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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Vaterland oder Tod!"
Das ist der Schlachtruf der Revolution auf Kuba. Steven Soderbergh hat versucht, Licht ins Leben von Ernesto Che Guevara zu bringen. Keine einfache Aufgabe, aber eine, die geradezu nach einem Film verlangte. Dabei hat Soderbergh Che's Leben in zwei Teile aufgeteilt. In Teil 1(Revolution) verfolgen wir Che's Anfänge bis zum Sieg der Revolution auf Kuba. Teil...
Veröffentlicht am 29. November 2009 von Thomas Knackstedt

versus
3.0 von 5 Sternen DVD
Die DVD war ganz ok.
ICh würde sie trotzdem weiter empfehlen, denn man sollte den Film schon mal gesehen haben.
Vor 1 Monat von Andrea veröffentlicht


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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Vaterland oder Tod!", 29. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Das ist der Schlachtruf der Revolution auf Kuba. Steven Soderbergh hat versucht, Licht ins Leben von Ernesto Che Guevara zu bringen. Keine einfache Aufgabe, aber eine, die geradezu nach einem Film verlangte. Dabei hat Soderbergh Che's Leben in zwei Teile aufgeteilt. In Teil 1(Revolution) verfolgen wir Che's Anfänge bis zum Sieg der Revolution auf Kuba. Teil 2(Guerilla) bringt uns Che in Bolivien nahe. Bei einem, in der heutigen Zeit, leider immer mehr verklärten Blick der Medien und Menschen auf Che Guevara muss Soderbergh sich der Gefahr bewußt gewesen sein, der "Mythisierung" des Ernesto Guevara blind zu folgen. Erlegen ist er ihr nicht. Als Grundlage für seinen Film nutzte er Che Guevaras eigene Aufzeichnungen.

1956 fährt ein Boot mit 82 Menschen, darunter Fidel Castro(Demian Bichir) und Che Guevara(Benicio Del Toro) von Mexico nach Kuba. Die beiden Führer der kommenden Revolution bauen den Widerstand auf und treffen in den Köpfen der Kubaner auf fruchtbaren Boden. Das Batista Regime ist zutiefst verhasst und so kann die Rebellenarmee nach und nach Teile des Landes einnehmen. Der vom Asthma geplagte Che wird dabei zur Symbolfigur des Freiheitskämpfers. Egal, ob mit der Waffe in der Hand, oder als Arzt, der den Verwundeten hilft, Che wird zum Helden. Es dauert nicht lange, bis die Rebellenarmee vor Havanna steht und sich das Schicksal Kubas entscheidet.

In Teil 1 arbeitet Soderbergh mit Rückblenden, die immer wieder von einem Interview aus dem Jahr 1964 zurückspringen. Mit eingearbeiteten schwarz-weiß Dokumentarbildern, verhaspelt er sich jedoch ein wenig. Beim Zuschauer wird manchmal der Eindruck erweckt, es handele sich um authentische Bilder. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Soderbergh lässt Fidel Castro fast völlig außen vor, konzentriert sich voll und ganz auf Che. In Schnappschüssen des Rebellenlebens gelingen Soderbergh die besten Minuten des Films. Das sind wirklich großartige Bilder. Die stark marxistisch-leninistisch angehauchten Dialoge sind dabei nicht unbedingt gelungen.

Teil 2 startet im März 1965. Che verschwindet aus Kuba und Fidel Castro erklärt dem Volk, dass Che anderen Menschen auf der Welt bei ihrer Revolution helfen will. Unerkannt gelangt Che nach Bolivien. Aber dort läuft alles anders als in Kuba. Vom ersten Tag an gibt es große Probleme. Das bolivianische Volk steht nicht hinter den Rebellen, versteht oftmals ihre Ideen nicht. Trotz all dieser Widrigkeiten und einem Kampf, der vom ersten Tag an zum Scheitern verurteilt ist, hält Che unabrückbar an seinen Plänen fest. Seine kleine Truppe wird nach und nach immer mehr dezimiert. Die bolivianische Armee erhält Unterstützung von amerikanischen Ausbildern. Nach 340 Tagen ist das Revolutionsabenteuer vorbei. Che's Rebellenarmee wird zerschlagen und er selbst festgenommen. Einen Tag später wird er in La Higuera erschossen.

Soderberghs Film wirkt in Teil 2 manchmal sprunghaft. Gefallen hat mir die Einteilung des Bolivienaufenthalts in Tagen. Der stumme Beginn der ersten Filmminuten ist bedrückend. Die Kameraführung in Teil 2 ist experimentell und, meiner Ansicht nach, gnadenlos gut.

-Che- wird vor allem aber durch Benicio Del Toro getragen. Der Mann wirkt wie eine 1zu1 Kopie Guevaras. Jede Bewegung Del Toros lässt den toten Revolutionär auf der Leinwand wieder auferstehen. Die Nebenrollen, z.B. Franka Potente als Tania, sind ebenfalls gut besetzt.

-Che- ist ganz sicher kein Unterhaltungsfilm für Actionfans. Ein wenig politisch interessiert sollte man schon sein. Der Untertitel des Films trifft den Nagel auf den Kopf: "Jeder kennt sein Gesicht, aber niemand seine Geschichte." Das Soderbergh so viel Sachlichkeit bei diesem Thema hat walten lassen, ehrt ihn. Die Versuchung muss groß gewesen sein, ein Märtyrerspektakel auf den Bildschirm zu zaubern. Aber vielleicht hat Soderbergh ja auch eines meiner Lieblingszitate der letzten Jahre(von Frederic Beigbeder) gelesen: "Der größte Revolutionär des 20. Jahrhunderts war nicht Che Guevara, sondern Michael Gorbatschow."

Versuchen sie ihr Glück mit -Che-. Soderbergh ist in jedem Fall ein interessanter Film gelungen und sie werden nach vier Stunden Spielzeit in keinem Fall weniger wissen als zuvor.
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4.0 von 5 Sternen Klasse Darsteller..., 13. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
eins muss man dem Film lassen, vor allem die Figuren haben Wiedererkennungswert, auch schon, ohne das Namen fallen. Egal ob es sich um Che handelt, Fidel Castro oder auch Camilo Cienfuegos. In einer Rezession wird beschrieben, der Film wäre langweilig, ok, es handelt sich um eine Biografie die verfilmt wurde und zugegebener maßen einige Längen hat, aber noch nie hat ein Film das wahre Leben eines Revolutionärs beschrieben, und dabei ging es nicht nur ums Kämpfen, auch um die Gewinnung der Gunst und die Hilfe gegenüber der Landbevölkerung. Wenn jemand schreibt, er könne im Film keine Motivation der handelnden Personen erkennen, der sollte sich bevor er den Film anschaut, mit der Geschichte und der vergangegen Politik Kubas vertraut machen, angefangen vom Krieg gegen die Spanier und die Unterstützung durch die USA bis hin zur Zuwendung Kubas zur ehemaligen Sowjetunion. Der Film muss irgendwo anfangen und dies ist nunmal im ersten Teil die Überfahrt von Mexiko nach Kuba mit der Granma. Wenn jemanden die Motivation im Film fehlt, dann müsste man sagen, man müsste noch weitere Teile drehen, einen Film über die Jugendjahre von Che und dessen Reisen sowie über die Zeit zwischen 1959 bis 1966, die Jahre als Kubanischer Politiker, welche auch fehlen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolucion Teil 1, 17. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Ich beziehe mich an dieser Stelle nur auf den ersten Teil (der zweite Teil ist auch gut)...

Der Teil Revolucion zeigt das Leben Che Guevaras in verschiedene Weise. Einmal schliesslich durch den Kampf, den er führt und vorantreibt. Und dann vor allem hautnah - man kann vor allem vermuten, dass die Dialoge oder Situationen in den Camps besonders auf Tagebuchaufzeichnungen von Guevara selbst zurückgehen.
Der Versuch, möglichst viele Details während des "Kubafeldzuges" zu erfassen - während den ersten beiden Dritteln des Filmes -, macht den Fortgang der Szenen manchmal ruppig oder zusammenhanglos.
Vielleicht kann man es akzeptieren, wenn man die gelegentlichen fragmentarisch erscheinenden Dialoge als beispielhaft für die Charakterisierung einerseits, und als Teil eines Stimmungsgefüges andererseits versteht. Und nicht so sehr versucht, eine wichtigen Handlungsteil darin zu suchen. Damit wird der Blick auch mehr auf das Eigentliche, den Kampf und die Auseinandersetzung gelenkt, worin der Film eine subtile "Romantik des Rebellentums" offenbart.

Schliesslich wird man durch den Häuserkampf in Santa Klara wunderbar belohnt, und der Film erhält mit dieser Szenerie meines Erachtens auch die geforderte Einheitlichkeit.
Es geht um den Kampf für die Revolution, für ein freies Kuba, und für das Volk. Und gezeigt werden Szenen aus diesem Kampf.

Allein dass man den Kampf vor Augen geführt bekommt, ist ein grosser Reiz, wenn man sich für das Leben von Che oder für eine erfolgreiche Revolution - mit Waffengewalt - interessiert. Denn hier in diesem Film wird irgendwie offenbar, dass es dabei nur mit Herzblut oder innerem Eifer funktionieren kann. Und einer besonderen Technnik oder Taktik, die sich aus dem Kampf der ans wilde Land gebundenen Revolutionäre selbst ergibt.

Der Film versucht den Geist dieser Revolution von Kuba nahe zu bringen, und es gelingt. Die Einbeziehung der fehlenden Loyalität der Massen und Soldaten auf Seiten Baptistas ist ebenso gelungen.
Wie oben bereits angedeutet, erkennt man auch einen Grund für den Erfolg des Kampfes darin, wie die Guerilla-Taktik zum Einsatz gebracht wird.
Soderbergh hat in mehreren Szenen diese Guerilla-taktik filmisch und plastisch dargestellt, und am Ende zunehmend mit dem Ende der Kampfhandlungen verbunden (Aufgabe des Gegners). Damit zeigt sich die eigentlich psychologische Wirkung der Guerilla-Taktik.

Für eine Biographie, finde ich, fehlt dem Film aber die Einbeziehung der Herkunft von Guevara und damit die ebenso interessante Thematisierung der grundlegenden Motivationsbildung für einen Revolutionskämpfer.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So oder so ähnlich könnte es gewesen sein, 19. März 2014
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
timediver® hatte in den letzten Jahrzehnten bereits eine ganze Reihe von Dokumentionen über den ursprünglich aus Argentinien stammenden marxistischen Revolutionär Dr. Ernesto Rafael Guevara de la Serna, genannt Che Guevara (1928 – 9. Oktober 1967) gelesen, gesehen und archiviert. Hierzu gehörten neben dem "Kubanisches Tagebuch: Erweiterte Neuausgabe" und dem "Bolivianisches Tagebuch: Vollständige und werweiterte Neuausgabe" auch der im wahrsten Sinne des Wortes als "Spielfilm" bezeichnete Flop "Che!" den der us-amerikanischer Regisseur und Oscar-Preisträger Richard Fleischer mit Omar Sharif als Jack Palance als absolute Fehlbesetzungen von Guevara und Fidel Castro in typischer Hollywood-Action-Manier abdrehte,ohne auch nur im geringsten auf die Persönlichkeiten und ihre Anlagen einzugehen.

Bei meiner Südamerika-Reise im Februar 2014, die mich auch nach Bolivien brachte, war ich äußerst verblüfft, dass "Che", obgleich er dort 1967 infolge des Desinteresses der Bevölkerung gescheitert war, allerorten immer noch präsent ist. Als Ikone ziert er dort anti-us-amerikanische Denkmäler, den Uni-Campus von La Paz, Gewerkschaftsbüros usw. Dies hatte erneut mein Interesse geweckt an ihm geweckt und mich noch von Südamerika aus die Filme "Che Guevara - Der Film" und "Che Teil 1 und Teil 2" bestellen lassen.

Nachdem mich der erste, bereits 1967 entstandene (Mach)werk eher an einen Italo-Westen erinnern ließ, als den realen Ereignissen auch nur annähernd nahe zu kommen (was ich auch in meiner Rezension deutlich machte), war ich auf den im Jahre 2008 erschienenen 4 1/2stündigen Zweiteiler des Regisseurs Steven Soderbergh besonders gespannt.

Der erste Teil "Che - Revolución" beginnt im Jahre 1956 mit dem konspirativen Zusammentreffen Fidel Castros und Guevaras in Mexiko, der sich danach zur Mitwirkung an der kubanischen Revolution entschließt. Während die danach folgende Haupthandlung dem Guerillakampf und dem Sieg der Revolution gewidmet in den Jahren 1956 – 1959 gewidmet ist, gibt es immer wieder Einblendungen rund um Che Guevaras Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen (1964), die zudem von Originalaufnahmen begleitet wird. Ein besonders Bonbon ist der Auftritt von Jon DeVries als Senator Eugene Joseph McCarthy (1916- 2005), der in den USA der 1950er Jahre als Kommunistenjäger eine hysterische Hetzjagd gegen Kritiker veranstaltet hatte. Teil 2 "Che – Guerrilla" startet mit einer Szenen, in der Fidel Castro am 3. Oktober 1965 den Abschiedsbrief Guevaras verliest, der sich incognito zum Export der Revolution nach Bolivien begeben hat....

Alleine die internationale Besetzungsliste mit dem 1967 (acht Monate vor Guevaras Ermordung) geborenen Puertoricaner Benicio del Toro als überzeugender Ernesto „Che“ Guevara, der Mexikaner Demián Bichir als Fidel Castro, dem multiethnischen Lou Diamond Phillip als bolivianischen KP-Führer Mario Monje und Franka Potente als Haydee Tamara "Tania" Bunke und Matt Damon (in einem kurzen Auftritt) als Pfarrer Schwartz kann sich sehen lassen.

Bemerkenswert ist der Zweiteiler als Gesamtkunstwerk, da er nicht bloß zwei unterschiedliche Revolutionen, eine erfolgreiche und eine gescheiterte, zeigt, sondern zwei Seiten ein und derselben. In Kuba die Unterstützung durch eine emotional beteiligte Bevölkerung und einem triumphalen Ende, in Bolivien das Desinteresse der im Laufe von Jahrhunderten der Feudalherrschaft apathisch gewordenen Indigenas, Entbehrungen, Hunger, Krankheit, Verrat und Tod. Fortlaufende Einblendungen im zweiten Teil zeigen, um welchen Tag es sich in Bolivien handelt.

Viele im Film gezeigte Ereignisse und Details haben sich tatsächlich so oder zumindest annähernd so ereignet, wie z. B. Guevaras Auseinandersetzung mit dem bolivianischen KP-Führer Mario Monje, der ebenfalls einen bewaffneten Kampf ablehnte, die Krankheit "Tanias" und der Hinterhalt in den sie geraten war. Wehrlos infolge des Brusthohen Wassers wurde sie mit ihrer Gruppe beim Durchqueren des Río Grande nahe Vado del Yeso abgeschlachtet. Der an Asthma erkrankte Che, alles andere als ein strahlender Held. Ohne Medikamente und die einstmals geliebten Havannas fällt er kraftlos vom Pferd. Seine ganze "Ejército de Liberación Nacional", einstmals 18 Kubaner und 30 Bolivianer, nur noch ein Haufen ausgemergelter Jammergestalten. Ein Präsident René Barrientos Ortuño, der die Proteste der Bergarbeiter mit einer gewaltsamen Besetzung der Bergbaubezirke niederschlagen ließ und Spezialeinheiten von der CIA (die überall in Lateinamerika mitmischt) ausbilden ließ und den Befehl zur Ermordung Guevaras gab. Auch maskenbildnerisch hat der Film mit Guevaras (del Toros) Verwandlung in "Adolfo Mena González" einiges zu bieten.

Der Film mag mit Action verwöhnte Zuschauer in Langeweile versetzen und Freunde von Pathos und Mythos vielleicht enttäuschen, aber die Realität ist nun einmal meistens nicht so spektakulär und unterhaltend!

Der günstige Preis des Double-Feature-Edition zu der auch noch eine dritte DVD mit Interviews, das „Making of“ und dem Kino-Trailer gehört sind weitere Pluspunkte, die eine Bewertung mit 5 Amazonsternen rechtfertigen.
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3.0 von 5 Sternen DVD, 6. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Die DVD war ganz ok.
ICh würde sie trotzdem weiter empfehlen, denn man sollte den Film schon mal gesehen haben.
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4.0 von 5 Sternen 7/10 Filmpunkten, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Alles heil angekommen und für diejenigen welche den Film noch nicht kennen ist er auf jeden Fall empfehlenswert auch wenn man nach den Film einige Historischen Ereignisse in den Erwähnung vermisst und die Inszenierung eher zweitklassig in Gegensatz zu Hollywoodproduktion wirkt, bleibt es ein toller Film.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Revolutionär und Abenteurer, Mythos und Popikone, 17. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Der Film von Soderbergh ist großartig, weil er einlädt sich mehr mit dem Leben Che Guevaras zu beschäftigen und sich nicht nur mit dem
stadtbekannten T-Shirt Symbolismus zufrieden zu geben erlaubt. Der Film, sinnvoll in zwei Teile gegliedert, sollte, wenn möglich, am Stück gesehen werden und dies bedarf eines circa vierstündigen Zeitaufwands. Bonusmaterial wird ebenfalls bereitgestellt, so zum Beispiel ein Interview mit dem Hauptdarsteller Benicio del Torro und dem Regisseur Steven Soderbergh.

Der erste Teil des Films erzählt die erfolgreiche Durchführung der kubanischen Revolution und konzentriert sich nicht auf die Galionsfigur Fidel Castro, sondern auf Che Guevara und seinen kämpfenden Trupp. Che wird nicht zum Helden stilisiert, sondern auch in seinen unliebsamen Facetten gezeigt und so lässt er z.B. Verräter seiner eigenen Revolutionszelle hinrichten, nachdem sich diese an wehrlosen Bauern vergangen haben. Die Ambivalenzen zwischen humanistischen Forderungen und revolutionären Selbstgerechtigkeiten werden spürbar dargestellt, indem die Rede Che Guevaras vor der UNO-Vollversammlung gegen die Hinrichtungsszene der Verräter im Dschungel geschnitten wird. Diese ohne Gerichtsverhandlung abgehaltene Verurteilung und Tötung seiner eigenen Männer hat mehr als man auf den ersten Blick erahnen kann eine zukünftige Bedeutung für Ches eigenes Leben. Schon hier muss der empathische Zuschauer eine gewisse Paradoxie jedes revolutionären Handelns spüren. Wie weit darf man sich um der guten Sache willen über anderes Leben hinwegsetzen? Che wird auch in anderer Beziehung entmythisiert, ein Sterblicher, einer der sich irrt, ein Asthmatiker, den die Kämpfe im Dschungel nicht unberührt lassen, der sich aber gleichfalls immer auch als Abenteurer auf diese Wagnisse einzulassen gewillt ist und sich mit allerlei Pathos die eigene revolutionäre Aktivität verklärt.
Man merkt schnell, dass sich eine Revolution nicht planen lässt und immer schwer kalkulierbar sein muss und weitestgehend unbestimmbar bleibt, wann sich ein dergestalt tiefer gesellschaftlicher Wandel ereignen kann. Es braucht Zufälle, die man kaum erzwingen kann und noch weniger mit der Waffe oder Disziplin.
Genau an diesem schon in der Theorie tragischen Punkt setzt der zweite Teil an, welcher sich mit dem Versuch eine Revolution in Bolivien anzuzetteln, auseinandersetzt. Che universalisiert seine in Kuba gemachten Erfahrungen und glaubt an die Herstellung gerechter Verhältnisse durch den militärischen Partisanen- und Revolutionskampf in ganz Lateinamerika. Wie aberwitzig diese Vorstellung ist, zeigt sich schon bei den kleinsten misslingenden Versuchen die bolivianischen Bauern zur Unterstützung der scheinbar revolutionären Bewegung zu bewegen. Diese empfinden eher Argwohn gegenüber den spanisch sprechenden Guerillos und unterstützen nur widerwillig die bewaffnete Truppe, aber auch andere erhoffte und dringend benötigte Unterstützung bleibt aus (egal ob von außen, wie aus Cuba oder von den Einheimischen oder den Intellektuellen usw.). Schnell werden aus den Kämpfern Gejagte, die sich kaum adäquat gegen die Jäger zur Wehr setzen können, weil sie schlicht unterlegen sind. Die Gruppe wird zunehmend dezimiert und teilt sich nicht nur aufgrund des Kräftemangels zunehmend auf. Die Überschätzung der eigenen Möglichkeiten fällt den Revolutionären kaum auf und der Revolutionsexport endet mit der Tötung des prominenten Berufsrevoluzzers in dem mittlerweile berühmten Dorf La Higuera, wo Che auch hingerichtet wird, ohne das man ihm ein Gerichtsverfahren zu Teil kommen lässt.

Politisch gescheitert, aber auf ewig als revolutionäre Pop-Ikone in das massenkulturelle Gedächtnis eingeschrieben, dürfte das differenzierte Bild eines Che Guevaras, der schlicht und ergreifend den Unterschied zwischen Revolution und Adventure nicht wahrhaben wollte, sehr schwer fallen. Der Film geht m.E. einen guten Mittelweg. Niemand wird demontiert oder verklärt und um eine mehr als interessante geschichtliche Figur handelt es Che Guevara in jedem Fall.

Technisch, erzählerisch, schauspielerisch ist der Film m.E. sehr gelungen. Benicio macht Che mehr als spürbar und lässt ein unvergessliches Bild von einer zeitgeschichtlichen Figur entstehen, die niemals in Stereotypie abgleitet.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für wahre Che-Fans!, 19. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Der Film ist nichts für jeden, aber auf jeden Fall was für wahre Che-Fans, die sich wirklich für die Biographie des Ernesto 'Che' Guevara interessieren und nicht nur ein T-Shirt mit seinem Konterfei darauf tragen.
Menschen, die Popcorn-Kino oder schnelle Action erwarten und keine Toleranz für Arthouse-Kino haben, sollten sich jedoch hiervon fernhalten.
Dass es aber auf gar keinen Fall ein schlechter Film ist, bemerkt man bereits daran, dass Oscar-Preisträger Steven Soderbergh und Oscar Preisträger Benicio Del Toro daran beteiligt sind.

CHE ist de facto die Verfilmung des Kubanischen und des Bolivianischen Tagebuchs. Der Film hat keine Vorgeschichte, er beginnt direkt beim Treffen von Che Guevara und Fidel Castro und der Vorbereitung der Revolution in Kuba. Danach gibt es einen Schnitt in die Wälder von Kuba. Dazwischen sind Schnitte, in denen Che sich in den USA befindet und ein Interview mit einer amerikanischen Jornalistin führt.
Der erste Film endet dann auch abrupt, während der Fahrt der erfolgreichen Revolutionäre nach Havanna. Der zweite Film beginnt sofort mit der Vorbereitung der Revolution in Bolivien.

Sicher, der Film hätte an der einen oder anderen Stelle einen Schnitt gebrauchen können, aber der Regisseur wollte keinen Hollywood-Blockbuster drehen, sondern eine realistische Biographie und dazu gehören nun einmal auch Szenen, die einem überflüssig vorkommen. Schon in Traffic verwendete er diesen Stil und bekam dafür sogar den Oscar.
Trotz des manchmal langatmigen Dokumentar-Stils, werden die Emotionen nicht vernachlässigt. Es gibt Szenen, in den man Lachen und Weinen kann.
Die eindeutig beeindrucktenste Szene, die ich in der Art noch nie gesehen habe, ist die Sterbe-Szene Ches im 2-Teil, die einem auf einmalige Art und Weise eine Vorstellung davon macht, wie es ist zu sterben.

Benicio Del Toro spielt die Hauptrolle realistisch und überzeugend, an manchen Stellen wirkt sein Che aber etwas kalt und unnahbar, ob das aber der wirklichen Person Ches entspricht, kann ich allerdings nicht bezeugen. Dennoch sind alle Sympathien stets auf seiner Seite.
Die Person Che Guevara wird hier ohnehin in das richtige positive Licht gestellt, ohne mit der geringsten Romantisierung zu arbeiten.
Es ist nun mal ein Fakt, das er uneingeschränkt bereit war, sein Leben den Armen und Unterdrückten Süd-Amerikas und der Welt zu widmen und sie von der Unterdrückung und Ausbeutung zu befreien.
Und auch in den Kriegsszenen oder den Exekutionen, wird einem klargemacht, warum das tat was er tat.
Jeder Che-Kritiker, der krampfhaft versucht den Che-Kult zu zerstören, wird diesen Film also sicherlich auch nicht besonders mögen.

Meiner Meinung nach, ist die deutsche Synchro relativ gut gelungen, aber Menschen, die nur perfekte Hollywood-Synchros gewöhnt sind, werden möglicherweise etwas enttäuscht sein. Der Original-Ton ist aber sicherlich noch besser.

Fazit: Jedem Che-, Fidel- und Kuba-Fan und -interessiertem sei diese hochwertige Mischung aus Doku- und Hollywood- Film über eine der bekanntesten und beliebtesten Personen des 20. Jahrhunderts wärmstens ans Herz gelegt, der darüber hinaus Toleranz für experimentelles Kino hat.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und ihr kommt mit dem Bus ...!!!, 2. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
Absolut geniale und zutreffende Biopic des Comandante Ernesto(genannt Che) Guevara de la Serna! Benicio del Toro(u.a. Produzent) gelingt es ein Chiffre der Stigmatisierung zu entreißen! Che als Mensch und nicht als Heldenbildnis, dass ist ein echtes Wagnis. Mehr persönliches Statement können die Produzenten und ihre Mitstreiter nun wirklich nicht in die Welt schicken, auch wenn sie von der Öffentlichkeit mit diesem Werk weitgehend ignoriert wurden und werden (...in den deutschen Videotheken ist der Film praktisch nicht vorhanden!) Als wenn sich jemand Gedanken machen würde, dass der Film irgendjemanden zu revolutionären Handlungen verleiten würde oder könnte. Die Revolutionen verlaufen elegisch und nicht wie in einem hollywoodesken Aktionsfilm. Was also im Film "Die Reise des jungen Che" bzw. "The Motorcycles Diaries" begonnen wurde, nämlich die Zeichnung eines jungen, an der Realität der Welt leidenden Menschen der fünfziger Jahre, wird in Konseqenz, wenn auch mit einem zeitlichen wie politischen Entwicklungssprung fortgeführt. Es gibt keine Helden, keine Führer, keine Leitbilder sondern nur den Zufall als weltgeschichtliches Steuerungsinstrument und niemandem ist das bewußter als den Betroffenen selbst. Außer der einzelne folgt seinen durch Sozialisierung und Bildung erfahrenen Idealen. Offensichtlich galt das den Mach
ern dieses eindringlichen und bewegenden Films als Credo. Es ist Ihnen gelungen ein Bild von der Wand zu reißen und es dabei nicht zu zerstören. Wem es reicht Bruce Willis dabei zu betrachten wie er die Welt rettet (...ich bewundere Ihn natürlich wie er das alleine schafft!!!.) mag das genügen! In diesem Biopic zeigen die Filmemacher allerdings dass ohne die "Anderen" garnichts geht, für alle politisch interessierten ist das ein Pflichtfilm!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessanter Film, 5. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Che - Double Feature (Che - Teil 1: Revolución / Che - Teil 2: Guerrilla) (+ Extras) [3 DVDs] (DVD)
In diesem Film wird nix heroisiert! Für den einen mögen nicht genügend Infos in diesem Film stecken über die kubanische Revolution! Aber es geht hier nicht darum sondern um Ernesto Guevara! Es wird ein Bildnis von ihm gezeichnet wie er wohl in der Realität war. Hier und dort fehlt mir zwar die Tiefe der marxistischen Dialoge. Aber es soll auch kein Film sein, der einer Vorlesung über Marxismus gleicht. Die Bilder über den Guerillakampf und die Stimmungen werden ganz gut eingefangen (man hätte vielleicht nur ein bisschen mehr die Strapazen zeigen sollen, die die Sierra Maestra in sich bergen. Ich jedenfalls kann sich nachvollziehen, da ich schon selbst mit ordentlichen Gepäck dort gewandert bin...)
Ich habe gefallen an dem Film gefunden und finde sehr gut. Für Interessierte, die mehr wollen als schnödes Mainstream-Kino mit viel Knalleffekten, dem kann ich den Film nur empfehlen!
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