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am 28. September 2010
Stromberg meldet sich zurück, und zwar in der 4. und letzten Staffel der Erfolgsserie. Und alle Fans - so wie ich einer bin - freuen sich entsprechend auf ein Wiedersehen mit dem dauerphilosophierenden Egomanen, ebenso wie mit Ernie, Ulf, Tanja, Sabbel, Herrn Becker und vielen, vielen anderen.

Stromberg ist Kult! Und das ist es deshalb, weil einfach jeder in irgendeiner Szene oder Person irgendetwas wiedererkennt, was er selbst schon im realen (und irren) Arbeitsalltag erlebt hat. Es ist immer wieder eine Wonne, dem augenscheinlich haushoch egoistischen und emotionslosen Stromberg dabei zuzusehen, wie er nach dem Höchsten strebt, dabei in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen tritt und sich am Ende, wenn er gescheitert ist, trotzdem mit bizarren Monologen und Analysen aus der Sache herauszureden versucht. Genau an dieser Stelle erfährt man dann auch von der anderen Seite des Bernd Stromberg: die nachdenkliche, einsame, frustrierte, traurige Seite. Ein tolles Gemisch! Man kann Stromberg nicht mögen, aber irgendwie kann man ihn auch nicht so richtig hassen. Das trifft auch für die anderen Schauspieler zu. Sei es ein Ernie oder ein Ulf oder wer auch immer, alle haben sie eine gute und eine böse Seite, können hilfsbereit und freundschaftlich sein und dann wieder gemein und fies und unfair. Die Serie ist durchgehend mit TOP Schauspielern besetzt, die den Flair der vermeintlichen "Reality-Soap" mit ihren perfekten Darbietungen mit Leben und Glaubwürdigkeit füllen.

So, um nun Staffel 4 zu beschreiben, reicht es, folgendes zu sagen:

Nichts von dem oben Beschriebenen findet sich mehr in Staffel 4!

So hart es klingt.

Die Figuren - allen voran Stromberg und Ernie - sind heillos überzeichnet und haben so gar nichts mehr mit denen gemeinsam, die man in den Staffeln 1 bis 3 liebgewonnen hat. Von dem "Guter Junge, böser Junge"-Gemisch und dem Karrikieren alltäglicher Büropannen und menschelnder Streitigkeiten ist nichts mehr da, stattdessen haben sich alle irgendwie ständig auf dem Kieker, sind fies, gemein, mobbend, einfach nur unsympathisch. Man merkt auch den Schauspielern an, daß sie sich irgendwie bemüht durch die Handlung zu kämpfen scheinen, ohne diesen luftigleichten Charme an den Tag zu legen, den man bisher von ihnen gewöhnt war. Und kreativen Humor und augenzwinkernde Gags sucht man auch vergeblich. Der "Witz" der 4. Staffel versucht sich einzig und allein aus Strombergs Gemeinheiten zu nähren - und das floppt.

Kurz zur Handlung: Stromberg hat sich durch verschiedene Gefälligkeiten und Schleimereien in die "Herzen" seiner Chefs manövriert und ihm soll - in Anlehnung an Staffel 1 - jetzt DOCH die Gesamtleitung der Abteilung Schadensregulierung übertragen werden. Schon das wirkt ziemlich absurd und wird fatalerweise nur kurz angeschnitten. Doch weil er sich mit dem "Nazi-Koch" in der Kantine wieder einmal überwirft, der dummerweise mit einem Vorstandsmitglied verwandt ist, landet er nicht in der Gesamtleitung sondern in Finsdorf, einem abgelegenen fiktiven Kuhkaff, in dem es neben ein paar Bauern und alten Omas nur noch den örtlichen Gesangsverein und eine Kneipe gibt. Das Großraumbüro weicht einem winzigen Kabuff mit zwei Mitarbeitern, die perfekt in diese "Idylle" passen. Tanja - die im Laufe der Staffel Ulf heiratet - wird die neue Chefin von Strombergs alter Abteilung. Und ab hier beginnt der Kampf. Stromberg versucht von seiner arbeitstechnischen "Diaspora" aus immer wieder Tanja zu sabotieren und Herrn Becker dazu zu bewegen, ihn zurückzuholen. Dazu ist ihm fast jedes Mittel recht. Daneben umwirbt er die junge Jennifer, mit der er sich am Anfang einmal kurz in angeschwipstem Zustand unter seinem Arbeitstisch vergnügt hat. Am Ende schafft er es schließlich: Tanja wird abgesetzt und Stromberg kann endlich wieder in seinem altbekannten Büro in der CAPITOL platznehmen.

So weit mal dazu. Nun zur Bewertung.

Meiner persönlichen Meinung nach war es von den Machern der Serie ohnehin mutig, die Handlung raus aus der CAPITOL und rein nach Finsdorf zu verlegen, aber Potential hat diese Idee trotzdem. Nur leider wurde dieses überhaupt nicht genutzt. Wie oben schon erwähnt ist Stromberg in Staffel 4 weder witzig noch tollpatschig noch ungelenk, er ist einfach nur noch fies! Sympathie kommt gar keine mehr auf. Die ganze Handlung dreht sich nur darum, daß er entweder damit beschäftigt ist, mit übelsten Tricks und Methoden auf die so nette und harmlose Tanja einzudreschen, um sie wegzumobben, oder aber Jennifer den Hof zu machen. Schlagfertige Kommentare, lustige Ausrutscher, alles Fehlanzeige. Auch die sonst so legendären Kommentare und frotzelnden Antworten von Stromberg wirken hier nur noch furchtbar verkrampft und bemüht.

Bei Ernie haben sich die Produzenten und Drehbuchautoren ebenfalls vergriffen, wenngleich nicht ganz so drastisch wie bei Stromberg. In Staffel 4 verfällt er - warum auch immer - wieder in seine chronisch depressive Phase vom Anfang der 3. Staffel und versucht sich im Laufe der Handlung sogar umzubringen. Das allein ist schon ausgesprochen langweilig und phantasielos. Fatal finde ich aber, daß sich an mehreren Stellen Dinge ergeben, die Ernie scheinbar wieder aus seiner Lethargie reißen und ihm eine Lebensfreude zurückgeben, was ausgesprochen sympathisch und erfrischend wirkt, doch dann wendet sich das Blatt sofort wieder und Ernie fängt von neuem an, als Zombie herumzulaufen. Bjarne Mädel ist ein toller Schauspieler, dessen Talent - vor allem zur Darstellung von "Ernie" - hier völlig ungenutzt verheizt und verschwendet worden ist. Man hat den Eindruck, als hätten die Drehbuchautoren ums Verrecken einen debilen, depressiven, verrückten Ernie gewollt und keinen, der seinen ganz eigenen, tollpatschigen Charme spielen läßt.

Von den restlichen Figuren - Ulf, Tanja, Sabbel, Herr Becker, ... - erfährt man immer nur am Rande etwas. Sie bleiben in Staffel 4. fast völlig im Hintergrund und so farblos, daß es einem fast schon wehtun kann. Schade. Nur Jennifer ist eine Ausnahme, da sie ja auf Strombergs Partnersuch-Radar ist, nur birgt dieser Charakter leider überhaupt keine Lacher. Die Beziehungsgeschichte der beiden gestaltet sich wie eine handelsübliche Nachmittags-Seifenoper mit all ihren Problemen, Leiden, Mißverständnissen und Gemeinheiten.

Die Verlagerung der Handlung nach Finsdorf birgt noch einen weiteren Punkt in sich, der den Flair der Serie zerstört: man fragt sich, wieso augenscheinlich nicht mehr nur EIN Kamerateam da ist, welches Stromberg in Finsdorf begleitet, sondern offensichtlich noch ein zweites, welches sich in der CAPITOL rumtreibt. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, daß man einerseits Stromberg an seiner neuen Arbeitsstelle sieht und dann sofort in die CAPITOL umgeblendet wird, um bspw. zeitgleich Tanja und Ulf zu zeigen. Das macht schlicht keinen Sinn mehr.

Ich habe mir trotz all dieser Minuspunkte alle 10 Folgen der 4. Staffel angeschaut. Und am Ende bleibt bei mir die Erkenntnis, daß eine der wenigen, die es richtig gemacht haben, Erika Burstedt war. Am Ende der 3. Staffel filmisch zu versterben war eine gute Entscheidung, hat es ihr doch erspart, in dieser sehr, sehr schwachen Fortsetzung mitspielen zu müssen. Für mich ist klar: die Folgen der ersten drei Staffeln werde ich mir immer wieder mal ansehen, die Folgen der vierten aber ganz sicher nicht mehr.

Daher: 2 Sterne.

(Der 2. Stern ist als Anerkennung für die Serie an sich gedacht - Stromberg verdient einfach keine 1-Stern-Bewertung. Qualitativ wäre er aber angebracht. Wirklich schade.)
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am 27. Dezember 2009
Bislang ein Fan der Serie aufgrund des Konzeptes, des Humors, der teils genialen Sprüche und nicht zuletzt der hervorragenden schauspielerischen Leistungen, hat mich hier einiges schwer enttäuscht. Über die ersten Folgen dieser Staffel konnte ich noch lachen, mich mit und für Stromberg schämen - und dafür gibt's auch die 2 Sterne - aber die letzten Folgen ziehen sich doch quälend dahin. Dass dies die letzte Staffel ist, kann ich nicht bedauern. Die Serie hat ihren Zenit einfach überschritten, das Format ist ausgereizt. Vermutlich ließ die letzte Staffel unter anderem deshalb so lange auf sich warten, weil die Autoren schlichtweg Mühe hatten, sich noch etwas aus den Fingern zu saugen. Wie das Ganze zu Ende geführt wird, halte ich persönlich für einfallslos und ohne würdige Schlusspointe.

Doch damit nicht genug. Beim Anschauen des Bonusmaterials war ich verärgert bis peinlich berührt ob der Arroganz der Macher. Bei einer kleinen Talkrunde im Rahmen der Premiere der ersten Episoden dieser 4. Staffel äußern sie sich u.a. über den Ort, der in der Serie das Dorf "Finsdorf" darstellt. Man wird den Verdacht nicht los, dass sie sich so lange mit der Figur des Stromberg beschäftigt haben, dass sie nicht nur seine Meinung bezüglich der "finsteren Provinz" übernommen haben, sondern auch seine Selbstüberschätzung.

Fazit: Ein eingefleischter Stromberg-Fan kommt an dieser Staffel wohl nicht vorbei und wird sich auch von einer etwas schlechteren Rezension nicht abschrecken lassen, aber für so manchen wird hinterher doch "der Lack ab" sein.
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am 22. April 2010
Eigentlich bin ich ein Stromberg-Fan der ersten Stunde. Und obwohl schon die dritte Staffel ziemlich zotig und dick aufgetragen war, hatte ich doch einen Riesenspaß dabei. Die vierte Staffel artet jetzt in überzogenen Klamauk aus, der zu dem pseudorealistischen Dokumentarstil der Serie nicht mehr passt. Hier ist nichts mehr glaubwürdig oder wenigstens im Rahmen des Möglichen. Die latente Bösartigkeit Strombergs artet öfters mal in Aggression und wüste Pöbeleien aus,' anstatt subtilen Mobbings bedient sich der 'Papa' immer öfter Beschimpfungen, Demütigungen oder hysterischer Brüllerei. Und das Schönste ist: Trotz alledem lassen sich die Büro-Deppen um ihn herum immer weiter nach Belieben manipulieren, plaudern ihre Berufs- und Beziehungsprobleme gegenüber Stromberg aus und lassen sich immer wieder von ihm vor den Karren spannen, obwohl sein Verhalten in dieser Staffel ans Psychopathische grenzt. Selbst der von ihm zutiefst misshandelte Ernie schreit am Schluss wieder 'Stromberg! Stromberg!', weil ihm die neue Chefin Tanja seine Dose mit 'Leipziger Allerlei' weggenommen hat. Lustig? Irgendwie war es ja schon ein Reiz der Serie, dass der vertrottelte Haufen im Großraum-Büro genau den Chef hatte, den er verdiente,' weil eben keiner die primitiven Tricks eines Bernd Stromberg durchschaute und ihm immer wieder auf den Leim ging. In der vierten Staffel ist der Bogen aber mehr als überspannt.
Übrigens ist es meiner Ansicht nach völlig out, wenn eine Staffel am Ende ausgeht wie das Hornberger Schießen: Alles ist wieder so, wie es vorher war. Das ist phantasielos, veraltet und alle wirklich guten Serien haben dieses Konzept schon längst verlassen. Das heißt, auch in der fünften Staffel wird es wieder nur "viel Lärm um nichts" geben.
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