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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles beim Alten und doch alles Neu
Ich bin leidenschaftlicher Kent Fan und jedes Album hat mich bis jetzt voll überzeugt. Und jedes Album der Schweden ist zum Dauerbrenner bei mir geworden. Dementsprechend gross war auch die Erwartungshaltung bezüglich des neuen Albums.
Ich hab das Teil also erst mal mit zittrigen Fingern das erste mal in den Player gelegt. Und was soll ich sagen: Beim...
Veröffentlicht am 12. November 2009 von Elmar Brune

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Okay, aber nicht mehr so gross wie auch schon
Ich bin seit Jahren ein grosser Fan der Band Kent bin. Die Jungs sind die grösste schwedischsprachige Band der Welt. "Vapen & Ammution" (2002) ist die meistverkaufte Platte in Schweden in den vergangenen 20 Jahren. Das neue, achte Studioalbum heisst "Röd" (dt. Rot). Es ist bereits im November erschienen, doch ich habe es erst neulich gekauft. Um es vorweg zu...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von Alex Kapranos


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles beim Alten und doch alles Neu, 12. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Röd (Audio CD)
Ich bin leidenschaftlicher Kent Fan und jedes Album hat mich bis jetzt voll überzeugt. Und jedes Album der Schweden ist zum Dauerbrenner bei mir geworden. Dementsprechend gross war auch die Erwartungshaltung bezüglich des neuen Albums.
Ich hab das Teil also erst mal mit zittrigen Fingern das erste mal in den Player gelegt. Und was soll ich sagen: Beim ersten durchhören war ich echt enttäuscht. keine Ahnung warum eigentlich, aber war halt so. Nun ja. Kent wären nicht Kent, wenn sie sich nicht ständig irgendwie neu definieren würden und sich auf der anderen Seite trotzdem treu bleiben. Nun ja. Gebt dem Ding ein paar Durchläufe und es wird wie bei jedem anderen Kent Album auch sein! Man kommt irgendwann nicht mehr davon los und das Ding rotiert Tage und Wochenlang permanent im Player.

"Röd" ist mit Sicherheit nicht das "eingängigste Album" der Schweden. Aber es hat wieder alles was man von Kent erwartet. Wunderbare Melodien, dieses typische Feeling zwischen Hoffnung und Melancholie, viele kleine Details, die sich erst nach mehrmaligen hören erschliessen und eben dieses grosse gefühl, dass man hier wieder mal ein Album in den Händen hält, das auch in den nächsten 15 - 30 Jahren nichts von seinem Reiz verlieren wird. Ein Album, das man immer mal wieder hören wird, auch wenn man es schon 500 mal durchgenudelt hat. Aber auch das ist für mich ne feststehende "Kent-Norm". Musik, die Langzeitwirkung hat, die sich nicht abnutzt, und die einen so eben über lange lange Zeit begleitet.

Kent ist für mich eine der wenigen wirklich grossen Bands in meinem Leben. Die haben ihren ganz eigenen ureigenen Stil entwickelt, und die haben ein goldenes Händchen für glühende Melodien und Gefühle... auch wenn sich einem als Nicht-Schweden die Texte nicht wirklich erschliessen. Aber selbst dieses Defizit ändert nichts daran, dass die Musik gradezu einen hyptnotischen Reiz auf mich ausübt!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rot wie ... Kent., 6. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Röd (Audio CD)
Rot ist eine dialektische Farbe, schrieb Uwe Timm. Goethe hätte in seinem Farbenkreis das Rot in den Schnittpunkt von Phantasie und Vernunft gesetzt. Die attributive Bestimmung sei: schön. Ab heute tritt noch ein neues Attribut hinzu: kentig. Kent ist wie Rot. Rot ist schön. Rot kann für Vieles stehen. Und mindestens genauso viel bietet die schwedische Band in ihrem achten Album auf.

Für die auserlesensten skandinavischen Musikkritiker wurde das Werk im Meistersaal der Berliner Hansastudios uraufgeführt - das heißt vorgespielt. Elf Lieder, eine knappe Stunde Spielzeit. Die gespitzten Ohren dürften zunächst mehr als irritiert gewesen sein: Anstelle von Joakim Bergs Stimme vernahmen sie Glockengeläut und die fast jedem (von Weihnachten oder Ostern her) vertrauten Stimmen eines gemischten Kirchenchors. Kent laden alle zu einem Gottesdienst ein. Und der erwies sich für die Journalisten als Andacht und ist für jeden Musikliebhaber eine wahre Feierstunde. Denn von der kleinstädtischen Kirchengemeinde aus gleitet das Album in seiner prologischen Phase rasch in einen wahren Rausch aus Beats und Basstönen über. "Taxmannen" steht für das neue und alte Kent. Hier werden alle Nachwuchsfans samt den alteingefleischten Liebhabern abgeholt zu einem Trip, der über emotionale Höhen und durch ebensolche Tiefen führt.

Auf einzelne Lieder einzugehen, würde den Platz sprengen - wie sangen noch "Tele": "Über Dich schreib ich niemals unter tausend Seiten"? Dieser Satz gilt auch bei dieser Band und diesem Album. Um also keine Kentbibel zu verfassen, beschränke ich mich auf eine kurze Skizze: "Röd" wahllos anzuspielen wäre ein Fanal. Besonders die ersten drei bis vier Lieder hängen praktisch zusammen. Erster Höhepunkt: "Hjärta" - warm, stark, anziehend. Ein Lied wie die Dame auf dem Cover in Musik gegossen. Zur Mitte des Albums hin zerrt und reißt die Musik, ein Stilovercross aus Pop, Electro, Techno und Rock, einen fest am eigenen Gefühlskostüm. Es strahlt Liebe, Hass, Revolution und Illusion in einem aus. Breiter, mehrspuriger war die Band noch nie zu hören. Jocke Bergs Stimme wird endgültig instrumentell eingesetzt. Daneben die Texte - sie sitzen wie Schläge in die Magengegend eines jeden Neoliberalen. "Vals för satan" ist das Album in einem Lied. Hier steckt alles drin. Die einzig legitime Anspielstelle. Es folgt das Unharmonische und etwas schwere "Idioter", das sicher noch mit mehrmaligem Hören an Niveau gewinnt. Doch die Schwere löst sich ohnehin unmittelbar in dem stringenten, vibrierenden "Svarta linjer" auf. Ein weiteres Highlight des Albums. Das Lied knickt in der Mitte, aber anstatt auszuklingen, füllt es sich nun erst mit dem auf "Röd" üblichen Arenasound. Eine letzte spürbare Steigerung dann mit "Ensamheten". Wie schon in "Vals för satan" verdient hier die Stimme Jocke Bergs ein Extrakompliment. Nach acht Alben hat er noch einmal völlig neue Stimmlagen aus sich heraus gekitzelt. Eine eindeutige Steigerung zu früheren Liedern! Zum Abschluss des Albums gibt es mit "Töntarna" einen lupenreinen Dancefloorhit mit markigem Text: "Hängt sie hoch, hängt sie langsam!" heißt es - und jeder weiß natürlich, wer gemeint ist... "Röd" wäre kein Kentalbum, wenn es nicht mit einem klassischen Siebenminüter enden würde. Bei "Det finns inga ord" werden Erinnerungen an "747" wach. Noch kann ich aber nicht ermessen, welches das bessere Lied ist.

Fazit: Mit "Röd" haben Kent noch einmal ein ganz neues Niveau erreicht. Die alten Gitarrenrockalben und auch der erste elektronische Flirt "Tillbaka till samtiden" erscheinen von nun an wie Frühwerke. Beinah eindimensional, fast mickymausklein. Für "Röd" hat die Band offenbar alle Türen zur Vergangenheit noch einmal geöffnet und der entstandene Durchzug brachte das kreative Feuer von Berg und Co. zum Lodern. Kent IST Röd. Röd enthält alle Finessen der Band. Zunächst fallen natürlich die Selbstzitate auf, auch die Elemente aus Depeche Mode, Daft Punk, Aphex Twin, Coldplay und weiteren. "Röd" ist allerdings mehr als das. Eine eigene musikalische Welt. Ein Musical von, mit und über Kent.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Okay, aber nicht mehr so gross wie auch schon, 26. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Röd (Audio CD)
Ich bin seit Jahren ein grosser Fan der Band Kent bin. Die Jungs sind die grösste schwedischsprachige Band der Welt. "Vapen & Ammution" (2002) ist die meistverkaufte Platte in Schweden in den vergangenen 20 Jahren. Das neue, achte Studioalbum heisst "Röd" (dt. Rot). Es ist bereits im November erschienen, doch ich habe es erst neulich gekauft. Um es vorweg zu nehmen. "Röd" ist sicher nicht das beste Kent-Album. Es ist aber spannend zu sehen, wie sich die Band enwickelt. War sie in ihren Anfangstagen, Mitte der 90er Jahre, noch eine durchaus dreckige Gitarrenband, so ist es mittlerweile eine Elektroband. Es fiept und blubbert an allen Ecken und Enden. Damit ist das eine konsequente Fortsetzung der letzten Platte "Tillbaka till samtiden" (2007). Ich persönlich meine: Das Songwriting war schon besser, ist aber immer noch sehr gut. Es ist eine Band, die seit 15 Jahren nie stillsteht. Dafür hat sie meinen Respekt. Für Kent-Einsteiger empfehle ich aber noch immer Scheiben wie "Isola" (1997), das ein wenig an "The Bends" von Radiohead erinnert, oder "Vapen & Ammution" (2002), an dem ich mich bis heute nicht sattgehört habe.
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Röd
Röd von Kent (Swedish band) (Audio CD - 2009)
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