielern, sondern einem Drehbuch, in dem es wichtiger zu sein schien, möglichst viel Geballer und Tote unterzubringen, anstatt tatsächlich auf die Charaktere einzugehen. Ich betone: Es ist schade. Denn ich denke, daß ich nicht der Einzige bin, der sich von diesem Film mehr versprochen hat. Ein "Open Range" zeigt, daß es mit einem guten Drehbuch und zwei guten Schauspielern auch ohne ständiges Peng-Peng geht (und der Showdown am Schluß hat es dort trotzdem in sich).
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2009
Hallo,

ich habe den Film erst vor ein paar Wochen entdeckt, und mich - nach kürzlich erstandener DVD - auf einen guten Western gefreut.

Leider muß ich nun nach den 118 Minuten sagen, daß er keinen Ehrenplatz in meiner Sammlung bekommen wird.

Was für eine eigenartige Handlung! - Und was für eine ärgerliche Handlung! - An dem Film wurde Potenzial verschenkt, das man hätte herausholen können, wenn etwas mehr daran gefeilt worden wäre.

Allein die Thematik und DIESER Filmschluß ist Kitsch. - Aus einem Dreigroschenroman. - Und dann fragt sich, was Russell Crowe in so einem Werk überhaupt zu suchen hat!?!

Jetzt mal von vorne:

zu Beginn erleben wir, wie einer "Farmersfamilie" von einem Widersacher die Scheune abgefackelt wird. - Die Famersfamilie in "", weil diese "Familie" ziemlich unpassend und unglaubwürdig wirkt - sie gehört doch eher in einen Prospekt mit dem Titel "glückliche Familie mit unserem neuen Waschvollautomaten".

Dann erleben wir einen anspruchsvollen Kutschenüberfall einer gnadenlosen "Killertruppe", wenn da nur nicht deren Chef wäre: Mr. Ben Wade (Russell Crowe), der einen superschlechten "Ruf" genießen soll, wie wir später noch erfahren, selbst aber doch eher ein liebenswürdiger "Gauner", ein Gentleman und wohl als der nachdenklichen Sorte von Mensch zuzurechnen ist. - Russell Crowe als "Böser"? - Das kommt schon am Anfang nicht "rüber".

Und aus diesem "Fundament" werden die beiden Handlungsstränge des Filmes deutlich:

der einbeinige Farmer, der mit seinen Komplexen nicht umzugehen versteht, sich für einen Versager hält (wobei er das bei dieser attraktiven Frau, diesen Söhnen, seinem Lebenswillen und dem, was er bisher schon erreicht hat, wirklich nicht müßte: aber zu dieser Erkenntnis ist er wohl nicht fähig und / oder noch nicht bereit), und dies von seinem älteren Sohn immer wieder zu fühlen bekommt, möchte vor allem eines: daß eben dieser Sohn Stolz auf ihn sein kann - und zwar UM ALLES in der Welt;

und zweitens: die auf der DVD-Box angekündigte - und auch zu erwartende - "Befreiungsgeschichte" des in Gefangenschaft geratenen Wade, der sich sehr unprofessionell verhält, nachdem er doch gerade eine Kutsche überfallen hat.

Diese beiden "Spuren" vermischen sich natürlich und am Ende steht das "Happy End", das jedoch einen überaus eigenartigen Beigeschmack hat und sehr unglaubwürdig ist - wenn man die Mühen zu Beginn des Filmes ansieht, Ben Wade als "Teufel in Menschengestalt" zu stilisieren:

das Ende ist also: der Sohn kann nun endlich auf seinen Vater stolz sein (Würgs!) - Kitsch pur - und der "Oberverbrecher"? - Der ist befreit, allerdings auch "geläutert", hat das Menschsein wiederentdeckt und...... wenn sie nicht gestorben sind, dann schweben sie auch heute noch auf Wolke 7, oder war es Nummer 8? - Aber vorsorglich pfeift er mal seinem Pferd - aus einem geschlossen Waggon eines lauten Dampfzugs heraus -, falls er es sich doch noch anders überlegen sollte, da er ja eine "Wechselpersönlichkeit" besitzt ......trief, schmier.....

Zu allem Überfluss ist die Handlung vorhersehbar und bietet wenige Überraschungen. -

Der Western hat einige gute Ansätze, die ihn zu einem sehr guten Film hätten machen können, hier seien nur zwei, drei genannt:

o die "Gefolgsleute" Wades sind wirklich gut beeindruckend böse: sein "Vorarbeiter" hätte einen erstklassigen eiskalten und intelligenten Oberschurken abgegeben;
o Russell Crowe hätte zu den Guten dazugehören sollen: z.B. in einer Rolle wie
Robert Mitchum als Sheriff in "Eldorado";
o wenn alleine der Schluß ähnlich den Show-Downs bei Eastwood-Western wäre, hätte
der Film - nach einer doch widersprüchlichen Handlung - einen erstklassigen Abschuß, und würde bei mehr Western-Fans besser ankommen.

Fazit: der Western "Todeszug nach Yuma" kommt daher wie eine Mischung aus "Märchen aus tausend und einer Nacht" und "Pale Rider": der Böse ist eigentlich ein Guter, und der Gute kann weder seine Komplexe abschütteln, noch die Spannung des Widerspruchs seines ältesten Sohnes ertragen. - Insofern ist der Film ein Drama über zwei gescheiterte Persönlichkeiten. - Christian Bale und Russell Crowe haben sicher bessere Rollen, und die Bewerbung, daß beide sich ein "erstklassiges Action- und Psychoduell" liefern würden ist schlecht umgesetzt: von dieser Tagline aus könnte man auf ein "Duell der Guten" aus "Für ein paar Dollar mehr" oder einem wie in "HEAT" hoffen, wird dann aber mit einer superweichgespülten "Herz-Schmerz-Schnulze" abgespeist. -

Zwei Sterne: einen für den Film und einen für Russel Crowe an sich und seine "harten Jungs".
33 Kommentare|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. August 2009
Zwar solides Actionkino mit einem,wie meist,farblosen Bale und einem,wie meist,charismatischen Crowe,aber völlig überflüssige Remake des Westernklassikers von 1957.
Einige Nebendarsteller,ich denke da vor allem an Ben Foster und Peter Fonda, agieren bis an die Grenze zum Overacting.
Unglaubwürdig,konstruiert um manchmal kitschig.
Da wird versucht die Personen interessanter zu gestalten ,in dem man dem Farmer ein Holzbein (beindruckend was Beinprothesen in den 1870gern zu leisten im Stande waren?!)und dem Bandenchef einen zu kleinen Hut und eine künstlerische Begabung verpasst.
Dazu noch ein Vater-Sohn Konflikt der in einem überzogenem,konstruierten,ja geradezu albernen Showdown gipfelt.
Ne..das war nix. Da lob ich mir das Orginal.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 18. April 2011
Es geht darum, dass der Bösewicht, gespielt von R. Crowe, von seinen Bewachern rechtzeitig in den um 15.10h abfahrenden Gefängniszug gesetzt wird. Dafür muss er aber zuvor quer durch die Prärie, gejagt von Banditen, und durch ein feindliches Indianerreservat zum Bahnhof gebracht werden. C. Bale spielt dabei einen Farmer und Kriegsveteran, der aus tiefer moralischer Überzeugung den "Bösewicht" unbedingt der Justiz übergeben will.

Die Story klingt recht interessant, leider kam dabei aber kein "echter" Western heraus. Der Schwerpunkt liegt nicht beim rechtzeitig zu erreichenden Gefangenentransport und den vielen zu erwartenden Gefahren auf dem Weg dahin, sondern es wird ständig herumdiskutiert. Die Charaktere verhalten sich zum Teil völlig unglaubwürdig, ja geradezu idiotisch. Der Bösewicht macht fast ungehindert mit seinen Bewachern was er will. Trotz ständiger Gewalt und Fluchtversuchen wird er nicht ordentlich gefesselt oder ruhiggestellt. Ständig werden Diskussionen über Moral und Anstand geführt und Bewacher und Bewachter bewundern sich gegenseitig immer mehr. Gegen Ende des Filmes greift man sich nur noch an den Kopf und denkt, dass alle miteinander am Stockholm-Syndrom leiden (So nennt man es, wenn sich Geiseln mit ihren Entführern anfreunden.)

Auch verwundert, dass der von C.Bale gespielte Farmer, der ein Bein im Krieg verloren hat, gegen Ende des Filmes wie eine Gazelle laufen und von Dach zu Dach springen kann.

Alles in Allem kann der Film nicht überzeugen, das an den Haaren herbeigezogene Ende (wer mag: siehe unten) setzte einen "würdigen" Schlußpunkt unter diesen Film. Da sehe ich mir lieber noch ein paar 50 Jahre alte Genre-Klassiker an.

Bild- und Tonqualität (DD 5.1) der DVD gehen in Ordnung. Höchstens wegen der schönen Landschaftsaufnahmen könnte man sich überlegen zur Blu Ray zu greifen. Sinnvoller wäre es aber, sich den Film einmal auszuborgen.

Für alle die wissen wollen, warum ich das Ende so idiotisch fand:

*SPOILER*

Der Mörder und Verbrecher R.Crowe erschießt am Ende ohne Zwang seine eigenen Gangster-Kumpels, die ihn während des ganzen Filmes und unter Einsatz ihres Lebens vor der Verhaftung retten wollten. Offenbar hat eine moralische Erleuchtung stattgefunden. Dann besteigt er, obwohl auch alle "Guten" tot oder fort sind, freiwillig den Gefängniszug, um der Gerechtigkeit endlich zum Sieg zu verhelfen. Ganz zum Schluss wird dann aber auch noch der Eindruck erweckt, dass er seinen nächsten Ausbruch bereits plant.
11 Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. November 2008
Als großer Christian Bale Fan habe ich mich sehr auf den Film gefreut. Dass ich einem guten Western nicht abgeneigt bin hat meine Erwartungen dann noch zusätzlich in die Höhe getrieben.
Bereits nach der Hälfte des Films haben mich die Logikpatzer derart aufgeregt, dass ich fast geneigt war den Film ganz wegzulegen. Obwohl am Schluss noch ein Wenig Fahrt in die öde und langezogene Story kommt, ist "Todeszug nach Yuma" eine große Enttäuschung für mich gewesen.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 4. Dezember 2011
Dan Evans, versehrter Kriegsveteran und nun erfolgloser Bauer leidet unter finanziellen Nöten. Seine Schulden sind so hoch, dass der Verlust seines Hofes droht, weil sein reicher Nachbar im das Wasser abdreht. In dieser finanziellen Bedrängnis erklärt sich Dan Evans bereit für 2oo Dollar den Gesetzlosen und Mörder Ben Wade zur Bahnstation nach Contention zu bringen, um ihn dort in einen Zug zum Bundesgerichtshof in Yuma zu setzen. Schon bald zeigt sich, dass Evans für diesen Job deutlich unterbezahlt ist, denn Wades Kumpel wollen Ben befreien und Dan Evans Grüppchen schrumpft zusehens.

Alles, was ein Western braucht: arme Farmer, die eigentlich zu diesem Beruf nie geeignet waren und in Selbstmitleid zerfließen, weil sie ein kaputtes Bein haben und der Meinung sind, zu wenig Geld als Entschädigung bekommen zu haben. Verbrecherbanden, die wild um sich ballern. Mörder, die einen moralischen bekommen und sich frei nach Stockholm Syndrom mit ihrem Bewacher anfreunden, die wiederum selber dem Delinquenten ihr Herz ausschütten über den tuberkulosekranken Sohn. Indianerangriffe (eigentlich sollte man dieses Klischee doch mittlerweile überwunden haben?! Guter weißer Siedler, böser Indianer, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß). Schießereien, bei denen man sich fragt, ob die nicht irgendwann mal nachladen müssten, die Revolver hatten doch nur 6 Schuss. Hatte ich die Schießereien schon erwähnt? Aber trotz dieser ganzen Action kommt der Film nicht in Fahrt und nach 2 Stunden fragt man sich, um was ging es in diesem Film eigentlich? War die Bahn schuld?! Wie immer unpünktlich, das war damals schon so und ist heute noch so und immer für einen Dialog über die Verspätung von Zügen gut. Und damals wie heute die Erleichterung, wenn der Zug doch einfährt und nicht ersatzlos gestrichen wurde. Die (tödlichen) Konsequenzen hatte jedoch bereits damals, der Reisende zu tragen.
Fazit: Schießereien, ein paar Unterhaltungen, Schießereien, wenig wirkliche Handlung, dafür aber kernige Männer.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2016
Todeszug nach Yuma, ist ein Remake, das in keiner Minute, in Intensität und Schauspiel, an das Original heranreicht.
Es bleibt ein solide inszenierter Western, in dem die Darsteller routiniert spielen, nicht mehr nicht weniger.
Die Regie ist hölzern, die Inszenierung passt sich an und die Schauspieler, wirken, als agieren sie ohne Führung, Drehbuch und ohne zu wissen, welche Art Film sie hier am Ende fertigstellen sollen.
Alles in Allem, leichthin vergebenes Potenzial- schade um das viele Geld der Produktion.
Einfaches Popkornkino, ohne Herz und Seele gespielt, gedreht und inszeniert- alleine das Ende, weicht vom 08/15 Schema ab.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juni 2008
Russell Crowe und Christian Bale in einem Western? Na, der muss doch gut sein?! Zumindest dachte ich mir das und eigentlich ist der Film auch gut, bis ca. eine halbe Stunde vor Schluss. Dann verlieren die Glaubwürdigkeit der Geschichte und Glaubwürdigkeit der Charaktere minütlich, bis beim Showdown nichts mehr davon übrig ist.

Zuerst kann man fragen, wieviele eigentlich ausgezeichnete Schützen (vorher im Film zu beobachten) man braucht um einen schon vorher angeschossenen Einbeinigen zur Strecke zu bringen. Das dann irgendwann selbst die eigene Bande sich umbringt, sorgt dann eher für ein peinlich berührtes Lachen, als für einen Adrenalinstoss. Was den Drehbuchschreiber bei diesem Unsinn gegen Ende geritten hat, das weiß der Teufel.

Es gibt dermaßen viele gute und halbwegs aktuelle Western (Schneller als der Tod, Riding with the devil, Jesse James), dass es einem wirklich schwer fällt, hier noch eine Empfehlung auszusprechen. Das ist umso ärgerlicher, als dass die Hauptdarsteller alle eine vorzügliche Leistung abliefern und nur das Finale alles in Schutt und Asche legt, was vorher mühsam aufgebaut worden ist. Schade drum!
0Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2008
Das Positive vorneweg: 3:10 To Yuma ist ein richtiger Western - keine postmodernen Mätzchen weit und breit.

Aber leider hinkt die Story wie ein Gaul, der ein Hufeisen verloren hat und das wirklich gute Original aus den Fünfzigern bleibt unerreicht.

Wer braucht Christian Bales Sohn, der seinen einbeinigen Vater für einen Loser hält? Höchstens Drehbuchautoren, die das für einen cleveren Kniff halten. Da hätten die Jungs besser an Russell Crowes Motivation gearbeitet, denn wenn der sich am Ende gegen seine eigenen Jungs richtet ist das komplett unglaubwürdig - und es wird noch unglaubwürdiger, wenn Crowe sich anschließend freiwillig in den Gefängniszug setzt.

Dazu vergeigt James Mangold viele Action-Szenen mit einer sehr durchschnittlichen Inszenierung, wie einen nächtlichen Apachen-Angriff, der fast nur in Nahaufnahmen gedreht ist, die dem Zuschauer die Teilnahme am Geschehen verweigern.

Bale und Crowe sind gut, aber nicht so gut,wie man erwartet hätte. Die herausragendste Leistung des ganzen Films liefert Ben Foster als Crowes rechte Hand, wieder mal ein Beweis wie dankbar eine saftige Arschlochrolle für einen guten Schauspieler sein kann.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2010
schöne bilder, tolle schauspieler, gute bluray ABER schlechte story. also eine echt schlechte story!!!
der film schaut aus wie ein guter western ausschauen muss, auf requisiten wurde offensichtlich viel wert gelegt. die bild UND tonqualität ist bluray würdig ABER:
nur wer nicht viel wert auf sinn legt kann getrost zuschlagen, ich tue das jedoch und verkaufe ihn deshalb schnellstmöglich wieder. denn einbeinige springen nicht einfach so über dächer! und erst diese intelligenten indianer... mehr will ich nicht ins detail gehen.
so, beinahe kurz und schmerzlos.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden