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Beim ersten Erscheinen dieser Aufnahme (1986) hat es nahezu von allen Seiten negative Kritiken gehagelt. Von "schwerfällig" über "farblos" bis zu "mit Bleigewichten behangen" reichten die Urteile oder besser Vorurteile der Mehrzahl der Rezensenten.
Ich habe mir die Mühe gemacht und Rafael Kubeliks "Don Giovanni" einem kursorischen Vergleich mit den meisten mir vorliegenden Alternativaufnahmen unterzogen (Busch, Krips, Fricsay, Giulini, Klemperer, Furtwängler, Karajan) und kann mich dem Verdikt nicht anschließen.
Natürlich kann Kubeliks Produktion sich nicht mit den Spitzenversionen von Busch, Giulini und Klemperer auf eine Stufe stellen, aber insgesamt ist es eine gute, in Teilen sogar hervorragende Aufnahme. Das fängt beim Sängerensemble an: Sowohl Alan Titus (Don Giovanni), Julia Varady (Donna Anna), Rolando Panerai (Leporello) und Edith Mathis (Zerlina) sind glänzende Besetzungen, sie singen allesamt sauber und tonschön und meistern ihre Partien auf hohem Niveau. Eine ganz besondere Glanzleistung vollbringt Arleen Augér in der Rolle der Donna Elvira. Nach meiner Auffassung kann sie sich mit ihren Konkurrentinnen durchaus messen. Sie singt und spielt ganz hervorragend. Die übrigen Partien sind mit Thomas Moser (Don Ottavio), Rainer Scholze (Masetto) und vor allem Jan-Hendrik Rootering (Komtur) angemessen bis gut besetzt.
Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Einstudierung: Josef Schmidhuber) ist eine erstklassige Formation, und das renommierte Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks ist bis ans letzte Pult einwandfrei besetzt und leistet beste Arbeit. Der Dirigent der Aufnahme, Rafael Kubelik, der dem Orchester von 1961 bis 1979, also beinahe zwei Jahrzehnte, vorstand, mag an manchen Stellen ein wenig Temperament vermissen lassen, aber es stimmt einfach nicht, daß er "ledern und ohne Inspiration" Mozarts Meisterpartitur ablaufen läßt. Im Gegenteil: Seine gemessenen Tempi bringen manches Detail zutage, was in anderen Einspielungen nicht zu hören ist. Im übrigen vergleiche man einmal Kubeliks Tempowahl mit Josef Krips (Decca) oder Otto Klemperer (EMI), und man wird feststellen, daß diese beiden großen Dirigenten und Mozart-Spezialisten weite Passagen fast im gleichen Tempo bringen wie Rafael Kubelik.
Der digitale Klang der Aufnahme, die 1985 aufgezeichnet wurde, ist von hervorragender Qualität. Das beigefügte Textheft bringt eine dreisprachige Einführung (französisch, englisch, deutsch) in das Werk und das vollständige Libretto, dieses allerdings leider nur in der italienischen Originalsprache. Insgesamt kann man sagen, daß der Käufer ein grundsolide Aufnahme für sein Geld erhält, die im großen Reigen der Don Giovanni-Produktionen einen guten Platz im Mittelfeld behaupten kann. Ich bezweifle, ob heute eine solche in allen Teilen hochrangige Besetzung dieser Oper überhaupt noch möglich wäre. Nicht nur für Kubelik-Verehrer eine lohnende Anschaffung. Die Neuausgabe zeigt auf dem Titelblatt das Original-Cover der Erstausgabe, was den Sammler besonders freuen dürfte.
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am 25. Mai 2016
In der Liste der "in letzter Minute geretteten" Opernaufnahmen nimmt dieser Don Giovanni einen Spitzenplatz ein. Wie das Fono Forum 1985 berichtete, meldeten sich am Tag der ersten Aufnahmesitzung Don Giovanni Bernd Weikl und Don Ottavio Vinson Cole krank. Dass Weikl, der die Rolle bereits unter Solti eingespielt hatte, durch Alan Titus ersetzt wurde, ist ein großer Glücksfall: Der Amerikaner singt einen ungemein intelligenten, vitalen und klangschönen Don mit fabelhafter Diktion. Ersatz-Ottavio Thomas Moser konnte ich vor 15 Jahren live als umwerfenden Florestan erleben. Vor dem Mikrofon vergrößert sich sein Vibrato allzu stark, dennoch ist diese heldische Rollengestaltung eine schöne Abwechslung.

Kubeliks Don Giovanni geriet damals restlos unter die Räder der genau zeitgleichen DG-Aufnahme unter Karajan. Dessen anarchische Spannung fesselt (trotz vieler kleiner Pannen) heute noch stärker als Kubeliks flüssige, vorhersehbare Eleganz. Auch war die Aufnahmetechnik der DG um Klassen besser als die von Eurodisc: Zwar sind bei Kubelik die Stimmen gut eingefangen, aber das Orchester wabert watteweich im Hintergrund (woran auch diese Neuauflage nichts ändert).

Aber Kubeliks Besetzung schlägt die Konkurrenz haushoch und ist bis heute in der DDD-Ära nicht mehr übertroffen worden. Vier Jahre nach Karl Böhms Tod endet hier sozusagen mit dem letzten "Böhm-Ensemble" die goldene Opern-Nachkriegszeit. Julia Varady ist eine ideale, dramatische Anna mit einer großartigen Vokalise in "Non mi dir", Arleen Auger singt eine innig leidende, sanfte Elvira und Edith Mathis die allerbeste ihrer drei Schallplatten-Zerlinas. Rolando Panerai ist 32 Jahre nach "I Puritani" neben der Callas ein immer noch saftiger, lustiger Leporello. Unbedingt hören!
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am 8. Oktober 2012
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Don Giovanni. Dramatische Oper in 2 Akten. Gesamtaufnahme in italienischer Sprache. Libretto: Lorenzo da Ponte. Ausführende: Ezio Pinza (Bass, Don Giovanni); Rose Bampton (Sopran, Donna Anna); Charles Kullman (Tenor, Don Ottavio); Norman Cordon (Bass, Il Commendatore); Jarmila Novotna (Sopran, Donna Elvira); Alexander Kipnis (Bass, Leporello); Mack Harrell (Bass, Masetto); Bidù Sayao (Sopran, Zerlina); Chor und Orchester der Metropolitan Opera, New York, Ltg. Bruno Walter. Live aufgenommen am 7. März 1942 in New York. Diese Ausgabe erschien 2003 auf 2 CDs bei AfHO/Line Music GmbH (Cantus Classics) unter der Katalognummer 5.00377. Gesamtspieldauer wird nicht angegeben, beträgt jedoch etwa 137 Minuten.

Die Herausgeber dieser Edition verraten keinerlei Informationen über ihre Quellen für diese Gesamtaufnahme, die schon mal bei Naxos Historical erschienen ist, dort allerdings auf drei CDs einschließlich des Rundfunkkommentars, der hier wohlweislich weggeschnitten wurde.

Die Tonqualität ist, gelinde gesagt, bescheiden: Von Übersteuerungen abgesehen, gibt es gelegentliches Rillenrauschen, diverse Klicklaute, ein paar Aussetzer für Sekundenbruchteile sowie alle Nachteile einer Live-Aufnahme: Bühnengeräusche, Sichentfernen der Sänger von den Mikros, hustendes, jede Arie beklatschendes, oft zwischendurch kicherndes Publikum. Aber um des Klangs willen kauft niemand eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1942, und in jeder anderen Hinsicht handelt es sich hier um eine Meisterleistung, eine absolute Sternstunde der Klassik! Das sage ich auch im Bewusstsein, dass man 1942 noch nichts von "historischer Aufführungspraxis" wusste. Bruno Walter ging es hier offensichtlich darum, "Don Giovanni" wirklich als "dramatische Oper" aufzuführen, da waren ihm alle Mittel Recht, so zum Beispiel halsbrecherische Tempi bei den Rezitativen und der Einsatz von Pauken, um die Ouvertüre, den Schluss und einige andere Stellen zu unterstreichen. Da Walter jedoch ein Orchester und eine sängerische Besetzung zur Seite standen, die dem ganz und gar gewachsen war, kam eine Produktion dabei heraus, die wohl ihresgleichen sucht.

Ezio Pinza hatte sich schon längst als Don Giovanni profiliert (er veröffentlichte bereits 1928 einige Arien auf Schallplatte) und übertrifft hier alles, was ich bisher von ihm gehört habe: Das ist einfach brillant. Vor allem in der Zwiesprache mit Leporello zeigt sich der Vorteil, Italiener zu sein: Wer sonst könnte diese Dialoge mit dieser machinengewehrartigen Geschwindigkeit führen? Leporello, gespielt von niemandem Geringerem als Alexander Kipnis, ist ein kongenialer Partner. Kipnis, den ich sonst von Wagner her kannte, zeigt hier, dass er eine Buffo-Rolle ebenso perfekt beherrscht; seine Späße sind der Hauptgrund, weshalb die Zuschauer laut auflachen. Im Vergleich zu Kipnis erscheint sogar Salvatore Baccaloni in der 1936er Glyndebourne-Einspielung recht blass. Für mich ist und bleibt Kipnis hier die Sonne unter den leuchtenden Sternen!

Vor allem die weiblichen Rollen hier lassen aufhorchen. Sowohl Rose Bampton als auch Jarmila Novotna erfüllen alle Erwartungen: Donna Anna ist, je nachdem, entsetzt, traurig, verliebt oder zornig; Donna Elvira ist wirklich eine enttäuschte, zu tiefen Gefühlen fähige Frau. Aber Bidù Sayao ist hier erst recht ein Erfolg: So süß-charmant wie ihre Zerlina ist noch keine gewesen, sie lässt, leider muss ich es sagen, die ansonsten hoch gelobte Audrey Mildmay in Glyndebourne einfach alt aussehen.

Die weiteren männlichen Rollen sind ebenfalls hervorragend besetzt. Charles Kullman ist ein schwankender, leicht selbstverliebter Don Ottavio; Norman Cordon beeindruckt mit seiner kräftigen Bass-Stimme nicht nur als sterbender Komtur, sondern auch als mächtige, aus dem Jenseits rufende Statue; und Mack Harrell ergänzt als Masetto den Humor Leporellos.

Das Orchester spielt mit enormem Gusto und großer Selbstsicherheit, sicherlich weil Bruno Walter es so vorgibt. Auch nach siebzig Jahren kann man sich diesen bemerkenswerten Samstagnachmittag mit großem Genuss zu Gemüte führen!
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TOP 500 REZENSENTam 22. August 2014
Plötzlich ist alles dunkel und voller dramatischer Spannung. Die Ouvertüre zu Mozarts Oper "Don Giovanni" unter der Leitung Wilhelm Furtwänglers gleicht einem Bekenntnis zur düsteren Ernsthaftigkeit des Werks. Was sich in den knapp sieben Minuten zusammenbraut, ist einmalig. Es sind breite, aber nie verschleppte Tempi und atemberaubende Steigerungen, die schließlich die ganze Aufnahme durchziehen.

Der allgemein leichte Mozart unserer Tage ist nicht der Mozart, genauer der Don Giovanni, Furtwänglers. Das muß hier zuerst einmal festgehalten werden. Aber trotz des dunklen Grundtons ist diese Interpretation ein echter Mozart. Die breiten Tempi lassen zu keinem Zeitpunkt Langeweile oder Sämigkeit aufkommen, im Gegenteil. Furtwänglers Sinn steht auch hier nicht nach atmosphärischen, bunt schimmernden Seifenblasen. Er enthüllt vielmehr die ganze, fesselnde Bandbreite des "Dramma giocoso", des "lustigen Dramas". Er gräbt unerbittlich nach dem Kern des Werks, und der ist bei Furtwängler ein düsterer. War ein Don Giovanni dem Abgrund jemals näher als hier?

Neben den fabelhaften Wiener Philharmonikern, mit denen der Dirigent nach dem Krieg besonders intensiv zusammenarbeitete, und dem Chor der Wiener Staatsoper versammeln die Salzburger Festspiele eine hochkarätige Sängerriege. Der grandiose Cesare Siepi singt Don Giovanni, Elisabeth Schwarzkopf die Donna Elvira, Elisabeth Grümmer die Donna Anna. Otto Edelmann gibt Leporello, Anton Dermota den Don Ottavio, Erna Berger die Zerlina, Walter Berry den Masetto und Deszö Ernster den Commendatore. Dieses luxuriöse Ensemble ist ein wahrer Genuß.

Die Live-Aufnahme entstand am 3. August 1954, keine vier Monate vor Furtwänglers Tod, durch den ORF und sollte nicht mit den Mitschnitten von 1950 und 1953 verwechselt werden. Das Attribut "Live" kommt hier mit allen Begleiterscheinungen daher: Bühnen- und Publikumsgeräusche findet man immer wieder, aber das stört kaum. Der Klang der Veröffentlichung ist etwas abgedunkelt, aber sonst sehr gut, wenngleich die "Furtwängler-Vermächtnis-Box" zeigt, daß mehr Klarheit und Glanz dem Erscheinungsbild des Mitschnitts gut tun.

Hoffentlich entschließt sich die EMI bzw. Warner bald, das inzwischen in die Jahre gekommene Remastering grundlegend aufzufrischen. Dieser Don Giovanni wäre es mehr als wert. Das Mozart-Handbuch spricht zu Recht von einer "Sternstunde der Romantisierung".

DVD-Tip

Am 20. August 1954 wurde Furtwänglers Don Giovanni übrigens von der Deutschen Grammophon aufgezeichnet und ist derzeit auf DVD erhältlich.
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am 16. Februar 2013
verschreckt, von Vorwarnungen über die altersbedingten Einschränkungen gerade bei dieser Aufnahme hatte ich mich bisher an diese bisher nicht herangetraut.
Jetzt habe ich mir sie aber doch bestellt.
PS.Die CD-Hülle von line ist, zugegebenermaßen völlig gegensätzlich zu den bisherigen Erfahrungen mit den bisherigen CD -Hüllen dieser Firma, ein absolutes Disaster.
Aber dies nur nebenbei.
Die Aufnahme ist überwältigend.
Die Aufnahme aus dem Jahr 1942 lässt sich auf jeden Fall mit den Salzburger Aufnahmen aus den Anfang 50-iger Jahren vergleichen, die ich auf gar keinen Fall missen möchte. Nach meiner Hörerfahrung kann man diese Aufnahme durchaus genussvoll durchhören!

Irritierend, und sei es auch nur für mich, oder meine Hörgewohnheiten, mag die Besetzung der männlichen Hauptrollen,natürlich bis auf den Don Ottavio, vor allem mit Bässen, aber was für welchen!, sein.

Wenn ich aber höre, wie das Publikum aus dem Jahre 1942 hingerissen dem Bühnengeschehen folgt, dann kann man m.E. nur neidisch werden über die damaligen Erfahrungen.
Hier ist der Don Giovanni das versprochene dramma giocoso, ein wirklich pralles Opernvergnügen,das man einfach nicht verpassen sollte, auch wenn es doch schon 70 jahre her ist.

Mein Resumee zu dieser vielbesprochenen/ verschrieenen Aufnahme, Leute traut Euch heran, es lohnt sich wirklich!
PS: natürlich völlig subjektiv!!!!
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am 30. August 2011
This recording is a golden proof - if you didn't already knew - of Erich Leinsdorf's first class conducting. He knews this music in a way perhaps only Dr. Klemperer has done.
First and foremost: you really get straight into this opera as a very dramatic work. The first cords make you sit up and will keep you on the edge of your chair. The artists are first class, all of them. I know that many consider Miss Nilsson having a too dramatic kind of voice for Mozart, but why do you think two of the world's greatest Mozartians, Dr. Leinsdorf and Dr. Böhm, chosed her as their Donna Anna? Well, she has just the right dramatic force for this powerful role charachter.
As this recording has not been available on CD for a long time, I bought it on used LP's from the U.S, recently. The stereo version has a magnificient sound, no less. As the records were too damaged I had to return the box and buy an available mono version. It's wonderful, but the sound much more constricted.
Urania's new release comes as a true gift, and the sound has been processed and is excellent.
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am 21. Dezember 2012
Auch wenn die Aufnahme offensichtlich aus dem Jahr 1959 stammt, ist sie sehr gut und mit dem digitalen Remastering "auf Stand". Sie klingt sogar sehr warm, die Höhen sind sehr gut ausgepegelt, die Mitten und Bässe satt und angemessen.

Für diesen Preis kann man, da außerdem ein digitales Booklet als PDF enthalten ist, nichts falsch machen.
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am 28. Juli 2011
Drei Mal hat Furtwängler den Don Giovanni nach dem Krieg in Salzburg dirigiert, 1950, 1953 und 1954.

Dies ist die mittlere Aufnahme. Technisch nicht passabel. Viele Bühnengeräusche. Es ist eine live-Aufnahme. Leider sind auch die Stimmen ein wenig verzerrt. Sein höchst dramatische Finale wird von dieser Technik nicht bewältigt.Aber man bekommt einen Eindruck, welches Drama Furtwängler da entfaltet. Das macht ihm keiner nach. Vielleicht aber will das auch keiner. Ist das noch Mozart ? Bei ist der Giovanni eher dramma statt giocoso

Immerhin hat Furtwängler dafür Sänger, die ihresgleichen suchen. Eine Schwarzkopf, eine Grümmer und Berger,das sind schon Idealbesetzungen, dazu ein Giovanni von beachtlicher Virilität. Edelmann ist nicht so mein Fall, Berry, später ein grossartiger Leporello , war da wohl noch zu jung.

Es gibt reichlich Zugaben-In der mp3 Version allerdings keinerlei Informationen. Auch im Internet ist es nicht zu recherchieren. Ich tippe auf Erna Berger. Auch hier technische Einwände, in mehrfacher Hinsicht.

Muss man diese Version kennen ?

Nun, Furtwänger-Fans in jede Fall. Und sonst ?

Es gibt viele besser anhörbare Alternativen-
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am 11. August 2009
Die Geschichte ist bekannt ? Klemperer sollte / wollte eine Aufnahme des Giovanni machen, schlief im Bett mit der Pfeife ein, das brannte, er fiel wegen Krankheit über ein Jahr aus und Guilini machte die Aufnahme mit dem schon ausgewählten Team.

Die Aufnahme von Guilini wird hochgelobt.

Klemperer machte fünf Jahre später diese Aufnahme, mit einem anderen Team. Diese Aufnahme stand selten im Focus des Interesses.

Leider. Wir Hörer haben Glück im Unglück des Otto Klemperer. Am Beispiel des Don Giovanni: Eberhard Wächter sang bei Guilini, Ghiaurov dann bei Klemperer. Gar kein Vergleich. Wächter ist ein Leichtgewicht gegen den virilen Ghiaurov.

Dieser ist eine der Idealverkörperungen des Giovanni. Verführerisch, la ci darem la mano, herrisch und auftrumpfend in der Finalscene. Endlich ein Giovanni, der dem Standbild gewachsen ist und ihm Paroli bieten kann. Wenn er zur Buße aufgefordert wird ( pentiti) ,kann er ein Non entgegenschleudern.

Höchst eindrucksvoll. Mit Wächter hätte Klemperer das so nicht realisieren können.

Auch das sonstige Team gehört zu den besten, die es auf CD gibt.

Er selbst, der Dirigent, dirigiert eher ein dramatisches Werk als ein dramma giocoso. Das Heitere gelingt ihm weniger, das Dramatische umso besser. Wer hat je eine so dramatische Schluss-Scene gehört ? Gerade durch die langsamen Tempi wird der Reichtum der Partitur hörbar.

Nach wie vor eine der besten Aufnahmen dieses Werkes.

Warum man die download-Version kaufen sollte, ohne Textbuch und bei verminderter technischer Qualität, wenn man zum gleichen Preis die CD bekommt, erschliesst sich mir nicht.

Als CD gehört sie zu den Schätzen des Jahrhunderts.
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am 28. November 2015
The response was prompt and polite. The records arrived in mint condition because the packing was very meticulous. I will recommend the Seller to all of my friends and collegues.
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