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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen im schlamm
das ist das meistgehasste live-album der stones, das, welches auch bei den fans nicht gut wegkommt.

ich liebe es trotzdem. erstens, weil es halt in einer lebensphase (so um die 14,15 jahre) da war, wo man sich in alles und jeden verliebt, auch in die lehrerin, in ein gänseblümchen oder einen hydranten. aber das ist natürlich kein argument...
Veröffentlicht am 17. September 2008 von guitar

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reizlose "Schlampigkeit" - trotz verhältnismäßig starkem Bluespart!
Ich glaube, als echter Stones-Fan und Besitzer sämtlicher Alben (Studioformat & Live-Alben) darf ich das sagen: Ich besitze LOVE YOU LIVE - ausnahmsweise - nicht! Zwar habe ich schon oft hineingehört, in der Hoffnung trotzdem auf irgendetwas zu stoßen, das einen Kauf rechtfertigen lässt - aber letztendlich ist dieses Doppelalbum für meinen...
Veröffentlicht am 15. Januar 2012 von Michael Krautschneider


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen im schlamm, 17. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (Audio CD)
das ist das meistgehasste live-album der stones, das, welches auch bei den fans nicht gut wegkommt.

ich liebe es trotzdem. erstens, weil es halt in einer lebensphase (so um die 14,15 jahre) da war, wo man sich in alles und jeden verliebt, auch in die lehrerin, in ein gänseblümchen oder einen hydranten. aber das ist natürlich kein argument für die amazon-kunden, insofern: pardon.

ich mag es, weil es ein ganz eigenes flair hat (das auf einigen bootlegs dieser ära, stimmt, noch besser rüberkommt). die band hatte damals, mit dem percussionisten ollie brown und dem pianisten billy preston (rip) sowie dem neu hinzugekommenen ronnie wood einen ganz eigenartigen sound, wie nie vorher oder nachher. manche songs profitieren von diesem schlammigen, groove-orientierten soulfunkrock, andere stürzen ab.

aber zumindest ist dieses album ein statement, man kann es mögen oder nicht, aber man kann es nicht leicht ignorieren.

wieviel hier im studio nachgebessert wurde, weiß ich nicht, es ist mir, ehrlich gesagt, auch wurscht. machen das nicht eh alle? zählt nicht das endergebnis? ein konzert lässt sich sowieso nicht eindosen, weil man die emotion des augenblicks nicht konservieren kann.

unfassbar, wie dieses album loslegt. die version von "honky tonk woman" groovt und rockt dermaßen unwiderstehlich, dass es einem den scheitel neu zieht. "if you can't rock me/get off of my cloud" hält den groove und beinahe das niveau. die ersten beiden albumseiten sind mir die liebsten. unpackbar stark "you can't always get what you want" mit dem besten ronnie-wood-solo ever. man vergleiche das nur mit dem lahmen solo auf "flashpoint".

wunderbar die funknummern "hot stuff" und "fingerprint file" - gut fetzender weißer blaxploitation-rock, falls es sowas geben kann. "star star" rockt ganz brauchbar und hat endlich den originaltext, den bösen.

mit der "el mocambo"-seite tu ich mir schwerer, obwohl sie allgemein als besonders stark gilt. erstens ist sie hier ein fremdkörper, passt überhaupt nicht in dieses album. zweitens finde ich es nicht soo reizvoll, wenn eine stadionband zehn jahre danach nochmal versucht, nachzustellen, wie das einmal war, in den kleinen clubs, mit den bluesstandards. es klingt nicht authentisch, finde ich. und auch nicht sehr ... wichtig.

was aber sehr fein wäre: wenn endlich die ganzen "el mocambo"-konzerte als eigene cd rauskämen.

der hitrun am schluss hat ebenfalls seine lauen momente. bei "jj flash" singt jagger dermaßen gehetzt und atemlos, dass man den text kaum hört: "it's o-ri no, in fa issa ga". mühsam. ist er damals soviel herumgehirscht auf der bühne?

und bei "sympathy" stimmt was mit dem groove nicht, die gitarren hatschen, eine sehr schwache version. "brown sugar" und "it's only" dagegen fetzen recht anständig.

wie gesagt: ein schwieriges album, aber ein ineressantes statement.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das letzte ehrliche Stones Live Album, 13. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Dieses Album zeigt relativ ungeschminkt die Stones Anno 1977. Es ist ist genauso laut und klapperig wie mein alter Käfer damals. Bergauf außer Atem, bergrunter geht die Post ab. Dieses Album zeigt die "Rolling Stones Superstars" wie sie (und alle anderen Supergroups in dieser Zeit) auftraten. Um es mit Zappa zu sagen: "we are only in it for the money" oder auch "you can't do this on stage anymore". Konzerte waren eine Möglichkeit, Alben zu promoten und Geld zu verdienen, die Qualität war eher nebensächlich. Eigentlich waren alle Beteiligten dankbar, wenn die Band durchhielt. Kein Vergleich zu den durchgestylten Auftritten der späteren Jahre, wo alles durchchoreographiert wurde und die Song-Auswahl so gestaltet wurde, daß man wieder genug Material für ein Livealbum hatte.

Dieses Album - und hier zeigt sich mal wieder der "Fluch" der Spieldauer der CDs - besteht aus 4 Schallplatten-Seiten, von den zumindest 3 völlig unterschiedlich sind: Die Seiten 1 und 4 zeigen die hektischen rockigen Stones, die Musikbox, die Publikumswünsche befriedigt, hier geht live die Post ab. Seite 2 zeigt die ruhigere Seite der Stones und Seite 3, die El Mocambo Side, eine routinierte und gute Live Band, die Spaß an alten Songs hat und ganz entspannt zu Werke geht. Auf CD hintereinander gepackt sind natürlich gerade die Seiten 3 und 4 eine ganz böse Mischung.

Anfäglich habe ich die Seiten 1 und vor Allem 4 dieser Sammlung geliebt, inzwischen ziehe ich die ruhigeren Seiten zum zuhören vor. Seite 1 und 4 gehören auf eine Cassette überspielt und laut im Auto gehört, da spielt es keine Rolle ob der Ton verwaschen oder dumpf oder sonstwas ist - Hauptsache es geht ab! Geht heute leider nicht mehr, und damit offenbaren sich die Defizite dieser Scheibe - so what ! It's only Rockn Roll!

Das einzige was mich immer schon geärgert hat - das gilt aber eigentlich für alle Stones Live Scheiben - good old Ronnie ist kaum zu hören.

Natürlich ist dieses Album nicht so gut wie "Get yer ya ya's out", aber 1969 stand eine ganz andere Band auf der Bühne, das waren Blues-Rocker die ihre Songs ohne Rücksicht auf Publikumswünsche und Geschmack runterknallte, Schmuddelkinder aus der Vorstadt - nichts mit Schminke und Jet Set.

Alle späteren Live Alben sind dagegen fleischlose, routiniert runter gespielte, perfekt produzierte Greatest Hits. Still Life zeigt die Übergangsphase, Flashpoint (die Antwort auf das viel viel bessere - damals legale - Live Bootleg "Live in Atlantic City") ist klinisch rein, alle späteren Live Alben ordnen sich Modetrends (Stripped / Unplugged) und Marketing Gesichtspunkten unter. Pro Tour ein Album ... o pecunia non olet. Der Kreis schließt sich seltsamerweise mit "Shine a light", das wirkt auf mich teilweise genause dahingehechelt wie love you live, nur befürchte ich, daß die 1977 Stones aus Arroganz dem Publikum etwas vorknallten, während sie es heute einfach nicht mehr besser können.

Das heißt natürlich nicht, daß die anderen Live-Alben schlecht sind, ganz im Gegenteil, aber sie sind eben Marketing-Gesichtspunkten untergeordnet - meist nicht nur sauber, sondern rein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen makes me "happy", 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (Audio CD)
"Love You Live", auf Vinyl erschienen 1977, zeigt die Stones wirklich nicht in der Form ihres Lebens, nicht wenige Passagen aus den von 1975 bis 1977 live aufgenommenen Tracks mussten gar im Studio neu eingespielt werden, damit ein halbwegs brauchbares Live-Album dabei herauskam. Auch soundmäßig war das Ganze bislang alles andere als überragend. Das neue DSD-Remaster bietet nun endlich den Mehrwert, den ich mir schon vom zuletzt (2009) erschienenen CD-Remaster erhofft hatte. Überragend klingen die Club-Aufnahmen vom 4./5.3.1977 aus Toronto, die Seite 3 des Vinyl-Doppelalbums, der Rest klingt plötzlich so druckvoll und transparent, dass ich mich frage, ob jetzt erstmals überhaupt das originale Analog-Master vorgelegen hat. Da die Spielzeit einer SACD deutlich länger als bei einer CD ist, passen die ca. 83 1/2 Minuten auf eine einzige Scheibe. Das mehrfach aufklappbare SACD-Cover reproduziert das gesamte Artwork des LP-Albums. Zu bemängeln bleibt lediglich, dass es sich bei dieser SHM SACD um keine Hybrid-Scheibe handelt, daher auf einem normalen CD-Player nicht abspielbar, und dass die SACD nur in Japan erschienen ist und daher als Import-SACD nicht eben billig ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reizlose "Schlampigkeit" - trotz verhältnismäßig starkem Bluespart!, 15. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Ich glaube, als echter Stones-Fan und Besitzer sämtlicher Alben (Studioformat & Live-Alben) darf ich das sagen: Ich besitze LOVE YOU LIVE - ausnahmsweise - nicht! Zwar habe ich schon oft hineingehört, in der Hoffnung trotzdem auf irgendetwas zu stoßen, das einen Kauf rechtfertigen lässt - aber letztendlich ist dieses Doppelalbum für meinen Geschmack mit zu vielen störenden Faktoren behaftet!

Vor allem die Standard-Stonesnummern zünden nicht wirklich. Klassiker wie "Honky Tonk Woman" (also ich mag andere Live-Versionen da viel, viel lieber), "You Can't Alway Get What You Want", "Sympathy For The Devil", "It's Only Rock 'n' Roll" (u.a.) lassen zu wünschen übrig... Der Sound klingt insgesamt recht "verwaschen" und "unscharf" - allerdings in einer Art und Weise, die nicht beabsichtigt lässig-schlampig klingt, sondern die sich - finde ich wenigstens - einfach "nur" schlampig anhört! Daran ändert auch die Remastered-Fassung nichts.
Mag sein, dass dabei viele recht ungünstige Faktoren aufeinandergeprallt sind: Wir schreiben das Jahr 1977. Keith muss vielleicht für Ewigkeiten ins Gefängnis, zudem hat er soeben seinen Sohn verloren... Die Stones waren dadurch auch insgesamt ein wenig "zerrüttet" - immerhin stand die Zukunft der Band somit auch in den Sternen!

Aus heutiger Sicht kann man sich als Fan diesbezüglich Gott sei Dank Abhilfe schaffen: Mit dem letzterschienenen SOME GIRLS - LIVE IN TEXAS '78 z.B. (DVD mit CD-Beilage), das eine alles in allem viel energetischere, entschlossenere, motiviertere Stones-Kombo offenbart. Zudem handelt es sich hierbei um einen Gesamtkonzertmitschnitt (wenngleich stellenweise etwas gekürzt), LYL hingegen ist ja eine zerstückelte Zusammenstellung von mehreren Spielorten (hauptsächlich von der kanadischen Metropole Toronto). Tipp zwischendurch: Legen Sie sich diese Ausgabe zu!

Tja, LOVE YOU LIVE wird vermutlich nie mehr wieder zu meinem Live-Liebling der Marke Stones werden. Dennoch möchte ich auch ein paar positive Lichtblicke hierauf nicht unerwähnt lassen: Die Live-Interpretation von "If You Can't Rock Me" z.B., die einzige offizielle ihrer Art überhaupt (soweit mir bekannt). Noch dazu sind die Blues-Stücke auf LYL verhältnismäßig gut geworden! Ich für meinen Teil mag etwa die Muddy-Waters-Coverversion "Mannish Boy" sehr. Hier meine ich auch ein Stück weit Herzblut und Leidenschaft (von Seiten der Stones) herauszuhören... Trifft im Großen und Ganzen auch für die darauffolgenden Stücke "Crackin` Up", "Little Red Rooster" & "Around And Around" zu! Wenigstens dieser Part des Albums klingt passabel.

Fazit: Ein direkter Vergleich mit anderen Live-Veröffentlichungen der Steine ist bei dieser Ausgabe gar nicht so einfach. Am ehesten würde ich GOT LIVE - IF YOU WANT IT! (aus den mittleren Sechzigern) dafür geeignet halten. Denn auch hier hört sich der Sound alles in allem "unbrauchbar" an - trotzdem ist hierauf (im Gegensatz eben zu LYL) deutlich mehr Elan, Spielfreude, Begeisterung (auch seitens des Publikums) usf. feststellbar. Soll heißen: Während GOT LIVE... authentisch-jugendlich-ungeschliffen wenigstens mit "Zeitgeist" und Energie punkten kann, fallen selbst diese Faktoren bei LOVE YOU LIVE noch weg, weil man anno 1977 einfach zu mehr imstande gewesen wäre, wie ich meine...

Aber wenn man einem Keith Richards glauben darf, dann war LYL ja ohnehin - mehr oder minder - nur so eine Art "Zwischendurchveröffentlichung", die man (angeblich) der Plattenfirma schuldig war...

Nun: Ich bin der Meinung, dass selbst eingefleischte Stonologen ohne LOVE YOU LIVE auskommen werden!
Einzig die wenigen gelungenen Bluesinterpretationen am dritten Albumviertel könnten einen Kauf letztendlich doch noch irgendwie gerechtfertigt erscheinen lassen...

Stones-Fans (da gehöre ich im Übrigen selber auch dazu) und Freunde dieses Albums mögen mir die teilw. "harten" Worte bitte verzeihen, aber LYL ist und bleibt für mich die bislang schlechteste (offizielle) Stones-Live-Veröffentlichung. Da würde ich vorher zu allen anderen greifen...

Macht insgesamt 2 STERNE aus meiner Sicht. Eher enttäuschend!
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5.0 von 5 Sternen Sau gut dreckig, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Love you live war meine erste Stones LP, gekauft 1978. Vorher hatte ich noch nie einen derart erdig-dreckigen Sound gehört. Bis dato eben nur die typischen 70er Jahre Sachen, was im Radio lief, dazu ausgiebiger Pink Floyd, Zappa, Led Zep etc. Bei fast allen Stücken hatte ( und habe ich noch) ich das Gefühl dabei zu sein. Hier hört man förmlich, dass KR die Kerze an beiden Enden brennen hat, herrlich perfekt unperfekt. In der Folgezeit habe ich mir alles, was von den Stones auf dem Markt war zugelegt und bin, bis heute - zum Hardcore Stones Fan geworden. Ich finde alles gut, aber die Live Mitschnitte aus den 70er Jahren, also die Flegeljahre von KR verbunden mit der entgegen heute unperfekten Aufnahmetechnik sind auf ewig unerreichbar. Ich werde dadurch an unsere Treffpunke als Teenager zurückversetzt. Garagen, Schuppen wo wir selber auch ein bisschen musiziert haben. Wer perfekten Sound, fehlerfreien Instrumentengebrauch erwartet, sollte sich dieses Album nicht kaufen. Wer etwas spüren möchte und den Draht dafür hat, gebe ich eine vollste Kaufempfehlung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehrfach bei vollem Tempo übel ausgebremst, 24. Mai 2012
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Es gibt Musiker, in deren Diskographie gehören Live-Mitschnitte zu den besten und wichtigsten Alben ihrer gesamten Karriere. Nun, zu dieser Fraktion zählen die Rolling Stones sicher grundsätzlich nicht. Würde man Fans und Kritiker abstimmen lassen, um die zehn ultimativen Stones-Platten zu küren, wäre ziemlich wahrscheinlich kein einziges Live-Album darunter, "Love you live" ganz sicher nicht.

Dabei ist das Problem dieses Mitschnitts der Tour'76 gar nicht die Musik. Der Sound ist okay, die Set-List eine gelungene Mischung aus Klassikern, (damals) neueren Stücken (wenn auch seltsamerweise mit "Hott stuff" nur einem Song vom damals aktuellen Album "Black and blue"), sowie auch zwei Stücken, die auf keinem Studio-Album zu finden sind - "Manish boy" & "Crackin' up". Und gerade die damals schon älteren Stücke wie "Little red rooster" oder "Honky tonk woman" wirken im Vergleich zu den originalen Studio-Versionen angenehm abgehangen, nicht zuletzt, weil Mick Jagger Mitte der 70er Jahre erwachsener und auf's angenehmste dreckiger klang, als blutjung zehn Jahre zuvor. Musikalisch hat "Love you live" also echte Glanzstücke zu bieten und auch einige Ausfälle - wie jedes andere Stones-Live-Album auch, sie sind im Studio halt immer besser gewesen.

Was dieses Album so anstrengend und es beinahe unmöglich macht es die knapp 85 Minuten lang durchzuhören, ist der Pfusch der da im Studio verbockt und unverständlicher Weise bis heute, trotz zahlreicher Neuauflagen, nicht ausgebessert wurde. Das ein Live-Album aus mehreren Konzerten zusammen geschnitten wird, ist weder ungewöhnlich noch irgendwie schlimm, nur sollten man es so zusammenfügen, dass es ein kohärentes Gesamtbild ergibt. Wenn das aufgrund der Unterschiedlichkeit der Aufnahme-Orte nicht gelingt, wäre es besser, die einzelnen Aufnahmen würden klar von einander getrennt. Oder, zweite Möglichkeit, man trickst was das Zeug hält und mischt zwischen die Songs (natürlich so, dass es bitte nicht auffällt) eine Applause-Kulisse die den Eindruck erzeugt, man wechselt nicht von Lied zu Lied den Konzertsaal, oder schlimmer noch, wie hier, von einer zigtausend Menschen fassenden Arena in einen Club und wieder zurück und wieder hin und wieder her.

Hinzu kommt, dass bei den Club-Aufnahmen offenbar irgendeine Schnarchnase entweder vollkommen vergessen hat das Publikum abzunehmen oder es wurde gar nicht erst hinein gelassen. Zwischen einigen Songs klingt es jedenfalls eher so, als wäre außer dem technischen Personal der Tour und der lokalen Putzkolonne niemand im Saal. Man hört hier und da ein dezentes Klatschen und wenig geistreiches Gebrabbel aus dem Publikum und der Einsatz des nächsten Songs zieht sich so sehr in die Länge, dass sich beim Hörer noch 35 Jahre nach Konservierung dieser Andacht das beklemmende Gefühl des Fremdschämens einstellt.

Kurz, die miese Zusammenstückelung der überwiegend durchaus passablen Einzel-takes vermiest einem den Spaß an dem Doppel-Album. Gefühlt alle zwei Jahre hangle ich mich dennoch durch den Mitschnitt (man ist ja schließlich Fan) und ärgere mich immer wieder an denselben Stellen.
Für Fans gehört "Love you live" natürlich in die Sammlung (und wird das Verhältnis zu den heiligen Stones auch nicht nachhaltig trüben), für Gelegenheitshörer ist es allerdings gut verzichtbar.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Stones sind die beste schlechteste Band der Welt, 20. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Keine Ahnung,warum so viele Leute über dieses Album schimpfen.Gerade die oft zitierte "Schlampigkeit" macht den Reiz dieser Platte aus .
Mir gefällt sie wesentlich besser als die relativ sterilen Live-Alben,die die Stones ab den Neunzigern veröffentlicht haben.
Nicht umsonst hieß es mal "Die Rolling Stones sind die beste schlechteste (oder die schlechteste beste) Band der Welt",und dieser Satz hat für mich viel Wahres.
Die Riffs von Keith Richards haben gerade wegen dieser Schlampigkeit und Lässigkeit ihren speziellen Reiz,und es gibt kaum eine Live-Platte der Stones,die das so zeigt wie diese.Ronnie Wood ergänzt ihn "perfekt",eben weil er genauso wenig perfekt ist wie Keith.

Lustig ist folgendes :Mick Jagger soll Ende der Sechziger oder Anfang der Siebziger mal gefragt worden sein,wie lange er denn noch auf der Bühne stehen wolle.
Seine Antwort (der Legende nach !):"Spätestens mit 33 ist Schluß.Da ist die Zeit gekommen,wo ein Mann etwas anderes tun muß.Ich würde es nicht aushalten,wie Elvis nur noch vor alten Hausfrauen zu singen."
Demnach hätte diese Platte seine letzte sein müssen,denn die Tournee war von 1976,und er ist 1943 geboren !!!

Doch wir wissen,er rockt immer noch,und bestimmt mehr als einmal vor "alten Hausfrauen."
Ein Schelm,der Böses dabei denkt ... !
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besseres Bootleg, 27. Juni 2008
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (Audio CD)
Dieses Live-Album wurde im März '75 in Toronto und im Mai/Juni '76 in London und Paris (Seite 1, 2 & 4) sowie während eines Auftritts im El Mocambo Club in Toronto im März '77 (Seite 3) mitgeschnitten. Dies war nicht die beste Zeit für die Stones: Keith war voll drauf; während der Tournee starb sein wenige Wochen altes Baby, und sein anstehendes Verfahren wegen Drogenbesitzes gefährdete die Zukunft der Stones. Ich finde, die Platte spiegelt diese Probleme wider (ironischerweise trifft dies nicht auf die 4 Titel der "El Mocambo Side" zu, die kurz vor Beginn der Gerichtsverhandlungen entstanden). Gastmusiker sind Ollie Brown (Percussion), Ian Stewart (Piano), Billy Preston (Keyboards und Gesang) - und Ron Wood, der erst um diese Zeit herum vom Ersatzgitarristen (für Mick Taylor) zum Bandmitglied wurde.

Es gibt Bootlegs von dieser Tour, die besser und aufregender klingen als diese Platte, vorneweg das mittlerweile offiziell als Download erhältliche Konzert "LA Friday". Bis auf die "El Mocambo"-Songs klingt das ganze Album recht matschig; über weite Strecken (vor allem in den ersten Songs) ist Ron Wood so weit in den Hintergrund gemischt, dass man sich fragt, warum er überhaupt mitspielen sollte. (Eine Ausnahme bildet sein duftes Solo auf You can't always get what you want.)

Sympathy for the Devil (das erste Mal seit Altamont wieder im Liveprogramm) und Star Star sind deutlich hörbar im Studio neu eingesungen. Die Stones verwechseln öfter entweder Lässigkeit mit Schlampigkeit, was einige Songs ziemlich zerfasert (z.B. You gotta move); oder aber sie verwechseln Aufregung mit Geschwindigkeit (ein Fehler, den auch Elvis auf seinen späten Live-Mitschnitten oft machte): so sind z.B. Brown Sugar und Jumpin' Jack Flash derart hastig runter gespielt und von Mick so atemlos gesungen, dass er ganze Silben verschluckt - was soll das sein, cool? Das kriegt manche Cover-Band besser hin. Kann ja mal passieren - aber sollen das die besten Live-Mitschnitte von 1975 und '76 sein?

Von den Interpretationen erreicht kaum eine das Niveau ihrer Studio-Vorlagen; richtig überzeugen können mich nur It's only Rock'n'Roll und Honky Tonk Women (wie das losgroovt!) - und natürlich die "El Mocambo Side" - nur hier finden sich die vermissten Stärken: tolle Live-Atmosphäre, Kontakt mit dem Publikum, klasse Sound und wirklich cool und lässig eingespielte Interpretationen einiger (Cover)-Songs. Schade, dass man von diesen Auftritten nur diese 4 Songs veröffentlicht hat; sie sind so gut, dass sie wie Fremdkörper auf diesem Album wirken.

In "According to the Rolling Stones" räumt Keith freimütig ein, dass "Love you live" nicht erschien, weil man so tolles Material hatte, sondern weil man es der Plattenfirma schuldete. Dies ist für mich das schlechteste von allen Stones-Livealben. (Die Songs auf "Got LIVE if you want it!" zehn Jahre zuvor klangen zwar ebenfalls nicht berauschend, waren auch zu schnell eingespielt und recht atemlos runter gesungen und wurden ebenfalls deutlich hörbar im Studio nachbearbeitet; aber da wurde wenigstens noch wirklich aufregende Konzertatmosphäre eingefangen.) Ich habe auch nie verstanden, warum in die Publikumsgeräusche am Albumsanfang auf LP, wie allgemein üblich, langsam eingeblendet, auf den CD-Veröffentlichungen jedoch abrupt reingeschnitten wird.

Wie zu erwarten, ist das Remaster von 2009 lauter als die '98er CD-Version, aber einen nennenswerten klanglichen Mehrwert kann ich nicht ausmachen. Und bevor ich's vergesse: ein weiteres Album-Cover mit Mick Jagger drauf und sonst niemandem, da nützt auch nichts, dass es von Andy Warhol entworfen wurde... immerhin ist der neue Cover-Druck kräftiger ausgefallen als der ältere, und das neue Booklet greift überraschenderweise auf zwei Zusatzseiten das Motiv der bedruckten LP-Hüllen auf.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaubwürdigkeit ist ok, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (Audio CD)
Da die Vergütung noch immer nicht eingegangen ist, glaub ich auch nicht an die Variante der Lieferverzögerung und habe beschlossen Ihnen eine schlechte Beurteilung zu geben.
Nach der Beseitigung eines Missverständnisses ist die vorherige Beurteilung hinfällig und ich kann nur sagen der Lieferant hat sein möglichstes getan und ich kann Ihn nur weiterempfelen
MfG Ritsch
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 7. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Love You Live (2009 Remastered) (Audio CD)
Dies Live-Konzert ist ein Meilenstein der unendlichen "Stones-Geschichte" Geprägt von Keith Richards Bluesgefühl wird fast jeder Stones-Klassiker perfekt live vorgetrages. It's only rock'n roll: But I like it.
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Love You Live (2009 Remastered)
Love You Live (2009 Remastered) von The Rolling Stones (Audio CD - 2009)
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