Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
42
4,0 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:6,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. Mai 2009
The Good, the Bad, the Ugly" - Es gibt wohl weltweit keinen Filmfan, der Sergio Leones Westernklassiker mit Clint Eastwood als schweigsamen Revolverhelden nicht kennt und liebt. Das epische Meisterwerk, das gleichzeitig den Abschluss der legendären Dollartrilogie bildet, ist an Action, Spannung und Schauwerten nahezu nicht zu überbieten. Der Italowestern Zwei glorreiche Halunken" (deutscher Titel) ist somit ein unbestrittener Klassiker, der als unerreichbar gilt und dennoch dutzenden Regisseuren als Inspiration und Zitatenschatztruhe für ihre Werke diente. Kim Ji-woon, der mit dem Thriller A Bittersweet Life" auf der ganzen Linie überzeugen konnte, hat sich ein Herz gefasst und eine Art Remake-Neuinterpretation-Hommage-Persiflage-Mixtur des Klassikers mit dem durchaus passenden Titel The Good, the Bad, the Weird" (OT: Joheun nom nappeun nom isanghan nom") inszeniert. Dieser Mix gibt nie vor ein reinrassiges (und vor allem ernstzunehmendes) Remake zu sein, sondern entlehnt sich nur Grundidee, Aufbau und einige Einstellungen und Besonderheiten der Vorlage.

Die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die heldenhaften Cowboys sind am Aussterben, den Pferden wird von Autos und Motorrädern der Rang abgelaufen und der Wilde Westen liegt in den letzten Zügen. Doch nicht so in der Mandschurei. The Weird (Genial: Kang-ho Song aus The Host" und JSA") stiehlt im Zuge eines Eisenbahnraubs einem hohen japanischen Beamten eine Schatzkarte. Diese wird jedoch nicht nur von der Armee und diversen Banden gesucht, sondern auch von The Bad (Eiskalt: Byung-hun Lee aus A bittersweet life" und demnächst G.I. Joe: The Rise of Cobra"), der dafür bezahlt wird sie zurückzubringen und The Good (Unberechenbar: Woo-sung Jung aus The Restless"), der es auf das Kopfgeld der beiden zuvor genannten Verbrecher abgesehen hat. Diese Schatzsuche (der etwas anderen Art) zieht sich durch die halbe Mandschurei um nach einer genialen Verfolgungsjagd in einem spannenden Shoot-Out zu enden.

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit der etwas eigenartig anmutenden Mischung aus Western, Thriller, Abenteuerfilm und typisch japanischen Humor anfreunden und den Film in vollen Zügen genießen konnte. Aber nach dieser, knapp eine halbe Stunde dauernden, Kennenlernphase konnte ich mich dem visuellen Rausch von The Good, the Bad, the Weird" nicht mehr entziehen. Es gibt nahezu keine Einstellung in der nicht irgendetwas zu beobachten ist. Weite Landschaftseinstellungen von ungeahnter Qualität, sensationelle Kulissen und eine toll choreographierte Actionszene nach der anderen. Wobei die Intensität und epische Größe von Kampf zu Kampf steigt um sich in einem irrwitzigen Showdown zwischen den drei Titelhelden, der Armee und anderen Gangstern zu entladen und mit einem Triell auszuklingen.

Wie in vielen anderen asiatischen Filmen neigen die Hauptakteure bisweilen zu Übertreibung und hoffnungslosem Overacting, wobei die überspitzten Darstellungen in diesem Fall jedoch nahezu immer zum jeweiligen (Comic-Buch-artigen-)Charakter passen. The Good gibt den abgebrühten Antihelden und Verbrecherjäger (natürlich nur um an das Kopfgeld zu kommen), the Bad spielt herrlich überdreht den unberechenbaren Killer, der im Grunde einfach nur der Beste sein will und the Weird ist übermäßig tollpatschig und wirr, aber trotzdem schnell und tödlich (die Darstellung hat mich teilweise stark an den Drunken Master" erinnert).

Über die gelungene Optik von The Good, the Bad, the Weird" könnte ich stundenlang schreiben. Die epische Landschaftsaufnahmen, tollen Close-Ups, sensationellen Kamerafahrten, genialen Kostüme und wahnsinnig schönen Kulissen suchen Ihresgleichen. Bei näherer Betrachtung der Schauwerte und gebotenen Qualität erklärt sich somit auch, warum der Film sein Budget regelmäßig nach oben geschraubt und den Terminplan gesprengt hat.

Als Kritikpunkte kann ich lediglich einige kleinere Längen im ersten Drittel, die etwas zu schnell geratenen Schnitte und den, den Sehnerv teilweise etwas überfordernden, Actionoverflow am Ende nennen. Wenn Pferde, Granaten, Motorräder, Morgensterne, Autos, Dynamit, Gewehre, Messer und Pistolen in hundertfacher Ausführung (gefühlte) zwanzig Minuten lang über die Leinwand huschen, kann durchaus ein leichtes Gefühl der Überforderung beziehungsweise Überfrachtung aufkommen. Auf der anderen Seite ist das Grande Finale durch die perfekte Choreographie und die atemberaubenden Stunts (in Hollywood sicher nicht in diesem Ausmaß möglich), die heroische Musik und den klassische Shoot-Out (bei dem kein Auge trocken bleibt) wiederum ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Somit dient die Überfrachtung einem noblen Unterhaltungszweck und ist doch kein negativer Kritikpunkt.

Fazit
Ein Film, den man trotz kleinerer Längen und etwas zu schneller Schnitte (die typische Ruhe eines Western fehlt ein bisschen) in vollen Zügen genießen kann. Ein Leckerbissen für die Augen, bei dem es immer, aber auch wirklich immer, etwas zu sehen gibt. Einer der besten asiatischen Filme, die ich seit langem gesehen habe.

Wie schon bei A bittersweet life" und partiell auch bei A tale of two sisters" dominiert eine überragende Optik den gesamten Filmverlauf. In Kombination mit der spannenden Umsetzung, dem tollen Score und den superben schauspielerischen Leistungen ergibt das im Fall von The Good, the Bad, the Weird" ein optisches Gusterstück, das sicherlich nur auf der großen Leinwand seine volle Wirkung entfalten kann.

Nachsatz
Ein toller after-Abspann-Goof folgt auch - also sitzenbleiben und genießen.
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 9. Dezember 2011
Zugegeben die asiatischen Produktionen lagen mir bis heute nie so wirklich, aber nach "The Good, The Bad, The Weird" wurde ich eines besseren belehrt. Der Film versprüht solch einen Charme, das man ihn eigentlich gar nicht, nicht mögen kann ;).
Seit heute sehe ich das auch Asiaten in bester Manier "Spaghetti Western" machen können. Der Film sprüht vor Adrenalin und überschwenglichen Gefühlen, (ein Adrenalinstoss nach dem anderen). Ich muss auch gestehen, das ich schon so gut wie alles gesehen habe und mich selten noch was so überrascht, das es mir ein "WOW" aufs Gesicht zaubert, aber bei dem Film heute hatte ich diesen "Effeckt" und auch wenn ich zu Anfang mehr als zögerlich war ob diese Kombination gut geht, habe ich es riskiert und bin mehr als glücklich mit der Entscheidung.

Ich schaue auf einem Sony Full HD der neuesten Generation und das Bild und der Sound sind einfach bombastisch. Ich habe selten was besseres an Bild und Tonqualität gehabt wie bei diesem Streifen. Wer auf Western steht, trash mag, der wird bei diesem Film nichts, absolut nichts falsch machen.

Eine fantastische Homage an den Italo Western, mit hohem Wiedererkennungswert, wenn man die alten Klassiker gesehen hat.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2010
Kein Eastern, sondern ein Western aus Asien. Der Titel erinnert an Sergio Leones Italo-Western "The good, the bad and the ugly". Trotzdem ist das hier kein Remake: Andere Zeit, anderer Ort, andere Story, anderes Ende. Die Macher des Film haben sich meiner Meinung nach sehr viel Mühe gegeben, einen eigenen Film zu drehen und das ist ihnen gelungen. Der Film bietet unterhaltsame Action und hat auch Witz. Wer die Bonus-DVD anschaut, der wird sehen, dass für den Film wesentlich mehr Szenen gedreht wurden als im fertigen Film zu sehen sind. Das ist auch gut, denn so bleibt der Film schön kurzweilig und die Geschichte ufert nicht aus.

Die Limited Edition zeigt, was Booklets eigentlich bieten sollten, aber es meist nicht tun. Das Booklet ist in die Edition eingebunden und wirkt wie ein Buch im DVD-Format. Der Soundtrack ist auch Klasse, die Musik reißt wirklich mit.

Von mir gibt es fünf Sterne für den Film und fünf Sterne für die DVD Edition.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juni 2016
Der Film wurde mir empfohlen, aber habe diesen gestoppt ca. 20 Minuten vor dem Ende, denn : wenig oder unbaruchbare Dialoge.
Eine Klopperei / Schiesserei, die selbst Tarantino alt aussehen lässt nur eben nicht so blutig !
2 Sterne gebe ich dennoch, da schon ein gewisser Aufwand betrieben wurde, soetwas zu drehen.
Wie die Klopperei : es ist alles drin : Western, Eastern, Kung fu / Karate....; na da lobe ich mir doch eher Filmmaterial á la bittersweet life, the man from nowhere , the devil u.ä. !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Mai 2012
Ein koreanischer Western,
klingt komisch, ist aber der absolute Hammer. Es geht um einen eher tollpatschigen Zugräuber, der eine Schatzkarte findet, einem supercoolen Bandit, der diese zurückholen will, und einem Kopfgeldjäger, der beide jagt. Alles artet in ein ultimatives Katz- und Maus-Spiel aus. Coole Sprüche, wilde Schießereien, bei denen der Brutalitätsfaktor auch nicht zu gering kommt, sowie jede Menge Potenzial zum Lachen machen diesen Film einfach einzigartig. Nach und nach will man natürlich herausfinden, wer denn nun der ultimative King von den drei Hauptpersonen ist...
Wer sich jetzt aber fragt, warum in diesem Film Motorräder, Jeeps und LKWs benutzt werden (Motorräder - Western?! Western - Motorräder?!), dem kann ich nur sagen, dass die Handlung nicht im 19. Jahrhundert spielt, sondern irgendwann kurz vorm 2. Weltkrieg in der Mandschurei und in Korea (Korea war zu dieser Zeit von Japan besetzt; die Mandschurei war ein Satellitenstaat, der heute ein Teil der Volksrepublik China ist).
Der einzige Filmfehler, der mir aufgefallen ist, ist der Willys Jeep, der von der Japanischen Armee benutzt wird :D

Ingsgesamt ein richtig guter, unterhaltsamer und auch einzigartiger Film, bei dem ich ohne Bedenken 5 Sterne geben kann. Ich schaue mir den Film auch gerne noch ein zweites oder drittes Mal an. :)
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2014
Mal echt ein richtiger Eastern, der sich nicht vor den großen Western Filmen verstecken muss. Richtig Schießfreudig und tolle Stunt Einlagen.

Hier treffen sich mehr als 3 Parteien zu einer großen Wildwest Jagd.

Die Story ist einfach gehalten und fokusiert sich auf den Guten, den Bösen und den Komischen/Seltsamen Kontrahenten. Wer wilde Schießerei sehen will der wird hier nicht enttäuscht, auch ein wenig Nahkampf mit Messern kommt zu gute. Die Musik ist richtig stimmig und passt in diesen Film perfekt. Hier in diesen Film haben sie, was sonst in vielen Asian Eastern üblich ist, die Romanze komplett weggelassen.

Auserdem mir fällt auch gerade kein anderen Eastern ein der wirklich, sich auf ein ala Wilden Westen Schießerei darstellt wie im diesen Film.

Ein guter Film der richtig gute Bildqualität hat, der Action bietet und sich auf die alten Regeln der Western Filme orientiert. Für mich 5 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2010
Eine ganze Weile kam aus Korea filmisch nichts besonderes mehr. Nach BITTERSWEET LIFE schien Schluß zu sein,
was grenzenlose, filmische Eskapaden angeht. Doch dann kam dieser Streifen daher, der mit mittlerem Budget
ganz große Action zelebriert. Die dünne Story um verschiedene gegnerische Gruppierungen, die einer Schatzkarte
hinterherhetzen, reicht hervorragend aus, um die großen Actionsettings miteinander zu verknüpfen. Der Film
macht echt Spaß: Die Actionsettings varieren und werden stets größer und länger, die Kamera kann sich vor
Kinetik kaum halten, die Darsteller in Topform, Tempo und Timing erstklassig, dazu ein origineller Soundtrack der
perfekt passt. Hollywood kann sich von diesem runden Actionabenteuerfilm einiges abschauen, was Leichtigkeit,
Tempo, Stunts und Originalität angeht. Und wenn am Ende sogar noch die japanische Armee mit Geschützen ein
Trommelfeuer den galoppierenden Gangsterhorden hinterherballert und der Held (und Clint-Eastwood-Charakter)
zu Santa Esmeralda - Don't Let Me Be Misunderstood im gestreckten Gallopp mit seiner Winchester das Feld von
hinten aufrollt, dann hält es den Actionfan nicht mehr im Sessel und man wünscht sich mehr Filme mit diesem Schwung.
Nicht unwesentlich: Die Auflösung des Ganzen ist klug gemacht.
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2013
Was für ein Film!!! Wer auf eine bunte Mischung aus Western, Abenteuer und Komödie steht, ist hier definitiv richtig. Schon der Start mit einem guten alten Zugüberfall ist absolut sehenswert. Was dann folgt sind Schießereien am laufenden Band, der ein oder andere Lacher bei wilden Verfolgungsjagden und ein absolut fantastischer, blutiger Showdown zwischen allen Beteiligten quer durch die Wüste.

Ein Film, der mit 120 Minuten vielleicht etwas lang geraten ist, aber dafür mit einer top Story und tollen Schauspielern entschädigt.
Wer auf die guten alten Western mit Clint Eastwood & Co. steht, sollte sich den Film auf jeden Fall mal anschauen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2010
The Good, the Bad, the Ugly" - Es gibt wohl weltweit keinen Filmfan, der Sergio Leones Westernklassiker mit Clint Eastwood als schweigsamen Revolverhelden nicht kennt und liebt. Das epische Meisterwerk, das gleichzeitig den Abschluss der legendären Dollartrilogie bildet, ist an Action, Spannung und Schauwerten nahezu nicht zu überbieten. Der Italowestern Zwei glorreiche Halunken" (deutscher Titel) ist somit ein unbestrittener Klassiker, der als unerreichbar gilt und dennoch dutzenden Regisseuren als Inspiration und Zitatenschatztruhe für ihre Werke diente. Kim Ji-woon, der mit dem Thriller A Bittersweet Life" auf der ganzen Linie überzeugen konnte, hat sich ein Herz gefasst und eine Art Remake-Neuinterpretation-Hommage-Persiflage-Mixtur des Klassikers mit dem durchaus passenden Titel The Good, the Bad, the Weird" (OT: Joheun nom nappeun nom isanghan nom") inszeniert. Dieser Mix gibt nie vor ein reinrassiges (und vor allem ernstzunehmendes) Remake zu sein, sondern entlehnt sich nur Grundidee, Aufbau und einige Einstellungen und Besonderheiten der Vorlage.

Die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die heldenhaften Cowboys sind am Aussterben, den Pferden wird von Autos und Motorrädern der Rang abgelaufen und der Wilde Westen liegt in den letzten Zügen. Doch nicht so in der Mandschurei. The Weird (Genial: Kang-ho Song aus The Host" und JSA") stiehlt im Zuge eines Eisenbahnraubs einem hohen japanischen Beamten eine Schatzkarte. Diese wird jedoch nicht nur von der Armee und diversen Banden gesucht, sondern auch von The Bad (Eiskalt: Byung-hun Lee aus A bittersweet life" und G.I. Joe: The Rise of Cobra"), der dafür bezahlt wird sie zurückzubringen und The Good (Unberechenbar: Woo-sung Jung aus The Restless"), der es auf das Kopfgeld der beiden zuvor genannten Verbrecher abgesehen hat. Diese Schatzsuche (der etwas anderen Art) zieht sich durch die halbe Mandschurei um nach einer genialen Verfolgungsjagd in einem spannenden Shoot-Out zu enden.

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit der etwas eigenartig anmutenden Mischung aus Western, Thriller, Abenteuerfilm und typisch koreanischen Humor anfreunden und den Film in vollen Zügen genießen konnte. Aber nach dieser, knapp eine halbe Stunde dauernden, Kennenlernphase konnte ich mich dem visuellen Rausch von The Good, the Bad, the Weird" nicht mehr entziehen. Es gibt nahezu keine Einstellung in der nicht irgendetwas zu beobachten ist. Weite Landschaftseinstellungen von ungeahnter Qualität, sensationelle Kulissen und eine toll choreographierte Actionszene nach der anderen. Wobei die Intensität und epische Größe von Kampf zu Kampf steigt um sich in einem irrwitzigen Showdown zwischen den drei Titelhelden, der Armee und anderen Gangstern zu entladen und mit einem Triell auszuklingen.

Wie in vielen anderen asiatischen Filmen neigen die Hauptakteure bisweilen zu Übertreibung und hoffnungslosem Overacting, wobei die überspitzten Darstellungen in diesem Fall jedoch nahezu immer zum jeweiligen (Comic-Buch-artigen-)Charakter passen. The Good gibt den abgebrühten Antihelden und Verbrecherjäger (natürlich nur um an das Kopfgeld zu kommen), the Bad spielt herrlich überdreht den unberechenbaren Killer, der im Grunde einfach nur der Beste sein will und the Weird ist übermäßig tollpatschig und wirr, aber trotzdem schnell und tödlich (die Darstellung hat mich teilweise stark an den Drunken Master" erinnert).

Über die gelungene Optik von The Good, the Bad, the Weird" könnte ich stundenlang schreiben. Die epische Landschaftsaufnahmen, tollen Close-Ups, sensationellen Kamerafahrten, genialen Kostüme und wahnsinnig schönen Kulissen suchen Ihresgleichen. Bei näherer Betrachtung der Schauwerte und gebotenen Qualität erklärt sich somit auch, warum der Film sein Budget regelmäßig nach oben geschraubt und den Terminplan gesprengt hat.

Als Kritikpunkte kann ich lediglich einige kleinere Längen im ersten Drittel, die etwas zu schnell geratenen Schnitte und den, den Sehnerv teilweise etwas überfordernden, Actionoverflow am Ende nennen. Wenn Pferde, Granaten, Motorräder, Morgensterne, Autos, Dynamit, Gewehre, Messer und Pistolen in hundertfacher Ausführung (gefühlte) zwanzig Minuten lang über die Leinwand huschen, kann durchaus ein leichtes Gefühl der Überforderung beziehungsweise Überfrachtung aufkommen. Auf der anderen Seite ist das Grande Finale durch die perfekte Choreographie und die atemberaubenden Stunts (in Hollywood sicher nicht in diesem Ausmaß möglich), die heroische Musik und den klassische Shoot-Out (bei dem kein Auge trocken bleibt) wiederum ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Somit dient die Überfrachtung einem noblen Unterhaltungszweck und ist doch kein negativer Kritikpunkt.

Fazit
Ein Film, den man trotz kleinerer Längen und etwas zu schneller Schnitte (die typische Ruhe eines Western fehlt ein bisschen) in vollen Zügen genießen kann. Ein Leckerbissen für die Augen, bei dem es immer, aber auch wirklich immer, etwas zu sehen gibt. Einer der besten asiatischen Filme, die ich seit langem gesehen habe.

Wie schon bei A bittersweet life" und partiell auch bei A tale of two sisters" dominiert eine überragende Optik den gesamten Filmverlauf. In Kombination mit der spannenden Umsetzung, dem tollen Score und den superben schauspielerischen Leistungen ergibt das im Fall von The Good, the Bad, the Weird" ein optisches Gusterstück.

Nachsatz
Ein toller after-Abspann-Goof folgt auch - also sitzenbleiben und genießen.
33 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2013
Ein koreanischer Western, der seinem Zielpublikum wirklich alles bieten möchte:
Zugüberfälle, Pferde, Reiter, Schießereien, Explosionen, coole und verrückte Typen,
Freiheit, Abenteuer und Action in weiten Landschaften.

Regisseur Kim Jee-woon (The Last Stand) schuf hier einen über weite Strecken
durchaus sehenswerten wie erfrischenden Eastern, dessen stolze 130 Minuten
Laufzeit aber auch einigen Leerlauf beinhalten. Tolle Blu-ray.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden