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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bisher unerreichtes Niveau!, 17. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Kantaten Vol.18 (Audio CD)
Wieder eine dieser monumentalen Gesamtaufnahmen aller (geistlichen) Bachkantaten: „Es ist genug!", möchte man sich stöhnend abwenden. So groß ist die Vielfalt bereits erschienener Interpretationen, dass es fast schon verwunderlich wäre, könnte jemand dem Material eine überraschende, zumindest unverbrauchte S(a)eite abringen. Ohne dabei Partitur und Vermächtnis von Urvater Bach gänzlich zu vergewaltigen. Masaaki Suzuki ist mit seiner Einspielung genau dieser Kunstgriff eines wundervoll leichten, dabei dem geforderten Ernst gerecht werdenden Stückes Musik gelungen.
Die Aufnahme vereint drei Kirchenkantaten Bachs, die ursprünglich für weltliche Anlässe geschrieben wurden. Für den sonntäglichen Routinegebrauch änderte man damals einfach den Text und passte die Musik entsprechend an. Kaum zu glauben, wie sakral die Kantaten trotz ihrer so gar nicht klerikalen Wurzeln klingen. Diesen Kleinoden dieser Bach'schen Umarbeitungskunst verleihen Suzuki und sein Ensemble äußerst versiert das verdiente Gehör.
Obgleich die CD - wie die übrigen Veröffentlichungen dieser leider noch nicht vollständig erschienenen Edition - dem Hörer einen atemberaubend klaren, nahezu perfekten Klang bietet, erstickt die digitale Sterilität keineswegs die Seele des Dargebotenen.
Wie bei den meisten Aufnahmen barocker Musik heutzutage üblich, bedient sich Suzuki historischer Instrumente, um die tonale Qualität der Epoche ihrer Entstehung zu evozieren. Die Akribie, mit der man sich der Instrumentierung widmete, gibt das Beiheft nur ansatzweise wieder, allein, der Maestro fand am Schluss eine Lösung, die bisherigen Einspielungen gefehlt haben muss.
Die Wahl der Tempi ist ebenfalls gelungen, wird doch ein harmonisch abgestimmtes, in sich ruhendes Spiel erreicht. Als Beispiel sei hier die Bass-Arie „Lasset dem Höchsten ein Danklied erschallen" (BWV 66) erwähnt, die nicht - wie so oft - übertrieben schnell gespielt wird, sondern ihr gesamtes Klangspektrum entfalten kann.
Auch bei der Besetzung von Chor und Orchester möchte man „Glückwunsch, Herr Suzuki" rufen. Die Qualität der SängerInnen - lediglich drei pro Stimmlage - erzeugen einzigartige Transparenz statt gähnender Leere oder klanglicher Schmalbrüstigkeit. Großes Lob verdienen die Beteiligten auch in Bezug auf die Textverständlichkeit; manch anderes deutschsprachiges Ensemble nimmt es da längst nicht so genau. Der Countertenor Robin Blaze klingt in keiner seiner Partien gepresst und sein Ton fällt niemals auch nur im Ansatz ab, während Peter Kooijs Stimme in altbewährter Qualität stets die goldene Mitte zwischen Härte und Weichheit findet.
Das Orchester spielt technisch perfekt und hundertprozentig, begleitet die Solisten mit der nötigen Zurückhaltung, ohne - insbesondere bei den herrlichen Arien - seinen Schwung zu verlieren. Im Eingangschor der Kantate Nr. 66 führen die Stimmen die Streicher in ungewohnte Höhen des dreigestrichenen „a", ohne dass Sauberkeit oder Tempo beeinflussen würden. An dieser Stelle sei besonders auf die Solo- oder Naturtrompete hingewiesen, der man ihre „Ventillosigkeit" nur durch ihren durchdringenden, runden Klang „abhört".
Einziger Wehrmutstropfen der Edition ist, dass die Kantaten nicht nach Nummern sortiert sind. Der Hörgenuss wiegt dieses leicht irritierende Manko jedoch vollends auf.
Fazit: Keine Interpretation vereinte jemals ein so hohes künstlerisches Niveau von Klang, Notentreue und Tempi!
Eine Warnung zum Schluss: Bereits kurz nach dem Kauf dieser CD stellt sich ein sehr starkes Verlangen nach den übrigen CDs der Edition ein, das dem eigenen Geldbeutel und der Pflege sozialer Kontakte - Isolation durch permanente Beschallung - nicht zuträglich ist...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bach-Kantaten, 10. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Kantaten Vol.18 (Audio CD)
"Bach goes to japan" - wer Kantaten des Thomas-Kantors liebt, möge in diese Einspielung des Labels BIS hineinhören, das den Ehrgeiz hat, Bachs gesamtes Kantatenwerk herauszubringen. Die Osterkantaten BWV 66, 67 und 134 werden interpretiert vom Bach Collegium Japan unter seinem Dirigenten Masaaki Suzuki.
Dieses Ensemble, das von europäischen Künstlern (Gerd Türk, Peter Kooij, Robin Blaze) unterstützt wird, musiziert die Kantaten, die bekanntlich von Bach für den sonntäglichen Gottesdienst komponiert wurden, so innig, dass jedes Hören zu einer Andacht gerät.
Ein Tipp für sonntägliche Frühaufsteher: Die Kultursender der ARD senden Bach-Kantaten zum jeweiligen Sonntag des Kirchenjahres. Auf Radio des NDR ist auch häufig das Bach Collegium Japan zu hören.
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