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Highway Rider
Format: Audio CDÄndern
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2010
Zugegeben, als Mehldau-Fan muss man Abschied nehmen von der eigenen Erwartungshaltung. Mehldau überrascht hier größtenteils mit orchestralen Strücken, die dann noch stets mit kleinen Überraschungen gespickt sind. Immer wieder schleichen sich Dissonanzen ein, die Streicher agieren keinesfalls gefällig, wie auf so vielen anderen "Jazz mit Strings"-Scheiben. Überhaupt: es ist mehr so, dass der Jazz immer mal wieder durchscheint, aber keinesfalls das dominierende "Genre" der ganzen CD ist. Hier mal Rockanklänge, da Klassik, etwas Minimal-Music, dann wieder ein Hauch von Country, so dass man meint, Bill Frisell schaue gleich mal rein.
Und doch, bei all der Stilfülle ist es immer Mehldau, der spricht. Alle Stücke sind einfach einen entscheidenden und konsequenten Schritt weiter, als alles, was er bisher so gemeinhin getan hat. Unterm Strich einfach große Musik.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bei Brad Mehldaus neuem Album handelt es sich um eine exquisite Mischung aus zeitgenössischem Pop, Modern Jazz und klassischen Elementen. All dies steht gleichberechtigt nebeneinander und erzählt in einem gut austarierten Spannungsbogen vom ewigen Kreislauf des "Always Departing, Always Returning". Bereits auf dem Soloalbum Elegiac Cycle hat der Pianist seiner Vorliebe für Songzyklen gefrönt, doch hier tut er dies unter völlig anderen Vorzeichen. Natürlich gibt es auch kurze Solopassagen, doch Mehldau geht seinen Weg meist in Begleitung.Da gibt es ein Duostück mit Saxophonist Joshua Redman und das Trio mit Jeff Ballard (dr) und Larry Grenadier (b) in zwei hochenergetischen Ausflügen in Drum und Bass Gefilde. In wechselnden Kombinationen spielen die vorgenannten Musiker (oft mit zusätzlicher Unterstützung des Drummers Matt Chamberlain) miteinander und werden bei der Hälfte der Stücke von einem Kammerorchester begleitet. Die Klangmöglichkeit einer Jazzcombo in Kombination mit Orchester wird eindrucksvoll in den spannenden Kompositionen Mehldaus ausgeschöpft. Man hat dieses Riesenensemble live aufgenommen (fantastische Leistung des Produzenten Jon Brion!) und so eine Athmosphäre geschaffen, in der Geschriebenes und Improvisiertes eine sehr glückliche Verbindung eingehen.Die emotionalen Glanzlichter dieser Musik setzt vor allem Joshua Redman, den ich selten in so grosser Form gehört habe, der hier so selbstverständlich über komplizierte Formen und Metren hinweg mit Piano, Rhythmusgruppe und Orchester kommuniziert ,das einem die Spucke wegbleibt.Die Musik ist reichhaltig , oft ausgelassen und überschäumend im Temparament und doch auch von grosser Tiefe, Gelassenheit und Reife. Brad Mehldau hat hier eine überzeugende Mixtur zusammengestellt, hat alles selbst komponiert und orchestriert. Auf seiner Website bradmehldau.com schreibt er wie gewohnt informative liner notes über Entstehung und Aufnahme des Werkes. Zudem findet man dort ein kurzes Storyboard, in dem der Pianist die einzelnen Stücke mit einer kurzen Erzählung verknüpft.Ein grosser Wurf, ein gewaltiges Stück Musik!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Februar 2012
Brad Mehldau ist schon ein Spitzenklasse - Pianist, aber erst im Zusammenspiel mit Joshua Redman wird es vielseitig, denn J. bringt den sanften Teil dazu, der dem manchmal etwas harten Herrn M. abgeht. So aber ergänzen sie sich prima, und es kommt weder Schwermut noch Langeweile auf, sondern Musikgenuß pur, mit abwechlsungsreichen Arrangements und schönen Soli-Passagen.
Ich bin ja eher ein Rocker, aber das hier ist gut.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2010
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Oft sehe ich mir die Cover zuerst an und frage mich, was man damit ausdrücken will. Als gelungenen Einstieg mag ich sie bezeichnen, wenn eine erste Stimmung, vielleicht sogar schon eine kleine Geschichte entsteht, Kopfkino vorweg, dem die Musik dann bestenfalls folgt ...

Eine gigantische Leinwand - einsam, verlassen, traurig, melancholisch, wehmütig-sentimental. Mittendrin in Wolkenzug und wüster Weite mit malerischem Ausblick auf ferne, durch herabsinkende Nacht pop-pinkig übergossene Bergregionen. Ausdruck von Freiheit, Sehnsucht, Abenteuerlust, Wagemut und (zuweilen kitschig angehauchter) Romantik zugleich. Und wenn ich mit meinem Cabrio nicht vor dieser Kulisse abseits des schnurgeraden Highways allein stehen bleibe, sondern sich das Areal füllt, zieht Leben ein - auf- und abschwellend, vielfältig und überraschend in Tonvielfalt und -wechsel. Leben, das in anderes eintaucht - in das da vorn auf der Leinwand, und das am Ende wieder ins Sonstwohin und Nirgendwo verfliegt, eine seltsame Sehnsucht hinterlassend. Ein Kreislauf.

Mehldau hat mit seinem kompositorisch polyphonen Erzählkontext diese ineinanderfließenden Gefühlsebenen sehr gut getroffen. Die einzelnen Stücke stehen relativ selbständig für sich, lassen sich jedoch durch das "Storyboard" der Titelgebungen bestens verknüpfen.

Wie bereits auf dem mit dem damals wie heute auf Pop orientierten Singer/Songwriter Jon Brion gemeinsam produzierten, recht experimentell wirkenden Album "Largo" (ein Nachtclub in Los Angeles) oder dem herrlich verjazzten Pophits auf "Day is done" oder bei Mehldaus immer wiederkehrenden Ausflügen zu klassischen Adaptionen (wie z. B. auf "Elegiac Cycle" oder in ebenso gekonnter Gratwanderung auf "Love Sublime" im Bunde mit der Top-Sopranistin Renée Fleming) streckt er seine grenzüberschreitenden Tentakel nun erneut in an sich jazzfremde Musikgefilde.

In dem Sinne lässt er Jazz nicht allein pur, reduziert, scheinbar simpel und vor allem improvisatorisch Jazz sein, wenngleich davon noch über die Hälfte der Stücke in Form von reinem Solospiel Mehldaus bis hin zum Trio (Larry Grenadier/b, Jeff Ballard bzw. als immer frei improvisierender Gast Matt Chamberlain - dr/perc) vorhanden ist, das streckenweise durch einen wunderbar agierenden, Lichtpunkte setzenden Joshua Redman (sax) ersetzt, abgelöst oder verstärkt wird. Die Möglichkeiten eines ganzen Kammerorchesters werden dazu ergänzt, jedoch nicht allein hintergründig, sondern als komplexes szenisches Mittel genutzt. Noch im Entrée dominieren Hörner in den orchestralen Anleihen, später (u. a. Titel 6 ff.) übernehmen dann Streicher die Linienführung und bestimmen damit stark die wechselnde Emotionalität des Klangbildes. Erst durch solche kammermusikalischen Kniffe schmelzen z. B. die rosézuckrigen Peaks in der Sonne, verbreitet sich schaurig-drückende Düsternis auf dem Pfad des Wanderers durch unwegsame Klüfte, um dann durch erfrischende Sax-Einschlüsse aufatmende Befreiung zu erfahren. Orchestrale Verdichtungen finden sich auch in den beiden, nahezu fließend ineinander übergehenden letzten Tracks, die wie eine tiefgehend emotionale, aufwühlende Reprise wirken, ehe das Werk in plötzlicher Wendung vergleichsweise sanft und noch immer wechselnder Grundstimmung ausklingt.

Mehldau erschafft damit insgesamt ein mitunter fast cineastisches Flechtwerk aus traditioneller, handgemachter Jazzakustik und kontemporär anmutender Klassik, alles zusammen popsprenklig und hin und wieder mit einer Prise Fröhlichkeit und Humor (Titel 5, 9) durchsetzt. Bei all dem "Zeitgenössischen" bleiben die lautmalerischen Klänge aus meiner Sicht ohrfreundlich harmonisch. Für manchen Hörer mag es vielleicht trotzdem als ein etwas gewöhnungsbedürftiges Musikkonglomerat daherkommen, genauso wie die (anscheinend bewußt aufgesetzte?) Soundqualität (trockene Tongebung, verschobene Stereowirkung, Schnitte).

Die Mehldaus Schaffen bezeichnenden "Saitensprünge" zwischen vor allem Jazz und Klassik haben in diesem Werk ihren subsumierten Widerhall auf neuem Niveau gefunden. Aus meiner Sicht eine so phantasievolle wie absolut gelungene "Textur". Die Wegverschlingungen und Nuancierungen dieses gut anderthalbstündigen und nicht nur damit recht üppigen Werkes kann man erst nach mehrmaligem Hören erfassen. Davon sollten sich aber bitte weder Klassik- noch Jazzliebhaber abhalten lassen ...
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am 2. November 2011
Eine wirklich großartige Platte ist es, die Mehldau da veröffentlicht hat. Auch nach Monaten höre ich sie immer noch gerne und genieße dieses einzigartige Klanggefühl, welches sich aus der Fusion von oftmals dissonanten Orchesterklängen, dem Brad Mehldau Trio, sowie den grandiosen "Gästen" Joshua Redman und Matt Chamberlain ergibt. Sicherlich, der Unterschied zu älteren oder auch neueren CDs von Brad Mehldau ist gegeben, aber gerade das macht "Highway Rider" für mich so willkommen. Eine "Fusion" ist auch zwischen der Musik und der auf dem Cover wiedergegebenen Thematik "Highway Rider " gegeben. Die auserkorene Leitmelodie, sowie all die anderen traumhaften Melodien passen sehr gut dazu. Man hört die Freude, die es den Musikern gemacht haben muss, zusammen zu spielen, stark heraus, und konnte sie auf dem Konzert in der Kölner Philharmonie auch sehr deutlich sehen. Für mich beste Stücke: "The Falcon will fly again", welches das Gefühl eines langsam vergehenden Sommertages in vollster Gelassenheit und Traumhaftigkeit vermittelt und "Capriccio". Obwohl es wirklich schwer ist, bei all den so gelungenen Werken von "besten" zu sprechen.
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am 26. April 2012
Mit "Highway Rider" liefert Mehldau ein Meisterstück abseits des bereits klassischen Klavier Trios. Die Orchestereinsätze (die den einen oder anderen im Vorfeld abschrecken könnten) sind verhältnismäßig sparsam und dann ausgesprochen gut eingesetzt. Das Album liegt eben streckenweise zwischen Jazz und Klassik.
Von den Stücken sind neben dem Titelsong, "The Falcon Will Fly Again" (wunderschön) und v.a. "Old West" (ein Duo Redman - Mehldau) hervorzuheben.
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Das ist so meine ich Jazz und gut zum Hören so nebenbei und natürlich auch zum intensiven Musikgenuß eígnet sich die Produktion.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2010
... dabei aber musikalisch - v.a. in Sachen Beats und natürlich den Streichern - eher ungewöhnlich für ein Mehldau-Album. Anders als die frühere und ebenfalls aus der Reihe fallende Largo allerdings ist Highway Rider ausgezeichnet gelungen. Das gilt vor allem für die Streicher-Arrangements - meistens gehen Jazz mit Strings Alben ziemlich schief (gilt mE selbst für die zwar immer noch guten Bill Evans Aufnahmen dieser Art), auf dieser Platte fügen sie sich bruchlos ein und sind auch keine Verkitschung der Musik. Ebenfalls natürlich toll die Sideman (ua Joshua Redman). Unbedingt reinhören!
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schade, das erste flüchtige Hören hat die neuen Kombinationen mit Saxophon und Orchester recht interessant erscheinen lassen. Doch bei genauem Hinhören lässt sich keine Geschichte feststellen, keine Chemie zum Hörer und keine Aussage. Die Klassik ist kalt und schaal, der Jazz etwas konstruiert und teils sogar banal. Die etwas besseren Titel lasssen sich ohne weiteres auf einer CD unterbringen. Schade. Tip: auf ältere Scheiben zugreifen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2013
Ich bin mir sicher, dass er Bach
schon mal gehört hat!
Ich höre ihn in seiner so
wundervollen Musik!

G. Weinschenk-Taapken
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