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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Klangpracht, 11. Februar 2009
Von 
Thomas Barisch (Euerbach, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs) (DVD)
Der Tannhäuser beschäftigte Wagner sein Leben lang und wie er meinte, der Welt noch einen Tannhäuser schuldig zu sein, so blieb für mich die Plattenindustrie bis heute einen wenn schon nicht "perfekten", so doch wenigstens überwältigenden Tannhäuser schuldig. Annäherungen boten Barenboim und Solti. Die nun vorliegende Aufnahme aus Baden-Baden übertrifft nun erfreulicherweise die vorliegenden CDs und DVDs erheblich.

Nikolaus Lehnhoff dokumentiert seine Auseinandersetzung mit Wagner nach Parsifal und Lohengrin weiter. Er erzählt keine andere Geschichte, nimmt das Stück beim Wort und verweist manchmal gar überdeutlich auf die Aktualität des Stückes, was es im Fall der Mikrophone beim Sängerkrieg nicht bedurft hätte. Die Personenführung zeigt den Regieprofi - viele "Profis" im besten Sinne sind ja heute nicht mehr unterwegs und erspart uns besondere Verfremdungen. Das ganze spielt in und vor eine helixartigen Wendeltreppe - verschieden ausgeleuchtet, verschieden umbaut - schafft diese Treppe über 3 Akte eine Einheit und wirkt immer anders. Ein seit langem wieder mal suggestives, grandioses Bühnenbild. Auch die technische Seite ist da nur zu bewundern.

In diesem Rahmen singt und spielt wohl das beste zur Zeit mögliche Tannhäuserensemble - bis zu den Minnesängern wie der kraftvolle Tom Fox als Biterolf. Stephen Milling gibt zu schönsten Basshoffnungen Anlass, sein Landgraf ist warm und engagiert, das hat auch Pape nicht besser gemacht. Roman Trekel in seiner Leib- und Magenrolle geht den Wolfram als Liedsänger an, versucht aber auch ein bisschen Temperament in diese doch etwas blutleere Figur zu bringen. Waltraud Meier überrascht immer wieder, die Stimme klingt doch wieder voll und rund wie früher, vom zarten Schmeicheln zum großen Ausbruch - immer noch konkurrenzlos. Camilla Nylund singt wunderschön und sieht auch noch wunderschön aus (die Frauen mögen den Männern eine kleine Schwärmerei nachsehen), spielt die Elisabeth auch als kraftvolle, leidenschaftliche, dann tief verletzte Frau. Überhaupt löst sich der Gegensatz von sündiger Liebe und keuscher Liebe hier auf, zwei verschiedenartige Frauen ringen um einen Mann und Elisabeth zeigt viel Begeisterung für Tannhäusers anfänglichen Preis auch der Liebeslust. Die Titelrolle selber ist wohl doch unsingbar, mir fällt keiner ein, der absolut überzeugt. Da reiht sich Robert Gambill auch ein. Er ist - für einen Tenor - ein intelligenter, auch meistens textverständlich und intensiv spielender Sänger, die Romerzählung gestaltet er intensiv, das "erbarm dich mein" im großen Ensemble des 2.Aktes schmerzt dagegen schon ( ist aber auch eine mit Verlaub furchtbare Stelle). Insgesamt aber trotz mancher mehr eckig gestemmter, als wirklich gesungener Töne ein überzeugendes Rollenporträt.

Was die Aufnahme nun aber zum ganz besonderen macht, ist das Dirigat von Philippe Jordan und das Spiel des Deutschen Sinfonie-Orchesters Berlin. Jordan arbeitet alles heraus, was den Tannhäuser ausmacht, von der Cellokantilene des Abendstern bis zur Durchorganisation der großen Ensembles und der räumlichen Klangwirkungen. Dazu lässt er sich Zeit und erzeugt einen stellenweise kathedralenartigen Klang (Blech im Vorspiel des 3. Akts). Er scheut auch nicht eine gewissen Härte und die auftrumpfende Geste, was viele der heutigen Wagnerdirigenten wie der unsägliche Welser-Möst vermissen lassen. Der junge Mann wäre sicher eine Bereicherung für Bayreuth.

Abschließend sei die technische Seite gelobt. Es handelt sich um eine aufwändige Produktion. So perfekt wie alles eingefangen und gesungen wurde, ist das nicht das Abbild eines Abends, sondern ähnlich den Unitelproduktionen aus Bayreuth das Ergebnis mehrerer Aufführungen. Dazu eine perfekte Balance zwischen Singstimmen und kraftvollem Orchesterklang, hier wurde sich wohl richtig Mühe gegeben mit dem Klangbild wie in der guten alten Zeit der Studioproduktionen. Auch die Publikumsgeräusche halten sich in Grenzen. Auf den Einzug der Gäste muss ich einfach besonders hinweisen, hier kommt das Surroundverfahren wirklich mal zum tragen, Orchester, Chor und 12 Trompeten schaffen eine Klangorgie vor der mit 20.000 Lichtern beleuchteten Wendeltreppe - einfach toll. Große Oper, wie sie es nicht mehr oft gibt.

Unbedingte Kaufempfehlung auch und gerade für Wagnerneulinge ein idealer Einstieg in den Wagnerschen Kosmos.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ......ein tannhäuser aus baden-baden, 8. Dezember 2011
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs) (DVD)
Ein düsterer Tannhäuser voller Nachtgestalten, ein hypnotisches Bühnenbild, das an Erich Wonder erinnert (Set Design: Raimund Bauer) und eine perfekte erotische Venus (Waltraud Meier natürlich, keine Jüngere könnte erotischer sein!). Die Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff läßt viel Freiraum in den Köpfen und erinnert auch wegen der Kostümbildnerin Andrea Schmidt-Futterer an die Regiearbeiten von Peter Mussbach.

Der durchwegs gute Dirigent Philippe Jordan liebt es vor der Kamera zu Posen, was in Großaufnahme nur noch grotesk wirkt. Aber das soll diese überdurchschnittliche Tannhäuser-Produktion nicht schmälern. In der Titelrolle ist jedoch Robert Dean-Smith hörbar besser - Robert Gambill ist eine solide Besetzung dafür; mehr nicht.
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5.0 von 5 Sternen Baden-Badener Tannhäuser, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs) (DVD)
Dieser Tannhäuser ist schon rein inszenatorisch ein Gusto-Stück. Das Bühnenbild ist wunderbar klar und einfach. Die Doppelhelix als Treppe, einfach genial.

Es kommt auch richtig Stimmung auf in diesem Tannhäuser. Auch möchte ich das wundervolle Ballett hervorheben. Super Ausdruck und Tanz. Wer Augen hat, der sehe!

Die Sänger/innen: Wie schon alle zuvor sagten: Wunderbar, nur Herr Gambill kam schon sehr an seine Grenzen. Aber wer will es ihm verübeln, so ein Tannhäuser hats halt in sich.
Frau Nylund, Frau Meier und auch alle anderen sind in sensationeller Form. Eine Frage: Wie macht Frau Meier das (ich will nicht despektierlich erscheinen, aber sie ist z.Zt. der Aufnahme so ungefähr 54)? Mir ein Rätsel. Auch wer sie als Klytämnestra gesehen hat in der Salzburger Elektra: GRANDIOS.

Ich habe diesen Tannhäuser nicht hier gekauft, sondern ich habe ihn mir auf ARTE anlässlich der Europäischen Operntage aufgenommen. Trotzdem: Unbedingte Kaufempfehlung.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Camilla Nylund - Waltraud Meier, 19. November 2010
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs) (DVD)
Lehnhoffs großartige,farbstark akzentuierende Inszenierung mit einem inspirierten, magisch involvierenden Bühnenbild, schafft die Basis für eine außergewöhnliche Aufführung. Sängerisch ein ganz herausragendes Ensemble, daß schon an die Grenzen des heutigen Optimums geht.Besonders zu erwähnen: Camilla Nylund singt eine begeisternde, involvierend gleißende, sopransilbrige Elisabeth, ein Ereignis. Waltraud Meier ist Venus mit jeder Pore ihres Singkörpers. Sie gestaltet hinreissend intensiv und hautnah. Robert Gambill als Tannhäuser gestaltet zwar hervorragend, hat aber gelegentlich Stimmprobleme.Roman Trekel singt einen subtil liedhaft intonierenden, emotional sehr berührenden Wolfram. Orchestral hervorragendes Spiel, daß die Partitur klangsinnlich exzellent auslotet. Insgesamt eine beeindruckende Aufführung, mit kleinen Abstrichen, eine Sternstunde der Oper.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei plus bis Eins minus, 1. Mai 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tannhäuser (2 DVDs) (DVD)
Wunderbare Inszenierung.
Wunderbare Stimmen:
Sehr gute schauspielerische Leistungen!

Elisabeth - sehr gut. Wunderbar!
Venus - sehr gut.
Fürst - sehr gut.
Wolfram - sehr gut.

Filmische Übersetzung: Sehr gut!

Aber ausgerechnet Tannhäuser ...
Ich konnte mich nicht anfreunden.
Robert Gabill gab sein Letztes.
Aber seine Stimme zu weich.
Sein Typus zu weich.

Ich konnte das Gefühl nicht loswerden,
als singe er - wie mit Stirnhöhlenvereiterung.

Und vielleicht - sorry - ich mag keinen Unterbiss.

DAs Stück selbst ...
Die Ouvertüre ... Wagner-typisch: Grandios.

Der Plot selbst ...
Obwohl ich Wagner-Fan bin, hat, wie ich finde, leichte Längen.

Was jedoch durch die schauspielerischen Leistungen (fast) aller (s.o.) wieder wettgemacht wird.

Das Ende ist grandios.

Insgesamt: Ok, sehenswert.
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