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5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Rock-Wurzeln
Wurde mit "Afterburner" noch dem Synthie- und Keyboardkitsch der 80er Jahre gehuldigt und viele der Fans mit eben jenen Instrumenten vergrault, wurde fünf Jahre später der Nachfolger schon wesenlich mehr in Richtung der Wurzeln.
1994 hatten es die drei Herren von ZZ Top endlich geschafft: Sie waren wieder kräftig am rocken. Sie fanden zurück zu...
Veröffentlicht am 15. November 2011 von Sjard Seliger

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte ZZ Top-Welterfolg
Mit ihrem 11. Studioalbum "Antenna" beschließen ZZ Top 1994 einen musikalischen Zyklus. Nachdem sie mit einer Soundveränderung vom rustikalen Texas Boogie-Rock hin zum Synthesizergetränkten Stadionrock und den den drei Erfolgsalben "Eliminator" (1983), "Afterburner" (1985) und "Recycler" (1990), sowie einem Greatest Hits Album (1992) zu Weltstars...
Vor 24 Monaten von STB veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte ZZ Top-Welterfolg, 1. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
Mit ihrem 11. Studioalbum "Antenna" beschließen ZZ Top 1994 einen musikalischen Zyklus. Nachdem sie mit einer Soundveränderung vom rustikalen Texas Boogie-Rock hin zum Synthesizergetränkten Stadionrock und den den drei Erfolgsalben "Eliminator" (1983), "Afterburner" (1985) und "Recycler" (1990), sowie einem Greatest Hits Album (1992) zu Weltstars aufgestiegen sind, heißt das Motto nun: weniger ist mehr. Ein kompletter Verzicht auf elektronische Effekte lässt sich auf "Antenna" zwar nicht ausmachen - eine deutliche Reduktion ist aber dennoch erkennbar. Der gefährliche, zähnefletschende Sound der Gibson Les Paul steht nun wieder eindeutig im Vordergrund. Wie schon in den 1970ern. Die Rückkehr zu ihren Wurzeln bedeutet für ZZ Top auch gleichzeitig das Ende des kommerziellen Welterfolgs. "Antenna" ist ihr letzter wirklicher Verkaufs-Hit. Der Titel des Werkes huldigt den unzähligen Piratensendern, die von der mexikanischen Grenze aus wesentlich zum Durchbruch vieler lokaler Bands beigetragen haben.

Finanziell ist die "Lil' ol Band from Texas" 1994 bereits abgesichert. Billy Gibbons (Gesang, Gitarre), Dusty Hill (Gesang, Bass) und Frank Beard (Schlagzeug) unterzeichnen einen lukrativen Deal mit der Plattenfirma RCA, der ihnen 40 Millionen US-Dollar für die nächsten 5 Alben garantiert. Die drei Texaner sind mittlerweile Weltstars, die langen Rauschebärte von Gibbons und Hill zu ihrem Markenzeichen geworden, das dank irrwitziger Musikvideos weit über die US-Grenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat. Sie hätten also getrost so weiter machen können wie zuletzt. Doch Bandkopf Billy Gibbons erkennt rechtzeitig, dass eine Veränderung notwendig ist.

So tönt gleich die erste Single "Pincushion" mächtig rotzig und macht klar: ZZ Top sind zurück, mit all ihrer brachialen Urgewalt. Die Eingängigkeit der letzten Alben ist geblieben, auch die Soundspielereien, aber die Gitarre klingt wieder wesentlich gewaltiger und heftiger. Ist immer noch Stadiontauglich, dürfte aber einige der neu hinzu gewonnenen Fans eher verschreckt haben. Die Nummer wird allerdings nur in England ein Top 20 Hit. In den USA lässt das Interesse an den drei Kultfiguren merklich nach.

Daran ändert auch die zweite Single "Breakaway" nichts, obwohl sie das texanische Lebensgefühl perfekt vertont. Die Blues-Ballade ist staubig wie eine der heruntergekommenen Landstraßen und gleichzeitig unglaublich gefühlvoll. Gibbons' eingängige Melodielinie in Verbindung mit dem monströsen Gitarrensound machen den Titel zum Höhepunkt des Albums. Heute ein leider vergessener Klassiker, der ZZ Top auf einem ihrer vielen kreativen Höhepunkte zeigt. Am Besten mit geschlossenen Augen zu genießen. Wehmut und Seelenwohl lagen innerhalb eines Songs wohl selten so nah beieinander. Ganz groß!

"World of Swirl" dagegen haut mächtig auf die Kacke. Das ist breitbeiniger Stadionrock wie er im Buche steht. Gibbons treibt die Les Paul protzig durch die mit einem mehrstimmigen Refrain versehene Nummer. Die dritte Single gehört ebenfalls zu den besten Songs der Platte. Dynamisch, spritzig und vor allem unglaublich cool.

Gleiches gilt auch für "Fuzzboxx Voodoo". Mr. Groovalicious Reverend Billy G. schüttelt sich ein Riff aus dem Ärmel, bei dem Stillsitzen umöglich ist. Verboten eingängiges Stück, zu dem so manche Dame sicherlich schon die Hüllen hat fallen lassen. Der Rhythmus lädt förmlich dazu ein.

Bei "Girl in a T-Shirt" bleiben die Kleider zumindest im Titel an. Der Song groovt zwar auch recht heftig, fällt aber im Vergleich zu den ersten vieren etwas ab. Dreckig ist er allemal, ZZ Top lassen ungeniert die Machos raushängen.

Mit "Antenna head", gesungen von Bassist Dusty Hill, ist dann endgültig das Mittelmaß erreicht. Außer einem Refrain, der im Ohr bleibt, lässt sich wenig spannendes feststellen.

"PCH", in Frankreich als Single veröffentlicht, fällt auch eher unter die Kategorie "ganz okay". Nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht. Ein solider Album-Track.

"Cherry Red" hingegen atmet am Offensichtlichsten von allen Titeln den 80er-Rock. Edel produziert und mit Hit-Refrain ausgestattet.

Mit "Cover your Rig" wird es dann richtig dirty. Der tonnenschwere Blues groovt düster und verweist vom Stil her schon einmal auf das noch räudigere Nachfolgealbum "Rhythmeen" (1996).

Die beiden Abschlussnummern "Lizard Life" und "Deal goin' down" sind zwar geschmeidig und hier und da sogar filigran, können aber vielen normalen Albumtracks der Vorgänger nicht das Wasser reichen. Gleiches gilt auch für den nur in Europa veröffentlichten Bonustrack "Everything".

Im Gesamteindruck bleibt von "Antenna" vor allem der Umstand haften, dass ZZ Top weg wollen vom künstlichen Synthie-Rock Image. Leider ziehen sie dieses Vorhaben nicht so konsequent durch wie auf den drei Nachfolgealben. Heißt: die elektronischen Spielereien sind immer noch da und lassen das Album an manchen Stellen ungewohnt kalt klingen. Letztlich kann die LP am Treffendsten als Hybrid, als Übergangswerk zwischen zwei unterschiedlichen Bandphasen beschrieben werden. Vielleicht ist es gerade diese Unentschlossenheit, die verhindert, dass das Album in den USA groß abräumt. Stattdessen verkauft es sich in Europa hervorragend. Nach einer ausgiebigen Welttournee kehren ZZ Top in Studio zurück und veröffentlichen 1996 mit "Rhythmeen" einen Longplayer, der sie endgültig von sämtlichen soundtechnischen Altlasten befreit und eine neue Ära einläutet.

"Antenna" ist bestimmt nicht das Beste Album in der langen Karriere der 1969 gegründeten Band. Ungerechtfertigterweise aber wird es immer wieder sträflich unterschätzt. Denn neben einigem Durchschnitt finden sich auch hervorragende Titel auf der Platte. Sie hat eine Chance verdient.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Rock-Wurzeln, 15. November 2011
Von 
Sjard Seliger (Neumünster, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
Wurde mit "Afterburner" noch dem Synthie- und Keyboardkitsch der 80er Jahre gehuldigt und viele der Fans mit eben jenen Instrumenten vergrault, wurde fünf Jahre später der Nachfolger schon wesenlich mehr in Richtung der Wurzeln.
1994 hatten es die drei Herren von ZZ Top endlich geschafft: Sie waren wieder kräftig am rocken. Sie fanden zurück zu ihrer alten Form und brachten mit ANTENNA ein super Album raus. Es verbindet gekonnt den typisch trockenen, Riff-basierten Blues Rock mit einem modernen Sound.
Unter den Songs sind einige klasse Rocker dabei, die wieder einmal zeigen, worin die eigentliche Stärke der Band liegt: Aus einem relativ simplen Riff einen kraftvollen, groovenden Rocker zu machen. Solche genialen Songs wären z.B. "Pincushion", "World of Swirl", "PCH" und "Everything". ZZ Top at its Best!
Zwischendrin wird es mit "Cover Your Rig" etwas langsamer, hier holen sie den good old Blues heraus. Das Album hat mit "Lizard Life" und "Deal Goin' Down" zwei etwas schwächere Songs, wobei Letzteres einen starken Refrain aufweist.
Insgesamt betrachtet findet jeder ZZ Top-Fan hier ein absolut starkes Album mit vielen Tracks, die die Band zurück in alter Form zeigt.
Egal, ob ein paar Fans von früher jetzt vielleicht weg sind...
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5.0 von 5 Sternen Jugenderinnerung, 8. Januar 2014
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Eine der Lieblingsgruppen aus der Jugendzeit immer wieder faszinierender Musik und Variationen häufig anders als der Zeitgeist - daher auch heute noch sehr beliebt
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5.0 von 5 Sternen ZZ Top - muss man da noch was sagen ?, 1. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
Die "Antenna" ist wie die anderen Platten von ZZ Top eine perfekte Mischung aus Rock/Blues/Bluesrock.
ZZTop können's einfach ;-)
Eine meiner Lieblingsscheiben von den Bärten !
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5.0 von 5 Sternen Ganz stark, 21. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
Nach dem "Afterburner"-Abklatsch "Recycler" knirscht es endlich wieder so richtig. Weniger Synthie-Einfluss, weniger Augenmerk auf Radiotauglichkeit, mehr Wurzeln. Das Album macht wach, ist ein echter Kaffee-Ersatz.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schlecht nun auch wieder nicht, 14. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
um eines vorwegzuschicken: 5 sterne hat die CD nicht verdient, aber genausowenig nur einen. deshalb meine wertung um einen guten durchschnitt zu bekommen. nach den langweilern "afterburner" + "recycler" die genauso klangen wie sie hiessen ist "antenna" eine freudige überraschung. endlich wird wieder gerockt ohne ausschliesslich auf die verkaufsquote zu schielen. "girl in a t-shirt", "antenna head", "pincushion" sind stücke die wieder echt nach ZZ Top klingen. fazit: kein muss-kauf, aber dennoch viel besser als einiges was so unter bluesrock verscherbelt wird!
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3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich gutes Album!, 2. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
"Antenna" ist ein wirklich gutes ZZ Top-Album. Die ersten 7 songs sind extrem hitverdächtig! Vor allem "Pincushion","World of Swirl", "Antenna Head" und "PCH" sind klasse. "Girl in a T-Shirt" geht mit der Zeit dermassen auf die Nerven, schlechtester song der CD!!!!! Nach den 7 knallern geht es eher bescheiden weiter: "Cherry Red" ist besser, aber dann kommen mit "Cover your Rig" und "Deal Goin' Down" die schlechtesten songs. Deshalb "nur" 4 Sterne. Wie so oft verfallen die Bärtigen Rock-Opas gegen Ende der LP zu stark in den Blues. Mein Lieblingssong heißt "Breakaway", das Lieder zur Fußball-WM 1994 in den USA. Einfach klasse! Insgesamt vielleicht die beste ZZ Top-CD! (Neben "Afterburner" und "Recycler", die ich trotz aller Kritik gelungen finde.) Das letzte wirklich gute Album, denn "Rhythmeen" und "XXX" sind weitaus schlechter, bzw. beinhalten nur einen Hit (What's up with that?" und "Poke Chop Sandwich"). Ein gutes Album, das in keinem CD-Regal fehlen sollte!
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7 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verhunzt!, 26. November 2000
Rezension bezieht sich auf: Antenna (Audio CD)
Der klare Sound ist dahin, die Südstaaten-Romantik flöten gegangen. Wurde in den 80-ern noch mit schönen Melodien und Kreaitivität aufgewartet, besteht Antenna nur aus unstrukturiertem Rumgequietsche ohne Herz. Öde Songs ohne Melodie, eine Atmosphäre wie in einer Fabrik für Konservendosen, der das Öl ausgegangen ist! Nur Pincushion, PCH und Breakaway gefallen durchaus.
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