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am 13. September 2006
Man kann sagen, was man will, aber langweilig war das Leben von Amy Lee und ihrer Band Evanescence in den vergangenen Jahren nicht. Erst verkauft die Gruppe, die aus Arkanas stammt, vierzehn Millonen Stück, dann verlässt Gründungsgitarrist Ben Moody die Band abrupt während einer Tour. Schließlich verklagt Amy noch ihren Ex-Manager wegen finanzieller wie moralischer Verfehlungen und trennt sich von ihrem Freund. Immerhin fanden Evanescence mit Terry Balsamo einen versierten wie liebenswerten Moody-Nachfolger, der sich sogleich einführte, indem er einen Schlaganfall erlitt und monatelang durch die Rehamühle musste. Unter diesen chaotischen Vorzeichen entstand mit dem zweiten Album “The Open Door” ein hartes, extremes und über weite Strecken wütendes Werk mit gelegentlichen Beigaben von Zärtlichkeit und pianogetriebener Sensibilität.

Nachdem man sich diesen Text zu gemüte geführt hat, ist man doch sehr auf das neue Album gespannt.

Lange musste man warten, viele wussten bis vor kurzem gar nicht, das es Evanescence überhaupt noch gibt. Dachten vielleicht, das es mal wieder eine dieser Bands war, die kurz auftauchen, einen riesigen Erfolg haben und dann sofort wieder verschwinden.

Nein, daran ist genauso wenig wahr, wie an dem Gerücht, das Fallen das 1. Album von Evanescence war.

Bevor sich Fallen in die Läden schlich, gab es schon einiges mehr zu hören.

Bei uns dürfte die Band vorher nicht bekannt gewesen sein, was wohl daran liegen wird, das ihre älteren Werke nie in Deutschland erschienen.

Im Jahre 1995, erfolgte die Geburtsstunde von Evanescence, sie bestand zu dieser Zeit noch aus Ben Moody und David Hodges.

1997 erschien die erste Scheibe, eine EP die in ihrer Umgebung hochgelobt wurde.

Ein Jahr später folgte die nächste EP und dann, im Jahre 2001 erschien das Album Origin. Düster, abwechslungsreich, stimmungsvoll und nicht eintönig - das Gegenteil von Fallen?

Während es mit vielen Gastauftritten (um ein Beispiel zu nennen: Living Sacrifice) und ungewöhnlichen Songs bestückt ist, ist der eigentliche Höhepunkt das 7 Minuten lange Instrumental "Eternal".

Das Stück kann man als Höhepunkt der bisherigen Evanescencegeschichte zählen, eine düster und bedrückendes Meisterwerk, das mit elektronischen Einlagen und einem Gewitter beeindruckt.

Fallen erschien 2003 und klingt so derartig anders, das man gar nicht glauben kann, Songs wie "So Close" von der 1. EP aus Evanescence's Händen zu wissen.

Beschimpft wurde es wegen eintönigkeit und vor allem auf Kommerz beschränkter Musik. Sind diese Vorwürfe berechtigt?

Ja, ich bin anderer Meinung, aber ich verstehe die Menschen die das sagen. Verwunderlich, das die Band trotzdem so einen Erfolg erreichte, auch Konzerte waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft und so bekam die Band langsam den Ruf, als depressive, Trauermusik dazustehen, die vor allem 13-jährige Mädchen ansprechen soll.

Das ist, tut mir Leid, ziemlicher Schwachsinn. Wenn sich jemand mal ernsthaft mit den Texten von Fallen und auch (oder vor allem?) denen der früheren Werke auseinander gesetzt hat, wird er seine Meinung ändern.

Doch kommen wir mal von der Vorgeschichte der Band ab und reden über "The Open Door", das sehnlichst erwartete Album, das eine weniger schöne Vorgeschichte durchmachte.

Ich, als jahrelanger Fan der Band, war aufgeregt bis zum geht nicht mehr. Ich kannte schon die neue Single "Call me when youre sober" und war erst doch etwas enttäuscht, aber es war wohl unbegründet, was dieses Album bietet, macht die lange Warterei wett.

Ich habe mich noch nicht intensiv mit dem Album beschäftigen können, da ich die illegale Aktion nicht befürwortete, von daher werde ich in einer darauf folgenden Rezension auf die einzelnen Songs eingehen.

Was mir dann aber mit Sweet Sacrifice in die Ohren gehaut wurde, ja das nahm mir den Atem.

Mit Tempo geht es los, eine mitreißende Nummer in der Amy so hoch sing, wie sie es bis jetzt noch nie getan hat.

Das ist auch gleich ein Punkt den ich ansprechen will, Amy sind vielseitiger, audrucksstarker und voller Gefühl. Aber nicht nur trauriges Flehen wie wir es aus Fallen kennen, nein purer Hass, Bitterkeit und Süße.

Darauf folgt auch Call me when youre Sober, die nicht so Recht zum Rest der Platte passt. Doch eines fiel mir auch auf, der Kritikpunkt der Eintönigkeit wird den Kritikern bei dieser Scheibe im Hals stecken bleiben.

Die Songs sind abwechslungsreich, jeder hat eine eigene Atmosphäre, jeder besticht durch andere Gefühle.

So wird die Band mit dem neuen Album sehr experimentell, was mir vor allem im pfiffigen Clod Nine in die Ohren schieß.

Die Songs sind so anders, mir schon fast fremd. Kein vertrautes "Breathe", keine vertraute leichtigkeit, die einen im 7. Himmel schweben lässt.

Nein, die Songs sind härter, sehr düster, manchmal gehen sie schon so weit, das sie den Begriff "sexy" bekommen, aber auf eine ganz sympatische, nicht störende Weise.

Evanescence und...sexy? Ja, viele werden denken, das sich Evanescence mit diesem Album neu erfinden, das tun sie nicht, aber sie haben sich drastisch verändert. Es ist absehbar das sie viele Fans verlieren und viele gewinnen werden - Die Communitiy wird sich sehr verändern.

Songs wie Lithium, Your Star und Like You bereiten Gänsehaut und eine Stimmung die fast erstickend wirkt.

Like You handelt von Amy's toter Schwester, die mit 3 Jahren starb.

Während Snow White Queen Angst bereitet kommt das Mozart Cover Lacrymosa, das vielleicht einige schon aus Trailer kennen. Das Lied an sich ist aber anders, hat auch eine Stelle aufzuweisen in der nur der Chor zu hören ist.

Wie abwechslungsreich die Songs sind, darauf möchte ich gar nicht mehr eingehen. Eigentlich hat Amy mit diesem Album, alle Vorwürfe gegenüber Fallen zertrümmert. Auch wurde sie schon mit dem Spruch "Naja, was wird das wohl ohne Ben.." beworfen, doch mit diesen Texten, hat sie der Welt gezeigt das sie ohne ihn deutlich besser kann.

Ich bin sehr begeistert von Amy, die Sängerin der Band, gründete in der Zeit nach Fallen eine eigene Epilepsystiftung die hohnen Anklang bekam.

Doch fernab von dem Album, wird man Amy als eine knallharte Persönlichkeit kennen, fiel machte sie durch und doch zeigte sie uns jetzt, was wirklich inr ihr steckt.

"Stay low

soft, dark, and dreamless

far beneath my nightmares and loneliness

I hate me

for breathing without you

I don't want to feel anymore for you"

Restlos begeistert bin ich von diesem Meisterwerk, jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden, aber eins muss gesagt werden: The Open Door ist weder besser, noch schlechter als Fallen - die Alben unterscheiden sich zu sehr, als das ein Vergleich berechtigt wäre.

Alle die Fallen nicht mochten, werden vielleicht an dem neuen Werk gefallen finden, ein Blich lohnt sich gewiss.

Das Album bekommt von mir 5/5 Sternen und ich werde sicherlich nicht nur ein Konzert aufsuchen umd dieses Epos live zu erleben.
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am 6. Februar 2007
eines muss ich gleich vorwegnehmen: wie wahrscheinlich die meisten,war ich anfangs ein wenig enttäuscht über das neue album,beim einmaligen hören hat mich so gut wie kein song wirklich mitgenommen (außer lithium)...doch da ich einfach süchtig nach amy lees stimme bin hab ich mich "erbarmt" und mich mit diesem album auseinandergesetzt...mit dem fazit das es noch besser als fallen ist! während auf dem debütalbum beinahe alle songs demselben genre entsprungen sind,glänzt auf the open door ein jeder song in einer anderen facette!
amy lees stimme ist immens gereift und sie weiß diese perfekt einzusetzen...alles in allem ist das album es eindeutig wert sich damit zu beschäftigen,es gehört auf jeden fall ins cd regal!
hier noch meine benotung der einzelnen songs:
sweet sacrifice (9/10)
lithium (10/10)
call me when you're sober (8/10)
lacrymosa (9/10)
weight of the world (8/10)
snow white queen (8/10)
like you (10/10) -> der song ist amys verstorbener schwester gewidmet
the only one (10/10)
good enough (9/10)
angel of mine (10/10)
cloud nine (10/10)
lose control(8/10)
the last song im wasting on you (10/10)
your star (6/10)
all that im livin for (10/10)
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am 28. Dezember 2006
Das erste was ich mit dieser Platte nach dem ersten Anhören gemacht habe war sie weg zu legen - zu komplex, zu unerwartet und auf jeden Fall zu schwierige Kost für den damaligen Tag. Da lag sie dann auch fast 2 Wochen recht unbeachtet und ich war wenig willig mich ihr auszusetzen. Natürlich hab ich es dann doch noch geschafft mich der Platte ernsthaft und aufgeschlossen zu widmen - mit einem versöhnlichen Resumeé.

Ich habe leicht gemischte Gefühle zu "The Open Door". Evanescence von "Fallen" sind das sicher nicht mehr. Das ist zum einen gut, denn Stagnation bedeutet bekanntlich Tod, und es hat sich ja auch im Lineup nicht grad unwesentlich das eine oder andere geändert. Zum anderen ist es für jemanden der Fallen als so ziemlich perfekte Fusion aus Gothic, New Metal (grausames Wort) und Crossover sieht erstmal ein recht herber Faustschlag in sämtliche klangempfindlichen Körperteile. Da "jolt" die gute Amy plötzlich zu effektgeschwängerten Klangwelten die leicht an Tool erinnern mögen, und irgendwie wirk das alles älter, reifer und vor allem härter.

Wenn man sich jedoch erstmal damit abgefunden hat, dass man kein Going Under Again, kein Bring me to Life, too und kein My totally Immortal auf dieser Platte finden wird wie es auf so vielen Followups von erfolgreichen Platten der Fall ist, sondern das Ganze als eigenständiges Werk akzeptiert fäng es an zu gefallen, wenn halt auch nicht so leichtgängig wie Fallen es war. Aber das mag auch so beabsichtigt sein.

The Open Door ist unglaublich gut produziert, strotzt nur so von komplexen Abmischungen die teilweise immer wieder kehrende Songelemente innerhalb eines einzigen Stücks jeweils völlig unterschiedlich Klingen lassen. Zudem hat Mrs. Lee einiges dazugelert was ihre Stimme angeht und geht auch damit an die Grenzen - ins Hohe wie ins Tiefe, schlägt auch mal leicht Soulige Klänge an, ebenso wie die Sirene die aus einer auf den Hörer einstürzenden Klangwand herausschrillt, mal ganz davon abgesehen, dass Mrs. Lee's Stimme sich nicht selten als Instrument zu finden scheint. Auch die übrige, herkömmliche Instrumentalisierugn ist gelungen und klasse eingespielt, wenn auch vielleicht streckenweise etwas weit hintergründig. Und da fängt es mit der Zwiespältigkeit an.

Die ganze Platte wirkt für mich als Ganzes ein wenig wie ein groß angelegter Beweis es (doch?) zu können. The Open Door ist fast überambitioniert und -dimensioniert, wirkt auf mich teilweise sogar etwas aufgesetzt, streckenweise "gewollt" genial. Allem voran steht Amy Lee mit Stimme und gekonnt-gewolltem Songwriting - und so ist es für mich eher eine "Amy Lee"-Scheibe, denn eine zweite Evanescence geworden. Das tut der Platte keineswegs einen Abbruch, denn sie ist gut, sehr gut sogar, hörenswert und hat es unter allen Unständen verdient ernst genommen zu werden, vielleicht unter künstlerischen Aspekten sogar mehr als Fallen. Dennoch wird es der Platte glaub ich schwer fallen an den kommerziellen Erfolg von Fallen anzuknüpfen, denn wie Eingangs erwähnt ist sie insgesamt komplizierter und weit anspruchsvoller, und was dem Ganzen nicht hilft ist die Anspieluntauglichkeit der meisten Titel, die sich oft erst nach 20-30 Sekunden anfangen zu entfalten.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich über dieses Kuckucksei welches mir Evanescence ins Nest geschmuggelt hat sehr glücklich bin, aber möchte auch eingeschworene Vergötterer von Fallen wenigsten darauf einstellen dass hier etwas neues, anderes - und in meinen Ohren besseres - aber alles nur keine Fortsetzung auf sie wartet. Hörts euch an und entscheidet selbst.

Meine Anspieltipps :

Sweet Sacrifice

Call me when your Sober

Lacrymosa

Your Star

Good Enough
33 Kommentare45 von 50 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2006
Bei "The Open Door" bin ich mir auch nach mehrfachem Hören noch immer nicht sicher: mag ich es nun, oder mag ich es nicht. Jedoch zeigt die Tendenz eher zu 4 Sternen als zu 3.

Fest steht zumindest, dass sich Evanescence seit "Fallen" sehr verändert haben. Das will ich hier weder positiv noch negativ bewerten.

Allgemein empfinde ich THE OPEN DOOR als weniger "kraftvoll" als Fallen. Auf der anderen Seite hat das neue Werk der Amerikaner auf angenehme Art an Eingängigkeit eingebüßt. Die Melodien und Lyrics transportieren sehr viel mehr Gefühl als bei FALLEN, ohne an Dynamik zu verlieren.

Eventuell bringt Amy Ben Moody's ausscheiden in "Lacrymosa" richtig auf den Punkt: "Now that you're gone // I feel like myself again". In der Tat wirkt ihr Gesang auf THE OPEN DOOR variabler und zum Text passender.

Höhepunkte des Albums sind für mich das von Streichern unterlegte "Lithium", sowie "Weight of the World".
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am 18. Oktober 2007
Nachdem ich damals Fallen gern gehört hatte, obwohl die Platte schon wie aus einem Guss klang, hätte ich niemals gedacht, dasss Evanescence sich so weiterentwickeln würden.
The Open Door ist ein in sich geschlossenes und doch sehr experimentelles Werk geworden.
Amy Lee & Co. beweisen mehr Mut, was Songstrukturen, Stimmlage und Lyrics betrifft.
Und dieser Mut hat sich meiner Meinung nach absolut gelohnt.

1. Sweet Sacrifice (8/10)
Super Opener, sehr hohe Stimmlage, man merkt dass Amy's Stimme noch vielfältiger geworden ist als noch bei Fallen. Sehr rockig.

2. Call Me When You're Sober (6/10)
Erste Single von The Open Door, ist mir aber etwas zu simpel -poppig gestrickt.

3. Weight Of The World (7/10)
Wieder ein sehr rockiger Song, sehr sehr schöner Refrain, melancholische Lyrics.

4. Lithium (9/10)
Ein klitzekleines Bisschen vergleichbar mit My Immortal, jedoch kein Plagiat. Schöne Ballade am Piano, die später ordentlich Drive gewinnt. Wieder mal ein Plus für Amys Gesang.

5. Cloud Nine (9/10)
Wieder rockig, sehr schönes Opening und sehr düstere Lyrics ("beg my broken heart to beat")

6. Snow White Queen (5/10)
Wieder etwas rockiger, düster angehaucht, aber mir zu langweilig, ist so 08/15-mäßig aufgemacht.

7. Lacrymosa (9/10)
Supergeil.Amy in Begleitung eines Chors, hört sich sehr episch und sehr düster an. Voll ins schwarze getroffen.

8. Like You (10/10)
Amy's verstorbener Schwester gewidmet. Eine Ballade mit facettenreichem Gesang und wirklich melancholischen Lyrics. Sehr emotional.

9. Lose Control (10/10)
Mein absoluter Liebling auf The Open Door, einfach ein Juwel. Fängt ruhig an, in absolut fantastischer Begleitung eines Pianos, kracht auf einmal los wie ein Gewitter, um dann wieder sanft zu werden.
Fabelhafte, im positivsten Sinne merkwürdige Lyrics und eine faszinierende Amy Lee....so hat man sie noch nie mit ihrer Stimme spielen hören...fabelhaft.Der Song hat eigentlich 100 Punkte verdient.

10. The Only One (9/10)
Würde ich als Mischung aus Sanft und Hart bezeichnen. Sehr eingängiger Text, verbittert, hasserfüllt.
Schöne Melodie & ne gedoppelte Amy.

11. Your Star (10/10)
Mein zweiter Liebling.Absolut fabelhaft.Fängt ebenfalls sehr ruhig an und Frau Lee schraubt ihre Stimme in schwindelerregende Höhen.
Dann setzen gothicmäßige Gitarren ein und unterstützen das düstere Szenario.
Die Lyrics sind ebenfalls sehr schön, machen nachdenklich....
Besonders die geniale Bridge ("Why can't you feel me, calling your name?") erzeugt bei mir Gänsehaut.

12.All That I'm Living For (7/10)
Krachige Gitarren, langgezogene Töne. Nett, aber irgendwie langweilig.

13. Good Enough (5/10)
Tangiert mich so garnicht, kann nicht verstehen, wieso das Lied so gehypt wird, ist mir zu langweilig und irgendwie abstrus instrumentiert.

Alles in allem kann ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen ;)

Tipps: Sweet Sacrifice, Like You, Lose Control, Your Star
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am 1. Oktober 2006
Das lange Warten nach Fallen (bzw. nach Anywhere But Home) hat sich gelohnt. Mit 'The Open Door' tritt Evanescence die zweite Runde seiner Albumgeschichte und eine würdige Nachfolge an.

Doch es gibt eine deutlich Zäsur zwischen den beiden Alben, die nicht zuletzt auch auf den Ausstieg von Ben Moody zurückzuführen ist. Während man im Vergleich zu den Demoversionen bei Fallen noch die Verschiebung der Songs in Richtung Pop spürte - die auch nicht unbedingt als negativ zu empfinden ist -, klingt 'The Open Door' neuartig, vor allem düsterer. Nur 'Call Me When You're Sober' erinnert noch leicht an den Stil von Fallen.

Zunächst zu dem eher Nebensächlichen: Die Hülle und die CD selber (in meiner Edition [im Falle, dass es eine andere gibt]).

Es war ein wenig enttäuschend und beschämend zugleich, dass das zweite Album von Evanescence in einer Papphülle daherkommt. Das Design dieser ist dagegen ein Trost. Außen ist es nicht so gut wie bei Anywhere But Home, aber besser als bei der Hülle von Fallen. Auf der Vorderseite die bezaubernde, wie auch geisterhafte Amy Lee in einem wallenden Kleid vor der offenen Tür mit dem Schriftzug der Band und des Albums, auf der Rückseite ein Close-Up auf den Rahmen der Tür mit den Songtiteln, wie auch der Text auf der Vorderseite in goldener Schrift (leider nicht glänzend). Klar punkten kann das innen festgeklebte Heftchen mit den Songtexten. Sein Cover ist sehr gut entworfen, mystisch kann man fast sagen. Auch die Seiten lassen den Eindruck eines Zauberbuches entstehen. Positiv sind vor allem die Bilder, einmal vom Musikvideo zu 'Call Me When You're Sober' mit Amy und einem Wolf, weitere mit Amy und offenen Türen (ja, sie spielen den Titel so ziemlich aus :) ), ein Bild von der ganzen Band und eines von dem Inneren einer Kirche. Die Songtexte sind angenehm zu lesen, fast jedem wurde eine eigene Seite spendiert. Leider ist die CD selber kein Schmuckstück. Thematisch passt sie zwar zum Rest, wirkt aber mit ihren Sternen auf schwarzem Grund recht einfallslos.

Die Lieder im Einzelnen und im Zusammenhang:

'Sweet Sacrifice' ist ein passendes Intro und auch ein Erinnerung an die für Evanescence typischen Struktur der Lyrics, die allerdings im Vergleich zum Vorgänger einen größeren Freiheitsgrad erreicht hat.

Wie gesagt, das zweite Stück lässt einen nochmals in den Erinnerungen an die unzähligen Stunden Fallen schwelgen. Es lässt sich gut als Anschlusspunkt beschreiben, deswegen wurde es wahrscheinlich auch als Single ausgekoppelt.

Das Gefühl von Vertrautheit endet jedoch spätestens bei 'Weight of the World'. Der Text ist nicht der abwechslungsreichste des Albums, hat dafür aber umso größere Chancen ein Ohrwurm zu werden. Leider geht die Frische der Songs, beginnend mit 'Weight of the World', oft auch das Übertönen von Amys Stimme einher.

Bei 'Lithium' ist dies nicht der Fall, was mit ein Grund dafür ist, warum das Stück zu meinen Lieblingen zählt. Die Vergleiche mit 'My Immortal' (Fallen) sind nur teilweise gerechtfertigt. 'Lithium' lässt nicht diese Verzauberung, dieses Traumhafte von 'My Immortal' anklingen (kein "You used to captivate me by your resonating light"). Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel der beiden - für sich allein schon exzellenten - Komponenten Text und Melodie zu einer sehr suggestiven Einheit.

Aber gerade bei 'Cloud Nine' verliert sich Amys Stimme unter den Instrumenten, hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

'Snow White Queen' erinnert mich persönlich ein wenig an 'My Last Breath' (Fallen), kann damit allerdings nur dank des Refrains mithalten. Die Textstellen dazwischen sind teilweise dröge, es bessert sich glücklicherweise zum Schluss.

Das im Trailer geradezu "vergewaltigte" 'Lacrymosa' entfaltet in voller Länge seine ganze Pracht. Die Virtuosität der Stimme der Leadsängerin zusammen mit dem Chor im Hintergrund, der instrumentalen Untermalung und einem gewaltigen Text machen 'Lacrymosa' zu einem grandiosen Stück in der Mitte des Albums, einem vorzeitiger Höhepunkt.

Die Nummer acht des Albums kann man als thematische Nachfolge von 'Hello' (Fallen) verstehen, doch in Like You wird eher Gewicht auf die Leidenschaft, Verzweiflung und eine gewisse Selbstverachtung gelegt. Die Stärke des Stücks liegt im Übergang von Strophe und Refrain, und dem Refrain selbst.

Mit 'Lose Control' enthält das Album ein Stück mit geisterhaftem Charakter. Für den mittleren Teil der Lyrics muss man Amy und Terry wirklich loben. Es ist auf jeden Fall ein Lied zum Nachsinnen und Weiterdenken.

Dieses Geisterhafte findet sich zum Teil auch im nächsten Song wieder, nämlich in herzrhytmischen "Atemgeräuschen" (keine Ahnung wie man das sonst beschreiben soll), die 'The Only One' im Hintergrund begleiten. Das ist allerdings nur eine Besonderheit: Strophe und Refrain sind hier gleichstark, wobei die dritte Strophe mit einem imperativen Charakter ähnlich wie in 'Whisper' (Fallen) das übliche Muster durchbricht. Sehr gelungen.

'Your Star' kann leider nicht seinen Nachbarn mithalten. Der Anfang ist schwach. Er erinnert mich persönlich an einen Song von Dido (also Evanescence-untypisch, wenn auch nicht unbedingt schlecht). Es bessert sich, kann aber schließlich auch mit einer Choreinlage nicht überzeugen.

Wie angedeutet ist 'All That I'm Living For' eher ein Glanzstück im Vergleich zu 'Your Star'. Der Text wird von Anaphern und Reimen dominiert, eher ungewöhnlich bisher, nichtsdestotrotz hört es sich gut an mit seinem rockigen Refrain und Evanescence-typischen Strophen.

Den Abschluss bildet 'Good Enough', mit 5:30 Minuten das längste Stück, wie man es von Fallen und Origin gewohnt ist. Im Gegensatz zu den Schlussstücken der genannten Alben, 'Whisper' (Fallen) und 'Eternal' (Origin), rundet es den Eindruck vom Album nicht ab. Es erinnert zwar teilweise an ältere Stücke aus dem 'Evanescence EP' oder dem 'Whisper/Sound Asleep EP', oder mich persönlich auch an Dido, kommt aber an vergleichbare Stücke wie 'Breathe No More' (Anywhere But Home) nicht heran: Amys Stimme ist zwar sehr schön zu hören, auch ihr Klavierspiel ist wunderbar, aber dem Song fehlt es an dem gewissen Etwas.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Album zwar schön ist, aber auch einen Tick besser hätte ausfallen können. Seine Stärken, vor allem 'Lithium', 'Lacrymosa' und 'The Only One', gleichen seine Schwächen, nämlich 'Your Star' und 'Good Enough', komplett aus, wünschenswert wäre noch ein Song im Stil von 'Missing' oder 'Breathe No More' (beide Anywhere But Home) gewesen.
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am 14. Dezember 2006
also ich finde das album total cool! evanescence ist eine der besten bands überhaupt. dieses album ist viel abwechslungsreicher als FALLEn. die cd beginnt mit dem härteren sound von SWEET SACRIFICE. der song ist eines meiner lieblingsstücke! danach folgt CALL ME WHEN YOU'RE SOBER, das sicher einigen schon bekannt ist. hier hört man amy lees tolle stimme gut raus. dann kommt WEIGHT OF THE WORLD mit coolem, hartem sound. LITHIUM fängt-im gegensatz zu WEIGHT OF THE WORLD-mit amy lees toller stimme und nur einem keyboard an, wird aber später rockiger. CLOUD NINE ist eigentlich das einzige, das mir nicht so zusagt. ist halt sehr gewöhnungsbedürftig...SNOW WHITE QUEEN ist ein stück, das auf diesem album sofort auffällt, da es sehr anders ist- aber trotzdem SUPER! LACRYMOSA und LIKE YOU sind beides-füer evanescence-eher ruhige songs, aber auch die gefallen mir gut. auch LOSE CONTROL ist cool, aber nicht sehr auffällig. aber THE ONLY ONE finde ich sehr gut, weil es einfach eine melodie hat, die ins ohr geht. YOUR STAR fängt wieder leise an, wird aber auch rockig! ALL THAT I'M LIVING FOR fängt sofort mit rock pur an, und bleibt auch so. bei GOOD ENOUGH ist man wahrscheinlich nach ALL THAT I'M LIVING FOR ziemlich überrascht, weil es leise anfängt, mit einem ganzen orchester! aber das stück ist toll, auch wenn es ganz anders ist als alle anderen. einfach ein insgesamt PERFEKTES album! ich kann es allen nu-metal fans nur empfehlen!!!
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am 7. Februar 2007
Die teilweise doch sehr unterschiedlichen Rezensionen für dieses Album bestätigen mir meinen persönlichen Eindruck. Fallen war meiner Meinung nach doch sehr massenkompatibel und auf schnellen Erfolg ausgerichtet. Mit dem aktuellen Album sind sie erwachsener geworden und wagen sich an einen komplexeren und abwechslungsreicheren Sound heran.

Diese Band geht meiner Meinung nach eine Gradwanderung zwischen Pop und Metal. "Gothic" war auf Fallen allenfalls der weibliche Gesang und die Texte. Der Sound erinnert mich dann insgesamt doch eher an das Nu-Metal-Genre. Mit dem aktuellen Album hat sich das ganze dann mehr in Richtung Gothic Metal bewegt. Für mich ist das daher ein absoluter Gewinn. Ich höre mittlerweile das neue Album wesentlich häufiger als Fallen.

Da meine persönlichen Präferenzen eher in Richtung Gothic Metal als Nu Metal gehen, bekommt dieses Album von mir vier Sterne. Fünf sind es nicht geworden, weil mir einige andere vergleichbare Bands dann doch noch besser gefallen und weniger Popeinflüsse hören lassen.
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am 22. Februar 2007
Als ich in die lange vorbestellte CD endlich reingehört habe war mein erster Gedanke: "Man merkt, dass eine Hälfe des Gründungs- und Songwriterduos (Ben Moody) gegangen ist und man merkt EINDEUTIG dass er die eher den Geschmack der Massen getroffen hat als Amy Lee es auf der CD tut". Nach dem zweiten mal hören war einem klar, dass die durch eine ziemlich harte Zeit gegangen sein muss- was aber dem musikalischem Erlebnis keinen Abruch tut.

Ja das Album ist anders als Fallen und alles was davor entstanden ist, aber wenn ein Gründungmitglied die Band verlässt kann man nichts anderes erwarten. Ben Moody hat alleine und mit Amy Lee gemeinsam Songs geschrieben, diese Zusammenarbeit gibt es nicht mehr und es würde doch mehr als seltsam sein wenn alles wie auf Fallen wäre und sich Evanescence keinen Zentimeter weiterentwickelt hätte.

Alles in allem sind Sweet Sacrifice, Lithium, Lacrimosa, Your Star und All that I'm living for Spitzen- Songs. Sie sind gesanglich und musikalisch zwar hart, jedoch ausgewogen.

The Open Door ist Klasse- Musik, bestimmt nicht für jedermanns Ohren, aber reinhören lohnt sich auf jeden Fall.
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am 9. Dezember 2006
Zugegeben: Evanescence-Fans werden sich beim ersten hören der Platte mit Sicherheit fragen "Äh.. wa? Also nochma..."

So erging es mir selbst auch, aber beim erneuten anhören (wieder und wieder) kam man auch tiefer in das Geschehen auf der CD hinein. Obwohl die Singleauskopplung "Call Me When You're Sober" die wenige Wochen vorher auf dem Markt geschmissen wurde nun doch eher ein Aussenseiter auf dem Album ist, muss ich sagen dass Songs wie "Lithium" doch stark an vergangene Tage anknüpfen, wie gesagt, sofern man sich die Platte mehrmals anhört, denn sie kommt einem bei jedem hören anders, besser vor. Ich weiß nicht welcher psychologische Trick dahinter steckt, doch von den eigentlich sehr markanten "harten" Sounds hört man beim ersten Durchgang wenig...

Mal von diesem Psychoschnickschnack abgesehen: Gelungene Texte, Gelungene Songs, Vielfalt, wie immer für jede Stimmung was dabei.

The Open Door, ganz klarer Favorit in meinem CD-Schrank und zurecht von 0 auf 1 in den LP-Charts gestiegen.

TOP!
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