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am 20. August 2003
Kraftwerk-Alben (auch das neue grossartige "TDF Soundtracks")sind dazu da, komplett durchgehört zu werden, kaum einer Band gelingt es, einen so abwechslungsreichen "Flow" bei ihren "Produkten" herzustellen. Genauso ergeht es mir mit diesem wahrlich prophetischen Album, welches man gebannt vom ersten bis zum letzten Ton immer wieder durchhören kann (und muss).
"Computerwelt" aus dem Jahr 1981 ist sicherlich einer der Höhepunkte im Back-Catalogue der Düsseldorfer "Mensch-Maschine", in vielen Internet-Polls und Fan-Umfragen wird es als "All-Time-Favourite" gehandelt. Kraftwerk nahmen Themen wie Computerisierung der internationalen Wirtschaftswelt und deren Datengebrauch bzw. -missbrauch ("Computerwelt", "Nummern")und das Chatten ("Computerliebe")vorweg, priessen den Spassfaktor am Computerspielen ("Heimcomputer/It's more fun to compute"), und lieferten eine selbstironische Abrechnung mit den Gegnern elektronischer Musik ("Taschenrechner") auf. Musikalisch legten sie, wie bereits auf ihren Vorgängeralben erneut wichtige Grundlagen für aktuelle Trends wie Hip Hop ("Nummern" wurde, genauso wie "Trans Europa Express", von "Afrika Bambaata" in seinem Song "Planet Rock" zitiert) und Detroit House, dem späteren Techno ("It's more fun to compute" gilt als Hauptinspirationsquelle der frühen US-Technoszene Mitte der 80er).
Davon abgesehn muss ich mich immer wieder wundern, wie "Kraftwerk" es schaffen , mit ihrer Musik Gefühle zu erzeugen, ein Kunststück, welches ihren vielen zahllosen Imitatoren nicht so recht gelingen mag: "Computerliebe" wurde zu recht als "Electronic Blues" bezeichnet, ein wunderschönes, warmherziges, humanes Lied mit schwärmerischen Melodien, "Computerwelt" wiederum ist Paranoia pur, die prophetischen Zeilen "Automat und Telespiel/leiten heut' die Zukunft ein/Computer für den Kleinbetrieb/Computer für das Eigenheim") lassen einem Schauer über den Rücken laufen, "Nummern" und "Taschenrechner" sind witzige, funkige Tracks und "Heimcomputer" und "It's more fun to compute" dürfte in jedem Techno-Club durchaus heute noch spielbar sein.
Grosse Band, grosses Album.
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am 24. März 2000
"Computerwelt - denn Zeit ist Geld." Als zu Beginn der 80er Jahre ein Großteil der progressiven Szene recht technologiefeindlich eingestellt war, legten KRAFTWERK mit "Computerwelt" ihr stringentestes und fortschrittlichstes Album vor. Und das Konzept, ein ganzes Album den damals revolutionären "Heimcomputern" und "Taschenrechnern" zu widmen, ging voll und ganz auf, denn mittlerweile hat der Fortschritt KRAFTWERKs Prophezeiungen mehr als eingeholt. Mit ihren Beats beeinflussten die vier Düsseldorfer sogar die New Yorker Dance-Szene nachhaltig und gingen nach Veröffentlichung auf ihre bislang längste "ComputerWelt"-Tournee, die sie u.a. auch nach Japan und Indien führte. Einzig in Deutschland waren die Kritiken (mal wieder) vernichtend, denn nur wenige Journalisten verstanden, dass die Band nicht auf der "Neuen Deutschen Welle" mitschwamm, sondern diese pointiert und hochironisch aufs Korn nahm. "Computerwelt" ist das geschlossenste Album von KRAFTWERK und führt ihr Konzept der "Mensch-Maschine" logisch fort. Den vordergründig immer "kälteren" Klängen stehen geradezu träumerische Melodien gegenüber. Dieses Geheimnis, mit synthetischen Instrumenten menschliche Wärme zu erzeugen, wird den meisten KRAFTWERK-Imitatoren wohl auf ewig unerschlossen bleiben. It's More Fun To Compute...
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am 21. Januar 2008
Noch gut kann ich mich erinnern, wie ich diese Platte (damals auf Vinyl) zum ersten Mal im Schaufenster im Fachgeschäft der Kleinstadt stehen sah, in der ich meine kaufmännische Ausbildung machte, wo ich immer wieder gesagt bekam, welche wichtige Rolle "der Computer" in der Zukunft meiner Arbeit haben würde. Als ich genug Taschengeld zusammengespart hatte, konnte ich endlich diese neongelbe/schwarze und sehr auffällig ausschauende Platte erwerben und bekam von KRAFTWERK visionäre Erkenntnisse vermittelt, die in eine Richtung zielten, daß der Computer in Zukunft auch, aber nicht nur auf der Arbeit eine wichtige Rolle spielen wird. Und KRAFTWERK haben ALLES vorausgesehen: Dating per Computer ("Computerliebe"), Überwachung ("Computerwelt"), die Möglichkeit für jeden Menschen, am Rechner Musik zu produzieren ("Taschenrechner")und wie diese Geräte das Privatleben von uns allen verändern werden ("Heimcomputer"). Es war immer meine liebste Scheibe von KRAFTWERK, und lange Zeit dachte ich, damit stehe ich alleine da, aber inzwischen habe ich durch das Net herausgefunden, daß es vielen Leuten so geht, weil dieses Album visionär ist und auch die Musik gut und gern zehn Jahre ihrer Zeit voraus war, bevor sie von der Techno-Szene okkupiert, genommen und verändert wurde bzw. sich die Künstler der 90er-Jahre bis zum heutigen Tag inspirieren liessen. Wie alle anderen Alben der Band lässt sich "Computerwelt" gut an einem Stück anhören, da der musikalische und thematische Rahmen nicht verlassen wird. Ein Meilenstein...!
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Mai 2015
Als 1981 "Computerwelt" auf EMI Electrola erschien,waren Florian Schneider, Ralf Hütter,Karl Bartos und auch Wolfgang Flür längst keine Unbekannten mehr.
Unter dem Namen Kraftwerk genossen die deutschen Elektronik-Pioniere auch international längst Kult-Status.
Ebenso,wie die ebenfalls deutschen Tangerine Dream und Klaus Schulze, werden Kraftwerk als die Ur-Väter unzähliger elektronischer Stilrichtungen in der Musik,wie Trance,Elektro-Pop und Techno,angesehen und von vielen Künstlern auch heute noch als wichtige Inspirationsquelle genannt und verehrt.
Vor dem Einspielen von "Computerwelt" waren die hauseigenen Kling Klang Studios modernisiert worden.
Kraftwerk nutzten wieder vielfältigste,damals innovative Technik,wie Synthesizer,Keyboards,Sequencer,Vocoder,Sampling,Electro-Drums;ein Instrumentarium,das damals schon durchaus bekannt war,von Kraftwerk jedoch unglaublich konsequent für einen eigenen, unverwechselbaren Sound genutzt wurde.
Im Gegensatz zu den anderen Pionieren,Tangerine Dream und Klaus Schulze,bewegte man sich eindeutig im Bereich Pop und erreichte so breitere Hörerschichten und folglich,auch durch die erfolgreiche Single-Auskopplung "Das Model" einen höheren Bekanntheitsgrat.
Außerdem schreckte man nicht vor (statischem) Gesang zurück.
Die geradezu visionären Texte verschmelzen mit der minimalistischen,damals als "künstlich" bezeichneten Musik,zu einem eigenständigen,innovativen,kreativen Elektronik-Pop der besonderen Art.
Melodik und Rhythmik wirken kompakt,eingängig,der Sound steril,(damals) futuristisch.
Nicht nur die Texte wirken,gerade aus heutiger Sicht,visionär,auch musikalisch hat die Band mit einigen Parts den Techno nicht nur beeinflußt,sondern eigentlich praktisch schon vorweggenommen.
Die kurzen,sich wiederholenden Texte,die sich unglaublich schnell ins Gehirn einbrennen,sind aus heutiger Sicht noch interessanter,als sie es damals schon waren.
Obwohl Kraftwerk,auch durch die Art,wie sie ihre Konzerte teilweise gestalteten (nämlich sich gar nicht oder nur als Roboter bewegend) oft als Fans der Moderne verstanden wurden,sind viele negative Assoziationen an die neue Computerwelt herauszuhören.
"Interpol und Deutsche Bank,FBI und Scotland Yard,Finanzamt (ich hab damals immer Flensburg verstanden) und das BKA haben unsere Daten da"
Heute würde man sagen: Wenn das mal bloß alle wären,die die haben...
"Computerwelt,denn Zeit ist Geld", "Reisen,Zeit,Medizin,Unterhaltung", "..und Telespiel (so hieß das damals) leiten heut die Zukunft ein,Computer für den Kleinbetrieb,Computer für das Eigenheim"
Heute völlig klar,damals von vielen noch gar nicht,jedenfalls nicht in der kommenden Dimension,realisiert.
"Und wenn ich diese Taste drück spielt er ein kleines Musikstück"
Auch über das Ködern der Leute mit unsinnigen Gimmicks machte man sich damals schon lustig.
Besonders beeindruckend finde ich es,daß schon damals der Trend zur Vereinsamung am Computer erkannt wurde.
"Ich bin allein,mal wieder ganz allein,starr auf den Fernsehschirm,ich wähl die Nummer,rufe Bildschirmtext,hab heut noch nichts zu tun,ich brauch ein Rendeszvous."
Heute wissen wir,daß das Netz für viele den Mittelpunkt ihrer sozialen Kontakte darstellt,auch positiv wirken kann,für anfällige Personen jedoch oft eine Alternative zum wahren Leben und daher den Weg in die Isolation darstellt.
Mit "Computerwelt" haben Kraftwerk ein Stück musikalischer Zeitgeschichte abgeliefert,das nicht nur rückblickend interessant wirkt,sondern auch heute noch richtig viel Spaß macht und mehr als gut hörbar ist.
Und daß Coldplay "Computerliebe" gecovert haben und damit extrem erfolgreich waren,im Radio hoch und runter gedudelt wurden,zeigt,daß die Melodien ihren Reiz nicht verloren haben;wer "Computerwelt" kennt,weiß,daß es dieses Beweises aber gar nicht bedurft hätte.

Die gute alte Vinyl-Platte klang (und klingt bei mir noch immer) sehr gut.
Die CD von 1986 konnte klanglich da nicht ganz mithalten,bietet aber ebenfalls tolle Dynamik und moderate Aussteuerung.
Die Wiederveröffentlichungen auf Vinyl und CD sind beide remastered.
Die alten Masterbänder wurden aufwändig restauriert und dann wurde remastered,wobei angeblich auf authentischen,frischen Klang geachtet worden war und der "Loudness War" vermieden werden sollte.
Dennoch wurde auf CD die Dynamik deutlich auf mittlere Werte reduziert und höher ausgesteuert.
Das ist aber alles noch im erträglichen Bereich,dennoch unnötig.
Die Meinungen über die neue Klangqualität gehen weit auseinander.
Während Befürworter der Reissues enthusiastisch von dem viel klareren,detaillierteren Klangbild schwärmen,empfinden enttäuschte Skeptiker dieses als nicht authentisch,glattgebügelt,anstrengend.
Auf jeden Fall wurden die Bässe etwas verstärkt,Rauschen vermindert und die Analytik erhöht.
Ob einem das nun gefällt oder nicht,ist wohl Geschmackssache oder schon eine Grundsatzfrage.
Authentisch oder überarbeitet? Was ist "richtig"?
Ich höre weiter mit Begeisterung die alte Vinyl-Platte und kann mit der 86er CD gut auskommen.
Die Remaster-Vinyl ist für mich vergleichsweise enttäuschend,da bevorzuge ich klar meine alte Scheibe;da die alte CD aber etwas abfällt,mag die neue Remaster-CD manchem mit ihrem kristall-klaren Klang besser als diese erscheinen.
Ich bevorzuge die alte.
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am 4. Dezember 2000
"Computerwelt" wird von vielen als Lieblingsalbum genannt, und gehört zu den meistgesampelten Alben überhaupt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die LP von fassungslosen Moderatoren 1981 im Radio vorgestellt wurde... Heute, fast 20 Jahre später und nach einer Welle von Technomusik, läßt sich die Bedeutung dieses elektronischen, minimalen Albums nicht verleugnen. Knappe Texte mit typischem Kraftwerk-Humor vermischen sich mit einer rhythmusbetonten, klar strukturierten Musik, deren Einfluß noch heute anhält. Die Sounds in den Passagen von "Heimcomputer" und "Nummern" sind zeitlos und hypnotisch. Nicht einmal 40 Minuten lang und doch so dicht, Kraftwerk schlugen hier eine Brücke zwischen ihren "Popalbum" "Mensch-Maschine" und dem digitalen Zeitalter des Techno. Leider rauscht die CD-Version gegenüber dem alten Vinyl etwas, musikalisch jedoch ist "Computerwelt" noch immer top.
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Computerwelt ist das 1981er Album von Kraftwerk. Meines Erachtens hat kein anderes Popalbum einen ähnlich großen Einfluss auf die musikalische Popkultur der letzten 35 Jahre gehabt. Der Fortschritt geschah in der Pop-/Rockmusik doch meist in der elektronischen Musik. Im Rock wurde seit Punk und Heavy Metal nicht mehr viel Neues gewagt und dieser adaptierte auch elektronische Klänge.

Zum Einfluss von Computerwelt:
Die Beats von Computerwelt wurden so häufig gesampelt wie von keinem anderen Kraftwerkalbum. Die amerikanische Rapszene hat sich hier bedient (Afrika Bamabata), die Detroiter Houseszene ebenso. Sogar Coldplay haben die Melodie auf Talk bei Computerliebe entlehnt und weisen auch immer auf den Einfluss von Kraftwerk hin.
Der Schluss von Taschenrechner ist Techno in Reinkultur, nur 10 Jahre vor dem Durchbruch dieser Musik.

Für mich haben Kraftwerk mit Trans Europa Express, Die Mensch Maschine und Computerwelt drei makellose Alben hintereinander veröffentlicht. Dazu muss man noch die Songs Autobahn, Radioaktivität und Tour De France kennen. Electric Cafe hatte nur noch ein paar aufgewärmte Ideen, aber mit Music Nonstop Teckno Pop noch ein letztes gutes Statement. Das Tour De France Album hätten sie sich sparen können, da ist fast nur Vitamin gut.

Am besten hätten sich Kraftwerk nach Computerwelt auflösen sollen. In Sachen elektronischer minimalistischer Musik ist hier fast alles gesagt. Lediglich die Beats sind heute fetter.

Mit 7 Songs, die teilweise auch ineinander übergehen und einer Laufzeit von 34 Minuten, ist Computerwelt ziemlich kurz geraten.

Was an Computerwelt herausragt sind seine unglaublich minimalistischen funky Beats. Kein Album von Kraftwerk groovt so dermaßen.
Überhaupt ist das Album sehr minimalistisch. Die Musik und die Arrangements sind durchschaubar. Man kann jedes Instrument klar heraushören.

Die Stimmung auf dem Album ist sehr kühl, nur auf Computerliebe wird sie etwas wärmer. Die Variationen der Keyboardmelodie an dessen Schluss klingen für Kraftwerkverhältnisse fast schon improvisiert und jazzig, obwohl ich mir bei der Band nicht vorstellen kann, dass auf diesem Album irgendetwas improvisiert ist.

Textlich ist die Platte so aktuell wie nie. Es geht um den Fortschritt im Computerzeitalter, Computer-Rendezvous (Internet gab es damals noch nicht), Datenüberwachung, Geheimdienste, den Einfluss der Banken, die Konsumgesellschaft, Reisen etc.
Diese Themen werden in den Texten sehr allgemein und knapp angesprochen, weswegen sie auch heute noch so gültig sind. Ein paar Wörter oder Begriffe wie Telespiel und Bildschirmtexte wurden zwar mittlerweile vom technischen Fortschritt eingeholt und sind nicht mehr geläufig. Diese lassen sich aber in die heutige Zeit übertragen.

Insgesamt hat das Album nur Höhepunkte zu bieten. Mein Highlight ist aber der Schluss mit Heimcomputer und It's More Fun To Compute. Kraftwerk klangen nie moderner und visionärer. Das ultimative Statement.

Zum Klang der remasterten Vinyl-LP:
Ich kann die LP nur mit der CD-Erstauflage und der neuen remasterten CD vergleichen. Die remasterte CD und LP klingen in etwa gleich. Im Vergleich zur alten CD hat das Remaster weniger Rauschen, es ist lauter und hat mehr Bass. Dafür klingt es auch etwas dumpfer. Es fehlen einige Höhen. Schlecht klingt das Remaster aber deswegen nicht. Mir gefallen besonders die Bässe. Ob ein Remaster für die Vinyl-LP nötig war, ist jedoch zweifelhaft. Die Songs wurden damals für Vinyl gemastert. Da braucht man meistens nichts zu verbessern, es sei denn da sind damals Fehler passiert. Bei der ersten Veröffentlichung des Albums auf CD hat man aber m.E. etwas geschlampt. Die CD klang sehr dünn. Vielleicht war da auch die Technik noch nicht so weit. Die CD hatte definitiv ein Remaster nötig.
Die LP bietet dazu noch ein schönes 12-seitiges Booklet mit Fotos und den knappen Song-Texten. Das Vinyl ist hochwertig und schwer.

Fazit:
Computerwelt ist ein Popklassiker und gehört eigentlich in den Haushalt von jedem der sich nur halbwegs für Popmusik interessiert.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Juli 2009
Dass Kraftwerk ausgerechnet in dem Jahr das Album ,Computerwelt' herausbrachten, in dem Microsoft den ersten großen kommerziellen Durchbruch und den Grundstein für die Massenverbreitung von PC's legte, mag Zufall sein, ist aber durchaus symptomatisch für die visionären Ideen die diese Band oft hatte.

1981 klangen Kraftwerk für ihre Standards eigentlich schon rertrofuturistisch, denn viele ihrer sounds waren im Zuge von new wave und wave pop längst zu Standards und durch Hits von Bands wie Human League auch weitverbreitet geworden.

Trotzdem war genau dieses Album wieder nachhaltig prägend, denn waren die beats bis ,Mensch Maschine' oft noch hölzern und stacksig, fingen sie auf ,Computerwelt' plötzlich an zu grooven.
Diesen groove - der hier manchmal fast menschlich klingt - mit den technischen Mitteln von 1981 zu erzeugen, war erstens nicht einfach und zweitens ein systemimmanenter Kraftwerk-Widerspruch, sahen Sie sich doch nicht als Menschen, sondern als Operatoren einer Musik-Maschine.

Textlich kommt auch hier wieder der effiziente Minimalismus zum Tragen, der diese Band auszeichnet: mit wenigen Worten, Essentielles, Kritisches und Satirisches zum Thema ,Vormarsch der Computer' auszudrücken. Kompositorisch ist das natürlich - wie immer bei Kraftwerk - sehr simpel, aber Kraftwerk bezogen und beziehen ihr Faszination ja ohnehin immer aus den sounds.

Wer heute als schicker DJ gelten will, der sollte sowieso ein bis zwei (natürlich unbekanntere!) Kraftwerk Nummern in sein set schmuggeln - warum also nicht ,Computerwelt 2', oder ,Nummern', die unterbrechen den flow nicht und sind ideal dafür geeignet um von electro auf house überzuleiten.
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am 9. November 2009
Tja, es war nun wahrlich nicht einfach für mich, welchem Medium ich den Vorzug geben sollte?! Zumal ich ja noch die alten Originalscheiben besitze, habe ich mich dann doch durchgerungen, die Vinyl-Replika zu kaufen. Was soll ich sagen? Es ist einfach nur genial, nach jahrelangem Warten, endlich die gesamte Serie als 'Remaster' auf Vinyl in Händen halten zu können. Ich kann nur jedem Kraftwerk-Fan die Vinyl-Serie ans Herz legen, denn die exzellente visuelle Aufmachung beinhaltet jeweils den entsprechenden Bildband, das Vinyl selbst ist in einer hervorragenden Qualität, sowohl was das Material anbelangt, als auch die Klangqualität (nicht wie hier von einem Vorredner bemängelt wurde; sollte sich vielleicht einfach einen besseren Plattendreher kaufen). Da ich ein unheilbarer Musik-Freak bin, wird es wohl nicht allzu lange dauern, bis ich mir auch das CD-Set zulegen werde, einfach um diese in meinen CD-Ragalen zu wissen, oder für die Momente, in denen ich nicht die Zeit habe, die Plattenseite zu wechseln. Dennoch, es ist definitiv etwas ganz Anderes die Vinylscheiben in den Händen zu halten während "... Computerwelt ... denn Zeit ist Geld" aus den Lautsprechern daher meandert. Nochmals! - Kauft Euch die Vinylscheiben! - Es ist ein ganz anderes Erlebnis! - Ihr werdet es nicht bereuen!
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am 1. Dezember 1999
Kraftwerk faszinieren mich schon seit langem. Das Konzept der Musik vordergründig Ihre Seele zu nehmen, auf das Maschinelle zu reduzieren und sie gerade damit zum Leben erwecken, ist genial. Computerwelt war die Vervollkommnung dieses Konzepts, das auf "Autobahn" und den frühen Kraftwerk-Alben begonnen wurde.
Die Idee einen Track ("Numbers") nur auf der Aufzählung von Ziffern zu basieren, oder eine George Orwell-Vision von der totalen Kontrolle der Gesellschaft durch Computer ("Computerwelt") zu entwerfen, war ihrer Zeit lange voraus. Die Allgegenwart von Computern war damals vielleicht absehbar aber nicht so sehr Realität, wie heute.
Doch auch im musikalischen Bereich haben Kraftwerk Massstäbe gesetzt, die Generationen von Elektro-Musikern von Afrika Bambaataa bis Westbam beeinflusst haben.
Genial! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 4. November 2010
Die einzelnen Lieder sind genial und übertreffen sich gegenseitig im Sound und Gestaltung. Kraftwerk ist einfach klasse.
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