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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Herzschlag des Erwachens, 16. November 2009
Von 
GeN2Mo (Bad Sassendorf, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (Audio CD)
"The Pulse Of Awakening"... das ist nicht nur ein klangvoller Albumtitel, sondern auch eine Wendung aus der tiefmelancholischen Animeserie "Ergo Proxy". Der Herzschlag des Erwachens kündigt die Erschaffung einer neuen Welt aus der Vernichtung einer ganzen Zivilisation an. Die artifizielle Apokalypse einer zweckprogrammierten Menschheit, die nur geschaffen wurde, um diesen ihren eigenen Untergang herbeizuführen.
Das Licht der Sonne wird zum Symbol des Todes. Das allumfangende grau zu einem Zeichen von Leben und Geborgenheit.
Eine Wendung, die die Stimmung des dritten Albums der schweizer Synth Metaller um Komponisten, Producer und Gitarristen Drop voll und ganz verkörpert.
Ebenso sehr wie das Cover. Apokalyptisch, kalt, effektiv.

Man könnte "The Pulse Of Awakening" jedoch auch als eine Ansage verstehen. Schließlich steht seit dem Zweitling "Antares" das Versprechen der Band, sich von überdeutlichen Anklängen an die Vorbilder In Flames, Fear Factory oder SYL zu entfernen und aus den Elementen einen gänzlich eigenständigen Sound zu kreieren. Dafür steht nicht zuletzt auch das selbstgegebene Label "Death Wave".
Das Erwachen einer weiterentwickelten Sybreed soll dieses Album sein.

Der mechanoide Tod, der sich aus den eiskalten Fluten erhebt. Das Covermotiv des Albums ist somit in zweierlei Hinsicht auch sein Credo. Doch auch musikalisch lässt es sich wieder finden.
Der mechanoide Tod, das sind die kühl kalkulierten bis in die dunklen Abgründe der aufgerissenen Erde herunter gestimmten Riffs, die Drop dem Hörer vor den Schädel donnert. Mit einer nahezu in den Sitz drückenden Vorschlaghammerintensität präsentiert er seine teils bis zur Unkenntlichkeit zerstückelten Grooves irgendwo zwischen der technischen Verspieltheit eines 'Antares' und der offensiven Brutalität eines "Slave Design".
Seine komplexen wie effektiven polyrhythmischen Konstruktionen erheben sich ebenso organisch wie zerstörerisch aus den eiskalten Fluten klirrender Synths und düsterer Ambients.
Ebenso wie aus ausladenden, Black Metal-esken Melodien.
Der neue Drummer Kevin treibt Drops Riffmonster auf nachdrücklich vorantreibenden Beats, komplizierten Patterns und heftigen Blastexzessen vor sich her.
Der Bass fügt sich der Gitarre und wird ihr abgrundtiefer Schatten.

Schon hier begegnet zwar nichts grundlegend neues, doch alles ist das gewisse Quäntchen stärker auf die Spitze getrieben als auf den Vorgängerwerken. Die Grooves sind technischer und offensiver. Die breiten Melodieflächen stärker im klirrend kalten Black Metal verhaftet. Die Synths ausladender.
Bereits der Opener "Nomenklatura" fasst das Album auf ganz eigene Weise zusammen. Er startet mit einem brutalen technischen Industrial-Riffmassaker, bricht in trippige Beats zusammen, die Spannung bis zum Zerreißen spannend, um schließlich abrupt in einen epischen Refrain mit überbordendem Popappeal zu münden.
Bereits diese Einführung verdeutlicht: "The Pulse Of Awakening" ist offensiver, sperriger und kontrastiver.
All die auf die Spitze getriebenen Elemente prallen härter aufeinander als je zuvor.
Ein Breakdown-Fest wie "Nomenklatura" steht neben dem Technik-Monolithen "A.E.O.N." steht neben dem elektrisierenden "Doomsday Party" steht neben dem ultrabrutalen SYL-Meshuggah Hybriden "I Am Ultraviolence" steht neben dem in sich versunkenen balladesken "In The Cold Light", nur damit einen "Lucifer Effect" mit einem Symphonic Black Metal-Bombast überfährt, der noch aus Rain-Zeiten stammen könnte.

Auch in den einzelnen Songs finden sich immer wieder dramatische Wendungen wie der erzählerisch anmutende Breakdown in "Lucifer Effect", bei dem Drop den Hörer mit Bens Zeile "My wings are burning down" in ein einziges akustisches Loch fallen lässt nur um einem kurz darauf gehörig den Kopf zu rasieren und die lyrisch beschworene Apokalypse so gespenstisch greifbar macht.
Dazu gesellen sich immer wieder mutig platzierte Songparts, extrem poppige Mittelpassagen ebenso wie technische Showoffs (aber niemals Soli).
Durch das sperrigere und kontrastivere Songwriting ist "The Pulse Of Awakening" einerseits dramatischer aber auch schwerer zugänglich als die Vorgänger.
Es baut sich eine fast schon etwas seltsame Atmosphäre von kalter Kalkulation und Distanz auf.

Dazu trägt auch Sänger Ben maßgeblich bei, der sich dem offensiver, kontrastiver, sperriger 'Primat voll und ganz verschreibt.
Seine Screams speit er aggressiver aus, als je zuvor, tendiert damit sogar manch ein Mal deutlich in Richtung Black Metal. Seine Cleanvocals dagegen sind klarer als je zuvor, effektlastiger als je zuvor aber auch pathosgeladener als je zuvor.
Er setzt sie nicht zuletzt auch häufiger und deutlich gewagter ein. Während die Bridge des atmosphärischen Brechers "Meridian AD" fast schon experimentell daherkommt, könnte die opernhafte Gesangseinlage im Mittelteil von "Doomsday Party" süßlicher nicht sein.
Und doch, es ist nach wie vor diese Distanz, diese irgendwie leidvolle Gleichgültigkeit, die zusammen mit den ergreifenden Gesangshooks dafür sorgt, dass all die Ohrwürmer nicht anbiedernd wirken.

Auch die Production-Values sorgen für mächtig Druck. Das Sequencing ist makellos und ohne Hänger, das dichte Wechselspiel aus elektrischen und elektronischen Instrumenten offenbart mit jedem Durchgang neue Details.
Und dass diese immer einwandfrei zu hören sind, dafür sorgt der differenzierte und bassgewaltige Mix von Allmighty Rhys Fulber (Produzent von Fear Factory, Bandmitglied von Frontline Assembly), den die Band für das Mixing gewinnen konnte.

Sybreed schaffen es letztendlich, sich durch den konsequenteren Einsatz aller Elemente ihres Sounds, sei es Industrial, Black Metal, Pop/Wave oder Death Metal, tatsächlich ein gutes Stück von ihren Vorbildern zu distanzieren.
Das wirkt teils sperrig, teils zerfahren, teils atmosphärisch inkonsistent. Doch "The Pulse Of Awakening" wächst, wie die beiden Vorgänger, entgegen seiner oberflächlichen Eingängigkeit mit jedem Durchlauf zu einem biestigen, atmosphärischen Hybriden aus epischem Industrial, technoidem Black Metal und tiefschwarzem Pop heran.
Dramatisch, detailverliebt, unerbittlich offensiv und zwingend, mit einem riesigen Haufen memorabler Ohrwürmer lässt die synthetische Brut auch mit dem Drittwerk kein Stück nach.
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5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig geil dieses Album, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (Audio CD)
Mein Titel lässt vermuten, dass ich ein viel zu emotionaler Mensch bin, der alles, was ihm ein wenig gefällt, übertrieben darstellen muss. Dem ist aber überhaupt nicht so!

Ich habe das Album schon "organisiert", konnte nicht widerstehn. Es ist bereits vorbestellt und bezahlt, daher ist mein Gewissen ziemlich rein.

Was soll ich über dieses Album sagen ... Also zuerst mal, es ging mir nicht so schnell rein wie die beiden ersten Alben. Musste The Pulse Of Awakening schon mehrere Male durchhören, bis ich den wahren Wert erkennen konnte. Also, liebe Sybreed Fans, nicht gleich aufgeben, falls es euch nicht gleich gefällt, die Perle muss dann erst ausgepackt werden. Umso schöner wird sie glänzen ;-)

Stilistisch ist TPOA (schreibfaul) anders als die beiden ersten Alben (die ja auch schon einen schön eigenen Sound hatten). Ich würde es als erwachsener bezeichnen. Es gibt sehr viel zu entdecken, viele Kleinigkeiten wurden eingebaut, aber nicht überladen viele.

Will eigentlich auch nicht großartig mehr dazu sagen.. Mein Lieblingssong ist aber trotzdem Doomsday Party, der Song ist zwar nicht so tiefgängig wie die anderen, aber er geht einfach ab und macht gute Laune.

TPOA ist für mich im Moment glasklar das beste Album, das ich habe, direkt hinter Karnivool - Sound Awake (ist ein völlig anderer Stil, aber das Album ist unschlagbar gut)

An alle, die das hier lesen und Sybreed nicht kennen: Es ist zwar nicht die beste Art und Weise, Musik zu hören, aber es gibt ja diverse Seiten, wo man zumindest mal in die Songs reinhören kann. Youtube zB. Wenn euch die Musik gefällt, KAUFT das Album. Sybreed ist noch immer eine relativ kleine Band und sie haben es sich schlichtweg verdient, dass ihre Musik honoriert wird. Und außerdem hilft euer Geld für zukünftige Produktionen, weil die Jungs von Sybreed stecken alles Geld, was ein Album eingebracht hat, in das kommende. Das sind keine Geldsäcke, das sind 100%ig ehrliche und dabei noch geniale Musiker.

Also, viel Spaß beim Hören :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der Schweiz gibt es glücklicherweise mehr als Milka und Gotthard!, 23. November 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (Audio CD)
Das Label Listenable Records zeigt sich immer mehr als Stall moderner und kreativer Metalbands mit jeder Menge Potenzial. Hacride und Gojira sind nur zwei Bands, welche untere den Fittichen der Franzosen innerhalb des zurückliegenden Jahres hochwertige Alben veröffentlicht haben. Die Schweizer Sybreed kann man ebenfalls in diese Riege einreihen. Musikalisch verwandt, aber doch ganz anders präsentiert sich das Quartett aus dem Raum Genf. "Death Wave" nennt die Band ihre Musik selbst. Und so blöd dieser Begriff auch klingt, so treffend ist er doch. Moderner Extremmetal trifft hier auf düsteren New Wave-Charme und ergibt einen recht angenehmen Klangcocktail. Wobei der Waveanteil eher übertragen auf die zahlreich eingebauten Melodielinien zu verstehen ist. Der Sound ist immer noch zu 100 % metallisch.

Die Grundlagen sind im 90er Jahre Industrial Metal und Bands wie vor allem Fear Factory zu suchen. Dazu noch eine Portion Schwedensound des neuen Jahrtausends (z.B. experimentelle In Flames und Soilwerk), technischer Death Metal und ein Hauch künstliche Symphonik. Aber das stimmige Cover des Killing Joke-Klassikers "Love like blood" verrät schon, dass Sybreed auf ihrem dritten Album The pulse of awakening verstärkt ihre 80er Jahre-Wurzeln zutage befördert haben. So gesellt sich noch die Eleganz von Depeche Mode und ein leichtes Goth-Feeling hinzu. Diese Vermischung liest sich jetzt vielleicht etwas unpassender als sie tatsächlich klingt. Sybreed haben ihre musikalische Vision so umgesetzt, dass nichts aufgesetzt oder unnatürlich klingt. So gehen moderne Metalriffs, abwechslungsreiche Schlagzeugrhythmen, garstige Growls, verzerrte Vocals und klare, melancholische Gesangslinien, Elektronik und Keyboards, sowie Dramatik und erschütternde Härte Hand in Hand, als hätte es nie etwas anderes gegeben.

Der Sci-Fi Metal von Sybreed ist schon eine interessante Sache und Songs wie "A.E.O.N.", "I am ultraviolence", "Human black box" oder "Electronegative" reißen ziemlich mit. Leider geht der Band gegen Ende etwas die Luft aus und die zweite Hälfte des eh schon langen Abschlusstitels "From zero to nothing" endet in einem nicht gerade zwingenden Ambient-Experiment. Aber insgesamt hinterlässt der dritte Streich von Sybreed einen absolut positiven Gesamteindruck. Setzt die Band ihren entwickelten Sound beim nächsten Mal noch konsequenter um und verlässt vielleicht noch etwas mehr allzu ausgetretene Songwritingpfade, steht dem großen Wurf sicherlich nichts mehr im Weg!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Mischung !, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (Audio CD)
Die Schweizer Eidgenossen schmeißen ihre dritte CD auf den Markt und diese kann definitiv überzeugen. Als Grundlage kann man FEAR FACTORY in ihrer späteren Schaffensperiode nennen, SYBREED verstehen es aber durchaus, mit vielen anderen Elementen aus den verschiedensten Bereichen ihrer Musik einen eigenen Stempel aufzudrücken. Diese Stile kann man gar nicht alle aufzählen, denn SYBREED bedienen sich so ziemlich aus jeder Schublade. Dadurch entdeckt man auch beim mehrfachen Hören von "The Pulse Of Awakening" immer wieder neue Kleinigkeiten, die einem vorher verborgen blieben. Allein das Spektrum von Sänger Benjamin ist bemerkenswert, deckt er vom aller tiefsten Gegrunze bis hin zum glockenhellen Gesang so ziemlich jede Facette in seinem Bereich ab. Zudem können die Jungs mit dem gelungene KILLING JOKE Cover "Love Like Blood" ebenfalls punkten.
Einzig negativer Aspekt in meinen Augen ist der etwas zu sehr überladene Einsatz von Keyboards in einigen Stücken, ganz besonders im letzten Lied "From Zero To Nothing".
Die Produktion ist sehr druckvoll und fegt ordentlich Staub aus den Boxen. Zusammen mit den wirklich gut durchdachten Strukturierungen der einzelnen Songs ergibt dies eine interessante und hörenswerte Mischung, die SYBREED ein ganzes Stück nach vorne bringen werden.
Ein starkes Album, dass ich allen ans Herz legen möchte, die nicht mit musikalischen Scheuklappen durch die Gegen laufen, und die auf abwechslungsreichen Metal stehen.
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5.0 von 5 Sternen Top Album / Band, 9. Januar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (Audio CD)
fasse mich kurz ---- Wie die beiden Erstlinge so auch hier eine Top Produzierte Platte !!!
Es bedarf etwas mehr Zeit für diese CD ,,,,.... Aber nach einer gewissen Zeit findet man die die gewohnte Sybreed Qualität
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5.0 von 5 Sternen Mal was anderes einfach toll, 27. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Pulse of Awakening (MP3-Download)
Habe einen Artikel über die Jungs gelesen, mal reingehört und war begeistert. Es ist einfach mal was ganz anderes. Abwechlungsreich und wird nicht so schnell langweilig. Mein Freund meinte "da ist irgendwie von allem etwas drin". Es lohnt sich diesem Album eine Chance zu geben.
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The Pulse of Awakening
The Pulse of Awakening von Sybreed (Audio CD - 2009)
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