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Kundenrezensionen

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am 20. Februar 2005
Der Soundtrack erfüllt im großen und ganzen alle Anforderungen, die an eine Filmmusik Quentin Tarantinos setzt, wenn es auch ein paar nervige Kleinigkeiten gibt. Auffällig ist allerdings, dass der 'Kill Bill Vol. 1 OST' nicht so geradlinig ist wie etwa der 'Pulp Fiction OST', der stilistisch in den 70ern angesetzt doch musikalisch und stimmlich etwas gebunden war. Jedenfalls kommt diese Zusammenstellung mit viel mehr Abwechslung und unkonventionellen Tracks daher, was bis auf eine Ausnahme in meinen Augen positiv anzumerken ist.
Den Opener bildet die Nancy Sinatra Ballade "Bang Bang", ein tragisch-anmutender ruhiger, aber absolut typischer Tarantino Song, der auch in 'Pulp Fiction' nicht aus der Reihe gefallen wäre, genauso wie Tracke Nummer zwei, "That Certain Female", ein stimmungsvolles Rock 'N' Roll Tanzstück, welches im Film auch super eingesetzt wird und genauso viel Aussagen über den Sheriff zulässt wie dessen Äußeres es tut. Danach geht es erstmal mit einer Menge an alternativen Musikstilen weiter, so die grandios traurige, instrumentelle Hymne "The Grand Duel - Parte Prima", die psychopathische gepfiffene Titelmelodie, dann nach einem kurzen, aber starken Monolog von Oren Ishii kommt eine Ode an diese in Form einer Hip-Hop Performance von The RZA. Eigentlich gar nicht schlecht, vor allem vor der spannenden und atmosphärischen Hintergrund-Melodie. "Run Fay Run" erscheint dann wieder etwas konventioneller im Hinblick auf den Regiesseur, es handelt sich um feinsten Jazz von Isaac Hayes, ohne Gesang. Das hektischen "Green Hornet" im Stile des Hummelflugs passt ebenfalls gut ins Album, danach geht es auf zum Höhepunkt "Battle Without Honor Or Humanity", eine super bombastische Melodie, die so vielfältig einsetzbar ist und einfach einen Klasseeindruck hinterlässt. Der folgende Track stellt ein Problem dar: so stark der Anfang ist (lediglich diesen hört man im Film), so schwach ist der restliche Teil (und dann auch noch 10 Minuten...). Aus einem Flamenco-Intro der Sonderklasse resultiert ein stupider popiger Disco-Dauerläufer. Das machen The 5.6.7.8's dafür wieder wett mit einer etwas anderen Tanznummer, sollte man mal gehört haben. "Crane / White Lightning" ist nichts Bewegendes und zeigt nur im Kontext mit der Szene Wirkung. Danach wird nochmals die Spannweite musikalischer Richtungen erweitert, mit "The Flower Of Carnage" bekommt man eine wunderschöne traditionell fernöstliche Ballade zu hören, die zu berühren weiß (so auch der Text über Krieg und Rache, dessen englische Übersetzung im Booklet abgedruckt ist) und einen großen Teil der Philosophie von Kill Bill ausdrückt. Das Flöten-/ Trompeten Outro "The Lonely Shepherd" von Zamfir und James Last geht ebenfalls unter die Haut, verbindet man damit doch sofort die bewegenden Monologe einmal von Hatori Hanso und am Ende von Bud. Es unterstreicht das Verlangen nach Rache und die Verbittertheit und Trauer der Protagonistin.
"Diese Frau hat ihre Rache verdient... Und wir den Tod!"
Unterm strich ein wirklich gelungener Soundtrack, der das Spektrum der Gefühle und Einflüsse des Motion Pictures gut wiederzugeben vermag. Ärgerlich ist meiner Ansicht nach nur das überlange Stück von Santa Esmeralda, und noch schlimmer: ein ganz starkes episch-monumentales Stück fehlt, nämlich jenes bei der Herausforderung von Oren Ishii seitens Black Mamba im Restaurant. Wie man das vereinbaren kann, weiß ich nicht, trotzdem überzeugt das vorhandene Material auf ganzer Linie.
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am 29. Oktober 2003
Man muss vorsichtig sein wenn man diese CD in Worte fassen will. Insbesondere wenn man den Film, oder besser, dieses cineastische Meisterstück, vorher gesehen hat. Denn dann schwingt in jedem Ton das gesehene Bild mit und damit wollte man der CD am liebsten neun und zehn Sterne geben. Was wohl am plastischsten zu beschreiben ist bei Santa Esmeraldas "Don't Let Me Be Missunderstood": Da hat man jahrelang heissblütige Flamencotänzerinnen an südlichen Gestaden damit assoziiert und nun auf einmal kämpfende Heroen in einem wunderschönen, vom Schnee überzuckerten, japanischen Garten.
Womit gleich vorab das Cineasten-Urteil ergeht: Kaufen, anhören und den Film im Kopf dazu nochmal ablaufen lassen: Ein Erlebnis erster Güte!
Nun fragt man sich, wer wird sich den Soundtrack kaufen ohne vorher den Film gesehen zu haben? Das mag one-in-a-million-times schon vorkommen, vermutlich wird es jemand sein, der eine witzige Zusammnstellung von Titeln schätzt, die man sonst nur vom TrikontLabel bekommt. Und der ist sicher nicht enttäuscht! Denn ohne Film im Hinterkopf ist es ein interessanter Mix bunter Stilrichtungen von Worldmusik. "My baby shot me down" ist zwar gleich Werbung, den Film anzusehen; es ist vor allem ein wunderbarer Song. An Pizzicato Five erinnern dann einige der folgenden Stücke (und das geschah, um Tarantinos Willen, bestimmt nicht unabsichtlich!) und die leichte Überarbeitung des Santa Esmeralda Klassikers "Don't Let Me Be Missunderstood" erfreut jeden, der diesen Quasi-Evergreen endlich mal wiederhört. Natürlich ist mit "Woo Hoo" auch was für die Fraktion der Klssik-Rocker mit dabei. Und spätestens der einsame Hirte (Lonely Shepherd) baut dann die finale Brücke zu Ennio Morricones Western Klassikern. Zusammenfassung: Kein Muss für jeden, nur ein ganz-dringend-haben-soll!
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am 20. September 2007
Quentin Tarantinos Musikgeschmack ist mindestens so ungewöhnlich wie seine Filme. Selbst wenn sich auf dem Soundtrack zu "Volume 1" seines cineastischen Rache-Epos ein paar bekannte Lieder und Melodien eingeschlichen haben, sind mir ein Großteil der Stücke im Vorfeld gänzlich unbekannt gewesen. Die exotischen Kompositionen zwischen HipHop und japanischem Rock sind allesamt vom Feinsten. Mir haben es insbesondere "Bang bang (My baby shot me down)" von Nancy Sinatra, "The grand duel" von Luis Bacalov, "Battle without honor or humanity" von Tomoyasu Hotel, "The flower of carnage" von Meiko Kaji und "The lonely shepherd" von Quincy Jones angetan. Herausragendes Highlight ist aber ganz klar die über 10 Minuten lange Version von "Don't let me be misunderstood" (Santa Esmeralda). Stillsitzen ausgeschlossen! Überhaupt: beim Hören beschleicht einem eher der Eindruck, es mit dem Soundtrack zu einem beschwingt-fröhlichen Tanzfilm zu tun zu haben, als zu einer martialischen Rachestory. Aber es ist genau diese Dissonanz, die (neben einigen anderen Besonderheiten) die Originalität und Einzigartigkeit beider "Kill Bill" - Teile ausmacht. Den Soundtrack jedenfalls kann sich jeder mit einem gewissen Faible für "andere" Klänge bedenkenlos in den Schrank stellen. Genial!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Oktober 2003
Wer die Filme bzw. die dazugehörigen Soundtracks von Quentin Tarantino kennt, der weiß, dass sich der Mann einen feuchten Kehricht um irgendwelche Trends oder Musikrichtungen schert. Klassische Scores existieren in der Welt des "Pulp-Fiction"-Machers ebensowenig wie angesagte Hits, stattdessen kramt der gute Mann ein ums andere Mal vergessene Perlen der Surfer-Ära aus der Mottenkiste oder überrascht mit Seventies-Funk vom Feinsten. Der Soundtrack zum ziemlich blutig geratenen "Kill Bill" ist da keine Ausnahme.
Gleich eine Sache vorweg - wer sich diese CD wegen der genialen Untermalung des Trailers kaufen möchte (so wie ich), der kann dies ganz beruhigt tun. Das Lied hört auf den Titel "Battle without Honor or Humanity", stammt von dem japanischen Komponisten Tomoyasu Hotei und ist der 9. Titel auf der CD. Aber auch der Rest kann sich hören lassen.
Dabei beginnt die CD für Tarantino-Verhältnisse ziemlich ruhig, fast schon traurig: "Bang Bang (My Baby shot me down)" ist eine nachdenkliche Ballade, gesungen von Nancy Sinatra im Country & Western-Stil. Und weil es im Westen so schön ist, geht es damit munter weiter. "That certain female" ist Rockabilly in seiner schönsten Form, während "The grand Duel" typische Spaghetti-Western-Untermalung vom Feinsten ist. Selbst Altmeister wie Bernhard Herrmann ("Pschycho") bzw. Charles Bernstein ("Die glorreichen Sieben") dürfen nochmal beweisen, was für fantastische Komponisten sie doch gewesen sind. Desweiteren gibt es außerdem klassischen Funk von Isaac Hayes und bizarren Rock'n'Roll von der japanischen Combo "The 5.6.7.8's" zu hören. Erneut hat Tarantino einen unterhaltsamen und originellen Soundtrack zusammengestellt, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht - bis auf die Spielzeit, die mit knapp 40 Minuten ein wenig dürftig ist.
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am 3. November 2003
Typisch für alle Quentin Tarantino Streifen ist die markant hervorstechende Auswahl der Songs. Egal ob bei Reservoir Dogs, Pulp Fiction oder Jackie Brown - Man mag kaum glauben wie er es immer wieder schafft, Musik, die das komplette Gegenteil des Mainstreams bedeuten so in seine Filme zu integrieren, dass die Songs nicht nur "wieder" taufrisch klingen sondern die "coolness" des Films so einfangen und untermauern wie nichts anderes.
Ich muss gestehen, dass ich mir den Soundtrack angehört habe "bevor" ich im Film war. Deshalb hatte ich auch gewisse Probleme die Tracks mit dem Film zu verbinden. Jedoch blieb mir nach dem Kinoerlebnis kein Zweifel: Der Soundtrack passt wie die Faust auf's Auge. Als hätte der weltbeste Schneider einen Anzug nach Mass gefertigt.
Von Rock über elektro-Sounds bis hin zu Tex-Mex-Klängen ist hier so ziemlich jedes Genre vertreten. Was nicht bedeuten muss, dass der Soundtrack sinnlos zusammengewürfelt ist. Es ist eben die Musik zu einem Film. Nicht zu vergleichen mit einem Sampler zu irgendeinem Thema. Deswegen sollte man sich auf eine wilde Mixtur aus dem Tarantino'schen Labor vorbereiten.

Der "hammerharte" Track welcher im Kinotrailer zu hören ist und später auch im Film (Battle without honor or humanity), ist selbstverständlich auch auf dem Album zu finden. Weiter gliedern sich Songs wie z.B.(Bang...Bang...) "My Baby shot me down" von Nancy Sinatra (cooler Gitarrensound mit "Surf-Effekt") oder "the lonely shepherd" (Zamfir) nahtlos in das Gesamtbild des Soundtracks ein.

Das alles kommt natürlich wie immer aus Quentin Tarantino's privater Plattensammlung. Und die ist ja wie er selbst behauptet "Die coolste auf der Welt". Recht hat er. Warum also einen teuren Komponisten engagieren, wenn alles was man braucht zuhause im Wohnzimmer rumfliegt. Also: Für alle die im Film waren ist dieser Soundtrack ein absolutes Muss. Quentin T. verpasst verstaubten B-side singles die Adrenalin-Spritze und erweckt sie zu neuem Leben. "Neue" Tracks hecheln keineswegs hinterher sondern dienen eher als "Zugmaschine" für den Sound "TREK". Allen anderen wird nahegelegt auf diesen Zug aufzuspringen. :o)
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HALL OF FAMEam 5. Mai 2007
Quentin Tarantino ist dafür bekannt, dass er gerne seine Lieblingslieder

in seinen Filmen verwendet und ich bin überrascht, wie gut diese in die

einzelnen Szenen bzw. Situationen passen. Einfach unglaublich.

Was ich auch toll finde ist, dass sogar der Song bzw. Melodie der

Anfangswerbung darauf zu finden ist. Desweiteren sind Trailer entahlten

von Kill Bill 1+2. Das ist auch sehr Lobenswert.

Was man auch sagen sollte, dass das Booklet sehr schön gestalten wurde

mit Bildern aus dem Film und Bildern während den Drehpausen.

Ein paar Lieder finde ich schelcht, aber das sind nur ein oder zwei!

Daher kann ich ohne schlechtes Gewissen 5 Sterne geben.
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am 9. Februar 2009
Das bildgewaltige Racheepos "Kill Bill Vol. 1" benötigte, wie die anderen Meisterwerke von Tarantino einen kultigen und fetzigen Soundtrack. Diesmal finden sich aber nicht nur coole Songs, sondern hauptsächlich breite und epische Melodien, die man aus anderen Filmen und Sendungen kennt. Hier werden sie neu zusammengemischt und begleiten Uma Thurman auf ihrem Rachefeldzug. Nicht nur der Film ist Tarantinos Bester, auch der Soundtrack (mit Vol. 2) ist mit Abstand mein Favorit von Allen, weil er nicht nur cool, sondern auch emotional ist.

Wo fange ich an? Vielleicht am Anfang... Den macht Nancy Sinatra mit der makaberen Ballade "Bang Bang". Einen coolen, tarantinotypischen Countrysong gibt es mit "That Certain Female". Eins der unzähligen Highlights ist Track 3 "The Grand Duel", die tragische Musik aus der Rückblende von Oren Ishii. Ein Klassiker ist definitiv das eingängige "Twisted Nerve", mit meiner Lieblingsmelodie zum Pfeifen. "Ode To Oren Ishii" ist super, hat aber ein Problem: Der Rapgesang im Vordergrund nervt, weil die Musik im Hintergrund das Eigentliche ist, was ich hören will...
"Run Fay Run" ist ein kurzer und cooler Track, der ebenfalls bei der Rückblende von Oren Ishii gespielt wird. In der Hälfte wechselt die Musik in eine Art Westernmelodie, die sehr cool klingt und auch im Trailer verwendet wurde. Dann gehts wieder mit einem Bombentrack weiter und zwar dem "Green Hornet"- theme, das die Ankunft von "Der Braut" in Tokyo untermalt.
Direkt danach wieder ein Höhepunkt in diesem Songsampler und zwar das brachiale "Battle Without Honor And Humanity", wahrscheinlich DAS "Kill Bill"- thema! Die Ankunft von Oren und ihrer Gang im Haus der blauen Blüten wäre nur halb so genial, ohne diese Musik! Dieses Stück ist cool, einzigartig und der Anspieltipp. Nicht umsonst wird dieser Track in unzähligen Fernsehsenudungen und Trailern verwendet...
"DonŽt Let Me Be Misunderstood" ist ein wahrer Klassiker und wird sehr schön umgestaltet, denn man hat hier nun keine Tänzerin mehr im Kopf, sondern den finalen Kampf, zwischen Kiddo und Oren. Die Gitarren, gepaart mit dem Trommelfeuer sind einzigartig und beschreiben auf ironische und übertriebene, aber perfekte Art das große Aufeinandertreffen, das eher von Dialogen, als von der Action lebt.
Mit Titel 11 gibt es das fetzige "Woo Hoo" von den 5, 6, 7, 8Žs. Besonders erwähnenswert sind definitiv das bittersüße "The Flower Of Carnage", das den Fall von Oren sehr schön beschreibt und der wunderschöne Schlusstrack "The Lonley Shepered" mit dem berühmten Panflötensolo. Diese Musik fängt die ganze Tragik von "Kill Bill" ein, wie es kein anderes Stück schafft!

Der Rest besteht aus Dialogsequenzen aus dem Film und kleinen Tracks von The RZA, die die zusätzliche Musik komponierten. Witzig aber eher unnötig sind die SFX Stücke am Ende...

Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass ein wichtiger Track (wie schon in einer vorherigen Rezension erwähnt wurde) fehlt: "Nobody but me" von "The Human Beinz", als die Braut in der schwarz- weiß Einstellung sich am Boden mit den zwei Schwertern dreht und dann die Treppe hochrennt... Dieses Lied hätte wirklich hier mit draufgemusst! Das fand ich ehrlich gesagt ein wenig schade. Zwar fehlen einige Titel, aber das Wichtigste ist vertreten. Wer die komplette Musik haben will, sollte sich in den End Credits notieren, welche Stücke auf dem Soundtrack fehlen und sich diese über Internet oder sonst wo besorgen und dazu packen, denn es gibt definitiv noch einige Schmuckstücke (allerdings nur aus dem ersten Soundtrack), wie zum Beispiel das treibende "From Man To Man (Death Rides A Horse)" von Ennio Morricone, das Stück, wenn Kiddo Oren herausfordert und Sophie verstümmelt.

Trotzdem ist dieser Soundtrack die perfekte musikalische Untermahlung für das brutale Treiben. Ein wahres Schmuckstück an Musik, auch wenn es "nur" ein Songsampler ist, so erschafft "Kill Bill" eine atemberaubende Atmosphäre mit seiner Musik. Nicht nur für Fans ein Muss!
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am 24. April 2004
Wer auf Musik jenseits des Mainstreams steht, ist mit diesem Soundtrack bestens bedient. Gekonnt vermischt Tarntino mal wieder Altes mit Neuem, rockiges mit Hip Hop und Jazz mit Oldies. Zusammen ergibt sich ein einmaliger Mix aus allen möglichen Musikrichtungen, der dafür sorgt das diese Scheibe nicht in langweilige Eintönigkeit verfällt.Alle Musikstücke waren mir völlig unbekannt sind mir aber in ihrer einmaligen Art ans Herz gewachsen.
Es beginnt zuerst ganz leise. Mit der fantastischen Stimme von Nancy Sinatra und ihrem "Bang Bang - My baby shot me down". Louis Bacalov erinnert mit seinem „Grand Duel" stark an Mundharmonikastücke aus Sergio Leone Filmen wohingegen kurz danach The RZA mit gleich 2 Stücken ins Rennen geht. Jedoch muss ich sagen das mir die Hip Hop Stücke von RZA nicht sehr gefallen haben.
Danach folgen die jazzigen, rockigen Trompetenstücke, die meiner Meinung nach die Vorzeigestücke des Soundtracks sind. Hier legt Tarantino ganz klar sein Augenmerk auf Instrumental. Isaac Hayes "Run Fay Run" und Tomayasu Hoteis "Battle without honor or humanity" sind ganz klar einmalig. Dann noch mein 10 minütiger Lieblingstrack "Don't let me be missunderstood" (Santa Esmeralda) und die schlechten Eindrücke durch die Hip Hop Passagen sind verflogen. Zu dem ist "Green Hornet" besonders für Jazzfreunde Höhrenswert. Danach folgt der Oldie "Woo Hoo" und das Panflötenstück "The flower of carnage" die allerdings leider nicht an die Qualität der anderen Tracks herankommen. Schließlich folgt ein weiteres Panflötenstück, das zum ersten Mal japanische Stimmung aufkommen lässt, obwohl es sich beim Film ja eigentlich um einen Eastern handelt. "The lonely sheperd" des rumänischen Panflöters Zamfir, das mich mit seiner wundervollen Melodie sofort in den Bann gezogen hat. Zum Abschluss gibt es noch einen Dialog zwischen Uma Thurman und David Carradine (Bill). Leider kann ich den letzten beiden Stücken nichts abgewinnen.
Fazit: Wer sich von diesem Soundtrack bekannte, kommerzielle Stücke erwartet wird entäuscht werden. Die Scheibe ist prall gefüllt mit einer unglaublichen Stilmixtur und einmaligen Songs und Stücken jenseits des Komerz. Instrumental und Jazzfans werden dabei jedoch besonders auf ihre Kosten kommen.Dies gilt jedoch leider nicht für Hip Hop Fans. Alles in allem, trotz Schwachstellen, eine absolute Ownage-CD!
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am 19. Oktober 2003
Wer den Film "Kill Bill, Vol. 1" gesehen hat und so wie ich vor allem von der verwendeten Musik begeistert war, sollte sich diesen Soundtrack zulegen. Nach Pulp Fiction (Mix aus 70er Soul und Surf-Guitar-Musik) und Jackie Brown (mit emotionsgeladenen Soul-Balladen), habe ich auch den Kauf dieses O.S.T. nicht bereut.
"Bang Bang" von Nancy Sinatra passt zur Story des Films ("My baby shot me down", "He wore black and I wore white") wie die Faust aufs Auge, während Tracks wie "Don't let me be misunderstood" (in einer Art Tex-Mex-Version des Klassikers) oder die klassische Rock'n'Roll-Nummer "Woo Hoo" der 5.6.7.8's (die auch im Film performen) einfach zum Mitklatschen/-stampfen auffordern. Beeindruckt haben mich vor allem die Instrumentalstücke: die gefühlvollen "Grand Duel" und "Lonely Shepherd", die vor allem durch den Film-Kontext echte Tiefe erlangen, genauso aber die Stücke "Battle without Honor" und das herrliche 15-Sekunden-"Rache-Thema" von Quincy Jones. Wunderschön, wenn auch gewöhnungsbedürftig für europäische Ohren, ist "Flower of Carnage" von Meiko Kaji, das einzige japanisch gesungene Lied des Albums.
Eher skurill sind hingegen Nummern wie das gepfiffene Thema aus "Twisted Nerve" oder die für mich sehr nervige Rap-Ode auf O-Ren-Ishii (zum Glück hat The RZA nicht im Film mitgerappt!!). Völlig unnötig aber sind die sogenannten "Soundeffekte" (5 Tracks), die unter die Rubrik "Was soll das?" fallen.
Die CD enthält auch ein paar "Enhanced Features", nämlich 3 KillBill-Trailer, im Quicktime-Format und für alle die den Film nicht kennen (?) ein schönes Extra.
Fazit: Bestimmt 10 Stücke bei denen das Zuhören großen Spaß macht, ein paar davon sind was ganz besonderes, insgesamt ist das also ein Ausnahmesoundtrack. Wäre etwas weniger Ballast dabei, wären 5 Sterne angesagt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Oktober 2011
--- Inhalt & Kritik ---

Ein guter Filmsoundtrack zeichnet sich dadurch aus, mit seinen Melodien Bilder heraufzubeschwören, die man ganz klar dem dazugehörigen Film zuordnen kann. Ein sehr guter Filmsoundtrack ruft dazu noch bestimmte Emotionen bei der Zuhörerschaft hervor, die ihn zu einer Sache mit Hand und Fuß machen. Der Soundtrack zu Quentin Tarantinos KILL BILL VOL. 1 liefert dafür ein Paradebeispiel ab. Wenn man beispielsweise das wunderschöne THE LONELY SHEPERD von Zamir hört, ein reines Instrumentalstück, in welchem man dramatische Töne einer Panflöte vernehmen kann, dann erinnert man sich sofort an die Ehrfurcht einflößende Filmszene, in der die Braut vom legendären Waffenschmied Hattori Hanzo das Schwert aller Schwerter überreicht bekommt. Ein wohliges Gänsehaut-Feeling stellt sich ein. Mit Bernard Herrmanns TWISTED NERVE verhält es sich ganz anders, obwohl das nicht bedeutet, dass der Titel nicht auch mit Atmosphäre punkten kann. Ganz im Gegenteil: Ein leises, melodisches Pfeifen brandet zu einem lauten, bedrohlichen Höhepunkt an, der die mit einer Giftspritze bewaffnete Elle Driver in lasziver Krankenschwesterkluft ankündigt.
Es ist eigentlich kein Wunder, dass die musikalische Begleitung des Rache-Epos KILL BILL zu einem Wechselbad der Gefühle einlädt. Rache mag man kalt servieren. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass sich die Braut während des Aktes auch kalt oder gar emotionslos verhält. Der Soundtrack vertont ihren Rachedurst in allen Facetten, von früherer, inniger Liebe bis zu bodenlosem Hass, der keine Erbarmung zulässt.
Liebt man KILL BILL, braucht man den Kult-Soundtrack einfach noch in zusätzlicher Form. Denn ob der Film ohne die Musik nun genauso gut wirken würde oder nicht, eines bleibt glasklar: Der doppelbödige Soundtrack würde auch ohne den dazugehörigen Film wirken. Dies bedeutet gleichzeitig, dass Musikliebhaber, die KILL BILL nicht gesehen haben, ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Das majestätsgleiche Stück BATTLE WITHOUT HONOR OR HUMANITY von Tomayasu Hotel sagt einem vom Titel erstmal nichts. Hört man aber in den Track hinein, wird man vielleicht feststellen, dass er mindestens so bekannt wie das STAR WARS-Theme ist. Viele der dreizehn Einzeltitel hat man bestimmt schon irgendwo anders aufgeschnappt, sei es als musikalische Untermalung in einem anderen Film oder möglicherweise in einer RTL-Reportage, und in diesem Falle bleibt einem nichts weiter zu sagen als "Ach, das stammt aus KILL BILL? Cool!".

--- Die Vinyl-LP des Soundtracks ---

Qualitätstechnisch wird die Vinyl-Pressung dem Inhalt in höchst zufriedenem Maße gerecht. Selbst auf meinem bescheidenen Pioneer-Plattenspieler höre ich, wie gut das Album abgemischt wurde. Der Sound wirkt geradezu dreidimensional. Bestes Beispiel liefert hier der Eröffnungstitel BANG BANG (MY BABY SHOT ME DOWN) von Nancy Sinatra, in welchem sich die Stimme der Sängerin auf eine Lautsprecherseite verlegt während auf der anderen dezent die instrumentale Begleitung ertönt. Diese angenehme Abmischung kommt auch in den anderen Songs mit Gesang zum Tragen. Die reinen Melodiestücke bestechen derweil durch Dynamik, Druck und Detailwiedergabe - sehr schön!
Es sind übrigens zwei Original-Dialoge aus KILL BILL VOL. 1 im mannigfaltigen Klangteppich eingebettet, was nochmals für Abwechslung sorgt.
Nun folgen ein paar Worte zur Aufmachung: Zusätzlich zur typischen Schallplattenausstattung, die aus einer stabilen Schutzhülle und einem weißen Papier-Staubschutz besteht, ist noch ein vollformatiger, beidseitig in schwarz-weiß bedruckter Lyric-Sheet beigefügt, der den Songtext von Nancy Sinatras Track sowie Produktionsnotizen und Bilder von Uma Thurman bzw. Lucy Liu trägt.

--- Fazit ---

Ein einziger Volltreffer: Das Soundtrack-Album des ersten KILL BILL-Teils stimmt auf der ganzen Linie und weist nicht nur inhaltliche, sondern auch präsentationsbezogene Stärken auf. Mit solchen Vorzeige-Vinyl-Editionen würde das analoge Medium sicherlich wieder populärer werden.
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