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am 27. August 2008
Was? Schon wieder eine ASP Veröffentlichung? War da nicht kürzlich erst diese Best-Of? Ein Gedanke, der dem ein oder anderen kommen mag, wenn er den kreativen Output der Frankfurter Künstler so betrachtet. Manch einer spricht da leichtfertig von 'Ausverkauf' und noch Schlimmerem. Alle jene Vorwürfe erscheinen allerdings haltlos, wenn man betrachtet, mit wie viel Liebe am Detail die jeweiligen Veröffentlichungen jeweils aufwarten. Und da macht 'Zaubererbruder ' Der Krabatliederzyklus' keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil. Musikalisch wie 'Artwork-technisch' gibt es viel zu entdecken.

So erscheint bereits die Standardausführung in einer Aufmachung, die bei vielen Künstlern bereits der limitierten Edition entspricht: Das Doppelalbum befindet sich in einem mehrfach aufklappbaren Digipak, das in der Erstauflage mit einer wunderschönen Prägung auf dem Cover daher kommt. Das Booklet enthält sämtliche Texte sowie einen umfangreichen Eröffnungstext. Optisch ist das ganze stimmungsvoll eingefasst in Sepia und verwandte Farbtöne.

Zur Musik:
Bevor ich Track für Track einige Worte verliere, hier eher generelles. Für eher elektronisch veranlagte Zeitgenossen und konsequente Düsterrocker ist dieses 'Zwischenalbum' möglicherweise eher weniger geeignet ' 'Beat' sucht man vergeblich. Dafür liefern ASP eine sehr von Folk und akustischen Instrumenten geprägte konzeptionelle Erzählung, die an 'den richtigen Stellen' musikalisch dennoch hart zur Sache kommt.

CD1:

Intro: Betteljunge
Das von einem Dudelsack getragene Introstück der Geschichte glänzt durch ASPs klare, schöne Stimme und bietet einen sehr gelungenen Einstieg in die Geschichte. Besonderes Schmankerl ist das düstere Ende des Stücks, das den Hörer bereits erahnen lässt, auf welch' düstere Reise er sich doch eingelassen hat.

Krabat
Das eingängig-rockende 'Krabat' dürfte den meisten Hörern bereits von der Single 'Ich bin ein wahrer Satan' oder der ein oder anderen Tour bekannt sein, daher braucht es nicht viele Worte: Das Stück rockt und stellt so etwas wie die Titelmelodie des Zyklus dar, wenn man mich fragt.

Die Teufelsmühle
Für harte EBM oder auch Rock-Vertreter kommt hier wohl eines der schwierigsten Stücke. Folkige Instrumentierung und choraler Gesang erzählen die Geschichte um den Meister und seine Mühle.

Denn ich bin der Meister
Eines der 'typischeren' ASP-Stücke auf dem Album. Rockige, an Metal angelehnte Gitarren und ein eingängiger, tanzbarer Refrain liefern einen Ohrwurm, der nichtsdestotrotz einen wichtigen Teil zur Geschichte beiträgt.

Fluchtversuch
Hier gilt das gleiche. Ein ASP'scher Rocksong, wie Fans ihn kennen und lieben. Das Stück ist, wie einige andere auch, bereits 2006 auf der 'IBEWS'-Single erschienen.

Elf und Einer
Hier folgt ein weiterer bekannter Song, der jedoch vollkommen anders klingt als sein Vorgänger. Rhythmische Instrumentierung und ein fast hypnotisch wirkender Gesang ziehen den Hörer in ihren Bann, bis der sehr klar und gefühlvoll gesungene Refrain einsetzt und die fatale Situation innerhalb der Geschichte gekonnt vermittelt.

Mein Herz erkennt Dich immer
Wieder ein bekanntes Stück. Ein ruhiges, balladeskes Duett mit weiblichem Gesang, das ganz auf die Wirkung der lieblichen Gastsängerin und den romantischen Text setzt. Ein Wagnis, das durchaus gelingt.

Verwandlungen I_III
Liebe Leute, da hätten wir es wieder. Einen Song, der an das monumentale Requiem des letzten regulären Albums 'Requiembryo' erinnert. In 10 Minuten verweben ASP die härtesten Gitarren ihrer bisherigen Bandgeschichte(vielleicht von 'Hell' einmal abgesehen), einen Refrain im Chor sowie ein minimalistisch instrumentiertes Finale, das nicht nur wegen des tragischen Inhalts voll überzeugt ' Beeindruckend und ein definitiver Höhepunkt, auch wegen des (stimmlichen) Dialogs des Sängers mit sich selbst.

CD2:

Abschied
Ein softerer Rocksong, der sehr gefühlvolle Strophen mit einem sehr eindringlichen Refrain verbindet und insgesamt sehr zum Mitsingen einlädt. Als Opener der zweiten CD auch textlich eine Schlüsselstelle, man erfährt so einiges über die Beziehung der Zaubererbrüder.

Der Schnitter Tod
Hier kommt eine weitere Überraschung auf den Hörer zu. Ein alter, traditioneller Text unbekannten Ursprungs erzählt von Tod und Vergänglichkeit, untermalt von folkiger Musik und Dudelsack. Später gesellen sich Gitarren hinzu und lassen den Song musikalisch kulminieren.

Spottlied auf die harten Wanderjahre
Ein eher ruhiger, von Gitarren getragener Song erzählt einen wunderbaren Schwank aus den Reisetagen des Krabat. Einer meiner persönlichen Favoriten des Albums.

Zaubererbruder
Der letzte Song, den Fans bereits von vorherigen Veröffentlichungen kennen. Allerdings wurde die Instrumentierung etwas verändert, so dass sie etwas druckvoller und eindringlicher wirkt. Weiterhin mussten aus dramaturgischen Gründen die Parts von ASP und Duettpartner Eric Fish getauscht werden. Letzterer liefert übrigens eine überragende Performance und zeigt, dass er auch abseits von Subway to Sally durch seine Stimme zu überzeugen weiß.

Der geheimnisvolle Fremde
Hier musste ich beim hören Grinsen. Das Stück hat einen äußerst schwungvollen, fröhlichen Refrain und wirkt insgesamt wie ein altes Bauernlied oder etwas Vergleichbares. Auffällig ist, dass der Text für die Geschichte von unverzichtbarer Bedeutung ist, dies allerdings wenig bei der Instrumentierung ins Gewicht gefallen zu sein scheint. Eine eher geradlinige Struktur führt den Hörer durch den Höhepunkt(?).

Am Ende
'Am Ende' ist das eigentlich letzte Stück und bietet einen sehr ruhigen Ausklang, in dem Krabat die Geschichte resümiert und ein vielleicht unerwartetes Ende findet.

Outro: Zwei Schwäne
Ein recht kurzes, ruhiges Instrumental. Welche Besonderheit ein eingewobenes Instrumental für das Ende der Geschichte hat oder haben könnte, darüber sollte sich jeder selbst Gedanken machen.
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am 27. August 2008
Auch ich habe heute das Album in der Post gefunden und in aller Ruhe zwei Mal gehört.

Zur Ausstattung ist ja schon in einer anderen Rezension geschrieben worden - da fällt mir nur das Wort "üppig" ein. Für mich ein großes Lesevergnügen war vor allem das Booklet, in dem sich neben den eigentlichen Songtexten auch Kommentare des "Meisters" selbst fanden und das in der Form meines Wissens nach nur der limitierten Edition beiliegt (man korrigiere mich, sollte ich mich irren).

Aber es geht ja eigentlich um die Musik. Und einige Stücke sind anfangs gewöhnungsbedürftig, da viele Elemente aus der Folklore verarbeitet wurden. Dennoch fügt sich alles geradezu wundersam in einen passenden Gesamteindruck ein. Obwohl ich die vorab veröffentlichten Stücke schon kannte, erscheinen sie mir hier im Zusammenhang in einem neuen Licht und gewinnen dadurch noch zusätzlich.

Die Geschichte, die sich anfangs stark am Buch von Preußler orientiert und dann ganz eigene Wege geht, möchte ich hier nicht vorwegnehmen. Es ist Asp in jedem Fall gelungen, diese gekonnt zu transportieren, die Lieder erzählen sie teils aus verschiedenen Perspektiven und trotzdem verliert man nie den roten Faden.

Es gibt nicht viele Alben, gleich welcher Gruppe, die mir von Anfang an so uneingeschränkt gefallen haben und daher gibt es von mir 5 Sterne. Wer bereit ist, sich auf einige musikalische Experimente einzulassen und harte Gitarrenriffs und elektronische Klänge nicht in jedem Lied braucht um glücklich zu sein, der kann unbesorgt zugreifen - so lange der Vorrat reicht.

Es lohnt sich! Absolut!
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am 3. Dezember 2015
Ich kannte von der "Zaubererbruder" bisher 4 Songs (Zaubererbruder, Die Teufelsmühle, Krabat und Mein Herz erkennt Dich wieder) und, obwohl mir diese Songs unheimlich gut gefallen haben, konnte ich mich nicht dazu durchringen, mir das komplette Album zu kaufen... bis gestern! Da habe ich doch mal in die Einspieler der restlichen Songs reingehört und mir anschließend die MP3-Version von "Zaubererbruder" gekauft. Ein Kauf, den ich nicht bereut habe! Denn ich musste feststellen, dass die restlichen 11 Songs, die ich bislang noch nicht kannte fast genauso gut, wenn nicht sogar besser sind, als die mir bekannten Stücke.

Der folkige Opener "Bettlerjunge" sorgt für einen eher noch ruhigen Einstieg, bevor dann mit "Krabat" das erste mal die Post abgeht. Flottes Tempo, harte Gitarren, folkige Einschläge und sehr melodisch. "Die Teufelsmühle" ist dann wieder eine Folk-Nummer, die sich im Verlauf immer mehr steigert und zum Ende hin in eine langsame Folk-Metal-Nummer übergeht. Mit "Ich bin der Meister", "Fluchtversuch" und "Elf und Einer" bleiben ASP dem melodischen Folk-Metal treu, bevor mit "Mein Herz erkennt Dich immer" eines meiner Highlights folgt: Eine wunderschöne Ballade, toll gesungen von Ex-Faun-Sängerin Lisa Pawelke, deren Melodie sich im Outro "Zwei Schwäne" nochmals wieder findet. Ein weiteres Highlight ist das 11 minütige "Verwandlungen I-III", welcher nicht nur der härteste, sondern auch der musikalisch abwechslungsreichste Song des Albums ist. Die Takt- und Tempo-Wechsel zwischen den Strophen und den Refrains fand ich sehr gelungen.

Der 2. Teil des Albums ist wesentlich ruhiger und deutlich folk-lastiger als Teil 1. Das rockige "Abschied" ist für mich allerdings der schwächste Song auf der "Zaubererbruder". Textlich kann der Songs zwar überzeugen, allerdings reißt das Stück nicht so mit, wie die Metal-Nummern des 1. Teils. "Mit der Schnitter Tod" folgt dann mein persönlicher Lieblings-Song des Albums: Eine bärenstarke Folk-Ballade, die zum Ende hin mit einem gelungen Metal-Part glänzt. Danach wird es allerdings deutlich ruhiger. Mit "Spottlied auf die harten Wanderjahre", dem Titelsong "Zaubererbruder" (starke Vocals von Subway-Sänger Eric Fish), "Der geheimnisvolle Fremde" und "Am Ende" präsentieren ASP nochmals 4 ruhigere Folk-Nummern, die allerdings voll überzeugen können. Zum Abschluss gibt es mit "Zwei Schwäne" ein Outro, welches aus gutem Grund an die Melodie von "Mein Herz erkennt Dich immer" angelegt ist: So weiß der Hörer, bei wem es sich um die beiden Schwäne handelt.

Mir hat "Zaubererbruder" unheimlich gut gefallen: Die gelungene Mischung aus Folk, Metal und einem leichten EBM-Einschlag überzeugt nicht nur musikalisch, sondern auch textlich. Selbst wenn man das Buch nicht gelesen oder den Film nicht gesehen hat, kennt nach dem Hören dieses Albums die Geschichte um den Zauberlehrling, seinem Meister und der Teufelsmühle. Für alle (Folk-) Metal-Fans ein absoluter Kauftipp!
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am 12. September 2008
ASP. Dieser Name steht eindeutig für Qualität! Nach dem hervorragenden "Requiembrio" und der überzeugenden Best-of-Zusammenstellung "Horror vacui" ist es nun also soweit. Die Gothic-Rocker rund um ihren Namensgeber haben sich endlich ihren Traum verwirklicht und veröffentlichen ihre persönliche Vertonung des "Krabat"-Märchens, geschrieben von Ottfried Preußler.

Während die Verfilmung dieses Klassikers im Oktober in den Kinos zu sehen sein wird, stellen ASP gleich noch den perfekten Soundtrack dazu parat. Und der hätte nicht besser werden können! Die Doppel-CD kommt mit einem wunderschönen Artwork daher, wofür ASP ja mittlerweile schon bekannt sind. Auch die "Horror vacui" konnte schon eine perfekt Aufmachung vorweisen!

Doch hier passt einfach alles. Die Vertonung der Geschichte rund um einen armen Betteljungen, der versucht Anstellung in einer alten Mühle zu finden, ist ASP perfekt gelungen. Der alte Müller stellt den armen Burschen an, während dieser mit der Zeit heraus findet, dass der Müller nicht nur seiner herkömmlichen Arbeit nachkommt, sondern noch ganz andere Fähigkeiten besitzt. Er ist nämlich ein dunkler Magier, der mächtige Zauber beherrscht und den Jungen darin ausbilden will. Doch mit der Zeit nimmt die Zauberei überhand und der Bursche sieht sich gezwungen zu fliehen!

Eine perfekte Vorlage für ASP, die sich auch mustergültig nutzen. Seien es typische ASP-Rock-Kracher à la "Denn ich bin der Meister", ruhige, rein gesungene Tracks, wie z.B. "Elf und einer" oder das wahrscheinlich bereits bekannte "Krabat". Jeder Song hat eine Daseinsberechtigung und eine bessere Mischung aus den verschiedensten Musik-Einflüssen hätte daraus gar nicht entstehen können.

Natürlich werden alt eingesessene ASP-Fans sich am Anfang ein wenig schwer mit dieser musikalischen Kost tun, denn die harten Gitarren bleiben auf diesem Album hauptsächlich im Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen melodiöse, epische und vor allem ruhige Songs, die in hervorragender Manier die gesamte Geschichte von Krabat erzählen. Einige Tracks, vor allem auf der zweiten CD, werden nur von spärlichen Gitarren-Klängen begleitet und vor allem Geigen spielen auf "Zaubrerbruder" eine sehr wichtige Rolle!

Das Meisterstück ist ASP wahrscheinlich mit "Verwandlungen I-III" gelungen, denn dieser Song vereint in 10 Minuten alle Stärken der Band in einem Song. Harte Gitarren, tolle Melodien, getragene Passagen und tolle Lyrics. ASP in Reinkultur!

So, nun aber genug der Lobhudelei! "Zaubererbruder" ist für mich das beste Konzept-Album der letzten Jahre und eigentlich bleibt dem geneigten Fan nichts anders übrig, als hier zuzuschlagen. Egal ob die Limited Edition ode die normale Ausführung, den Krabat-Liederzyklus sollte jeder ordentliche Musik-Fan zu Hause im Regal stehen haben...
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am 29. Juni 2012
Angesichts der vielen Rezensionen mache ich es hier (für meinen Schreibstil) kurz und knapp:

Hülle:
Normalerweise ist mir die Optik einer CD herzlich "wurscht", Hauptsache die Songauswahl stimmt. Bei dieser CD jedoch finde ich auch die Aufmachung erwähnenswert. Schon das Cover vermittelt eine düstere, mystische Atmosphäre, absolut stimmig und passend zum Inhalt. Im Booklet kommt zu den abgedruckten Songtexten noch eine kleine Anektode dazu, wie es überhaupt zur Produktion vom Krabat-Liederzyklus kam. Fand ich sehr interesant.

Songs:
Ob diese CD dem entspricht, was Fans von ASP erwarten, kann ich nicht beurteilen, da ich zuvor noch nie etwas von dieser Gruppe gehört habe. Aber: Ich mag vieles, was in Richtung Mittelalter/Folklore/Mittelalter-Rock geht (KEIN sog. Gothic) und ich bin ein glühender Fan der Krabat-Sage - beides wird in diesem Werk vereint: Die Krabat-Sage, erzählt in mittelalterlichen bis rockigen Klängen, genau mein Ding!

Als Anhaltspunkt zur allgemeinen Qualität kann ich allerdings die Meinung meiner Schwester - ihres Zeichens eingefleischter Gothic-Anhänger - wiedergeben, die jedoch keinen Einfluß auf meine eigene Bewertung hat: Sie beurteilt diese CD als "zu flach", zu "akkustisch", "nicht das, was sie von ASP gewohnt ist", inhaltlich und unter Berücksichtigung der Thematik aber gut gemacht.
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am 5. Juni 2010
Ich liebe Otfried Preußlers Version der Krabatsage und bin sehr kritisch jeder Art von Adaption gegenüber, weil es kein leichtes Unterfangen ist, den Tiefgang von Preußlers Werk beizubehalten und nicht in bloßen Kitsch abzudriften. Der Kinofilm ist daran gescheitert - ASP dagegen gelingt die Umsetzung hervorragend, und nicht nur das: Sie bereichert Preußlers Werk noch.
Das Entscheidende ist, dass auf die Zwischentöne geachtet wurde - zum Beispiel auf die Sprache. Der "altmodische", aber überaus elegante Stil des Buches prägt auch die Texte auf "Zaubererbruder", mit Sätzen wie "Mit einem Auge nun erfasst er / dich, du willst vor Angst vergehen".
Auch musikalisch wird die Atmosphäre größtenteils ausgezeichnet eingefangen; viele Lieder sind volksliedartig aufgebaut, die meist eher einfachen Themen und Melodien werden im Laufe eines Songs gekonnt ausgebaut und verwoben, sodass man sich ein ums andere Mal in der halb feierlichen, halb düsteren Atmosphäre verliert. Nur bei "Abschied" halte ich die musikalische Gestaltung für nicht besonders gelungen. Dafür ragen - meinem Geschmack nach - drei Lieder positiv heraus: "Krabat", "Der geheimnisvolle Fremde" und vor allem "Die Teufelsmühle" - letzterer Song ist in meinen Augen ein absolutes Meisterwerk.
Bei den Texten fällt auf, dass nur wenige Songs einen klar umrissenen Teil der Sage behandeln. Der Liederzyklus erzählt die Geschichte nicht nach und folgt nur sehr lose ihrer Chronologie. Eher ist es so, dass jedes der fünfzehn Lieder die Geschichte von Krabat von einer anderen Seite beleuchtet. Auch die Perspektive wechselt, mal erzählt Krabat, mal der Meister, mal ein Erzähler, auch die Kantorka und (mutmaßlich) Tonda kommen zu Wort.
Dabei ist auch wichtig, was Asp, also der Bandleader, im Vorwort betont: Er stützt sich bei seiner Umsetzung keineswegs nur auf Preußlers Version der Sage. Das erklärt die Abweichungen vom Buch, die mich beim Hören der ersten Lieder, als ich das Vorwort sträflicherweise noch nicht gelesen hatte, etwas irritiert hatten. Dort handelt es sich nur um Kleinigkeiten wie die mit der Schilderung im Buch nicht übereinstimmenden Zeilen "Nur der Meister, Jahr um Jahr / Bleibt so jung, wie er es war", doch auf der zweiten CD entfernen sich die Texte dann deutlich von Preußlers Geschichte, insbesondere "Der geheimnisvolle Fremde" scheint mir eine Nacherzählung der ursprünglichen Handlung der Sage (die ich nur in Grundzügen kenne) zu sein.
So oder so verdient es dieses Album, in die Reihe der verschiedenen Erzählungen der Krabatsage gestellt zu werden. Magischer Inhalt - magische Lieder.
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am 27. August 2008
Mit diesem Meisterwerk hat ASP es geschafft die wundervolle Sage von Krabat und der Schwarzen Mühle in Schwarzkollm in einer mehr als würdigen Form musikalisch umzusetzen. Die ersten fünf Veröffentlichungen waren mir vor Erscheinen des Albums schon bekannt und ich war von diesen schon ziemlich begeistert und habe mir lange Zeit gewünscht, dass dieses Album endlich Wirklichkeit wird, damit ich endlich die ganze Geschichte genießen kann. Und "genießen" ist hier eindeutig das richtige Wort! Das Album hat genau meine (hohen) Erwartungen von ASP (wie man es eben gewöhnt ist) getroffen und schildert die Ereignisse in packender Art und Weise und erzeugt durch die gefühlvollen, starken und liebevoll ausgearbeiteten Texte und die immer abwechslungsreiche, diesmal allerdings, anders als sonst, insgesamt ziemlich ruhige Musik eine einzigartige Atmosphäre, die einen zwingt das Album von Anfang bis zum Ende durchzuhören (und danach nochmal und nochmal und nochmal und...)!

Jeder, der sich für diese Geschichte interessiert, wird Gefallen an dieser ASP'schen Erzählung finden, selbst, wenn er die Musik, in die die Geschichte gewandet ist, nicht wirklich mag, was die Texte auf jeden Fall wieder wett machen.

Die limitierte Version dieses Albums möchte ich besonders empfehlen. Durch diese macht das Hören noch viel mehr Spaß! Die Schachtel ist erst einmal riesengroß und sieht unverschämt gut aus. Wer sich dann traut diese zu öffnen wird darin einige schöne Dinge finden, wie einen Autoaufkleber, ein Zertifikat (womit man dann direkt ein Autogramm hat), einen "Schenk dir eine Rabenfeder" Aufnäher (der vielleicht ein wenig groß geraten ist) und ein wunderschönes Poster.
Ein besonderes Highlight ist hier die eigentliche Verpackung der CD. Sie ist fast genauso gestaltet wie bei der Standardversion, allerdings wesentlich größer und man findet hier die kommentierte Ausgabe des Zaubererbruders, wo alle Texte abgedruckt sind und von Asp mit Erklärungen und Anekdoten kommentiert werden. Perfekt, um es sich damit gemütlich zu machen und der Musik zu lauschen und gleichzeitig die Texte zu lesen, was der Sache noch einmal mehr Atmospäre gibt.

Meiner Meinung nach ein wirkliches Meisterwerk und die limitierte Version (sollte sie denn noch zu ergattern sein) ist ihren Preis wirklich wert!

Meine Anspieltipps sind das albekannte Krabat, sowie der Zaubererbruder, Die Teufelsmühle, Abschied, Verwandlungen I-III und der geheiminsvolle Fremde. Also schon eine Vielzahl von Liedern und auch die Übrigen sind wirklich nicht außer Acht zu lassen!
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am 8. Juli 2011
Ich habe von Asp erst kürzlich gehört als ich mir die 4 Sonnenfinsternis Cds geholt habe ( mischung von deutschsprachigen Gothic ), dort das Duett " das minnelied der incubi" hörte, und mir anschließend die 10 cds des Schmetterlings zyklus gekauft habe . Schon die songs dieser cds haben mich stark beeindruckt auch wenn manche der songs etwas gewöhnungsbedürftig und ungeplant erscheinen.

Aber mit Zauberbrüder hatt asp ein wahres meisterwerk erschaffen.

Die geschichte eines armen bettelkindes im 17ten jahrhundert welcher aus purer not bei einem müller in die lehre geht der den dunklen mächten verfallen ist.

Asp hatt es geschaft diese saga auf großartige weise in deutschsprachiger Gothic zu besingen.

Diese cd ist ein wahrer hörgenuss und nicht nur etwas für gothic fans.

So etwas habe ich schon lange gesucht und ich bin einfach nur begeistert.
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am 5. Mai 2016
Unglaublich schöne musik,die eine spannende geschichte erzählt.
Das album ist eins der besten von asp und hat es verdient bei prime zu sein
Der download war unkompliziert und rasend schnell,danke
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am 14. Mai 2010
Soviel vorweg: ich hatte bisher noch nie etwas von asp gehört, ich gehöre wahrscheinlich mit meinen über 40 Jahren auch nicht zur Zielgruppe dieser Band. Diese CD habe ich mir gekauft, weil ich Dudelsack- und Drehleierklänge in allen Variationen liebe. Also waren die Erwartungen nicht sehr hoch, als ich die CD bekam. Doch seitdem (es ist rund 2 Wochen her...) läuft dieses Werk fast täglich bei mir, ob zu Hause oder im Auto. Ich finde die Stimmung, die das Buch Krabat beschreibt, wurde hervorragend umgesetzt, düster und bedrohlich. Die Melodien gefallen mir ebenso wie die sprachlich hochwertigen Texte. Der Einsatz von Dudelsack und Drehleier erfolgt nicht so auf diese Mittelalter-brachial-Methode, sondern musikalisch wohl überlegt. Die Stimme des Sängers ist facettenreich, insgesamt scheint mir der Mann ein Multitalent in Sachen Musikalität, Texten, Komponieren, Arrangieren und "Stimmung-rüberbringen" zu sein, auch das Cover der CDs ist ganz toll geworden. "Zaubererbruder" ist bis auf weiteres meine Lieblings-CD.
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