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am 11. August 2009
Gianni, so um die 50, lebt mit seiner Mutter in Rom. Er kümmert sich um sie und kann daher keinen Beruf ausüben. Sagt er. So hat er zwar nicht viel Geld, aber er hat gute Freunde, die lassen ihn auch mal anschreiben. Es geht ihm gut und er scheint zufrieden. Bis eines Tages der Hausverwalter kommt, ihm mehrere unbezahlte Rechnungen präsentiert und Gianni unter Druck setzt. Er würde ihm in der einen oder anderen Angelegenheit entgegen kommen, ihm zum Beispiel gestatten, den Balkon zu benutzen, obwohl er seit Ewigkeiten keine Miete dafür zahlt, wenn Gianni im Gegenzug seine Mutter und seine Tante Maria über Ferragosto zu sich nehmen würde. Und da ist sein Arzt, er hat eine Schicht im Krankenhaus und eine Mutter mit strengem Diätplan, die auch versorgt werden möchte. Ferragosto, der 15. August, ein hoher Feiertag in Italien, führt die Familie zusammen und keiner will alleine sein.

So steht, sitzt und trinkt der Mann in allerbesten Jahren da mit vier älteren Damen, die alle ihre Macken haben. Bis zum FESTMAHL IM AUGUST endlich der Tisch gedeckt wird und der Korken knallt, gilt es manche Küchen- und Beziehungskrise zu bewältigen.

Gianni di Gregorio hat sich Zeit gelassen. Fast 60 ist er und die warmherzige Komödie italienischer Spiel- und Lebensart markiert sein Regie-Debüt. Die Hauptrolle hat er auch gleich übernommen, was gut passt, denn der Drehbuch-Autor des Mafia-Meisterwerks GOMORRHA kümmert sich selbst um seine Mutter. Als gelernter Schauspieler mit authentischer Erfahrung im Sujet hat er Laiendarstellerinnen um sich gescharrt und diesen dann auch viel Freiheit beim Spiel gelassen. Die skurrilen Eigenheiten der Damen machen sie nur um so sympathischer. DAS FESTMAHL IM AUGUST feiert das späte Glück. Nur zu gern feiert man mit.

Einziges Manko: Ich hätte den Film lieber in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln gesehen. Die deutsche Sprache wird dem Italienischen hier nicht gerecht.
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am 15. Mai 2010
Die Wirkung des Films hat bei mir erst am nächsten Tag eingesetzt, nachdem ich mir über den Sinn dessen vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen am nächsten Tag intensive Gedanken gemacht habe. Und bling!, auf einmal musste ich grinsen und habe mich gefreut. Über zwei Szenen, die diesem skurrilen Film eine nachhaltig liebenswerte Note geben. Die erste ist der Rumhängfreund von Gianni (kann mich nicht erinnern, dass die sich jemals in die Augen gekuckt haben), den er mit zum Festmahl eingeladen hat. Der wohl des Öfteren zwischendurch aufsteht, um sich zu entleeren (auch im übertragenen Sinne: allein unter schwatzenden Frauen). Nach dem letzten Aufstehen fragt man sich, warum er nicht zurückkommt, Gianni sieht nach und findet ihn eingeschlafen in einem Zimmer auf dem großen Bett liegend, er setzt sich hin und lacht. Die Augustsonne scheint allesüberwältigend ins Zimmer. Die zweite Szene ist am Schluss, als ihn die Damen, die sich dann doch aneinander erfreuen und froh sind, aus dem Alt-Tagstrott kurzfristig draußen zu sein, durch die einzig wirksame Erpressung davon überzeugen, noch einen Abend für sie zu kochen. Und er dieses Spiel mitspielt, es bleibt ihm aufgrund seines Muttersöhnchentums nichts anderes übrig, bzw. er wüsste wahrscheinlich auch gar nicht, wie er dieser Situation entkommen sollte, bzw. der hoffnungsvoll erwartende Blick der Damen verbunden mit dem scheinbar einzigen Anreiz dieser Welt schaltet er im Nu auf "Ich mache alles was ihr wollt, ich bin euer Diener, ob mir das gefällt oder nicht, das spielt keine Rolle, denn mein Leben ist eh schon hinüber. So what."
Dass mit Laiendarstellern gedreht wurde, tut diesem Film keinen Abbruch. Das Alter und diese grandiose Langeweile deswegen wirkt authentisch. Gibt für Frauen nichts Schlimmeres, als nicht mehr begehrt zu werden. Was bleibt einem da schon anderes, als als kulinarisch deklariertes Essen in sich reinzustopfen und Blödsinn zu machen. Das Leben endet wie es beginnt.
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am 22. Oktober 2009
... der einfach das Leben zeigt, wie es ist, Hoffnung und Zuversicht nährt, dass es für uns in diesem Alter noch etwas anderes als unpersönliche Pflegeheime geben wird, und jedem/jeder die Frage stellt, ob er/sie selbst ein Gianni sein könnte.
"Das Festmahl im August" will garnicht komisch sein (wie ein Vorrezensent glaubt) sondern zeigt einfach, dass Charme und Humor auch im Alter durchaus noch möglich sind. Wenn jemand dies als unglaubwürdig empfindet, so hat er nie den Charme und Stolz älterer Damen in Italien erlebt. Vielleicht liegt es einfach nur an der Stimmung, die das sommerliche Rom/Italien verströmt, aber ich wünschte mir, dass hierzulande Viele über 60 ein wenig mehr vom Charakter (incl. Unzulänglichkeiten) der Akteure aus diesem Film hätten.
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am 28. Dezember 2011
Dieser Film ist ein wenig wie ein Laiendarstellerfilm, was jedoch nicht die Schauspielkunst schmälern soll. Eine zauberhafte Geschichte, die durch die unterschiedlichen alten Damen zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Der Film geht ans Herz und lässt uns über das Alter nachdenken. Trotzdem ist er amüsant und man schmunzelt häufig und genießt den "ja,genau-Effekt".
Besonders gut ist der Film im Original. Ich spreche auch italienisch und kann nur sagen, auf italienisch ist der Film einsame Spitze. Er zeigt die Mentalität (z.B. die "Weicheier" im Umgang mit Gesundheit, der hohe Stellenwert des Essens etc.) so brillant.
Aber auch auf deutsch ist dieser Film nur zu empfehlen. Von alt bis jung.
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Wer an eine Idee glaubt, muss für ihre Umsetzung auch kämpfen und Risiken in Kauf nehmen. Und genau das machte Gianni di Gregorio. Da niemand seine Geschichte über vier alte Frauen finanzieren wollte, nahm er einen Kredit auf, schrieb das Drehbuch und spielte die männliche Hauptrolle. Und der Einsatz hat sich gelohnt. Beim Publikum kam der Film so gut an, dass selbst die offiziellen Filmkritiker überrascht waren. An den Filmfestspielen von Venedig erhielt Gianni di Gregorio dann den Preis für das beste Regiedebüt. Verdient hätte er aber auch den Preis für das beste Drehbuch. Denn er hat es geschafft, eine unbeliebte Geschichte so zu erzählen, dass man am Schluss nicht verstehen kann, weshalb wir sie nicht hören oder sehen wollen.

Von der Würde alter Menschen zu sprechen, ist einfach. Ihnen jedoch diese Würde auch wirklich zu geben, ist eine Aufgabe, die wohl nur lösen kann, wer aus innerster Überzeugung an das Leben mit all seinen Facetten glaubt. Es ist denn auch kein Zufall, dass Gianni di Gregorio seine eigene Mutter pflegte und während dieser Zeit auf die Idee seines Films kam.

Der Originaltitel heißt "Pranzo di Ferragosto". Das ist deshalb wichtig, weil in Italien am 15. August das Leben still steht. Außer auf den Straßen, die zum Meer führen. Denn am katholischen Feiertag Mariä Himmelfahrt bleibt niemand zu Hause, der nicht muss. Zu diesen Exoten gehört auch der nicht mehr so junge Junggeselle Gianni, weil ihn seine dominante und pflegebedürftige Mutter nicht loslässt. Diese Situation und seine finanzielle Lage nützt sein Vermieter schamlos aus, indem er gegen Schuldenerlass seine Mutter bei ihm unterbringt, damit er mit seiner Geliebten wegfahren kann. Und auch die weiteren drei Frauen nimmt Gianni nur auf, weil er nicht anders kann. Vermittelt wird also nicht die Botschaft, man müsse sich mehr um die Alten kümmern. Und es geht auch nicht darum, alte Menschen als liebenswerte und witzige Geschöpfe zu zeigen. Solche Geschichten mögen zwar politisch korrekt sein, kommen aber schlecht an. Das Publikum hat diesen Film ins Herz geschlossen, weil die Geschichte von den kleinen Freuden des Lebens erzählt. Und weil die alten Frauen alles Laienschauspielerinnen sind, die durch ihr Mitwirken nochmals aufblühten. Die Interviews auf den Extras sind daher ebenso sehenswert und ergreifend wie der Film selber.

Mein Fazit: Eine ebenso einfache wie kunstvoll inszenierte Geschichte, die dem Zuschauer während 75 Minuten zeigt, was wir gewinnen können, wenn wir uns auf zufällige Begegnungen einlassen. Die großartigen Schauspielerinnen, das meisterhafte Drehbuch und eine überzeugende Umsetzung machen diesen Film zu einem Ereignis. Und wer Italien liebt, muss ihn ohnehin ansehen.
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am 13. September 2013
Ja, ich liebe diesen Film und seine Ausstrahlung! Die "uralte" Mutter, die immer noch etwas eitel ist, knallroten Nagellack an den gichtigen Fingern hat, roten Lippenstift aufträgt und die durch den blauen Lidschatten, den sie vor dem zu Bett gehen nicht entfernt hat, im Schlaf fast ein bißchen gruselig aussieht, die die Maria, die sie mittels eines Hütchens in ein "junges Mädchen" verwandelt hat, dann in die Küche zieht und alle sich freuen, wie gut sie aussieht, wie sie zusammen fernsehen und dann alle miteinander ins Gespräch kommen, sich verwöhnen lassen und das Essen genießen - es macht einfach Spaß, dabei zu sein, wenn auch nur in der Fantasie. Und beim Abspann hab ich einfach mitgetanzt! Das macht wirklich Freude!
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am 16. Januar 2012
Der Film unterhält mit lebensechten und lebensfrohen und lebensbejahenden Szenen aus dem Seniorenleben, der die Gegenwart freudig erleben und die Zukunft nicht fürchten läßt.
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am 7. September 2011
Ein schöner ruhiger Film, der fast wie eine Theatervorstellung wirkt und als Vorstellung sicher gut ankäme. Ein alternder Junggeselle übernimmt das Hotelmama zum Hotelsohn. Es gibt vieles zu klären und glätten und italienische Kompromisse zu finden. Der Film entlädt sich nicht als Knaller sondern lässt einem Schmunzeln vom Anfang bis zum Ende. Der Film mag zwar eine Komödie sein, zeigt aber auch den Ernst der Lage in den Familien im heutigen Italien.
Sehenswertes Kleinod für jemand der es ruhig mag.
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am 14. März 2011
Wer Italien und die Italiener mag, für den ist dieser Film ein muss. Es wird auf charmante Art und Weise erzählt, wie man mit einem Augenzwinkern leichter durchs Leben kommt. Die alten Damen sind in ihrer Art eine köstliche Rezeptur für einen kulunarischen und optischen Festschmaus.
Absolut sehenswert!
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am 2. März 2013
"Das Festmahl im August" ("Pranzo di ferragosto") ist ein unterhaltsamer italienischer Film. Gianni, die Hauptperson, er ist um die 50 Jahre alt, lebt bei seiner uralten Mutter und kümmert sich um sie. Gianni hat Geldprobleme und kann seine Miete nicht voll zahlen. Sein Vermieter, Luigi, macht ihm ein Angebot. Er solle ein paar Tage Luigis alte Mutter bei sich einziehen lassen, und im Gegenzug werden ihm die Mietschulden erlassen. Gianni zögert etwas, er sagt dann aber schließlich zu. Auch Tante Maria ist alleine. Sie zieht ebenso wie die Mutter des Hausarztes in die "Senioren-Wohngemeinschaft" in der Wohnung von Gianni und seiner Mutter in Rom ein. Die alten Damen stellen gewisse Ansprüche an Gianni, die ihm einiges abverlangen. Er soll sie nicht nur gut bekochen, sondern sie auch in ihrer Launenhaftigkeit verstehen und unterhalten. Das ist nicht einfach. Es entwickelt sich nach anfänglichen Verstimmungen - die alten italienischen Damen fühlen sich schließlich auch ein wenig als Grazien - ein fröhliches und amüsantes Zusammensein. Und das Ganze zum Festmahl zu Ferragosto (= Mariä Himmelfahrt). Wem "Das Festmahl im August" gefällt, der wird auch die Fortsetzung "Gianni und die Frauen" ("Gianni e le donne") lustig und kurzweilig finden.
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