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HALL OF FAMEam 15. Juni 2001
Komödie, Drama, Romanze in einem? Das gelingt normalerweise nur den Briten, vor allem Mike Leigh und Ken Loach. Vielleicht kein Zufall, daß dessen Hauptdarsteller aus "RiffRaff" und "Raining Stones", der wunderbare Ricky Tomlinson, hier mitspielt. Ein seltener Fall eines deutschen Films über die sogenannte Unterschicht, der überhaupt nicht trocken akademisch daherkommt und trotz einiger komischer Überspitzungen glaubhaft bleibt. Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who Is Who des deutschen Films (nicht der Stars, sondern der Könner). Neben den beiden Hauptdarstellern, Jürgen Vogel und Christiane Paul, glänzen in den Nebenrollen u.a. Martina Gedeck, Armin Rhode, Meret Becker und (ein Glücksgriff) die kleine Rebecca Hessing. Trotzdem sei mir erlaubt, die damals 21jährige Laienschauspielerin Christiane Paul hervorzuheben. Nicht wegen der offenherzigen Liebesszene (eigentlich schon, würde ich aber nie zugeben), sondern weil sie ihre Rolle mit so erstaunlich viel Leben erfüllt hat. Sie kann mit sparsamen Gesten und Blicken so viel ausdrücken... Wollen wir hoffen, daß sie Hollywood und die Medizin links liegenläßt und dem deutschen Kino erhalten bleibt - das bietet zwar nicht viele gute weibliche Rollen, aber diese wenigen kann man ihr getrost alle anvertrauen. Den Rest des Lobes muß ich nun Wolfgang Becker aussprechen, der (mit ein bißchen Hilfe von Tom Tykwer) eine originelle Geschichte (die nur ab und zu auf Klischees zurückgreift) erfunden und grandios inszeniert hat. Herausragend (9/10).
Die DVD ist in Bild und Ton perfekt (es gibt sogar ein paar liebevoll ausgedachte Surround-Effekte), Untertitelspuren u.a. in Deutsch sind vorhanden. Außerdem dabei: ein paar lustige Outtakes, Infos über die Mitwirkenden und einen längeren Teaser-Trailer. Die 17 Minuten Casting-Aufnahmen haben mir besser gefallen als die meisten "Making of"-Filmchen. Erhellend die Probeszenen mit den nicht deutsch sprechenden Gästen (Ricky und Christina); das ist gelebtes europäisches Kino.
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am 21. Dezember 2003
1995 inmitten des Booms deutscher Filme bannte Wolfgang Becker ein Stück Leben auf Zelluloid. Großstadtleben pur, doch mehr Milieustudie und Momentaufnahmen aneinandergereiht zu einer Geschichte über das Leben in seiner Gesamtheit, seinen Wirren und seinen schönen Seiten.
Jan und Vera finden sich per Zufall, beide geheimnsivoll und unnahbar, jeder hat sein Privatleben vor dem er meint, sich verstecken zu müssen. Und beide kleben aneinander, verlieren sich, finden sich wieder, gehen gemeinsame Wege. Ebenso Jans neuer Freund Buddy, mit dem er sich bald die Wohnung seines verstorbenen Vaters teil. Auch Buddy ist vom Leben gezeichnet, hängt gedanklich in der Vergangenheit und verflossenen Musikererfolgen und -träumen fest, verliebt sich in eine junge Griechin die mitten in der Stadt ohne Geld und ohne ihren Bruder strandet. Und dann ist da noch Jans Schwester Lilo und ihr Freund Harry, den die kleine Tochter Jenny gar nicht leiden kann und sich umso enger an Jan klammert.
Das Leben ist eine Baustelle - der Titel ist Programm. In Wolfgang Beckers Film bauen und basteln die Protagonisten noch an ihrem Leben. Alles scheint brüchig. Alle sind auf der Suche: Nach sich selbst, nach anderen, nach ein bißchen Glück und großer Liebe. Sensibel und leise, schrill-komisch und laut erzählt Regisseur Wolfgang Becker von Menschen in einer Stadt im Umbruch, von ihren Träumen, Ängsten und Sehnsüchten.
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am 19. April 2011
Absoluter Deutscher Top Film den man auch als Klassiker bezeichnen kann. Das dynamische DUO Jürgen Vogel und Christiane Paul harmonieren wieder einmal sensationell...

Story:

In der Millionenstadt Berlin muß man ' im wahrsten Sinne des Wortes ' mit seiner großen Liebe zusammenprallen. Sonst kann es sein, daß man ihr niemals begegnet...

Nachts, auf dem Weg zur Arbeit im Fleischhof, gerät Jan Nebel in eine Straßenschlacht. Ehe er sich versieht, hat er zwei Zivilfahnder umgehauen und hat die schöne Unbekannte Vera an seiner Seite, die mit ihm durch die Hinterhöfe flüchtet.

Die Nacht hat Folgen für Jan: Job futsch, eine saftige Geldstrafe, Streß zu Hause: Die Lage ist mies wie nie. Doch wenn Jan und Vera sich sehen, schwinden die Sorgen. Sie verbringen leidenschaftliche Stunden miteinander, schnorren sich durch luxuriöse Buffets und schummeln sich in Nobelhotels. Jan, der Träumer auf Jobsuche
und Vera, die kapriziöse Musikerin, könnten ein Traumpaar sein. Doch ihr Glück ist fragil: Jan fürchtet, sich mit HIV infiziert zu haben, und Vera schleicht sich jede Nacht aus seinem Bett, ohne zu erklären, wohin sie geht...

Das Leben ist eine Baustelle ' Der Titel ist Programm. In Wolfgang Beckers Film bauen und basteln die Protagonisten noch an ihrem Leben. Alles scheint brüchig. Alle sind auf der Suche: Nach sich selbst, nach anderen, nach ein bißchen Glück und großer Liebe. Jan haßt sein Leben und seine Herkunft. Aber er liebt Vera.

Vera möchte Jan lieben, aber sie liebt auch ihre Unabhängigkeit. Buddy liebt die Musik von Buddy Holly und hat Angst, siech in Kristina zu verlieben. Jan liebt Jenni, seine Nichte. Seine Schwester Lilo liebt Harri, den Jan und Jenni nicht ausstehen können...

Sensibel und leise, schrill-komisch und laut erzählt Regisseur Wolfgang Becker von Menschen in einer Stadt im Umbruch, von ihren Träumen, Ängsten und Sehnsüchten.

Eigne Meinung:

Traurig, depressiv, betrübt, aber wiederum auch ausgelassen, fröhlich und spontan. So findet man sich und den Hauptdarsteller Jürgen Vogel wieder in diesem Streifen..
Von Selbstzweifeln zerfressen bis Himmelhochjauchzend, alles ist dabei. Und wer ist eigentlich Jan Nebel?

Viel Spaß
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am 27. Juli 2006
Über den Film selbst wurde oben schon alles geschrieben.

Aber bitte nehmt ihn wieder ins Programm mit auf und mehr noch, korrigiert mal bitte so langsam den Preis nach unten. Knapp 20 Euro kostete dieser Film bis vor kurzem noch, das ist einfach zu teuer - egal für welchen Film.
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am 16. Oktober 2002
Bei diesem Film ist schon ein kleines Kunststück gelungen: Arbeitslosigkeit, Entfremdung, Vereinsamung, Generationenkonflikt, Beziehungsstress, Perspektivlosigkeit, AIDS ... das klingt nach Sozialkitsch-Drama, das einem pausenlos auf die Tränendrüse drückt. Aber mit nichten: Heraus kam eine recht legere Tragikomödie, in der sich Humor und Melancholie die Bälle zuspielen. Der Galgenhumor, mit dem selbst härteste Sujets behandelt werden (z.B. Vereinsamung und schliesslich Tod des Vaters) erinnert ein bisschen an irische Komik à la Commitments. In dieser ganzen Misere entwickelt sich zudem eine tolle romantische Liebesgeschichte, die ebenfalls ihre komischen und ihre tragischen Momente hat. Die Schauspieler sind erstklassig, sowohl die Hauptdarsteller als auch alle Nebendarsteller. Der Film wirkt glaubhaft, lässt mehr schmunzeln als lachen, mehr seufzen als weinen, und bleibt so in seiner emotionalen Dynamik angenehm bescheiden. Nur die Theaterszene ist derartig übertrieben, dass ich einen Punkt abziehen musste.
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am 22. Mai 2000
Das das Leben eben doch nicht immer nur eine große Party ist, beweist dieser Film von Wolfgang Becker. Die schöne, aber von vielen tragischen Ereignissen überschattete, Liebesgeschichte zwischen Jan und Vera zeigt auf, daß mensch sich auch dann noch an Hoffnungen und Wünsche klammern sollte, wenn es eigentlich schon aussichtslos aussieht. Doch nicht nur die beiden Hauptdarsteller Jürgen Vogel und Christiane Paul sorgen mit ihren überragenden Leistungen für eine realistische Lebensanschauung in den "Zeiten der Ära Kohl" (wie es in einer Filmszene an einem Bauzaun zu lesen steht), sondern auch die besonder's gut eingefangene Atmosphäre Berlins. Zudem stehen auch in der zweiten Reihe exzellente Schauspieler (u.a. Meret Becker, Armin Rohde und Richy Müller), die diesen Film zu einem kleinen Meisterwerk machen. Wer diesen Film ohne ein komisches Gefühl im Magen ansehen kann, der scheint sich schon von seinem Leben verabschiedet zu haben... Alle anderen werden weiterhin am Gesamtwerk arbeiten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 6. Februar 2016
Vor allem für Jan Nebel (Jürgen Vogel) ist das Leben eine Baustelle. Der Schlachter gerät eines Abends zwischen die Fronten einer Demonstration: Polizisten jagen fliehende Teilnehmer, Einsatz von Wasserwerfern, die fliehende Vera (Christiane Paul) rennt ihn über den Haufen, er schlägt zwei Zivilisten nieder und flieht mit Vera über Hinterhöfe und kann sich mit ihr vorübergehend verstecken, hat aber dann Pech. Im Gegensatz zu Vera wird er gefasst und zu 4500 DM Geldstrafe verdonnert, die beiden Opfer seiner Verteidigung von Vera sind Zivilpolizisten. Am nächsten Tag verliert er seinen Job.
Jan wohnt noch bei seiner Schwester Lilo (Martina Gedeck), ihrer kleinen Tochter Jenni (Rebecca Henning) und Lilos Freund Harri (Armin Rohde), einem Nachtwächter (Berufsbezeichnunng!).
Er und Vera beginnen eine Liebesbeziehung, die gleich mehrfach überschatttet ist. Ex-Freundin Moni (Meret Becker) teilt ihm mit, dass er sich womöglich bei ihr mit HIV infiziert habe, Vera hat ein Geheimnis, keinen Morgen liegt sie noch im Bett neben ihm, führt vielleicht ein Doppellleben, und ein richtiger neuer Job ist auch nicht in Aussicht. Und als er in die Wohnung seines Vaters, den er mit dem Gesicht in den Ravioli tot in dessen Wohnung aufgefunden hat, zusammen mit dem Hobbymusiker und Gelegenheitsarbeiter Buddy (Ricky Tomlinson) einzieht, ist auch noch Jenni sauer, für die er eine Art Vaterersatz ist. Auch die Griechin Kristina (Christina Papamichou), die ihren Bruder sucht und noch nicht Deutsch spricht, findet in der Männer-WG eine Bleibe.

Drama, Liebesfilm, Komödie - all diese Genres vereint "Das Leben ist eine Baustelle" , gedreht am Jahreswechsel 1995/96 von Wolfgang Becker, der mit Tom Tywker auch das Drehbuch schrieb, zu einem großartigen und letztendlich auch warmherzigen und optimistischen Film, der im Berlin kurz nach der Wende spielt.
Dramatisch ist das Schicksal von Moni, die Jan gegen Ende des Filmes noch einmal kurz in der U-Bahn sieht, Worte sind nicht nötig. Auch Jenni ist zu bedauern, ihre Mutter, von der wunderbaren Martina Gedeck als leichtlebige "Proleten"-Schönheit großartig verkörpert, ist eine Rabenmutter, der Freund Harri (göttlich Armin Rohde mit Schürze und nacktem Gesäß!) ist sicher kein wünschenswerter Vaterersatz, Buddy, der mit seiner Band eine erste und einzige Single in 500 Exemplaren veröffentlicht hat, von denen die meisten dann verschenkt wurden. als Musiker lediglich eine gewisse Anerkennung in der lokalen Szene erreicht hat und mit 49 Jahren desilusioniert, gescheitert ist, bringt es auf den Punkt: Morgen fängt dein neues Leben an, aber dann lebst du dein altes nur weiter.
Zum Teil makaber- komisch viele Szenen: der tote Vater am Küchentisch, dem Ben nach Aufsetzen die Ravioli aus dem Gesicht wischt und tupft, die Beerdigung ("Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub." Es regnet in Strömen, der Sarg versinkt im überfluteten Grab). Aber auch nur lustige Szenen wie Jan als riesiges Küken vor einem Kaufhaus für die Kinderabteilung werbend.
Auch als Liebesfilm funktioniert "Das Leben ist eine Baustelle" überzeugend: Ben als liebevoller Onkel für die kleine Jenni, die von Harri genausowenig hält wie Ben und unter dessen Auszug leidet, die von Bens Angst vor einer Ansteckung mit dem HIV-Virus und dem zunächst nicht erklärten nächtlichen Verschwinden von Vera überschattete Beziehung, die diese aufkeimende Liebe belastet und fast scheitern lässt.
Und nicht zuletzt kann man in dem wunderbaren Film auch eine Milieudarstellung der kleinen Leute im Berlin der 90er Jahre sehen, allerdings nicht vergleichbar mit den Filmen dieses Genres von Andreas Dresen wie dem großartigen "Sommer vorm Balkon" mit Inka Friedrich und Nadja Uhl.
Am Ende sehen wir 5 Protagonisten im Winter auf einem zugefrorenen See Schlittschuh laufen, eine Aussicht auf ein kleines Glück besteht.

Neben den schon erwähnten Darstellern, heute zum Teil zu den bekanntesten und besten Darstellern gehörend, sehen wir noch weitere Größen in Nebenrollen wie Ludger Pistor als Bestattungsunternehmer, Heino Ferch als Kaufhausleiter, Andrea Sawatzki unbekleidet als Kurzzeitgeliebte.

Ein Glücksfall für den Film, für den Jürgen Vogel und Wolfgang Becker Preise einheimsten, ist neben Vogel hier einmal nicht als eiskalter Gangster, sondern warmherziger und verletzlicher Mensch und Vaterersatz für die süße Nichte, die bei Drehbeginn erst 21jährige Medizinstudentin Christiane Paul: die seit 2002 auch promovierte Ärztin zeigt hier, noch als Gelegenheitsschauspielerin, eine großartige Leistung, mit Jürgen Vogel auf Augenhöhe (und nackt natürlich ansehnlicher als dieser). Ich habe mich erst nach dem Ende des Filmes über die Entstehungszeit des Werkes informiert und war beeindruckt von dieser reifen Leistung, die unter anderem mit der "Goldenen Kamera" gewürdigt wurde. "Deutscher Filmpreis" für Jürgen Vogel und Martina Gedeck, "Preis der deutschen Filmkritik" für Regisseur Wolfgang Becker, mit all diesen Juryentscheidungen kann ich nur voll einverstanden sein.

"Das Leben ist eine Baustelle" ist eine wahre FILMPERLE mit großartigen Schauspielern, die ich unbedingt empfehlen möchte.

Doc Halliday
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am 20. Juni 2000
Wir sind drei Schüler aus dem Kapstadter Goethe Zentrum und wir haben uns den Film "Das Leben ist eine Baustelle" im Deutschunterricht angeschaut. Der Film ist sehr interessant und regt einem zum Denken an. Der Film spielt sich in Ost Berlin. Es handelt sich um eine Gruppe Leute die aus dem Arbeitermilieu kommen. Der Hauptdarsteller ist Jan der sich mit verschiedene Probleme befassen muss. Unter den Themen geht es um Liebe, Tod und die witzige Seite in schlechten Situationen. Der Film ist generell ziemlich traurig, hat aber ein paar leichtere Aspekte die durch guten Humor dargestellt werden. Der Realismus des alltaeglichen Leben in diesem Milieu ist sehr gut dargestellt vom Regisseur. Echte Probleme, wie AIDS, menschliche Verhaeltnisse und Arbeitslosigkeit. Unter menschlichen Verhaeltnisse ist zum Beispiel Jan und seine Freunde die ein Fremdes Maedchen helfen um ihr Bruder wiederzufinden. Und die Vaterrolle die er seine Nichte gegenueber spielt. Der Film hat sehr starke Symbole. Ein Beispiel waere; die Dunkelheit im Verlauf der ganzen Filmes widerspiegelt die Stimmung der Darsteller. Der Film gibt den Zuschauer eine positive Perspektive des Lebens trotz anscheinend unueberwindbaren Situationen. In unsere Gruppe hatten wir Probleme mit den Titel. Ein Teil fand den Titel passend, eine andere Teil fand das es nicht den Film ganz wiederspiegelt. Vielleicht passt der englische Untertitel "Life is All you Get" besser?
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am 23. August 2015
Eine sehr schöne Geschichte mit guter Schauspielkunst aller Beteiligten. Sämtliche Charaktere kommen absolut realistisch rüber und bewirken, sich völlig in die Handlung ,Problematik und Umgebung ein zu wickeln. Einzig Christiane Paul hätte eher besser weniger den Mund auf machen sollen, als ihre Optik und Mimik zu benutzen. In einigen Dialogen zerstört sie mMn etwas die sonst fast schon fast ins surreale abgleitende, hypnotisierende Atmosphäre.
Im Film ranzt Jan (Jürgen Vogel) sie einmal an mit den Worten: "Stellst dich ja an wie ne Zahnarzttochter.". Und genau den Eindruck macht die Paul den ganzen Film über. Irgendwie wie im Milieu verirrt. Wenn der Charakter vom Regisseur so angelegt war, Respekt, es hat funktioniert. Ansonsten unpassend.

Hauptmerkmal und Gütezeichen dieses Filmes ist und bleibt für mich die Atmosphäre.

Es ist kein Meisterwerk vor dem Herren, aber einer der besten deutsche Filme der letzten 20 Jahre, der dem Nachfolger von Wolfgang Becker "Goodbye Lenin" in nichts nachsteht.

Fazit: Kultfilm mit hypnotisierender Atmosphäre und glaubwürdigen Milieu -Bezug!!!
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am 21. September 2008
Tja obwohl der Film schon 10 Jahre alt ist, habe ich ihn jetzt zum ersten Mal gesehen.
Der Film fängt unheimlich gut an. Die Straßenschlacht zum 1. Mai. Die Verfolgung. Das Versteckspiel. Die Verurteilung. Die Einführung von Jans Familienmitgliedern. Sein Job als Schlachter. Die flüchtige Bettfreundin die ihm eröffnet vielleicht HIV zu haben, und er demzufolge vielleicht auch. Die zerrüttete Familie. Der Tod des Vaters.
Komödie, Romanze & Drama gehen hier Hand in Hand und harmonieren blendend zusammen.
Schnell wird klar warum der Film "Das Leben ist eine Baustelle" heißt, denn in Jans Leben gibt es so einige Baustellen.

Leider verliert der Film in der zweiten Hälfte an Geschwindigkeit und Witz. Irgendwie geht es dann Hauptsächlich nur noch um Jan und Vera, was ich am Ende des Films sogar ermüdend fand.
Meiner Meinung nach wie ein etwas unnatürlicher Fremdkörper und reichlich an der Realität vorbei wirkt die ganze Sache mit Buddy dem Möchtegern Buddy Holly. Also mal erhrlich, wer kann sich einen Fleischer und Gerüstbauer vorstellen der in seinem zweiten Leben bei Oldie-Nights den Partylöwen geben kann. Noch unglaubwürdiger ist das Jan mit diesem flüchtigen Arbeitskollegen gleich in eine Wohnung zieht. Zumal der 25 Jahre älter ist und beide nicht schwul sind. Die Griechin, die in Berlin ihren Bruder sucht, zieht dann auch noch prompt in diese etwas seltsame WG ein.

Insgesamt ist es immer noch ein guter Film und 10 mal besser als Keinohrhasen etc. Aber eben auch nicht realistisch. Denn Berlin wird ebenfalls fast ausschließlich von seiner verrotteten Seite gezeigt. Dampfende Gullideckel, schlimme Häuserfassaden und kläffende Rottweiler erzeugen dann doch ein etwas zu depressives Bild der Stadt.

Fazit: Guter deutscher Film, der in der zweiten Hälfte seine Längen hat.
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