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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GF-Wunderbar, mit Nachtrag 6/2012, 11. September 2010
Von 
tom l. "tomtom" (regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Panasonic Lumix DMC-GF1 Systemkamera (12 Megapixel, 7,6 cm Display, HD-Video, LiveView) Gehäuse mattschwarz (Elektronik)
Es trieb mich um. Die GF1 hatte es mir angetan. Ich habe sehr lange mit ihr gehadert. Schon beim ersten Aufeinandertreffen mochte ich sie. Schon das Styling der LX Modelle hatte mich infiziert. Die GF1 setzt mit ihrem Styling noch eins drauf. Fototechnisch kann ich mich nicht beschweren. Ich hab alles. Eine Canon 7D liefert sehr ansehnliches auf den Schirm. Meine Pentaxen ebenfalls. Und die Sigma DP ja auch. Warum zum Teufel noch eine Micro Four Third?

Meine 7D und meine Pentaxen haben einen Haken. Sie sind sperrig, was meinem Sommerhaupthobby, der Motorradfahrerei nicht zuträglich ist. Zudem habe ich um die filigrane Spiegelmechanik ein wenig Sorge. Eine Nikon F801, Gott hab sie selig, hat sich in einem meiner Tankrucksäcke, unterwegs auf großer Tour, schon in ihre Einzelteile zerlegt. Spiegelloses Material, neudeutsch EVIL genannt (Electronic Viewfinder Interchangeable Lens ... Elektronischer Sucher Wechselbares Objektiv), schien mir da als Touren- und Reisebegleiter besser zu sein.
Kurzum, eine Pentax wurde verkauft und eine GF1 bestellt. Ich hab mich schon lange nicht mehr auf eine Kamera so gefreut. Jetzt steht das kleine Luder vor mir auf dem Tisch und grinst mich an "Mach Bilder mit mir".
Aber langsam, erstmal Auspacken. Panasonic typisch kommt die Kamera in einem sehr aufgeräumten, aufwendig gemachten Karton. Jedes Teil hat einen festen Platz, nix fliegt rumm. Eine Printversion des Handbuchs ist im Lieferumfang. Das hier einige Hersteller ihr Einsparpotential genau hier ansetzen werde ich nie verstehen. Sehr lobenswert! Das nicht mehr ganz LX filigrane Gehäuse der GF1 ist ganz schön schwer. Fast hundert Gramm Mehrgewicht zur DP1s ist deutlich spürbar. Ohne Optik wohlgemerkt. Knapp 600g werden es betriebsbereit, mit angeflanschtem 14-45. Die Verarbeitung des Gehäuses ist ein Traum. Nur meine 7D vermittelt eine annähernd ähnliche Haptik. Alles, aber auch wirklich alles passt und ist sauberst gefertigt. Ich finde am Gehäuse nicht den geringsten Kritikpunkt. Trotz der schlichten Form hat es Panasonic geschafft, mittels einer kleinen Ausbuchtung an der Stirnseite, sowie einer kleinen Daumenauflage an der Rückseite, die GF1 sehr angenehm in der Hand liegen zu lassen.

Egal ob Deckel oder Schalter. Alles aufwendig und perfekt in Finish und Funktion. Erfreulicher Weise liegt auch das aus Metall gefertigte Stativgewinde in der optischen Achse. Die Blitzschuhabdeckung verbirgt auch den Anschluß des Aufstecksuchers LVF-1. Die Gurtösen sind verchromt und heben sich angenehm vom schwarzen Alugehäuse ab. Eine zusätzliche verchromte Leiste lockert die zeitlose Optik der Stirnseite auf. Die konstruktiv sehr aufwendige gefertigte Blitzmechanik funktioniert auf Knopfdruck tadellos. Das Drehrad ist griffig, nicht zu streng und rastet sehr sauber. Das Batteriefach ist gut zugänglich, der Verschluß sauber und durchdacht. Die SD Karte ist etwas fummelig einzusetzen, aber das ist bei vielen Kameras das Gleiche.
Die Rückseite dominiert das 3" Display. Mit 460.000 Pixeln ist es nicht das Ende des machbaren, allerdings löst es sehr klar auf und lässt den Benutzer nicht im Unklaren. Auch die angezeigten Symbole(falls gewählt) sind sehr gut erkennbar und sauber abgebildet.

Der LiveMOS Chip mit einer Größe von 17,3x13mm verarbeitet effektiv 12 mio Pixel. Gespannt bin ich auf das Reinigungssystem aus der Kombination Ultraschall und Vibration. Aber das wird erst die Zeit zeigen ob das gut ist. Wie gewohnt und bei Panasonic usus hat auch die GF1 den dreistufigen steuerbaren Bildstabilisator namens OIS an Bord, allerdings im Objektiv. Spannend finde ich auch den AF der kleinen EVIL. Der AF hat 23 Felder, kann individualisiert, aber auch auf ein Feld beschränkt, sowie auch als AF Verfolgung eingestellt werden. Letzteres funktioniert im Übrigen bestens. Die GF1 realisiert Belichtungszeiten bis 1/4000sek und 4min in der Bulb Funktion. Der ISO Bereich beginnt bei 100 und endet bei ISO 3200. Bis ISO 800 sind die Bilder der GF1 ahnsehnlich. Eine LX3 hat da schon längst die Segel gestrichen. Höhere ISO Werte sind aber nicht wirklich zu empfehlen. Da rauscht es dann schon deutlich.

Mein erstes Objektiv an der GF-1 war das öfter gescholtene Lumix G Vario 14-45 mm F3,5-5,6 ASPH. Das 14-45 Objektiv kann haptisch dem Gehäuse nicht ganz folgen. Da ist das Leica der großen Schwester(14-50), schon ne andere Hausnummer. Allerdings ist das ein Four Third Bajonett und zieht die Anschaffung eines Adapters nach sich. Trotzdem, es ist sauber gefertigt, hat einen Schalter für den im Objektiv integrierten Bildstabilisator und die Streulichtblende ist im Lieferumfang enthalten. Zoom-, wie auch Fokussierring laufen spielfrei und satt. Adapter für das Leica Bajonett und das M-Bakonett wurden angeschafft.

Die ersten Bilder haben mich fast umgehauen. Ich war überrascht und finde sie sensationell. Ich hatte bisher kein WW-Zoom das auf Anhieb solche Bilder produziert hat. Die Bilder des Panasonic 14-45 sind richtig scharf und das bis in die Ecken. Das habe ich dem kleinen "Trumm" nicht zugetraut. Der AF ist super leise, treffsicher und sehr schnell. Die Bildqualität empfinde ich als besser wie das, was ich darüber gelesen habe. Leider fehlt mir hier der Vergleich. Ob dies nun der Serienstreuung geschuldet ist, wage ich nicht zu behaupten.
Vielleicht beeinflusst auch die Neutralität in den Bildern meiner 7D meine Wahrnehmung. Auch meine Pentax DSLR arbeitet in der Grundeinstellung wesentlich konservativer. Der AF arbeitet sehr schnell und präzise. Er trifft traumhaft sicher sein Ziel. Ich stelle hier meine Eindrücke in Bildform ein. Ungeschönt und "out of cam".

Das arbeiten mit der GF1 ist sehr angenehm. Das Menü ist intuitiv bedienbar. LX und FZ Aufsteiger finden sich sehr schnell zurecht. Prima finde ich die vielen individuell programmierbaren Einstellungen. Die Panasonic GF1 ist wirklich gelungen. Klasse finde ich die Zugriffstaste Q, über die auf alle wichtigen Parameter mittels Drehrad zugegriffen werden kann.
Wie bereits bei meinen anderen Kameras kann ich auch die Videofähigkeit der GF-1 nicht wirklich gute beurteilen. Sie bekommt allerdings sehr gute Kritiken. Anfügen möchte ich noch, daß ich meine GF-1 mit einem "Noname" Akku als Reserve bestückt habe. Dieser wird erkannt und arbeitet einwandfrei in der Kamera. Die Zeit des sog. "Dongelns", also dem Schützen der eigenen Artikel mittels eines aufgespielten Codes(teilw. bei LX3 Firmware), scheint wieder vorbei zu sein. Das ist gut so. Eine Entmündigung des Verbrauchers ist keine gute Eigenwerbung.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verarbeitung und Haptik topp
+ Ausstattung
+ Bildqualität
+ Menü und individuelle Programmierbarkeit
+ Nachführ AF
+ Bildstabilisator
+ Gewicht und Platzbedarf
+ Printversion Handbuch
+ Zubehör Akkus werden akzeptiert
+ Lumix G Vario 14-45 mm F3,5-5,6 ASPH.
+ viele Adaptionsmöglichkeiten, FT, Leica M+R, M39(Voigtländer), Pentax K, Canon FD, Nikon usw.

Negatives:
- Preis
- teures Zubehör, z.B. der Aufstecksucher LVF-1 oder das Originalakku

Neutral:
o Video

Mein Fazit: In meinem Überschwang habe ich bestimmt einiges vergessen. Man möge mir das verzeihen. Die Panasonic GF1 begeistert mich. Gerade für meine Touren und Ausflüge ist sie für mich, durch ihre Größe das beste Werkzeug für gutes Bildmaterial. Neben der guten Verarbeitung kann sie eines richtig gut. Bilder machen. Das 14-45 finde ich besser als sein Ruf. Einzig die Preise für das Zubehör trüben den Blick. Trotzdem gibt's von mir die volle Punktzahl.

Nachtrag: Wieder einmal hat mich die kleine vom Fernseherproduzenten im Urlaub begleitet. Neben guten Bildern ist sie ausgesprochen robust und schreckt, mit ein bisschen Vorsicht, auch vor Nordwind umtosten Stränden nicht zurück. Die Abendlichen Ausflüge an den Strand und in die Dünen ließen sie und ihren Sensor unbeeindruckt. Das habe ich trotz Abdichtung schon anders erlebt. Obwohl mittlerweile auch die neueren Panas im Haus sind, schätze ich die GF1 nach wie vor sehr. Mit dem 45/1.8er Olympus ist sie eine kleine Waffe für das geile Bild auf der Pirsch. Kleiner und besser gehts kaum. Allerdings ist die Hi ISO Tauglichkeit der neueren G3 und GX1 von der "alten Dame" nicht mehr zu knacken. Man(n) kann eben nicht alles haben. Als Gebrauchttipp ist sie immer noch eine echte Überlegung wert.
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