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am 18. August 2012
Story (4)
Auch im Halbblutprinz wird die Kunst, der Weglassung gekonnt zelebriert, diesmal aber wieder etwas sinniger als auch schon. Wie genial die Buchvorlage ist, merkt man erst wenn man feststellt wie viel Handlung im Film weggelassen wurde und trotzdem funktioniert die Story immer noch - das kann man nicht mit jedem Stoff machen...
In diesem Teil wird auch wieder etwas langsamer erzählt, was der Geschichte sehr gut tut. Die Action-Einlagen sind sehr effektvoll und technisch besser umgesetzt als beim direkten Vorgänger-Teil. Über die Teenie-Einlagen kann man geteilter Meinung sein, mich haben sie aber nicht weiter gestört.

Bild (4)
Im Grossen und Ganzen ist der Schärfewert in Ordnung. Es gibt aber ab und an leichte Unschärfen. Der Schwarzwert ist gut, der Kontrast jedoch nicht immer ganz auf der Höhe. Immer wieder gehen Details in dunklen Szenen etwas unter. Allgemein ist das Bild sehr stark mit Farbfiltern bearbeitet und wirkt stellenweise schon recht künstlich und monochrom.

Ton (5)
Beim Ton gibts nichts zu meckern. Der Film verfügt über eine hervorragende Surround-Atmosphäre und einen sehr guten Bass. Auch die Dialoge sind bestens ausbalanciert und verständlich.

Extras (2)
Interessieren mich nicht. Es gibt leider kein Wende-Cover!

Fazit: Besser als auch schon aber es gibt noch Luft nach Oben. Für HP-Fans sowieso ein Muss...
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am 21. Juli 2010
Dieser Film hatte durchaus Potential, handelt es sich bei Harry Potter und der Halbblutprinz doch um ein vielschichtiges und intelligentes Buch, aus dem man einen Klassiker machen könnte. David Yates hat hiermit hingegen - trotz unglaublichem Monsterbudget - den bislang enttäuschendsten Film der Reihe gedreht, aber kommen wir ersteinmal zu den positiven Aspekten:

Dass die Mittel vorallem bei den Effekten gut angelegt wurden, steht außer Frage. Egal ob es blitzt, etwas zerstört wird oder man die Rückblicke im Denkarium sieht, alles wirkt großartig, technisch perfekt und besser als in den vorherigen Filmen. Die Hauptdarsteller agieren souverän, wobei sich im Gegensatz zu den Vorgängern ein Abwärtstrend bemerkbar macht, während Nebencharaktere wie Maggie Smith oder Alan Rickman, der zeigt, dass er für die Rolle des Severus Snape praktisch geboren wurde, gewohnt brillieren. Auch Tom Felton alias Draco Malfoy, dem wieder mehr Spielraum gegeben wird, zeigt diesmal, was er kann, und spielt die drei Hauptdarsteller mühelos an die Wand. Jim Broadbent als Slughorne weiß ebenfalls zu überzeugen.

Das war es eigentlich schon, die negativen Aspekte fallen da deutlich stärker ins Gewicht. Das Unbegreiflichste ist, dass der Haupthandlungsstrang, nämlich die Erklärung von Horkruxen und die Rückblicke in Voldemorts Vergangenheit, sträflich vernachlässigt wird und man stattdessen viel Zeit mit dem Liebesleben der Charaktere verschwendet. Jessie Cave in der Rolle als Lavender Brown fällt dort vorallem durch konsequentes Overacting auf, während teilweise lächerliche Szenen wie die Schuhbinde-Aktion oder die Vorkommnisse im Krankenflügel dem Ganzen den Rest geben. Das oft kritisierte Weglassen von entscheidenden Schlüsselszenen, welche eigentlich wichtige Erklärungen für die letzten Filme liefern sollten, ist da wieder eine andere, unbegreifliche Entscheidung. Wieso fehlen die Erinnerungen aus dem Haus der Gaunts und die des Hauselfen? Wie sollen Harry, Ron und Hermine im letzten Teil disappieren, wenn sie das offensichtlich nie gelernt haben? Und wieso wird der Fuchsbau angegriffen und in Flammen gesetzt, wenn dort im siebten Band nochmal etwas wichtiges passiert? Wenn man diese Szene aufgrund mangelnder Action eingebaut hat, stellt sich unweigerlich die Frage, warum der Schlagabtausch in Hogwarts einfach weggelassen wurde? Die Liste lässt sich noch deutlich weiter fortführen, ich belasse es dabei.

Dieser Film ist weder etwas für die unkundigen Muggel, die die Bücher nicht gelesen haben, da sie die wichtigsten Zusammenhänge nicht verstehen werden, noch wird er Kenner der Bände zusagen, da entscheidendste Inhalte weggelassen wurden und durch unverständliche Änderungen, wie dem Angriff auf den Fuchsbau und die Fixierung auf einen unwichtigen Nebenhandlungsstrang, desöfteren mal Zweifel aufkommen, ob Yates die Bücher auch tatsächlich gelesen hat und der Sache mit dem nötigen Respekt begegnet.

Traurig, aber wahr, Harry Potter und der Halbblutprinz enttäuscht auf ganzer Linie. Leider nur für große Fans und Sammler, die ihre Filmsammlung vervollständigt haben wollen, empfehlenswert.
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Nach der letzten Schlacht bei der Sirius Black ums Leben kam und Voldemort hat seine Verbündeten aus Askaban um sich geschert. Den dunklen Lord kümmert die Trennung von magischer und menschlicher Welt herzlich wenig und so schickt er die Vorboten der Apokalypse auch nach London, wo sie Verwüstungen anrichten, Leute verschwinden lassen und auch mordend durch die Straßen ziehen. Auch die Professoren und Schüler in Hogwarts fühlen sich nicht mehr sicher. Professor Dumbledore (Michael Gambon) sieht nur noch einen möglichen Ausweg: Horace Slughorn (Jim Broadbent). Der Professor wird als Lehrkraft für Zaubertränke eingestellt. Professor Snape (Alan Rickman) hingegen übernimmt als sechster Lehrer in sechs Jahren das Fach in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Slughorn hat schon immer alle Schüler unter seine Fittiche genommen. Er war auch derjenige, der Voldemort ausgebildet hat, als er noch Riddle hieß. Dumbledore bittet Potter (Daniel Radcliffe) daher sich bei Slughorn lieb Kind zu machen, damit er ihn in die Geheimnisse Riddles einführt und wie die Anfänge des dunklen Lords sind. Doch indes schlagen auch die Hormone zu. Harry hat sich in Rons Schwester verliebt. Ron hingegen liebt eigentlich Hermine, zieht aber mit einer anderen los...

Die unbeschwerte Jugend ist vorbei. So mutet der Film an wie etwas, dessen schöne Zeiten noch einmal ausgekostet werden sollen bevor sie ganz verschwinden. Etwas wehmütig wird einem schon, wenn man die humoristischen Szenen sieht, wie bei den dreien das Hormonkarussell zuschlägt und die jungen Erwachsenen langsam aber sicher in die knallharte Realität versetzt werden. Der Film hat daher auch melancholische Züge und geht ganz in der Beziehung Potter/Dumbledore auf. Auch wenn viele die Verfilmungen hinsichtlich der Werktreue als kritisch sehen kann ich unverblümt mich einfach nur an die Filme halten und später die Bücher lesen. Vielleicht würde ich sonst anders denken. Aber die Filme haben jeweils eine Steigerung. Jeder für sich ist schön und hat seine Stärken. Die Teile hingegen werden jedoch immer besser. Man sieht einen roten Faden und die Charakterentwicklung. So sind die üblen Burschen nicht vollständig übel und selbst ein Draco hat seine guten - wenn auch versteckten - Seiten. Der britische Humor ist durch und durch zu erkennen und es war ein genialer Schachzug hierfür auch nur britische Darsteller zu nehmen. Ich wäre mir nicht so sicher, ob der Film mit amerikanischen Darstellern und amerikanischen Humor gewirkt hätte.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Januar 2015
Viele Harry Potter- Fans sind verärgert ob der Abweichungen zur Buchreihe. Das wäre ich sicher auch, wenn ich von Anfang an dabei gewesen wäre und die Bücher gelesen hätte.

Dazu muss man aber wissen ( und ich weiß nicht, ob dieser Personenkreis sich so wie ich damit auseinandersetzt ):

Filmproduzenten, aber noch viel mehr die kreativen Köpfe hinter den Kulissen eines Filmes beschäftigen sich durchaus mit der Materie. Letztgenannte ( die anderen sind ja fast nur Geschäftemacher, die gucken, dass die Kasse stimmt ) sind durchaus nicht oberflächlich und verantwortungslos. Sie wissen, der Leser will die Sachen aus dem Buch 1:1 umgesetzt auf der Leinwand sehen.

Das kann aber nicht gehen, dann müsste jeder dieser Teile wenigstens dreieinhalb Stunden gehen. Und dann würde auch gemeckert werden.
Also versucht man, Sachen wegzulassen ( Personen und/ oder Nebenhandlungen ), die den Erzählfluss behindern würden oder schlicht zum Film nix beitragen, lange Unterredungen der Figuren zum Beispiel. Oder man fügt Personen und Ereignisse ein, die so nicht im Buch zu finden sind.
Nach Meinung der Leserschaft ist das nicht immer glücklich entschieden worden.

Nun habe ich wie gesagt die Bücher nie gelesen, urteile daher ohne Vorbelastung nur als Filmfan.

Daher komme ich zu einem viel netteren Urteil, das da heißt: Der Film ist Wahnsinn !
Und endlich haben auch mal diverse Filmpreis- Gremien ein bisschen reagiert, wenngleich mehr drin gewesen wäre.

So gab es bei der Oscar- Verleihung nur eine Nennung für die "Beste Kamera", die wie immer atemberaubenden visuellen Effekte wurden übergangen, Beides wurde dafür von den Briten bei den BAFTA Awards berücksichtigt.

Auch die geniale Filmmusik ( gerade den Abspann habe ich mir sehr genüsslich reingezogen ) von Nicholas Hooper hat die Academy ignoriert. Immerhin gab es eine Nennung bei den, haltet Euch fest: Grammy Awards.

Tom Felton als Draco Malfoy war bei den MTV Movie Awards 2010 "Bester Bösewicht", zu Recht, wie ich finde.
Der Typ wird sicher auch nach diesen Filmen Erfolg haben. Radliffe und Watson errangen hier Nominierungen, so hat endlich mal jemand auch die Darsteller gewürdigt.

Dieser Teil zeichnet sich für einen Filmfreak wie mich durch seine Bildgewalt aus. Die Kamerafahrten, die Aufnahmen aus der Luft, zum Beispiel während der Zugfahrt, sind ein Hammer.
Die Schauspieler sind herrlich, alle ohne Ausnahme.
Wer als Kind in der Schule mal Außenseiter war, wird sich sicher über Neville Longbottom oder Ron Weasley freuen. Die beiden machen eine Entwicklung durch, werden endlich mehr beachtet.
Die Filmmusik habe ich schon erwähnt, untermalt perfekt die immer düster werdende Stimmung.

Ich habe damals aufgehört, Potter- Filme zu schauen, als Cedric starb. Da war nix mehr mit "niedlicher Harry Potter". Jetzt bin ich wieder in Stimmung, kann auch die Düsternis ertragen.
Mit Dumbledore, vielmehr seiner Umbesetzung, hatte ich lange Probleme. Ich kannte Michael Gambon, noch länger aber Richard Harris, seinen Vorgänger, der mir lieber war. Da dieser jedoch starb, musste seine Rolle neu besetzt werden.
Er ist überzeugend, trotzdem werde ich Harris immer vermissen.
"Der Halbblutprinz" hat ein tragisches Finale, wo ich nur noch stocksteif dagesessen und geheult habe. Alle in dieser von mir genannten Szene wirken wie gelähmt...

Fazit: Jetzt noch die Heiligtümer des Todes ordern, und dann ist diese Filmreihe auch abgeschlossen. Eine Anschaffung der Blu-ray ist m.E. nach aber nicht zwingend notwendig, da schon die DVDs eine exzellente Bildqualität aufweisen. Die Unterschiede merkt man vielleicht eher, wenn der Bildschirm, den man sein eigen nennt, zwanzig Jahre auf dem Buckel hat. Ich habe einen sehr schönen Flatscreen von Panasonic, mit dem ich sehr glücklich bin...

Während den Chroniken von Narnia nach Teil 2 schon die Luft ausgeht und der goldene Kompass nicht mal eine Fortsetzung geschafft hat, ist dies wohl die langlebigste Fantasy- Filmreihe gewesen, wo Kinder Dreh- und Angelpunkt sind.
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am 6. Dezember 2009
... bleib nur die Frage zu welchem Buch.

Die toten Augen von Hogwarts ?
Harry Potter und das Halbblut Abahachi ?
Die letzte Passion David Yates' ?

Schlimmer kann man ein brilliantes Buch nicht zurichten. Eine wirre Folge Yates'scher Phantasien, planlos zusammengewürfelt, ca. 80 % der Spieldauer glatt am Buch vorbei, ganze Passagen frei dazu erfunden, die Handlung verdreht, geändert, zusammengeschnitten, wichtige Szenen weggelassen, Charaktere verwechselt, die letzen knapp 200 Seiten des Buches in eine halbe Stunde gepackt und dabei wüst drauflosphantasiert. Bravo.

Wer die Bücher nicht kennt, muss zwangsläufig am Geisteszustand des Regisseurs zweifeln, weil keine Zusammenhänge erkennbar werden.
Wer die Bücher kennt, fragt sich, ob Yates das Buch jemals gelesen hat oder im Anschluß einen starken Vergessenszauber abbekommen hat und macht aus diesem Machwerk im besten Fall einen Bierdeckel oder bindet es zum Schutz des Wildes als Refelektor an einen Baum am Straßenrand.

Die mit größtmöglichem Abstand miserabelste Literaturverfilmung, die ich je gesehen habe.

Eine Bibel-Verfilmung, die 3 Stunden lang das schwarz-weiß Standbild einer Hostie zeigt, ist erheblich näher an der Handlung der Vorlage,leichter nachzuvollziehen und um ein vielfaches spannender.
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am 6. September 2009
"Ich schau dich an und sehe immer noch den elfjährigen Jungen von damals. Ich vergesse ganz, wie Erwachsen du doch mittleweile geworden bist."
So (sinngemäß) redet Dumbledor mit Harry.
Besser kann man meine Gefühle für den Film nicht zusammenfassen.
Harry Potter, ein Stück Popkultur, ein Teil meiner Jugend. Nicht nur Harry wird erwachsen, ebenso der Leser und der Film selbst.
Ich habe kurz vor dem Kinostart nochmal sämtliche Filme angeschaut und Bücher durchgelesen. Es ist interessant, wie sich meine Blickweise darauf geändert hat.

Buch 6 sehe ich trotz des sehr guten Endes, als schwächsten Teil der Geschichte, weil es nur Bindeglied ist und es hauptsächlich darum geht Informationen zu übermitteln.

Unter dieser Vorraussetzung ist der Film recht gut geworden.
Nachdem ich die letzten beiden Filme zerissen habe (insbesondere den völlig mißratenen Feuerkelch), sag ich es gleich am Anfang: Der Film hat mich überzeugt und fantastisch unterhalten, besonders wegen der gelungenen düsteren Atmosphäre. Er ist mit Abstand der dunkelste der Filme bisher.

Dennoch gibt es wieder einige Punkte, die mich gestört haben:

1) Die Reihe nimmt immer mehr Form einer TV-Serie ein. Ich beziehe mich hierbei aufs Storytelling. Die Haupthandlung wird wie in Film 4 und 5 immer mehr in den Hintergrund gerückt für Nebenschauplätze. Insbesondere der Liebesirrungen. Auch wenn das ganz nett in Szene gesetzt wurde und ich froh bin, dass es dabei ist, so finde ich es schade, dass das zu Lasten von wichtigeren Handlungssträngen fällt (siehe Punkt 2). Ich hätte mir bei den Beziehungsgeschichten etwas mehr Seriösität und besonders Subtilität gewünscht. Somit wirkt das ganze eher wie eine platte Liebeskomödie und die Päärchenbildung wirkt erzwungen und nicht konsequent logisch. Eben ähnlich wie in TV-Serien, wo man Zeit für solche Nebenschauplätze hat und diese sogar braucht um Konflikte zu strecken und die Handlung über so lange Zeit aufrecht zu erhalten. In einem Kinofilm finde ich das unangebracht. Da bringt man sich um die Möglichkeit ein Fantasy-Epos zu gestalten und zieht das ganze auf Serienniveau à la Buffy herunter. Ich nehme an, dass das dem Rest Zielgruppenausrichtung auf Teenager zu verdanken ist. Schade, denn wie das Anfangszitat beweist, ist der Film ansonsten eher Erwachsen, so dass man dem Zuschauer hier mehr Ernsthaftigkeit zutrauen könnte.

2) Der Film hält sich dicht ans Buch, was als Fakt allein weder gut noch schlecht ist. Änderungen, die dem Medium Film oder der Straffung geschuldet sind und die Handlung nicht groß beeinflussen sind akzeptabel umgesetzt worden. Auch wenn viele Fans es sich wünschen: eine 1:1 Umsetzung ist nicht immer sinnvoll. Meine Kritik betrifft die Passagen, die m.E. grundlos geändert oder weggelassen worden sind, die elementar für die Gesamthandlung sind.
Mir fehlen wichtige Erinnerungen an Voldemort und die dazugehörigen Gespräche mit Dumbledore. DAS ist für mich der Hauptgedanke der Geschichte und wurde (wie erwähnt zugunsten der Beziehungsgeschichten) stark beschnitten. Dadurch verliert der Film sein Hauptziel aus den Augen und ich bin gespannt, wie die Macher es im siebten und achten Film schaffen wollen, dass Harry draufkommt, welches die restlichen Horcruxe sind, ohne dass es wie das sprichwörtliche Kaninchen aus dem Hut wirkt.
Die Charakterstudie Voldemorts hätte dem Film sehr gut getan, taucht er diesesmal doch nicht personifiziert auf, sondern immer nur als dunkler Schatten der Ereignisse, der über allem schwebt.
Schade find ich, dass der Trauer um Sirius gar keinen Platz eingeräumt wird, da hätte eine Menge Potential dringesteckt.
Die Änderung, dass Harry am Ende von Dumbledore nicht gelähmt wurde und damit Handlungsfähig bleibt, sowie die kurze Begegnung mit Snape vorher verstehe ich nicht. Das ist für mich ein erzählerischer Fauxpax, der ein zu großer Fingerzeig ist auf die Rolle Snapes.
Zudem passt es nicht zu Harry, dass er tatenlos zuschaut. In jedem Film/Buch wird drauf eingegangen, dass er überall dazwischenstürzt wenn er kann und sich einen Dreck um Anweisungen kümmert, wenn es darum geht jemanden zu retten. Ich empfinde diese Szene als großen Bruch.

3) Die Musik. Nachdem der großartige John Williams die Folgeaufträge hat sausen lassen, konnte es ja nur schlechter werden. Bei dem was Hooper allerdings hier abliefert, kann ich nicht verstehen, warum die Produzenten tatenlos zugesehen haben. Sie scheinen keinerlei Ahnung zu haben, welche Rolle Musik im Film spielt. Ein paar zufällig zusammengesuchte Harmonien und Akkorde, ein paar Unisonopassagen, ein paar schwelende lautmalerische Klänge reichen bei einem Film dieser Größenordnung nicht aus. Sämtlicher Tiefgang ist weg. Man merkt Hooper eindeutig an, dass er "nur" TV Komponist ist (ohne diesen Job herabzuwürdigen, es gibt durchaus auch gute Musiker in diesem Bereich wie Murray Gold) und an seine kompositorischen Grenzen stößt. Er schafft es nicht wie John Williams mit seiner Musik den Film auf eine höhere Ebene zu heben. Er begleitet die Bilder nur und das recht dünn.
Beim Lesen der Bücher hatte ich mir mit John Williams Themen im Ohr bereits vorgestellt, wie grandios und herzergreifend traurig man das Phoenixthema am Ende wieder aufnehmen könnte. Leider sucht man hier vergebens nach Eigenständigkeit des Soundtracks.
Zum Glück hat sich Williams bereits bereit erklärt Film 8 zu übernehmen, wenn es zeitlich passt.

4) Der Idiot auf dem Speicher
Es gibt manchmal eine einzige Szene, die einen ganzen Film herunterziehen kann. Leider hat dieser Film eine solche amateurhafte Szene. Ich weiß nicht, ob das eine Unzulänglichkeit des Drehbuches oder des Regisseurs ist. Es ist die Sezene in der Harry Bella Lestrange verfolgt und mit Ginny durch das Feld rennt. In Fachkreisen nennt man eine Figur die sich dumm verhält und unnötig und unlogischerweise selbst in Gefahr begibt "Idiot auf dem Speicher". Benannt nach bekannter Klischeefigur aus B- Horror Filmen, wo die Figur ein Geräusch auf dem Speicher (oder sonstwo) gehört hat und nur mit einer Taschenlampe bewaffnet sich aufmacht nachzuschaun was das wohl war. So dämlich wird sich keine Figur verhalten, es sei denn im Affekt. Das ist hier nicht der Fall. Mir hat diese Szene den Film ziemlich vermiest und ich habe sie als plumpes Spannungserheischen abgehakt.

Zum Schluss noch ein paar positive Anmerkungen:

1) Die Schauspieler
Alan Rickman, der wohl prägenste Schauspieler dieser Serie bekommt endlich wieder mehr Leinwandzeit, wie immer großartige Darbietung. Seine "Offenbarungsszene" hat mir einen Schauder über den Rücken laufen lassen.
Michael Gambon ist endlich angekommen als Dumbledor. Während er in Film 3 gewöhnungsbedürftig, in Film 4 und 5 etwas lustlos wirkte (was seine Interviews bestätigen) läuft er hier zu Bestform auf. Endlich merkt man, was er für ein klasse Schauspieler ist.
Es scheint Tradition bei den Potter Streifen zu sein, dass die Neuzugänge 100 % passen und gute Leistung liefern. Jim Broadbent alias Slughorn macht einen sehr guten Job.
Und dann noch ein Wort zu zweit "alten" Gesichtern.
über die Jahre hinweg hat Radcliff sich gut entwickelt. War am Anfang sein hölzernes Spiel in dem Trio noch der Störfaktor, so hat er seine Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft, was man bei den beiden anderen nicht behaupten kann. Die ziehen immer noch die selbe Fluppe wie zu beginn. Großes Lob also für den Potter Mimen, nachdem ich die letzten Jahre über ihn gemeckert habe.
Und auch Tom Felton liefert eine gute Leistung ab als Malfoy. Endlich hat er Gelegenheit dazu.

2)Die Atmosphäre
Der Film ist sehr düster und auch Visuell sehr dunkel gehalten. Insbesondere ist hierbei der Anfang des Films zu nennen, der mir sehr gefällt. Dadurch dass London und der Untergrund mit einbezogen werden kommt eine ganz besondere Atmosphäre auf.

Alles in allem hat mich der Film glänzend unterhalten. Bis auf angesprochene Kritikpunkte und dass ich der ermordeten Hauptfigur einen etwas langsamer in Szene gesetzten Abgang gewünscht hätte und es schade finde, dass die Beerdigung wegfällt, kann ich aufgrund der Buchvorlage nur sagen: Gute Umsetzung. Atmosphärisch dichter Film.

Daher 3,5 Sterne, wohlwollend auf 4 aufgerundet.

PS: Meine bisheriger Potter Filmranking (wobei man die Filme nicht wirklich vergleichen kann)
1. Stein der Weisen (*****)
2. Gefangene von Azkaban (*****)
3. Kammer des Schreckens (*****)
4. Halbblutprinz (**** )
5. Orden des Phoenix (*** )
6. Feuerkelch (** )
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am 13. Juni 2016
Die Harry Potter Filme sind generell alle nahe der Buchvorlage, das war der Autorin ja auch sehr wichtig. Die Altersfreigabe von 12 Jahren finde ich passend, da es doch manchmal düstere Szenen hat. Super spannend, auch wenn man die Bücher gelesen hat.
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am 3. März 2013
Wenn man jetzt hier den Film mit dem Buch vergleicht kommt meist eh negative Kritik raus. Vieles wurde abgeändert, manches weggelassen oder wie die eine Szene mit de brennenden Haus dazugepackt um mehr Dramatik aufzubauen.
Ich persöhnlich kenne die Bücher nicht wobei ich mich nicht gerade zwischen den beiden stelle.
Kenne das selbst von der Verfilmung zu der Herr der Ringe und weiß was man einfach so hinnehmen muss. Egal, der Film ist für mich sehr gelungen. Klasse Effekte die einen zum staunen bringen, eine Story die zwar interessant erscheint aber sich manchmal in die Länge zieht aber trotzdem noch mithalten kann. Die Action ist wie gewohnt gut gesetzt und kommt imposant rüber. Die Figuren sind mir immer noch sympathisch genug um die Gefühle die sie empfinden nachempfinden zu können.
Die Szene mit dem Obersten Zauberer der in die Tiefe stürzt brachte mir selbst ein paar Tränen . Schade das der böse Zauberer nicht oft vorkommt, nur in Rückblenden als er den dunklen Weg langsam einschreitet.
Alles im allen ein guter Film, anscheint zwar nicht originalgetreu dem Buche nachempfunden aber dennoch empfehlenswert.
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am 12. November 2010
Vorweg gesagt sei, dass ich ein großer, großer Fan der "Harry Potter"-Bücher bin und auch die Filme bisher natürlich viel weniger gut als die Bücher einordne, sie aber relativ annehmbar fand. Als ich jedoch Teil 6 im Kino gesehen habe war mir sofort klar, dass dies der absolut herausragend schlechteste Film der ganzen Reihe ist...

VORSICHT!!! S P O I L E R !!!VORSICHT

Aber fangen wir ganz von vorne an. Die meisten Fans der Bücher haben höchstwahrscheinlich beim Erscheinen des sechsten Films das finale Buch bereits gelesen und wissen daher, wie wichtig Band 6 als Vorlage für "Die Heiligtümer des Todes" ist und erwarten damit absolut gerechtfertigt auch im Film diese Vorlage. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass all die Schlüsselszenen im sechsten Film schlichtweg fehlten, was die Verbindung zum Finale unmöglich erscheinen lässt.

Ja, ich weiß, Buch ist nicht gleich Film vice versa. Aber bei einer Buchreihe wie "Harry Potter" muss einfach davon ausgegangen werden, dass Romanwissen und Filmverarbeitung verglichen werden, da es sich um eine verknüpfte und entwickelnde Geschichte handelt.
Es ist wichtig, dass Dumbledore den Dursleys vom Schutzzauber des Ligusterwegs Nummer 4 erzählt. Es ist wichtig, dass der Fuchsbau weiterhin als Zufluchtsort diesen kann. Es ist wichtig, dass Harry Einzelstunden bei Dumbledore erhält, dass er die Erinnerungen über die Gaunts und damit Voldemorts Vergangenheit kennenlernt. Und ebenso ist es wichtig, etwas über den Halbblutprinzen zu erfahren, sollte man meinen, schließlich hat Ms Rowling nicht umsonst ihr sechstes Buch nach ihm benannt.
Was der sechste Film zeigt ist hingegen folgendes: Dumbledore holt Harry am Bahnhof ab und redet nie mit den Dursleys. Der Fuchsbau brennt in einer sehr künstlich dramatisch wirkenden Szene ab und ist de facto passé. Die zahlreichen Einzelstunden bei Dumbledore sind im Film ledigleich zwei Treffen, die ganz besondere Beziehung zwischen Harry und Dumbledore erfährt damit gar keine Möglichkeit der Entfaltung, und ebenso werden (beinahe) sämtliche Vergangenheitssequenzen einfach ausgelassen und bleiben unerwähnt. Und auch der Halbblutprinz erscheint als absolute Randfigur, die vollkommen unwichtig wirkt.
Dafür zeigt der Film vollkommen übertriebene - und nein, die Szenen sind nicht lustig - Knutscherei- und "Romantik"-Szenen, die mich persönlich total genervt haben, weil ich schon im Kino dachte: "Wieso wird jetzt sowas gezeigt anstelle der Szenen (siehe oben), auf die ich mich so gefreut hatte und die das tolle Finale einleiten?"
Der sechste "Harry Potter" wirkt in der filmischen Umsetzung wie eine Teenie-Romanze und verliert jede Magie, die im Buch so so toll war. Mir ist total klar, dass Verfilmungen nie an die Kraft der Bücher herankommen, aber eine Geschichte wichtiger Szenen zu berauben und dafür unnütze, langweilige, schmalzige und erfundene hinzuzufügen ist ja wohl nichts anderes als eine Frechheit! Und ich sage auch nicht, dass der komplette Film scheiße ist. Alan Rickman und Helena Bonham Carter sind wie immer herausragend, die Szenerie ist toll umgesetzt und die Musik ist super, aber was hat man davon, wenn doch die Geschichte irgendwie nicht die ist, die sie eigentlich nunmal sein sollte......?

Ich habe mich im Kino total verraten gefühlt und war ziemlich sauer, denn der Film zieht Rowlings Vorlage seitenweise durch den Dreck! Meine Hoffnung ist, dass das zweiteilige Finale es schafft, einige Scherben dieses Harry Potter 6 - Scherbenhaufens wieder aufzusammeln, denn wenn die letzten beiden Teile auf dem Niveau des sechsten hängen bleiben, wäre es eine ziemliche Schande!
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am 21. April 2015
Harry Potter Teil 6 ist die Verfilmung des 6. Buches von J.K. Rowling. Der Film ist sehr spannend und gut gemacht. Die Verfilmung ist sehr gelungen meiner Meinung nach. Toller Film und aufgrund des Erfolgs wurden die Buchreihe und die Filmreihe zu echten Klassikern!
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