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am 15. August 2014
Nachdem ich das Zelda jetzt insgesamt 7 Stunden gespielt habe kann ich nur positives berichten.
Die Schwächen vom Vorgänger Phantom Hourglass (das ständige Besuchen das Meerestempels und diesen Dungeon mehrfach durchlaufen) wurden ausgemerzt. Man muss zwar auch den Turm der Götter öfter aufsuchen, allerdings muss man nicht Stockwerke mehrfach durchlaufen.
Ansonsten super Dungeons und tolle Endgegner.
Eine etwas nervige Kleinigkeiten sind mir allerdings doch noch aufgefallen:
Das Spielen der Flöte durch das Reinpusten in den 3DS find ich extrem nervig.
Da der Rest aber in gewohnter Zelda Qualität ist, gibt es trotzdem die Höchstwertung.
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am 25. Januar 2010
Eins Vorweg: Meine Grundeinstellung gegenüber diesem Spiel war eher skeptisch, da der Vorgänger ja auch nicht gerade ein Überflieger war. Ein Nachfolger mit der gleichen Engine? Und das auch noch bloß 2 Jahre Später? Das konnte doch nur in die Hose gehen. Letztlich hat sich dieses Vorurteil zum Glück jedoch nur begrenzt bestätigt.
Kommen wir also zum Kern der Sache...

der Sound:
Dafür gibt es nur ein Wort, Zelda eben. Die typischen Ohrwurm-Zelda Melodien, natürlich wieder von Koij Kondo komponiert. Dazu auch wieder die altbekannten Dungeon-Soundtracks, die durchweg die richtige Stimmung vermitteln.
Hier gibt es eigentlich kaum was zu bemängeln.

die Grafik:
Wie schon gesagt, exakt die gleiche Engine wie beim Vorgänger. Einige Charaktermodelle, z.B. Link, Niko und Ferro, der von der Zehenspitze bis zum Haaransatz genauso aussieht wie Gonzo, sind sogar komplett gleich. Auch bei den Dungeons merkt man das Recycling ganz deutlich. Einige Passagen erscheinen dem Spieler fast wie ein Déjà-Vu. Besonders auffällig beim erneut vertretenen Backtracking-Tempel, dem Turm der Götter, der dem Tempel des Meereskönigs verdächtig ähnlich sieht. Diejenigen, die dem Cel-Shading Look der von Wind Waker und Phantom Hourglass negativ gegenüberstehen, sollten dringend erstmal Probespielen.
Diesen Kritikpunkt bitte nicht missverstehen, Spirit Tracks ist ein vollkommen anderes Spiel als Phantom Hourglass.
Mich ärgert lediglich die sehr ähnlich wirkende Grafik. Zumindest eine überarbeitete Engine, wie beim Übergang von Ocarina of Time auf Majoras Mask, mit verbesserten Texturen und einer höheren Auflösung wäre schön gewesen.

die Spielmechanik:
Ganz Klassisch. Als Link bereist ihr die Oberwelt mit einem Transportmittel, dieses Mal einer Dampflok, schaltet nach und nach neue Wege frei, indem ihr im Turm der Götter Schienenteile sammelt. Sehr ähnlich zu den Seekarten, die man in Phantom Hourglass im Tempel des Meereskönigs geborgen hat. Dadurch wird es möglich, den nächsten Tempel zu erschließen und neue Orte zu besuchen. Durch, das bei Zügen selbstverständlich vorhandene Schienennetz, ist die Bewegungsfreiheit besonders am Anfang stark eingeschränkt. Die Zugfahrten nerven zudem schnell, weil sie sich zu oft wiederholen. Zwischendurch ist man mal auf dem Weg in ein neues Gebiet, nur um dann zu merken, dass man natürlich erst woanders hin muss um irgendeinen Gegenstand zu kriegen oder einen Dorftrottel, der irgendwo rumhängt um Rat zu fragen. Da kann man schonmal die Augen verdrehen, denn eigentlich ist es volkommen klar, dass man nicht direkt zum Tempel vordringen kann, man muss aber erstmal trotzdem hin, um in Erfahrung zu bringen warum. Das geht Einem mit der Zeit einfach tierisch auf den Wecker. Es kristallisiert sich immer mehr ein monotoner Adventure-Ablauf heraus... zumindest was die Oberwelt angeht. Die erste Vorgehensweise in jedem Gebiet fühlt sich immer irgendwie gleich an. Die Kämpfe mit der Lok, die unterwegs auflockern sollen wirken außerdem sehr aufgesetzt und geskriptet. Sie zeugen nicht unbedingt von großer Kreativität. Auch später lädt den Spieler nichts zu Erkundungszügen ein, weil es schlicht und ergreifend zu wenig zu entdecken gibt. Einmal mehr gibt es nur Herzcontainer und keine Herzteile, was die Sidequests auf ein Minimum reduziert. Kann sich noch einer dran erinnern wie schön es war, in Ocarina of Time oder Twilight Princess einfach nur durch die Steppe zu reiten und sich die Welt anzusehen? Herrlich! Dieser Freiheitsbegriff, der die Zelda-Reihe einst ausgemacht hat wurde in den DS-Ablegern immer mehr fallengelassen. Auch das grauenhafte Kartensystem aus Phantom Hourglass wurde übernommen. Schlimm, schlimm.

die Dungeons:
Das Dungeondesign ist auch in Spirit Tracks brilliant. Es ist schön zu sehen, dass Nintendo zumindest hier keine Abstriche gemacht hat, um es den Gelegenheitsspielern recht zu machen. Kritikpunkte sind bei so viel Genialität einfach Mangelware. Negativ fällt auf, dass man bei einigen Rätseln die Lösung regelrecht aufschreiben kann.
Ein Beispiel? In einem Tempel gibt es einen Raum mit vier Steintafeln, auf denen nur steht: ich bin der 1., 2., 3. und 4. Ein Stockwerk darüber gibt es dann 4 Augenschalter mit exakt den gleichen Positionen. Na? Was muss man hier wohl tun?
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist, dass sich die Dungeons von der Thematik her zu wenig unterscheiden. Sie sind nicht individuell und bleiben daher auch nicht so im Gedächtnis hängen.
Wie denn auch? Wenn der Eistempel an 80% aller Lcations genauso wie der Feuertempel aussieht ist einem im Grunde wurscht, wo man sich grade durchdaddelt.

die Bosse:
Positiv. Nicht nur cool insziniert und auch mal nicht allzu einfach zu besiegen, sondern auch kreativ desingt und abwechslungsreich zu bezwingen. Kirtik ausgeschlossen.

die Story:
Auch einer der negativen Aspekte des Spiels, sie wird, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, straight durchgezogen und ohne viele Wendungen über die Bühne gebracht. Überraschende und witzige Sequenztwist sucht man vergebens. Kein Beinbruch, aber nicht unbedingt erfreulich. Außerdem gibt es wieder kein Triforce, kein Master-Schwert und keinen Ganondorf. Ob es sich hierbei um einen Kritikpunkt handelt, muss aber jeder selbst entscheiden. Dazu gebe ich keine Wertung ab.

die Steuerung:
Wie in Phantom Hourglass wird das ganze Spielgeschehen über den Stylus gesteuert. Bis auf Start bzw. Select benötigt man keinerlei Tasten. Das funktioniert erstaunlich gut und geht nach einer gewissen Eingewöhnungszeit volkommen in Fleisch und Blut über. Nur leider dauert das seine Zeit. Davor sind einige Schwierigkeiten vorprogrammiert. Ein paar Ungenauigkeiten sorgen für Frust und auch der Umstand, dass man sich am Anfang dauernd ungewollt von Klippen in den Tod stürzt hilft nicht wirklich. Mich ärgert außerdem, dass man alle Items, die man findet, auch nur mit dem Stylus steuern kann. Das ist, besonders bei Kämpfen, mitunter einfach zu hektisch. Eine weiterer Negativpunkt ist der Umstand, dass durch den Stylus und manchmal auch die eigene Hand Teile vom Screen verdeckt werden, sodass man nicht alles erkennen kann... sobald ich ne Maschine erfunden habe, die den Stylus und meine Hand transparent macht, rufe ich Nintendo mal an. Etwas daneben ist außerdem das viele Gepuste. Besonders die Flöte wird, sofern man das Spiel unterwegs spielt, nicht mehr bedienbar, wenn nur der schwächste Lufthauch vorbeizieht.
Ich muss leider gestehen, dass mir die Steuerung nicht so ganz passt. Der eigentliche Hauptgrund dafür ist aber, dass es sich so anfühlt, als hätte ich nur "sekundäre" Kontrolle über Link.
Es ist nicht mehr so, dass ich ihn über einen Analog-Stick oder ein Digi-Kreuz direkt steuere, sondern ihm nur mit dem Stylus wie in einem Point & Click "zeige", wo er hinlaufen musst.
Das ist zwar ein geringer Unterschied, der meiner Ansicht nach aber äußerst wichtig ist.

der Fazit:
The Legend of Zelda - Spirit Tracks macht durchaus Spaß, reißt wegen der zu einfach gestrickten Spielmechanik und der wenigen Seitquests aber niemanden vom Hocker. Wer Phantom Hourglass gut fand wird auch an diesem Spiel seine helle Freude haben, diejenigen die dem direkten Vorgänger nicht viel abgewinnen konnten, sollten es sich unbedingt vorher ausleihen. Für Zelda-Fans der ersten Stunde ist es aber trotz allem ein Pflichtkauf und wird auch einige lustige Stunden bereithalten.

Anmerkung: Bei einer Prozentbewertung würde ich dem Spiel wohl 86% geben. Ich bin nur deshalb vergleichsweise kritsch, weil ich das Spiel vor allem mit anderen Ablegern der Zelda-Reihe vergleiche. Würde ich Spirit Tracks ganz normalen Action-Adventures gegenüberstellen , hätte es wohl schon eine 4 Sterne bewertung verdient. Als Zelda-Ableger ist es meiner Meinung nach dafür nicht gaaanz stark genug.
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am 15. Dezember 2009
Vorneweg: Ich bin mir bewusst, dass meine Rezension wieder als "nicht hilfreich" markiert wird, da sie das Spiel etwas genauer analysiert als die Standard "Oh mein Gott, das neue Zelda ist neu! 5 Sterne!"-Rezension. Wie dem auch sei.

Und schon gehts los:
Spirit Tracks ist technisch gesehen ähnlich seinem direkten Vorgänger Phantom Hourglass, dem ich damals ja nur 2 Sterne zugestand. Die Steuerung ist fast identisch, jedoch wurde hier und da ein wenig aufgebessert. Beispielsweise rollt man sich statt durch das Zeichnen kleiner Kreise am Bildschirmrand, durch einen Doppel-Tap ab, was seltener zu versehentlichen Rollen führt. Außerdem wird nun das Objekt, welches man antippt kurz mit einem leuchtenden Ring markiert. Es gibt diesmal auch eine Pause Funktion, wenn man das ausgerüstete Item wechselt, sodass man im Gegensatz zu Phantom Hourglass nicht während der Menü-Navigation wehrloses Monsterfutter ist. Ein zentraler Dungeon, den man immer wieder besuchen muss existiert auch wieder und ersetzt den Temple of the Ocean King aus Phantom Hourglass. Dieser neue Dungeon, der Tower of Spirits, ist allerdings um einiges weniger nervig, als sein Phantom Hourglass Gegenstück, da man bei jedem Besuch direkt im neuen Stockwerk beginnen kann und der Timer entfernt wurde. Das Prinzip innerhalb des Dungeons wurde jedoch kaum verändert. Es sind vergleichsweise kurze Stealth Passagen mit den aus Phantom Hourglass bekannten Phantomen, von denen man diesmal sogar Besitz ergreifen kann indem man den Geist von Prinzessin Zelda in deren Rüstung schlüpfen lässt (dazu später mehr).

Das neue Transportmittel ist ein Zug, der wie Züge dies nunmal tun, auf Schienen, den namensgebenden Spirit Tracks, fährt. Diese Schienen verschwinden zu Beginn des Spiels, jedoch lässt man sie Stück für Stück während der Story wieder auftauchen. Im späteren Spielverlauf lassen sich paarweise Portale aktivieren, die ein schnelleres Reisen ermöglichen. Dies wäre um einiges praktischer, wären die Portale näher an Dörfern gelegen und würde man das gesamte Portalnetzwerk bereisen können statt nur innerhalb eines Paares hin und her reisen zu können. Auf den Schienen wird man von verschiedenen Gegnern angegriffen, die man wie bei Phantom Hourglass mit der Kanone beseitigen kann. Eine Ausnahme stellen jedoch andere Züge dar. Es fahren "böse" Züge mit grimmigem Gesicht auf den Schienen, die es darauf anlegen, dich zu berühren, was in einem sofortigen Game Over endet. Diese Züge lassen sich durch mehrere Treffer mit der Kanone für kurze zeit verlangsamen, was jedoch nicht sehr hilfreich ist. Ich rate an dieser Stelle jedem, lieber die Route zu wechseln, als zu versuchen, sich zu knapp an diesen Zügen vorbeizuquetschen.

Der Spielablauf zum Vorantreiben der Story wiederholt sich selber immer wieder. So löst man ein neues Stockwerk im Tower of Spirits und es erscheinen Schienen zu einem sogenannten Sanctuary (eine Art Schrein), welches man besucht, um zusammen mit merkwürdigen halb Mensch halb Lokomotive Wesen ein Duett auf der Flöte zu spielen, um dann Zugang zum eigentlichen Tempel zu erlangen, welchen man dann durchspielt und dadurch weitere Schienen freischaltet, welche einen zurück zum Tower of Spirits fahren lassen und so weiter. Leider fällt dabei das Erforschen der Welt auf eigene Faust komplett flach.
Die Duette auf der Flöte sind im Grunde sehr simpel gehalten, jedoch kann es ein wenig an Übung brauchen, bis man sie fehlerlos spielen kann, da dies durch Pusten ins Mikrofon und verschieben der Flöte auf dem Touchscreen geschieht, was den ganzen Vorgang sehr unnatürlich wirken lässt und es schwer macht, im Takt zu bleiben. Ich sehe hier gerade bei Kindern ein Problem. So kann ich mir gut vorstellen, dass diese nicht die Geduld haben, die selbe Sequenz zig mal zu versuchen, bis der Rythmus endlich stimmt, und man weiterspielen darf. Die regulären Lieder, die man während des Spiels lernt sind da einfacher insofern, als dass man bei diesen nicht auf den Rythmus achten muss.
Ein sehr schönes neues Feature ist, dass man wie oben genannt, ein Phantom innerhalb des Tower of Spirits kontrollieren kann, welches beispielsweise keinen Schaden durch Feuer nimmt und über stachelige Böden laufen kann und somit Schalter erreichen kann, an die Link nicht herankommt. Dies geschieht durch das Zeichnen von Pfaden, die das Phantom danach dann abläuft. Da es wieder verschiedene Phantome gibt, kann man auch die verschiedenen Kräfte dieser Nutzen und so neue Situationen meistern. Ich persönlich hätte mir hier allerdings gewünscht, dass die Entwickler dem Spieler ein wenig mehr Hirn zutrauten und nicht jedes neue Rätsel sofort on screen von Zeldas Geist erklären ließen. Das nimmt einem irgendwie das schöne Gefühl, selbst draufgekommen zu sein.

Einige Probleme des Vorgängers bleiben allerdings bestehen oder wurden sogar verschlimmert. So gibt es weiterhin uninspirierte Rätsel nach dem Schema "Lies eine Steintafel im Raum und tue einfach was draufsteht" bzw. "Lies das Schild und betätige die Schalter/Hebel in folgender Reihenfolge...". Wenn ein Rätsel keine eigene Logik mitbringt, sondern darauf ausgelegt ist, dass man die Lösung auf einem Schild nachliest, kann man das kaum als gutes Design bezeichnen. Dieses Schema hat sich leider bereits auf die Overworld ausgebreitet. So fiel dies auf, als man mit dem Zug durch einen Wald fahren musste, der sehr an die Lost Woods aus früheren Teilen erinnerte. Mal kurz für die Leute, die nicht wissen, was gemeint ist: Die Lost Woods sind ein immer wieder auftauchender Ort in Hyrule, die schon seit Zelda1 auf dem NES existieren, allerdings wohl am besten aus Ocarina of Time bekannt sind. Es sind Wälder, die darauf ausgelegt sind, dass man sich verläuft; so gibt es in der Regel 3 oder 4 mögliche Ausgänge, wobei alle außer einer zurück an den Anfang führen. Das heißt, man muss mehrmals den richtigen Ausgang erwischen, um an den gewünschten Ort zu gelangen. Bei Ocarina of Time lief man immer in den Ausgang, aus dem man Flötenmusik hörte. Das Spiel leitete einen also, wenn auch subtil, an den korrekten Ort. Beim Lost Woods Äquivalent in Spirit Tracks verhält sich das ähnlich: Es gibt im Wald mehrere Weichen, die man richtig setzen muss und wenn man aufs falsche Gleis abbiegt, landet man wieder am Anfang. Als Zelda-Veteran erkannte ich ziemlich sofort, dass sich vor jeder Weiche ein verkrüppelter Baum befand, dessen größter Ast in die richtige Richtung zeigt. Also folgte ich diesen Zeichen, doch nach einer Weile war ich trotzdem wieder am Eingang. Was war passiert? Nunja, es stellte sich heraus, dass dieses Rätsel wieder mal nicht logisch lösbar ist. Man muss in ein Dorf gehen und mit allen Personen reden, von denen eine dann irgendwann erwähnt, dass ein bestimmter dieser verkrüppelten Bäume lügt und an diesem Baum solle man doch die andere Richtung wählen.
Zurück zu den Tempeln:
Diese sind sehr linear gehalten, sodass man sich nicht verlaufen kann. Allerdings wird dadurch auch das typische "erkunden und kombinieren" der Zelda Reihe verhindert. Im Grunde gibt es in jedem Tempel nur einen Weg, den man gehen kann, welcher einen alle Räume nacheinander abklappern lässt indem eine Tür nach der anderen geöffnet wird. Die Bosse machen um einiges mehr Spaß, als jene aus Phantom Hourglass. Hier möchte ich allderings nicht allzuviel wegnehmen, da dies mein persönlicher Lieblingspunkt an diesem Spiel ist. Allerdings sei gesagt, dass man sich auf die ein oder andere spaßige Strategie freuen darf.

Sidequests gibt es auch wieder. Diesmal kann man ein Stempelalbum füllen, indem man an verschiedenen Orten auf der Welt dafür vorgesehene Stationen sucht. Außerdem kann man in seinem Zug Passagiere von A nach B fahren und dafür kleine Belohnungen erhalten. Der Passagier Transport hat leider die "Mini-Game" Behandlung erfahren. Während man einen Passagier dabei hat, muss man an bestimmten Schildern hupen und langsamer bzw schneller werden, da die Leute in der Welt von Spirit Tracks offensichtlich nichts Besseres zu tun haben, als beim Zugfahren auf alle Schilder zu achten und Dich anzubrüllen, Wenn Du nicht im richtigen Moment die Hupe betätigst und eventuell mitten in der Wildnis zwischen Monstern und Panzern aussteigen, wenn Du die Schilder zu oft ignorierst.

Eine Frage, die mich allerdings während des Spiels immer wieder beschäftigte ist, ob Nintendo eventuell faul geworden ist.
Die Overworld bei Spirit Tracks besteht größtenteils nur aus 2D Grafiken. Steine, Bäume, Andreaskreuze usw sind alles Objekte, die in der Spirit Tracks Overworld immer genau gleich aussehen und nur eine sichtbare Seite haben. Fährt man also mit dem Zug umher, sieht man wie sich diese Objekte immer mit ihrer Vorderseite in die Kamera drehen. Biegt man ab, drehen sich die pixeligen 2D Andreaskreuze auch mit. Das wirkt ziemlich billig und sowas hab ich zuletzt bei den Bäumen in Mario64 (1997) erlebt.
Außerdem sind Wälder und andere Landschaften nur angedeutet. Der erste Wald, an dem man vorbeifährt z.B. ist einfach ein Quader, auf den eine sich immer wieder wiederholende Textur von Bäumen aufgeklebt ist. Das hat zur Folge, dass an den Kanten des Quaders die Bäume zum Teil nur halb drauf sind. Wirkt ebenfalls billig.
Weiterhin fällt während des Spiels auf, dass Spirit Tracks versucht größer auszusehen, als es ist, indem es den Spieler oft unnötig hin und her fahren lässt, um die Spielzeit zu strecken.
Dieses Phänomen lässt sich in neueren Zeldas öfters beobachten: Während ältere Titel noch mit jeweils 8 einzigartigen Dungeons zu protzen wussten, bringen neuere Titel 4 oder 5 mit sich, die sich spielerisch nicht wirklich voneinander unterscheiden. Dann kommt auf den DS Games noch dieser zentrale Dungeon dazu, der von innen immer die gleichen Texturen benutzt. Eine Ausrede, damit man sich statt den X besuchen in diesem Dungeon, keine X einzigartigen mit anderem Look und charakteristischem Gameplay einfallen lassen muss? Wer weiß. Wenn man den Interviews der Teams rund um die aktuellen und kommenden Teile folgt, hört man ja auch raus, dass versucht wird, mehr Spielzeit aus den Dungeons heraus auf die Weltkarte zu verlegen. Eventuell müssen wir uns also darauf einstellen, dass Rätsel lösen und Dungeons spielen an Signifikanz für diese Serie verliert.

Fazit:
+ Zelda
+ Die Bosse
+ Einige Schwachstellen aus Phantom Hourglass ausgebessert
+ Das Phantom macht den Tower of Spirits relativ interessant
+ Der Look des Spiels außerhalb der Overworld
- Uninspirierte Rätsel
- Lineare Dungeons
- Ständiges Pusten ins Mikrofon
- Kein Free Roaming
- Die hingerotzte Optik der Overworld

Alles in Allem ist das Spiel solide und bis auf die billig wirkenden Objekte der Overworld und die begrenzte Erkundungsfreiheit, glänzt es gerade im direkten Vergleich mit Phantom Hourglass. Es ist kein schlechtes Spiel, nur geht man immer mit größeren Erwartungen ins Spiel, wenn Nintendo einen neuen Teil in einer seiner größten Franchises auf den Markt bringt.

Bist Du ein Casual Gamer, der seinen Handheld zuhause spielt, greif zu. Bist Du allerdings jemand, der eine gewisse Herausforderung sucht, wirst Du hier nicht wirklich fündig. Und wenn Du planst, deinen DS im Zug, im Bus oder auf öffentlichen Plätzen zu spielen (also die klassischen Orte für Handheld Gaming), sollten dir zumindest die Blicke der Umstehenden egal sein, wenn du ständig deine Konsole anpustest.
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am 28. April 2010
Nach langem Hin und Her habe ich mich nun doch dazu entschlossen, eine Rezension zum nicht mehr ganz aktuellen Spiel "The Legend of Zelda: Spirit Tracks" zu verfassen, auch wenn diese Rezension wahrscheinlich nicht mehr ganz so viele Leute erreichen wird.

Aus diesem Grund habe ich mich auch dafür entschieden, eine schnelle und übersichtliche Pro - und Contra - Rezension zu schreiben.

Im Folgenden also meine einzelnen Punkte:

Pro:

- Die Spielzeit liegt fürs Durchspielen bei ca. 15-20 Stunden, was ich absolut in Ordung finde
- Es gibt viele sammelbare Gegenstände, wie Herzcontainer, Hasen, Stempel und Schätze, die zwar nicht alle sinnvoll sind, aber die Motivation enorm erhöht, sich neben der eigentlichen Handlung mit dem Spiel zu beschäftigen
- Es gibt tolle neue Ausrüstungsgegenstände wie die Peitsche oder das Windblatt
- Wirklich gelungen finde ich, dass durch das Spielen der Pan-Flöte das Mikrofon authentisch in das Spiel eingebunden wurde und bei richtiger Benutzung auch wirklich gut funktioniert
- Es gibt einige neue Partner-Rätsel, da man jetzt die noch im Vorgänger verhassten Phantome durch den Geist von Prinzessin Zelda steuern kann
- Die Steuerung erfolgt komplett über den Touchscreen. Auch wenn ich eine optionale Tastensteuerung gut gefunden hätte, funktioniert es über den Touchscreen in der Regel auch ohne Probleme

Contra:

- Die Grafik wurde 1:1 aus dem Vorgänger übernommen. Ein bisschen hätte man die Engine doch wohl noch überarbeiten können, gerade aufgrund der deutlich kleineren Spielwelt gegenüber dem Vorgänger
- Die Dungeons ähneln sich im weiteren Spielverlauf ein wenig, was schon im Vorgänger der Fall war
- Ebenfalls gibt es wieder einen zentralen Dungeon, den man einige Male besuchen muss. Dieser ist diesmal zwar in einzelne Abschnitte unterteilt, die man getrennt von einander besuchen kann, wenn man allerdings in einem Abschnitt stirbt oder speichert, muss man den vorher zurückgelegten Weg immer wieder erneut gehen, was mich persönlich gegen Ende des Spiels ziemlich frustriert hat
- Durch das Schienennetz ist das Erforschen der Spielwelt so limitiert wie in keinem Zelda-Spiel zuvor
- Die Zugfahrten sind meiner Meinung nach unheimlich monoton und nerven im weiteren Spielverlauf, so machten zumindest mir auch die Nebenaufgaben, in denen es darum geht, Passagiere von einem Ort zum anderen zu bringen, überhaupt keinen Spaß
- Allgemein passt das Setting meiner Meinung nach nicht zu einem Zelda-Spiel. Zum Beispiel muss man schon recht früh im Spiel unzerstörbaren "bösen" Zügen ausweichen, was nicht nur nervig wird, sondern selbst für ein Videospiel einfach nur lächerlich ist
- Auch die Story ist, obwohl sie sich von der typischen Zelda-Story unterscheidet, sehr vorhersehbar und unspektakulär
- Die Endbosse sind zeldatypisch zwar klasse inzeniert, aber viel zu leicht zu besiegen

Auch wenn sich das jetzt überwiegend negativ anhört, so möchte ich nochmal betonen, dass es dennoch ein gutes Spiel war. Eben nur mit einigen Macken, die ich so nicht von früheren Zelda-Spielen gewohnt bin und die auch hoffentlich von Nintendo in naher Zukunft nicht wiederholt werden.

Vielleicht konnte ich dem einen oder anderen mit dieser Rezension noch einmal einen etwas kritischeren Blick auf das Spiel geben, bei einem neuem Zelda-Spiel vergeben viele, wie auch die Fachzeitschriften, meiner Erfahung nach wohl eher schnell mal eine etwas bessere Wertung.

Einen schönen Gruß,
Sascha B.
11 Kommentar22 von 27 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2010
Zunächst möchte ich sagen, dass The Legend of Zelda - Spirit Tracks wiedereinmal ein gelungenes Spiel aus dem Hause Nintendo ist.
Die Grafik ist wieder top (in Anlehnung an Windwaker)und verleiht dem Spiel eine wunderbare Optik.
Ebenso ist die Steuerung, mit dem Touch-Pen, sehr gelungen und einfach zu bedienen.
Leider muss ich bemerken, dass die Geschichten und Rätsel der Zelda-Reihe von Spiel zu Spiel immer mehr an Originalität verlieren.
Für Kinder von 6 - 12 würde ich das Spiel allerdings nicht empfehlen, da die Rätsel doch schon ziemlich schwierig sind.

Fazit: Gutes Spiel, jedoch kein Vergleich zu den Zelda-Vorgängern.
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am 8. November 2010
Mit "The Legend of Zelda: Spirit Tracks" ist bereits der zweite Ableger der Erfolgsserie für den Nintendo DS erschienen. Der Vorgänger "Phantom Hourglass" konnte mich wegen seines schwachen Gameplays leider nicht überzeugen, da "Phantom Hourglass" jedoch trotzdem sehr erfolgreich war, sah es nicht so aus als ob Nintendo vom neuen Spielprinzip abweichen würde.

Komischerweise habe ich mir das Spiel dann auch trotzdem vorbestellt da ich hoffte das es trotzdem besser sein würde. Und wie erwartet ist Nintendo dem erfolgreichen Spielprinzip dann auch treu geblieben. Und tatsächlich sind einige Verbesserungen erkannbar.
Doch zuerst ein paar Worte zur Handlung: Diese knüpft diesmal nicht direkt an den Vorgänger an, sondern findet, einigen Hinweisen nach zu deuten, ein paar Jahrhunderte nach "Phantom Hourglass" statt: Ein junger Lokführer-Lehrling, wir nennen ihn einfach mal Link, soll von Prinzessin Zelda feierlich zum Lokführer ernannt werden. Zelda ergreift die günstige Gelegenheit beim Schopf und bittet Link sie heimlich zum Turm der Götter zu kutschieren weil dort seltsame Dinge geschehen und darüberhinaus das göttliche(!) Schienennetz immer mehr verschwindet. Auf dem Weg dorthin lassen jedoch fiese Typen den Zug entgleisen und verjagen Zeldas Geist aus ihrem Körper um diesen als gesegnetes Gefäß für irgendeinen körperlosen Oberfiesling zu benutzen. Link muss nun das royale Körperchen finden und wird bis er das geschafft hat vom mächtig angefressenen Geist der Prinzessin begleitet.

Damit ist man dann auch schon bei einer der auffälligsten Gameplayneuerungen angekommen.
Das königliche Gespenst steht nämlich nicht nur beratend zur Seite, sie kann auch innerhalb des neuen Recycling-Tempels(!) eines der verhassten, unzerstörbaren Phantome übernehmen. In einer der mächtigen Rüstungen kann sie nun kleinere Gegner verdreschen, andere Phantome ablenken und Link durch gefährliche Lava transportieren. Nur vor Ratten hat sie Angst ...
Wie bereits erwähnt gibt es durch den Turm der Götter auch in diesem Spiel einen sogenannten "Recycling-Tempel" der nach jedem Dungeon besucht werden muss. Diesmal gibt es allerdings weder ein ätzendes Zeitlimit noch müssen die einzelnen Stockwerke wieder doppelt und dreifach besucht werden. Durch Zeldas Unterstützung macht der Turm durch anspruchsvolle Rätsel und Kämpfe manchmal sogar richtig Spaß.
Dies gilt auch für die restlichen Dungeons, die Rätsel sind anspruchsvoller und auch die Bossgegner sind schwieriger als im Vorgänger. Hier hat das Spiel enorm zugelegt.
Weniger erfreulich sind lästigen Zugfahrten. Durch das vorgegebene Schienennetz spielt sich das Spiel leider sehr starr und ermüdend. Und wenn man nicht gerade von nervigen und unverwüstlichen Dämonenzügen gejagt wird fährt auf den Strecken vor Allem die Langeweile. Desweiteren sind Bahnhöfe wahre Raritäten und die dazugehörigen Orte häufig winzig klein und langweilig. Diese Krankheit hat das Spiel leider direkt vom Vorgänger übernommen. Lieblos gestaltete Orte und der Mangel an kreativen Nebenaufgaben waren bereits die größten Schwächen von "Phantom Hourglass". Wann macht Nintendo sich endlich mal wieder die Mühe eine richtige frei begehbare Oberwelt zu gestalten ?

Abgesehen von den Schwächen des letzten Teils ist dieses Mal auch seit langem wieder ein Musikinstrument mit an Bord. Durch Benutzung einer speziellen Panflöte kann Link besondere Ereignisse auslösen. Die Panflöte wird mit dem Touchscreen und dem eingebauten Mikrofon des DS gesteuert und um es kurz zu machen: Es nervt gewaltig. Die Steuerung ist hakelig und es macht keinen Spaß. Die Panflöte ist schlicht und ergreifend unnötig.
Ansonsten hat sich wenig verändert. Das Spiel wird nach wie vor komplett per Touchscreen gesteuert. Es gibt lediglich kleine Detailveränderungen wie eine neue Lage des Itemfeldes.

Grafisch hat sich ebenfalls nicht viel verändert. Viele Charakterdesigns wurden sogar einfach komplett übernommen. Die Dungeons sind erfreulicherweise detailreicher als im Vorgänger. Diesmal zeichnet sich der Eisdungeon zum Beispiel durch mehr als nur blaue Wände als kühle Umgebung aus. Das ist erfreulich.
Auch die musikalische Untermalung hat sich nur geringfügig verändert. Die neuen Kompositionen fügen sich wie immer harmonisch ins Gesamtbild ein, fallen aber auch nicht nennenswert auf.

Zusammenfassend kann man sagen das "Spirit Tracks" vieles besser macht als sein Vorgänger "Phantom Hourglass". Trotzdem wird es der Marke Zelda wieder nicht gerecht. Es wirkt erneut ein wenig lieblos, unter Anderem auch weil das seltsame Eisenbahn-Setting einfach nicht zur Zelda-Reihe passen will. Technisch ist das Spiel zwar durchaus akzeptabel, bei Zelda-Fans hingegen dürfte es wieder ein unwohles Gefühl hinterlassen.
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am 11. Dezember 2009
(basierend auf der US-Version)

Der grüne Mützenträger bricht erneut zu einem Abenteuer auf dem DS auf, doch so genial einige Änderungen bei genauer Betrachtung sind, so ernüchternd sind einige andere Punkte.

Die Story erfindet das Rad nicht wirklich neu. Lediglich die Tatsache dass unser Held kein Bauer oder einfacher Tagträumer mehr ist, sondern ein Azubi zum Lokomotivführer ist erstmals neuartig. Gleich zu Beginn geht es dann auch schon auf in's Schloss um sich das Eisenbahnerdiplom zu holen, welches freilich von einer nicht gerade unbekannten Videogame-Prinzessin verliehen wird. Just dabei steckt sie unserem Helden einen Brief zu, indem sie ihn darum bittet zu helfen aus dem Schloss auszubrechen und schon haben wir den Auftakt zu "Spirit Tracks", bei dem - man erahnt es vielleicht - zwei Helden gleichzeitig gespielt werden. Ich lasse gewollt einige Punkte des Intros aus, denn obwohl diese wohl schon aus Trailern, der PAL-Packung und gewissen anderen Texten bekannt sind will ich diese nicht wirklich spoilern. Fest steht aber: Zelda ist spielbar und sie geht mit. Wie, weshalb, warum, das darf der geneiegte Gamer selbst herausfinden. Der Plot ist erstmal natürlich nicht weltbewegend und etwas lang erzählt, doch wird man schon dabei merken dass der Titel eine neue Schiene einschlägt - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Was hat sich geändert? Nun vom eigentlichen Gameplay des Vorgängers, Phantom Hourglass, nicht viel. Via Stylus steuert man Link durch die Welten, Tippen auf Gegner oder das Ziehen einer Linie auf selbigen führt einen Angriff aus. Das Ziehen eines Kreises um den Helden fürt eine Wirbelattacke aus und zweimal in Laufrichtung tippen führt zu einer Rolle. Per Klick auf ein Symbol kann man Zelda steuern, welche aber ähnlich dem Bumerang aus Phantom Hourglass, nur einem gezeichneten Pfad entlanglaufen kann. Ein nettes Feature, welches neues Gameplay bringt, doch manchmal hätte man sich etwas bessere KI der werten Dame gewünscht, denn sie bleibt gerne mal an Ecken hängen, oder findet den Weg zu link nicht, selbst wenn sie vor ihm steht.

Was sich jedoch grundlegend verändert hat sind einige Gegenstände und natürlich das Fortbewegungsmittel. Schneiden wir kurz die neuen Items an, wie etwa der Ocarina der Zeit - pardon, der Panflöte des... Ich hab's vergessen. Jedenfalls wird die Panflöte als Ocarina-Ersatz gehandhabt, aber anders gesteuert, denn via Stylus muss man das gewünschte Holzröhrchen unter das Mikrofon ziehen und dann durch ein gezieltes Pusten in selbiges einen Ton erzeugen. Überhaupt bedient sich Spirit Tracks deutlich mehr den Eigenschaften des DS, die jedoch lediglich neue Steuerung, aber kein wirklich neues Gameplayelement einfügen.

So handhabt sich es auch mit dem Zug, der die kleine Barkasse ersetzt hat. Auch hier darf man via Stylus Strecken einzeichnen, jedoch, wie bei einem Zug üblich, nur auf einem Schienennetz. Vom Fahren her bleibt es dann beim schon bekannten Prinzip, lediglich etwas mehr Planung ist von Nöten um nicht mit anderen Zügen zu kollidieren, als auch das geschickte Einsetzen der Pfeife um Kühe und Monster vom Gleisbett zu jagen. Im späteren Verlauf erlangt die Eisenbahn auch noch eine Kanone, die wie beim schwimmenden Pendant bedient wird. Abgesehen von der Limitierung auf Schienen und damit verbundenen nicht-völligen Bewegungsfreiheit ist hier also keine zu große Änderung auffindbar.

Wenig Änderungen sind auch bei den Welten und Dungeons merkbar. Natürlich ist alles überarbeitet, aber zu oft stolpert man über Dinge die 1:1 aus dem ersten DS-Ableger übernommen wurden. gerade bei Dungeons, die auch mal die gleiche Musik haben wie vorher (!) ist es schade zu sehen dass hier nichts verändert wurde. Alles ist irgendwie noch immer so "klotzig", wie zu NES-Zeiten. Irgendwie ja ganz nett - aus Retro-Sicht - aber wenn ein Waldtempel sich gegenüber einem Eistempel nur durch die Farbe der Wand und des Bodens verändert finde ich es irgendwie doof. Ich hätte es waldiger, eisiger, etc. haben wollen - vielleicht stehe ich damit aber auch alleine da. Die einzelnen Häuser in Dörfern und Städten hingegen sind geradezu erschlagend an Details. Wieso nur hier und nicht im Dungeon?

Auch wieder dabei ein zentraler Dungeon der "Spirit Tower", welcher nach jedem Dungeon besucht wird um neue Strecken freizuschalten. Auch wenn das Prinzip gerne verhasst ist kann man die Kritiker jetzt schon trösten, denn man muss hier die einzelnen Ebenen nie wirklich komplett wieder und wieder besuchen. Das Spiel von zwei Helden lockert diesen Tempel zudem auf, denn gerade hier kommen beide Figuren sehr zum Einsatz und es ist fast immer Taktik gefragt. Dennoch bleibt es ein, von vielen eben verhasster, zentraler Dungeon, der mehrfach besucht wird.

Spirit Tracks macht allgemein zudem einen etwas behäbigeren Eindruck. Link scheint mir langsamer zu laufen und auch die Geschichte ist langsamer erzählt. Selbst das Zugfahren - obwohl sehr spaßig - zieht sich manchmal irgendwie in die Länge. Dennoch muss klar gesagt werden dass diese Längen nicht negativ zuschlagen, sondern gut gefüllt sind. Auffallen tut es trotzdem irgendwie.

Die Schwierigkeit wurde nicht überwiegend erhöht, lediglich die Puzzle können etwas nerviger sein, denn jetzt kommt es eher auf Zeit/Timing an, als auf simples Schieben oder Ziehen. Manch ein Puzzle benötigt mehrere Anläufe, aber es ist zumindest ein guter Schritt in die richtige Richtung. Bossfights und Dungeons überhaupt hätten aber auch etwas mehr Länge und Forderung vertragen können. Herzteile gibt es auch hier wieder nur am Stück zu finden.

Nebenaufgaben dürfen freilich auch nicht fehlen und sind durchaus spaßig. Das Sammeln von Stempeln in der ganzen Welt ist noch etwas eintöniger, kreativer ist es da Passagieren und Waren eine gute und rasche Fahrt von A nach B zu liefern. Ganz wie in den typisch japanischen Train-Sims wie Densha de Go! oder Railfan. Hier gilt es genau nach den Schildern am Gleisrand zu fahren und nicht zu wild zu bremsen, wenn in den Bahnhof gefahren wird. Kurzweilig, aber spaßig!

Grafisch bewegt sich alles auf ebenfalls bekanntem Phantom Hourglass Niveau mit einigen Besserungen. Manche Texturen wirken noch immer pixelig und auch Treppcheneffekt muss man einplanen, aber der DS kann es halt nicht zwingend anders. Schön ist es dennoch, wenn auch nichts für reine Grafikfetischisten, welche sich vorallem an den, laienhaft gesprochenen, "Pappaufstellern" eschoffieren werden, wie etwa Bäumen und Schildern. Das Vorgehen gewisse Dinge so in 3D darzustellen hat aber nichts mit Unlust an Design und Programmierung, als auch mit mangelndem Geld zu tun, sondern ist eine standardisierte Vorgehensweise. Selbst bei PS360-Titeln ist dies zu sehen, wenn auch nicht so ganz auffällig, was schlicht auch an der Qualität der Texturen liegt. Zudem sei gesagt: Wer beibt extra während einer Zugfahrt stehen und rotiert die Kamera nur um sich ein Objekt anzusehen. Kann man machen, bestreitet niemand, aber wer normal mit dem Zug fährt wird davon nicht so arg viel mitbekommen.

Die Musik ist, wie schon mal erwähnt, zum Teil aus Phantom Hourglass übernommen, die neuen Stücke überwiegen aber und sind wahre Ohrwürmer. Soundeffekte sind etwas gemischt und ich meine Link hat eine etwas andere Stimme, die nochmal bischen jünger und nicht ganz so reibeisen klingt. Sprachausgabe, wie immer, nicht wirklich vorhanden - braucht es aber bei Zelda nicht, denn die Bilder sprechen genügend Worte.

Zum Multiplayer kann ich noch nichts sagen, weil ich diesen eher weniger beachte, er ist aber wieder mit eingebaut und wohl mit dem schon bekannten identisch.

Generell muss man sagen dass der Titel sehr viel frischen Wind in die Serie bringt. Nicht nur der Zug und die etwas andere Geschichte schaffen dies, sondern auch die größeren Persönlichkeiten der einzelnen Figuren. Vorallem Zelda blüht hier unheimlich auf und sehr viele gute Szenen gehen auf ihre Mütze. Auch Link hat irgendwie eine neue Persönlichkeit und obwohl ich durchaus immer etwas skeptisch gegenüber den Cartoon-Zeldas war schafft es dieser Titel - selbst mit sehr viel Cartoon-Humor - mich zu fesseln. Zwar fallen einige Wiederholungen (Copy & Paste) von Phantom Hourglass immer wieder auf und auch die Mikrofonsteuerung hätte etwas weniger sensitiv sein können (gerne werden zwei Töne schnell hintereinander registriert, etc.), aber unter'm Strich ist es wirklich ein grandioses Zelda. Gut, ich bin auch irgendwie ein Eisenbahner, aber alleine deshalb ist es natürlich kein Spaßgarant. Würde es länger sein und etwas schwerer, dann hätten wir hier das wohl beste portable Zelda.
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am 13. Dezember 2009
Zunächst ein paar kurze Worte, was mich am Vorgänger "Phantom Hourglass" störte und wofür meiner Meinung nach in diesem Teil der Serie ein guter Kompromiss gefunden wurde:

Jeder, der den ersten Zelda Teil für den DS gespielt hat kennt ihn noch: den verhassten Tempel des Meereskönigs, zu dem man unzählige Male im Laufe der Geschichte zurückkehren und ständig die gleichen Rätsel lösen musste.
Auch in "Spirit Tracks" gibt es wieder einen solchen Ort, dem man nach jedem Tempel einen Besuch abstatten muss: Der Turm der Götter. Zum Glück ist Nintendo diesmal wohl auf die vielen enttäuschten Kunden eingegangen, denn jedes Mal, wenn man den Turm der Götter nach dem Hinzufügen eines Stockwerkes betritt erweitert sich auch das "Treppenhaus" im Inneren des Turms, so, dass jede Ebene lediglich ein Mal betreten werden muss und das OHNE Zeitlimit. Mit Zelda als Phantom an seiner Seite kommt zudem frischer Wind in die Spielmechanik, was dafür sorgt, dass der Turm der Götter (zumindest bei mir) nie ermüdend oder nervig geworden ist.

Das Zugfahrt- und Gleissystem ist meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt worden. Zunächst hatte ich Angst, dass meine Bewegungsfreiheit durch die Wegvorgabe der Schienen sehr eingegrenzt wäre, doch durch das Einzeichnen seiner eigenen Route(und es gibt durchaus verschiedene Wege ans Ziel zu gelangen); vier einstellbarer "Gänge"; die gegnerischen Züge; die Hasenjagd; Monster auf den Schienen; Weichen, die während der Fahrt umgestellt werden können und ständig neuen Gleiserweiterungen kommt ein riesen Spaß beim Zugfahren auf. Spätestens als ich die Kanone erhalten habe hat mich das Zugfahren gepackt. Nach einiger Zeit wird das Zugfahren jedoch etwas monoton, wofür später jedoch eine kleine Abhilfe durch Teleporter geschaffen wird, die aber nur teils nützlich sind (ein Portal kann einen nur zu einem bestimmten und nicht jedem beliebigen Portal befördern).

Bedenken hatte ich auch bei den neu angekündigten Items, der "Flöte des Landes" und dem "Wirbelwind", da ich nicht gerade ein Freund des Mikrofoneinsatzes in DS-Spielen bin. Ich muss allerdings sagen, dass diese neuen Items sehr gut umgesetzt wurden. Sie lassen sich sehr präzise benutzen und ein ganz leichtes pusten aus recht großer Entfernung wird schon registriert, super! Anfangs kommt man sich beim Flöte spielen vielleicht etwas dämlich vor, gewöhnt sich jedoch sehr schnell daran.

Von der Grafik her hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich was getan. Muss es auch gar nicht, da ich die Grafik im 2D/3D Comic-Look sehr hübsch und passend und die Grafik im Allgemeinen für DS Verhältnisse sehr gut finde.

Die Steuerung wurde auch 1:1 von "Phantom Hourglass" übernommen. Link lässt sich komplett mit dem Stylus steuern. Durch ein Drücken der R Taste wird das ausgewählte Item aktiviert. Durch Berührung eines Gegners wird ein Schwertschlag ausgeführt usw. Funktioniert tadellos. Die einzige Änderung die mir jetzt aufgefallen ist, ist das Link jetzt durch einen kurzen Doppelklick auf den Touchscreen eine Rolle macht und nicht wie zuvor durch eine kleine Kreisbewegung(wenn ich mich nicht irre), was es eindeutig leichter macht eine Rolle auszuführen.

Für mich als riesen Zeldafan war das Spiel nicht schwierig zu bewältigen, aber es war meiner Meinung nach doch etwas knackiger als Phantom Hourglass.
Die Rätsel bleiben stets fair und machen wirklich Spaß, so wie man das von Zelda gewohnt ist. Für Neueinsteiger der Serie sollte das Durchspielen von Spirit Tracks auch kein Problem darstellen.

Nun zu den negativen Punkten, von denen es leider auch ein paar gibt:

Es ist schade, dass es wieder nur zwei verfügbare Spielstände gibt und dass das Spiel mit gerademal fünf Tempeln doch sehr klein und schnell durchgespielt ist.
Leider sind auch wenige Sidequests vorhanden, welche auch nicht sonderlich abwechslungsreich sind. Entweder muss man eine Person an einen bestimmten Ort bringen oder per Güterwagen ein bestimmtes Material abliefern. Entlohnt wird man dafür meist durch eine Erweiterung der Schienen.
Bedauerlicherweise können wieder nur ein paar "ganze Herzen" gefunden werden und keine Herzteile. Aber das war man ja von Phantom Hourglass auch nicht anders gewohnt.
Die Tempel schaffen es leider auch nicht in ihrer Einzigartigkeit und Charakteristik zu glänzen (sind aber meiner Meinung nach atmosphärischer und fesselnder als in Phantom Hourglass), sondern wirken etwas lieblos gestaltet, unterscheiden sich meist nur durch die Farbe der Wände und des Bodens und man erreicht nach gut einer halben Stunde schon das Ende. Die Bosskämpfe sind jedoch wieder sehr kreativ und genial umgesetzt, nur meiner Meinung nach etwas zu einfach zu durchschauen.

Das Spiel fesselte mich knappe 17 Stunden, bevor ich es durchhatte (für 100% fehlen aber noch Stempel etc., das heißt die nächsten Tage werde ich noch etwas beschäftigt sein). Mehr als 20-30 Stunden Spielzeit dürfen nicht erwartet werden. Wer mehr erwartet muss auf das nächste "große" Zelda für die Wii warten :-)

Meiner Meinung nach ist "The Legend of Zelda: Spirit Tracks" ein must-have für jeden Zelda Fan. Für jeden der noch keiner ist: Trotzdem kaufen, danach seid ihr einer, da bin ich mir fast sicher :-). Also von mir eine klare Kaufempfehlung.

Als eigenständiges Spiel: 5 Sterne
Im Vergleich zu anderen Zelda Spielen: 3-4 Sterne
Insgesamt: 5 Sterne
33 Kommentare51 von 65 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2009
Ich ziehe hier mal den direkten Vergleich zu Zelda Phantom Hourglass. Positiv ist mir aufgefallen, dass das Spiel deutlich rätsellastiger ist, als sein Vorgänger. Was mir auf jeden Fall gut gefallen hat. Auch bin ich froh, endlich wieder an Land spielen zu dürfen, eine monotone Wasserwelt war nicht mein Fall. Warum dann trotzdem nur drei Sterne. Nun, ich liebe an Zelda Spielen insbesondere die Dungeons. Sie sind für mich das Herzstück eines jeden Zeldas. Leider kommen diese hier viel zu kurz. 4 Dungeons für ein Zelda sind mir einfach zu wenig. Für jemanden der das erste Zelda schon gespielt hat, als es für den NES rauskam, und für jemanden der A Link to the Past noch im Hinterkopf hat, ist dieses Zelda für mich einfach zu klein. Für mich hat ein Zeldaspiel mindestens 8 Dungeons zu haben. Doch damit nicht genug. Die Gestalltung der Dungeons ist sehr trist. jeder Dungeon sieht irgendwie gleich aus, von der Wandfarbe mal abgesehen. Somit macht es keinen Unterschied, ob man in dem Feuer Dungeon ist, oder im Waldtempel. Schade, da wäre mehr drin gewesen. Trotzdem hat das Spiel einige witzige Neuerrungen. Die Panflöte zu spielen macht einfach nur Spaß und ist echt mal was Neues. Generell ist die Einbeziehung des Microfons sehr gelungen. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Spiel definitv besser ist, als der Vorgänger. Angesichts dessen, dass es sich bei Zelda meiner Meinung nach aber immer noch um Nintendos Qualitätsmarke handelt, verblasst dieses ein wenig. Es gehört aber definitiv zu den besseren DS Titeln, und wer Zelda mag, kommt auch auf seine Kosten. Bleibt zum Schluss der Wunsch, dass sich Nintendo mal einen richtigen Neuweg traut. Nachdem es nun schon möglich war, Zelda zu spielen, warum nicht mal ein Abenteuer à la Super Princess Peach, mit einer komplett spielbaren Zelda. Und da es sich bei Zelda um die Trägerin des Triforces der Weisheit handelt, würde ich mir ein sehr rätsellastiges Zelda wünschen...
33 Kommentare11 von 14 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juli 2010
Also ich werde mich hier eher kurz fassen, da das meiste ja schon gesagt wurde!

Vorteile:
+ Gute Grafik (für die DS-Verhältnisse)
+ Spielspaß
+ Zugfahrten sind (mMn.) lustig und gut umgesetzt
+ Steuerung ist sehr gut!
+ Kreative Level und Rätsel

Nachteil
- Die Schienen wieder herstellen. Es tut mir leid, dass ich an dieser Stelle etwas über das Spiel verrate ;) (also wer im Spiel überrascht werden will sollte das nicht lesen ;))
Es gibt Schienen, die verschwunden sind, diese muss man durch das Spielen eines Liedes wieder herstellen. Das ist eine nette Idee, aber die ist meiner Meinung nach sehr schlecht umgesetzt.
Man bekommt eine Geschwindigkeit und man muss das Lied im Takt spielen (Da frage ich mich schonmal was Leute machen, die kein so gutes Taktgefühl haben). Man muss dafür in das Mikrophon pusten
(davon bin ich eh kein Fan) und gleichzeitig mit dem Stift die Töne auswählen. Dies klappt nie so (zumindest bei mir) wie man das will. Andauernd stocken die Töne und dann muss man das Lied
wieder von vorne anfangen. Mein Rekord steht inzwischen bei 19 Mal wieder neu anfangen. Das nervt einfach nur und deshalb ziehe ich einen ganzen Stern ab obwohl das Spiel 5 (oder mehr)
verdient hätte.

Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt! :)

Fazit:
Sehr, sehr gutes Spiel, dass eigentlich 5 oder mehr Sterne verdient hätte, aber durch die nervige Aufgabe einen Stern abgezogen bekommen hat.
WICHTIG: Bitte nicht falsch verstehen, das Spiel ist seinen Preis trotzdem wert! Kann ja auch sein, dass nur ich mich blöd anstelle. ;)

Vielen Dank fürs durchlesen! :)
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