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Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen
96
3,1 von 5 Sternen
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am 27. August 2006
Ein weiteres Mal hat John Grisham einen Roman geschrieben, der keinen Justiz, sondern einen Polititkthriller darstellt. Wobei bei Grisham keine actiongeladene Handlung die Spannung ausmacht; vielmehr ist es der gekonnte Spannungsaufbau, der den Leser zu fesseln vermag.

Zum Inhalt: Der Lobbyist Joel Backman, der noch 14 Jahre Haft zu verbüßen hat, wird vom scheidenden Präsidenten als eine der letzten Amtshandlungen auf Druck der CIA begnadigt. Der Plan des amerikanischen Geheimdienstes: Backman, der einst eine hochentwickelte Spionagesoftware meistbietend verkaufen wollte, wird nach seiner Freilassung von ehemals verprellten Kunden gejagt und die CIA erfährt, wer in diesem Spiel alles involviert war. Um dies zu gewährleisten, wird Backman unter Aufsicht des Geheimdienstes nach Italien gebracht, wo sich das Netz des perfiden Plans langsam zuziehen soll. Doch er riecht den Braten und schlägt allen ein Schnippchen...

Wunderbar wird die Geschichte von Grisham spannungstechnisch in einem logischen Rahmen vom Anfang bis zum Ende aufgebaut. Bei der Beschreibung der italienischen Schauplätze der Handlung wird einmal mehr deutlich, dass Grisham ein begnadeter Erzähler ist, der exzellent Stimmungen schaffen und wiedergeben kann.

Bis auf ein paar Durchhänger im mittleren Teil des Buches, in dem die Handlung nicht so recht vorankommen mag, ein gelungenes Buch, das zu lesen es sich absolut lohnt.
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am 26. August 2007
Die letzte Amtshandlung des US-Präsidenten ist die Begnadigung des berüchtigten Wirtschaftskriminellen Joel Backman. Backman taucht mit Hilfe des CIA im schönen Italien unter, während die übelsten Geheimdienste hinter ihm her sind und er ebenso dem CIA in keinster Weise trauen kann...
Der Roman fängt behäbig an. Als Joel Backman in Italien untertaucht, wird über unzählige Seiten beschrieben, wie er fleißig italienisch lernt, die gastronomische Welt Italiens erforscht und die Straßenkarte Bolognas verinnerlicht. Nett zu lesen, aber Spannung kommt hierbei nicht auf. Zudem irritiert Grisham mit seinem Schreibstil. Während andere Autoren Orts- oder Zeitwechsel mit Kapitel abgrenzen, vollbringt es Grisham von einer Zeile in die andere den Ort und die handelnden Personen zu wechseln, außerdem noch einmal sechs Jahre zurückzuspringen.
Nach circa zwei Drittel des Buches wird es dann spannend. Tatsache. Geübt läßt John Grisham den Leser Backman auf seiner Flucht mitfiebern. Bis kurz vor dem Ende war ich geneigt ihm knapp 4 Sterne geben zu wollen, aber dann dieses Ende... Hatte Grisham keine Lust mehr oder hatte er ein paar Bösewichter schlicht vergessen? Oder gibt es noch einen zweiten Teil? Mmh, schade. Daher nur drei Sterne.
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am 12. März 2006
Während seiner letzten Stunden als amtierender Präsident begnadigt Arthur Morgan mit einem Präventivschlag gegen weniger gut gesinnte Kollegen ausgerechnet den verhassten Lobbyisten Joel Backman, der wegen seiner skrupellosen Geschäftemacherei für großes Aufsehen in den Vereinigten Staaten gesorgt hat.
Als erfolgreichem Anwalt vertauten ihm drei pakistanische Programmierer vor mehreren Jahren ein mysteriöses Computerprogramm an, mit dessen Hilfe man eine ganze Batterie von Satelliten steuern und kontrollieren kann. Doch wer eben jene Satelliten in die Umlaufbahn geschossen hat scheint ebenso rätselhaft zu sein, wie die Entdeckung dieser Technologie. Backman soll die Software so schnell wie möglich und zum höchsten Preis an die Interessenten bringen und hofft auf eine saftige Provision für sich selbst.
Als der Deal auffliegt, bekennt sich Backman schließlich für schuldig und wandert hinter schwedische Gardinen.
Nach sechs Jahren Schikane und Einzelhaft stehen jedoch völlig unerwartet mehrere Beamte vor seiner Zelle und offenbaren ihm, dass der Präsident ihn soeben begnadigt hat.
Doch wer steckt wirklich hinter der Begnadigung des Verbrechers? Schnell ist das FBI im Spiel, für das Backman nur eine Schachfigur ist. Einziges Interesse des Federal Bureau gilt jenen, die Backman auslöschen wollen, was nur eine Frage der Zeit zu sein scheint.
In einer Blitzaktion wird Joel mit einer Militärmaschine außer Landes geschafft. In Italien soll für ihn ein neues Leben mit einer neuen Identität beginnen. Doch ist er in Europa wirklich sicher? Nach und nach bekommen Russen, Israelis und Chinesen Wind von seinem aktuellen Aufenthaltsort. Was für Backman als Flucht in ein neues Leben begonnen hat, entpuppt sich als weitere Flucht vor seinen unbekannten Widersachern...
Wie in den vielen seiner vorangegangenen Romane schafft es Grisham auch in „Die Begnadigung“ die Berg- und Talfahrt der Spannung immer wieder aufrecht zu erhalten.
Dass auch hier und da endlos wirkende Kapitel, mit peinlichst genauen Details zur Umgebung und dem Befinden der Protagonisten dem Leser ab und an ein Gähnen entlocken, dürfte für Grisham ebenfalls nichts neues sein.
Auch wenn die gesamte Story doch eher als mager bezeichnet werden kann, so ist sie trotzdem und nach alt bekanntem Schema fantastisch verpackt.
Neben groblinguistischen Ausflüchten ins Italienische und kompakter Spannung kann verallgemeinert werden, dass sich Die Begnadigung in der Schublade der Unterhaltungslektüre problemlos anreihen kann.
Zu mehr als nur zur Unterhaltung reicht es beim neuen Grisham leider nicht.
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am 22. Juni 2016
Bei Hörbüchern ist es wie bei richtigen Büchern. Entweder man mag die Geschichte, oder man mag sie nicht. Entweder man mag die Art und Form der Darstellung, oder man mag sie nicht. Aus meiner Sicht ist es daher sehr schwierig, Bücher, Hörbücher, Filme, oder CD`s zu empfehlen. Jeder hat eben einen anderen Geschmack. Dieses Hörbuch jedenfalls trifft meinen Geschmack vollkommen.
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am 15. Oktober 2006
So ein Buch bin ich von Grisham nicht gewöhnt (falls er das selbst geschrieben hat). Es fällt in die Kategorie "Amerikanischer Autor hat Urlaub in Europa gemacht und will seine Eindrücke irgendwie niederschreiben". So liest es sich dann über lange Strecken wie eine Mischung aus ital. Stadt- und Gastronomieführer. Als Verpackung dient eine dünne Agentenstory, die man anstatt auf 430 auch auf 280 Seiten hätte erzählen können.

Die im Laufe der Geschichte auftauchenden Fragen werden dann quasi innerhalb eines Absatzes gegen Ende des Buches (unzureichend) abgehandelt. Am aller übelsten ist jedoch, dass die Frage nach dem gefährlichsten Gegenspieler (Mr. Tin) überhaupt nicht geklärt wird.

Der Autor hätte mehr Zeit in die Recherche von techn. Zusammenhänge investieren und dafür weniger Zeit in ital. Restaurants verbringen sollen.
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am 8. April 2014
wenn man - so wie ich - italien gut kennt, besonders die im roman beschriebenen städte, darüber hinaus - so wie ich - john grisham der lieblinksautor ist - dann bestellt man sich - so wie ich - dieses buch auch nochmal als kindle version, weil man es für immer und ewig haben und immer wieder lesen will.
dieser roman ist nicht nur total spannend und hochdicht von der handlung her, sondern extrem gut recherchiert. und für mich ersetzt er einen 14-tägigen urlaub in der toskana. aber sowas von. allein, wenn die herrlichen restaurantbesuche beschrieben werden, mit dem typischen italienischen flair und dem köstlichen essen......... aber wie gesagt, das potenziert sich nochmal, wenn man es selbst schon mal erlebt und genossen hat. dann ist man sofort wieder in diesem genuß und bekommt auch noch einen spannenden roman dazu. EXZELLENT!! und für italophile grishamophile ein absolutes M U S T!!!
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am 5. März 2014
Die Begnadigung ist für mich einer der besten Romane von Grisham, der nun wahrlich viele spannende Romane geschrieben hat. Die Verfolgungen in Bologna sind einfach spannend und vielseitig, der arme Mann wird ja von der halben Welt gejagt, den Israelis,den Russen,Chinesen und Saudis. Und dabei lernt er mit Hilfe einer zauberhaften Magistra nebenbei Italienisch.
Wer Bologna und Italien liebt und kennt, wird es auf jeder Seite äußerst authentisch wiederfinden, zudem spannend bis zur letzten Seite.
Und die Grundzüge der herrlichen italienischen Sprache werden auch vermittelt.
Also: zurücklegen, lesen und genießen - und dazu ein Glas "Montepulciano.
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am 14. August 2006
Man kann "Die Begnadigung" lesen, ja. Und als Grisham-Fan ist es sicher auch nicht verwerflich, sich das Taschenbuch zuzulegen, um die Sammlung zu kompletieren und ein paar unterhaltsame Stunden zu verbringen. Denn "Die Begnadigung" ist sicher kein Totalausfall, den man nach den ersten fünfzig Seiten ernüchternd weglegt, sondern gut bis zum Schluß durchlesen kann. Aber viel mehr eben auch nicht. Die Ideen sind größtenteils verbraucht, Handlung und Schluß nicht besonders überraschend und viele Vorgänge, die vor zwanzig Jahren noch packend gewesen sein mögen, gehören jetzt zum Standard-Rüstzeug eines jeden Thriller-Schreiberlings. Stünde nicht in fetten Lettern "John Grisham" auf dem Cover, wäre das Buch in der Flut durchschnittlicher Spannungsliteratur schlichtweg untergegangen. Die langwierigen Schilderungen der italienischen Küche machen buschstäblich nur kurzzeitg Appetit auf mehr und ansonsten ist halt alles schon mal in ähnlicher Form dagewesen. Kaufbar, brauchbar, lesbar, aber zu einem "Wie schafft dieser Grisham das nur" fehlt einfach ein gehöriger Schuß Brisanz, Ungewöhnlichkeit und Mut seitens des Autors bei der Konstruktion der Handlung.
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am 6. April 2005
Als Leser aller bisher erschienenen Grisham-Romane habe ich natürlich auch bei seinem neuesten Werk gleich zugeschlagen.
Vorweg : Es ist gut das Buch.
Aber irgendwie schafft John Grisham es nicht an seine gloreichen Jahre Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger Jahre anzuschließen mit Highlights wie Die Akte oder Der Partner.
"Die Begnadigung" hat eine interessante Story, nette und interessante Charakter und ist wie immer einfach super geschrieben - es liest sich sehr gut das Buch. Spannend ist das ganze nur bedingt. Nicht wirklich spektakulär oder so, aber trotzdem richtig gut.
Irgendwie habe ich beim Lesen den eindruck gehabt, als wolle Grisham in die Fussstapfen von Tom Clancy treten, in dem er jetzt sogenannte "Techno-Thriller" schreibt - mit Geheimdiensten und Verfolgungen usw... Ich kann nur hoffen, dass das eine Ausnahme hier ist, denn hier kann Grisham dem Clancy das Wasser nicht reichen, denn da fehlt ihm einfach das Hintergrundwissen - was er ja auch im Nachwort zugibt.
Ich finde, dass Grisham lieber wieder in den Gerichtssaal zurückkehren sollte und dieses Agentenspiel nur als kurzen Ausflug sieht.
Trotzdem : Die Begnadigung ist ein feines Buch was ich nicht nur allen Grisham-Fans sehr empfehlen kann!
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am 26. März 2008
Ein erfrischend anderer GRISHAM als man ihn landläufig kennt; gewöhnungsbedürftig - was die bisherigen ambivalenten Rezensionen erklärt - aber es Wert, sich damit auseinanderzusetzen! Mir hat dieses Buch jedenfalls viel Spaß gemacht.

DIE STORY:

BACKMAN war Lobbyist in Washington. Er hat auch den Steigbügel für Präsident ARTHUR MORGAN gehalten. Wegen seiner besonderen Beziehungen sollte er eine Software "vermarkten", die die Kontrolle über bislang geheime Satteliten eines bislang nicht bekannten Ursprunglandes ermöglicht hätte. Der Deal platzte. Ein von BACKMAN "eingesetzter" Senator wurde ermordet. BACKMAN flüchtete sich in die "Obhut" des Staates und wurde zu einer jahrelangen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Tage der Präsidentschaft MORGANs sind gezählt. Traditionell stehen Begnadigungen an. BACKMAN kommt in den Genuß. Vom Gefängnis weg wird er in ein Flugzeug nach Italien (Bologna) verfrachtet. Dort hat er einen ständigen Kontaktmann (LUIGI) und bekommt einen Italienischlehrer, mit dem intensiv die fremde Sprache gelernt wird. Langsam schwant BACKMAN, dass er von dem Regen in die Traufe geraten ist und die Tage im Gefängnis - trotz Einzelhaft - wesentlich entspannter und vor allem sicherer gewesen sind....

FAZIT:

Entgegen der Erwartungshaltung, die man angesichts vorangegangener Rezensionen aufgebaut haben kann, ist DIE BEGNADIGUNG kein langweiliges Buch oder sogar lediglich Reiseführer mit Italienischkurs. Allerdings muß ich zugeben, dass gerade die Location (Bologna) und deren Beschreibung auf mich schon einen besonderen Reiz ausgeübt hat (also im positiven Sinne!). Mir hat insbesondere gefallen, dass es sich eben gerade nicht um einen klassischen GRISHAM im Sinne eines Anwalts- oder Gerichtsthrillers gehandelt hat. Die Story ist - trotz der negativen Kritiken - spannend, auch wenn es tatsächlich kein "Pageturner" ist. Das muß es meines Erachtens aber auch nicht sein. GRISHAM verwendet demgegenüber genügend Raum, um die Geschichte - und vor allem auch die durchgängig glaubhaften und gut nachvollziehbaren Charaktere - zu entwickeln. Gerade dies macht doch den "Wert" einer guten Geschichte erst aus. Insofern hebt sich DIE BEGNADIGUNG auch durchgängig positiv von den actiongeladenen kurzlebigen Eintagsfliegen ab, die heute von den Verlagen aus Profitgier gerne auf den Markt geworfen und unter die Leute gebracht werden. Man sollte sich also von den teilweise negativen Rezensionen nicht davon abhalten lassen, sich sein eigenes Urteil zu bilden.

Viel Spaß dabei!
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