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am 28. März 2015
Im Herbst 2009 ist es endlich soweit: mehr als 3 Jahre nach ihrer Gründung veröffentlichen The Growlers aus Dana Point in Südkalifornien ihr erstes Album auf Everloving Records! Bis zu diesem Zeitpunkt war die Band jedoch nicht untätig - ganz im Gegenteil.
Begonnen hatte alles im Jahre 2006, als Brooks Nielsen (Gesang) und Matt Taylor (Gitarre und Gesang), damals ihres Zeichens noch Poolboy und Kaktusfarmer, begannen, auf Hauspartys Musik zu spielen. Schnell merkten sie, wie leicht ihnen das Schreiben von Songs fiel und die Band wurde durch Brian Stewart (Schlagzeug) und Clark Davison (Orgel) zum Quartett erweitert. Ganz im Stil von Ray Manzarek spielte Clark auf der Orgel übrigens sowohl Bass als auch Lead. Es gab allerdings recht schnell einige Umbesetzungen: Clark verließ die Band 2007 und wurde durch Miles Patterson ersetzt, der neben der Orgel auch noch Gitarre spielte. Scott Montoya (Bass) komplettierte die mittlerweile fünfköpfige Band.
Der Name der Band ist leicht erklärt und zeugt von einer guten Portion Selbstironie: sich ihres anfangs limitierten musikalischen Könnens wohl bewusst (Brooks hatte vor Gründung der Band noch nie gesungen, Matt Taylor nie richtig auf der Gitarre gespielt), benannten sich die Freunde einfach nach der örtlichen Redewendung "to take a growler" ' was auf Deutsch der vulgären Form von "einen abseilen" entspricht, mit der ich den geneigten Leser an dieser Stelle lieber nicht malträtieren möchte.
Geld für professionelle Studioaufnahmen war natürlich nicht vorhanden, aber da die nach Costa Mesa umgezogene Band ohnehin gemeinsam eine große Lagerhalle bewohnte, wurde kurzerhand ein Teil davon zum eigenen Studio umfunktioniert und die Rolle des Produzenten übernahm Scott Montoya. Im Jahre 2007 erschien dann auch das erste selbst veröffentlichte Album, dessen Titel "Greatest (s)Hits" eine wunderbare Ergänzung zum Bandnamen darstellt. Es umfasst stolze 25 Lieder und ist eine gelungene Mischung aus Songs, die ein wenig wie Demos anmuten, sehr schönen rein instrumentalen Stücken (Voosh! You're a Dolphin) und späteren Publikumslieblingen wie Tijuana, Red Tide oder Barnacle Beat.
2008 wurde es dann ernst: um sich zu beweisen, dass sie eine richtige Band sind, nahmen sich die Growlers vor, jeden Monat eine neue CD zu veröffentlichen. Heraus kamen "The Couples Volume 1-8". Dies sind EPs mit einer Stückzahl von je 300, die zwischen 2 und 14 Lieder beinhalten (insgesamt sind es 51 Lieder!) und ebenfalls in kompletter Eigenregie produziert und veröffentlicht wurden. Hier haben die Growlers aber nicht einfach einen Backlog alter Songs abgearbeitet und auf CDs gebrannt, sondern tatsächlich Monat für Monat neue Stücke geschrieben, aufgenommen, in ihrem Studio produziert, die Cover selbst designt, gezeichnet, gedruckt, ausgeschnitten und dann das fertige Produkt in Umlauf gebracht. Bevorzugt auf wilden Partys in ihrem Zuhause, bei denen die neuen Songs auch sogleich live zum Besten gegeben wurden.
Musikalisch schließen die "Couples" nahtlos an "Greatest (s)Hits" an. Wer bei einem derartig rasanten Output misstrauisch wird, dem sei versichert, dass bei den Growlers nicht das Prinzip 'Masse>Klasse' gilt. Natürlich kann nicht jeder einzelne Song das selbe hohe Niveau erreichen. Dass aber eben doch trotz (oder etwas gerade aufgrund?) der unglaublich hohen Rate an Neuveröffentlichungen bereits so viele wirklich gute Lieder auf diesen frühen CDs zu finden sind, verdient allergrößten Respekt.
Bis in den Spätsommer 2009 spielten The Growlers noch mit der bekannten Besetzung, dann musste zu dieser Zeit Miles Patterson aus persönlichen Gründen die Band verlassen und wurde zuerst für wenige Wochen von einem Jordan ersetzt, dessen Nachname mir unbekannt ist, ehe ab Oktober 2009 Kyle Straka für Keyboard und Gitarre zuständig war ' womit wir nun also beim eigentlichen Thema dieser Rezension angelangt sind: Are You in or Out?

So heißt nämlich das zweite Album der Growlers und im Grunde ist es ein Best Of, für das die Band eine gute Mischung aus gelungenen, schrägen und zunächst wie Füllern anmutenden Liedern gefunden hat, die sie zuvor bereits auf "Greatest (s)Hits" und den "Couples Vol. 1-8" veröffentlicht hatte.
Den Beleg dafür, wie kurzfristig Miles Patterson die Band verlassen musste, findet man noch auf der Rückseite der LP/CD-Hülle. Dort ist nämlich sein Name aufgelistet, nicht aber der von Kyle Straka, der auf der Record Release Party für das neue Album schon mit der Band auftrat.
Something Someone Jr. ist das erste Lied auf dem Album und es ist zugleich auch das erste Lied, das ich jemals von den Growlers gehört habe. Über 5 Jahre später hat es noch immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, denn an dieses freudige, euphorisierende, ja geradezu überwältigende Gefühl, das in mir beim ersten Hören schon nach Sekunden aufkam, kann ich mich bis heute noch genau erinnern. So eine Musik hatte ich bis dato noch nicht gehört. Es war, als hätte ich ein komplett neues Genre entdeckt!
"Das ist aber reichlich übertrieben! Das ist doch nur ein Mix aus Surf, Pop, Rock, Psychedelic und Beat, der Spuren von Folk, Country und Reggae enthält und auf der aktuellen Retro-, Garage- und Neo-Psychedelic Welle reitet und überhaupt gab's das doch eh schon alles in besser in den 60ern!" mag nun der Leser einwenden. "Jein!" ist darauf meine Antwort! Den Genremix lasse ich nämlich noch durchgehen, aber die Musik, die dabei herauskommt, hat es in der Form noch nicht gegeben. Ja - das behaupte ich jetzt einfach mal! Hier und da entdeckt man mal bestimmte Einflüsse, aber The Growlers haben es tatsächlich geschafft, sich diese zu eigen zu machen. Kein anderer mir bekannter Interpret klingt wie die Truppe aus Südkalifornien. Dieser neue Sound bekam dann auch bereits nach relativ kurzer Zeit seinen eigenen Namen: Beach Goth!
Die Band weiß selber nicht genau, woher dieser Begriff kam, wer ihn sich ausdachte und wann er das erste mal auftauchte. Auf einmal war er einfach da, und er passt doch ganz gut, denn die harmonische und meist entspannte Musik ist an sich perfekt für einen sonnigen Tag am Strand geeignet, während in den Texten häufig ein dunkler Unterton mitschwingt. Seit 2012 wird Beach Goth sogar zu einer Art Marke ausgebaut. Im Oktober des besagten Jahres, pünktlich zu Halloween, richteten The Growlers nämlich in Kooperation mit Burger Records erstmals ihr eigenes, seitdem jährlich zur selben Zeit stattfindendes "Ghetto Festival" (O-Ton Brooks Nielsen) aus, bei dem an zwei aufeinanderfolgenden Abenden dutzende befreundete Bands aus der lokalen Szene spielen ' mit den Growlers als Headliner und krönendem, viel umjubelten Abschluss. Zusätzlich sorgen Jahrmarktattraktionen und Kostümwettbewerbe für Unterhaltung abseits der Konzerte.
Weiter geht es auf dem Album mit A Man With No God, einem Folksong über Verlust, Erlösung und das Finden seiner selbst, gefolgt von Red Tide. Kenner der frühen Growlers Geschichte wissen, dass Red Tide und Old 8 Legs (Track 15) ursprünglich als ein Lied gedacht waren, wobei zweiteres quasi als Intro diente, über das dann in einem Crescendo Red Tide hereinbrach. Dass beide Teile voneinander getrennt wurden, ist allerdings eine gute Entscheidung, denn so komplettiert Red Tide den sehr starken Beginn des Albums und ergänzt die musikalische Bandbreite mit seiner Orgel. An dieser Stelle wäre Old 8 Legs vermutlich im Weg gewesen.
In Swallowed Whole, Old Cold River und Stranger's Road wird es ernst: Depression, verbotene Liebe, Tod und Einsamkeit werden von passenden, im Vergleich zum Rest des Albums "kälteren" Melodien begleitet, während Brooks Nielsen in Heehaw Stomp mit dem heutzutage häufiger anzutreffenden verweichlichten, unreifen, sich in Selbstmitleid suhlenden jungen Mann abrechnet, der keine Pläne hat, keine Ziele verfolgt und anstelle von Ehrgeiz nur Faulheit besitzt. Selbst das so verträumte Wet Dreams behandelt bei genauerem Zuhören ein ernstes Thema, nämlich die Versuchungen, gegen die man in einer Beziehung ankämpft, nur um ihnen am Ende womöglich doch zu erliegen.
Einen Kontrast dazu stellt Barnacle Beat mit seinem verrückten Text und flotten Tempo dar, bei dem man einfach nicht still sitzen kann. Ein paar der sehr kurzen Songs, die mit ihrer Laufzeit von unter einer Minute zunächst wie Füller wirken, werden durch ihre Botschaft aufgewertet ' beispielsweise Hoopity Hip:
"The more that you learn
You find you don't know (s)hit
Quit trying to know it all
Sometimes it's okay to be wrong"

Psychedelisch wird es in Wandering Eyes und Tijuana. Ersteres ist ein bitterböses Lied über einen ganz offensichtlich beziehungsunfähigen, promiskuitiven, eiskalten Lügner:
"I'll tell you I'll never leave you
If you believe me then it's your fault
So hear me clearly 'fore you hold me near
Before you hold me dear to your heart
[...]
This wandering heart does what it wants
Not even I know who I'll love"

In Tijuana prangert Brooks Nielsen die Zustände in der mexikanischen Grenzstadt an, in welche die Band schon häufig gereist ist, und ermahnt die Jugend, auf sich acht zu geben:
"Take me to the city of wasted dreams
Where there's little boys with M-16s, yeah
To the city of wasted dreams
Where there's little girls barely in their teens
Dancing on laps to mechanical beats
Take me to the city of wasted dreams
Child, look over your shoulder
And don't believe their smiles"

Und obwohl The Growlers in ihren frühen Jahren weniger Liebeslieder geschrieben haben, als sie es heute tun, waren die Ergebnisse bereits damals ganz fantastisch, wie man an Empty Bones erkennen kann, das bis heute eines ihrer besten Lieder ist.
Wer Probleme damit hat, den nicht immer ganz deutlichen Gesang zu verstehen, der sollte unbedingt zur Vinyl-Version von Are You in or Out greifen, denn diese ist mit einem kleinen Poster ausgestattet, auf dem die Lyrics aufgeschrieben sind. Die CD kommt im Digipak und ohne weitere Extras daher.

Meine Favoriten und Anspieltips sind:
Empty Bones
Something Someone Jr.
Tijuana
Red Tide
Barnacle Beat
Wet Dreams
Wandering Eyes
A Man With No God
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am 23. Juli 2011
Nicht nur das Artwork des Covers ist strange, die Musik ist ebenso strange, im positiven Sinne.
The Growlers sind eine kalifornische Band, die auch gerne als die Gothic Version der Beach Boys gehandelt werden. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, klingen The Growlers doch deutlich rauher und psychedlischer. Eines haben beide Bands aber gemeinsam: Sie klingen, als würde ihre Musik den 70ern entstammen, was bei den Beach Boys ja auch stimmen mag. Den retrolastigen Sound der Growlers könnte man als Mischung aus Surf- und Psychedelicrock mit Bluesrockanleihen beschreiben, bei dem die Stimme des Sängers eine perfekte Symbiose mit den Gitarren eingeht und der Sound somit ziemlich stimmig wirkt.
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