Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reines Haydn-Vergnügen, 21. November 2009
Rezension bezieht sich auf: HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) (Audio CD)
Meiner Meinung nach zählt diese Box mit den zwölf Londoner-Symphonien unter den zahllosen CD-Veröffentlichungen im Haydn-Jahr zu den besten und wichtigsten.

Denn Roger Norrington und das SWR-Radio-Sinfonieorchester Stuttgart beweisen überzeugend die Qualitäten, die Haydns Symphonien auszeichnen (und die ihnen gelegentlich immer noch - freilich dank Interpreten wie Nikolaus Harnoncourt oder Frans Brüggen immer weniger - abgesprochen werden): die Verbindung von höchster kompositorischer Komplexität, ausgelassenem musikalischem Witz und eingängiger, "volkstümlicher" Melodik.

Das Konzept, dem der Dirigent dabei folgt: Eine gleichrangige, sozusagen demokratische Gewichtung aller Stimmen im Konzert der Instrumentengruppen. Da werden die Raffinessen der Komposition nicht von einem massiven, vibratogesäumten Streicherteppich zugedeckt; die Blechbläser verteilen keine unmotivierten akustischen "Ohrfeigen". Wenn die Bläser denn akzentuiert auftreten, und das tun sie des Öfteren, dann immer mit Verstand und Sinn für das orchestrale Miteinander.

Norrington nähert Haydns Symphonik damit hörbar der Faktur von dessen Streichquartetten an: Es wird erlebbar, dass die Londoner Symphonien tatsächlich so etwas sind wie vergrößerte, mit den Mitteln eines Symphonieorchesters gearbeitete Kammermusik, gekennzeichnet durch den typischen Haydnschen Humor, die unerwarteten Gegenbewegungen im instrumentalen Stimmengeflecht, die überraschenden Wendungen, die Intelligenz des musikalischen Dialogs. Zur kontrapunktischen Leichtigkeit und klanglichen Farbigkeit trägt auch bei, dass Norrington manche Passage - so wie in der Partitur vorgesehen - wirklich solistisch spielen lässt.

All das präsentieren Norrington und seine Musiker mit einer geradezu schwerelosen Souveränität und mit spürbarer Freude am musikalischen Reichtum, den Haydn der Musikwelt hinterlassen hat.

Für mich reiht sich diese Einspielung in die Gruppe meiner Lieblingsaufnahmen: die Lesarten von Harnoncourt (Concertgebouw Orkest Amsterdam/Teldec) und Brüggen (Orchestra of the 18th Century [auf Originalinstrumenten]/Philips) sowie - etwas "konventioneller" - Jochum (London Philharmonic Orchestra/DG).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Um ein Haar grandios, 31. Dezember 2010
Von 
Kardewski (Lünen, Westfalen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) (Audio CD)
Roger Norrington wird als eine Art Speedy Gonzales unter den Dirigenten betrachtet, der sich mit dem Vorurteil konfrontiert sieht, seine Tempi seien generell "verrückt". Nun, sie sind es nicht - nicht alle. Wie bereits die hochgeschätzten Haydn-Aufnahmen mit den London Classical Players belegen, geht er die meisten der Kopfsätze - und Menuette - erfreulich gemäßigt an. In den ruhigeren, "langsamen" Sätzen aber, dort drückt er in der Tat so mächtig auf die Tube wie kein zweiter. Womit ich schon bei meinem einzigen, aber nicht unerheblichen Kritikpunkt bin. Denn warum bitte SO schnell? Sir Roger wird seine Entscheidung historisch rechtfertigen können, und dennoch: Während etwa das Adagio der Nr. 102 einen Gutteil seiner Feierlichkeit noch behält, ist eine Gangart, wie sie im Andante der Nr. 101 angeschlagen wird, für mein Empfinden schlicht nicht mehr natürlich, und sie führt dazu, daß der faszinierende, dramatische Ausbruch gegen Ende fast schon vorbei ist, bevor er überhaupt begonnen hat. Ich kapiere es nicht, Punkt. (Rundum perfekt geraten sind für mich die Nummern 98 und 99.) - Von diesem Wermutstropfen einmal abgesehen, höre ich indes nur Gutes. Norringtons Ansatz mit den Stuttgartern - einem "normalen" Sinfonieorchester, aufgestockt durch zwei sehr laute Naturtrompeten - zeigt, daß ein transparentes, vibratoarmes Spiel auch mit modernen Instrumenten möglich ist, und begeistert durch schlankeren Klang, höhere Detailgenauigkeit und schärfere Akzente. In den Finalsätzen setzen die Musiker enorme Energien frei, ja manchmal spielen sie dort wie um ihr Leben, mit einem feurigen Elan, der seinesgleichen sucht - das Spiritoso der Nr. 104 hätte mich beinahe vom Sofa katapultiert. Bei den Menuetten besteht der Meister nun nicht mehr auf sämtlichen Wiederholungen, was früher gelegentlich etwas pedantisch wirkte (und im Falle der 101 zu einer Spieldauer von über 9 Minuten führte). Mit seiner Eigenart, üblicherweise kurz gehaltene Noten legato spielen zu lassen (falls man das, was ich meine, so nennt), hatte ich noch nie Probleme; die Verwendung eines Orchesterklaviers tut mir ebenfalls nicht weh. Die Bläser läßt er schmettern, die Pauken läßt er knallen. Es handelt sich übrigens um echte Konzertmitschnitte, inklusive Nebengeräuschen wie Stuhlknarren, (leises) Husten und Applaus (den man leider, leider nicht wegprogrammieren kann), zum Glück aber ohne Grunzer des Dirigenten. Für eine Live-Einspielung erscheint mir die Präsenz und Trennschärfe dieser Aufnahmen geradezu unglaublich. Und noch ein Lob, für das Beiheft mit seinen äußerst ausführlichen, pointiert geschriebenen Begleittexten. -- Habe ich sie nun endlich im Regal, alle zwölf Londoner aus ein und demselben Guß. Auch wenn Christopher Hogwood und Claudio Abbado für mich als Alternativen unverzichtbar bleiben, weide ich mich nach Kräften an dieser mit Sorgfalt präsentierten, fulminanten, mitreißenden Neueinspielung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haydn-Jahr-Referenz, 18. November 2009
Rezension bezieht sich auf: HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) (Audio CD)
Im September 2009 beim Musikfest in Stuttgart aufgenommen, nun schon auf dem Markt. Es ist eben Haydn-Jahr.

Dem haben wir eine neue Referenz zu verdanken. Norrington macht seit reichlich zehn Jahren mit den Stuttgartern viele Aufnahme, es wird vom Stuttgart-sound geschrieben und gesprochen."Das Hauptmerkmal dieses neuen Klangbildes ist das vibratofreie Spiel der Streicher. Dadurch werden Harmonien und Strukturen hörbar, die in den herkömmlichen Interpretationen nicht zu Tage treten, da, so Norrington, zu viel Make up darüber ist. In der Fachpresse spricht man vom 'Stuttgart Sound', wenn es um Norringtons Interpretationen mit dem RSO Stuttgart geht."

Historisch informiert , Norrington hatte lange mit den london classical players gespielt, die auf historischen Instrumenten spielten.

Leider hat die EMI sehr viele dieser Aufnahmen gestrichen. Zum Beispiel Aufnahmen der Haydn-Sinfonien mit den london classical players.

Nun also seit zehn Jahren Norrington mit den Stuttgartern.

Was zeichnet einen überragenden Dirigenten aus ? Er formt verschiedene ensembles zu Höchstleistungen. Roger Norrington gehört dazu. Vergleicht man die neue mit der älteren Aufnahmen, 1994, so haben beide ihre Meriten. Er konnte es eben mit verschiedenen ensembles;diese zu Höchstleistungen zu inspirieren.

Die Stuttgarter waren bei Dirigenten durchaus verwöhnt. Aber mit Norrington sind sie zu neuen Höhen empor geklommen. Ob es nun Mozart, Beethoven war, oder eben jetzt Haydn ist.

Ideale Interpretationen. Spieltechnisch formidabel. Höchst musikantisch,man höre die Scherzi, nehmen wir das der bekannten Sinfonie Nr. 94. Ideal schwingendes Tempo. Fulminante Schluss-Sätze allemal.

Die Konkurrenz ist bei Haydn nicht so stark wie etwa bei Mozart und Beethoven. Und dennoch, Gardiner, Pinnock, Brüggen, auch Harnoncourt oder Kuijken haben sehr beachtliche Interpretationen vorgelegt.

In diesem Kreis kann sich Norrington allerbestens behaupten.

Als eingefleischter Fan dieses Dirgenten schreibe ich,nach begeistertem Anhören dieser vier CD-Box: das ist REFERENZ
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haydn Londoner Symphonien, 31. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) (Audio CD)
es handelt sich um ein Spitzenprodukt unter mehreren Aspekten:
künstlerisch ein neuer, authentischer Haydn, spannend von A bis Z
klanglich der Musik angemessen, Verzicht auf vibrato positiv
musikalisch ein Spitzenorchester
live-Aufnahme - Rezensent hat die Konzerte miterlebt - lebendig, spritzig
tontechnisch: realisiert das Original 100%, arbeitet Details heraus
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend!, 6. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) (Audio CD)
Kann man die Londoner Symphonien besser einspielen? Ich denke nicht! Sowohl interpretatorisch als auch tontechnisch ein Erlebnis. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box)
HAYDN: Londoner Symphonien (4 CD Box) von Sir Roger Norrington (Audio CD - 2009)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen