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am 28. Oktober 2011
Als Zeitzeuge muss ich sagen, dass ich keinen Film kenne, der die bedrückende Atmosphäre in der BRD während des Deutschen Herbsts besser rüber bringt als dieses cineastische Meisterwerk. Jedem Geschichtslehrer zur Verwendung empfohlen statt einer trockenen Buchlektüre oder doch zumindest als Ergänzung.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juli 2015
Bundesrepublik Deutschland im Februar des Jahres 1975: Es ist auch die Zeit des Kampfes des Staates gegen die linksextremistische terroristische Vereinigung der Roten Armee Frakton. Und es ist auch Karnveval in Köln. Auf irgendeinem Ball in der Stadt feiert auch Katharina Blum (Angela Winkler), Hausangestellte beim Anwalt Dr. Blorna (Heinz Bennent) den jungen Ludwig Götten (Jürgen Prochnow) kennen. Es ist große Sympathie auf den ersten Blick da und so nimmt die junge Frau ihre Zufallsbekanntschaft mit in die Wohnung. Die beiden verbringen die Nacht zusammen. Am anderen Morgen ist er wieder weg und als Katharina gerade ihr Frühstück zu sich nehmen will, stürmt die Polizei mit einer Spezialeinheit in die Wohnung.

Götten wurde bereits am Abend vorher von der Polizei observiert - es gibt Verdachtsmomente, dass er zu den RAF-Terroristen gehören könnte. Kommissar Beizmenne (Mario Adorf) ist ausser sich vor Wut, weil ihnen der Verdächtige überraschend entkommen ist. Durch dessen Flucht fokussiert sich die weitere polizeitliche Ermittlung aber auf die unschuldige und bislang unbescholtene junge Frau. Sie wird verdächtigt, dass sie eine Komplizenschaft mit Götten eingegangen ist. Die Wahrheit, die ganz einfach ist, interessiert die Ermittler nicht sonderlich. Es ist tasächlich so, dass sich zwei Menschen, die sich vorher nicht kannten, getroffen haben und gemeinsam die Nacht verbrachten. Nicht mehr und nicht weniger. Mit ihrer vorläufigen Festnahme setzt sich aber sofort ein sehr zerstörerischer Prozess in Gang. Zwar wird sie von der Polizei wieder freigelassen, aber vorher wird die Boulevardpresse - auch die populäre "Die Zeitung" - mit Informationen über eine mutmaßliche Mittäterin versorgt. Für "Die Zeitung" arbeitet der skrupellose Werner Tötges (Dieter Laser). Dieser verdreht die Tatsachen und macht aus dem geflüchteten Verdächtigen einen Mörder und Bankräuber. Im Laufe der Ermittlung stellt sich aber heraus, dass der Gesuchte lediglich einen Safe der Bundeswehr ausgeplündert und zusätzlich noch Waffen gestohlen hat. Aus Katharina macht der Zeitungsmann eine langjährige Mittäterin, sie wird als "Flittchen" bezeichnet, die seit Jahren regen Herrenbesuch in ihrer Wohnung hat. Aussagen von Katharinas Bekannten werden negativ verfälscht und als Höhepunkt der Verleumdung wird der Tod von Katharinas Mutter noch so aufgebauscht, dass die Frau wegen dem Kummer an der missratenen Tochter starb.
Infolge dieser Hetzkampagne wird Katharina Blum mit beleidigenden, hasserfüllten und obszönen Anrufen und Zuschriften bombadiert. Die Frau, die noch vor einigen Tagen gesellschaftlich voll integriert war, wird zu einer verachteten Außenseiterin - dank der Zeitung auch mit einem bundesweiten Bekanntheitsgrad. Am Ende wird Götten verhaftet und Katharina verabredet sich mit Tötges unter dem Vorwand ihm ein Interview zu geben. Als er mit ihr eine Nummer schieben will, erschießt sie ihn.

Bei der Grabrede des getöteten Journalisten bezeichnet der Chef des Verlags, der "Die Zeitung" veröffentlicht, die Tat der Frau als Angriff auf die Pressefreiheit, dem man noch viel stärker entgegentreten müsse... Der Film von Volker Schlöndorff und Margarethe von Trotta endet mit dem Satz "Ähnlichkeiten mit gewissen journalistischen Praktiken sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich. Eine ähnliche Passage stellt auch Heinrich Böll in seiner 1974 erschienen Erzählung seinem Buch voran.
Wie das literarische Vorbild von Böll prangert auch die Verfilmung die menschenverachtende und verbrecherischen Machenschaften des Sensationsjournalismus an. Der Film entstand 1975 und ist auch heute noch mit seiner Wut mitreissend und aktuell. Auch wenn das "Gut" und "Böse" Schema von Schlöndorff und von Trotta etwas undifferenziert dargeboten wird: Polizei und Journalisten sind die bösen verurteilswürdigen Teufel, auf der Gegenseite eine Art Engel in der Gestalt der Katharina Blum.
Dennoch wirkt der Film emotional sehr stark und als kritische Studie über die Pressefreiheit und der Willkür und der Macht der Medien ist er immer noch überaus beklemmend. Für mich ganz sicherlich einer der wichtigsten deutschen Filme der 70er Jahre. Der große Billy Wilder lobte "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" sogar als den besten deutschen Film seit Fritz Langs "M - eine Stadt sucht einen Mörder".
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am 19. November 2014
In diesem Film wird beeindruckend dargestellt, dass Mobbing ein weites Feld ist und auch nicht erst seit heute existiert. Früher hat man vielleicht eher den Begriff "Rufmord" verwendet, der auch noch deutlicher klärt, was eigentlich im Hintergrund passiert. Es lohnt sich hinzusehen, wie unverschämt doch oft mit Menschenrechten und der Würde umgegangen wird und das auch noch von Akteuren, die immer betonen, wie wichtig ihnen diese Qualitäten sind. Für mich ein besonders wertvoller Film, der mich tief berührt hat.
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am 16. Mai 2016
Volker Schlöndorffs Verfilmung von Heinrich Bölls Novelle: "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" aus dem Jahr 1975 ist aktueller denn je. In der Angst vor Terrorismus heute werden schnell alle Bürgerrechte geopfert. Die Vorratsdatenspeicherung wird leise durch das Berliner Parlament gewunken etc.. Die Politik lässt sich vom Boulevard treiben. Das Schicksal des Einzelnen interessiert nicht. es wird ausgeschlachtet, mehr nicht.Volker Schlöndorff versteht es die bedrängende Atmosphäre und das intrigante Zusammenspiel von Staatsanwalt, Polizei und Sensationspresse in der Jagd auf einen Bundeswehrdeserteur (Jürgen Prochnow) zu inszenieren. Auf der Strecke bleibt Katharina Blum (Margarethe von Trotta). Sie wird physisch und seelisch entblößt. Den Rufmord in der Presse nimmt sie nicht stillschweigend hin. Ihre Wut findet ihr Ziel. Mit ihrem Geliebten landet sie im Knast, aber lieber getrennt im Knast vereint als einen billigen Frieden zu schließen mit dieser verlogenen Gesellschaft. War es gestern die Angst vor dem Kommunismus, so ist es heute die Angst vor Islamismus, der (viele) unbescholtene Menschen zum Opfer fallen. Wieder ist diese unheimliche Atmosphäre in Deutschland virulent. Neben der thematischen Schärfe des Films habe ich es genossen die Straßen, die Mode und viele bekannte Schauspieler wie Mario Adorf in jungen Jahren zu sehen. Ein gelungener Schlöndorfffilm!
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am 31. Mai 2013
Tolle Besetzung, wie auch Jürgen Prochnow und Mario Adorf. Der Teufelskreis, wenn man einmal in den Strudel der Behörden und der B...-Zeitung gerät. Sehr gut gespielt und von Volker Schlöndorff inziniert nach dem Roman von Heinrich Böll. Der Film hält sich sehr an den Roman. Der Roman und der Film waren sehr umstritten, da er vieles darstellt, wie es wirklich vielfach war. Da fanden sich viele Politiker und Redakteure wieder und die fanden das gar nicht gut. Dazu gehört auch Heinrich Böll, dem viele gerne den Mund verboten häten. Also schrieb er die Erzählung als Roman und die Gedanken sind frei.
Ein Muss auch für den gehobenen Schulunterricht.

Die Filmserie von Edition Deutscher Film ist top und lohn sich für Freunde des deutschen, auch kritischen Films
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am 10. Juni 2016
Nie war BILD besser beschrieben!
Welchen Wert hat ein Menschenleben im Boulevard?
Und Angela Winkler ist einfach toll!
P.s. Sie hat mal um 18.00 Uhr ihre beiden Kinder in diesen Film gesetzt, als sie an der Burg war! Ich habe mich damals sehr geehrt gefühlt!!
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am 4. März 2012
Alles wurde zu diesem Film bereits geschrieben.
Wenn man mich persönlich fragt - und ich ausnahmsweise die Charts der zehn besten deutschen Filme des 20. Jahrhunderts bestimmen dürfte - so läge dieser Film garantiert unter den ersten drei. Ein deutsches Meisterwerk!

Georg B. Mrozek
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am 1. Juli 2015
Viel Spass und gute Erinnerungen mit diesem Film gehabt. Viele Anhlichkeiten mit der Gegenwart sind hier zu finden. Es bleibt nicht mehr zu sagen.
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am 22. März 2011
Jeder von uns müsste diesen Film sehen (oder / und das Buch lesen).
Existiert diese "Zeitung" noch ? Ach neeee !
Wird Böll aber noch gelesen ? In den Schulen ?
Na ja, der Weg ist noch schön lang !
jean paul
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am 4. Januar 2014
Ich bin sehr zufrieden, finde es aber unnötig, noch mehr darüber zu sagen (Minimum an "erforderlichen" Angaben). Das kann dazu führen, dass man als Kunde keine Bewertungen mehr vornimmt.
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