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TOP 1000 REZENSENTam 15. Oktober 2009
Haditha ist eine Stadt im Nordwesten des Irak, ca. 250 km von der Hauptstadt Bagdad entfernt.
Die 90.000 Einwohner Stadt wurde von den amerikanischen Verbänden im April 2003 erobert, bis heute gilt sie als Zentrum eines stark agierenden irakischen Widerstandes.
Im November 2005 ereignet sich dort das sogenannte "Haditha Massaker", neben "Abu Ghuraib" eines der wenigen öffentlich diskutierten Kriegsverbrechen in diesem Land, ein Ereignis, das Empörung und Trauer ausgelöst hat. Leider sind solche Verbrechen immer noch an der Tagesordnung, nur nimmt man sie inzwischen nur noch beiläufig zur Kenntniss, wenn die Nachrichten wieder von einem Anschlag in dieser Region berichten.
Die Mitglieder des US Marine Corps sollen 24 Einwohner regelrecht massakriert haben, nachdem am frühen Morgen eine Kolonne von vier Fahrzeugen des 1. Marineinfanterieregiments einem Anschlag zum Opfer fällt. Eine vorher von Terroristen auf der Strasse angebrachte Bombe detoniert als das Bataillon vorbeifährt, ein Soldat stirbt sofort in dem Inferno und zwei weitere werden schwer verletzt.
Dies führt bei den überforderten mit Panik reagierenden Soldaten zu einer Vergeltungsaktion. Zum Opfer wird die unschuldige Zivilbevölkerung, in diesem Falle die unschuldigen Bewohner der umliegenden Häuser, die zwar beobachtet haben, dass Terroristen einen Anschlag planen aber aus Angst von den Widerständlern die Behörden nicht informieren. "Allah wird uns helfen" heisst es im Haus von Asmah (Siham Rashid) und seiner Frau Hiba (Yasmine Hanani). Die Grossfamilie, die gerade ein Fest feiert, hat somit ihr Schicksal besiegelt. Der durch den Krieg psychisch angeknackste Corporal Ramirez (Elliot Ruiz) und seine Männer vom United States Marine Corps erwidert das Feuer der Attentäter und leitet somit dieses erschreckende Massaker ein...
Die Washington Post und die Menschenrechtsorganistation "Human Right Watch" stuft dieses Ereignis, das anfangs verschleiert werden sollte, als das vielleicht schlimmste Kriegsverbrechen im Irak ein.
Im Frühjahr 2008 startet Nick Broomfields dokumentarisch wirkender Kriegsfilm "Battle for Haditha", der sehr nüchtern, aber umso erschreckender und eindringlicher den möglichen Ablauf der Vorkomnisse dieses schwarzen Tages zeigt.
Dargestellt werden ohne wirklich Partei zu ergreifen der Druck, der auf den Soldaten lastet sowie die religiösen, aber auch kommerziellen Beweggründe der Attentäter, die von den Terrorgruppen bezahlt werden.
Inmitten dieser tödlichen Spannung steht eine ohnmächtige Zivilbevölkerung, die danken muss, jeden neuen Tag überlebt zu haben.
Broomfield schafft es mit seinem Film die Misere in diesem Krisengebiet wieder nahe zu bringen. Er bringt die Spirale der Gewalt exakt auf den Punkt, die sich logischerweise genauso entwickeln muss wie gezeigt.
Ein wichtiger intensiver Film, der leider viel zu wenig bekannt ist. Von allen bislang gedrehten Filmen über diesen Themenkomplex sicherlich einer der besten und authentischsten Arbeiten.
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am 1. März 2009
Auch wenn das Thema Irak-Krieg schon ein wenig angestaubt ist und sogar aus einigen Köpfen ganz verschwunden ist, dieses kleine Meisterwerk zeigt erschreckend und nachwirkend warum dieser Krieg (traurigerweise) immer aktuell ist.
Der Film beginnt eigentlich sehr ruhig(Wobei ein genaues Lesen am Anfang sehr hilfreich ist.).Man bekommt Einblick in das Soldatenleben, lernt einige Personen der Army kennen aber im Gegensatz zu anderen Produktionen auch das Leben der Einheimischen.Ob friedlich oder terroristisch.Auf beiden Seiten werden wunderbar die Beweggründe für das bisherige und spätere Handeln erklärt.Und alles ohne erhobenen Zeigefinger.Dann baut sich langsam eine Spannung auf, die sich ständig steigert und in einer grausamen, schockierenden Katastrophe endet.Und dieses gewaltige menschliche Versagen beiderseits hat mich regelrecht umgehauen...Mehr will ich auch nicht dazu schreiben, nur eins:Diesen Film sollte man gesehen haben und sich dann seine eigene Meinung bilden.

Vergleichbar mit: Jarhead, Home of the Brave
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am 13. Dezember 2010
"Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit."
Am 19.November 2005 explodiert in der irakischen Stadt Haditha am Rand einer belebten Straße eine Bombe. Ein US-Marine stirbt, zwei weitere werden schwer verletzt.
Nick Bloomfield erzählt die Geschichte dieses Anschlags, wie er vorbereitet und verübt wurde.
Er analysiert nicht nur die Umstände die zu dem Anschlag führten, sondern beschreibt auch die möglichen Ursachen für die brutale und ausser Kontrolle geratene Reaktion der überlebenden Marines. Diese töteten auf Befehl ihres Vorgesetzten Offiziers 24 Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, die sich in der Nähe des Anschlagortes aufhielten und unfreiwillig Augenzeugen der Tat wurden.
Der Film zeigt deutlich das (gewollt) gespaltene Verhältnis der überwiegend jungen Marines zur irakischen Zivilbevölkerung. Das erste was die meisten von ihnen zu Beginn ihres Kampfeinsatzes lernen ist, das jeder Nicht-Amerikaner ein potentieller Feind ist. Sie hören beispielsweise von Frauen, die Waffen und Bomben unter ihren Burkas verstecken und von heranwachsenden Teenagern, die nicht zögern eine Waffe auf Soldaten zu richten und diese auch abzufeuern.
In dieser Umgebung haben die jungen Marines oftmals keine andere Wahl als um ihr nacktes Überleben zu kämpfen, in einem Krieg von dem sie selbst sagen, sie wüssten eigentlich nicht genau worum er geführt wird. Von den Vorgesetzten aus den Hauptquartieren hören sie nur die ewig gleichen Phrasen und Durchhalteparolen; sie kämpfen für die Freiheit und Demokratie der westlichen Welt und jeder der sich diesem Ziel entgegenstellt, gilt als Feind, den es ohne Rücksicht zu bekämpfen gilt.
Viele der jungen Männer verlieren scheinbar jedes Gefühl von Empathie gegenüber anderen Menschen ausserhalb ihrer Truppen. Und wenn sie sich angesichts eines aufkommenden Gewissenskonfliktes doch einmal vertrauensvoll an einen ihrer Vorgesetzten wenden, mit der Bitte um psychologische Betreuung, werden sie auf die Zeit nach ihrem Dienstende vertröstet. Schließlich seien sie Marines, die Helden Amerikas.
Der Film zeigt auch die andere Seite in diesem Konflikt, die aussichtslose Lage der irakischen Bevölkerung, die den Besatzern und deren Widersachern gleichermaßen hilflos ausgeliefert ist. Für sie existiert kaum noch ein normaler Alltag. Sie sehen wie Aufständische ihre Bomben in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnhäuser deponieren und können nichts dagegen unternehmen. Ihnen ist bewusst, dass sie nur Marionetten sind, die missbraucht werden um der Welt die brutale Politik der amerikanischen Besatzer vor Augen zu führen, in der Hoffnung diese Welt bereitet diesem Wahnsinn ein Ende. Bis heute warten sie darauf vergeblich.
Am Ende sind sie alle Opfer eines erbitterten Machtkampfes um die Vorherrschaft im Nahen Osten.
Der Film ist nicht nur ein Appell an die menschliche Vernunft. Er zeigt uns ebenso den Mut junger Amerikaner diesen Krieg kritisch zu hinterfragen und Misstände anzuprangern, indem sie der Weltöffentlichkeit ihre Geschichte erzählen.
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am 18. August 2013
Der Film macht eines deutlich: die Kleinen sind immer die Schuldigen. Von den oberen Köpfen werden Kriege angezettelt, doch der Gefahr und dem Stress müssen sich andere aussetzen. Auf das historische Ereignis kann man von zwei Seiten blicken. Der Film ist nicht verherrlichend, sondern zeigt schonungslos die Realität. Brutal, aber ehrlich. Sollte man unbedingt gesehen haben.
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am 15. August 2010
...welche allerdings die richtige ist, und ob es überhaupt eine "richtige" gibt, das bleibt in diesem Film bis zum Schluss dahingestellt. Der Film bezieht keine Stellung, er verurteilt nicht. Er zeigt nur zwei Seiten derselben Medaille. Ich war beim Ansehen hin- und hergerissen zwischen Unverständnis und Verständnis, zwischen Mitgefühl und einem "dass seid ihr jetzt aber auch grad' mal selber schuld". In einem Moment habe ich mich gefragt, wie "krank" man eigentlich sein muss, um so zu handeln, im nächsten Moment hatte ich wieder Verständnis. Und das galt wechselweise mal für die eine, mal für die andere Seite. Was den Hintergrund des Films angeht, so spare ich mir jetzt weitere Einzelheiten und schließe mich meinen Vorrezensenten "Frank Linden" und "Ray" an, die im Grunde schon alles Wesentliche vorweggenommen haben.

Dieser Film macht eines klar: Überleben ist in einem solchen Umfeld für alle Beteiligten reine Glückssache. Nicht alle Menschen stehen klar auf der einen oder auch auf der anderen Seite; manche geraten ungewollt in die Kriegsmaschinerie, wieder andere sind völlig unbeteiligt, was sie aber letztlich auch nicht davor bewahrt, zwischen die Fronten zu geraten. Ich persönlich habe mich häufiger gefragt, wie ich selbst mich wohl in dieser Situation verhalten würde. Wenn es auch anderen so geht, die diesen Film ansehen, dann hat er vielleicht schon einen sinnvollen Zweck erfüllt. Der Film bietet außerdem in vielerlei Hinsicht reichlich Stoff für eine anschließende Diskussion über Sinn und "Un"-Sinn solcher Einsätze. Doch das ist eine andere Geschichte.

Ich überlege gerade, ob ich jemals zuvor einen Kriegsfilm gesehen habe, der so präzise wie "Battle for Haditha", gleichermaßen unprätentiös und fast schon dokumentarisch die verschiedenen Positionen verschiedener Parteien herausarbeitet und mit einem unspektakulären Ende einfach so für sich selbst stehen kann. Ich glaube es aber nicht. Hier gibt es keine Helden. Ein (Anti-)Kriegsfilm, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient, meine ich.

Fazit: Inhaltlich sicherlich schwere Kost, von den Bildern her m. E. aber deutlich weniger brutal als andere jüngere Filme desselben Genres. Sehr sehenswert!
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am 12. Dezember 2009
Battle for Haditha ist ein gelungener Kriegsfilm, der vor allem durch die sehr gute Bild und Tonqualität hervorsticht. Zur Handlung selbst dürfte eigentlich alles klar sein, daher komme ich zu wichtigen Punkten die vielleicht für sie entscheident sind, diesen Film zu kaufen.

Wie schon erwähnt, ist die Bild und Soundqualität mehr als gelungen. Der Film bleibt durchwegsspannend und ist von der Thematik her zwar nichts neues bietet aber stehts gute unterhaltung. Was macht diesen Film eigentlich besser als alle anderen 0815 Kriegsfilme? Ganz einfach, Battle for Haditha zeigt nicht nur die Seite der Army, sondern auch die Seite der Einwohner, Terroristen und Attentäter. Gekonnt wird gezeigt wie sich diese verschiedenen Gruppen eigentlich fühlen, was der Krieg für jeden bedeutet und wofür man das ganze eigentlich tut.

Schockierend, spannend und emotional.

Ein solider Film, der vielleicht etwas länger hätte sein können.
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TOP 500 REZENSENTam 17. Dezember 2008
wenn ein film den namen antikriegsfilm verdient hat dann dieser hier.
battle for haditha ist ein schonungsloser bericht der vorkommnisse vom 19.11.2005 in der gleichnamigen stadt.
die kilo-kompanie fuhr an diesem tag streife in einem stadtteil der als "unbefriedet" galt. gegen 7:15 detonierte dann unter dem 4ten fahrzeug der kolonne eine bombe die einen soldaten tötete und zwei schwer verletzte.
die vergeltungsaktion der marines, die dann folgte, ging in die geschichte der kriegsverbrechen ein.
die marines exekutierten insgesamt 24 unbewaffnete iraker. darunter frauen, kinder und alte menschen. sie drangen in deren wohnungen ein und schossen auf alles was sich bewegte.
da dieses vorgehen wohl von der befehlsinstanz genehmigt wurde, begannen schon bald vertuschungsaktionen seitens der militärs.
so wurde ein grossteil der opfer, der bombendetonation zugeschrieben. andere tote wurden als bewaffnete wiederständler beschrieben.
womit keiner rechnete, ist die tatsache das ein irakischer student das massaker mit seiner kamera aufnahm.
dieses filmische dokument gelangte 2006 in die händer der times.
der skandal nahm seinen lauf.

der film battle for haditha wirft einen kontroverse punkt des themas auf.
auf welcher seite stehst du?
kann man die marines in ihrem racherausch verstehen? wie würde man selber reagieren wenn man in eine solche situation geriet?
rechtfertigt der tod eines kameraden eine solche blindwütige vergeltungsaktion? vor allem vor dem hintergrund der anderen attentate gegen amerikanische soldaten und der ständigen bedrohung?
oder steht man auf der seite der getöteten iraker, die letztendlich zwar unschuldig waren, aber den vorgang der bombenlegung sahen, und nichts unternahmen die besatzungstruppen zu warnen, da sie auch von seiten der terroristen mit vergeltungsaktionen rechnen mussten?
das sollte jeder für sich selbst entscheiden.
dieser film bietet jedenfalls den perfekten stein des anstosses dafür.
ich persönlich halte ihn für einen der eindringlichsten und wichtigsten antikriegsfilme aller zeiten.
aber das ist wohl geschmackssache.
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am 17. Februar 2013
Inhalt:

Dieser Film zeigt ein Drama im Irak als 2005 durch einen Bombenanschlag ein US-Konvoi angegriffen wird und dadurch ein weiterer US-Soldat sein Leben verliert. Daraufhin nimmt die Spirale der Gewalt weiter zu und es kommt zu dem Drama, in der von der US-Seite Kriegsverbrechen an der irakischen Bevölkerung durchgeführt werden.
Der Grund für die Handlung der Soldaten ist Rache gepaart blindem Hass, da vorher schon durch Anschläge Kameraden ihr Leben verloren haben und sie nicht wissen, wer von den Irakern eine potenzielle Gefahr und tickende Zeitbombe ist.
Auf der Gegenseite sieht man einige Iraker, welche zum Widerstand gehören, ob sie es für ihren Glauben tun, wegen der Aussichtslosigkeit in ihrem Land oder aber einfach des Geldes wegens, beide Seiten werden im Film beleuchtet und aufgezeigt, welche Beweggründe sie haben.

Durch die neutrale Sichtweise im Film wird sehr gut deutlich, das es kein Schwarz-Weiß-denken geben muss, bzw Gut gegen Böse. Hier sieht man einfache Menschen, die durch die unterschiedlichsten Taten ihre Gründe haben. Ob Nun US-Soldate, irakische Zivilbevölkerung oder aber irakische Aufständische, alle haben ihr Gesicht und werden als Mensch gezeigt, nicht wie so oft, als gesichtslose Gegner in Hollywoodfilmen.

Technik:

Das Bild sah sehr gut aus, der Ton mit den deutschen Synchronsprechern überzeugten mich, inklusive der Dialoge. Die Iraker im Film werden allerdings "nur" untertitelt, sie sprechen in ihrer richtigen Sprache.

Sonstiges:

Der Film überzeugt mich durch die neutrale Sichtweise der US-Armee und den Irakern (Zivil + Widerstand).
Wer von dem Film allerdings pausenlos Schlachten erwartet oder Action am Fließband, der wird sicher enttäuscht sein, ebenso da hier die US-Soldaten keine Superhelden sind, die nur das Beste in fremden Ländern wollen und keine Fehler machen, sie wollen einfach nur überleben.
Es gab eine Szene, die die Frage des Drohnenkrieges aufwirft, in der ein irakischer Mann bei einem Fest einen Baum pflanzt und dann nach Hause gehen will und von einer Drohne erfasst wird und der Mensch, der weit weg vom Geschehen diesen Mann sieht, ihn für eine Gefahr hält und nur auf den Knopf drückt und weg ist ein Mensch.
Ebenso zeigt meiner Meinung nach der Film gut, das eine Aktion eine Kettenreaktion hervorrufen kann, die man im nachhinein bereut (das Verbrechen in Haditha)
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am 20. Oktober 2010
Bloombergs Film ist schwer in ein Genre einzuordnen. Ist er Dokumentation (handelt immerhin von realen Ereignissen), oder doch ein Spielfilm. Am ehesten würde ich ihn als dokumentarischen Spielfilm sehen, sind doch viele der Protagonisten ehemalige Irak-Veteranen. Dieser Film geht einem echt zu Herz. Battle for Haditha behandelt die Menschen und Ereignisse, die zu den Vorfällen von Haditha 2004 geführt haben, in deren Verlauf nach einem Sprenganschlag auf eine US-Kolonne, mehrere Zivillisten in der darauf folgenden (Rache-?) Operation ihr Leben lassen mussten.

Bloomberg beleuchtet eingehend die Sichtweisen der unterschiedlichen Gruppen, Des Marine-Platoonführers, der nur seine Männer durchbringen will. Der irakischen Familien, die versuchen im Chaos nach dem Krieg ihr Leben zu fristen. Oder dem entlassenene irakischen Oberst, der aus Frustration und Geldnot zu den Aufständischen geht und mit seinem Neffen den Anschlag durchführt, der schließlich zu der Katastrophe führt. Bloomberg enthält sich auch der moralischen Wertung und zeigt so umso deutlicher das Dilemma des Irak-Kriegs. Ein Fim der nicht moralisieren will, und es durch seine differenzierte Sichtweise doch umso mehr schafft, dass man über das Dilemma von Krieg nachdenkt.
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am 6. November 2009
Nachdem ich nun schon ein paar Filme gekauft und gesehen habe, die sich mit diesem Krieg befassen (so viele sind es ja auch gar nicht), muss ich sagen, dass dieser Film der überzeugendste war!
Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, was den Film umso tragischer macht!
Er schafft es auch sehr gut, die Geschichte aus den Blickwinkeln beider Parteien des Krieges, ja eigentlich den drei Parteien, denn die Zivilisten müssen genauso beachtet werden, darzustellen.
Ansichten und Handlungsmotive werden von allen Seiten offenbart, so dass man die Beweggründe für das spätere Handeln erkennen bzw. genau über diese Reaktionen nachdenken kann. Das ist ein sehr gelungener Zug des Produzenten/Regisseurs des Films, da er so sehr gut zum nachdenken anregt, ohne aber von sich aus ständig zu ermahnen oder darauf hinzuweisen.
Für den, der es etwas "plumper" mag: auch die Action kommt in dem Film nicht zu kurz (gute Häuserkampfszenen).
Dies sollte meines Erachtens nach aber nicht im Vordergrund bei der Kaufentscheidung zu diesem Film stehen.
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