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Kundenrezensionen

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am 25. März 2008
Vor einiger Zeit bei My Space über die Band gestolpert, dann bei YOUTUBE das Video zu "Time to pretend" gesehen, direkt 1 Tag drauf glücklicherweise dann die Band live im Lido hier in Berlin erleben dürfen - danach wars um mich geschehen.

Hallelujah, selten hat mich in den letzten Jahren eine Band wirklich umgehauen.

Ich meine es gab in den letzten Monaten einige Bands, die hervorragende Alben abgeliefert haben, The Veils, Cold War Kids, Arcade Fire, The Kills. Vampire Weekend, Gossip, The Whip etc. ABER, all diese Bands hatten eines nicht, eine HYMNE.

MGMT dagegen haben eine und was für eine - "TIME TO PRETEND".

Unfassbar die Nummer, die Keyboardline bohrt sich schon nach dem ersten Hören direkt ins Hirn, dann kommen die genialen Lyrics hinzu:

I'm Feelin rough I'm Feelin raw I'm in the prime of my life.
Let's make some music, make some money, find some models for wives.
I'll move to Paris, shoot some heroin and fxxk with the stars.
You man the island and the cocain and the elegant cars.

This is our decision to live fast and die young.
We've got the vision, now let's have some fun.
Yeah it's overwhelming, but what else can we do?
Get jobs in offices and wake up for the morning commute?

Forget about our mothers and our friends.
We were fated to pretend.

Grossartig !

Desweiteren sind die Tracks "Kids" und "Electric feel" gute Anspieltips.

Die Musik irgendwie zu beschreiben, bleibt schwierig, vor allem wenn man der Sache gerecht werden will. Da hört man Anleihen bei Thommy, den psychedelischen Beach Boys, vielen 80er Synthie Bands und Porcupine Tree, die Mischung lässt sich trotz allem nicht in ein Schublädchen packen, zum Glück. MGMT sind irgendwie anders, auch beim Gesang, der oft mehrstimmig ist, die ständigen Tempowechsel mitten in den Songs tun ihr übriges und ich gebe zu, für manch einen wird es ein wenig dauern den Zugang zu finden.

Time to pretend ist allerdings SOOOO gross, daran kommt man nicht vorbei.

Enjoy !
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am 13. Juni 2008
Als einen der heißesten zehn Newcomer des Jahres 2008 sagte das Rolling Stone Magazin das New Yorker Duo MGMT voraus. Und soviel sei bereits jetzt verraten: Sollten MGMT es am Ende des Jahres doch nicht in die Riege der besten Newcomern schaffen, müsste das Musikjahr schon außerirdisch gut werden. Denn auf Ihrem Debütalbum "Oracular Spectacular" präsentiert die Band die beste schlechteste Musik die man sich vorstellen kann.

MGMT sind Ben Goldwasser und Andrew Vanwyngarden (Ja, die heißen wirklich so). Im Jahr 2002 traf man sich auf dem Campus der Weleyan University in Middleton/Connecticut und machten fortan gemeinsam Musik. Damals nannte man sich noch The Management und machte ausgeflippte Elektro-Performances ohne Gesang. Bald konnten Goldwasser und Vanwyngarden diesem Stil nichts mehr abgewinnen und begannen an einem neuen Sound zu arbeiten.

Dieser blieb zwar experimentell, orientierte sich aber an allem möglichen was die Popmusik der letzten 40 Jahre hergab. "Manche Songs schrieben wir nur, weil wir lernen wollten, wie man besonders schlecht in einem bestimmten Genre ist. Plötzlich begannen die Leute die Musik zu mögen, weil sie das Genre mochten" erklärt die Band heute. Studenten der New York University waren derart angetan, dass man kurzerhand das Cantora Records Label gründete, wo im Jahr 2005 die EP "Time To Pretend" erschien. Fortan erweitere sich der MGMT-Bekanntheitsgrad vor allem über Internetblogs rapide. Unter der Voraussetzung ihre kreative Freiheiten voll auszuleben zu können, unterzeichnet die Band einen langfristigen Vertrag bei einem Major Label.

"Oracluar Spectakular" nennt sich nun der erste kreative Output den MGMT als Album veröffentlichen. Ein Name der erkennen lässt, dass das Duo einen Faible fürs mystische teilt. Spektakulär ist der Einstieg ins Album. Nach poppigem Synthieintro wummert einem der mitreisende basslastige Keyboardsound von "Time To Pretend" entgegen. Etwas ruhiger und nur minder fantastisch kommt danach "Weekend Wars" daher. "The Youth" kann dann nicht so recht zünden. Mit "Electric Feel" kommt aber gleich wieder was. Eine Disconummer die vor 30 Jahren einen Charterfolg samt einem Auftritt in einem John Travolta Film hinter sich gezogen hätte. Und dann kommt noch ein Kracher, "Kids". Vielleicht das stärkste Stück auf "Oracular Spectacular". Man könnte das Edelkitsch nennen. Aber es ist weit mehr als das.

Die Hitausbeute lässt in der zweiten Albumhälfte nach. Auf das düstere psychedelische "4th Dimensional Transition" will man sich nach dem zuvor gehörten nicht so recht einlassen. Besser macht es wieder "Pieces Of What", ein Folksong der sich anhört wie ein Woodstockmitschnitt. "Of Moons, Birds & Monsters" fügt dem Funk und Rock hinzu. Die vorletzte Nummer "The Handshake" ist sicher das ausgetüfteltste Werk der Scheibe. Fängt an wie "Purple Rain", geht dann aber in eine Indiepop-Hymne über. Einen etwas schwächeren Abschluss bildet "Future Reflection".

"Oracular Spectacular" das ist Pop, Rock, Folk, Elektro, Disco, Glam und Psychedelic. MGMT irgendwas herrlich Neues zwischen Arcade Fire, Bee Gees, Prince, David Bowie, Hot Chip und den Shout Out Louds. Die Hitausbeute ist beeindruckend. Der Spaßfaktor ist enorm und die Ideen großartig. Das hier nicht alles zündet fällt nicht weiter ins Gewicht da es letztlich keine echten Durchhänger gibt. Summa summarum: Ein heißer Tipp fürs Sommeralbum des Jahres.

Anspieltipps: Time To Pretend / Weekend Wars / Electric Feel / Kids / Pieces of What
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am 8. August 2009
Hippies. Rolling Stones. Beach Boys. Sommer. Strand. Gute Laune. Ewige Jugend.
Genau diese Assoziationen überkamen mich beim ersten Anhören von "Oracular Spectacular" und tun es auch nach 1 Jahr immer noch. Das Newcomer-Album des Jahres 2008 ist eine echte Bombe. In jeder Hinsicht. Diese Stimme! Dieser Sound! Diese ausgelösten Emotionen! Wenn ich mir bei einem Album sicher bin, dass ich es auch in 20 Jahren noch mit Begeisterung höre, dann ist es dieses hier!! Anhören und abdriften!
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am 26. August 2008
Wow. Ich gebe zu, diese CD hat einige Zeit gebraucht, um sich bei mir festzusetzen. Natürlich waren die gängigen Melodien von 'to pretend' und 'electric feel' sofort mit ihrer Grandiosität in meinem Gehörgang, den Rest musste ich mir allerdings erschließen. Irgendetwas sperrte sich zunächst gegen den nöseligen, schrecklich-akzentuierten Gesang, so nasal-nervig, dass ich versucht war, nur die oben genannten Lieder zu spielen. Doch ich überwand meine Abneigung und entdeckte ein wahres Schmuckstück, herrlich psychodelisch, fast beatlesque, ein wenig vom frühen Bowie ein wenig Elton John. So unverfroren eklektisch, gewürzt mit einer Prise Naturalismus: überall tummeln sich Freunde, Familie, Hunde, Bäume, Insekten und Kinder.

Muss ich mir jetzt die Haare wachsen lassen? Oder reicht ein leises Hare Krischna von Zeit zur Zeit?
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am 10. Juni 2013
Es handelt sich hier um ein sehr interessantes Album, bei dem man trotz vieler Experimente, nie das Gefühl hat eine Versuchsperson zu sein.
Das Album ist das perfekte Sommeralbum und ist dabei Charmant wie ein Mixtape.

Time to Pretend:
Ein wunderbares Intro. Mit dem gewohnt gigantischen Bass gespickt, einer schönen Melodie und Retroversen. Bei dem sich irgendwie ein jugendliches Hochgefühl einstellen mag. Ein guter Start und gleich eins der Highlights zu Beginn, mit allem was MGMT zu bieten haben.

Weekend Wars:
Eigentlich ein unnachamlich schrecklicher Gesang, der aber und das muss man dem Track zu Gute halten, irgendwie sehr gut funktioniert. Allgemein geht es hier ruhiger und verträumter zur Sache. Um in der zweiten Hälfte etwas an Tempo aufzusatteln.
Ebenfalls sehr hohes Niveau, ein absoluter Ohrwurm. Bei dem unterschiedlichste Instrumentailsierung mal die Oberhand gewinnen und dann wieder kaum wahrnehmbar sind. Eine eindeutige Stärke von MGMT.
Für mich nur etwas zu lang geraten.

The Youth:
So etwas wie eine Ballade. Sehr theatralisch Vorgetragen, aber auch hier funktioniert es wunderbar, was man eigentlich als misslich empfinden müsste.

Electric Feel:
Highlight des Albums. Wer sich dazu nicht bewegt der merkt nichts mehr. Zudem sehr coole Lyrics

Kids:
Die Hymne schlechthin, die wohl noch einige Zeit hinter sich lassen wird. Damit haben sich MGMT wohl auf ewig den Pass der Zeit gesichert.

4th Dimensional Transition:
Klingt wie ein Ausritt in einen Trip, erinnert mich an White Rabbit von Jefferson Airplane. Aber hier kann das hohe Niveau vom Start weg nicht ganz aufrechterhalten werden und es weiß nicht mehr ganz so zu fesseln. (was allerdings nach dem Bums der ersten 5 Tracks extrem schwer ist.)

Pieces of What:
Die nächste Ballade. Die sich gut ins Album einfügt, aber den Abwärtstrend nicht ganz verhindern kann. Eine kurze Nummer mit sanftem Ausklang.

Of Moons, Birds & Monster:
Zurückgeworfen in den 80er Discostrom, mit einer irren unerwarteten Instrumentalstelle in der Mitte, um dann wieder in den strangen Discostrom zu verlaufen, langsamer zu werden, in die zweite Instrumentalstrecke, eingeleitet von Synties, um quietschend und plätschernd aufzubrechen zu fernen Soundplaneten. Wo man sich so unendlich weit entfernt fühlt.

The Handshake:
Beginnt wie ein Countrysong, dann ein Break wie wenn man untertaucht. Acoustic Guitar auf der einen Seite, gedrückte Stimmte auf der Anderen. Die Gitarre verschwindet, der Beat und die ungewöhnliche Orgel übernehmen wieder den Ton. Dann so etwas wie ein Chorus.Fordernd verstummt das Lied in "We Got the Handshake under our Tongue."
Klasse Text und spannend in der Soundentwicklung.

Future Reflection:
Auch hier wieder tolle Lyrics und ein guter Schlusspunkt, der sich gut ins Gefilde des Albums fügt. Aber eher kein Lonetrack der in Erinnerung bleibt.

Fazit:
Zum Schluss plätschert es etwas dahin. Dennoch Sound und Arrangement sind der Wahnsinn, das Album funktioniert als Gesamtpaket und bettet so die schwachen Momente mit ein, ohne dem Gesamteindruck Abbruch zu tun.
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am 14. August 2011
Ich höre dieses Album immer wieder weil es einfach gute Laune macht.
Gnaz besonders aufgefallen sind mir die Lieder "Kids" und "Time to pretend".
Die zwei Lieder sind die besten Lieder des Albums.
Auf Grund dieser Lieder habe ich mir das Album auch gekauft, die anderen Lieder sind jedoch auch gut.
Ich gebe dem Album 4 Sterne, da es für mich eines der besten Alben der letzten Jahre ist.
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Ja, genau: WOW. "Oracular Spectacular" schlägt ein wie der Blitz. "Time To Pretend" eröffnet das Album bombastisch. Weitere Nummern, in die man sich auf Anhieb verlieben kann sind "Kids" und "Electric Feel", die zuletzt auch des öfteren in diversen Radiosendern zu hören waren.
Doch auch als Album insgesamt ist "Oracular Spectacular" eine runde, überzeugende Angelegenheit. Ehrlich gesagt hatte ich mir - als ich mir die Scheibe bestellte - gar nicht so viel erwartet. Tatsächlich könnte man in diesem Album ein würdiges Beach-Boys-Nachfolge(r)werk sehen, so unpassend ein solcher Vergleich auch immer sein mag. Entfernt hat mich diese Scheibe auch ein bisschen an THE DRUMS erinnert, die insgesamt - zumindest meines Erachtens - ein nicht ganz so kompaktes, geschlossenes Debüt-Album geschaffen haben...

Insgesamt ist das ein perfekter Start für MGMT, der sogar in höheren Musikkennerkreisen schon Anerkennung gefunden hat (immerhin hat es die Platte unter die "besten 1001 Alben aller Zeiten" geschafft) - völlig zurecht, würde ich sagen.

Sommerfeeling. Unmüßigkeit. Leichtigkeit. Erstklassesound.
Mit diesen 4 Begriffen kommt man "Oracular Spectacular" in dieser Form - so denke ich - am nächsten.

Klasse Scheibe. Weiter so!!
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am 14. Oktober 2009
Mir ging es am Anfang wie vielen hier: Time to Pretend, Kids und Electric Feel waren die absoluten Ausnahmelieder auf diesem Album. Die Ohrwurmqualität von Kids ist derart hoch, dass man es in einer Dauerschleife laufen lassen könnte. Irgendwann wurde es mir zu mühselig die Lieder zu überspringen so dass ich mir meistens die Tracks 1-5 angehört habe. Mit der Zeit wuchsen mir die Songs "Weekend Wars" und "The Youth" richtig ans Herz und ich wunderte mich wie ich diese Lieder anfangs überspringen konnte. Der ausgeleierte Spruch dass ein Album mit der Zeit wächst, trifft hier voll zu und dass muss selbst ich zugeben, obwohl ich mich meistens vom Ersteindruck kaum noch wegbewege. Das Beste ist jedoch dass dies fürs ganze Album gilt, mit Ausnahme von "Future Reflections" dass mir trotz allem noch nicht recht gefallen will. Track 6 - 9 hingegen konnten mich nach unzähligen Durchläufen auch in ihren Bann ziehen und jetzt will ich sie nicht mehr missen. Allerdings erschließen sie sich einem deutlich langsamer als der Rest des Albums, ich habe unzählige Durchläufe gebraucht um meine Freude daran zu finden. Inzwischen ist mir jedoch insbesondere "Pieces of What" richtig ans Herz gewachsen. Schade dass der wunderbare Song "Love Always Remains" es nicht aufs Album geschafft hat, er hätte wunderbar hier rein gepasst. Das Album hebt sich jedenfalls eindeutig aus dem Einheitsbrei der heutigen Musik heraus und konnte selbst mich als eingefleischten Fan der 60er überzeugen. Besonders überzeugend sind die Texte, die Ohrwurmqualitäten einiger Songs, der experimentelle Sound mit einer Mischung aus Indie, Elektro, Pop.

Die Texte haben etwas melancholisches an sich, trotz aller aufgeladener Fröhlichkeit. Es macht richtig Freude sich damit auseinanderzusetzen. Die Hymne "Time to Pretend" mit den Zeilen...

I'm feeling rough, I'm feeling raw, I'm in the prime of my life.
Let's make some music, make some money, find some models for wives.
I'll move to Paris, shoot some heroin, and f**k with the stars.
You man the island and the cocaine and the elegant cars.

This is our decision, to live fast and die young.
We've got the vision, now let's have some fun.
Yeah, it's overwhelming, but what else can we do.
Get jobs in offices, and wake up for the morning commute.

...trifft genau den Nerv der heutigen Generation. Die anderen Lieder stehen dem in nichts nach. Wenn das Duo noch solch eine Breitenwirkung wie bspw. die Beatles oder Nirvana hätten, dann könnte man mit Recht behaupten dies wären die neuen Götter des Elektropop. Erwähnenswert sind vielleicht noch die Videos zu den Singles, die alles andere als Mainstream sind, das Cover hier gibt ja schon die Richtung vor. Man fühlt sich als ob man in einen psychedelischen Flower Power Traum hineinversetzt wäre.

Eine kleine Anmerkung zur Aufmachung: Ich weiß nicht ob es das Album auch als normale CD gibt oder nur als Digipack. Dies war bei der Bestellung auf Amazon nicht vermerkt so dass ich davon ausgehen muss dass die Aufmachung als Digipack gewollt ist. Dies ist schade, da die Qualität doch etwas zu wünschen übrig lässt. Es wirkt billig und die Klappstellen werden auch nicht lange halten, das kann man dem Produkt schon ansehen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Texte allesamt auf einem aufklappbaren Blatt vorhanden sind, so kann man schön im Bett nebenher schmökern.
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am 2. Mai 2008
Die freakigste Musik im Pop-Business kommt traditioneller Weise immer von Kunststudenten. So bei Franz Ferdinand oder Blonde Redhead. Die zwei von MGMT sind ebenfalls von diesem Schlag.

Sie sind zwar nur zu zweit aber sie klingen wie 10. MGMT halten nichts von Zurückhaltung. Ihr Motto ist: Immer feste vorwärts. Aber die Haken, die sie dabei in ihre Musik schlagen, verraten ihre faszinierende Doppelbödigkeit.

Sich mit den Sounds der 80er anzulegen ist zur Zeit ein beliebter Sport von Bands aller Stilrichtungen. Aber MGMT wachsen weit über den bloßen Sound hinaus. Was sie musikalisch hervorhebt, ist ihr Mut, innerhalb eines Liedes die Genres von Funk zu Folk zu Disco zu wechseln und dabei aus vollen Chören Melodien zu schleudern, die hängen bleiben. MGMT schaffen es, Komplexität so zu verpacken, dass sie erfrischt, sich aber nicht aufdrängt.

Vielleicht ist es der offensichtliche Erfindungsreichtum, der die Plattenfirma Sony/BMG davon überzeugt hat, diesen Newcomern gleich einen Vertrag über vier Alben aufzudrücken. Vielleicht lag es auch daran, dass MGMT sich nicht leicht beeindrucken lassen. In ihren Texten jedenfalls erteilen sie dem Leben, das jetzt wohl vor ihnen steht, eine gründliche Absage: Celebrity ist erbärmlich und wer Dir zum Handel die Hand reicht, will Dich übers Ohr hauen.

Oracular Spectacular heißt das Album von MGMT. Der Name steht für esoterischen Mumpitz, über den die zwei sich amüsieren. Aber selten verbirgt sich hinter esoterischem Mumpitz soviel Gehaltvolles wie beim Debut-Album von MGMT.
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am 9. April 2008
ich habe das video zu "time to pretend" zufällig auf einem musiksender gesehn (ja spät nachts läuft dort tatsächlich noch musik) und fand sowohl das lied als auch das video auf anhieb großartig.
daraufhin habe ich eine bekannte video-plattform nach weiteren werken dieser kapelle durchforstet und bin glücklicherweise auch fündig geworden. "kids" hat es mir sofort angetan. irgendwie repräsentierte dieser song genau meine stimmung und geht mir seitdem nicht mehr aus dem kopf.
nun läuft die platte seit heute in meinem cd abspielgerät und ich bin begeistert!!
die scheibe ist (ich wage mich mal an eine beschreibung) eine mischung aus psychedelic rock und elektro pop und trotz ihrer meiner meinung nach etwas kurzen spielzeit von ca. 40min den kauf absolut wert.
als kleiner bonus sind ein tour fotoalbum, fotos vom "time to pretend" videodreh und das "electric feel" interactive video auf der cd enthalten.
viel spass beim hören!!!!!!
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