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am 17. Juli 2014
Zum Inhalt des Filmes möchte ich an dieser Stelle gar nicht viele Worte verlieren, da viele dieses Kapitel der Geschichte in irgendeiner Weise ohnehin schon kennen, für den Rest möchte ich nichts von der Spannung nehmen.
Was ich allerdings sagen kann ist, dass der Film historisch sehr genau ist, natürlich - und dessen muss man sich einfach bei diesem Genre bewusst sein - gibt es die ein oder andere Abweichung von der Realität, die ich an dieser Stelle mal der "künstlerischen Freiheit" zugestehe. Was mich besonders begeistert hat ist die Rollenbesetzung, denn die Schauspieler ähneln in ihren Rollen sowohl optisch, als auch darstellerisch den Originalen unheimlich.
Ich habe in vielen Kritiken gelesen, dass in diesem FIlm der Terrorismus in ein positives Licht gerückt wird, dies kann ich aber absolut nicht nachvollziehen, denn die Gewaltbereitschaft und die niedrige Hemmschwelle diese einzusetzen, wird in vielen Szenen sehr deutlich.
Ansonsten bleibt mir inhaltlich bloß zu sagen, dass ich diesen Film als ein sehr positives Beispiel für die Verfilmung eines historischen Themas einordne, zumal er das Geschehen sehr deutlich veranschaulicht, zum anderen aber auch sicherlich ein guter Einstieg in dieses wichtige Thema ist, gerade für Schüler oder junge Menschen im Allgemeinen, die zu dieser Zeit noch nicht gelebt haben.

Einen Stern Abzug gibt es allerdings für die Qualität des Filmes. Ich weiß nicht ob es am Format Bluray liegt oder an der Vertonung allgemein, jedenfalls stört den Filmgenuss ungemein, dass die Gespräche relativ leise sind, sodass, wenn man diese lauter stellt, die Lautstärke anderer Geräusche wie Waffen oder Explosionen wahnsinnig hoch ist und mir persönlich dann zu laut, sodass ich während des Films häufig die Fernbedienung getätigen musste. Das tut dem Inhalt sicherlich keinen Abbruch, aber ich möchte zumindest darauf hinweisen.
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am 30. Juli 2012
Der Baader-Meinhof-Komplex von Bernd Eichinger unter der Regie von Uli Edel ist ein Meisterwerk der deutschen Filmgeschichte. Viele mögen ihn als aneinander gereihte Actionszenen beschreiben, was den Kern allerdings nicht wirklich trifft. Zumal man bedenken sollte, dass es sich hier nicht um einen Dokumentarfilm handelt, sondern um einen ganz normalen Spielfilm vor historischem Hintergrund. Und ich denke, diesen Erwartungen wird der Film durchaus gerecht.
Der Regiesseur Uli Edel hat es geschafft, eines der wohl wichtigsten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte so zu verpacken, dass es weder langweilig erscheint, noch unglaubwürdig. Natürlich lebt der Film auch von seinen actionreichen Szenen, die allerdings nur selten überladen oder unpassend erscheinen. Sie verleihen ihm vielmehr eine gewisse Spannung und Dramaturgie, welche eine tragende Rolle in der RAF-Geschichte spielte. Ebenfalls auffallend wirkt die Authentizität, mit welcher die Produzenten diesen Film angegangen sind. Die Liebe zum Detail lässt die Ereignisse auch für Nicht-Zeitgenossen lebendig wirken. Es sind die Bemühungen der Schauspieler und des Regiesseurs, die dazu beitragen, dass dieser Film keine Dokumentation über den RAF-Terrorismus des vergangenen Jahrhunderts ist, sondern eine Verfilmung auf einer hoch emotionalen Ebenen aus der Sichtweise der eigentlichen Täter.
Ich denke, dieser Film gibt Aufschluss über eine ganze Generation, einen Sinneswandel in Deutschland, ohne dabei nackte Fakten in den Vordergrund zu rücken und bis ins äußerste Detail zu verfolgen , sondern die Hintergründe grob zu umreißen und Allgemeinwissen zu vermitteln. Der Baader-Meinhof-Komplex soll keine Nacherzählung sein, er soll zum Nachdenken anregen und vor allem die Geschichte auch aus einer anderen Perspektive zeigen. Dies gelingt ihm unter anderem durch den tatenkräftigen Einsatz der Schauspieler wie z.B. Martina Gedeck in der Rolle der Ulrike Meinhof.

Für die TV-Langfassung muss ich einen Stern abziehen, da 10 Euro für 8 Minuten extra Szenerie etwas zuviel verlangt sind. Zwar geben diese Extra-Szenen Aufschluss über die Verkettung von Ereignissen im Film und hätten schon in der Kinofassung präsent sein müssen, könnten jedoch, aufgrund ausreichend vorhandenen Materials, üppiger ausfallen. Nett sind das Making Of sowie die Zusatzbeiträge von den Schauspielern, dem Regiesseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger auf der zweiten DVD. Wen die Hintergründe des RAF-Terrorismus weiter beschäftigen, der könnte an diesem Zusatzmaterial seinen Gefallen finden.
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am 14. November 2009
Als Geschichte-Interessierter und Filmfan war ich auf die Verfilmung von Stefan Austs gutem Buch "Der Baader-Meinhof-Komplex" sehr gespannt. Das daraus "nur" 2 1/2 Stunden Film geworden sind, hat mich schon etwas stutzig gemacht, denn zu komplex und chronologisch sehr lange ist die Thematik. Die RAF lässt sich nun mal leider nicht in so einem Zeitraum erfassen. Dennoch fand ich den Film nicht schlecht. Darstellerisch liefern alle Schauspieler ordentliche Arbeit ab, Moritz Bleibtrau spielt den Baader, wie man es nach Lektüre des Buches und vieler Quellen erwartet, der Topdarsteller war für mich trotz nur kurzer Rolle Stipe Erceg als Holger Meins.
Ich hatte vorher auch schon Wissen über die Thematik, was für mich den Film auch verständlich machte. Für einen Laien oder Schüler, der vorher mit der RAF noch nichts am Hut hatte ist der Film jedoch nur bedingt empfehlenswert, zu stark sind die Zeitsprünge, zu viel Informationen werden weggelassen, was aber bei der kurzen Laufzeit klar ist.
An Filme wie den TV-Zweiteiler "Todesspiel" der ja nur die Schleyer- und Lufthansa-Entführung behandelte, kommt Baader-Meinhof also nicht ran. Trotzdem für Interessierte mit Vorbildung ein interessanter Film mit guten Darstellern, bei dem ich hoffe das die zweiteilige TV-Version, die ja insgesamt 3 Stunden dauern soll, noch einige Zeitlöcher stopft.

3,5/5 Kalaschnikows für den Film.
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am 14. Mai 2014
Der Inhalt des Filmes sollte wohl jeden interessierten zumindestens Ansatzweise bekannt sein; Es geht um den Beginn und Werdegang der RAF-Terrorgruppe in den 1960er Jahren.
Der Beginn ist sehr spannend und sehr authentisch. Man hat ein richtiges Mittendrin-Gefühl. Der Regisseut hat sich Mühe gegeben, das bekanntes Original Filmmaterial und Film Übereinstimmungen hat.
Die erste Hälfte ist sehr spannend und zeigt den Beginn und die Aktionen der Terrorgruppe. In der Zweiten Hälfte geht es fast nur noch darum, wie die Köpfe der Gruppe im Gefängnis sitzen und dort Mürbe werden.
Der Film ist sehr Action-Reich mit viel Ballerei und Explosionen. Die 60er/70er Jahre kommen dabei sehr gut herüber.

Eigentlich hat der FIlm 5 Sterne verdient. Aber durch die Masse an Themen geht der "Rote Faden" verloren. Wer überhaupt kein Hintergrundwissen hat, wird aus dem Film nicht schlau. Wirklich etwas erklärt wird hier nicht. Auch ist eine "Charaktervorstellung" aufgrund des hohen Tempos kaum vorhanden und man muß sehr gut aufpassen wer wer ist.
Zudem verändern sich die Charaktere im Film häufig. Das sie man "Normal" sind, später einen Bart tragen und man sie erst gar nicht wiedererkennt. Das liegt aber sicher daran, das sich die "Originale" auch entsprechend veränderten (Hätte der Regisseur dies nicht auch gemacht hätte an dieser Stelle gestanden "Charaktere ändern sich nicht, fehlende Authentizität *g*)
Auch das quasi noch in den letzten Filmminuten neue Charaktere auftreten die man noch nie gesehen hat, aber wichtig zu sein scheinen ist verwirrend, aber auch hier gibt die Realität das Drehbuch vor.
Ich hätte dies durch "Namenseinblendungen" gelöst, die in solchen Filmen oft vorkommen um Charaktere Stumm vorzustellen.

Neben diesem "Verwirrspiel" kommt noch das schnelle Tempo dazu. So flieht Ulrike Meinhoff mit ihren Kindern aus Deutschland. In der nächsten Szene ist sie mit der RAF in einem Ausbildungscamp und ihre Kinder in Sizilien.
Das ist nur eine Szene bei der man glaubt kurz eingenickt zu sein oder irgendwas verpasst zu haben. Mal gehen die Baaders ins Gefängnis, in der nächste Szene sind sie schon wieder frei.
Alles in allem sehr verwirrend und schwer zu verdauen. Zumal man in der "Verwirrtheit" auch oft die aktuellen Szenen nicht richtig mitbekommt, weil man am Grübeln ist :)

Zu guter Letzt endet der Film abrupt und fast schon mittendrin. Irgendwelche "Fazits" am Ende oder "Was weiter passierte" fehlt.

Der Film an sich ist aber eigentlich zu gut um ihn schlechter zu bewerten. Wer sich mit dem Thema auskennt oder zumindestens ein wenig bei Wikipedia nachliest oder eine Sendung zum Thema gesehen hat, wird hier einen guten, spannenden Film sehen.
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am 17. Februar 2016
Originalaufnahmen der 60er-Jahre- Weltkrisen, von Vietnam über Martin Luther Kings Ermordung, im Zeitraffer zusammengerührt wie ein bunter -naja, eher schwarzweisser- TV-Cocktail; dazwischen eine Garde jüngerer und älterer deutscher Groß-Schauspieler, die sich die erste Generation RAF von A bis Z, vom Kaufhausbrand bis Stammheim, zusammenreimen, manchmal als Schmierentheater, manchmal viel zu verschämt (Familie Meinhof-Röhl alias Gedeck-Meyer macht am Nacktstrand in Sylt absurdeste Verrenkungen um bloss der kamera keine körperlichen Intimitäten preiszugeben, echt peinlich mitanzusehen), manchmal aber doch auch mit sehr subtiler Mimik; dazu ein wirklich erfrischend heftiger Body-Count, Blut-Orgien, Geschrei und Gruppen-Psychose. Je länger der Film dauert umso williger sagt der Zuschauer Ade zu aller Authentizitäts- Bedenkenträgerei und ersehnter germanischer Tiefen-Historie, erfreut sich stattdessen jedoch an dem teilweise rasant inszenierten Karussell von Mord, Selbst-Ermächtigung, Hybris, Sex und Tragödie. Der junge Peter Jürgen Boock (Vinzenz Kiefer) steigt aus dem staatlichen Heim mit Prügelspuren am Rücken direkt zu Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) in die Badewanne und wird ihr Fanboy- das muß man erstmal so erzählen. Königin des Films ist Nadja Uhl, die Brigitte Mohnhaupt gibt als Mix aus radikalem Todes-Engel und selbstbestimmter RAF-Pinup-Woman.
Der Kritiker Michael Althen schrieb in der FAZ 2008 bei der Premiere von einem "Politporno". Das war negativ gemeint, aber vielleicht muß man es auch positiv sehen. Woran sich die Republik seit Jahrzehnten in den Feulletons mental abarbeitet, das stecken Eichinger und Uli Edel mal kurz in den Mixer und erreichen eine populäre Sex and Crime- Wahrheit der RAF-Geschichte hin bis zur Ermordung Schleyers. Dabei schlagen sie nicht über die Stränge, sondern setzen die opulenten Mittel sehr gezielt ein, investieren vor allem in die krachlederne Action, von der Schah-Demonstration vor der West-Berliner Oper am Kaiserdamm bis zum - wieder im Zeitraffer erzählten- "deutschen Herbst".
So gehts auch.
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am 23. Januar 2016
Der Baader-Meinhof-Komplex von Bernd Eichinger unter der Regie von Uli Edel ist ein Meisterwerk der deutschen Filmgeschichte. Viele mögen ihn als aneinander gereihte Actionszenen beschreiben, was den Kern allerdings nicht wirklich trifft. Zumal man bedenken sollte, dass es sich hier nicht um einen Dokumentarfilm handelt, sondern um einen ganz normalen Spielfilm vor historischem Hintergrund. Und ich denke, diesen Erwartungen wird der Film durchaus gerecht.
Der Regiesseur Uli Edel hat es geschafft, eines der wohl wichtigsten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte so zu verpacken, dass es weder langweilig erscheint, noch unglaubwürdig. Natürlich lebt der Film auch von seinen actionreichen Szenen, die allerdings nur selten überladen oder unpassend erscheinen. Sie verleihen ihm vielmehr eine gewisse Spannung und Dramaturgie, welche eine tragende Rolle in der RAF-Geschichte spielte. Ebenfalls auffallend wirkt die Authentizität, mit welcher die Produzenten diesen Film angegangen sind. Die Liebe zum Detail lässt die Ereignisse auch für Nicht-Zeitgenossen lebendig wirken. Es sind die Bemühungen der Schauspieler und des Regiesseurs, die dazu beitragen, dass dieser Film keine Dokumentation über den RAF-Terrorismus des vergangenen Jahrhunderts ist, sondern eine Verfilmung auf einer hoch emotionalen Ebenen aus der Sichtweise der eigentlichen Täter.
Ich denke, dieser Film gibt Aufschluss über eine ganze Generation, einen Sinneswandel in Deutschland, ohne dabei nackte Fakten in den Vordergrund zu rücken und bis ins äußerste Detail zu verfolgen , sondern die Hintergründe grob zu umreißen und Allgemeinwissen zu vermitteln.
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am 5. November 2008
... Regisseur Uli Edel hat in die rund 150 Minuten Film einfach zu viel hineingepackt. Ich kenne die RAF und ihren Terror nur aus Büchern und Dokumentationen. Somit ist zumindestens das Grundwissen bei mir vorhanden und es ermöglicht diesem komplexen Film halbwegs gut zu folgern. Aber diejenigen, die über den Film vielleicht mehr von der RAF und ihren Taten erfahren wollen, sind wahrscheinlich hoffnungslos verloren in der Komplexität der Ereignisse.
So wird die Zeit der RAF doch bei manchen Zuschauer ein erhebliches Defizit an Allgemeinwissen verursachen. Das man sagen muss, dieser Film ist eher für jemanden geeignet, der die Namen wie Ulrike Meinhof, Andreas Baader oder Brigitte Mohnhaupt zumindestens schon mal im Zusammenhang mit der RAF gehört hat und dem Namen wie Hans-Martin Schleyer oder Siegfried Buback nicht ganz unbekannt sind.
Die erschütternd authentisch wirkende Verfilmung des nationalen Traumas aus den 70er Jahren spart nämlich an keinem Detail. In Verbindung mit dem gleichnamigen Buch von Stefan Aust bietet der Film für geschichtlich Interessierte trotzdem eine gute Ausgangsbasis. Dieser Film ist kein Terrorthriller für leichte Abendunterhaltung (eine TV-Version des Films soll im nächsten Jahr im Fernsehen starten), sondern eine beinharte Nachinszenierung der RAF-Zeit.

Uli Edels Film konzentriert sich dabei auf die Entstehung der RAF ab 1967 und endet mit dem Deutschen Herbst 1977. Hierbei konzentriert sich die Erzählung stark auf die Lebenswege von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), sowie die staatlichen Bemühungen unter der Führung vom Präsidenten des Bundeskriminalamtes Horst Herold (Bruno Ganz) die Bedrohung mit allen Mitteln Herr zu werden. Dies endet mit der Gründung der GSG 9.

Die Geschichte beginnt mit den Studentenkrawallen zum Besuch des Schahs von Persien in Berlin 1967, bei denen ein Polizist den Studenten Benno Ohnesorg erschießt. Die politisch vorwiegend links orientierte Studentenschaft, glaubt ein faschistisches Verhalten von Seiten des Staates zu erkennen und beginnt gegen diesen zu rebellieren. Das Verhalten der USA im Vietnamkrieg vertieft die Kluft zwischen den Studenten und ihren Sympathisanten und dem Staat. Nach ersten Protestaktionen (Brandstiftungen), eskaliert die Situation durch das beinahe tödliche Attentat auf Rudi Duschke, dem bekanntesten Wortführer der Studentenbewegung. In Folge dessen entsteht die RAF, lässt sich militärisch ausbilden, begeht Anschläge und finanziert sich durch Banküberfälle.

Die schauspielerische Leistung, die linksradikale, aufmüpfige Einstellung auf die Figuren zu projezieren gelingt den Darstellern mit Bravour. Besonders die Figur von Bruno Ganz (Horst Herold) bildet in dieser hektischen, brutalen, blutigen Realität des "Kampfes" der RAF einen willkommenen, bedachten Pol der Ruhe.
Allerdigns einige wichtige Figuren werden in dem Film nur kurz angerissen, so ist der Auftritt von Alexandra Maria Lara als Petra Schelm nur etwa eine Minute lang. Die Folgen dieses Todes und die dadurch losgetretene Diskussion in Deutschland (Schießausbildung der Polizei) werden gar nicht weiter erwähnt.

Fazit:
Wie denn auch? 150 Minuten Film sind zu einfach zu kurz, um dieses umfangreiche Kapitel deutsche Geschichte auch nur im Ansatz mit Tiefgang zu versehen. Herausgekommen ist ein düsteres "Best of RAF"-Konglomerat, das einem zwar ein paar geschichtliche Zusammenhänge nahebringt, aber dennoch nur die Ausgangsbasis für eine vertiefende Eigenrecherche sein kann/ darf. Für sich allein funktioniert der Film voll und ganz und hat seine obigen Sterne verdient. Als geschichtliches Lehrstück versagt er jedoch leider fast auf ganzer Länge. Bis auf die grundlegenden Zusammenhänge wird dem Zuschauer nicht klar, was genau da jetzt wirklich passiert ist und damit zeigt sich: Die Realität ist so viel komplexer als ein Film dies jemals darstellen kann. "Der Baader Meinhof Komplex" kommt zwar atmospährisch nah an das geschichtliche Erleben einzelner Situationen heran, kann aber die Gesamtheit der damaligen Zeit im Ganzen nur schwer nachstellen - dafür läuft der Film zu kurz.
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am 12. Februar 2014
Dieser Film erzählt (relativ) kurz und kurzweilig (!!!) die Geschehenisse um die Baader-Meinhof- Gruppe und der aus dieser folgenden RAF. Es geht allerdings hauptsächlich um die historischen Personen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof, sowie die Beziehungen jeweils zueinander.
Insgesamt orientiert sich der Film stark an den tatsächlichen Ereignissen (hier muß man auch mal den deutschen Film loben, der im Gegensatz zur uns überall umgebenden Hollywood-Traumfabrik selten verschönt oder in die eigene Tasche lügt - was häßlich war, wird auch häßlich dargestellt) und somit an die Recherche von Stefan Aust, der auch beim Drehbuch mitgewirkt hat.
Zu den Schauspielern kann man nur sagen: Tolle Leistung!! Man nimmt allen Rollen ihren Charakter absolut ab. Angefangen bei Moritz Bleibtreu (zu Recht einer der besten deutschen Schauspieler) als Andreas Baader bis hin zu den kleinen Nebenrollen. Ich könnte jetzt alle Schauspieler aufzählen, aber ich belass es jetzt so. Großartige Leistung - der Film geht unter die Haut und ich habe mich einige Male dabei ertappt, wie ich mit dem Kopf geschüttelt habe über soviel Extremismus und politischer Schieflage... Bedeutet im Umkehrschluß für mich, daß ich so gefangen war im Film, als würde die Geschichte direkt von den Beteiligten erzählt.
Absolut sehenswert - ein Muß auch für politisch Interessierte.
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am 16. Mai 2016
Realistische und in weiten Teilen sich am gleichnamigen dokumentarischen Buch orientierte Umsetzung eines schwierigen deutschen Themas, von den Protagonisten klasse gespielt!
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am 5. April 2010
Ich finde der Film ist an sich sehr gut gemacht und gut umgesetzt. Das war von Uli Edel und Bernd Eichinger aber nicht anders zu erwarten.

Der einzige aber wirklich große Kritikpunkt den ich habe, ist dass, der Umfang des Themas und die große Zeitspanne, die im Film thematisiert wird einfach viel zu viel für einen Film von derartiger Länge ist.

Einen mehrteiligien Film oder eine Serie wäre da wohl etwas vorteilhafter gewesen. da hätte man auch den ganzen Stoff des Themas gut rüberbringen und gut einbinden können.

Im Film bekommt nämlich ein Zuschauer, der historisch über die Thematik nicht so informiert ist, gar nicht so richtig mit, dass es sich am Ende des Films um die zweite Generation der RAF handelt. Und somit fast ein ganzes Jahrzehnt vorrüber ist.

Trotzdem ist der Film meiner Meinung nach einer der besten deutschen Produktionen überhaupt.
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