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Kundenrezensionen

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am 14. Januar 2012
Was für ein Knaller ist dieses Album mit rund 66 Minuten Spielzeit aus dem Herbst 2009. Ich habe es seinerzeit verschlafen weil ich viel anderes um die Ohren hatte und dem Braten auch irgendwie nicht recht traute. Aber wenn diese 3 Jungs zusammen zocken, dann muss ja was Gutes dabei rauskommen. Besonders freu ich mich für John Paul Jones, der ja bereits bei Led Zep weniger im Fokus stand als die 3 Verrückten, und dann auch später mehrfach bei Co-Produktionen Plant/Page ausgeklammert wurde. John Paul ist der Rhythmus-Motor dieser Supergroup und mit Sicherheit sind Josh und Dave, die seine Söhne sein könnten, nicht gerade wenig stolz, mit dieser Legende zusammen arbeiten zu dürfen. Gerade von Dave Grohl weiss man ja was für ein überragender LZ-Fan er ist. Naja, Kunststück! Welcher aufrechtgehender Erdbürger ist es nicht? Wie will man diese Scheibe und Stilrichtung beschreiben bzw einordnen? Hardrock? Alternative Rock? Psychedelic Rock? Stoner Rock? Gejamme? Irgendwie alles. Ich finde das Album Klasse, von Anfang bis Ende, ohne Filler. Meine Faves sind "Dead end friends" und "Gunman", zünden sofort und sind hypnotisch. HommeŽs Stimme ist faszinierend. Bitte macht einen Nachfolger, Männer! Laut Wikipedia ist er mehr oder weniger in Planung. Zurecht erhält diese CD hier sehr hochwertige Bewertungen und es gab auch eine veritable Chartnotierung. Das freut mich ungemein weil es meiner Meinung nach (Jahrgang 70) heute zuviel Müll-Mucke gibt.
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Es ist ja glücklicherweise jedem eine eigene Meinung erlaubt. Aber mir persönlich fällt es schwer, deutliche Zeppelineinflüsse auf der TCV- CD wahrzunehmen. Okay, John Paul Jones spielt mit, es sind ein paar bonzomäßige Beats mit drauf, gelegentlich wird der Blues zitiert, einige Sounds und Effekte sind kultiger Retro, und einige Titel sind leicht jamlastig, aber das allein kann es doch nicht sein. Es kann ja auch keiner ernsthaft versuchen, Kyuss- Einflüsse in die Musik hineinzuinterpretieren, bloß weil Josh Homme mal dort gespielt hat. Oder sagt irgendwer, das Album klinge durch Dave Grohl nach Nirvana? Wohl kaum.

Für mich klingt die CD sehr nach QOTSA; Mr. Homme dominiert das Album mit seinen schrägen Gitarren und seiner charakteristischen Stimme von vorn bis hinten. Dabei hätte er aber bessere Mitstreiter kaum finden können: Grohl hatte schließlich bereits den Bandklassiker "Songs for the Deaf" eingetrommelt, und statt Oliveri komplettiert nun Jones das Lineup, welchen Grohl vom Foo Fighters- Doppelalbum "In your Honor" mitbrachte. Jones und Grohl betonieren für Homme ein mächtiges, unzerstörbares Rhythmusfundament, auf dem er sich mit seinen typischen Riffs und Melodieläufen wunderbar austoben kann und zu dem Jones einige zusätzliche Hintergrundgeräusche ergänzt. Hommes Gesangsstimme bleibt natürlich Geschmackssache. Aus dem treibenden Rockrahmen fällt bloß das merkwürdig spacige "Interlude with Ludes".

Insofern spreche ich für alle Fans der Steinzeitköniginnen einen klaren Kauftipp aus. Die CD ist ein schwerer und sperriger Brocken postmoderne Musik mit den typischen QOTSA- Ingredienzen plus etwas Blues und Jam. Mein persönlicher Anspieltipp sind der Opener "No one loves me" und "Scumbag Blues" mit Falsettogesang und groovenden Keyboards. Der unverdaulichste Brocken dürfte das überlange "Warsaw" sein.
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TOP 500 REZENSENTam 11. November 2009
... hat man heute als halbwegs wacher Musikrezepient schon viele sogenannte Supergroups diverser Spielarten kommen (und zuweilen auch schnell verschwinden) sehen. Und egal ob sie nun Audioslave, The Good, The Bad & The Queen, Velvet Revolver oder The Raconteurs heißen - immer versammelt sich illustres und zumeist sehr talentiertes Personal um eine herausragende Persönlichkeit, die dieser Zweckgemeinschaft als Klammer dient und die Prägung vorgibt. Ob nun Tom Morello, Damon Albarn, Slash oder Jack White, ein jeder drückt seinem Projekt den Stempel der Dominanz auf - follow the leader. Auf den ersten Blick gilt dies auch für Them Crooked Vultures, den wohl heißesten Hype des ausgehenden Jahres, denn es sind zunächst die Queens Of The Stone Age von Frontmann Josh Homme, die sich hier zunächst in den Vordergrund schieben. Doch recht schnell merkt man beim Anhören dieses heftigen und kantigen Brockens, dass sehr wohl auch die beiden anderen Mitglieder dieser Kollaboration ihre deutliche Handschrift beigetragen haben. Vor allem der raue Bluesrock von Led Zeppelin-Bassist John Paul Jones gibt dem Großteil der Songs eine angenehm erdige Note - "No One Loves Me ..." oder das schwergängige "Elephants" gewinnen so deutlich an Charme. Bei "Scumbag Blues", einem richtigen Rockfetzen, ist die Spielfreude der drei schier mit Händen zu greifen, Gitarrensoli galore und ab dafür. Andere Stücke wiederum sind eher beatgetriebene Stoner-Nummern - "Mind Eraser" mit seinem lustigen Horn-Outro, die erste Single "New Fang" oder auch die deutlich beschleunigten "Dead End Friends" und "Gunman". Alles gebrochen, nichts geglättet - mit "Warzaw..." gibt's gegen Ende sogar noch einen satten, fast neunminütigen Nachschlag lupenreinen psychedelischen Progressive-Metal - können sie also auch. Kurz, diese Mischung macht deutlich mehr Spaß als manches spätere QOTSA-Album, auch wenn einem nach einer Stunde der Schädel mächtig dröhnt. Aber das wiederum sollte ja bei einer Supergroup dieser Besetzung als Arbeitsnachweis mindestens zu erwarten sein ...
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am 31. Januar 2013
THEM CROOKED VULTURES, das sind Gittarenmalträtierer Josh Homme (Kyuss, Queens of the Stone Age, Desert Sessions, Eagles of Death Metal), Basshochschrauber John Paul Jones (Led Zeppilin – dieser Name spricht alleine mehr aus als alle Bands der anderen beiden Mitglieder …) und Drummerteufel Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters, Tenacious D). Und das ist eine unglaubliche gute Supergroup mit außergewöhnlichen, geilen Songs:
NO ONE LOVES ME & NEITHER DO I ist ein Opener der sich gewaschen hat. Erst einmal schräg, im Refrain dann zum mitsingen und mit 3 Wendungen in der totalen Tempo-Melodie-Gesangs-Struktur. Joshs ungewöhnliche Stimme ist sehr einprägsam und wird einen nach einigen Songs nicht mehr loslassen, versprochen! »People in the World, you gonna loose control.« Yeah, kann man da nur noch sagen.
MIND ERASER, NO CHASER beginnt mit einem coolen Beat, der dann von Solos durchdrungen wird. Erst unhamonisch, dann übernimmt der Gesang. Geiler Text, wie bei allen Songs der Platte. »All I wanna do is have my mind-erased / We're begging you, pleading you, stop coma-teasing us all / Drug company where's a pill for me / I call it mind eraser, no chaser / ... need of everything / Law abiding dick riding fun police leave us alone / Drawing up the edge of a razor blade /What does it mean when the knife and hand are your own.« Da weisse Bescheid …
NEW FANG, die Hitsingle – oder wie man’s nennen will – ist sehr eingängig und der Stakkatogesang ist sehr ohrwurmlastig. Die Gitarre auf hohem Niveau, für Josh Homme aber nicht ungewöhnlich. Es sind ja eh nur totale Könner ihres Fachs in die VULTURES integriert. So manch einer könnte draußen bleiben. Hier ist die Creme della Creme, und sie macht aus jedem Song einen Pageturner … Takt-Turner, pardon.
DEAD END FRIENDS ist schon nicht mehr so eingängig, trotzdem aber das, was man nach drei Hammersongs erwartet – was anderes, aber auf dem selbem High-Qualitiy-Level. Und das liefern die Jungs dann auch ab.
ELEPHANTS setzt neue Maßstäbe in Sachen voll-das-Intro-in-den-Wind-schießen, doch nach dem Highspeed-Einstieg geht es ziemlich gut weiter und man möchte Gott dafür danken, dass er mit Dave Grohl einen einfachen, aber sehr versessenen Schlagzeuger geschaffen hat.
SCUMBAG BLUES ist zwar jetzt nicht so der Bluesrock, wie ihn The Dead Weather oder Seastick Steve verstehen, aber er geht schon in die Richtung, die der Name schon andeutet. Gutes Solo, eingebaut in einen intensiven Beat. Zum ersten Mal ein Keyboard – Mr. Jones kann auch die ganz hervorragend bedienen, stelle ich fest.
BANDORLIES hat ein von Anfang an eingängiges Riff, dann gibt’s aber doch wieder ein paar Wechsel. Ohne können die Herren wohl nicht. Aber trotzdem, der Song ist ganz ordentlich.
REPTILES ist dann eines der schrägsten Stücke, die ich je gehört hatte. Ein unmelodisch-rotziges Riff, ein Fallsett-Gesang wie von einem besoffenen Jugendlichen, und dann doch ein Refrain zum Mitsingen. Ein Ohrwurm, über den viele den Kopf schütteln werden. Goodscured, ich ganz bestimmt nicht.
INTERLUDE WITH LUDES ist irgendwie sehr ruhig und soft. Tja, jeder muss mal Balladen ablassen. Der Gesang ist intersannt. Und die hereinbrechenden Drums sehr intensiv – das ist eh das beste Wort für Mr. Grohls Arbeit auf dieser Platte.
WARSAW OR THE FIRST BREATH YOU TAKE AFTER YOU GIVE UP hat einen verdammtlangen Songtitel, ist aber sehr gut. Wieder – wer hätt’ es gedacht? – eindringliche Drums und ein Stampf-Riff in Kyuss-Manier. Der Refrain dann aber so gar nicht mehr …
CALIGULOVE hat zwar auf Englisch irgendwie keine Bedeutung, ist jetzt aber mit einem sehr guten Song gleichzusetzen. Wieder passendes Riff und sehr düstere Atmosphäre. Wieder affencleanes Keyboard. »I don't need a reason baby, put your arms around me.« Is jut …
GUNMAN ist einer der geilsten Drumbeats, den ich je irgendwo gehört habe. Meine tiefe Ehrerbietung, DG. Gut gemacht! Und schon verkriecht sich der Wurm in meinen Gehörgängen und will nicht wieder weichen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Ausräuchern oder genießen. Ich bin für Number zwo.
SPINNING IN DAFFODILS beendet das Machwerk der »verdammten Asgeier« stilvoll und baladesk. Oder dann doch nicht mehr … Sehr interesannter Song. Do da music …
Ingesamt geniales Album, ich hoffe, ich habe euch ein wenig zum Kauf motiviert. Man macht einfach nichts falsch damit. Stoner Rock, Hard Rock, Grunge, Alternative Rock, Indie … hier ist alles abgedeckt.
Gut hör!
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am 13. Juni 2011
Das Album ist alles in allem sehr gut. Es ist zu 80% zwar ein Queens of the Stone Age Album, für mich aber trotzdem (oder deswegen) empfehlenswert zu kaufen. Das einzige Manko ist, das leider kein einziger richtiger Ohrwurm mit dabei ist (von einer richtigen Singleauskopplung ganz zu schweigen).
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am 24. Mai 2013
Als Fan der Foo Fighters ist es fast eine Verpflichtung die
Scheibe zu haben. Ich frage mich nur, warum Dave sie nicht
mit seiner eigentlichen Band eingespielt hat......
Oder lässt ihn da keiner ans Schlagzeug?
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am 18. November 2015
Jeder, der Gitarren mag, sollte diese Platte kaufen!
Auch wenn ich mich damit weit aus dem Fenster lehne... ein Meilenstein, der seines Gleichen sucht!
Awesome!
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am 25. Juli 2012
Wenn sich drei Rockgötter aufmachen, um die Musikwelt auf den Kopf zu stellen... So, oder so ähnlich könnte die Überschrift für diese CD lauten. Da wäre zunächst Dave Grohl, der Mann der damals bei Nirvana die Drumarbeit revolutionierte. Am Mikro und an der Gitarre finden wir Josh Homme, den Kreativkopf der Queens of the Stone Age wieder, der mit seiner kehligen und eindrucksvollen Stimme sowie seinen unbeschreiblichen Gitarrenläufen überzeugt. Komplettiert wird das ganze durch den Altrocker John Paul Jones, seines Zeichens Bassist des Urgesteins Led Zeppelin. Das Ganze ergibt dann Hardrock, gepaart mit Stoner Rock und dem genau richtigen Quäntchen Blues obendrauf. Dies sollte eigentlich für jeden Rockfan als Kaufanreiz reichen. Trotzdem versuche ich noch etwas mehr zu dieser Platte zu schreiben, obwohl ich befürchte, die Review damit leider zu verhauen. Im ersten Song "No one loves me & neither do I" geht es um One-Night-Stands, deren Regeln vorher abgestimmt wurden. Der zweite Song "Mind eraser, no chaser" hätte auch gut auf eine QOTSA-Platte gepasst, die Blaskappellentöne am Ende verstören aber ein wenig. Mit viel Blues in der Stimme trägt Josh die Selbstmordgedanken eines auf einer leeren Straße dahinfahrenden LKW-Fahrers in "Dead end friends" vor. Genau wie der Titel verrät kommt der Song "Elephants" daher, nämlich als ob eine wilde Elefantenherde aus dem Zirkus ausgebrochen wäre. Der Titel "Scumbag blues" passt auch perfekt zu dem dreckigen Blues, den wir hier hören. In "Interlude with ludes" wird einem die unendliche Liebe versprochen und beim abschließenden "Spinning in daffodils" können nur Drogen mit im Spiel gewesen sein. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht schreiben. Für Nirvana/QOTSA/Led Zeppelin-Fans ein Muss, für sonstige Rocker eine ernste Empfehlung.
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am 21. Februar 2011
Ich hatte tatsächlich auch meine Probleme mit der Scheibe, weil sie relativ selten die lieb gewordenen Hörgewohnheiten bedient. Aber am Ende habe ich mit solchen Scheiben meistens mehr und längerfristig Spass als mit den Scheiben, die einen beim ersten Hören umhauen. Das ist jedenfalls eine Erfahrung, die ich regelmäßig mache.

Ja, ich bin inzwischen begeistert von der Musik der Them Crooked Vultures. Und natürlich habe ich mir die Scheibe sofort besorgt wegen der beteiligten Personen. Und nochmal ja, über Geschmack kann man nicht streiten, was der eine toll findet gefällt dem anderen nicht.

Warum man seine Meinung hier aber mit Kraftausdrücken würzen muss bleibt hier schleierhaft (siehe 1 Stern Rezensionen).

Aber zur Sache:
Wenn drei so anerkannte Musiker sich zusammentun kann das die Geburt einer Supergroup sein, muss aber nicht, das beweist die Musikgeschichte zur Genüge. Wobei der Begriff an sich schon problematisch ist, weil er von den Medien gemacht ist. Tatsächlich geht es gar nicht um Supergroup oder nicht, da das wahrscheinlich rein gar nichts mit der Intention der beteiligten Personen zu tun hat. Im Falle Them Crooked Vultures glaube ich ging es tatsächlich um den Spass an der Sache, davon konnte man sich live auch überzeugen. Außerdem haben die Beteiligten ihre Qualitäten bereits zur Genüge "bewiesen", dafür wäre dieses "Konstrukt" nicht mehr nötig gewesen. Ob das Ergebnis nun gefällt oder nicht, liegt im Ohr des geneigeten Zuhörers. Ich mag das Ergebnis auch wenn es mal sperrig oder dissonant oder gar provokant daherkommt.

In der Vergangenheit ist es jeder musikalischen Innovation ähnlich ergangen, neben Begeisterung wurden immer auch Zweifel, Häme, Spott und Anfeindungen ausgelöst. Insofern ist das was wir hier lesen ein gutes Zeichen: Jones, Grohl und Homme (wahrscheinlich überwiegend Letzterer) haben wieder einmal etwas Neues, wenigstens etwas Unerwartetes geschafft. Das ist auf jeden Fall spannend und erweitert den Horizont. Ähnliches kann man - nebenbei gesagt - auch bei den QOTSA zu beobachten, eine musikalische Entwicklung die einem manchmal den Atem verschlägt (man vergleiche nur Era Vulgaris mit dem Self titled Erstling). Wie gesagt ob man das mag oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.

Mein Fazit: Bei Them Crooked Vultures haben Wir es mit Künstlern im besten Sinne des Wortes zu tun und nicht mit Handwerkern, die erfolgreiche Modelle kopieren und diese bedienen. Und das ist durchaus 5 Sterne wert.
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am 12. August 2010
Man stelle sich vor, dass einem der Begriff Supergroup völlig unbekannt ist und man auch den Hype um diese sogenannte nicht mitbekommen hat. Man schlendert völlig ahnungslos durch die Straßen irgendeiner Stadt. Vielleicht ist man gelangweilt, vielleicht genervt, vielleicht desillusioniert, vielleicht aber auch ganz gut drauf. Von irgendwo her, aus einem dunklen Hinterhof, kommt gedämpft Musik. Irgendetwas lässt einen neugierig werden und man riskiert mal einen Blick. Einen Blick, der zuerst vorbei an abgeschrotteten Fahrzeugen und jeder Menge anderem Zivilisationsmüll auf eine verdreckte Tür gerichtet ist. Die Tür ist schnell geöffnet und anstatt einer stylischen Clubatmosphäre schlägt einem in dem angrenzenden Flur der Geruch von Bier, Leder und abgestandenem Schweiß entgegen. Die Augen brennen leicht von Rauch. Zigarettenqualm. Na klar. Aus der gedämpften Musik ist etwas Anderes geworden. Etwas Rohes. Etwas, das sich ursprünglich anhört. Pulsierendes Schlagzeug, schrammelnde Gitarren, dröhnende Bässe. Wütend & herzlich, befreiend & geradeaus. Rock in seiner Reinform. Rock, der bereits in den Siebzigern Massen angezogen hat und es auch heute noch tut. Rock, der meinen Vater in seiner Jugend in hemmungsloses Verhalten gebracht hätte und das bestimmt auch noch bei meinen Kindern tun wird. Ein Sound, bei dem man sofort weiß, warum diese Musikart nie aussterben wird. Nicht die eingängigen Melodien machen diesen Sound so groß, sondern die perfekte Beherrschung von Instrumenten.
Nun weiß man endlich wo man gelandet ist. Es ist der Proberaum einer Band. Einer Band, die es wohl noch nicht ganz weiß, die aber mit dieser Musik zum Sturm auf die Welt blasen wird. Mit Rockmusik! Schnörkellos, bemerkenswert, unverblümt, nicht reaktionär: Them Crooked Vultures!
Unbedingt anhören!

Anspieltipps: Dead End Friends, Reptiles
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