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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Film über eine außergewöhnliche Frau
Coco Chanel, eigentlich Gabrielle Chasnel, wird nach dem Tod ihrer Mutter, zusammen mit ihrer Schwester Adrienne in ein Kloster gebracht und verbringt dort ihre Zeit, in dem sie nähen lernt.Das schlichte und teilweise sprachlose Klosterleben prägt neben der Erfahrung, dass ihr Vater sich nie wieder meldet, ihren Charakter.Immer in der Hoffnung und mit dem Willen...
Vor 17 Monaten von JoKo veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Anfangsjahre der Coco Chanel
Coco hat als junge Frau keine besondere gesellschaftliche Stellung, schlägt sich als Sängerin in einer windigen Bar durch. Ihre Chance zum Aufstieg nimmt sie wahr, indem sie sich einem reichen Adligen an den Hals wirft und kurzerhand bei ihm einzieht. Dadurch kommt sie mit höheren Gesellschaftsschichten in Kontakt. Sie lernt einen reichen, aber bereits...
Vor 22 Monaten von N. I. Body veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Film über eine außergewöhnliche Frau, 31. Juli 2013
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Coco Chanel, eigentlich Gabrielle Chasnel, wird nach dem Tod ihrer Mutter, zusammen mit ihrer Schwester Adrienne in ein Kloster gebracht und verbringt dort ihre Zeit, in dem sie nähen lernt.Das schlichte und teilweise sprachlose Klosterleben prägt neben der Erfahrung, dass ihr Vater sich nie wieder meldet, ihren Charakter.Immer in der Hoffnung und mit dem Willen auf eigenen Beinen zu stehen und aus dem Elend ihrer Jugend herauszukommen, beginnt sie mit ihrer Schwester zusammen Geld zu verdienen, in dem sie in Clubs singt und nebenher Näharbeiten verrichtet, was ihr sehr gut gelingt. Als Sängerin, der ihr auch den Spitznamen Coco einbringt, lernt sie den reichen Bonvivant Etienne Balsam kennen, der von Benoit Poelvoorde sehr überzeugend gespielt wird. Er führt sie in das mondäne und dekadente Leben der Schönen und Reichen ein, das Coco nach und nach mehr missfällt, vor allem auch deshalb, weil Etienne ihr immer wieder zu verstehen gibt, dass sie nichts außergewöhnliches ist.Trotzdem geht Coco ihren Weg. Ihre Introvertiertheit,die gepaart ist mit Eigenwilligkeit und dem unbedingten Willen, aus ihrem jetzigen Leben heraus zu kommen, lässt sie in den Augen der Männer anziehend wirken. Zusammen mit ihrer selbst kreierten Kleidung, die sich durch schlichte Eleganz und Körperbetontheit auszeichnet, lernt sie ihre große Liebe Arthur "Boy" Capel (Allessandro Nivola)kennen. Bei ihm lernt sie das erste Mal im Leben das Gefühl Liebe kennen und bekommt durch "Boy" , der selbst in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, die nötige moralische und finanzielle Hilfe um sich selbständig und unabhängig zu machen. Ihr Erfolg ist bis heute spürbar.

Mich hat dieser Film überzeugt und ich habe die Geschichte von Coco atemlos verfolgt. Die Charakterdarstellung der charismatischen Coco Chanel ist Andrey Tanton meiner Meinung nach ausgezeichnet gelungen. Gerade ihre Wortkargheit und auch die Darstellung des kargen und entbehrungsreichen Klosterlebens, das durch das Fehlen der musikalischen Untermalung noch intensiviert wurde, hat die Prägung ihrer Person nochmals in den Mittelpunkt des gestellt. So fallen ihre ersten Kleider auch schlicht und schwarz aus, was zur damaligen Zeit , in der Pomp, Rüschen, Schleifchen und Federn vorherrschten, eine Revolution war. Auch das Weglassen des Korsetts und mehr Freiheit für den Körper zu erreichen, mögen die Jahre im Kloster mitgeprägt haben.

Der Film besticht nicht nur durch gut schauspielerische Leistung, sondern stellt auch die Natur in den Mittelpunkt, was dadurch gezeigt wird, dass der Film nicht etwa in Paris, der Modemetropole spielt, sondern überwiegend auf dem Landgut von Etienne Balsam. Auch hier liegt der wieder der Fokus wieder auf der Natürlichkeit.

Der Film ist für mich mehr als gelungen und ich werde ihn mir bestimmt noch einmal ansehen.
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46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jugendjahre und Aufstieg der Ikone der Haute Couture, 15. September 2009
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der Titel weist bereits darauf hin: mit dem Durchbruch Coco Chanels zur ultimativen Modeikone endet dieser Film nach knapp zwei Stunden und man ist durchaus geneigt "schon?" zu sagen, was auf gute Unterhaltung schließen lässt. Und dieses Prädikat hat Anne Fontaines filmische Verneigung vor dieser außergewöhnlichen Frau verdient. Aber wenn auch die heimlichen Stars der Geschichte bereits ihre außergewöhnlichen Kreationen sind, so erzählt er eben doch die Geschichte der Gabrielle Chasnel (ein Schreibfehler) nur bis zur Zeit Cocos vor Chanel, wie der Originaltitel noch treffender betont.

Basierend auf der mit einer Fülle von Fakten gespickten Biografie einer ebenfalls außergewöhnlichen Frau, der langjährigen Chefredakteurin der französischen Ausgabe von "Vogue" Edmonde Charles-Roux, beginnt der Film mit der Kindheit der kleinen Gabrielle in einem einsam gelegenen, klösterlichen Waisenhaus, in das ihr Vater sie und ihre Schwester verfrachtete, nachdem die Mutter, noch jung, an einem elenden Leben zugrunde ging. Der Name Chanel hatte in den Cevennen, aus denen ihre Vorfahren stammen, für lange Zeit einen durchaus zweifelhaften Ruf. Hausierer, Gastwirte, armes Gesindel waren sie und die Männer immer hinter den Weibern her, die sie dann ins Unglück stürzten. Der Vater jedenfalls kam nie wieder, aber die Schwestern Chanel lernten bei den Nonnen nähen und zeigten sich dabei sehr begabt. Erwachsen geworden und auf eigene Füße gestellt, sollten sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. So sehen wir im Verlauf des Films die junge Gabrielle, verkörpert von der aparten Audrey Tautou, auf eigenen bescheidenen Füßen stehend, tagsüber still über den Stoff gebeugt nähend und abends vor Publikum singend, ein bescheidenes Talent in bescheidenen Etablissements, in denen der Unterschied zwischen Künstlerinnen und Kurtisanen verwischt. Das Singen ist eine Sackgasse für Gabrielle, bringt ihr jedoch den Rufnamen "Coco" ein, dessen Anfangsbuchstabe verschlungen mit dem C in ihrem Nachnamen zu einem exklusiven Markenzeichen avancieren wird, das bis heute sein hohes Niveau halten kann. Außerdem führte ihr Tingeltangel zu der für ihre Zukunft so bedeutsamen Bekanntschaft mit dem reichen Bonvivant Étienne Balsam (Benoît Poelvoorde), der auf seinem Landsitz Pferde züchtet und einen für Seinesgleichen zu jener Zeit nicht unüblichen dekadenten Lebensstil pflegt. Als Pferdenarr ist er fasziniert von Cocos stiller Unbezähmtheit und ihrem unbeugsamen Stolz; zögernd öffnet er ihr die Tür zur mondänen Welt der reichen Müßiggänger und schönen Mätressen. Auch ihre "Schwester" Adrienne (Marie Gillain), die im wirklichen Leben ihre fast gleichaltrige Tante war, ist in dieser Welt gefangen. Schon bald fällt Coco durch außergewöhnliche Kleidung und ihrem rebellischen Geist auf, ein dünnes, junges Nichts, introvertiert und schlagfertig zugleich. Durchaus verwirrend, jedoch alles andere als verwirrt, streift sie durch die weitläufigen Räume von Royallieu, ebenfalls ein ehemaliges Kloster, und durch die Belle Époque, die mit Beginn des 1.Weltkriegs endgültig untergehen wird. Aber noch sehen die Frauen der Gesellschaft wie aufgezäumte, gerüschte, gefederte, gefältelte, vom Korsett in Form gehaltene pastellfarbene Karikaturen ihrer selbst aus. Besonders die Hüte sind monströse Ungetüme. "Immer wegnehmen, immer weniger, nie etwas hinzufügen... Die einzige Schönheit ist die Freiheit der Körper..." murmelt Coco vor sich hin, für immer geprägt von der Schönheit klösterlicher Schlichtheit, Zweckmäßigkeit und Strenge. Schwarz und weiß, jedoch in erster Linie immer wieder schwarz. Aber noch sind die Damen von Welt und Halbwelt nicht bereit für ihre radikalen Ideen, allenfalls den einen oder anderen Hut darf sie neu gestalten oder Verkleidungen entwerfen. Ihre Unzufriedenheit mit ihrem oberflächlichen Leben und unsicherem Status ist groß, als ein Mann in ihr Leben tritt, der als erster, (einziger?) ihr Herz erobert. Der englische Selfmademan Arthur "Boy" Capel (Alessandro Nivola), ebenfalls von zweifelhafter Herkunft, ist wesensverwandt und wird ihr, außergewöhnliches Talent und Durchsetzungsvermögen erkennend, den Weg in die berufliche Unabhängigkeit ebnen. Er wird ihr aber auch bewusst und unverschuldet gleichermaßen viel Leid zufügen und das emotionale Fundament für Coco Chanels Haltung legen, dass nichts und niemand ihre Arbeit, die an erster Stelle zu stehen hat und finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, gefährden darf. Davon ist sie im Großen und Ganzen nie abgewichen. Coco Chanel blieb Zeit ihres Lebens kinderlos und unverheiratet. In diesem Film jedoch darf sie, noch ganz am Anfang eines außergewöhnlichen Lebens und einer großen Karriere stehend, elegant wie ein schwarzer Schwan, zuversichtlich im Bewusstsein ihrer Jugend und im Taumel der erster Liebe am Arm von Boy Capel durchs Kasino schweben und zum Finale im klassischen Chanelkostüm das Defilee der Mannequins in ihren Kreationen genießen.

Dieser Film gehört trotz seines biografischen Charakters zum Genre Drama, die unglücklich endende Liebesgeschichte zwischen Coco Chanel und Boy Capel steht im Mittelpunkt. Getragen wird er, vorhersehbar, von der nahezu ständig präsenten Audrey Tautou, eine durchaus glückliche Besetzung, wenn auch die Schärfe, das Kantige, beides Züge, die auch im schönen Äußeren der jungen Chanel bereits zu finden waren, in diesem hübschen Gesicht nicht vorhanden sind. Auch die anderen Rollen sind attraktiv besetzt, die vielfältigen Kulissen aufwendig und stimmig. Das ländliche Royallieu mit seinen Pferden und nicht etwa Paris ist der dominierende Schauplatz des Films. Und es ist Chanel, und nur Chanel, die für eine Art Happyend sorgt. Ein passender Schlussakkord für einen Film über eine kurze Zeitspanne im Leben von Coco Chanel, der durch ihr restliches, sehr außergewöhnliches Leben hallen sollte. Ein vielschichtiges Leben, das trotz Glamour und Weltläufigkeit letztendlich ein einsames war und das Stoff für viele weitere Filme bereithält. Fast alle wären Dramen.

Helga Kurz
15. September 2009
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufstieg einer Modegigantin ..., 28. August 2009
Der Film (einmal mehr beeindruckend in ihrer Darstellung: Audrey Tautou) zeichnet den Aufstieg von "Coco" (vermutlich ihr Spitzname aus der Zeit, als sie noch vor Soldatenpublikum sang) Chanel vom zurückhaltenden Waisenmädchen zur Modeikone des 20. Jahrhunderts nach; Entpuppung einer Frau, die es wahrlich nicht leicht hatte: Wir erfahren von privaten Schicksalsschlägen und den Widerstand des eingefahrenen Establishments, wenn es um tiefgreifende Änderung der Modeerscheinung und Bekleidung schlechthin geht: Coco Chanel hatte ihren eigenen Kopf, und den setzte sie (unter tatkräftiger finanzieller Mithilfe ihrer zahlreichen Liebhaber) schließlich auch durch.
Trotz trister Kindheit und zahlreichen Anfeindungen im Werdegang der jungen Frau langweilt der Film nicht durch Betonung der tragischen Komponente, im Gegenteil: Er zeigt den Weg einer stillen Kämpfernatur des vorigen Jahrhunderts, die durch die Umstände gelernt hat, dass man sich selbst der Nächste ist, wenn man etwas erreichen will im Leben.
Nach ihrem Tod und einer Zeit des Leerlaufs und einer scheinbaren Orientierungslosigkeit führte ein gewisser Karl Lagerfeld das Modehaus Chanel erneut zu Reichtum und Ruhm, doch das ist eine andere Geschichte.

Das Porträt einer "emanzipierten" Frau, die damals schon wußte, was sie wollte, schön anzusehen, unterhaltsam, lehrreich: Ein Film, wie es viele geben sollte, aber nur wenige sind.
Großes Kino, wohlig unlaut!
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3.0 von 5 Sternen Anfangsjahre der Coco Chanel, 21. Februar 2013
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Coco hat als junge Frau keine besondere gesellschaftliche Stellung, schlägt sich als Sängerin in einer windigen Bar durch. Ihre Chance zum Aufstieg nimmt sie wahr, indem sie sich einem reichen Adligen an den Hals wirft und kurzerhand bei ihm einzieht. Dadurch kommt sie mit höheren Gesellschaftsschichten in Kontakt. Sie lernt einen reichen, aber bereits verlobten, Engländer kennen und lieben und lässt sich von ihm ein Modegeschäft in Paris finanzieren, was den Beginn ihres Imperiums darstellt.

Der Film konzentriert sich ausschließlich auf die frühen Jahre von Coco Chanel. Wer schicke Pariser Modenschauen oder eine detaillierte Dokumentation des gesamten Lebens der Mode-Ikone erwartet wird enttäuscht sein. Die Handlung dreht sich hauptsächlich um Cocos schwierige Beziehungen zu Männern, enttäuschte Liebe, permanenten Geldmangel, das Klarkommen mit der eigenen Vergangenheit als Waisenkind und den damals um die Jahrhundertwende noch bestehenden gesellschaftlichen Barrieren. Auf die Wirren des ersten Weltkrieges wird nicht eingegangen. So mancher Rosamunde Pilcher Film behandelt ähnliche Themen.

Audrey Tatou (Fabelhafte Welt der Amelie) läuft kettenrauchend, mißmutig und mit gefrusteter Mine durch den gesamten Film und wurde dafür mit einer Oscarnominierung bedacht.

Bild- und Tonqualität (DD 5.1) der DVD sind sehr gut.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu wenig Coco Chanel, 16. Oktober 2009
Der Film beschreibt in 105 Minuten das Leben der Coco Chanel, bzw. hauptsächlich eine handvoll Jahre. Die Kindheit wird gestreift, man erfährt vom Leben im Waisenhaus (im wirklichen Leben waren es Tanten) und dem immer wieder enttäuschten Warten auf den Vater. Kurz darauf sind wir in den Jahren, die ausführlich ausgebreitet werden und den Großteil des Filmes in Beschlag nehmen. Coco und ihre Schwester beginnen als Sängerinnen in einem Club, lernen beide Männer kennen, die ihnen eine Chance bieten aus der kleinen Welt heraus zu gelangen. Schon hier wird der starke Drang nach Unabhängigkeit bei Coco deutlich. Sie ziehen beide in die Nähe von Paris und nun geht es stimmungsvoll um Liebe, Unabhängigkeit, Cocos Kontakte in die "Feine Gesellschaft". Erst zum Schluss gibt es fünfzehn Minuten für ihr Leben als Modedesignerin.
Zwar wird im Film immer wieder gezeigt, dass Coco einen eigenen Blick auf Mode hat, doch muss sich dies der Geschichte im Umfeld unterordnen. Ich hätte gerne mehr über Coco Chanel als Modeikone erfahren. Dieser Tel ihres Lebens wird schlimm vernachlässigt. Somit bleibt es die (immer noch wunderbar erzählte) Geschichte irgendeiner jungen Frau.
Das Hauptproblem dieses Filmes ist der schweigsame Charakter der Chanel. Man kann sich gut in die anderen Charaktäre einfühlen, weil sie sich mitteilen; bei Coco Chanel muss man oft raten, was sie innerlich durchlebt, da sie viel schaut, zuhört und denkt, doch nur ein Bruchteil davon ans Licht kommt. So wird Coco Chanel zu einer Nebenfigur im Film über ihr eigenes Leben.
Auf jeden Fall sehenswert, obwohl zuwenig Coco Chanel.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ganz anders als erwartet, aber gut, 17. März 2012
Von 
Cover und Titel versprechen ja eigentlich, dass sich der Film um das Schaffen der Modeschöpferin Coco Chanel dreht, doch dem ist nicht so. Vielmehr wird uns die Geschichte, bevor Gabrielle zur Modeschöpferin wird, näher gebracht.

Wenn man dies vorher weiß, dann wird einem das Bild und die Stellung der Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt. Gabrielle, kurz Coco, verdingt sich durch viele Jobs ihren Unterhalt. Sie arbeitet als Näherin, nebenbei singt sie und eigentlich kann sie doch nur etwas Höheres werden, wenn sie heiratet. Doch dies will sie nicht, zumindest nicht allein des Geldes wegen. So bleibt ihr nur eins, sich als Gespielin an einen (später auch 2) Mann zu hängen, um das machen zu können, was sie möchte. Aufgrund der Herren lernt sie gutbetuchte Damen kennen, die ihre wenigen selbstgeschneiderten Kleider und ihre kreierten Hüte mögen und kaufen.

Die Rolle der Frau ist hier ganz klar: sie darf nichts, was ihr Mann ihr nicht erlaubt. Man hat sich an Regeln zu halten und ohne einen Ehemann ist man nichts wert. Als Gespielin wird man eher geduldet, jedoch nie akzeptiert. Man bekommt Aufmerksamkeit, wenn der Mann es möchte, ansonsten wird man auf dem Abstellgleis geparkt.

Man hat stets das Gefühl, dass die Frauen nur der Schmuck der Männer sind. Dies wird besonders bei Cocos Schwester, die ihr Herz an einen Baron verloren hat deutlich, denn sie liebt ihn, ist für ihn aber nicht standesgemäß um geheiratet zu werden. Den Frauen werden Versprechungen gemacht, doch auf Einhaltung zu hoffen ist dumm.

Fazit: Wenn man weiß, dass es hier um das Mädchen Coco geht, dann wird einem der Film gefallen. Wenn man allerdings die Modeikone beim Designen und in Pomp und Braus sehen will, so wird man vom Film einfach nur enttäuscht sein. Also nur bedingt zu empfehlen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Coco Chanel, ein Film der teilweise sehr zäh ist, 23. Januar 2011
Ich hatte durchaus Erwartungen als ich mir diesen Film besorgt habe, habe aber leider feststellen müssen, dass der Film zum einmal sehen ganz nett ist aber auf DVD würde ich ihn mir nicht mehr kaufen.
Die Handlung ist vorallem gegen Ende ziemlich träge und langweilig. Außerdem endet die Geschichte eigentlich auf dem Höhepunkt ihres Lebens was sich auch ziemlich schade finde.
Ich finde allerdings Audrey Tautou spielt diese Rolle sehr gut und verkörpert Coco Chanel sehr anschaulich.
Als in allem ein viel zum einmal anschauen aber kein Film der einen mitreißt oder fasziniert.
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22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ES HÄTTE SO SCHÖN SEIN KÖNNEN..., 7. November 2009
Es hätte so schön sein können... Die Kostüme: Wunderschön und sicher ziemlich authentisch. Das erste Chanel-Kostüm: Absolut wunderbar nachgearbeitet nach dem berühmten Foto (obwohl doch viel edler aussehend als auf der qualitativ schlechten Fotografie natürlich). Die Besetzung: gute Schauspieler die alle hervorragend spielen. Die erste Ernüchterung, als das Film-Royallieu auftaucht. Wie schade, es kommt keine rechte Stimmung auf, denn das originale Royallieu war völlig anders. Aber der nicht vorgebildete Zuschauer weiß es ohnehin nicht. Aber auch wenn der Film im Original "Coco avant Chanel" heißt, so kommt doch im Film nicht viel Coco auf. Auch nicht viel Etienne Balsan oder Boy Capel. Was bleibt ist ein fader Geschmack. Wer die Geschichte der Mademoiselle nicht kennt und Unterhaltung sucht, für den ist dieser Film der richtige. Doch wer erwartet hat, ein Abbild von Coco's Werdegang zu erhalten und die Geschichte kennt, der wird bitter enttäuscht. Wie schade das ihre Kindheit im Waisenhaus Aubazine nur gestreift wird. Wie edel sieht alles im Film aus. Die Wirklichkeit war sicher anders. Da war CHANEL SOLITAIRE aus den 90er Jahren doch einigermaßen unterhaltsamer, zumal auch an Originalschauplätzen gedreht, sofern notwendig und verfügbar (Royallieu). Aber auch dieser Film war ziemlich zäh wie Leder. Mir war auf jeden Fall diese Leidenschaft hier zu wenig leidenschaftlich und schlich zäh vor sich hin. Die Schauspieler können allemal nichts dafür aber ich fand den Film sehr enttäuschend. Wütend gemacht hat mich die Szene, als der Unfall Boy Capels geschildert wurde. Tatsächlich fuhr Capel kurz vor Weihnachten mit seinem Maschinisten als Chauffeur Richtung Südfrankreich. Ein Reifen platzte und Boy Capel war bei dem Unfall sofort tot, der Maschinist überlebte schwer verletzt. Es wäre ohne große Mühe möglich gewesen, dies genau so in den Film mit einzubauen, mir ist unverständlich, wieso solche Details völlig verändert wurden, zumal - soweit ich es mitbekommen habe - Edmonde Charles-Roux beratend mitgewirkt hat. Mon Dieu!
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22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen gähnende langeweile, 9. Juli 2010
nach einiger zeit habe ich mir gestern nun doch mal diesen film angesehen. ich hatte ihn schon eine ganze weil bei mir rumliegen fand mich aber nie in der richtigen stimmung. gleich zu beginn ich kenne die geschichte der chanel nicht. habe kein buch gelesen und bin somit als absolut coco-dummer mensch an diesen film gegangen. ganz ehrlich: selten hat mich ein film derartig gelangweilt...
die bilder sind toll. die kostüme sind toll. die schauspieler sind toll. und damit hörts dann leider auch auf. als unkundiger erscheint mir die geschichte äußerst oberflächlich erzählt. häufig kann ich gewisse handlungsabläufe nicht nachvollziehen. die coco an sich bleibt für mich unnahbar und unverständlich. wer war coco chanel? aus diesem film bin ich jedenfalls nicht schlau geworden. ich habe wirklich versucht mir den film bis zum schluss anzusehen. 25 minuten vor dem ende war ich allerdings so dermaßen gelangweilt dass ich ausgemacht habe. wo war der esprit? wo war der charme? wo war denn die leidenschaft die im filmtitel versprochen wird? ich habe die ganze zeit darauf gewartet dass der film fahrt aufnimmt. aber es passiert im grunde nicht viel. wie entdeckt coco die leidenschaft für mode konkret? warum ist sie so wie sie ist? was hat sie dahingehend geprägt? das alles wird iiiiirgendwie oberflächlich angerissen. mitgerissen wurde ich aber nicht.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Eine Frau, die liebt, ist verloren.", 5. Februar 2010
Als Coco Chanel(Audrey Tautou) das zu Arthur Capel(Allesandro Nivola) sagt, ahnt sie nicht, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckt. Anne Fontaine hat die frühen Jahre Coco Chanels auf Zelluloid gebannt. Sie hat dabei vor allem eines richtig gemacht: Fontaine verfällt nicht in die Schwärmerei der späten Jahre, sondern zeichnet Coco Chanel so, wie sie es am Anfang auch war. Eine Anarchistin in Sachen Mode. Eine Frau, für die Einfachheit alles war und die gelernt hatte, dass Stil bedeutet alle Stile zu vergessen. Das hatte nichts mit opulenten Kleidern, verspielten Trends oder sonstigem Schnickschnack zu tun, sondern war eine Revolution in Sachen Haute Couture.

1893 wird die kleine Gabriele/Coco von ihrem Vater in ein Kloster gebracht. Ihre Mutter lebt nicht mehr, den Vater wird sie nie wieder sehen. Später landet sie als Näherin in der Stadt. Nebenbei tritt sie mit ihrer Schwester Adrienne(Marie Gillain) als Sängerin in einem Club auf. Dort lernt sie den reichen Etienne Balsan(Benoit Poelvoorde) kennen. Sie reist ihm nach und landet auf seinem Landsitz. Dort gerät sie in den Dunstkreis der dekadenten Oberschicht, die mit Etienne rauschende Feste feiert. Coco und Etienne leben in einer seltsamen Beziehung. Coco lernt Emilienne(Emanuelle Devos) eine Schauspielerin und Freundin Etiennes, kennen. Emilienne merkt schnell, dass Coco sich in Sachen Mode auskennt und empfiehlt sie weiter. Dann kommt Arthur Capel, ein Geschäftsfreund Etiennes, auf den Landsitz. Coco ist Feuer und Flamme für den Engländer und eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Allerdings verrät Arthur Coco nicht all seine Geheimnisse. Und so steht vor der großen Karriere der Modeschöpferin und der liebenden Frau eine Hürde, die sie weder erahnt, noch überspringen kann...

Wie gesagt, Anne Fontaine hat das sehr gut hinbekommen. Schlichter, purer Stil in der Kamerarbeit und eine Prise von wunderbaren Farben und herrlichen Landschaften. Dazu eine Audrey Tautou und ein Benoit Poelvoorde in Top-Spiellaune. Das unterhält und beeindruckt, auch wenn man sich nicht für Mode interessiert. Überhaupt, ich war überrascht, wie klein die Rolle der Mode in diesem Film war; angenehm überrascht.

-Coco Chanel- ist sehr kurzweilige Unterhaltung für einen guten DVD-Abend. Ein bisschen interessieren sollte man sich für das Thema schon, aber auch ohne Designerklamotten sein eigen zu nennen, darf man getrost zuschauen.
Was mir bei Frau Fontaines Regiearbeit allerdings noch auffiel, war folgendes: Die Dreiecksbeziehung zwischen Coco, Etienne und Arthur, die kam mir doch reichlich bekannt vor. Wer Gräfin Blixen, ihren Mann Bror und Denys Finch Hatton, aus -Jenseits von Afrika- noch vor seinem geistigen Auge hat, der errät sehr schnell, wo sich Anne Fontaine bei dieser Menage Trois ihre Inspiration geholt hat.
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