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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 2. September 2012
Kunst hat für mich immer auch etwas damit zu tun, etwas Bekanntes auf eine neue Art und Weise entdecken zu können. Damit hat sie immer auch etwas Irritierendes, manchmal auch etwas Verstörendes.
Und das gelingt J. Kaufmann hier, er hat einen eigenen Zugang zu diesem so bekannten Werk. Im positiven Sinne verleiht er der Müllerin einen fast schon dramatischen Aspekt, er singt Affekte aus, ist dabei ungemein differenziert und beteiligt. Dem Live-Charakter der Aufführung folgend sind manche der Aspkete irritierend "groß" ausgesungen, wirken dabei aber immer authentisch und nie gemacht, sondern aus dem Erlebten heraus gestaltet. Anders als viele primären Liedsänger gestaltet J. Kaufmann aus dem dramatischen Affekt heraus, was dem Zyklus eine neue, unmittelbarere Richtung gibt. Und es gibt genug Anhaltspunkte in Text und Musik, die eine solche Interpretation erlauben. Immerhin hören wir hier die Geschichte einer Liebe, die schon im Ansatz nicht sein kann, weil der Müller sich ja nicht wirklich traut, die Verunmöglichung in sich trägt. Sozusagen das "Leiden des Werther" auf der Liedbühne. Spannend.
Dabei singt J. Kaufmann ungemein differenziert, nuanciert, zwischen Aufbegehren, Zärtlichkeit und Resignation schwankend, bis hin zum fast schon tröstlichen Wiegenlied des Bachs.
Und auch, wenn ich an manchen Stellen widersprechen möchte, weil ich es so nicht sehe oder verstehe, fesselte mich diese Aufnahme von Anfang an. Und in der zweiten Hälfte des Zyklus entwickelt er einen dramatischen Sog, der mich fast atemlos zurückließ.
Großes Lob auch an H. Deutsch am Klavier, der sehr farbenreich und mit eigenen Impulsen begleitet.
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am 31. Oktober 2009
Mit der "Müllerin" kann man viel machen. Man kann sie in Salons zelebrieren, vom Wort ausgehend sezieren, in Studios perfektionieren.
Man kann sie musikalisch analysieren, nach einem Konzept interpretieren, man kann sie romantisieren und banalisieren.
Für jeden Sänger bleibt sie ein Wagnis.
Kaufmann's "Müllerin", ein (wieder nicht optimal bearbeiteter) Live-Mitschnitt!!, ist rein gesangstechnisch nicht immer perfekt. Sein Müllerbursche ist auch kein verträumtes Leichtgewicht, sondern kann (auch stimmlich) schwere Säcke schleppen. Aber er ist jung in emotionaler Hinsicht, er weiß nicht wie ihm geschieht, 'wie's immer mag sein, ich gebe mich drein'. Und so geht er seinen Weg bis zum bitteren Ende, weil er im besten Sinne gefühlsmässig naiv ist, weil er es nicht aufhalten kann.'Der Mai ist kommen, der Winter ist aus'. Hat man diesen gequälten Aufschrei schon mal intensiver gehört?
Kaufmann banalisiert nicht und romantisiert nicht. Wenn es weh tut, tut es weh. Er interpretiert nicht, sondern erlebt, aber nie mit der Brechstange, sondern immer echt. Er seziert nicht, sondern phrasiert immer am Wort und im musikalischen Kontext mit verblüffender Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit. Und er zelebriert nicht, sondern musiziert im besten Sinne des Wortes, die dynamischen und gestalterischen Möglichkeiten seiner Stimme auslotend, mit wunderbarem Legato, mal kernig, mal weich. Helmut Deutsch setzt in seiner unnachahmlichen Art jeweils den jedem einzelnen Lied eigenen musikalischen Ausgangspunkt und ist richtigerweise mehr als nur Begleiter. Diese Müllerin ist modern, doch immer den Traditionen des Liedgesangs verpflichtet und erreicht den aufgeschlossenen Zuhörer auch im Inneren.
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am 28. Dezember 2010
Jonas Kaufmann hat eine erfrischende und neue Interpretation von Die Schöne Müllerin.

Die dunkel gefärbte, leidenschaftlicher Tenorstimme singt romantische Lieder mit einer solchen Intensität, dass man stark spüren Sie, in Echtzeit, die Geschichte von Liebe und Tod.

Kaufmann warmherzig und musikalischen Phrasierung immer zerrt an dein Herz, während Sie folgen den zunächst unbeschwerten Müller, voller jugendlicher Energie, wandert entlang des Baches, mit einem Sinn für Abenteuer, verliebt sich in; kämpft mit wilde Stimmungsschwankungen zwischen Ekstase und Verwüstung; abgelehnt; resigniert und findet Trost im Tode ...
Die Klavierbegleitung (Helmut Deutsch) ist exquisit und meisterhaft subtil, wie ein treuer Begleiter.

Was für ein schönes Meisterwerk! (deutsche Übersetzung)

Jonas Kaufmann has a refreshing new take on Die Schöne Müllerin.

The dark-hued, impassioned tenor voice sings romantic Lieder with such intensity that you can feel strongly, real-time, the story of love and death.

Kaufmann's warm-hearted and musical phrasing always tugs at your heart as you follow the initially carefree miller, bursting with youthful energy, wandering along the stream, with a sense of adventure; falling in love; grappling with wild mood swings between ecstasy and devastation; being rejected; resigning himself and finding solace in death...

The piano accompaniment (Helmut Deutsch) is exquisite and masterfully subtle, as a loyal companion.

What a beautiful masterpiece!
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am 5. Oktober 2010
Es ist doch eigentlich erstaunlich, daß man nach so vielen Einspielungen immer noch eine neue und noch dazu überzeugende Interpretation finden kann! Ich verstehe schon die Kommentatoren, die "ihre" Interpretation bevorzugen, das kompromißlose Heraufbeschwören einer Stimmung. Ich bin aber phasziniert von der Art, mit der Jonas Kaufmann diese schlimm ausgehende Geschichte mit etwas Tröstlichem verbindet. Während ich in Wunderlichs Interpretation Ausweglosigkeit und Resignation empfinde, singt Kaufmann gerade den Schluß auf eine Art, daß man es fast doch noch als happy end empfinden kann. Darüberhinaus ist bei ihm viel mehr als bei anderen nicht nur die Stimmung zu erfahren, sondern hier erzählt jemand eine Geschichte. Selbst Wiederholungen bringen bei ihm verschiedene Aspekte zum Vorschein.
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am 18. November 2009
Aufnahmen der Schönen Müllerin von Schubert gehören nicht gerade zu den Seltenheiten.
Die vorliegende mit dem Tenor Jonas Kaufmann und dem Pianisten Helmut Deutsch ist eine echte Seltenheit , weil vom ersten bis zum letzten Takt perfekt gelungen :
Kaufmanns jugendlichem hellen Tenor ist der LIedpart wie auf den Leib geschrieben. Seiner perfekten Intonation , absolut sicheren Melodieführung, und seiner vollkommen verständlichen Aussprache - selbst das rasend schnelle "Der Jäger" bleibt
verständlich - , vor allem aber seiner bewegenden inneren Gestaltung dieses tragisch endenden Zyklus glaubt man sowohl den fröhlich- naiven Müllerburschen als auch den traurig abschiednehmenden Selbstmörder. Das letzte Lied "gute Ruh' , gute Ruh'" ist anrührend über die Maßen.

Dem steht mit Helmut Deutsch ein gleichermaßen perfekter Pianist zur Seite : Sein Spiel ist schlicht , klar , vollkommen durchsichtig, sodaß man nicht weiß , was man mehr bewundern soll: Den Schubertschen Klavier- oder den Liederpart. Nie wird Helmut Deutsch zu laut oder drängt sich auf Kosten des Sängers in den Vordergrund. Absolut bewunders - und empfehlenswert !
Hans Lesener.
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am 27. Oktober 2009
Selten hört und hörte man die "Schöne Müllerin" so überzeugend und ans Herz gehend wie diese. Der Ausdruck in allen Phasen der Beziehung zwischen dem sehnsuchtsvollen Müller und seiner Müllerin ist sehr direkt und man wird in die Vielfalt der Stimmungen unwiderstehlich hineingezogen - in allen Schattierungen, von ungestümer Leidenschaft bis zur äußerster Zartheit ("Gute Ruh"!). Durch die ausgezeichnete, nie gekünstelte Artikulation des Sängers, seine hohe Musikalität, die sich auch in den Spannungsbögen der Lieder freien Raum verschafft ist diese Aufnahme ein Juwel. Man könnte süchtig werden!
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am 29. Oktober 2009
Man findet eine Aufnahme nicht so überzeugend, von einem Sänger, der eine grosse Fangemeinde hat.

Und bekommt die Quittung. Natürlich kann man das Rezensieren lassen, wenn man das fürchtet.

Auch wenn man der Fangemeinde erklären würde, dass es Partien gibt, in denen ich den Sänger grossartig finde, wie etwa die des Florestan, wird es nichts nützen.

Seltenst gelingt, das lyrische Fach in der Oper zu überschreiten, und zugleich ein hervorragender Liedersänger zu sein. Seltenst. Wenn Peter Schreier dies gemacht hat, ging es zu Lasten dieser Partien; als Liedersänger war er sehr überzeugend und hat zum Beispiel eine Version mit der Laute vorgelegt, die sehr anrührt.

Wenn ich Jonas Kaufmann höre und dann die wirklich lyrischen Tenöre Protschka, Blochwitz oder auch Güra, fehlt mir bei seiner Interpretation deutlich etwas. Das Lyrische, technisch die Einfärbung der Bruststimme durch die Oberstimme, wie Fischer-Dieskau es perfekt konnte und auch Hans Peter Blochwitz mit diesem Zyklus.
Wenn man etwas das Lied, die liebe Farbe vergleicht, stehen den Tenören, die hier erwähnt wurden, Klangfarben zur Verfügung, die Jonas Kaufmann nicht hat.

Man kann Stimmen mögen und sich für sie einsetzen oder sie nicht mögen, und sie niedermachen. Ich bin immer dafür, im Blindversuch Stimmen zu vergleichen, sich hineinzuhören und dann sein Urteil abzugeben.

Ich exponiere mich und schreibe, dies ist nicht meine "Schöne Müllerin"
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am 4. Oktober 2014
Diese CD habe ich einer Fachfrau geschenkt, die schwer begeistert ist und sich ganz enorm gefreut hat.
Ich kann Jonas Kaufmann daher nur wärmstens empfehlen.
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am 4. November 2009
Jonas Kaufmanns Müllerbursche geht direkt unter die Haut. Wann wurde dieser Zyklus jemals mit einer derartigen Intensität gesungen?. Die Farbigkeit seines Timbres ist außergewöhnlich und er vermag jedem einzelnen Lied seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Nicht vergessen sollte man Helmut Deutsch, der ein absolut adäquater Begleiter ist und sensibler Begleiter ist.
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am 26. Oktober 2009
Das ist aus einer Rezension des NDR Kultur aber ich schließe mich dem an.
Ich finde es witzig, dass immer Leute denen die Cd nicht gefällt, zuerst ihre Meinung kundtun müssen. Ich behaupte das Gegenteil, 5 Sterne sind noch nicht einmal genug für diese CD. Jonas Kaufmann wird nicht zu Unrecht auf der ganzen Welt nicht nur als Opernsänger sondern auch als Liedsänger gefeiert, ob es nun Strauss, Schubert, Schumann, Britten oder Liszt ist, ich habe alles live gehört. Diese CD wird auch nach x-maligem Hören nicht langweilig, weil es Jonas Kaufmann versteht diesen Liedern Leben und Gefühle einzuhauchen, seine ganz spezielle Interpretation hat und es eben NICHT interpretiert wie Hunderte vor ihm.
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