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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht wirklich Pop!, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Imidiwan: Companions (Audio CD)
Die Vorrezensenten haben schon zielich recht in ihrer Beschreibung, aber die Musik ist eben nicht weichgespült und leicht konsumierbar. Sie läuft häufig auf einem oder zwei Grundtönen vor sich her und entwickelt einen rauen Sog, der einen auch erwischen kann, wenn man nur vorbei geht. Als lieblich kann man allerhöchstens die Frauenchöre nach Wüstenart bezeichnen. Fortwährende kleine Veränderungen halten die Stücke bei aller instrumentellen Beschränktheit sehr lebendig. Die Stücke sind sehr durchsichtig, aber auch druckvoll produziert. Auf diese Art ist Tinariwen einmalig und muss die Höchstwertung kriegen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hypnotische Kreativität, 4. November 2009
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Imidiwan: Companions (Audio CD)
In der Wüste aufgenommen wurde die jüngste Scheibe von Tinariwen. Ob man das jetzt heraushören kann, mmmtja ... Doch es passt zur nord-malischen Musik der Tuareg-Band, die so anders ist als die südmalisch bzw. urbanere Musik, die sonst aus diesem Land kommt (Amadou et Mariam etwa). Ali Farka Touré wäre wohl noch am ehesten ein Vergleich. Doch auch nach westlichen Rockern klingen manchmal die Riffs.

Traditionelle Musik, doch hörbar für europäische Ohren adaptiert: die Band ist elektrifiziert, die komplexeren Tonläufe sitzen nun stärker in den Instrumenten als im Gesang. Die Musik kann man im Vorder- oder im Hintergrund laufen lassen.

Frontmann und Gründer Ibrahim Ag Alhabib spielt/singt übrigens auf der CD frischer als auf dem gestrigen Münchner Konzert, wo er fast wie ein zweiter Günter "Kwami" Wallraff unter Schmerzmittelüberdosis wirkte.

Westafrika ist einer der kreativen Musik-'Hotspots', Tinariwens neue CD - mit einer Filmchen-DVD auch noch! - ist ein gutes Beispiel dafür. Gute vier Sterne.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wüsten-Blues, 9. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imidiwan: Companions (Audio CD)
Eine sehnsüchtige tiefe Stimme (Ibrahim Ag Alhabib alias Abaraybone), ein bisschen Perkussion (u.a. Said Ag Ayad), der Klang einer sparsam verstärkten und verzerrten Slide-Gitarre (Abin Abin) und heller, mehrstimmiger Hintergrundgesang, viel mehr braucht die Gruppe Tinariwen nicht, um die Sahara-Region Nord-Malis, in dem ein Teil des Nomadenvolks der Touareg lebt, akustisch zu zeichnen. Beim Hören der CD sitzt man förmlich bei Abenddämmerung an einem kleinen Feuer und lässt den Blick über flache Bäume, Dörrbüsche und eine endlose Ebene schweifen; die Silhouetten der kargen Landschaft mischen sich mit dem Rauch und den Schlieren des Himmels.

Verzierungen wie vibrierende Kehllaute und schnarrende Saiten setzen Tinariwen sparsam ein. Ganz bemerkenswert der superschnelle, fast rap-artige, aber ungleich klarere Strophengesang in "Tenhert", der mithilfe der Hintergrundstimmen in einen Refrain aus fast nur einem Vokal mündet. Ansonsten fallen nur das unruhige "Kel Tamashek" und das zuerst beschleunigte und dann minutenlang im elektrischen Nachhall der Gitarre versandende Schlusslied "Ere Tasfata Adounia" aus der Reihe von dreizehn erdigen wie gefühlvollen Liedern.

Zur visuellen Veranschaulichung der Klänge und ihrer Herkunft bräuchte es eigentlich den halbstündigen Film in diesem Doppelpack gar nicht. Wobei die Bilder der sparsamen Landschaften eine klarere Sprache sprechen als die Dialoge über das einfache Leben der Touareg, ihrer Herkunft, Sehnsüchte und Ausdrucksform - der Musik.

Das vierte Album von Tinariwen von 2009 (die Gruppe gibt es in loser Zusammensetzung schon seit 1979) ist freilich etwas nahe an Ali Farka Touré und Ry Cooders Album "Talking Timbuktu" komponiert und arrangiert, wobei Tinariwen das Konzept noch etwas weiter in die Wüste und die Tiefe des sich entspannenden Geistes ausdehnen.
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