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am 13. Dezember 2009
Warum hier an dieser Veröffentlichung so viel herumgemäkelt wird, kann ich nicht verstehen. Als Sammler historischer Operneinspielungen freue ich mich, dass eine renommierte Firma wie die DG dieses Feld nicht allein den Piratenlabeln überlässt und hin und wieder einen spektakulären Fund wie diesen von den Originalbändern in erstklassigem Remastering und mit einem ordentlichen Booklet herausbringt. Dass sie dann die Werbetrommel dafür rührt, ist völlig legitim.

Die Aufführung selbst ist sehr, sehr gut. Sawallisch gelingt ein unglaublich sicherer, fehlerfreier Abend, der dennoch nicht vorsichtig oder gebremst wirkt. Die Tempi sind meist sehr zügig - und wenn nicht, steckt eine überzeugende Absicht dahinter: etwa in Elviras "Ah fuggi"-Arie, in der Sawallisch und Hildegard Hillebrecht die statuarische, barocke Händel-Pose dieser Musik wunderbar zur Schau stellen.

Wunderlich ist in seinen beiden Arien eine Wucht und viel besser in Form als in dem schauerlichen Wiener Live-Mitschnitt unter Karajan, der hier erwähnt wurde. Auch Elisabeth Grümmer kommen Sawallischs sängerfreundliche Tempi sehr zugute, sie wirkt noch souveräner als in den Salzburger Mitschnitten und Furtwängler und Mitropoulos. Ihre Koloratur in "Non mi dir" ist auf Platten in puncto Dramatik allenfalls von Sena Jurinac in der Fricsay-Aufnahme übertroffen worden.

Bei Hermann Prey muss man das Bild des betulichen TV-Stars der Rothenberger-Zeit beiseite schieben, denn er singt hier in jungen Jahren gut und engagiert. Die Champagner-Arie zischt ab, die Serenade ist weich und gefühlvoll, der Dialog mit Leporello beim Essen im zweiten Finale unglaublich zynisch und lakonisch - an dieser Stelle ist es wirklich ein Genuss, die Musik einmal in deutscher Übersetzung zu hören.

Also: Wer auf René Jacobs schwört, soll René Jacobs hören, aber Liebhaber historischer Aufnahmen dürfen hier lustvoll zugreifen.
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am 23. November 2009
Das ist gewiss nicht die Aufnahme, die man als Referenzeinspielung mit auf eine einsame Insel nehmen wuerde. Zu diesem Kaliber gehoeren vielmehr die Einspielungen bzw. Live-Mitschnitte unter Bruno Walter (umwerfend), Giulini, Krips oder Haitink. Warum Mitropoulos' schwerfaellige Aufnahme bisweilen dazugerechnet wird, ist mir schleierhaft.
Aber dass diese Auffuehrung unter Sawallsich dazu gerechnet wird, habe ich mir auch nicht erwartet. Und warum Schmach ueber diese gute, recht homogene Auffuehrung schuetten, an der sich so manch einer erfreuen wird. Die ganzen Hochglanzprodukte, die auf dem Ruhm einer Netrebko, Bartoli bauen, werfen die Diskographie der eingespielten Werke auch nicht um.
Ein wichtiges Argument der Aufnahme ist, dass die Auffuehrung auf Deutsch gegeben wurde, und davon gibt es nur sehr wenige (Boehm 1955 mit George London, Goennenwein mit Grundheber). Ereignis der Auffuehrung ist gewiss der Ottavio Fritz Wunderlichs: seine erste Arie, die ich eigentlich nicht mochte, findet bei ihm endlich einen Interpreten, die mir diese Rolle naeherbringt. Weitere Glanzpunkte findet man, ohne dass dies ueberrascht, weil man es einfach nicht anders erwartet haette, bei der Donna Anna Elisabeth Gruemmers und dem Komtur von Franz Crass. Gruemmer ist der leuchtende Sopran-Stern, wie immer. A propos Stern: Eine unerwartete und sehr positive Ueberraschung ist der Leporello "Schorsch" Sterns, den ich noch kurz vor seinem Tod haeufig an den Staedtischen Buehnen Frankfurts erleben konnte. Seine Stimme ist kerniger als die Herrmann Preys, und sie war damals noch eher baritonal gepraegt als in spaeteren Jahren. Die Aehnlichkeit zur Stimme Giovannis sollte ja erlauben, dass Leporello sich als Don Giovanni verstellte. Das geht nur, wenn beide Rollen entweder Baritone (wie Waechter /Taddei) oder Baesse (wie Siepi/Corena oder Pinza/Kipnis) sind. Herrmann Prey als Don Giovanni ist ansonsten eben Herrmann Prey, mit weicher flexibler Stimme, ein jovialer Typ, dem aber ein wenig die virile Agressivitaet Waechters, die natuerliche Ausstrahlung Pinzas oder Siepis, die Naturgewalt Londons, oder die Statur und Virilitaet eines Herren wie bei Thomas Allen fehlt. Zu leicht dahingesungen sind auch die Rezitative: man hoere nur das Rezitativ nach einfuerenden Duett des zweiten Aktes: Der Stelle ".. die Frauen lassen ..." folgt zumeist eine Pause des Erstaunens ueber die Forderung Leporellos, ueber die Prey so einfach hinweggeht. Nichtsdestotrotz, Prey singt gut, und sicher ist er als Giovanni noch ueberzeugender als Fischer-Dieskau. Ich moechte hier der verbreiteten Meinung widersprechen, dass Don Giovanni ein Bass sein sollte, nur weil seit Pinza und Siepi die Rolle haeufig mit einem Basso Cantante besetzt wurde. Was die uebrige Besetzung angeht, so hat Hildegard Hillebrecht wie so oft, obwohl vom Stimmtypus her zur Rolle passend, ihre Intonationsprobleme, was uebrigens meine 10-jaehrige Tochter sofort enttaeuscht heraushoerte und bemaengelte. Und die junge Edith Mathis durte noch reifen. Sawallisch ist sicher nicht als der Leitwolf der Aufnahme anzusehen. Er als Theatermann passte sich den saengerischen Moeglichkeiten an, und er rettete Elviras zweite Arie mit langsamen Tempi, damit Hillebrecht den Koloraturen folgen konnte. Er stellte sich als Kappellmeister in den Dienst der Sache.
Die Aufnahme in wertvolles Dokument, ohne Zweifel.
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am 21. November 2009
Da der Wiener Karajan-Mitschnitt mit Wächter/Wunderlich/Price leider immer noch nicht in technisch adäquater Form auf den Markt gekommen ist (Aufnahme klingt unerträglich einen Halbton zu hoch vermutlich wegen falscher Überspielgeschwindigkeit.), ist dieser "Giovanni" zwar kein gleichwertiger Ersatz aber immerhin eine wichtige Katalogbereicherung. Die Ensembleleistung von 1960 ist genau das,was wir heute besonders bei Mozart schmerzlich vermissen, wer in Salzburg dieses Jahr die Cosi erlebt hat, wird wissen, was ich meine. Prey ist ein jovialer, zu leichter Giovanni, macht jedoch besonders in den Ensembleszenen eine gute Figur, Wunderlich ist wie stets eine sichere Bank und wäre allein die Aufnahme wert. Edith Mathis zeigt schon am Anfang ihrer Karriere, was sie später im Mozartfach noch oft unter Beweis stellen sollte: herzliche Solidität. Grümmer und Hillebrecht machen ihre Sache ebenfalls gut, Crass (Komtur) und der wunderbar ruppige Leporello von Knoblich machen ebenfalls Freude. Sawallisch dirigiert sicher keinen Referenz-Mozart aber einen theaterwirksamen: seine flotten Tempi und das schlackenloses Musizieren machen auch heute noch Spaß. Daß es Originalklang und Originalsprache damals in Köln noch nicht gab, kann man der Aufnahme nicht vorwerfen. Ein kurzweiliger Opernabend mit einem tollen Ensemble, schön dass es das jetzt auf CD gibt!
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am 8. Dezember 2009
Ich habe die 4 bereits bestehenden Rezensionen teilweise mit Kopfschütteln gelesen. Ich kann nur sagen: mir gefällt die Aufnahme von 1960 ausgezeichnet! Warum herummäkeln?
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am 7. April 2010
Diese ungewöhnliche und sehr lebendige Life-Aufnahme, die fast 50 Jahre nach ihrer Entstehung veröffentlicht wurde, ist trotz gelegentlicher technischer Mängel ein besonderes Erlebnis für jeden Opernliebhaber und ein "must" für Verehrer von Fritz Wunderlich, Hermann Prey, Elisabeth Grümmer und Edith Mathis!
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am 20. Juni 2010
Stimmlich ein toller Don Giovanni, das Orchester spielt mit Leidenschaft. Der Monosound ist erstaunlich klar und dynamisch.
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am 20. November 2009
Um es gleich vorwegzunehmen. In den meisten Punkten kann ich meinem Vorredner beipflichten. Wäre Wunderlich nicht mit von der Partie, würden sich wohl nur wenige finden, welche diese Aufnahme kaufen, oder sie wäre gar nicht veröffentlicht worden.

Mit dieser Aussage will ich aber die sängerischen Leistungen der anderen nicht schmälern. Das Prey kein adäquater Don Giovanni war, ist sicherlich kein Geheimnis. Er hat dank seiner aussergewöhnlichen Populariät so manches gesungen, was er lieber anderen überlassen hätte. Seine stimmliche Attraktivität lässt in küntlerischer Hinsicht doch manches vermissen.

Und trotzdem freue ich mich über diese Veröffentlichung. Nur anhand solcher Dokumente lässt sich eine kunstauffassungstechnische Entwicklung mitverfolgen. Gerade diese Aufnahmen zeigen deutlich auch den Wandel sowohl aus künstlerischer, wie auch gesellschaftlicher Auffassungen über die Jahrzehnte. Man sollte sich hüten, Aufnahmen aus dieser Zeit mit heutigen vergleichen zu wollen. Ausser aus entwicklungshistorischer Sicht.

Über den seit Jahren anhaltenden Hype um Wunderlich kann man sich streiten. Ich freue mich darüber.
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am 20. November 2009
Dass auf dem Cover Don Giovanni erscheint, ist nun kein Wunder.Aber, dass Don Ottavio mit aufgenommen wird, ist halt dem Umstand zu verdanken, dass Wunderlich immer noch und wieder ein Verkaufsargument ist. Künstlerisch hätten Frau Grümmer oder Frau Mathis ebenfalls auf das Cover gehört.
Aber die bekannten Künstler sind eben Wunderlich-an erster Stelle- und dann Prey.
Beide debütierten 1960 mit dieser Rolle.
"Aus Berlin war außerdem Elisabeth Grümmer als Donna Anna hinzu gekommen, Hildegard Hillebrecht als Donna Elvira, Georg Stern als Leporello und Hans-Georg Knoblich als Masetto gehörten zum Ensemble des Hauses. Sawallisch selbst stand am Pult des Gürzenich-Orchesters, das er mit viel Schwung durch die Mozart'schen Klangräume leitete."
Ein Klassikfreund zu dieser Aufnahmen."Ich habe alle Proben und Aufführungen miterlebt und kann von den Sängerinnen und Sängern niemand besonders hervorheben, weil sie einheitlich hervorragend waren. Auch Orchesterleitung, Bühnenbild (Caspar Neher)und die Regie waren erwartungsgemäß großartig."

Der Dirigent Sawallisch wird damit zitiert, diese Aufführung sei ein Glücksfall gewesen.

Kein Wunder, dass die Vermarktung diese Aufnahme als "sensationellen Fund" feiert.

Diese Einschätzung kann ich nicht teilen.

Um mit dem Dirigat anzufangen. 1960 war diese Aufnahme sicher eine der guten. Es gab allerdings bereits die dann hochgelobte Aufnahme von Guilini (1959).
Wenn man dann, schon aus dieser Zeit, die Aufnahme von Klemperer ( 1964) heranzieht, weiss man, was an Dramatik dieser Aufnahme alles fehlt.
Heute, vierzig Jahre später, ist das Angebot ungleich vielfältiger. Wenn ich diese mit der relativ neuen eines Jacobs vergleiche, kommt diese Aufführung von 1960 einem hausbacken vor.

Dazu trägt sicher auch die deutsche Sprache mit bei,obwohl damals noch viel in dieser Sprache gesungen wurde ( auch der Auszug mit der fast gleichen Besetzung aus dem gleichen Jahr, 1960, unter Zanotelli). Aber es klingt einfach holprig.
Man versteht zwar was gesungen wird, aber diese Oper geniesst man nicht wegen des Textes,sondern der Musik. Die auf die italienische Sprache geschrieben ist.

Zu den Sängern. In der Tat ist Wunderlich ein grossartiger Ottavio. Aber die Hauptrolle ist nun einmal Don Giovanni.

Hermann Prey singt in der Liga eines Pinza, Siepi, London, Ghiaurov,Ramey. Aber er gehört nicht dahin. Sein Giovanni ist ein Leichtgewicht. Gerade in den Dialogen zeigt sich, dass hier ein Buffo singt. Nicht umsonst brillierte Prey eher in den Diener-Rollen ( Figaros Hochzeit oder Barbier von Sevilla). Leporello hat deutlich mehr "Stimmgewicht". Das ist unpassend. Dem Komtur in der Schluss-Scene ist dieser Giovanni überhaupt nicht gewachsen. Da bedarf es doch eines anderen Kalibers, man höre bitte Ghiaurov bei Klemperer. Da ist Giovanni wirklich der Widerpart des Komtur und kann sein " Non" dagegensetzen.

Elisabeth Grümmer und Edith Mathis sind ausgezeichnete Besetzungen, aber im Kreis der vielen Sängerinnen nicht aussergewöhnlich. Es ist eine Sache, eine Premiere hochkarätig zu besetzen, eine andere, im Markt mit anderen hervorragenden ensembles zu konkurrieren. Nehme ich zum Vergleich eine andere, durchaus umstrittene Wiedergabe, Karajan, 1985. Wer singt da nicht alles. Ein hervorragendes Ensemble. Auch wenn zur Interpretation unterschiedlicher Auffassung sein, eine Kathleen Battle als Zerlina ist schierer Genuss.

Also Fazit: das ensemble in Köln 1960 sticht im Vergleich zu dem, was auf dem Markt gibt, nicht sonderlich heraus. Die Hauptrolle ist unzureichend ausgefüllt.

Ein sensationeller Fund ? Das ist Vermarktung. Sonst nichts.
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am 25. Dezember 2012
Auch das ist für meinen Vater. Er suchte diese Oper nur in Deutsch. Nun sind wir fündig geworden. Auch diese Aufnahme ist exquisit. Lieferung auch hier innerhalb 2 Tagen. Mehr geht nicht.
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am 22. März 2013
Die Aufnahme hat sicherlich Sammlerwert und die Stimmen sind nicht schlecht. Da ich CDs meist mit Kopfhörer höre, fiel mir auf, dasss der Orchesterklang ziemlich miserabel ist, nur ein Gerumpele. 1960 konnte man auf jeden Fall technisch bessere Aufnahmen machen, auch in Mono (obwohl damals auch Stereo schon üblich war).
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