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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend vom ersten bis zum letzten Atemzug
Wenn ich mir hier Rezensionen durchlese, die meinen, der Film wäre langweilig, frag ich mich echt, was die unter "Spannung" verstehen. Gibt es was spannenderes, als einem Bombenräumkommando hautnah zuzuschauen, wie jede Sekunde ALLES in die Luft fliegen kann?! Ich bin ohne jegliche "Vorbelastung" (z.B. durch Kritiken oder Trailer) an den Film heran getreten und...
Veröffentlicht am 1. November 2010 von StarScream

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Filmpreise geht nicht
Kriegsfilme sind in den USA ja traditionell filmpreisverdächtig. Was dieser Film an Preisen abgesahnt hat (u. a. sechs Oscars), ist aber schon mehr als rekordverdächtig. An der Kinokasse war er aber wohl kein Erfolg. Das Drehbuch stammt von einem Kriegs-Journalisten, der wahre Begebenheiten verarbeitet haben soll.

Handlung

William James...
Veröffentlicht am 17. Februar 2011 von Tomate


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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend vom ersten bis zum letzten Atemzug, 1. November 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wenn ich mir hier Rezensionen durchlese, die meinen, der Film wäre langweilig, frag ich mich echt, was die unter "Spannung" verstehen. Gibt es was spannenderes, als einem Bombenräumkommando hautnah zuzuschauen, wie jede Sekunde ALLES in die Luft fliegen kann?! Ich bin ohne jegliche "Vorbelastung" (z.B. durch Kritiken oder Trailer) an den Film heran getreten und wurde echt überrascht. Mit die explosivste Hochspannung, die ich bisher erlebt habe und man bekommt ein sehr gutes Gefühl vermittelt, mitten im Geschehen zu sein. Die deutsche Tonspur kommt in DTS-HD 5.1 und das ist auch gut so, denn bei solch einem Film muss es einfach nach dem "Wenn schon, denn schon"- Prinzip rumsen, so gut es geht. Und das tut es auch!! :-) Die Endsequenz ist natürlich auch nicht schlecht. Da denkt man sich einfach nur noch "Was für ein Typ!!" :-)

Und nochwas zu den ganzen "Avatar is ja viel besser"-Oscar Kritikern: Die beiden Filme kann man in keinster Weise miteinander vergleichen, deshalb ist es extrem schwer zu sagen, ob die Vergabe gerechtfertigt ist oder nicht. Letztendlich hat "Tödliches Kommando" wohl nur gewonnen, weil dort nicht 85% des Films am Computer generiert wurden.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hollywood untypischer (Anti-)Kriegsfilm, 30. Oktober 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Voarab zur BluRay Edition

Die Bildqualität ist absolute Spitzenklasse genauso wie der Ton. DTS-HD Master in 5.1 Surround sowohl Englisch als auch Deutsch lassen nichts zu wünschen übrig. Wer sich mit Blu Rays auseinandergesetzt hat weis, das DTS gegnüber Dolby besser klingt und die große Anzahl an DTS Spuren auf BluRays sollte für sich sprechen.

Der Film startet direkt, man muss nicht erst im Menü starten. Mal eine andere herangehensweise.

Die Extras sind gut. Interviews mit den Darstellern, die Kinotrailer so wie ein Behind the Scenes runden die Disc ab. Das Geld definitiv wert.

Nun zum Film:
Ein Freund zeigte mir eines Abends diesen Film, von dessen Existenz ich bis dahin nichts wusste.
Ich hatte also die Gelegenheit völlig unvoreingenommen zu sein.

Erwartet habe ich einen Film nach Hollywood Manier mit Feuergefechten heroischen Heldentaten der Soldaten und natürlich wieder massig Action - wie so oft. Doch hat mich der Film eines besseren belehrt. Allein schon die Anfangsszene ist so spannend gewesen, dass ich meine Augen nicht vom Schirm nehmen konnte.
Wenn man ein bischen Empathie und Einfühlungsvermögen hat, kann man sich gut in die Situation des Soldaten im Anzug versetzen. Große Kampfszenen mit vielen verschossenen Patronen sucht man hier vergeblich. Der Film fokusiert auf die Atmosphäre der jeweiligen Situation.
Ton, Ton-Schnitt, Bildqualität und Bildschnitt sind 1A und wirken nicht wie hochglanz.

Das gemeckere das der Film stinklangweilig sei, keine Spannung hätte und inhaltlich falsch sei, möchte ich hier zurückweisen. Wenn man einen Hollywood Blockbuster mit viel Action sucht, ist es klar das man enttäuscht wird. Dies war nicht die Intention. Weder der Regisseurin noch des Drehbuchautors Mark Boal.
"Für die episodenhafte Geschichte um ein US-amerikanisches Bombenräumkommando im Irak hatte der Journalist Ende 2004 selbst mehrere Wochen eine Einheit an die Kriegsschauplätze in Bagdad begleitet. Boal, [...] wollte sein Drehbuch so realistisch wie möglich gestalten und bot das Skript Kathryn Bigelow an." -Mark Boal Wikipedia Eintrag.

Für mich liegt der Film zwischen Kinofilm und Dokumentation und ist uneingeschränkt Empfehlenswert. Er versucht weder Blockbuster à la Soldat James Ryan zu sein noch zu sehr Dokumentarisch wie z.B. Restrepo. Eine Gratwanderung zwischen Film und Realismus.

Fazit:
Der Film zielt nicht auf actiongeladene Unterhaltung ab. Er versucht die vielen Facetten der physiologischen und psychologischen Belastung, mit der Soldaten im Kriegsgebiet Irak zu kämpfen haben, einzufangen ohne dabei heroisch oder zu spielfilmartig zu sein.
Eine gelungene Umsetzung dessen, was das Filmteam beabsichtigt hat und die 6 Oscars definitv Wert.
Das nicht nur feuergefechtreiche Blockbuster Oscars bekommen, sondern auch solche wie "The Hurtlocker" zeigt nicht nur die Objektivität der Oscarjurie, sondern ist sehr wünschenswert.

SPOILER----SPOILER----SPOILER (das heißt nicht weiterlesen, den jetzt kommen Inhalte)

Anfangs erlebt man, wie ein Einsatz auch schiefgehen kann. Der Zugfüher stirbt bei einem missglückten Entschärfungsversuch, als der Attentäter per Handy den Zünder auslöst. Trotz des schweren Schutzanzugs wird dieser von der Druckwelle getötet.

Einer seiner 2 Teamkameraden, Specialist Owen Eldridge wird mit dessen Tod nicht fertig und befindet sich deswegen in psychologischer Behandlung. Als Ersatzleiter der Truppe wird William James, ein erfahrener Sprengstoffexperte des EODs zugeteilt.
Es stellt sich in diversen Situationen herraus, das dieser wohl den Adrenalinkick der Gefahr sucht. Er entschärft beispielsweise eine Autobombe obwohl das Team längst abziehen könnte. Da es sich hierbei um so viel Sprengstoff handelt, dass er auch mit Anzug keine Chance hätte, legt er diesen ab. Es gelingt ihm schließlich die Bombe zu entschärfen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Scharfschützenduell, dass sich das Team unter Staff Sergeant James mit Aufständischen leistet. Sie treffen eine Gruppe von sog. Contractorn (angehörige Privater Sicherheitsfirmen wie z.B. ehemals Black Water), welche 2 gesuchte Terroristen in Gewahrsam genommen haben und einen kaputten Reifen haben.

Einer der Söldner wird während der Reparatur tödlich von einem feindlichen Scharfschützen getroffen, woraufhin natürlich alle in Deckung gehen und kämpfen müssen.
Nachdem auch der Scharfschütze der Söldner im Duell vom Gegner getötet wird, nehmen sich Staff Sgt. James und Sgt. Sanborn der Situation an. James als Spotter und Sanborn als Schütze.
Nach einigen Erfolglosen Schüssen fehlt Munition, die dem toten Söldner abgenommen wird.
Durch das Blut des Toten im Magazin, muss der mit der Situation überforderte Eldridge die Patronen säubern bevor Sgt. Sanborn weiterfeuern kann.

Wie das Duell ausgeht, verrate ich hier nicht.

Es sind kleine Details im Film, wie z.B. das nicht jeder Aufständische ein lausiger Schütze ist sondern als ebenbürtiger Feind angesehen werden muss oder ein Magzin, das wegen verunreingung nicht funktioniert. Etwas das ich in vielen Hollywood Filmen bemängle und sehr unrealistisch finde.

Wie man das letzte viertel des Films bewertet, bleibt einem selbst Überlassen. Alleingänge unter Soldaten, vor allem kleinen Einheiten können durchaus in Wirklichkeit vorkommen. Mir fehlt hierfür zwar jeglicher Vergleich, da ich kein Soldat bin, jedoch ist es für mich nicht unmöglich oder unglaubwürdig.
Wenn man zwischen den Zeilen liest, lässt sich dies vollkommen mit dem Drang von Sgt. James, den Jungen aus dem Camp zu "rächen" in Einklang bringen. James geht davon aus, das dieser als Körperbombe benutzt werden sollte und lässt sich, da er den Jungen angefangen hat zu mögen, emotional mitreissen.
Er verkraftet es nicht und will deswegen die Bombenleger eines nächtlichen Einsatz finden. Einer seines Teams wird bei der unüberlegten Suchaktion fast verschleppt und bei dem Rettungsversuch seiner Kameraden von diesen angeschossen.
James realisiert das er die Grenze überschritten hat (Szene in der Dusche) und realisiert letzten Endes, dass er sich in die Situation hineingesteigert hat (Der Junge ist wieder im Camp und verkauft DVDs).

Er wird sich letzten Endes bewusst, dass er Süchtig nach seiner Arbeit, dem Adrenalin und dem verbundenen Kick ist, getrieben vom Drang anderen das Leben zu retten in dem er Bomben entschärft (Szene in der Küche mit seiner Frau gegen Ende).

Nimmt man sich die Zeit hinzuhören und lässt sich auf den Film ein, beginnt man zu verstehen warum dieser ausgezeichnet wurde.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zivil weitermachen ist schwer, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Kommando - The Hurt Locker (Steelbook) (DVD)
Zunächst einmal kurz zum Inhalt: Jeremy Renner kommt als EOD Ersatzmann in den Irak, nachdem sein Vorgänger bei einem Einsatz umgekommen ist. Und dort macht er einfach seinen Job, nämlich Bomben entschärfen. Ja und das ist es eigentlich auch schon. Es gibt genaugenommen viele einzelne Handlungsstränge. Das Kennenlernen von Beckham, einem kleinen irakischen Jungen, der im Feldlager der Ammis DVDs verkauft und die verschiedenen Entschärfungseinsätze.
Auf die vielen Kritiken zum Thema Oscar möchte ich gar nicht weiter eingehen, da ich der Meinung bin, dass ein Film der derart viele Preise bekommen hat, nicht alles verkehrt machen kann. Ausserdem kann man sich immer darüber streiten, ob ein Film nun besser oder schlechter ist als ein anderer. (Ich finde aber er hat alle Preise verdient)
Wozu ich aber etwas schreiben möchte ist der Kritikpunkt der Langeweile. Es ist mir absolut unverständlich wie man diesen Film als langweilig beschreiben kann!
Jeder der Derartiges über diesen Kriegsfilm schreibt, sollte vielleicht sich selbst einmal hinterfragen und sich Gedanken darüber machen, ob man nicht vielleicht schon ein bißchen verroht ist. Menschen werden in die Luft gesprengt, Kinder als Body Bombs benutzt. Das ist alles aber nicht langweilig. Möglicherweise ist abstoßend oder erschreckend das richtige Wort dafür.

Es gelingt Frau Bigelow die Einsätze spannend in Szene zu setzen. Natürlich ist einem klar, dass Renner die Bombe entschärfen wird, wäre ja auch blöd, wenn er beim ersten Einsatz in die Luft fliegt, aber trotzdem baut sich ein Spannungsbogen auf, der einen durchaus zu fesseln weiß. (mich zumindest)
Die Sniper Szene ist für mich allein schon einen Preis wert. Die Emotionen der Soldaten werden perfekt in Szene gesetzt und man spürt die Anspannung der Männer.

Ich möchte deutlich betonen, dass ich ein absolut Amerika kritischer Mensch bin. (lest meine Rezension zu "The Pacific") Trotzdem hat mich dieser Film begeistert. Der Grund dafür ist einfach, dass die Persönlichkeit des William James großartig dargestellt ist. Es geht in diesem Film nicht primär darum die Amerikaner als Befreier der Welt zu feiern und die Iraker als böse Terroristen zu zeigen. Es bleibt bei einem Kriegsfilm nunmal nicht aus, dass die eine Seite die "Guten" und die Andere die "Bösen" sind. Wenn der Film dann auch noch von einem Amerikaner gemacht ist, dann dürfte von vornerein feststehen, welche Rolle an wen vergeben wird. Das müsste eigentlich jedem klar sein, der sich einen solchen Filme anguckt.
Als Soldat kann man sich perfekt in die Situation des William James hinein versetzen. Was viele hier als unglaubwürdig kritisieren, nämlich das Spielen von Ballerspielen nach einem Einsatz, ist einfach nur realistisch. Auch wenn viele das nicht nachvollziehen können, aber dabei kann man entspannen und ein bißchen "runterkommen".

Natürlich gibt es auch Kritik die ich gerne loswerden möchte und die mich auch zu dieser 4 Sterne Bewertung zwingt. Ein Soldat verlässt in so einem Einsatz nicht allein, in der Nacht, sein Feldlager. Auch nicht wenn er dafür gute Gründe hat. Natürlich gehört es einfach zur Story, aber das ist einfach ein zu schwerwiegender Fehler.

Ansonsten ist der Alltag der Soldaten sehr gut und realistisch umgesetzt:
1. In einer so einer kleinen Einheit ist der Umgangston tatsächlich nicht sehr militärisch.
2. Ja EOD Leute haben ein an der Klatsche. Wenn einer meint er kann eine Bombe besser entschärfen, wenn er bequem angezogen ist, dann macht er das auch so.

Auch wenn ich das eingentlich nicht gerne schreiben möchte, aber ich tu es einfach trotzdem. Jeder der meint, dass der Charakter von Renner krieggeil ist, hat den Film tatsächlich NICHT verstanden. Er ist durch seine Einsätze in Afghanistan und dem Irak psychisch sehr stark verändert worden. Die Tätigkeiten die er ausführt, lässt ihn emotional abstumpfen und durch die langen Einsatzzeiten der US Armee entfremdet er sich von seiner Familie, so das er sich nicht anders zu helfen weiß, als wieder dahin zu gehen, wo er zurecht kommt. Jeder der selbst schon einmal im Einsatz war, kann sich mit diesem Soldaten identifizieren.

Fazit: Für mich ein wirklich guter Kriegfilm, der meiner Meinung nach sehr spannend ist. Hervorrangend herausgearbeitete Charaktere. Eine DVD die für mich durchaus auf der Höhe der Technik ist. Ein rundum empfehlenswerter Film.

Jedem dem dieser Film zu langweilig ist, der möge sich doch bitte bei Asgaard verpflichten und die Action am eigenen Leibe erfahren. Und sich mit unnützen und nicht fundierten Rezensionen zurückhalten.
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59 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Todessehnsucht..., 17. Dezember 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Kommando - The Hurt Locker (Steelbook) (DVD)
Einer der gefährlichsten Orte der Welt: Irak. Der Film "Tödliches Kommando The Hurt Locker" zeigt die Sondereinsätze der Kompanie Bravo des Kampfmittelräumdienstes der US-Army, die seit 2004 im Irak als Bombenentschärfer eingesetzt sind.
Sergeant Thompson (Guy Pearce) und seine beiden wichtigsten Teammitglieder
Sergeant Sanborn (Anthony Mackie) und Specialist Eldridge (Brian Geraghty) sind eine eingeschworene Einheit. Als Thompson bei einem der gefährlichen Einsätze ums Leben kommt, nimmt Staff Sergeant William James (Jeremy Renner) dessen Stelle ein. Schon bald wird den anderen beiden Männern klar, dass James ein durchgeknallter Adrenalinjunkie sein muss. Er geniesst förmlich das Risiko, wirkt stoisch und ergomanisch und hängt den reaktionären lonesome Cowboy heraus.
Brilliant dagegen seine Fähigkeiten als Bombenentschärfer. Da der Teamgeist durch seine Alleingänge nicht gerade gefördert wird, gibt es bald ernsthafte Spannungen zwischen den drei Elitesoldaten.
Doch es bleibt wenig Zeit den Konflikt mit klärenden Gesprächen auszuräumen, die Männer nehmen diese Spannungen mit zu ihren waghalsigen Einsätzen...
Kathryn Bigelow ist mit diesem Adrenalinschocker eindrucksvoll in die obere Liga der Filmemacher zurückgekehrt. Der Film, der auf höchstem Spannungsniveau andauernd die existenzielle Frage stellt, emtweder einen roten oder eher den blauen Draht des Sprengkörpers zu kappen, der jeden Moment in die Luft gehen könnte, ist grandioses Genrekino.
Dabei war Bigelow fast schon abgeschrieben, nachdem sie nach "Strange Days" den zweifelhaften Ruf als Kassengift nicht mehr los wurde.
Mit "Hurt Locker" werden ihr aber inzwischen sogar aussichtsreiche Oscarchancen eingeräumt.
Einerseits bietet der Film so gute schauspielerische Leistungen, dass die angeknackste Psyche der Soldaten gut dargestellt ist. Herzstück des Films sind aber die Entschärfungsszenarien und eine Schiesserei in der Wüste. Alles virtuos gestaltete Szenen, die eine kaum mehr zu toppende beklemmende Intensität aufweisen und selbst Bigelows Vorbild Sam Peckinpah nicht besser realisiert hätte.
Einen Antikriegsfilm darf man nicht erwarten, dazu zelebriert der Film auch zu sehr sein anfangs erwähntes Leitmotiv "Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge".
Aber er zeigt die Schrecken ungeheuer intensiv. Ich bin sehr beeindruckt von der Qualität des Films. Für mich überraschend einer der besten Filme dieses Jahres.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Filmpreise geht nicht, 17. Februar 2011
Von 
Tomate "TMW" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Kriegsfilme sind in den USA ja traditionell filmpreisverdächtig. Was dieser Film an Preisen abgesahnt hat (u. a. sechs Oscars), ist aber schon mehr als rekordverdächtig. An der Kinokasse war er aber wohl kein Erfolg. Das Drehbuch stammt von einem Kriegs-Journalisten, der wahre Begebenheiten verarbeitet haben soll.

Handlung

William James (Jeremy Renner) ist Bombenentschärfer der US-Armee und ersetzt im Irak-Krieg den zuvor tödlich verunglückten Teamführer Matt Thompson (Guy Pearce). Fortan geht James mit JT Samborn (Anthony Mackie) und Owen Eldridge (Brian Geraghty) in die Einsätze. Im Gegensatz zu seinem sorgsamen und kontrollierten Vorgänger ist James ein Raubein, arbeitet am Rande der Legalität und vor allem chronisch riskant. Dadurch kommt es zu Spannungen mit den Kameraden und schlichtweg extremen Gefahrensituationen.

Meinung

Wie ist dieser Film zu all diesen Auszeichnungen gekommen? Vergleicht man ihn mit anderen Kriegsfilmen, kann man zu folgenden Schlüssen kommen: Die Handlung ist monoton. Die Story ist bemüht um Tiefe und Aussage, was aber nicht wirklich gelingt. Eher beschleicht einen das Gefühl der versteckten Propaganda. Schnitt, Bild und Kamera sind oft wenig hilfreich und hat man in gleichartigen Streifen schon besser gesehen. Die Schauspieler, eher nicht erste Garde, überzeugen dagegen.

Fazit

Eigentlich hätte ich hier erwartet, dass der Film beim Publikum ein Renner wird, weil die Hauptfigur Starpotential hat, und bei den Kritikern durchfällt. Es kam andersherum, was das obsolete Unterfangen von Meinungsbildung zu Filmen unterstreicht. Hierzu passen wunderbar drei Sterne.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung auf feindlichem Terrain, 9. Juli 2010
Als ich den Film im Großmarkt kaufte erstaunte es mich, dass ich vorher noch nicht davon gehört hatte, trotz dass der Film 6 Oscars bekommen hatte. Zu Hause schaute ich mir den Film an und war zuerst etwas enttäuscht von dem leichten Rauschen des Bildes obwohl es sich hierbei um eine BluRay handelt. Aber als die erste Szene durch war samt SlowMotion Explosion war mir klar, dass ich mich richtig entschieden hatte den Film auf BluRay zu kaufen, da das Bild überwiegend gestochen scharf ist.

Die Handlung fasziniert mich. Es ist fast durchgängig spannend und man bekommt tiefe Eindrücke in einen bizaren Todesberuf der Soldaten, die auf Feindgebiet versuchen gefährliche Sprengsätze zu entschärfen. Man erlebt die Angespanntheit des Bombenteams großartig. Jede Sekunden könnte was unerwartetes passieren; die Bombe könnte detonieren, sie könnten angegriffen werden, die Situation mit Anwohnern die ringsrum in den Armenvierteln leben könnte eskalieren. Wie unvorstellbar wirkt da der Arbeitsalltag eines solchen Soldaten. Das Ganze wirkt sogar noch gefährlicher da der Gegner unsichtbar scheint. Sie befinden sich immer auf feindlichem Gebiet ohne zu wissen ob es ihr letzter Einsatz sein wird wobei die Angst hier allgegenwärtig ist. Kathryn Bigelow liefert in dieser Inszenierung keinerlei politische Hintergründe wie zB Todesvideos islamistischer Terrorkämpfer oder westliche Nachrichtensequenzen. Umso mehr beeindruckt diser Film durch die alltägliche Realität die gezeigt wird, mit sehr guten Schauspielern, nachvollziehbaren Schauplätzen und einer perfekten Kameraführung.

Wer hier auf einen actiongeladenen irrealen Hollywoodfilm mit überspitzten Mut der Akteure und sinnfreie Ballerei hofft den muss ich leider enttäuschen. Der Film bietet eine sehr gute Darstellung des vermeintlich gefährlichsten Jobs den es gibt mit Schauspielern die wissen was es heißt in einer Herzlosigkeit die sich Krieg nennt trotzdem noch ein fühlender Mensch zu sein und die Umsetzung der Regisseurin mit den bewegte Bilder eines Kameramannes die beide verstehen den Zuschauer zu fesseln ohne auf Kriegstheatralik zurückgreifen zu müssen.
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35 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pssst: Hochspannung!, 22. November 2009
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Zum Thema "Amerikanische GIs im Irak" gab es in den letzten Jahre ein paar sehr gute und ausgezeichnete Filme. Jarhead - Willkommen im Dreck oder Battle for Haditha sind zwei gute Beispiele dafür, wie man den Soldatenalltag dort auch ohne überzogen heldenhafte Figuren und Geschichten darstellen kann. Es reiht sich nun ein neues Glanzstück in diese Riege ein: Tödliches Kommando.

Hierbei handelt es sich um eine Spezialeinheit der US Army (EOD), die sich fast ausschließlich um das Entschärfen von terroristischen Bomben kümmert. Nachdem der Sergant dieses Trios bei einem Einsatz ums Leben gekommen ist, rückt ein neuer Sergant, namens James, in das Team. Doch der Mann scheint vor nichts Angst oder Respekt zu haben. Sein hochmutiges Verhalten bringt aber nicht nur ihn, sondern auch seine Kameraden immer öfter in brisante Situationen und schon bald gibt es den ersten Ärger in der Truppe.

Dieser Film ist ähnlich zerstörend, düster, parteilos und authentisch wie die zwei oben aufgeführten Beispiele. Doch etwas unterscheidet ihn dann doch: Die Spannungsmomente. Diese unerträglichen Spannungsmomente, die einfach nicht enden wollen. Wer die ersten gigantischen Filmminuten miterlebt hat, weiß ungefähr was ihn in puncto Nervenzerreißprobe beim Rest erwartet. Es knistert ständig, man hält die Luft an, man fiebert mit, man kann die Gefahr förmlich schmecken. Und ebenso weiß man auch nach der Eingangsszene, dass selten das eintrifft, was man von der Story und den Figuren erwartet hat. Denn vorhersehbar ist bei diesem packendem Psychodrama, bis auf den Sand in der Wüste und der Erkenntis, dass der Krieg die Hölle auf Erden und gnadenlos ist, eigentlich gar nichts.

Wer sich also den besten Antikriegsfilm des Jahres nicht entgehen lassen will, muss zugreifen!

Die Blu-Ray zeichnet sich nicht nur durch ein perfektes Bild (Gerade bei den Explosionen ist die Qualität unglaublich) aus, sondern auch durch die Extras:
Interviews
Behind the scenes
B-Roll: Live am Set
Programmtipps und Kinotrailer
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5.0 von 5 Sternen Klasse Film!!!, 29. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Super cooler Film und sehr realistisch gemacht. Explosionen und Geschichte werden sehr real dargestellt! Besonders kommt der Film in Dolby Digital!!!!
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3.0 von 5 Sternen Guter Propagandafilm, 25. März 2014
Eins vorweg: der Film ist gut. Drei Sterne sind im wahrsten Sinne des Wortes "nicht schlecht". Die Vorzüge dieses Films weiter aufzuzählen bringt an dieser Stelle nichts, da möchte ich einfach auf die anderen Rezensionen verweisen, die ich keinesfalls in Frage stellen möchte.
Aber eines ist in den anderen Bewertungen verdrängt worden: es handelt sich bei dem vorliegenden Film um massive Propaganda für die US-Streitkräfte. Ja - es ist realistisch gehalten. Nein - er ist nicht kriegsverherrlichend. Aber dennoch findet eine sehr deutliche Trennung zwischen den Sympathie- bzw. Antipathiegruppen statt:

A) Terroristen (aka "Die Bösen")
Werden in diesem Film nicht personalisiert sondern nur von weitem gezeigt oder gar nicht dargestellt. Wenn eindeutige Terroristen erkennbar sind, so sind diese stets im klassischen Outfit mit Pali und verschleiertem Gesicht zu sehen. So, wie es der amerikanische Zuschauer auch vorstellt. Schubladen werden bedient.

B) Zivilisten (aka "Die Hilflosen")
Ganz anders als die Terroristen, werden Zivilisten grundsätzlich als individuelle Charaktere eingeführt. Auf diese Weise ist eine Sympathisierung mit dem "armen Volk" für die Zuschauer möglich. Grundsätzlich werden sie als sehr hilflos dargestellt - und vor allem dankbar, dass die lieben Amerikaner sie vor den Bösen Jungs schützen. Selbst die arabische Miliz zeigt sich untertänig gegenüber den Seargents. Von mündigen Bürgern, die den Irakeinsatz kritisieren ohne sich gleich eine Bombe umschnallen zu müssen, ist natürlich keine Rede.

C) Amerikanische Soldaten (aka "Die Helden")
Dass sich die Amis in einem Kriegsfilm als Helden verewigen, ist nichts neues. Außergewöhnlich ist bei diesem Film aber die Subtilität, mit der dies geschieht. So gesehen eine Meisterleistung der Regisseurin: sie schafft es, das unabänderliche Helden-Gefühl in die Zuschauer zu pressen, ohne dass diese sich überrumpelt fühlen. Und am Ende sitzt man auf seinem Sofa und möchte am liebsten selbst in den Bombenschutzanzug springen.

Hah! Und da haben wir es. Warum gewinnt dieser Film so viele Oscars? Weil es die ideale Werbung ist. Tretet den US-Streitkräften bei und ihr seid genauso cool wie der Hauptdarsteller. Und nebenbei - wenn man ein bisschen Tränen vergießt, ist das gar nicht so schlimm, man darf trotzdem Held spielen. Also keine Angst und nicht länger warten - unterschreiben Sie jetzt!

Wenn man diese (im übrigen sarkastisch gemeinte) Warnung im Hinterkopf behält, darf man den Film durchaus genießen und ich kann ihn weiter empfehlen. Ich hoffe nur, dass die DVD nicht mit einem Anmeldeformular zu den Marines verschickt wird.
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5.0 von 5 Sternen Worum es geht: Wie es enden kann..., 5. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein kluger Film über das was Krieg anrichten kann. Der eine stirbt, ein anderer wird krank. Aber es gibt auch diejenigen die zum Kriegsjunkie werden..so wie der Protagonist.Eine wirklich gute Analyse und filmische Umsetzung.
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Tödliches Kommando - The Hurt Locker (Steelbook)
Tödliches Kommando - The Hurt Locker (Steelbook) von Kathryn Bigelow (DVD - 2009)
EUR 9,50
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