Kundenrezensionen


106 Rezensionen
5 Sterne:
 (49)
4 Sterne:
 (21)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (16)
1 Sterne:
 (9)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung mit Anspruch
"London, his small part of it, lies wide open, impossible to defend, waiting for ist bomb, like a hundred other cities. Rush hour would be a convenient time" (276).Unheimlich! Ian McEwan hat seinen neusten Roman "Saturday" wenige Monate vor den Attentaten auf die Londoner U-Bahn am 7.7.05 vollendet und somit hellseherische Fähigkeiten bewiesen.Doch die Terrorgefahr,...
Veröffentlicht am 5. Februar 2006 von Michael Dienstbier

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lähmende Detailfülle mit eingestreuten Perlen
Dies war nach Abbitte und Zementgarten mein dritter Roman von McEwan und meiner Ansicht nach der mit Abstand Schwächste, was nicht an der Hörbuchversion liegt.

Erzählerisch überzeugt das Buch bzw. Hörbuch durchaus, was die Rahmenhandlung angeht. Diese ist zwar nicht besonders dicht oder dramatisch, dafür aber voll von subtilen...
Veröffentlicht am 26. März 2007 von hartmutw


‹ Zurück | 1 211 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung mit Anspruch, 5. Februar 2006
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Taschenbuch)
"London, his small part of it, lies wide open, impossible to defend, waiting for ist bomb, like a hundred other cities. Rush hour would be a convenient time" (276).Unheimlich! Ian McEwan hat seinen neusten Roman "Saturday" wenige Monate vor den Attentaten auf die Londoner U-Bahn am 7.7.05 vollendet und somit hellseherische Fähigkeiten bewiesen.Doch die Terrorgefahr, die seit dem 11.9. über der gesamten westlichen Welt schwebt, ist nur eines von vielen Themen in diesem mitreißenden Roman. Der Protagonist von "Saturday" ist der glücklich verheiratete und erfolgreiche Gehirnchirurg Henry Perowne. Der Roman beschreibt nur einen Tag im Leben von Henry. Es ist Samstag, der 15.2.03. Der Irakkrieg scheint beschlossene Sache und Hunderttausende Demonstranten blockieren die Stadt. Doch Henry kümmert sich nicht um die große Weltpolitik sondern freut sich an seinem freien Tag auf eine Squashpartie mit einem Arbeitskollegen. Doch auf dem Weg ins Fitnesszentrum eskaliert ein leichter Autounfall in eine ernsthafte Krisensituation. Der junge Baxter und seine zwei Freunde bedrohen Henry und nur mit einem Griff in die Trickkiste der Psychologie kann er entkommen.Am Abend freut er sich auf ein Festessen mit seiner Frau, seinem Sohn, seinem Schwiegervater sowie seiner Tochter Daisy, die seit sechs Monaten in Paris lebt und nun die Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbandes feiern will. Doch die familiäre Idylle wird brutal gestört und droht, in einer Katastrophe zu enden.Während dieses aufregenden Tages befinden wir uns ununterbrochen im Kopf von Henry Perowne. Er sinniert über seine lange Beziehung zu seiner Frau, ihre sexuellen Vorlieben, die Demenz seiner Mutter, das Erwachsenwerden seiner Kinder, diverse Details der Gehirnchirurgie und selbst den faszinierenden Akt der menschlichen Verdauung. Dies veranlasste die "Financial Times" dazu dem Roman eine "Joycean attention to the texture of normality" zu attestieren. Das klingt zwar schön, aber man sollte den Vergleich nicht zu weit treiben. Der 15.2.2003 ist nicht der 16.6.1904 und Henry Perowne hat nicht allzu viel mit Leopold Bloom, dem Protagonisten aus James Joyces "Ulysses" zu tun.Bemerkenswert ist die poetische Sprache des Romans. Egal ob es um Verdauung oder Gehirnchirurgie geht, die Sprache vermittelt dem Leser die Erhabenheit eines noch so profanen Aktes.Fazit: Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ian McEwan schreibt auf demselben Level wie John Banville, dem Meister der englischen Sprache und Gewinner des Booker Prize 2005.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, Mr McEwan. Ein Klasse-Buch!, 4. Juni 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Rough Cut) (Gebundene Ausgabe)
Nach Lektüre einer Rezension in der Süddeutschen Zeitung war ich so neugierig, dass ich nicht auf die Übersetzung warten wollte und "Saturday" gleich im Original bestellt habe. Es hat sich gelohnt! Das Buch hat mich begeistert. Die Schilderung dieses einen Samstags im Leben des Londoner Neurochirurgen, 48 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, hat es in sich. Was da an Themen drinsteckt: berufliche Herausforderungen, Beziehungsproblematik, Elternalltag, Umgang mit dem eigenen Älterwerden, Irakkriegs-Diskussion, ein Besuch bei der altersdementen Mutter im Pflegeheim, ein kleiner Verkehrsunfall und die unerwarteten Komplikationen danach ... aber nichts wirkt konstruiert oder gewollt. McEwans sympathischer Protagonist wirkt einfach glaubwürdig - und sehr menschlich. Man möchte ihn gerne kennenlernen. Bedauert fast, dass der lange Tag - und das Buch - irgendwann ein Ende haben. Für mich persönlich ist es das beste Buch von McEwan. Sehr aktuell, sehr politisch, und (wie man es von ihm ja gewohnt ist) psychologisch unglaublich gut. Last not least: bei aller Nachdenklichkeit ein Buch, das einen nicht runterzieht. Unbedingt lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This story takes place in one day, 15. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Taschenbuch)
Saturday, a unique Saturday, a frightening Saturday. While Ian McEwan is British, the events of Tuesday, September 11, 2001, in America had a tremendous effect on him. For a time, he says, he couldn't write. I know the feeling. I was writing at the time and stopped for one-and-a-half years because my story included a terrorist element. I simply couldn't continue for awhile. This book is a product of McEwan's own introspection regarding the events of 9/11. Henry Perowne, the central character in Saturday, is a neurosurgeon and a family man. His wife is a lawyer. He has two healthy and very capable children. In the middle of the night he awakes to see what he thinks is a meteor streaking toward Earth. The meteor turns out to be an airplane, engulfed in flame, about to crash not far off. The event shakes him to his core and he spends the rest of the day thinking about this horrific incident, about the possibilities as to its cause, and, eventually, about his own life, his very existence. He shares with his readers the intimate details of his world as he tries to make sense of the terror he feels as the day progresses. Perowne's obsession with work seems less necessary as he reviews his life and the things he's deemed to be important. His interactions with people, especially those he loves the most, are not all he would like them to be. He looks inward, seeking and discovering his own spirituality, rejected long ago. He finds comfort there, if not understanding. The events of the day become more horrific as time goes on and Perowne has to come to terms with his own demons in order to deal with the situation his family faces. Parts of this book remind me of The Shoes of the Fisherman by Morris West because there is so much personal introspection and less plot-driven text. It's a very thought-provoking read.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 15. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Saturday: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben: Meine Erwartungshaltung an dieses so hoch gepriesene Buch war wohl ein Grund, weswegen ich im Mittelteil schon kurz vor der Kapitulation stand. Der Autor schildert doch sehr detailliert die Facetten dieses einen Tages im Leben des Neurochirurgen Henry Perowne. Teils schon so detailliert, dass es der Leser als langweilig empfinden mag.

Die Kehrtwende kam für mich, als ich mir vor Augen führte, dass ein Außenstehender wohl niemals nachfühlen kann, was für den Einzelnen "seine" kleinen Wunder des Alltags sind. Haben Sie schon mal versucht, einen einzigen Tag in Ihrem Leben in ein Buch zu fassen? Gibt es nicht auch für Sie sehr bedeutende Dinge, die andere als bedeutungslos abhandeln würden?

Von diesem Augenblick an konnte ich mich auf "Saturday" einlassen, was darin gipfelte, dass ich am Ende des Buches sogar heulte... Dann nämlich, als ich begriffen hatte, was der Autor mit seinen minutengenauen Schilderungen andeuten wollte: Irgendwann ist im Leben für jeden der "Samstag" gekommen. Und unweigerlich wird dieser Samstag - so lange man ihn auch hinauszögern kann - in den "Sonntag" und somit in den Tod übergehen. Und gerade deswegen ist jede Sekunde enorm wichtig.

Mein Fazit: Ein Meisterwerk der modernen Literatur, jedoch nichts für jene, die ihr Leben auf der Überholspur führen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musste zwar schmunzeln..., 21. April 2007
Von 
Jeanine Hildebrand "jeajea" (Kassel/Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Broschiert)
ja, der Verriss der vorhergegangenen Rezension hat mich wirklich amüsiert, ist er doch auch messerscharf (und gut!) geschrieben, und absolut verständlich - so kann man das Buch sicher auch lesen. Das muß ich zugeben.

Habe ich selbst aber nicht, im Gegenteil, mir hat das Buch so gut gefallen, daß ich es jetzt auf Deutsch nochmal für meinen Mann bestelle, wobei ich natürlich hoffe, daß er nicht so reagiert wie mein Vorrezensent ;-)

Komischerweise finde ich, daß GERADE die in ihrer Beispielhaftigkeit (natürlich) überzeichneten Hauptfiguren so typisch sind für eine "moderne erfolgreiche" Familie, die sich halb aus eher künstlerisch/emotional und halb aus eher wissenschaftlich geleiteten Menschen zusammensetzt.

Da es sich um eine "reiche" Familie handelt, ist es auch klar, daß alle jede nur erdenkliche Möglichkeit haben und hatten, sich bestmöglich im Beruf zu entwickeln- da ist gar nichts ungewöhnliches dran, leider, möchte man fast sagen.

Und spätestens hier wird es auch so interessant - denn wie fähig sind Vater, Mutter, Tochter und Sohn denn nun im menschlichen Bereich? Wenn es zum äußersten kommt?

...zunächst nur vorgedacht, und dann ist am Ende die böse reale Welt tatsächlich zuhause angekommen...

natürlich geht das nicht, ohne einen anständigen Zufall oder eine anständige schicksalshafte Begegnung - wie in jedem Roman, in dem Gegensätze aufeinander treffen, die sich sonst nie begegnet wären.

Wie stereotyp denken gebildete Menschen, die sich für höchst individuell halten? - für mich eine Grundfrage, die das Buch aufwirft.

Ja, man sollte wirklich manchmal inne halten und über die Sorgen der Welt einen Schluck Rotwein nehmen - und das ist auch die Kritik an dem Buch: jede Sorge wird inszeniert, zu jedem Gedanken gehört der passende Rahmen, die passende Musik, der passende Wein.

ABER ich bin mir gar nicht sicher, ob McEwan das nicht mit Absicht macht - uns modernen "Intellektuellen" zeigen, wie wenig uns das doch alles wirklich betrifft - eigentlich schlimm, da muß ich doch sorgenvoll nochmal an meinem Schampus nippen...

Ertappt.

Und dann ist der Mann auf einmal da...

Mehr wird nicht verraten.

FAZIT: Nicht so ein Knaller wie Abbitte, aber ich fand es schön und habe besonders die kleinen Exkurse genossen.

Die Sprache und die Einblicke, die sie gewährt, faszieniert, amüsiert und beunruhigt.

Blicke in den menschlichen Körper, wenn man Perones Schnitten und Blicken folgt, Reflexionen über Squash spielende Männer (großartig, großer Lacher!!), und Gedanken zum bevorstehenden Irak-Krieg.

Als Einstieg würde ich allerdings Abbitte empfehlen, oder Liebeswahn.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lähmende Detailfülle mit eingestreuten Perlen, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Audio CD)
Dies war nach Abbitte und Zementgarten mein dritter Roman von McEwan und meiner Ansicht nach der mit Abstand Schwächste, was nicht an der Hörbuchversion liegt.

Erzählerisch überzeugt das Buch bzw. Hörbuch durchaus, was die Rahmenhandlung angeht. Diese ist zwar nicht besonders dicht oder dramatisch, dafür aber voll von subtilen Beobachtungen und malerischen Schilderungen des Londoner Alltags.

Schleppend erschienen mir aber grosse Teile des so gelobten McEwanschen 'Bewusstseinsstroms' frei nach Joyce. Des Helden Gedanken über Leben und Familie sind durchaus tiefgehend, fast philosophisch. Unerträglich, fast schon ärgerlich sind aber die schier endlosen Passagen, in denen Pro und Contra des Irakkrieges zum 100. Mal verhandelt werden sowie die für Nichtärzte vollkommen nutzlosen Erläuterungen zur menschlichen Anatomie, insbesondere zu Gehirnaufbau, -krankheiten und -operationen. Kaum zu glauben, dass man so und in diesem Umfang am Leser vorbei schreiben kann. Auch die so gelobte Schilderung des Squash-Matches ist für Nichtspieler kaum nachvollziehbar.

Fast hätte ich aufgrund der zahlreichen Hänger vorzeitig aufgegeben, und das bei einem Hörbuch! Dann wäre mir aber etwas entgangen, und zwar der wirklich grossartige Schluss, wenn der Held am Ende dieses langen Samstags das Leben mit der Woche vergleicht und sich Gedanken zu seinem persönlichen Samstag (Gegenwart) und dem Sonntag (Alter, Einsamkeit, Tod) macht. Hier läuft McEwan zu absoluter Hochform auf, breitet die Gedanken und Gefühle fast zärtlich und mit viel Tiefgang vor dem Leser bzw. Hörer aus.

Für den wirklich tollen Schluss und die gelungene Lesung des Hörbuchs von J. J. Liefers gebe ich den zusätzlichen Stern. Ansonsten kann ich dieses Buch aufgrund seiner vielen doch etwas belanglosen Passagen nicht empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann ein einziger Tag so spannend sein?, 4. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Saturday: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ja, er kann! McEwan ist brillant: Was diese Beschreibung eines einzigen Tages an philosophischen, psychologischen, politischen und sozialen Einsichten enthält, ist bei der ersten Lektüre gar nicht zu fassen. Und immer, wenn ich das Gefühl hatte, jetzt könnte aber auch die äußere Handlung mal wieder einsetzen - ha, da tat sie es auch. Und was den Roman so anrührend macht(jedenfalls für Menschen über vierzig), ist McEwans Fähigkeit, das Einzelschicksal so darzustellen, dass der Leser die Parallelen oder meinetwegen auch Unterschiede zum eigenen Leben erkennt und über Dinge nachdenkt, die bisher gar nicht nachdenkenswert erschienen. McEwan erwartet aber auch einiges vom Leser - die Bereitschaft, sich auf lange Beschreibungen einzulassen (Erzählzeit gleich erzählte Zeit...)und wohl auch eine gewisse Lebenserfahrung. Aber der Gewinn ist groß!
Wer etwas weniger Zeit investieren will, dem sei die englische Hörbuchversion empfohlen: wunderbar gesprochen und ob der gezwungenen Langsamkeit des Verständnisprozesses an Stellen noch eindringlicher als die selbst gelesene Version.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Not quite a master piece, 23. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Taschenbuch)
Ian McEwan describes the life of his protagonist Henry Perowne in a very detailed way, which makes the reader slip into fiction with ease, following the neurosurgeon's footsteps.
This being a positive factor, the story after the climax is still continuing and continuing, which gets quite boring at a time, making you wish for the final sentence.
The characters are lively, which forces you to feel with them in tough situations, and which makes you say to yourself something like 'Oh no, don't do that!' or 'I hope the character can make it!'
The characters feelings are well illustrated, which contributes to their live liness.
Also the conversation between the parents are real and I can imagine my parents speaking about me the same way, or me speaking about my children the way they do.
Ian McEwan gives actual real Londoner places and streets, just like e.g. Donna Leon does in Venice, which also helps shifting into the story, and, if you happen to be street-smart in London, makes the story quite realistic.
Also McEwan did a perfect job in researching medical science, writing in a very detailed way, when Perowne refers to his operations!
The story is well developed, yet the ending and outcome is not really surprising.
Ultimately you won't regret reading this novel, which entertains you most of the time and carries you away from reality, in my opinion the most important thing a novel should cover.
Niko Zöllner
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent!, 4. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Saturday: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ian McEwan führt den Leser in diesem Buch in die Gefühlswelt eines Mannes, 1:1 zur real erlebten Zeit. Das Experiment, einen Tag im Leben des Protagonisten abzubilden, ist nicht neu, hier aber genial umgesetzt. Manchmal fast schon quälend detailreich, ist es eine überaus genaue, sprachlich brilliante Beobachtung. Dabei erlebt der Leser die widerstreitenden Gefühle um die Frage des eigenen Verhaltens und die Wahrnehmung des Aussen direkt im Innern des Protagonisten.

Dieses Buch ist ein Juwel, das man sich "erarbeiten" muss. Nur etwas für Freunde der Langsamkeit!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom fragilen Glück der Bourgeoisie, 1. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Saturday: Roman (Gebundene Ausgabe)
John Banville hat es „ein bestürzend schlechtes Buch" (a dismayingly bad book) genannt. Die Kritik: viel Recherche, aber nur wenig Kunst, die einzelnen Stücke seien grob aneinander geheftet, die Charaktere stolperten unverbunden neben einander her und die politischen Überlegungen erreichten gerade Dinner-Party-Niveau.
Banville hat recht, „Saturday" hat klare Schwächen. Dass diese in der Tat gerade im handwerklichen Bereich liegen, ist bei McEwan erstaunlich. Ein weiteres Beispiel: da haben wir es z.B. angeblich mit einem einzigen Tag zu tun. Aber so ein einziger Tag ganz alleine ist dann doch sehr wenig, selbst wenn er so voll ist wie dieser 15. Februar 2003 des Henry Perowne. Damit wir zum einen alles richtig verstehen und einordnen können und zum anderen dieser eine Tag auch eine Art Konzentrat eines ganzen Lebens, ja sogar einer Existenzweise, wird, gibt es deshalb unablässige Einschübe, Rückblenden und Erklärungen. Die Form wirkt nur auf den ersten Blick ambitioniert, im Grunde handelt es sich um eine Mogelpackung.
Diese Mogelpackung wirkt zunächst deshalb überzeugend, weil all das Zusatzmaterial scheinbar dem Bewusstseinsstrom von Henry Perowne, der Hauptfigur, entstammt, der offenbar an einem beliebigen Tag sein gesamtes Leben Revue passieren lässt. Doch das Buch ist wohl nicht ohne Grund in der 3. Person erzählt. Tatsächlich schiebt sich immer wieder ein Erzähler ein, der sich nur als Henry Perowne ausgibt, und den Leser nebenbei mit dem notwendigen Hintergrund versorgt.
Dass mir anders als Banville das Buch dennoch so gut gefallen hat, hat ausschließlich subjektive Gründe, angefangen mit meiner Vorliebe für den klaren, präzisen Stil McEwans bis zur Sympathie für dessen Hauptfigur. McEwan hat ein fabelhaft genaues Gespür für das Innenleben des akademisch geprägten Bürgertums und mit H. P. ist ihm ein ganz und gar plastischer und glaubhafter Vertreter dieser Schicht geglückt. Leider - diese letzte Kritik muss noch sein - kann man dasselbe nicht auch von dessen Familie sagen, das perfekte Glück, das McEwan hier schildert, so ganz ohne Risse, Brüche, Irrwege oder Konflikte ist uninteressant, verlogen und im Grunde sogar kitschig.

Doch H. P. selbst ist eine runde Figur. Aber er ist noch mehr als das, er ist vor allem auch der Protagonist einer Lebensweise, und zwar einer Lebensweise under attack. Das gesamte Buch steht einerseits unter dem Eindruck von 9/11 bzw. den Terroranschlägen danach sowie dem „war on terror" in der Folge. Diesem Angriff gegenüber steht eine Zivilisation gegenüber, die in McEwans Darstellung rational, skeptisch, freiheitlich und diesseitig ist. Eine Zivilisation, in der es echten Fortschritt gibt, wie die Ausrottung mancher Krankheiten oder die materielle Welt, in der wir leben, beweisen. Menschen mit metaphysischen Neigungen mögen dies geringschätzig belächeln oder sogar bekämpfen, McEwan dagegen stellt sich ausdrücklich hinter diese Werte der Aufklärung und des mit ihr entstandenen liberalen Bürgertums, und ich - hier wieder einer der subjektiven Gründe - sehe das genauso. Ob der Krieg gegen den Irak gerechtfertigt war oder nicht, ein weiteres zentrales Motiv des Buches, bleibt dahin gestellt. McEwan präsentiert Argumente für beide Richtungen.
„Saturday" ist mithin ein bürgerlicher Roman, in seiner Form, in dem Milieu, das er schildert und in den Werten, die er vertritt. Bürgerlich übrigens auch in der offenkundig harten Arbeit, die in dem Roman steckt. Die Rechercheleistungen McEwans sind bereits aus anderen Büchern bekannt, in diesem übertrifft er alles Bisherige. Banville fühlt sich hierdurch gestört, ich sehe es als professionell, wenn in der Darbietung auch vielleicht ein wenig zu offensichtlich.
Unterm Strich ist „Saturday" vielleicht nicht McEwans bestes Buch. Sehr gut lesbar und ziemlich interessant ist es allemal. Das sollte reichen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 211 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Saturday
Saturday von Ian McEwan (Gebundene Ausgabe - 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 39,90
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen