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5.0 von 5 Sternen Dramatisch
Nach den großartigen "Cavalleria"-Aufnahmen mit Jussi Björling als Turiddu (RCA, 1952 und Decca, 1959) und Herbert von Karajans singulärer Aufzeichnung aus Mailand von 1965 (DGG) noch eine überzeugende Aufnahme dieses veristischen Reißers auf die Beine zu stellen, das mußte schon eine Herausforderung sein.

Der amerikanische...
Veröffentlicht am 10. Mai 2007 von K.H. Friedgen

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Scotto & Domingo in unpassender Umgebung
Renata Scotto ist eine faszinierende Künstlerin. Über ihre stimmlichen Qualitäten ist schon viel geschrieben worden, hier ist sie in der schlechtesten Phase ihrer Karriere, die geschrieenen, tremolierenden hohen Töne wurden von den Technikern hier gnädig verhallt und in den Hintergrund gezogen. Trotzdem: Man ist gebannt von ersten Ton an: Eine...
Veröffentlicht am 18. März 2010 von Esclarmonde


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dramatisch, 10. Mai 2007
Nach den großartigen "Cavalleria"-Aufnahmen mit Jussi Björling als Turiddu (RCA, 1952 und Decca, 1959) und Herbert von Karajans singulärer Aufzeichnung aus Mailand von 1965 (DGG) noch eine überzeugende Aufnahme dieses veristischen Reißers auf die Beine zu stellen, das mußte schon eine Herausforderung sein.

Der amerikanische Dirigent James Levine hat diese Herausforderung angenommen und 1978 in London eine Produktion erstellt, die als ideale Alternative zu den oben genannten Aufnahmen bezeichnet werden kann.

Zunächst hatte Levine ein gutes Sängerteam zur Verfügung. Renata Scotto ist hier auf der Höhe ihrer stimmlichen und darstellerischen Möglichkeiten zu erleben, ihr Porträt der Santuzza zeichnet sich durch eine wohltuende Ausgewogenheit und großartige Bühnenpräsenz aus. Ihr Partner Plácido Domingo hatte noch einmal einen großen Tag, sein Turiddu ist sorgsam differenziert und stimmlich ohne jeden Tadel. Der Puertoricaner Pablo Elvira, bei uns sonst wenig bekannt geworden, ist ein untadeliger Fuhrmann Alfio, vielleicht nicht so gut wie Ettore Bastianini (bei Erede, Decca), aber mit Guelfis Leistung in der Karajan-Aufnahme kann er sich durchaus vergleichen. Die kleineren Rollen sind alle mit guten Kräften besetzt.

Die überragendste Leistung vollbringt jedenfalls der Dirigent. Der erfahrene Ambrosian Opera Chorus singt mit Hingabe und stimmlichem Glanz, und mit dem apokryphen National Philharmonic Orchestra stand Levine ein guter Klangkörper zur Verfügung. Die impressionistischen Farbreize des Stückes, die Karajan so unnachahmlich auszumalen wußte, bleiben bei ihm vielleicht ein wenig unterbelichtet, dafür kommen die dramatischen Wirkungen und das einkomponierte Espressivo umso besser zur Geltung. Hitzig, beinahe explosiv läßt Levine Mascagnis berühmten Einakter an uns vorüberziehen. Die flackernden Flageoletts nach Turiddus großem Ausbruch im Duett mit Santuzza geraten ihm zu einer wahrhaftigen Geistermusik, und das folgende "Intermezzo sinfonico" wird zu einem elegischen Trauergesang, dem aber die innere Dramatik keineswegs fehlt.

Die klangliche Realisation der Aufnahme ist gut, aber nicht optimal transparent, in den Höhen wirkt der Klang leicht verschleiert. Ansonsten keine Einwände. Das beiliegende Textheft enthält das italienische Libretto mit englischer Übersetzung und eine gute Einführung in die Handlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverschämt gut!, 23. Juli 2008
Diese Einspielung von Mascagnis Cavalleria Rusticana ist meines Erachtens nach die Schönste und innigste. Das liegt selbstverständlich an dem einmaligem Sängerensemble und dem großartigen James Levine am Dirigentenpult. Kaum eine Einspielung der Oper ist so innig, gefühlvoll und mitreißend!

Renata Scotto gibt die Sanzuzza und übertrifft alle Erwartungen. Oftmals wurde sie für die Auswahl ihrer Rollen kritisiert und große Kritiker waren sich einig, dass die Scotto den musikalischen Ansprüchen derartiger Partien nicht genügen kann! Mit welchen Ohren hören diese Menschen Musik? Es bleibt mir ein Rätsel. Sicher singt Scotto etwas hart und auf dem Stimmkern, sicher liegt der Ton im Piano auch unter dem Atem! Dennoch sind dies Werkzeuge die Effekte erzielen um eine besonders dramatische und echte Interpretation abzuliefern! Die Arie "Voi lo sapete o mama" wird zum Highlight der Aufnahme. Der Scotto geht es nicht um schön gesungene Noten oder nahtlose Übergänge zwischen den Registern, sondern um eine authentische Darstellung ihrer Partie. Manchmal kann gerade im Gesang eine Schwäche auch eine Stärke sein, beispielsweise um Effekte und Klangfarben zu erzeugen. Sie ist großartig in dieser Partie und rührt im Duett mit Turridu zu Tränen! Domingo an ihrer Seite ist ein ebenbürtiger Partner. Er hat eine klangschöne, farbenreiche Stimme die selbst in den höchsten Lagen bestehen kann. Seine Interpretation ist hervorragend gelungen und der Schmelz seiner Stimme lässt den Hörer dahinschmelzen. Ich schätze ihn sehr und er ist für mich der größte Tenor unserer Zeit. Mit dieser Einspielung hat er seinem Ruf erneut alle Ehre gemacht! Alle anderen "Sängerdarsteller" sind großartig und es gibt in dieser Einspielung nichts zu bemängeln.

Im Vergleich mit anderen Starbesetzten Einspielungen der Cavalleria sticht doch immer wieder diese eine hervor. Es gibt kaum eine Sängerin die eine so lebensnahe Darstellung ablegt! Fiorenza Cossotto beispielsweise verblasst neben der zierlichen Renata Scotto, der kleinen Frau mit der großen Stimme...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Scotto & Domingo in unpassender Umgebung, 18. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cavalleria Rusticana-Sony Opera House (Audio CD)
Renata Scotto ist eine faszinierende Künstlerin. Über ihre stimmlichen Qualitäten ist schon viel geschrieben worden, hier ist sie in der schlechtesten Phase ihrer Karriere, die geschrieenen, tremolierenden hohen Töne wurden von den Technikern hier gnädig verhallt und in den Hintergrund gezogen. Trotzdem: Man ist gebannt von ersten Ton an: Eine Persönlichkeit, eine Diva gestaltet hier. Domingo bietet stimmlich erste Qualität, bleibt aber zu Anfang etwas unbeteiligt.

Insgesamt scheint diese Produktion schnell vom Blatt gespielt und gesungen worden zu sein, besonders Chor (schlimme Intonationsmängel) und Comprimarii (drittklassige amerikanische Sänger, mit denen anscheinend niemand gearbeitet hat) setzen Tiefpunkte, wirklich schrecklich Lucia und Lola, schlecht gesungen, mieses Italienisch, geschmacklos gestaltet. Levine knallt die Feinheiten des Stücks zu und scheint vom Parfum der Jahrhundertwende nichts zu wissen, das Orchester spielt im Dauerespressivo und meistens forte mit viel vibrato ohne Differenzierung und Sinn. Schade um die Santuzza der Scotto, die eine gute Dokumentation verdient hätte.
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