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am 18. Februar 2011
Als erstes möchte ich sagen, ich bewundere und honoriere den Mut Michael Manns das übliche Gangsterfilm Hollywoodklischee verlassen zu wollen. Außerdem halte ich den Film für hervorragend fotografiert. Nur daran war für mich zunächst überhaupt erkennbar, dass in der Art der Inszenierung eine Absicht steckt. Michael Mann möchte der Gangstergestalt John Dillinger und anderen Gestalten seines Kalibers den Zauber nehmen. Er möchte uns den Stumpfsinn vermitteln, der im Handeln dieser Personen steckt. Das Ergebnis ist, dass er ausschließlich mit hervorragenden Bildern agiert und in die Handlung und Dialoge eben diesen Stumpfsinn legt.
Wir sehen hier Anzüge, Hüte, Kleider und Requisiten aus den 30iger Jahren die sich von Bild zu Bild bewegen, ohne das Leben in ihnen steckt. Handlungen, die aneinander vorbeilaufen, ohne dass irgendeine Motivation erkennbar wäre. Dialoge mit dem Tiefgang des Vorabend Fernsehprogramms. Eine Liebe, ohne jede Leidenschaft. In allem und jedem purer Pragmatismus bis hin zu absurd dämlich handelnden Polizisten. Wahrscheinlich kann jemand, der die geschichtlichen Hintergründe kennt oder die Buchvorlage gelesen hat wesentlich mehr damit anfangen, aber ich gestehe, für mich war das irgendwann schlicht nur noch langweilig. Ich fühle mich mit diesem Film völlig alleine gelassen, so als würde ein Maler die Inhaltslosigkeit der Welt darstellen wollen, in dem er einfach eine weiße Leinwand aufhängt. Mir persönlich ist das irgendwie zu wenig.
Einen Punkt, weil ich ihn geben muss, einen für die Kamera und einen für Johnny Depp für die wirklich (und das ist nicht ironisch gemeint) beeindruckende Darstellung des Nichts.
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am 21. Dezember 2009
Wie habe ich auf diesen Film gewartet, endlich wieder ein Michael Mann Film. Die Geschichte des berühmt berüchtigten John Dillenger, gefilmt von MM und gespielt von einem großartigen Cast, was soll da noch schief gehen?
Als ich gesehn habe das der Film "nur" 3 Punkte bekommen hat konnte ich es absolut nicht glauben das er nicht doch besser ist, nachdem ich ihn nun gesehen habe musste ich aber leider feststellen das die 3 Punkte leider doch gerechtfertigt sind.
Aber was lief verkehrt? Johnny Depp liefert eine gewohnt solide Vorstellung, weiss allerdings nicht so zu brillieren wie zB in Sweeney Todd; Christian Bale bleibt für seine verhältnisse blaß, bewegt sich damit aber immernoch über dem schauspielerischen Durchschnitt und auch der Rest des Casts liefert eine solide bis gute Performance, die Actionsequenzen sind wie zu erwarten in der einzigartigen Michael Mann manier eingefangen und sind klar die Höhepunkte des Films.
Das Problem des Films ist jedoch schlichtweg das Drehbuch und die trotz der stolzen länge von 140min recht dünn gesähten Hintergründe und Charackterzeichnungen.
So kommen einem Leute wie Pretty Boy Floyd oder Babyface Nelson einfach nur wie ein paar Ganoven unter vielen vor und auch Bales Charackter Melvin Purvis bleibt kaum in Erinnerung, da er einfach zu eindimensional und konturfrei beschrieben wird.

Was bleibt sind eine handvoll guter Schauspieler, sehr gute Kameraführung und hervorragende Actionszenen sowie eine mittelmäßige Storyline in die der Zuschauer einfach ohne jegliche hintergrund Informationen hinein geworfen wird.

So bleibt ein immernoch überdurschnittlicher Film, der allerdings einen faden Beigeschmack hinterlässt, weil einfach soviel mehr drin gewesen wäre und so habe zB ich persönlich von Public Enemies erwartet, dass er zumindest fast an Mann's Meisterwerk Heat herankommen könnte.
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am 26. März 2012
Der Film ist nicht so schlecht, wie er in vielen der anderen Rezensionen (bei den übrigen Formaten) gemacht wird. Allein die Leistungen von Johnny Depp und Christian Bale sind es wert, sich den Streifen anzusehen. Das Drehbuch ist aber tatsächlich nicht grandios, da wäre mehr drin gewesen. | Nun aber zum STEELBOOK und der BLU-RAY: Das FSK-Logo wurde auf das Steelbook gedruckt! Warum will man ein Steelbook? Weil man Sammler ist! Und als Sammler will man kein FSK-Logo auf dem Steelbook! Also hat man sich schon vor dem Einlegen der Disc geärgert, aber es kommt viel schlimmer: In guten Momenten ist die Bildqualität der Blu-Ray sehr gut, aber bei fast allen etwas dunkleren Szenen sieht das Bild aus wie auf einer ausgenudelten Videocasette! Und das ist ein Universal-Problem: Gleiches hatte ich bei Robin Hood. Ebenfalls ein Universal-Problem ist die generell schlechte Technik der Blu-Rays und die blöde Menüführung. Man fragt sich wirklich, wie man ernsthaft ein solches Produkt auf den Markt bringen kann.
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am 25. März 2016
Hallo Ihr Lieben,
meiner Meinung nach wird in diesem Film zum einen das Gangsterleben von John Dillingers und anderen Kriminellen in Zeiten der Großen Depression dargestellt und zum anderen eine echte Liebesbeziehung trotz der Lebensgefahr veranschaulicht.
Beispielhaft fand ich, dass die Geliebte Billie Frechette zu ihrem John treu gehalten und ihn trotz der Festnahme von FBI nicht verraten hat.
Abschreckend fand ich, dass Anna Sage, bekannte Prostituierte von Dillinger, ihn an FBI ausgeliefert hat, um das Geld und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA zu erhalten. 1936 wurde sie trotzdem aus der Amerika nach Rumänien ausgewiesen. Es ist allen bekannt, dass das Leben im Ausland auf Dauer Nerven, Anstrengungen und nicht selten viele Finanzen kostet. Ich weiß, wo von ich rede, weil ich selbst bei der Ausländerbehörde ca. 100 Euro jährlich zahlen muss, damit meine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland verlängert werden kann.
Außerdem wird durch diese Verfilmung deutlich, dass jedes Verbrechen vor dem Staat strafbar ist und jeder Verbrecher für seine Tat zur Rechenschaft gezogen werden muss. Auf jeden Fall würde ich diesen Film jedem Zuschauer/ jeder Zuschauerin weiter empfehlen!
Liebe Grüße von Dimitri
angehender Sozialarbeiter
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am 7. Februar 2010
Die Filmatmosphäre, Musik, Schauspieler etc. haben mir eigentlich gut gefallen. Johnny Depp hat dieses gewisse Manische, dass ich mir für einen Typen wie John Dillinger vorstelle perekt rüber gebracht. Christian Bale hätte etwas mehr Raum im Film verdient, um seiner Figur mehr Hintergrund zu geben. Ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten. Kein Film, den ich mir nochmal ansehen würde, aber für einen verschneiten Samstagnachmittag prima. Einiges hat mich aber an dem Film und insbesondere der Blu-ray gestört:
- Bei Actionszenen wurde eine Handkamera verwendet. Dass das Bild dabei (bewusst) verwackelt, nehme ich als Stilmittel in Kauf. Mühsam ist aber der Videolook, der sich in solchen Szenen mit dem klassischen Filmlook für andere Szenen abwechselt. Das Ganze kommt mir dann sehr zusammengestückelt vor. Die Panorama und ruhigen Aufnahmen sind dafür klassisches Kino pur, mit leichter Körnung und leichtem Sepia-Farbeinschlag. Die Bildqualität an und für sich (Schärfe usw.) ist auf Blu-ray sehr gut.
- Der Ton (bezogen auf HD Master Audio englisch original). Bei den Schiessereien und einigen anderen Szenen macht der Ton riesige Sprünge in der Lautstärke. Manchmal sind die Stimmen laut und fast krächzend, manchmal saufen sie im Soundtrack ab. Ich habe ja nichts gegen grosse Dynamik beim Ton (und gottseidank keine Nachbarn, die es stört), aber ich war dauernd am Nachregeln des Tons.
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am 11. Februar 2013
Sicher polarisiert dieses auf Tatsachen beruhende Gangster Drama um den damaligen Staatsfeind Nr. 1 John Dillinger. Es war schon eine besondere Zeit, die Zeit der Depression der 30er Jahre, in denen man Gangster bejubelte wie heute Popstars und als den modernen Robin Hood feierte. Aufgrund der Akzeptanz der Bevölkerung konnten sie sich frei bewegen. Das machte es den Strafverfolgungsbehörden natürlich schwer diese smarten Typen dingfest zu machen. Der Titel als der erste Staatsfeind Nr. 1 steht zweifellos für John Dillinger. Ihm wurde auch das für die damalige Zeit exorbitante Kopfgeld von 15.000 Dollar (heute entspräche das etwa 270.000 Dollar) zuteil, welches ihm zuletzt auch zum Verhängnis wurde.

75 Jahre nach dem Tode von John Dillinger kam dieser Streifen 2009 in die Kinos und beleuchtet die Ära um 1933 bis zum 22. Juli 1934.
Liest man die Berichte um J.D., so findet man im Film viele kleine Anspielungen auf sein Leben vor 1933, dieses Leben wird in kurzen Aussagen und Filmschnipsel im Film natürlich etwas verklärt und stark verkürzt dargestellt.
Sein kriminelle Karriere zeichnete sich schon als Kind und später als jugendlicher ab, der immer wieder Probleme mit dem Gesetz bekam und nach einem Ladenüberfall, wo er nur wenige Dollar erbeutete, zu einer längeren Haftstrafe verurteilt wurde.
Vermutlich wurde dort erst die Lunte zur späteren „Bankräuberkarriere“ gelegt, da er dort erst die richtigen Kontakte knüpfte und eine Truppe zusammenstellte die Banken ausraubte.
Die Robin Hood Rolle bekam er vermutlich deshalb, weil er auch Schuldscheine und Hypothekenbriefe verschwinden lies und somit den Leuten etwas zurückgab, was die Banken ihnen genommen hatte, so steht es zumindest in einigen Artikeln.
Die Figur John Dillinger wird um so interessanter um so länger man sich damit beschäftigt. Hierbei fällt dann auch ganz besonders auf, wie schwierig es ist diesem Phänomen in einem Film wirklich gerecht zu werden.

Mit Johnny Depp, (J.D.) hat man es jedoch geschafft, diese Rolle sehr gut zu besetzen. Aufgrund der Sympathie, die dieser Schauspieler besitzt, konnte vieles in die Rolle des scheinbar sympathischen aber dennoch skrupellosen und etwas unterkühlt daherkommenden Räuber übertragen werden. Der Film ist spannend und kurzweilig in Szene gesetzt. Mir hat die etwas ruppige Kameraführung gefallen, hierdurch wurde das Bild sehr gut in die damalige Zeit überführt.

Aus Dramartugischen Gründen sind entgegen der autobiographischen Kenntnis im Film gemäß Wikipedia folgende Ungenauigkeiten vorhanden:

"Im Film befreit Dillinger seine Kumpane aus dem Gefängnis von Michigan City. Tatsächlich fand der Ausbruch jedoch ohne den Bandenchef statt, der sich zu dieser Zeit noch selbst in Lima (Ohio) in Haft befand und erst danach von seinen Leuten befreit wurde.
Anders als im Film endete der versuchte Zugriff auf die Bankräuber in der „Little Bohemia Lodge“ mit einem Fiasko für das FBI. Alle Verbrecher konnten entkommen, während ein Agent und ein Zivilist getötet wurden. Charles Winstead stieß erst nach dieser Aktion und kurz vor Dillingers Tod zu Purvis' Truppe.
Im Gegensatz zu der Darstellung im Film wurde Dillinger von den meisten Mitgliedern seiner Bande überlebt, darunter Dietrich, Shouse, Nelson, Floyd und Van Meter, die erst mehrere Monate nach ihm getötet wurden"
Trotzdem vergebe ich gute 4 Punkte für die Story.

Bild:
Das Bild ist sehr gut und wirkt auf der Leinwand sehr filmisch. Feines Korn teilweise etwas stilmittelgeprägte Farben bringen den Charme der 30er Jahre sehr gut ins Wohnzimmer und machen spaß beim Ansehen. Die Tageslichtaufnahmen und die vielen Close Ups sind auf Reverenzniveau. Der Kontrast und der teilweise etwas zu schwache Schwarzwert trüben diesen aber in einigen Szenen. Da der Film im Noir Stil gedreht wurde, ist das Bild meistens natürlich ausgeleuchtet, hierdurch geht dann einiges an Zeichnung in den dunklen Szenen verloren, andere gewinnen hierdurch aber an Glaubwürdigkeit und so wirkt das Bild insgesamt sehr stimmig. Hier vergebe ich entgegen dem Review gute 4,5 Punkte

Ton:
Der 5.1 Sound erbringt ein tolles Klangpanorama, das in einem gut installierten Heimkino sehr raumfüllend sein kann, die vielen Schusswechsel wirbeln im Raum umher und man wähnt sich mittendrin im Kugelhagel, es gibt grandiose Umlaufeffekte, die sehr schön im Raum verteilt werden. Die Subs bekommen auch Arbeit, der Score ist stimmig und filmprägend. Die Dialoge sind immer gut verständlich eingebunden. Hier passt einfach alles, somit kann ich für meinen Teil dem Ton durchaus realistische 5 Punkte geben.

Extras. Es wird ein sehr interessanter Einblick in die Entstehung des Filmes gegeben. Die Beschäftigung und der Respekt vor John Dillinger wird hierbei nicht verborgen, sodass der Film mit den Schauspielern hervorragend umgesetzt werden konnte. Wenn Michael Bale einmal die Rolle adaptiert hat, so hält er sie bis zum Schluss 24 Stunden bei, so der Regisseur Michael Mann, und das sieht man diesem Film auch an.

Fazit;
Wer gut gemachte Gangster Dramen der 30er Jahre sucht, der oder die kommt an diesem Film einfach nicht vorbei und wird erstklassig unterhalten. Durchaus kein reiner Männerfilm. Somit Filmsammlung erweitern!.
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In der 2009er Neuverfilmung der Jagd auf Dillinger liefern sowohl Johnny Depp als John Dillinger und Christian Bale als aristokratischer Verbrecherjärger Melvin Purvis gewohnt gute Arbeit ab. Regie führte Michael Mann, der spätestens mit "Heat" bewiesen hatte, dass er gute Gangsterfilme drehen kann. In einem ähnlichen Stil ist auch "Public Enemies" gehalten. Es gibt jede Menge gut fotografierter Action und eindrucksvolle Bilder, der Rest ist solide Krimi-Handwerksarbeit mit vielleicht ein, zwei Längen. Schade fand ich, dass Bales Rolle lediglich auf die berufliche Strafverfolgungsarbeit beschränkt war. Dadurch fällt es nicht leicht, mit dem Guten warm zu werden. Als Highlight würde ich den 140 Minuten langen Streifen nicht bezeichnen, aber eine interessante Unterhaltung ist er allemal. Eindrucksvoll fand ich, dass ein Großteil der Szenen an Originalschauplätzen gedreht wurde.
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am 1. Februar 2011
Als großer Fan von Johnny Depp, der ihn nur aus seinen besten Filmen kennt,dachte ich mir, dass der Film schon nicht schlecht sein könnte. In der Kurzbeschreibung stand etwas von einem "aufregenden Katz- und Mausspiel"
Es war ein Katz- und Mausspiel, ja; aber es ist sicher nicht aufregend oder gar atemberaubend.
Ich fand, dass der Film sehr widersprüchlich ist:

Auf der einen Seite bemüht er sich, reale Bedingungen zu schaffen, da die Geschichte auf der realen begebenheit beruht... auf der anderen Seite ist der Film sehr oberflächlich. Viel zu wenig Hintergrundinfos zu Dillinger, sondern nur den oberflächlichen Lebenslauf. Auch andere Charackter wie babyface Nelson wurden kaum mit Infos präsentiert.

Der Film will dezente Actionszenen schaffen und diese nicht zu übertrieben zu gestalten... auf der anderen Seite schien das Theaterblut gerade im Sonderangebot gewesen zu sein. Nicht, dass an ein bisschen Filmblut etwas auszusetzen wäre, aber dieser Film legt es geradezu darauf an und erinnerte mich teilweise an den Film "Wanted". Ich fragte mich nur: "Was soll das?"

Darüber hinaus kam bei mir einfach keine Spannung auf, weil es irgendwie viel zu einfach für den "Staatsfeind Nummer 1" war. Er spaziert locker in die Bank, plündert sie und ist schon wieder weg, bevor die Polizei eingreifen kann (das passierte zwei Mal, nur beim dritten Mal war es etwas schwerer). Und auch aus dem Gefängniss bricht er zweimal ganz locker aus, obwohl er ja der "Staatsfeind Nummer 1" ist(Woher kam überhaupt die Waffe beim zweiten Ausbruch).
Auch bei den Actionszenen im Wald sind Dillinger und seine Gang im klaren Vorteil, also fand ich das auch nicht vesonders spannend.

Ach ja, nebenher plätscherte da auch noch die Lovestory freudig hin ohne dass man die Motivation hinter Dillingers Verhalten verstand.

Und als die letzte Bank ausgeraubt und der letzte Verbündete geflohen ist vergeht nocheinmal eine halbe Stunde, in der das Ende völlig klar ist, um dann ein - nicht ganz so episch wie geplantes - Finale zu setzen mit Blut Zeitlupe und allem was dazugehört.

Ach nein, danach ging der Film noch weitere zehn Minuten, in der einem nocheinmal klischeehaft übertrieben vor Augen geführt wird, dass der Film aus Amerkia kommt.

Fazit: zu lang, zu wenig Handlung, zu wenig Spannung, zu wenig Tiefe, allein gute Schauspieler immerhin war es ein Versuch
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am 30. Januar 2010
Zwar glänz der Film durch gute und bekannte Schauspieler doch die Story wird leider ohne großen Tiefgang viel zu schnell runtergeschruppt. Trotz passenden Kostümen, Waffen und Autos aus dieser Zeit kommt leider keine wirkliche 30er jahre Gangster atmosphäre zum Zusauer durch. Die öfters mal wackelnden Kameraszenen sollen vermutlich die Action verstärken und sind nicht das Werk eines Auszubildende am Kamera-Set, im Gegenteil die Bild und Ton Qualität ist den ganzen Film über sehr gut. Zusammenfassend ist zu sagen das Public Enemies ein recht guter Film mit aufregender Story ist, anschauen ja, kaufen eher nein.
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am 13. März 2016
Parallel mit der Darstellung John Dillingers Gangsterleben in Zeiten der Großen Depression wird vorrangig seine Liebesbeziehung zu 'Billie' Frechette sensibel, fast zärtlich und ausgiebig im Film zelebriert. Diese sehr menschliche Seite passt eigentlich so gar nicht in die Vorstellungen, die man allgemein von einem 'Staatsfeind Nr.1' hat.
Auch wird in einigen Szenen zum Ausdruck gebracht, dass Dillingers Handlungen von seinem Lebenstraum: 'eine ferne Welt mit Sonne und Meer' ihre tieferen Gründe haben. Doch dazu braucht er viel Geld. Aus diesem Hintergrund betrachtet, spielt Johnny Depp den verträumten und in sich gekehrten Gangster sehr überzeugend.
Bei der Darstellung der dunkeläugigen und schwarzhaarigen 'Billie' Frechette (Marion Cottillard) als Freundin Dillingers regen sich im Hinterkopf des Filmzuschauers dann doch leise Zweifel, ob eine so sanfte, stille Frau die Freundin eines in ganz Amerika gesuchten Gangsters sein könnte.
Sehr merkwürdig ist auch sein 'Besuch' des Polizei-Departments und ganz besonders sein 'Spaziergang' durch die Polizeiabteilung 'Dillinger-Einheit'. Eine Polizei-Einheit, die speziell für die Ergreifung Dillingers gebildet wurde. Dass die darin anwesenden Polizeibeamten, die gerade einer Sportübertragung lauschen, den 'in ihrer Abteilung herumstreunenden Fremden' nicht beachten, empfinde ich als derben Schnitzer, der einem Regisseur wie M. Mann nicht passieren dürfte. Denn das Dillinger dem Nichterkennen lediglich durch Tragen eines Oberlippenbartes und einer Sonnenbrille vertraut, ist eigentlich unwahrscheinlich. Ganz Amerika ist doch das auf tausenden von Steckbriefen abgebildete Gesicht Dillingers bekannt.
Kenner der Dillingerstory können nur vermuten, dass Dillinger hier prüfen wollte, ob seine Gesichtsoperation erfolgreich war. Im Film selbst wird diese Operation nicht einmal angedeutet. Obwohl eine solche Operation die den Film abschließende Szenerie erklären würde, dass das FBI die auffällig gekleidete Anna Sage (eine Frau aus Dillingers Bekanntenkreis) benötigt, um Dillinger zu erkennen.
Und die letzten Worte des angeschossenen, sterbenden Dillingers gelten seiner Freundin Mary Evelyn 'Billie' Frechette. Es ist der Titel des Liedes 'Bye, bye Black Bird', welches in dem Tanzlokal gespielt wurde, wo er sie kennenlernte. Meiner Meinung nach reine Erdichtung, um Dillingers Gefühle für 'Billie' filmisch wirkungsvoll herauszustreichen.
In diesem Film wird Melvin Purvis, der leitende FBI-Beamte in der Jagd auf Dillinger, von Christian Bale so dargestellt, wie er wahrscheinlich auch in Wirklichkeit war: jung, ehrgeizig, kalt und emotionslos. Absolut glaubwürdig verkörpert durch Chr. Bale. Dass er gleich zu Filmbeginn 'Pretty Boy Floyd (Channing Tatum!)' zur Strecke brachte, obwohl dieser tatsächlich erst nach dem Tod Dillingers gestellt und getötet wurde, ist sozusagen 'filmkünstlerische Freiheit' und hat für die Film-Gesamtkonzeption keinerlei abwertende Bedeutung.
Trotz der hier aufgeführten Ungereimtheiten ist es insgesamt gesehen ein faszinierender Film mit großartigen Actionszenen, mit hervorragend dargestellten 'stillen' Sequenzen und Darstellern, die ihre 'schauspielerische Arbeit' ausgezeichnet erfüllen.
Zur DVD: Tonqualität sehr gut.
Bildqualität: manchmal ist das Bild, vor allem bei Schießereien, so dunkel, dass man nicht wenig erstaunt ist, dass sich darin 'Freund und Feind' auseinanderhalten können. Und als DVD-Zuschauer ist es fast unmöglich, 'Freund und Feind' zu erkennen. Ob diese dunkle Bildwiedergabe der DVD zuzuschreiben ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es auch im Originalfilm im Kino so dunkel. Ein Stilmittel vielleicht?
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