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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echte Akteure, glasklare Story und brutale Spannung
In einer Zeit, in der sich manche Filmemacher veranlasst fühlen, in komplizierten Leinwand-Sudokus Handlungen zerlegt (8 Blickwinkel) oder gar rückwärts (Memento) zu präsentieren, stellen die 2008 produzierten, gradlinig erzählten "96 Hours", produziert von Luc Besson[1] mit Regisseur Pierre Morel nach dem Buch Robert Mark Kamen und Luc Besson,...
Veröffentlicht am 11. März 2011 von jury

versus
45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg vom "Extended Harder Cut"!
Gleich Vorneweg: Der eine Stern ist nicht für den Film. 96 Hours ist klasse.

Der eine Stern ist für den Schwachsinn den Amazon hier (wohl aus Unkenntniss) mit dem "Ab 18" Siegel treibt. Die hier angebotene "härtere" Version unterscheidet sich nicht von der deutschen oder französischen Kinofassung. Der Film kam in einer zensierten und ca. 3...
Veröffentlicht am 5. Juli 2009 von Heptarch


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echte Akteure, glasklare Story und brutale Spannung, 11. März 2011
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours (taken)(2-dvd&bd) (DVD)
In einer Zeit, in der sich manche Filmemacher veranlasst fühlen, in komplizierten Leinwand-Sudokus Handlungen zerlegt (8 Blickwinkel) oder gar rückwärts (Memento) zu präsentieren, stellen die 2008 produzierten, gradlinig erzählten "96 Hours", produziert von Luc Besson[1] mit Regisseur Pierre Morel nach dem Buch Robert Mark Kamen und Luc Besson, geradezu schon etwas Exotisches dar. Endlich kann man sich mal wieder entspannt mit dem befassen, was einen Film ausmacht.

Geheimagent Bryan Mills (Liam Neeson, 56) hat zwar unfreiwillig die Ehe dem Beruf geopfert, dann aber doch den Job an den Nagel gehängt, um in der Nähe seiner 17-jährigen Tochter Kim (Maggie Grace, 25) leben zu können. Eines Tages möchte Kim alleine mit ihrer 19-jährigen Freundin nach Paris fliegen. Das findet Bryan zu riskant, willigt auf Druck seiner Ex-Frau aber schließlich doch ein. Schon beim ersten Anruf von Kim aus Paris stellt sich heraus, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind. Ganze 96 Stunden bleiben ihm, um seine Tochter zu retten...

Wer auf den Namen Luc Besson vertraut hat, wird nicht enttäuscht werden. Die Härte und Unmittelbarkeit erzeugen eine Atmosphäre, Spannung und Dramatik, die mit wenigen Ausnahmen den üblichen Technik- und Action-überladenen Computer-generierten Filmen inzwischen verloren gegangen ist.

Der Unterschied liegt einfach im Realismus. Zwar spielen sich die Kämpfe Bryans ebenfalls freundlich gesagt im Grenzbereich des Denkbaren ab, aber sie führen den Zuschauer doch unmittelbar in und durch das Geschehen - und darauf kommt es an. Man lernt einen besorgten Vater und seine Situation kennen. Man kann vielleicht zunächst seine Bedenken nicht ganz nachvollziehen. Dann aber versteht man seinen Zorn. Und wer das Leben kennt, weiß, dass in einer solchen Lage ein Vertrauen auf die Behörden nichts anderes wäre, als die Tochter hilflos ihrem Schicksal zu überlassen.

Man kann sich kaum eine geeignetere Besetzung für den gleichermaßen liebevollen wie entschlossenen Vater vorstellen als den Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn, Liam Neeson - einen Schauspieler, der sich weit mehr durch Charakterrollen als durch Action hervorgetan hat, hier aber seine ungeheure Intensität und Bandbreite in die Wagschale werfen kann.

Es ist allgemein bekannt, dass sich - wie im Film - das organisierte Verbrechen überall auf der Welt durch bestochene Staatsdiener den Rücken freihält. Wer, wenn nicht die Betroffenen selbst, kann denn überhaupt noch helfen? Und die sollen dann - sarkastisch formuliert - eine Verfügung erwirken, bevor sie Kidnapper und Mörder befragen?

Wer dem Vater im Film, der in einer Grenzsituation versucht, seine Tochter zu retten, vorhält, er hätte auf Gewalt und Selbstjustiz verzichten müssen, verniedlicht damit letztlich den status quo: nämlich den überall, bekanntlich auch in allen großen deutschen Städten ja doch real existierenden Menschenhandel, allgegenwärtige Mafia-Organisationen, korrupte Verwaltungen oder Methoden wie das Willig-Spritzen von Opfern unter Inkaufnahme der Todesfolge. Jeder wünscht sich einen Rechtsstaat, der seinen Bürgern ein sicheres Leben ermöglicht. Aber die traurige Wirklichkeit sieht ja nun mal völlig anders aus.

Echt schade, dass es wohl nur in der Traumwelt des Films Menschen wie Bryan geben kann, die quasi im Alleingang mit der albaníschen Mafia aufräumen.

Im Original läuft der Film 93 Minuten, Format 2,35:1 auf Film und Video, HDTV 2K, DTS|DD (IMDB) - die Laufzeit auf der DVD beträgt entsprechend knapp 90 Minuten, das Format ist 2,4:1. Das FSK-Logo auf der Steelbox kann nicht entfernt werden.

Wie bei neueren, digital post-produzierten Filmen eigentlich zu erwarten sein sollte, lassen Bild und Ton im Rahmen des DVD-Mediums wenig Wünsche offen. Wo auf 35 mm Film gedreht worden war, bleibt - vor allem in dunklen Szenen - ein leichtes Korn sichtbar. Auf der Steelbook vom Juli 2009 stehen Tonspuren in Dolby Digital 5.1 und Untertitel in Italienisch, Englisch und Deutsch zur Verfügung.

Extras: "Making Of", "Die Filmpremiere in Frankreich", "Von der Produktion zum finalen Film".

"96 hours" dürfte einer der besten Action-Thriller sein, die man seit langem gesehen hat. Dem faszinierenden und ausdrucksstarken Spiel des Iren Liam Neeson gebührt großes Lob. Ihm verdankt der Film die emotionale Spannung, die zwischen seiner freundlichen, ruhigen Gelassenheit, seiner verzweifelten Liebe und der geradezu explodierenden Dynamik im Kampf steht - in perfekt "choreografierter" Action, die beeindruckender und härter kommt als all der Computermüll der letzten Jahre: weil sie "echt" ist.

Das Ganze ist nicht nur von Morel - auch an der Kamera - atemberaubend gefilmt, selbst die pochende Musik von Nathaniel Mechaly und der trockene, beinharte Sound erinnern in bester Manier an die starken Momente von Luc Bessons Filmen.

film-jury 5* A0813 1.2.2012 Genre: Action | Krimi | Thriller

Luc Besson (* 18. März 1959 in Paris)
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1990 5* Nikita
1994 5* Leon - Der Profi
1997 -* Das fünfte Element
2004 -* Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
2005 -* Transporter 1-3 - Triple-Feature [Blu-ray]
2006 5* Chanson d'Amour (5 Sterne)
2008 5* 96 Hours [Blu-ray] (Buch und Produktion)
2009 -* Staten Island New York - Es gibt kein perfektes Verbrechen

William John Neeson (* 7. Juni 1952 in Ballymena, Nordirland)
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1993 -* A0000 Schindlers Liste (AA)
....... R: Steven Spielberg (AA) D: Liam Neeson (aa), Ben Kingsley, Ralph Fiennes (aa)
1994 -* A0000 Nell
....... R: Michael Apted D: Jodie Foster, Liam Neeson, Natasha Richardson
1999 -* Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung
....... R: George Lucas D: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman
2008 5* A0813 96 Hours [Blu-ray]
....... R: Pierre Morel BP: Luc Besson D: Liam Neeson, Maggie Grace
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heiliger Zorn, 29. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Taken (Extended Harder Cut) [UK Import] (DVD)
Selbstjustizthriller sind eine haarige Sache. Oberflächig befriedigen sie niedrige menschliche Instinkte nach Rache und den nachvollziehbaren Wunsch nach (vermeintlicher) Gerechtigkeit. Ein Rückfall ins alte Testament. Aber was tun wenn die Behörden versagen, wenn der Rechtstaat nicht mehr für Recht sorgt?
Der französische Regisseur und Produzent Luc Besson hat sich auf das gefährliche Terrain gewagt und meistert es mit Bravour. "96 Hours" ist ein geradliniger, harter, gerechter und zutiefst emotionaler Actionthriller welcher den Zuseher aufwühlt und nachdenklich in die kalte Nacht entlässt.
Der Trumpf des Films ist nicht nur die schockierend realistische Geschichte über Mädchenhandel sondern vor allem sein Hauptdarsteller Liam Neeson. Neeson völlig gegen sein Softie-Image besetzt, verkörpert mit jeder Bewegung und jeder Mimik den verzweifelten Vater welcher bereit ist, jeden Weg zu gehen und jedes notwendige Opfer zu bringen um seine entführte Tochter aufzuspüren und aus der Hand von Mädchenhändlern zu befreien. Neeson spielt den ehemaligen CIA Agenten Bryan Mills dessen 17 jährige Tochter Kim mit ihrer Freundin eine Reise nach Paris unternimmt. Durch einen simplen Trick werden die Mädchen in eine Falle gelockt und entführt. Dies geschieht während Kim mit ihrem Vater telefoniert. Bryan kann übers Handy einige Informationen aufschnappen und diese mit Hilfe seiner ehemaligen Kollegen auswerten. Es stellt sich heraus, dass die albanische Maffia dahinter steckt und gerade mal 96 Stunden bleiben, bevor die Spur der Mädchen endgültig verloren geht. Mills reist nach Paris, und stößt dabei zuallererst auf die unkooperative und korrupte französische Polizei. Auf sich allein gestellt verfolgt er mit stupender Professionalität und unnachgiebiger Härte die Spur seiner Tochter und hinterlässt dabei mehr als nur verbrannte Erde. Hier setzt natürlich die Diskussion ein wieweit Selbstjustiz zulässig ist, und was tun wenn der Rechtsstaat versagt? Selbstjustiz ist natürlich nie zulässig und Menschen welche "96 Hours" gesehen haben werden danach auch nicht auf die Idee kommen das Recht in die eigenen Hände zu nehmen. Aber der Film thematisiert auch den Schmerz und die Verzweiflung eines Vaters. Ein Vater der die himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht mehr hinnimmt, dass vor den Augen der Polizei Kriminelle ungeniert agieren. Ein Vater der um das Leben seines Kindes kämpft. Und der Film taucht auch in eine Thematik ein, welche uns allzu oft ohnmächtig und tatenlos zurücklässt. Junge Mädchen werden entführt und zur Prostitution gezwungen.
Bryan Mills überwindet diese Ohnmacht und handelt - Eltern werden ihn verstehen.
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45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg vom "Extended Harder Cut"!, 5. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Taken (Extended Harder Cut) [UK Import] (DVD)
Gleich Vorneweg: Der eine Stern ist nicht für den Film. 96 Hours ist klasse.

Der eine Stern ist für den Schwachsinn den Amazon hier (wohl aus Unkenntniss) mit dem "Ab 18" Siegel treibt. Die hier angebotene "härtere" Version unterscheidet sich nicht von der deutschen oder französischen Kinofassung. Der Film kam in einer zensierten und ca. 3 Minuten kürzeren Fassung in die amerikanischen und englischen Kinos und deswegen gibt es den ungekürzten Film für den englischen Markt separat zu kaufen.
Wer sich also nicht mit dem "Spezialversand für oh so brutale Filme" rumschlagen möchte (und sich damit 5 Euro und das persönlich zuhause sein sparen will), der kaufe sich einfach die ganz normale deutsche "Ab 16" Fassung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr des harten Actionkrimis, 25. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours (DVD)
‚96 Hours (Taken)’, ist eine Mischung aus ‚Phantom-Kommando (Commando)’, ‚Death Wish’ und ‚Frantic’ sowie der ersten Staffel von ‚24’ und einem Hauch ‚Taxi Driver’.
Liam Neeson spielt hier den ehemaligen Agenten Bryan Mills, dessen Tochter Kim in Paris von einem osteuropäischen Mädchen- und Drogenhändlerring entführt wird. Er hat 96 Stunden (Deutscher Titel) Zeit, seine Tochter wieder zu finden, bevor sich ihre Spur verlieren wird.
Am Anfang des Films wird auch ordentlich Stimmung erzeugt, wenn seine Ex-Frau, gespielt von Famke Janssen, und seine Tochter, ihn gegen sein besseres Wissen, dazu überreden, seine Einwilligung zu geben, damit das Gör nach Paris pilgern darf. Mutter und Tochter sind nicht klüger als das Trio in ‚Hostel’, denn kaum in Paris angekommen, wird die Tochter und ihre Freundin schon entführt, und Papa muss hin, um die Sache zu richten, denn seine Ex-Frau und ihr neuer vermögender Macker, sind dazu nicht in der Lage, also reaktiviert der Agent seine alten Kontakte und auch seine Fähigkeiten kommen endlich wieder zum Einsatz …

Es ist etwas schwierig, zu ‚96 Hours’ etwas zu schreiben, wenn einem der Film gefällt, ohne sich den Zorn diverser Gutmenschen zuzuziehen, denn ‚96 Hours’ ist wahrlich kein Film für die Völkerverständigung, sondern erfreut mit altmodischen Helden und Schurken und einer modernen, diskussionsfähigen Handlung. Diese Elemente hat man leider lange nicht mehr in einem solchen Film gesehen, weshalb ‚96 Hours’ trotz all dieser bekannten Elemente frisch, unangepasst und originell wirkt!

Viele Vorurteile, die man gegenüber Osteuropäern haben kann, werden in ‚96 Hours’ bedient, denn diese werden in ‚96 Hours’ als brutale, gewalttätige Kriminelle ohne Skrupel portraitiert. Einige mögen sich an dieser simplen Schwarzweiß-Zeichnung stören, aber dann könnte man sich auch darüber aufregen, dass in WWII-Kriegsfilmen die Deutschen die Nazis und stets als Schurken dargestellt werden oder dass in klassischen Western die Indianer oft die Bösen sind. Auch in diversen Krimireihen war die Darstellung diverser Gruppen, Minderheiten und Kulturen noch nicht so glattgebügelt wie heute, und doch gelten diese Reihen („Charlie Chan“) heute als Klassiker – kann es sein, dass sich die Menschen damals weniger daran gestört haben als heute? Dass damals die Menschen etwas selbstverständlicher mit solchen Vorurteilen umgegangen sind?

Aber auch die sog. bessere Gesellschaft kommt in ‚96 Hours’ keinen Deut besser weg, sondern stellt sich als Nutznießer der kriminellen Machenschaften heraus, von denen ganz offensichtlich auch die Polizei und andere Behörden Kenntnis haben und daran mitverdienen. Willkommen in der EU! Und wie Charakterdarsteller Liam Neeson als Brian Mills mit diesem Pack den Boden aufwischt und die Leichenhalle füllt, ist einfach eine Wucht:Keine unglaubwürdige Bigger-Than-Life-Action Marke 007, keine überstrapazierte Selbstironie, sondern eine bodenständige Realität beherrscht den Film, wenn Liam Neeson Mitwisser eine Hauptverkehrsstrasse entlang jagt, in Räuberhöhlen eindringt und alles platt macht und mit einfachen Mitteln Schurken foltert und die Vorzüge einer modernen Stromversorgung erklärt, als wäre er Jack Bauer – tatsächlich sieht Liam Neeson aus wie eine dunkelhaarige Version des CTU-Agenten. Die Actionszenen werden nicht von gezwungen coolen Sprüchen begleitet wie dies aus ‚Lethal Weapon’, ‚Bad Boys’ oder ‚Die Hard’ vertraut ist, sind auch weniger Action-, sondern mehr nüchterne und effektive Kampf- und Gewaltszenen, bei denen man sich verwundert die Augen reibt und sich fragt, warum auf diese Weise nicht auch andere Filmemacher ihre Filme inszenieren können …
Dabei ist auch interessant, was zwischen den Zeilen rüber kommt:Die lokalen Behörden und die örtlichen Politik sind offenbar völlig unnütz, haben in ihrem MultiKulti-Wahn zugelassen, dass sich solch eine kriminelle Menschenhändlerszene dort breit machen konnte. Da muss erst der Ami auf der Suche nach dem holden Töchterlein in Paris einfallen, und mit dem eisernen Besen ordentlich durchfegen, damit sich was bewegt!
Nicht erst durch die Publikationen eines Thilo Sarrazin hat ‚96 Hours’ eine in diesen Filmen eher ungewohnte Aktualität und Ernsthaftigkeit erhalten.
Schmutziges Ambiente wechselt sich ab mit trister Szenerie und es verwundert nicht, dass auch hohe Regierungskreise und Finanzgrößen in die Machenschaften verwickelt sind. Die Verfolgungsjagen erinnern an Klassiker wie ‚Bullitt’ oder ‚French Connection – Brennpunkt Brooklyn’, in denen sich der Held darauf beschränkte, sein Auto zu lenken, anstatt wie moderne Actionhelden, zu fahren und gleichzeitig zu schießen. Die Handlung ist geradlinig und in einigen Szenen blitzt der Suspense eines Alfred Hitchcock durch, etwa bei der Küchenszene. Stimmung und Atmosphäre werden durch die Handlungen der Charaktere erzeugt und nicht durch eine Addition möglichst vieler Spezialeffekte.
‚96 Hours (Taken)’ ist ähnlich wie ‚Shooter’ oder ‚Death Sentence’ ein Werk der Gegenbewegung zur etablierten, sterilen Familienunterhaltung im Actiongenre wie die Bourne-Reihe oder die modernen ‚James-Bond’-Filme.
‚96 Hours’ beweist eindrucksvoll, dass man einen überzeugend-harten Actionkrimi drehen kann, ohne dabei ein dreistelliges Millionenbudget zu verballern, das dann im fertigen Film kaum zu sehen ist (Siehe die modernen ‚James Bond’-Filme …)

Neben der Krimiserie ‚24’ zählt ‚96 Hours’ zu meinen Favoriten bei den (Action-)Krimis des neuen Jahrtausends, ein Hammer, der auch bei wiederholtem Ansehen nichts von seinem Reiz verliert!

Etwas mehr Bonusmaterial hätt’s aber schon sein dürfen, ich meine, zu jedem öden Superhelden-Spektakel wird ja auch was produziert …
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124 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alter Schwede!!!, 26. Februar 2009
Mann, wie viele Jahre gab es jetzt eigentlich keinen richtig guten Actionfilm mehr?

Dauernd wird man im Kino entäuscht. Endlich hat mich ein Film mal wieder richtig überzeugt. Man das hat richtig Spass gemacht das Teil zu gucken! Einfach eine simple geradlinige Geschichte ohne dämliche Wendungen oder Ähnliches.

Es geht hier um die Entführung der Tochter eines Geheimagenten in Paris. Der begibt sich daraufhin sofort nach Frankreich um seine Tochter wieder zu retten. Das mit den 96 Stunden kommt zwar im Film vor, hat aber keine alzu große Bedeutung für den Verlauf der Handlung. Im Laufe der Geschichte prügelt und schiesst er sich dann durch die Pariser Unterwelt bis zum bitteren Ende der Geschichte. Die Rolle hätte auch ganz gut zu Charles Bronson gepasst...

Ich hatte von dem Film vorher gar nichts gehört (hatte nur die guten Kritiken bei Amazon UK gelesen und den auf Verdacht bestellt). Liam Neeson fand ich immer schon ganz gut als Schauspieler. Der kann sowieso alles (z.B. Tatsächlich Liebe, eine der wenigen guten Sachen an Starwars I), deswegen war ich interessiert wie er sich als Actionheld macht.
Scheinbar lohnt es sich auch bei Actionfilmen mal gute Schauspieler zu benutzen.

Wie fasse ich das zusammen? Geheimtipp! Guter Actionfilm! Einfach angucken!

Ich hab mir den Film in Englisch angeguckt (DTS-Master-Audio), war sehr gut verständlich. Auf der UK Blu-Ray ist aber auch deutscher Ton drauf.

Eine Sache noch, der Film ist ziemlich brutal. Wer sowas nicht mag sollte die Finger davon lassen.
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48 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut sehenswert!, 3. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours [Blu-ray] (Blu-ray)
Liam Neeson als Actionheld sieht man nicht alle Tage. Aber es lohnt sich! Zum einen zeigt sich Neeson von seiner gewohnten schauspielerischen Seite. Ein Charakterdarsteller durch und durch. Doch kommt es zu den Action-Szenen, beweist er, dass er mehr kann. Sämtliche Kampfszenen hat er selbst gespielt - und es ist eine Freude, ihm dabei zuzuschauen. Kaum eine Atempause, schon geht es weiter zum nächsten Schauplatz. Das Schöne an all dem ist, dass der Film dabei stets die Balance zwischen ernsthaftem und actionreichen Kino behält. An keiner Stelle wird es unglaubwürdig, an keiner Stelle werden Klischees vergangener Agententhriller ausgegraben. Unweigerlich fühlt man sich an "Leon - Der Profi" erinnert, den in sich ruhenden Profi-Killer, der bedacht und kontrolliert seinen Job erledigt. Und diese Parallele erscheint gar nicht so unwirklich, bedenkt man, dass "Leon"-Regisseur Luc Besson am Drehbuch für "96 Hours" mitgeschrieben und einer seiner einstigen Zöglinge hier Regie geführt hat. Sicherlich wird "96 Hours" nicht zu einem Klassiker werden, aber er gehört zu den Filmen, die man irgendwann auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte.

Die Blu-ray gibt sich dabei solide. Das Bild ist durchweg klar und technisch einwandfrei. Was einige meiner Vorredner hier anmerkten, nämlich dass das Bild in manchen Szenen grobkörnig bzw. "grisselig" wirkt, liegt allerdings weniger an der Qualität der Blu-ray, sondern eher daran, dass vor allem bei Nacht überwiegend mit Available Light gedreht worden ist - also ohne zusätzliche Scheinwerfer. Das hat zur Folge, dass man bei Nachtszenen als Kameramann zu Filmmaterial greifen muss, das lichtempfindlicher ist und damit gleichzeitig auch im Ergebnis körniger wirkt. Das ist in etwa so, als wenn man seine digitale Fotokamera auf eine sehr hohe Empfindlichkeit stellt. Auch dort erscheinen später "Körner" auf den Bildern. Von dieser Seite betrachtet leistet die Blu-ray sogar sehr gute Arbeit, gibt sie doch selbst solche Details wie den so genannten Grain wieder.

Der Ton indes ist zwar mit dts von Grund auf hochwertig, doch bietet sich "96 Hours" nicht zwangsläufig dafür an, mit großen Surroundeffekten zu arbeiten. Deshalb liegt der Schwerpunkt auf der Front. Die hinteren Boxen kommen eher selten zum Einsatz. Doch auch dies passt bestens zum Film selbst, ist er im Kern sowieso eher leise angelegt und nicht als sprichwörtlicher "Actionkracher".

Schade nur, dass die Extras etwas mager ausgefallen sind und augenscheinlich nur in SD, nicht in HD vorliegen. Es scheint, als habe Fox hier nur das Pflichtprogramm (Making-Of plus wenige weitere Extras) absolviert. Der einzige wirkliche negative Kritikpunkt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knallhart!, 11. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours (DVD)
Zugegeben: Der Anfang des Films wirkte auf mich arg konstruiert. Da war ich mir noch nicht sicher, ob der Film auch sein Geld wert sein würde. Tochter will nach Frankreich, Spaß haben, dies gegen die Bedenken des Vaters. Tochter fliegt nach Frankreich und wird mitsamt ihrer Freundin promt entführt.

Aber nach diesem filmischen Setting war ich einfach nur in der Spannung des Films gefangen. Ein knallhart rüberkommender Liam Neeson, der mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Tochter aus den Fängen eines Menschenhändlerrings befreien will. Die Action ist schnörkellos und der neue James Bond kann sich locker eine Scheibe abschneiden.

Während des Films habe ich teilweise schon gedacht, wie übel das Thema Menschenhandel ist. So werden viele "zugedröhnte" Mädchen gezeigt, die in die Fänge der Menschehhändler geraten sind. Hier lässt sich also durchaus Sozialkritisches entnehmen, wenn man denn will.

Letztlich ist der Film aber einfach nur ein richtig guter Actionfilm, wobei Liam Neeson in seiner Rolle überzeugt. Freue mich deshalb schon, wenn der zweite Teil "Taken 2" auf DVD erscheint.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knallhart, 11. Dezember 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours (DVD)
Eigentlich müsste man permanent ein schlechtes Gewissen haben, diesen Film gut zu finden. Aber insgeheim freut man sich über jeden dahingerafften Gegner. Ein aktiongeladener Rächer Film wie er besser kaum sein kann. Gnadenlos und mit hohem Tempo. Es gibt nicht den üblichen "Endgegner" im Finale, sondern permanent knallharte Bösewichte die aus dem Weg geräumt werden müssen. Die meistens von Ihnen schaffen es gerade mal für einen Bruchteil einer Sekunde den Rächer zu sehen.... bevor sie tot zusammenbrechen.

Natürlich werden alle Klischees bedient, sogar der übliche *spoiler* bestechliche Copfreund ist mal wieder dabei. Auch wird Liam Neeson mit sehr viel Schnitttechnik bei seinen Kampfszenen geholfen und es gibt keine neue Story. Aber dennoch bleibt es - in diesem enggesteckten Genre - einer der Top Filme.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnörkelloser Thriller der Extraklasse!, 16. September 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours [Blu-ray] (Blu-ray)
Der ehemalige Agent Bryan (Liam Neeson) bemüht sich vergeblich um die Nähe zu seiner 17jährigen Tochter Kim (Maggie Grace), die seit der Scheidung bei seiner Exfrau lebt. Als seine Tochter auf einer Europareise in Paris in die Fänge von Menschenhändlern gerät, ist Bryan der Einzige der seine Tochter befreien kann und das innerhalb von 96 Stunden bevor es für eine Rettung zu spät ist...

Nach einem lauwarmen Vorgeplänkel, ein wenig Familientragik, nimmt die Geschichte rasend schnell an Fahrt auf. Dabei entpuppt sich "96 Hours - Taken" als ein rasanter, schnörkel- und kompromissloser Actionthriller der seines Gleichen in den letzten Jahren sucht. Die Anfangs recht simpel anmutende Handlung, gewinnt mit jeder Minute mehr an Tiefe und fesselnder Spannung. Liam Neeson als umsorgter Vater und kaltblütiger, aber erfahrener Ex-Agent entpuppt sich dabei als absolute Idealbesetzung. In bester Bruce Willis-Manier prügelt und schießt er sich einmal quer durch Paris und wieder zurück und macht dabei eine richtig gute Figur, selbst für sein schon etwas angehobenes Alter ;o)

Erfreulich sind auch die gelungenen Drehorte und schnörkellosen, aber prägnanten Kameraeinstellungen - fernab von überladenen Hollywood-Kulissen liefert Regisseur Pierre Morel in dieser Hinsicht einwandfreie Handarbeit ab.

Fazit:
Bei "96 Hours - Taken" begibt sich der Zuschauer auf einen harten, schnellen Ritt durch die internationale Kriminalität. Die Filmhandlung ist packend inszeniert, die Darsteller allesamt gut gewählt. Dazu liefert die Blu-Ray ein super Bild und Ton ab - was will der Actionfreund und Thrillerfan mehr!? - 5 Sterne
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pures Adrenalin - Ein Ziel, ein Jäger, eine Beute, 6. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: 96 Hours (DVD)
Es stand schon vorher fest, aber jetzt erst recht: Sollte ich jemals Vater einer Tochter werden, stelle ich mir einen Baseballschläger in die Ecke, erringe den Schwarzen Gürtel, lege mir einen Dobermann zu, schenke meinem Töchterchen eine mit einem Funksender versehene Schicki-Micki-Kette und schlafe mit der Waffe in der Hand vor ihrer Tür. Punkt. Der ehemalige CIA-Agenten Bryan Mills würde mir sicher beipflichten. Er mag zwar seinem Land seine Ehe geopfert haben, aber bei seiner Tochter wird der Schlusstrich gezogen. Nach seinem Ausstieg aus dem internationalen Spiel wohnt er nun bescheiden situiert in ihrer Nähe und versucht den Kontakt aufzubauen, den man allgemein Vaterschaft nennt. Schwierig genug. Schweren Herzens lässt er seine Kleine auf große Fahrt nach Paris, wo sie von albanischen Mädchenhändlern entführt wird. 96 Stunden ist die Dauer, die ihm der Statistik nach zur Verfügung steht, um sie zu finden. 96 Stunden ist der Zeitraum, den Bryan Mills auszunutzen gedenkt.

Halleluja! Nach einer Unzahl an mittelmäßigen Actionstreifen, zahllosen austauschbaren Helden und noch mehr billigen Popcornkinos hatte ich endlich, endlich, wieder einmal die Ehre einen Actionstreifen genießen zu dürfen, der mich von der ersten bis zur letzten Sekunden völlig vereinnahmt hat. Keine Pausen, totale Ausrichtung auf den Film. Boah, ich bin jetzt noch hin und weg, und versuche die Augen vom Bildschirm und Liam Nesson, dem personifizierten Rächer-Daddy, zu lösen, der so abgeklärt und beherrscht spielt, das es billig aufgesetzter Coolness oder markigen Sprüchen nicht die Spur bedarf. Zum Auffinden seiner Tochter ist ihm insofern auch alles Recht: Erpressung, Folter und Mord. Moralisch zutiefst fragwürdig, aber auf eine dunkle Art und Weise auch zutiefst nachvollziehbar. Es geht um's eigene Kind.

Tempo, Tempo, Tempo. Ständige Bewegung u dunkle Gassen, kurze rasant durchchoreographierte Gefechte u wuchtige Konfrontationen, ausgefeilte Kameraführung u nahtlos einfügender Soundtrack, keine Grenzen, nur niedergewalzte Hindernisse - ein Ziel vor Augen. Faszination Jagd.

Von kleineren Schwächen bei der Auswahl völlig irrelevanter Nebendarsteller abgesehen, konnte ich nur einen echten Fauxpas wahrnehmen: Als Bryan am Handy die Entführung seiner Tochter mitbekommt, und sein väterlich besorgtes "I'll kill you if...."-Sprüchlein ablässt. Hier wäre der höfliche Hinweis auf die finanziell äußerst erquickliche Situation des Stiefvaters seiner Tochter vielleicht ganz hilfreich gewesen. Dachte ich mir zumindest - mea culpa - bis mich die Worte und die Stimme von Liam Neeson erreichten und mir eine eisig prickelnde Gänsehaut über den Rücken jagten. Nein, in der Haut des Entführers möchte ich nicht stecken. Definitiv nicht. O-Ton-Empfehlung.

Fazit:

Hut ab, M. Morel, Hut ab, Mr. Neeson. War mir eine Ehre.
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96 Hours - Taken (Steelbook)
96 Hours - Taken (Steelbook) von Pierre Morel (DVD)
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